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Hausaufgabenprobleme!?Kann mir selber nicht mehr in die Augen sehen

17. Mai 2005 um 23:21 Letzte Antwort: 15. Februar 2008 um 12:59

Hallo,
also es geht um meinen 7-jährigen Sohn.Er kommt nach den Sommerferien in die 2.Klasse, so Gott will.Wir hatten ihn extra mit 7 Jahren erst eingeschult, weil er sehr ängstlich,verschüchtert und viele Kontaktschwierigkeiten hat.Nach ein paar Wochen sprach mich unsere Lehrerin an, er hätte nichts mehr in der 1.Klasse zu suchen, er wäre ein hochbegabungs-Kind und müßte unbedingt in die 2.Klasse.Er kam lesend in die Schule, rechnet schon länger das 1x 1 usw.Wir haben uns aber dagegenentschieden, weil er dort niemanden kannte und er mit den Sozialkontakten noch größere Probleme hätte.Die Lehrerin sagt mittlerweile auch, daß die Entscheidung gut war, weil er zu keinem anderen Kind in seiner Klasse findet.Er ist nur auf die Lehrerin fixiert.Will nicht in die Pause, nur bei seiner Lehrerin stehen.Er ist zeitlebens schon immer auf Erwachsene fixiert gewesen.Er geht nun 1 x in der Woche zum Rechnen in die 2.Klasse.Die Lehrerin sagte, er ist im Rechnen so gut,schreibt Teste in der 2. Klasse mit links mit, so daß er nach den Ferien generell zum Rechnen in die 3. Klasse soll.Nun fragt Ihr Euch wo ist das Problem, wenn er doch so hochintelligent ist.Also wir haben ein großes Problem beim Schreiben.Er benutzt niemals sein Radiergummi,schmiert immer alles darüber.Schreibt nach den Zeilen über den Rand,unleserliche Zahlen und Buchstaben.Was nützt ihm alle Intelligenz, wenn seine Resultat keiner lesen kann?Seit Wochen predige ich mit ihm er solle das Radiergummi benützen.Doch das Geschmiere geht so weiter.Die Lehrerin ist im großen und Ganzen mit seiner Schrift zufrieden.Sie weiß auch nicht wie lange wir immer an den Hausaufgaben sitzen, bis es so aussieht wie es aussieht.Die Lehrerin meinte nur er hat ein ziemliches Caous auf seinem Tisch.Er schreibt mit 10 Sachen unter seinem Heft.Es dauert unwahrscheinlich lange bis er mal so alles eingeräumt hat.Das Einräumen dauert STunden länger wie die ganzen Hausaufgaben.Manchmal sitzen wir 3 - 4 Stunden an den Hausaufgaben deswegen.Ich meine nach so vielen Predigten muß doch jedes Kind mal begriffen haben, daß man ordentlicher ist und das Radiergummi benutzen kann und nicht so unleserlich schmiert.Ich habe es lieb versucht zu erklären, habe ihn angebrüllt wieder vernünftig erklärt.Alles .Es wird nicht beser.Bin inzwischen so verzweifelt, daß ich ihm das Radiergummi schon an den Kopf geschmissen habe.Habe im Moment keine Kontrolle mehr über mich.Heute hatte ich ihm schwer etwas auf die Finger gehauen.Habe richtig Angst daß meine Wut mich unkontrolliert handeln läßt.Ich liebe mein Kind über alles.Will ihm auf keinen Fall weh tun.Weiß mir aber keinen Rat mehr wie ich sonst noch an ihn ran komme.WEiß natürlich, daß es keine Lösung ist, es in ihm reinzuprügeln.Ich haße auch Gewalt.Kann mich wegen der kürzlichen Vorfälle schon nicht mehr ansehen.Aber nach so vielen Monaten bin ich einfach am Ende.Irgendwann muß es doch jeder begreifen.Ich schaffe es leider momentan nicht mehr meine Wut im Zaun zu halten.Hat jemand ähnliche Probleme, oder kann es verstehen oder mir einen Rat geben.Habe noch eine Tochter von 3 Jahren.Sie ist voll in der Trotzphase,aber enorm.Provoziert wo sie nur kann, mit Schreiatacken , das volle Programm.Aber da kann ich so cool mit umgehen, gehe ganz ruhig mit ihr um.Das nervt mich nicht annähernd so sehr.Sie kann mir den ganzen Tag die Ohren voll kreischen,trotzdem bleibe ich die Geduld in Person.Nur mit meinem Sohn habe ich dieses Problem.Es wäre schön wenn mir jemand einen Rat geben könnte, vor allem wie man ruhig bleiben soll, wenn der gleiche Fehler wieder und wieder und immer wieder gemacht wird, ohne daß man agressiv wird.
Schönen Dank schon im voraus für Eure Meldungen.
Liebe Grüße
Schnuckymaus

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18. Mai 2005 um 0:33

Na denn
Für einen siebenjährigen, sind schon zwanzig Minuten eine lange Zeit, leider vergessen wir Erwachsenen das allzuoft.
Wenn es also drei bis vier Stunden dauert bis die Hauaufgaben, dann noch der Schullaltag dazu kommt, bedeutet das Unmengen Stress für deinen Sohn.
Zudem kommt das ihr in einem Teufelskreis gefangen seit, ihr kennt das tägliche Matyrium und geht dem entsprechend voreingenommen darauf zu. Das heißt dein Sohn weiß: drei- bis vier stunden Hausaufgaben und jemanden der ständig was daran auszusetzen hat , darauf hat er keine Lust, und diese Lustlosigkeit führt dann wieder dazu das er sich keine Mühe gibt ( hat in seinen Augen ja eh keinen Sinn)
Du denkst: drei- bis vier Stunden Hausaufgaben, und keine Änderung oder Verbesserung, das stresst dich ebenfalls und darauf hast du wiederum keine Lust. Deine Unlust führt dazu, dass du gereizt bist und dann eben überreagierst.

zuerst mal weg von den drei- vier Stunden Huasaufgaben machen, macht feste Zeiten aus,z.B. nach dem Mittagessen und einer Spielzeit geht es an die Hausaufgaben, setz eine Zeit von max. 30 Minuten an ( länger sollten Hauaufgaben im ersten Schuljahr nie dauern.)
Sage deinem Sohn wie lange ihr heute Hausaufgaben machen werdet, informiere ihn außerdem darüber, falls es nich klappen sollte, werdet ihr es in 1 1/2 bis 2 Stunden noch einmal probieren. ( Insgesamt aber höchstens drei Zeiten an)
Mache ihm verständlich das dies von seiner Leistung abhängig ist, aber bitte nicht predigen!!! Da hört man meistens schon beim dritten Mal nicht mehr hin, weil man schon am Tonfall erkennt, das jetzt was negatives kommt.
Tadele deinen Sohn nicht, sondern setze dann positiv an, wenn er etwas gut erledigt hat.

