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Haushalt und Arbeit

12. September 2015 um 11:37

Hallo zusammen,

ich stehe im Moment ganz schln unter Druck und habe mich hier angemeldet um mal ein paar andere Meinungen zu dem Thema zu Erfahren.

Die Situation vorweg:
Ich (m) 28 und meine Freundin 26 erwarten in ca 6 Monaten unser erstes Kind.

Da meine Freundin berufsbedingt seit bekanntwerden der SS im Arbeitsverbot ist, ist sie zZ den ganze Tag daheim.

Und nun zu dem Problem: Unsere gemeinsame Wohnung sieht aus wie Sau!

Wir sind des öfteren bei diesem Thema aneinander geraten, doch bisher haben wir uns immer wieder einigen können. Als wir beide noch berufstätig waren, hatten wir die Hausarbeit immer aufgeteilt. Das lief auch (bis auf einige Perioden) immer gut.
Jetzt ist Sie den ganzen Tag daheim (keinerlei Erwerbstätigkeit) und verlangt von mir Teilweise den Haushalt zu erledigen.
Dazu muss man sagen, dass es eine Phase in meinem Studium gab wo ich ebenfalls daheim war (nur 2std vorlesung am Tag) und ich damals nahezu 90% des Haushalts alleine Schmiss und Ihr NIEMALS so eine Forderung entgegen warf!
Ich kann Ihre Anforderungen an mich nicht verstehen? Ich bin ein Fan von absoluter Gleichberechtigung, sei es finanziell oder in der Aufgabenverteilung. Doch irgendwie kann ich es nicht einsehen warum ich noch Staubsaugen/Wäsche waschen, Küche putzen, einkaufen, kochen und dazu noch 8-10h arbeiten gehen soll.
Gestern ist es wieder eskaliert und ich habe mich über die Ordnung in der Wohnung beschwert, sie wurde sofort pampig, hat mich verbal angegriffen und gemeint, dass sie alles was ich ihr vorwerfe doch machen würde.
Das war natürlich nicht wahr.
Ich meinte, wenn Sie am Tag 8h Haushalt macht und noch arbeit übrig bleibt, dann würde ich gerne Helfen, aber warum man es nicht in 8h schafft 1x Tag Staubsaugen/Küchenplatte abwischen, Müll runterbringen, einkaufen/kochen ist mir absolut Schleierhaft.
Umgekehrt habe ich gesagt, dass Sie mir ja bei meiner Tätigkeit ebensowenig helfen könne. Das war anscheinend der Tropfer der das Fass zum überlaufen brachte und jetzt herrscht funkstille.
Klar ist Sie Schwanger und muss sich schonen, Handwerkliche Sachen und oder schwer heben, Katzenklo, etc. mache ja dennoch ich, doch fehlt mir absolut das Verständnis warum ich zuzüglich meines 8-10 h Tages (dazu kommen noch mal 2h Fahrtzeit) überhaupt noch was anderes machen soll, sofern Sie daheim ist.
Würde Sie noch arbeiten gehen würde ich das ja alles Verstehen, doch so?!
Sie kontert mit Aussagen wie: Das muss man nicht jeden Tag machen oder uns fehlt Stauraum zum wegräumen, (dann habe ich vorgeschlagen Schränke zu kaufen, dass wollte Sie aber nicht, davon abgesehen hat vor 4 Monaten ja auch alles in die Schränke gepasst) sie hat heute nach Kinderzimmern geschaut etc...
Sie beschwert sich, dass ich nach Feierabend nur am PC/Glotze/Buch sitze und Sie dann aufräume. Das ist auch richtig, nur warum macht Sie es nicht gleich morgens? Sie liegt lieber noch 1 1/2 h mit den Katzen im Bett und kann dann wegen Ihrer morgenübelkeit nix machen.
Ich habe Ihr gesagt, dass es doch viel schöner wäre, wenn wir uns Abends gemeinsam in eine Aufgeräumte Wohnung setzen könnten. Das sieht sie auch so, verlangt dann aber von mir einen entsprechenden Anteil dazu. Sie möchte auch 1 Jahr in EZ gehen. Ich habe Ihr schon vorgeschlagen selbst daheim zu bleiben, dass Sie wieder arbeiten kann, wenn ihr das mit der Hausarbeit nicht taugt, doch das hat Sie nur wieder zum ausrasten gebracht.

