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Haushalt, Kindererziehung und noch ab in die Arbeit? Wie macht ihr das?

30. Juli 2014 um 22:26

Hallo,
ich bin Mutter zweier Mädchen. Eine wird bald 5 und die kleine ist 18 Mo. Wir haben ein eigenes Haus, wo ich mich sehr mit dem Putzen, Waschen, etc. beschäftige, meine kleinste Tochter geht natürlich nicht in die Krippe, da ich nicht arbeite. Und die große geht schon in den KiGa. Meine kleine Tochter leidet an Neurodermitis und an verschiedenen Lebensmittel Allergien: Milch + Eier. Ich verbringe wahnsinnig viel Zeit beim Kochen "ohne", bei der Suche Alternativen und umständliche Kochrezepte durchzuführen. Wenn meine ältere Tochter vom KiGa kommt, verlangt Ihre Zeit mit der Mama zu kuscheln, malen, spielen, basteln, etc. Sie ist ein Mama-Kind und kann sich wenig alleine beschäftigen. Die kleinste ist sehr selbständig aber auch ein kleines Teufelchen, da sie überall klettert und verletzt sich sehr häufig. Ich bin, wie ihr seht nur auf Achse!! Aber ich möchte nicht für immer und ewig im Haushalt bleiben! Ich habe ein langes Studium gemacht, bin promoviert und möchte soooo gerne wieder arbeiten. Aber wenn ich mich sehe wie ich K.O. vom Haus + Kinder + Kochen + Mann, habe echt keine Ahnung wie ich mich im beruflichen Leben organisieren kann. Selbst heute, hat meine ältere Tochter bitterlich geweint weil ich am Nachmittag keine Zeit für sie hatte!! (und zwar, weil ich für das Abendessen selbst gemachte Röstis -ohne Eier- zubereitet habe). Wie macht es ihr, arbeitende Muttis mit Haus und Kindern? Habt ihr Zeit zum Kochen, Putzen, Waschen, Spielen und noch Arbeiten?? Meine Eltern wohnen im Ausland und die Schwiegereltern sind aber 400 km entfernt von uns, so ich hab keine Unterstützung.
Lg

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31. Juli 2014 um 22:55

kinder-haus-arbeit
hallo frieda,
ich kann dich sehr gut verstehen. ich habe auch zwie mädchen, fast in deinem alter, wir kochen auch "besonders", und ich arbeite 30 stunden in einem job der mir sehr wichtig ist und der viele viele jahre "aufbauarbeit" gekostet hat. und die zeit "nur" zuhause, die fand ich zwar sehr sehr schön, aber mir fehlte trotzdem auch noch eine andere seite von mir, die nun wieder befriedigung findet. obwohl ich die kinder auch vermisse.
ich kann nicht sagen, dass ich die lösung gefunden habe, wie das ohne kraftaufwand geht - aber mir liegt ein punkt bei dir echt am herzen, den möchte ich dir mitgeben.

ein haus zu haben - einen garten - dasist ja wunderschön, und schön ist es besonders, wenn es sauer und ordentlich ist und alle gäste das auch immer sehen - aber ernsthaft - wie wichtig ist das im vergleich dazu, dass du echte zeit mit deinen kindern verbringst?

ich habe viele freundinnen wie du, die viel lzeit in ihren häusern und gärten verbringen, dort sieht es immer super aus. ich beobachte sehr oft (und würde es nie ansprechen), dass sie sehr selten mit ihren kindern spielen. sie haben ja täglich wäsche,putzen, ordnung zu halten. und ich weiss, was das für ein job ist, zumal ordnung und sauberkeit mit kleinen kindern ja immer nur für 1 minute hält. ich habe oft das gefühl, dass die kinder das spüren, dass sie nach dem haus kommen.

bei uns ist es sehr - und wirklich sehr unordentlich. wenn jemand unvorhergesagt klingelt, dann schäme ich mich schon bevor die tür aufgeht. es ist auch oft schmutzig, es ist so schmutzig, wie bei niemandem sonst, in deren häuser oder wohnungen ich gehe. freunde von uns lachen darüber und meine familie ekelt sich sogar ein bisschen. ich bügele nur das nötigste und immer zu spät. meine kinder sagen manchmal sogar schon, dass wir aufräumen sollen, weil sie es ordentlich schöner finden (wir erwachsenen auch!!). und dann antworte ich, dass ich das heute nicht mehr kann, aber dass wir morgen zusammen aufräumen können. oder auch erst übermorgen. wenn fremde kinder zum spielen kommen, räume ich nachts manchmal das kinderzimmer auf.