Hoffe ich konnte helfen.

So far

joulissis



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18. Mai 2005 um 8:03
In Antwort auf

Na denn
Für einen siebenjährigen, sind schon zwanzig Minuten eine lange Zeit, leider vergessen wir Erwachsenen das allzuoft.
Wenn es also drei bis vier Stunden dauert bis die Hauaufgaben, dann noch der Schullaltag dazu kommt, bedeutet das Unmengen Stress für deinen Sohn.
Zudem kommt das ihr in einem Teufelskreis gefangen seit, ihr kennt das tägliche Matyrium und geht dem entsprechend voreingenommen darauf zu. Das heißt dein Sohn weiß: drei- bis vier stunden Hausaufgaben und jemanden der ständig was daran auszusetzen hat , darauf hat er keine Lust, und diese Lustlosigkeit führt dann wieder dazu das er sich keine Mühe gibt ( hat in seinen Augen ja eh keinen Sinn)
Du denkst: drei- bis vier Stunden Hausaufgaben, und keine Änderung oder Verbesserung, das stresst dich ebenfalls und darauf hast du wiederum keine Lust. Deine Unlust führt dazu, dass du gereizt bist und dann eben überreagierst.

zuerst mal weg von den drei- vier Stunden Huasaufgaben machen, macht feste Zeiten aus,z.B. nach dem Mittagessen und einer Spielzeit geht es an die Hausaufgaben, setz eine Zeit von max. 30 Minuten an ( länger sollten Hauaufgaben im ersten Schuljahr nie dauern.)
Sage deinem Sohn wie lange ihr heute Hausaufgaben machen werdet, informiere ihn außerdem darüber, falls es nich klappen sollte, werdet ihr es in 1 1/2 bis 2 Stunden noch einmal probieren. ( Insgesamt aber höchstens drei Zeiten an)
Mache ihm verständlich das dies von seiner Leistung abhängig ist, aber bitte nicht predigen!!! Da hört man meistens schon beim dritten Mal nicht mehr hin, weil man schon am Tonfall erkennt, das jetzt was negatives kommt.
Tadele deinen Sohn nicht, sondern setze dann positiv an, wenn er etwas gut erledigt hat.

Hoffe ich konnte helfen.

So far

joulissis



Hb
Hallo,

erkundige dich bitte, ob sich in deiner Nähe einGesprächs-kreis von der DGhK trifft.
Du hast das Glück, dass die
Lehrerin selbst die Hb erkannt hat und maßnahmen ergreift.
So ein Glück hat nicht jedes Hb-Kind. Wir haben den Rat vom Schulpsychologen bekommen, dass
ein Hb-Kind allein imstande sein soll Hausaufgaben zu machen. Wenn dein Sohn meint, dass seine HA in 10 Minuten hingeschmiert werden können, ohne Radiergummi, dann ist es seine Sache. Er muss in der Schule die Konsequenzen tragen.
Dafür ist seine Lehrerin zuständig.Mit ihr kannst du über
deine Probleme reden.
Sei froh, dass er nicht ganz die
Leistung verweigert, das passiert oft Kindern die zu spät eingeschult wurden.
Am Nachmittag braucht er trotzdem gezielte Förderung, sei
es über die Hochbegabtengruppe,
Musikschule, Sportverein.
Halte dich von seinen Hausaufgaben fern, weil erstens er nie selbstständig wird und
zweitens die Eltern-Kind Beziehung drunter leidet.

LG Dana

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18. Mai 2005 um 9:29

Hallo
Hallo Schnuckymaus,

Hmmm Dein Problem kommt mir bekannt vor.

Mein Junge leidet an verschiedenen Disordern unteranderem an Dyspraxie.
Es handelt sich um eine Störung, Bewegung und Handlung in Einklang zu bringen bzw. um eine Störung, zielorientiert zu planen. Praxie ist dagegen die Fähigkeit, komplexe motorische Handlungen zu entwerfen. Aber das alles kannst Du auch unter folgendem link nachlesen:
http://www.mcd.de/Dyspraxi.htm

Ich sage nun nicht, dass Dein Junge unbedingt davon betroffen ist, ich bin kein Arzt so enziehe ich mich hier jeder Meinung, ich denke nur, dass Du Deinem Kind zu liebe vielleicht alles ausschoepfen solltest.

Meinem Jungen faellt Scheiben sehr schwer, aber nachdem ich mit ihm diverse Uebungen gemacht habe und er auch eine Therapy bekam geht es besser. Seine Schrift ist immer noch nicht "sauber" aber lesbar. Er hat auch zeitweilig Buchstaben und Zahlen verdreht u.s.w.

Auch wir haben 3-4 Stunden manchmal gesessen mit ihm Hausaufgaben zu machen, aber das kam eher daher das in dem Land, in dem wir dann lebten ein immenser Schuldruck herrschte und die Kinder von Anfang an irgendwie gedrillt wurden. Wir leben jetzt in England. Mein Sohn geht von morgens bis nachmittags in die Schule. Hausaufgaben sind minimiert, einmal die Woche. Erfolge, ja die haben wir. Seine Schrift ist lesbar, sein Englisch verbessert sich (wenn auch er niemals eine Sprache richtig sprechen wird..) und in Mathematik ist er nach wie vor Klasse.