Nunja... nach unseren Streits räumt Sie dann immer auf, doch wird dabei schon vorwurfsvoll (Zitat: Gefällt das dem Herrn jetzt besser?!).

Ich weiß echt nicht was ich noch machen soll. Ich könnte nat darauf eingehen und nach meiner Arbeit helfen, aber das wäre für mich keinerlei Gleichberechtigung mehr.

Kennt ihr solche Situationen, wie geht ihr damit um. Verlangt Ihr ebenfalls von eurem Partner, dass er im Haushalt hilft obwohl er Vollzeit arbeitet und Ihr daheim seid? Was kann ich noch tun?

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14. September 2015 um 13:30

Sorry!
aber Schwangerschaft ist keine krankheit. Ich w38 bin selber 4fache mutter. Klar ist Hausarbeit nicht das schönste aber ne aufgeräumte Wohnung schon. Auch wenn es dir schwer fällt einfach die klappe (sorry) halten Und lass sie doch einfach mal im Dreck sitzen. Mal sehen wie lange sie das aushält.

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15. September 2015 um 13:52

Stimmt
es muss nicht jedem gut gehen in der Schwangerschaft. Habe auch nicht gesagt das ich 4 mal freudestrahlend 9 Monate durch die gegend gerannt bin. Aber man muss trotzdem nicht die ganze Zeit nix machen. Ich hatte auch die morgenübelkeit und andere wehwehchen und habe trotzdem was geschafft. Bin bis 4 Wochen vor allen Geburten auch arbeiten gegangen.

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16. September 2015 um 16:53

Hm, klingt nach einem echten problem..
ich war auch zeimlich lange während der schwangerschaft zu hause und teilweise ging es mir so lala. dennoch hab ich mich bem,üht, den haushalt größtenteils allein zu schmeißen.. einkaufen hat oft mein freund auf dem heimweg von der arbeit übernommen und gekocht wurde meist zusammen..
schlag doch deiner freundin auch einen kompromiss vor? vielleicht auch, dass ihr gemeinsam kocht und du die zutaten mitbringst? oder du könntest ihr auch sagen, dass sie es die woche über sauber hält, aufräumt, durchsaugt etc. und ihr gemeinsam am wochenende einen vormittag dann den großputz erledigt?
kann dich jedenfalls voll verstehen.. und auch, dass sie sich auf den schlips getreten fühlt irgendwie, dass sie es anscheinend nicht richtig macht. wahrscheinlich habt ihr auch einfach eine andere auffassung von sauberkeit bzw. ordentlichkeit.. daher: einfach einmal am wochenende gemeinsam putzen?

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6. Oktober 2015 um 14:08

Unterschiedliche Vorstellungen vom Haushalt?
Kann es sein, dass ihr unterschiedliche Vorstellungen vom Haushalt habt: sie findet es reicht, wenn man Hausarbeiten seltener erledigt, du findest, es ist öfter nötig?
Das Problem kennen mein Mann und ich auch: ich bin etwas relaxter. Ich arbeite halbtags und zusätzlich noch freiberuflich und erledige saugen, Bad putzen, teilweise einkaufen auf dem Heimweg von der Arbeit. Wir kochen zusammen am WE. Ich finde, es reicht, wenn man ca. alle 10 tage saugt, mein Mann meint öfter. Wenn ihr in verschiedenen Bereichen verschiedene Vorstellungen habt, könnte vielleicht jeder aufschreiben, was wann wie oft erledigt werden soll. dann vergleicht ihr das und geht entweder Kompromisse ein: z.B.: er: jeden tag saugen, sie einmal pro Woche, Fazit: alle 3 Tage.
Es kann außerdem sein, dass es ihr ums Prinzip geht, dass sie nicht alles machen will.
Ihr solltet dringend eine konstruktive Lösung finden, denn das wird nicht leichter, wenn das Kind da ist.

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