was ich sagen will: was schert deine kinder ein sauberes haus! sie wollen nicht mehr viele jahre mit dir spielen und schmusen! dann wollen sie die tür hinter sich zumachen und du darst nciht in ihr zimmer. und was ist für dich in 10 jahren wichtig - beruflich, gerade mit deinem hintergrund? dass du heute vor zehn jahren den boden jeden tag gewischt hast? dass die küchenfronten glänzten? ich rate jetzt mal: doch wohl eher, dass du deine kraft und energie in eine arbeit gesteckt hast, die dir in zehn und zwanzig jahren noch eine befriedigung bringt.
ich habe bis auf ein jahr neben den kindern immer gearbeitet - und eine befriedigende arbeit mit teilzeit (wenn man was von den kindern will und zu hause auch die grosse geige spielt) - das ist schon so furchtbar anstrengend genug! die muss man sich erst mal aufbauen. und die kostet viel kraft (gibt aber auch energie).

ich will nicht klug tun - bei uns ist auch nicht alles einfach und rosig und gut gelaunt. aber ich denke es so oft auch in anderen häusern/familien: hört auf zu putzen - spielt und schmust!

herzliche grüsse,
s.

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1. August 2014 um 12:32

Du hast falsch zitiert
die kinder finden es unordentlich - nicht schmutzig.

und wenn du alles toll hinkriegst, dann freu ich mich für dich. der beitrag oben sagt aber was anderes.
und wenn ihr samstags alle zeit habt, das haus aufzuräumen, ist das für dich auch sehr praktisch, aber mein mann zum Beipiel arbeitet drei wen im monat.

frauen wie du mit deinen "wo ist das problem-&-saustall- beiträgen" bringen andere dazu, ehr zu putzen als zu spielen, weil sich das niemand sagen lassen will und niemand schämen will.
ich beobachte das wie gesagt sehr oft.

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1. August 2014 um 22:52

10 min?
dann hast du wunderkinder, zu denen ich dir nur gratulieren kann. wenn 10 minuten reichen, das chaos des tages aufzuräumen und küche und bad zu putzen.

aber lassen wir das... darum gings hier auch nicht.

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2. August 2014 um 23:37
In Antwort auf irma_12746726

Du hast falsch zitiert
die kinder finden es unordentlich - nicht schmutzig.

und wenn du alles toll hinkriegst, dann freu ich mich für dich. der beitrag oben sagt aber was anderes.
und wenn ihr samstags alle zeit habt, das haus aufzuräumen, ist das für dich auch sehr praktisch, aber mein mann zum Beipiel arbeitet drei wen im monat.

frauen wie du mit deinen "wo ist das problem-&-saustall- beiträgen" bringen andere dazu, ehr zu putzen als zu spielen, weil sich das niemand sagen lassen will und niemand schämen will.
ich beobachte das wie gesagt sehr oft.

Jetzt muss ich mich auch mal einklinken
Du schreibst bei euch ist es sehr dreckig und dass deine Familie sich teilweise ekelt. Sorry aber das geht gar nicht, erst Recht nicht mit Kindern. Finde es richtig und gut, dass du für mehr gemeinsame Zeit wirbst. Der Haushalt sollte aber nicht vernachlässigt werden. Und ja, man kann beides miteinander verknüpfen. Binde deine Kinder ein. Kinder haben da richtig Bock drauf. Ansonsten nutze die Schlafenszeiten der Kinder, das geht dann nicht zu Lasten eurer gemeinsamen Zeit. Und letztendlich geht es ja auch um deine Vorbildfunktion, vom Wohlfühlen mal ganz abgesehen.

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3. August 2014 um 12:18

Ich habe leider nicht viel zeit
Um ausführlich zu schreiben. Aber mein Vorschlag wäre, wenn du wieder arbeitest dir eine Putzfrau kommen zu lassen. Das kannst du auch von der Steuer absetzen. Das ist sicherlich eine Entlastung. Stressig bleibt es natürlich trotzdem, aber durch die Arbeit ist man manchmal auch beim Rest wieder motivierter...

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