Ich weiss nicht, ob ich eine Hilfe war, war nur ein Vorschlag, ich wuerde versuchen, mal etwas tiefer zu gehen. Auch unser Sohn ist sehr Erwachsenen fixiert. Beste Resultate brachte er immer wenn er direkten Lernkontakt mit Lehrer/Lehrerin hatte.


Viel Glueck!!


LG,


Sylv

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18. Mai 2005 um 16:00

Keep cool?!
Hallo allerseits,
vielen Dank für Eure sehr ausführlichen Berichte.Habe mir schon gedacht, daß ich vielleicht etwas übertreibe oder zu pingelig bin.Aber es nervt im Moment einfach, wenn er immer dieselben Fehler macht.Dachte daß er mich doch irgendwann verstehen würde.Und jede Sache die du ihm sagst folt ein ja aber..........Er kann einfach nicht einfach mal etwas so machen,sonder diskutiert es aus bis zum Exzess.Mein Mann sieht es alles sehr gelassen, das wird usw.Männer.. Aber vielleicht hat er ja auch Recht.Dana, was ist denn DGhK für eine Gruppe?
Hat es etwas mit der Hochbegabung zu tun?Ansonsten muß ich wohl dadurch, vielleicht bin ich auch von ihm zu verwöhnt, daß sonst immer alles perfekt klappte.Bis 5 Jahre war er ein Bilderbuchkind, hat nie Mist gemacht und nur was man ihm sagte.War schon echt unnormal, wennich mir jetzt unsere Kleine anschaue.Oh, man.Sie ist eigentlich unser 1. richtiges Kind.Aber gut, vielleicht legt sich ja auch alles von selbst.Gut daß die Lehrerin auch von seinen Stärken und Schwächen weiß.Das war wirklich Klasse daß sie von alleine darauf kam.Hatte extra nichts gesagt, nicht daß es heißt wieder so eine Mutter die meint ihr Kind will zu hoch hinaus.Ganz lieben Dank für Eure Antworten.
Liebe Grüße

Ira

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18. Mai 2005 um 17:08
In Antwort auf

Keep cool?!
Hallo allerseits,
vielen Dank für Eure sehr ausführlichen Berichte.Habe mir schon gedacht, daß ich vielleicht etwas übertreibe oder zu pingelig bin.Aber es nervt im Moment einfach, wenn er immer dieselben Fehler macht.Dachte daß er mich doch irgendwann verstehen würde.Und jede Sache die du ihm sagst folt ein ja aber..........Er kann einfach nicht einfach mal etwas so machen,sonder diskutiert es aus bis zum Exzess.Mein Mann sieht es alles sehr gelassen, das wird usw.Männer.. Aber vielleicht hat er ja auch Recht.Dana, was ist denn DGhK für eine Gruppe?
Hat es etwas mit der Hochbegabung zu tun?Ansonsten muß ich wohl dadurch, vielleicht bin ich auch von ihm zu verwöhnt, daß sonst immer alles perfekt klappte.Bis 5 Jahre war er ein Bilderbuchkind, hat nie Mist gemacht und nur was man ihm sagte.War schon echt unnormal, wennich mir jetzt unsere Kleine anschaue.Oh, man.Sie ist eigentlich unser 1. richtiges Kind.Aber gut, vielleicht legt sich ja auch alles von selbst.Gut daß die Lehrerin auch von seinen Stärken und Schwächen weiß.Das war wirklich Klasse daß sie von alleine darauf kam.Hatte extra nichts gesagt, nicht daß es heißt wieder so eine Mutter die meint ihr Kind will zu hoch hinaus.Ganz lieben Dank für Eure Antworten.
Liebe Grüße

Ira

DGhK
Hallo,

DGhK ist Deutsche Gesellschaft
für das hochbegabte Kind.
Es gibt Regionalgruppen, die
sich regelmäßig treffen. Ohne
diesen monatlichen Austausch mit Gleichgesinnten würde ich
glaube ich nur noch in "Dreieck
hüpfen"...es werden auch versch.
Veranstalungen organisiert, wie
z.B. Spielenachmittage etc.
Abgesehen davon gibt es mittlerweile in jedem Bundesland
Hochbegabtenförderstelle vom
Kultusministerium. Die DGhK-Gruppe kann dir da bestimmt weiterhelfen.
LG Dana

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18. Mai 2005 um 19:21
In Antwort auf

Hb
Hallo,

erkundige dich bitte, ob sich in deiner Nähe einGesprächs-kreis von der DGhK trifft.
Du hast das Glück, dass die
Lehrerin selbst die Hb erkannt hat und maßnahmen ergreift.
So ein Glück hat nicht jedes Hb-Kind. Wir haben den Rat vom Schulpsychologen bekommen, dass
ein Hb-Kind allein imstande sein soll Hausaufgaben zu machen. Wenn dein Sohn meint, dass seine HA in 10 Minuten hingeschmiert werden können, ohne Radiergummi, dann ist es seine Sache. Er muss in der Schule die Konsequenzen tragen.
Dafür ist seine Lehrerin zuständig.Mit ihr kannst du über
deine Probleme reden.
Sei froh, dass er nicht ganz die
Leistung verweigert, das passiert oft Kindern die zu spät eingeschult wurden.
Am Nachmittag braucht er trotzdem gezielte Förderung, sei
es über die Hochbegabtengruppe,
Musikschule, Sportverein.
Halte dich von seinen Hausaufgaben fern, weil erstens er nie selbstständig wird und
zweitens die Eltern-Kind Beziehung drunter leidet.

LG Dana

Danke Dana
Hallo nochmal,
das werde ich dann mal machen.Hast Du auch ein hochbegabtes Kind?Sprichst Du aus Erfahrung?War es auch auf Erwachsene so fixiert.?Ja nachmittags wird er auch schon gefördert.Er geht zum Schwimmunterricht und zum Keyboardunterricht.Hat beim Schreiben aber so seine Handicaps.Hatte lange auch starke motorische Probleme mit Fein u. Grobmotorik.Bekam auch 3 mal die Woch Krankengymnastik und im Kindergartenalter dann Ergotherapie.War eigentlich von Säugling an mit ihm in Behandlung.Jetzt hatten wir mal Therapiepause.Um zu sehen ob alles anschlägt.Es ist auch alles schon verbessert, aber die Schrift in Wort und Zahl ist natürlich auch wichtig.Es nützt ja nichts alles toll zu wissen, wenn im Diktat oder später in Mathearbeiten keiner etwas lesen kann.Aber vielen Dank für Deine Info.

Liebe Grüße
Ira

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18. Mai 2005 um 20:08
In Antwort auf

Danke Dana
Hallo nochmal,
das werde ich dann mal machen.Hast Du auch ein hochbegabtes Kind?Sprichst Du aus Erfahrung?War es auch auf Erwachsene so fixiert.?Ja nachmittags wird er auch schon gefördert.Er geht zum Schwimmunterricht und zum Keyboardunterricht.Hat beim Schreiben aber so seine Handicaps.Hatte lange auch starke motorische Probleme mit Fein u. Grobmotorik.Bekam auch 3 mal die Woch Krankengymnastik und im Kindergartenalter dann Ergotherapie.War eigentlich von Säugling an mit ihm in Behandlung.Jetzt hatten wir mal Therapiepause.Um zu sehen ob alles anschlägt.Es ist auch alles schon verbessert, aber die Schrift in Wort und Zahl ist natürlich auch wichtig.Es nützt ja nichts alles toll zu wissen, wenn im Diktat oder später in Mathearbeiten keiner etwas lesen kann.Aber vielen Dank für Deine Info.

Liebe Grüße
Ira

Hb
Hallo Ira,

ich habe 3 hochbegabte Kinder.
Davon sind 2 als späte Kann-Kinder mit 5 in die Schule
gekommen. Unserer Mittlerer
ist normal eingeschult worden.
Er hat auch trotz hb Probleme
in der Schule aufgrund seiner
Wahrnehmung.
Erst letztes Jahr haben wir festgestellt, dass er ein ehemaliges Kiss-Kind ist.
Langsam geht es aufwärts.
Empfehlenswert finde ich dazu die Seite:www.kiss-kid.de
Vielleicht findest du Übereinstimmungen zur Babyzeit.
Meine Kids sind sehr sozial,
haben viele Freunde und haben
viele Hobbys. Liegt aber vielleicht daran, dass wir auch
noch 2 Dauerpflegekinder haben
und von Zeit zu Zeit Bereitschaftspflege machen.
LG Dana

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19. Mai 2005 um 0:36

HB
Danke für Deinen Beitrag.Seinen Wissendurst stillen wir wirklich.Privat ohne Ende.ER geht zusätzlich in die Musikschule und Schwimmunterricht etc.Bin auch stolz daß er so intelligent ist.Keine Frage.Ich finde es einfach nur schade, daß er so vieles weiß und intelligent ist und sich selber viel verbaut, weil er ohne durchstreichen und radieren alles so unleserlich macht , daß kein Lehrer etwas lesen kann.Ist doch schade, daß er alles überkritzelt daß alles als Fehler angezeigt wird, obwohl er es richtg verbessert hatt man es nur nicht lesen kann.Mit der Unordnung ist es so nicht gemeint.Unordnung ist ganz normal.Nur er hat auf seinen Tisch ein Caous.Er schreibt mit 2 Lesebüchern,darunter das Mathebuch, Ellenbogen auf dem Etui.Ständig lose Zettel im Tornister,alle Stifte werden nur ins Etui reingeproppt . Die Lehrerin meint das muß aufhören, dieses ungeordnete Caous.Wenn man schreibt nur diese eine Sache auf dem Tisch.Nicht 2 Hefte übereinander und dann noch Ellenbogen im Etui und dann schreiben.Er wäre so unsortiert, meinte sie.Mit normaler Unordnung hat das nichts zu tun.
Liebe Grüße

Schnuckymaus

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22. Mai 2005 um 19:17

Mein ältester Sohn ist ähnlich
Hallo Schnuckymaus,

deine Beschreibungen kommen mir eigentlich ganz bekannt vor.

Ich habe auch einen 7jährigen Sohn, der im Herbst in die dritte Klasse kommt.

Er konnte mit 3 von selbst lesen, bald schon auch schreiben. Im Rechnen finde ich eigentlich nicht, dass er sooo ein Genie ist, ist aber trotzdem Klassenbester. In der Schule hat er eigentlich nur Glanzleistungen, trotzdem hat sich seine Lehrerin ein paarmal über seine Unordnung und Unaufmerksamkeit beschwert (trotzdem hat er immer nur die besten Noten ).

Trotzdem bin ich sehr oft um ihn besorgt und aus meiner Angst wird manchmal auch Wut, so dass ich ihn manchmal (zum Glück selten) auch anschreie.

Er ist manchmal sehr unordentlich und vergesslich, obwohl sich das gegenüber der 1. Klasse enorm verbessert hat.

Mit 3 Jahren war er etwas unkoordiniert, so dass ich teilweise auch in Richtung Dispraxie "geforscht" habe, kein Arzt hat mir allerdings sowas auch nur angedeutet. Auch habe ich bemerkt, dass er offenbar in den Bereichen (z.B. schreiben, zeichnen) für die er sich interessiert niemals auch nur leichte Koordinationsschwierigkeiten hatte. Die meisten Fachpersonen meinen einfach, es sei normal, dass er sich langweilt, weil er das alles schon kann. DAher auch die Unordnung/Unaufmerksamkeit.

Ich glaube nun einfach, sehr intelligente Kinder sind einfach etwas anders, auch im sozialen Bereich (meiner hat nur 2 Freunde, obwohl er eigentlich auch richtig sympathisch sein kann; in der Klasse ist er manchmal etwas isoliert).

Jedoch glaube ich auch, dass es mit der Zeit immer besser wird und sich die meisten Problemchen einfach von selbst lösen. Intelligente Kinder wissen oft auch von selbst, was sie brauchen, um sich selbst zu "heilen". Jedenfalls sind seine Koordinationsschwierigkeiten inzwischen völlig verschwunden.

Ich habe auch einen kleineren Sohn, 5 Jahre, der zwar auch nicht blöd ist (kann schon lesen und rechnen), aber irgendwie für mich viel beruhigender, so dass ich sogar in den exakt gleichen Situationen bei ihm viel ruhiger reagiere.

Mein Mann meint, es gäbe überhaupt kein Problem und wenn ich mir mal gerade keine Sorgen mache, bin ich auch davon überzeugt.

Gruss
Cristina

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23. Mai 2005 um 19:39
In Antwort auf

Mein ältester Sohn ist ähnlich
Hallo Schnuckymaus,

deine Beschreibungen kommen mir eigentlich ganz bekannt vor.

Ich habe auch einen 7jährigen Sohn, der im Herbst in die dritte Klasse kommt.

Er konnte mit 3 von selbst lesen, bald schon auch schreiben. Im Rechnen finde ich eigentlich nicht, dass er sooo ein Genie ist, ist aber trotzdem Klassenbester. In der Schule hat er eigentlich nur Glanzleistungen, trotzdem hat sich seine Lehrerin ein paarmal über seine Unordnung und Unaufmerksamkeit beschwert (trotzdem hat er immer nur die besten Noten ).

Trotzdem bin ich sehr oft um ihn besorgt und aus meiner Angst wird manchmal auch Wut, so dass ich ihn manchmal (zum Glück selten) auch anschreie.

Er ist manchmal sehr unordentlich und vergesslich, obwohl sich das gegenüber der 1. Klasse enorm verbessert hat.

Mit 3 Jahren war er etwas unkoordiniert, so dass ich teilweise auch in Richtung Dispraxie "geforscht" habe, kein Arzt hat mir allerdings sowas auch nur angedeutet. Auch habe ich bemerkt, dass er offenbar in den Bereichen (z.B. schreiben, zeichnen) für die er sich interessiert niemals auch nur leichte Koordinationsschwierigkeiten hatte. Die meisten Fachpersonen meinen einfach, es sei normal, dass er sich langweilt, weil er das alles schon kann. DAher auch die Unordnung/Unaufmerksamkeit.

Ich glaube nun einfach, sehr intelligente Kinder sind einfach etwas anders, auch im sozialen Bereich (meiner hat nur 2 Freunde, obwohl er eigentlich auch richtig sympathisch sein kann; in der Klasse ist er manchmal etwas isoliert).

Jedoch glaube ich auch, dass es mit der Zeit immer besser wird und sich die meisten Problemchen einfach von selbst lösen. Intelligente Kinder wissen oft auch von selbst, was sie brauchen, um sich selbst zu "heilen". Jedenfalls sind seine Koordinationsschwierigkeiten inzwischen völlig verschwunden.

Ich habe auch einen kleineren Sohn, 5 Jahre, der zwar auch nicht blöd ist (kann schon lesen und rechnen), aber irgendwie für mich viel beruhigender, so dass ich sogar in den exakt gleichen Situationen bei ihm viel ruhiger reagiere.

Mein Mann meint, es gäbe überhaupt kein Problem und wenn ich mir mal gerade keine Sorgen mache, bin ich auch davon überzeugt.

Gruss
Cristina

Ja, wirklich alles sehr ähnlich
Hallo Cristina,

ja das hört sich wirklich alles sehr sehr ähnlichan.Mein Mann sieht da auch überhaupt keine Probleme.Meinte auch, daß ich mir zuviel Sorgen mache, das wird schon alles.Vielleicht sind Mütter mit zuviel Herzblut dabei.Ja dieses isolieren ist wirklich ähnlich.Er kommt mit weniger KIndern auch besser klar.Wenn nur einer da ist klappt es am besten.Ja, die Lehrerin meinte dieses schreiben mit 10 anderen Sachen darunter und langsames schreiben z.B. abschreiben von der Tafel ist mit ihm sehr anstrengend.Eine Din A 4 Seite Rechnen als Hausaufgabe hat er in 3 Minuten fertig.Vielleicht liegt es auch an seiner motorischen UNgelenkigkeit, daß alles wie schreiben radieren zu anstrengend für ihn ist.Nur mit den ausradieren bekommt er einfach nicht hin.Heute erst wieder, ziemlich verschmiert alles und dann noch alles draufgeschrieben u. verbessert.Ich habe mir aber angewöhnt, nun nicht mehr zu schreien.Es bringt ja nichts.Wir führen jetzt eine Liste.WEnn er eine Woche immer alles ausradiert hat und schnell geschrieben und leserlich, dann bekommt er für jeden Tag einen Goldstern.Wenn pro Woche viele Goldsterne gesammelt sin, dann gibt es eine Überraschung.Mal sehen, ob das so funktioniert.Mit dem Schreiben hat heute geklappt, mit dem Radiergummi zu benutzen nicht....
Mal sehen.

Liebe Grüße

Schnuckymaus

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24. Mai 2005 um 22:07

Schlamper = Genie!?!
Ich war selbst so ein Kind. Ich bin lesend in die Schule(Aber richtig lesend!) und hatte nie irgendwelche Probleme obwohl ich furchtbar faul bin/war. Ich bin schlampig. Ich habe eine furchtbare Sauklaue. Schon immer.

Aber Schaden tuts nichts.

Wenn der Sohn so intelligent ist kommt er ans Gymnasium, und da achtet man nicht auf so etwas. Umd die Hausaufgaben bin ich auch immer irgendwie rumgekommen. Und ich hatte nie Probleme. Meine Büchertasche sah aus wie ein Sauhaufen. Scheißt drauf. Ich habe sowieso nie was daheim gelernt.

Stresse deinen Sohn auf keinen Fall!

Ordnung ist nicht wichtig. Die Schrift auch nicht. Im Abi interresiert das keinen. Ich kann sehr schnell tippen (viel schneller als ich jemals handschriftlich schreiben könnte), das reicht fürs Berufsleben.

Meine Mutter hat sich *nie* in meine Schullaufbahn eingemischt. Die war noch nichtmal bei Elternsprechtagen. Und ich habe gerade deswegen ein Klasse Verhältniss zu ihr. Hätte sie versucht mir Ordnung und Schönschrift anzuerziehen wäre alles ganz anders verlaufen.

Stefffi

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24. Mai 2005 um 23:30
In Antwort auf

Schlamper = Genie!?!
Ich war selbst so ein Kind. Ich bin lesend in die Schule(Aber richtig lesend!) und hatte nie irgendwelche Probleme obwohl ich furchtbar faul bin/war. Ich bin schlampig. Ich habe eine furchtbare Sauklaue. Schon immer.

Aber Schaden tuts nichts.

Wenn der Sohn so intelligent ist kommt er ans Gymnasium, und da achtet man nicht auf so etwas. Umd die Hausaufgaben bin ich auch immer irgendwie rumgekommen. Und ich hatte nie Probleme. Meine Büchertasche sah aus wie ein Sauhaufen. Scheißt drauf. Ich habe sowieso nie was daheim gelernt.

Stresse deinen Sohn auf keinen Fall!

Ordnung ist nicht wichtig. Die Schrift auch nicht. Im Abi interresiert das keinen. Ich kann sehr schnell tippen (viel schneller als ich jemals handschriftlich schreiben könnte), das reicht fürs Berufsleben.

Meine Mutter hat sich *nie* in meine Schullaufbahn eingemischt. Die war noch nichtmal bei Elternsprechtagen. Und ich habe gerade deswegen ein Klasse Verhältniss zu ihr. Hätte sie versucht mir Ordnung und Schönschrift anzuerziehen wäre alles ganz anders verlaufen.

Stefffi

Echt wahr?
Das ist ja ein Ding.
Aber was, wenn die Lehrerin es auch nervt die Unordnung, das langsame einräumen und er immer zu langsam alles abschreibt z.B. von der Tafel und dadurch die Klasse aufhält.Ständig seine Sachen sucht usw.Im Rechnen klappt es dagegen sehr schnell.Eine Din A 4 Seite ist in 3 Minuten ausgerechnet.Er kam auch richtig lesend in die Schule.Aber Gymnasium, oh man, momentan hoffe ich eher daß er nicht in die Sonderschule zurückversetzt wird weil er so unkoordiniert ist.Lenkt sich selber durch Nichtigkeiten ab usw.Hoffe , daß Du Recht behältst, daß es schon wird.

Schnuckymaus

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25. Mai 2005 um 8:47
In Antwort auf

Echt wahr?
Das ist ja ein Ding.
Aber was, wenn die Lehrerin es auch nervt die Unordnung, das langsame einräumen und er immer zu langsam alles abschreibt z.B. von der Tafel und dadurch die Klasse aufhält.Ständig seine Sachen sucht usw.Im Rechnen klappt es dagegen sehr schnell.Eine Din A 4 Seite ist in 3 Minuten ausgerechnet.Er kam auch richtig lesend in die Schule.Aber Gymnasium, oh man, momentan hoffe ich eher daß er nicht in die Sonderschule zurückversetzt wird weil er so unkoordiniert ist.Lenkt sich selber durch Nichtigkeiten ab usw.Hoffe , daß Du Recht behältst, daß es schon wird.

Schnuckymaus

Laissez faire(einer meiner 3)
Ich denke das ist alles eine Folge seiner Intelligenz. Intelligente Menschen sind sehr erwachsenenfixiert, weil Sie mit Gleichaltrigen einfach nicht so gut umgehen können. Das ist so. Dass sie vom Verhalten her ihren Gleichaltrigen vorraus sind, glaube ich eigentlich nicht.(Sie bleiben genausolange Kind wie alle anderen auch.). Sondern eher aus Neugier/Wissensdurst Viele hochbegabte die ich kenne haben früh viel mit Erwachsenen gemacht.

Hochbegabte haben auch oft einen kleinen Freundeskreis. Das introvertierte gehöhrt wohl dazu.

Viele andere seiner Reaktionen würde ich in Richtung Langeweile und Trotz deuten. Ich war an der Grundschule 4 Jahre der Klassenclown, aus lauter Langeweile. Ich war so schlimm das meine Lehrerin mir Prophezeit hat ich würde sowieso nach ein paar Monaten vom Gym fliegen. Aber ab dem erstem Tag Gym war ich wie ausgewechselt.

Zu ein Satz zu: "Manchmal sitzen wir 3 - 4 Stunden an den Hausaufgaben deswegen."

Meine Mutter hat das nie gemacht. Selbstverantwortung ist schon in diesem Alter sehr wichtig. Ich habe gelernt das man für nicht gemachte Hausaufgaben die Konsequenzen zu tragen hat. Das ist sehr wichtig für die spät. Schullaufbahn.

Gerade in der Schulentscheidenden 4 Klasse versuchen viel Mütter die Noten des Kindes zu beeinflussen. Viele mit Erfolg! Aber von diesem Kindern hat bei uns keines das Abitur erreicht. Das bringt nur viel Leid für das arme Kind. Meine Cousine hat sich 2 Jahre gegen die Versetzung an die Realschule aufgelehnt. 2 Jahre Schule(sachen) von 7 bis 19 Uhr. Es war der Horror. Danach war sie *fertig*. Die ganze Familie hat darunter gelitten.

Du bemühst dich wirklich sehr um dein Kind.

Lass es sich unbeeinflusst entwickeln. Dann kanst du nicht falsch machen. Vermittle ihm Werte und keinen Schulstoff

Stefffi

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25. Mai 2005 um 11:18

Wieso glaubt ihr
eigentlich dass es heute so viele Kinder dieser Art gibt? Oder hat man früher einfach nicht so darauf geachtet?

Ich lebe in der italienischen Schweiz (daher auch mein schlechtes Deutsch, sorry), hier gibt es eigentlich solche Labels eher nicht ("hochbegabt" usw.).

Ich konnte auch schon mi 3 lesen und schreiben, sehr gut rechnen usw. , allerdings hat das niemenden weiter gestört, wenn ich früher fertig war in der Schule, durfte ich einfach rausgehen und spielen. In meiner Familie haben eigentlich alle studiert, da war es eigentlich auch nichts besonderes, dass man schon früh lesen und schreiben konnte.

Findet ihr nicht, dass es schlecht für die Kinder ist, sie als etwas Besonderes zu behandeln?

Jedes von ihnen ist ein Individuum, sehr intelligente Kinder sind halt oft unordentlich, vergesslich, unsportlich und weniger offen, das sollte einfach akzeptiert werden, ohne gleich nach irgendwelchen Labels zu suchen.

Was denkt Ihr?

Gruss
Cristina

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25. Mai 2005 um 12:50
In Antwort auf

Wieso glaubt ihr
eigentlich dass es heute so viele Kinder dieser Art gibt? Oder hat man früher einfach nicht so darauf geachtet?

Ich lebe in der italienischen Schweiz (daher auch mein schlechtes Deutsch, sorry), hier gibt es eigentlich solche Labels eher nicht ("hochbegabt" usw.).

Ich konnte auch schon mi 3 lesen und schreiben, sehr gut rechnen usw. , allerdings hat das niemenden weiter gestört, wenn ich früher fertig war in der Schule, durfte ich einfach rausgehen und spielen. In meiner Familie haben eigentlich alle studiert, da war es eigentlich auch nichts besonderes, dass man schon früh lesen und schreiben konnte.

Findet ihr nicht, dass es schlecht für die Kinder ist, sie als etwas Besonderes zu behandeln?

Jedes von ihnen ist ein Individuum, sehr intelligente Kinder sind halt oft unordentlich, vergesslich, unsportlich und weniger offen, das sollte einfach akzeptiert werden, ohne gleich nach irgendwelchen Labels zu suchen.

Was denkt Ihr?

Gruss
Cristina

Dito
"Jedes von ihnen ist ein Individuum, sehr intelligente Kinder sind halt oft unordentlich, vergesslich, unsportlich und weniger offen,"

Genau.

"das sollte einfach akzeptiert werden, ohne gleich nach irgendwelchen Labels zu suchen."

Ja, Sonderbehandlung *macht* sie erst zu Sonderlingen.
Wenn ein Kind immerwieder aus dem Unterricht seiner Klasse gerissen wird, um irgendwas anderes zu machen, oder wie bei "iriiri" Mathe in der 3. machen soll, das kommt bei anderen Kindern einfach nicht gut an. "Kinder können grausam sein" ist zwar ein schon ziemlich ausgelutschter Satz, stimmt aber leider.(Eigene Erfahrung...)

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25. Mai 2005 um 16:46
In Antwort auf

Wieso glaubt ihr
eigentlich dass es heute so viele Kinder dieser Art gibt? Oder hat man früher einfach nicht so darauf geachtet?

Ich lebe in der italienischen Schweiz (daher auch mein schlechtes Deutsch, sorry), hier gibt es eigentlich solche Labels eher nicht ("hochbegabt" usw.).

Ich konnte auch schon mi 3 lesen und schreiben, sehr gut rechnen usw. , allerdings hat das niemenden weiter gestört, wenn ich früher fertig war in der Schule, durfte ich einfach rausgehen und spielen. In meiner Familie haben eigentlich alle studiert, da war es eigentlich auch nichts besonderes, dass man schon früh lesen und schreiben konnte.

Findet ihr nicht, dass es schlecht für die Kinder ist, sie als etwas Besonderes zu behandeln?

Jedes von ihnen ist ein Individuum, sehr intelligente Kinder sind halt oft unordentlich, vergesslich, unsportlich und weniger offen, das sollte einfach akzeptiert werden, ohne gleich nach irgendwelchen Labels zu suchen.

Was denkt Ihr?

Gruss
Cristina

Was Besonderes...
Jedes Kind ist ein Individuum und etwas Besonderes und das ist
gut so.
Es kommt keiner auf die Idee
von einem lernbehindertem Kind
das gleiche zu erwarten wie von seinen Altersgenossen.
Warum haben wir das Recht das
von hochbegabten zu erwarten?!
Warum darf ein Durchschnittskind
nach seinen Möglichkeiten gefördert werden und ein hochbegabtes Kind muss sich anpassen?
Es ist doch völlig normal, dass
ein guter Schwimmer nicht ewig
mit den Nichtschwimmern üben
muss...es ist auch völlig normal,dass ein Klavierspieler
nicht monatelang "alle meine
Entchen" übt...da wird nicht
geschaut, dass die anderen Kinder vielleicht nicht mal das können. Aber unser Schulsystem
kann sich erlauben intelligente
Kinder nicht gezielt zu fördern.
Und wir Eltern finden das noch gut und geben unseren Kindern zu verstehen, dass es völlig in Ordnung ist, dass schlaue Kinder
ausgegrenzt werden dürfen...
Es ist sehr einfach zu sagen, dass Hb-Kinder unordentlich,
unsportlich usw. sind. Super,
es ist halt so, wir verweigern denen die Hilfe, wir können es nicht ändern, wir lassen sie im Stich.
Trotzdem lG Dana

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25. Mai 2005 um 18:58
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Was Besonderes...
Jedes Kind ist ein Individuum und etwas Besonderes und das ist
gut so.
Es kommt keiner auf die Idee
von einem lernbehindertem Kind
das gleiche zu erwarten wie von seinen Altersgenossen.
Warum haben wir das Recht das
von hochbegabten zu erwarten?!
Warum darf ein Durchschnittskind
nach seinen Möglichkeiten gefördert werden und ein hochbegabtes Kind muss sich anpassen?
Es ist doch völlig normal, dass
ein guter Schwimmer nicht ewig
mit den Nichtschwimmern üben
muss...es ist auch völlig normal,dass ein Klavierspieler
nicht monatelang "alle meine
Entchen" übt...da wird nicht
geschaut, dass die anderen Kinder vielleicht nicht mal das können. Aber unser Schulsystem
kann sich erlauben intelligente
Kinder nicht gezielt zu fördern.
Und wir Eltern finden das noch gut und geben unseren Kindern zu verstehen, dass es völlig in Ordnung ist, dass schlaue Kinder
ausgegrenzt werden dürfen...
Es ist sehr einfach zu sagen, dass Hb-Kinder unordentlich,
unsportlich usw. sind. Super,
es ist halt so, wir verweigern denen die Hilfe, wir können es nicht ändern, wir lassen sie im Stich.
Trotzdem lG Dana

Das habe ich natürlich nicht so gemeint
Nur, bei meinem Sohn habe ich das Gefühl, dass er sich erstens sehr gut selbst fördern kann (viele Fragen, ständig neue Bücher, recherchieren auf dem Internet, seit er 5 ist usw.), jedenfalls solange er noch so klein ist, und wir Eltern da die Mängel der Schule sehr gut beheben können.

Zweitens treibt er auch in der Freizeit Sport (und ich spiele da Chaffeur, Motivations-Manager usw., das kennen sicher viele Mütter, von im Stich lassen kann keine Rede sein), dadurch hat sich die schlechte Koordination enorm gebessert.

Ich habe nur nicht so das Gefühl, dass er plötzlich extrem extrovertiert oder ordentlicher werden würde, wenn er in der Schule mehr gefördert würde. Ich habe auch nicht das Gefühl, dass er ausgegrenzt wird in der Schule. Dass die Lehrerin trotzdem auf Ordnung und Aufmerksamkeit besteht, finde ich eigentlich OK.

Ich weiss nicht, aber im Falle meines Sohnes habe ich nicht unbedingt das Gefühl, dass ihm irgendwie "geholfen" werden müsste, dass mag ja bei anderen Kindern anders sein.



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25. Mai 2005 um 23:33
In Antwort auf

Das habe ich natürlich nicht so gemeint
Nur, bei meinem Sohn habe ich das Gefühl, dass er sich erstens sehr gut selbst fördern kann (viele Fragen, ständig neue Bücher, recherchieren auf dem Internet, seit er 5 ist usw.), jedenfalls solange er noch so klein ist, und wir Eltern da die Mängel der Schule sehr gut beheben können.

Zweitens treibt er auch in der Freizeit Sport (und ich spiele da Chaffeur, Motivations-Manager usw., das kennen sicher viele Mütter, von im Stich lassen kann keine Rede sein), dadurch hat sich die schlechte Koordination enorm gebessert.

Ich habe nur nicht so das Gefühl, dass er plötzlich extrem extrovertiert oder ordentlicher werden würde, wenn er in der Schule mehr gefördert würde. Ich habe auch nicht das Gefühl, dass er ausgegrenzt wird in der Schule. Dass die Lehrerin trotzdem auf Ordnung und Aufmerksamkeit besteht, finde ich eigentlich OK.

Ich weiss nicht, aber im Falle meines Sohnes habe ich nicht unbedingt das Gefühl, dass ihm irgendwie "geholfen" werden müsste, dass mag ja bei anderen Kindern anders sein.



Hb
Mein Zweitklässler (7 Jahre)
ist sehr sportlich, spielt Fußball,Tennis und ist im Schwimmclub.
Er spielt seit 3 Jahren Keyboard
und singt im Chor, hat viele
Freunde.Seine Interessen sind vielfältig und er kann sich gut selbst beschäftigen. Sein einziges Problem ist die Langeweile in der Schule.
Aus welchem Grund bitte schön,soll er seine Zeit absitzen? Was hat er verbrochen, dass er in der Schule nichts Interessantes dazulernen darf?
Seine Leistungen sind bis jetzt
noch sehr gut, weil er sich anpassen kann. Aber wie lange noch? Ich habe schlechte
Erfahrungen mit meiner ältesten Tochter gemacht, auch Hb.
Irgendwann ist es mit der
Motivation vorbei.
Warum muss es soweit kommen, nur weil die Eltern glauben, dass alles in bester Ordnung ist. Wir können die Probleme
nicht sehen deswegen gibt es sie nicht...
Viele Eltern hochbegabter Kinder reagieren erst, wenn es Probleme gibt,z.B. Bauchschmerzen,schlechte Noten etc. Dabei gibt es schon ganz früh Anzeichen von Unterforderung.
LG Dana

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26. Mai 2005 um 0:08
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Wieso glaubt ihr
eigentlich dass es heute so viele Kinder dieser Art gibt? Oder hat man früher einfach nicht so darauf geachtet?

Ich lebe in der italienischen Schweiz (daher auch mein schlechtes Deutsch, sorry), hier gibt es eigentlich solche Labels eher nicht ("hochbegabt" usw.).

Ich konnte auch schon mi 3 lesen und schreiben, sehr gut rechnen usw. , allerdings hat das niemenden weiter gestört, wenn ich früher fertig war in der Schule, durfte ich einfach rausgehen und spielen. In meiner Familie haben eigentlich alle studiert, da war es eigentlich auch nichts besonderes, dass man schon früh lesen und schreiben konnte.

Findet ihr nicht, dass es schlecht für die Kinder ist, sie als etwas Besonderes zu behandeln?

Jedes von ihnen ist ein Individuum, sehr intelligente Kinder sind halt oft unordentlich, vergesslich, unsportlich und weniger offen, das sollte einfach akzeptiert werden, ohne gleich nach irgendwelchen Labels zu suchen.

Was denkt Ihr?

Gruss
Cristina

Schon etwas Besonderes
Hallo Christina,

ich denke wirklich hochbegabte Kinder würden seelisch verkümmern, wenn sie nicht " besonders " behandelt werden.Nicht nur lesen und schreiben können macht eine Hochbegabung aus.Wenn man mit 3 - 4 Jahren ein ganzes Buch vorgelesen bekommt, und es sofort auswendig kann, eine Zahlenkombination mit 10 aneinaderfolgenden Zahlen wiedergeben muß, verschiedene Klopfzeichen ( 8 verschiedene Klopfzeichen unterschiedlichster Kombinationen) auf dem Tisch wiedergeben muß, da kommt man schon ins Stutzen, ob das normal sein kann.WEnn so eine Begabung verkannt wird, wäre es doch schade diese Kinder verkümmern zu lassen.Sie brauchen diesen ständigen Input.Und nur weil man gut in der Schule ist, andere so schnell nicht mitkommen zum Spielen nach draußen geschickt werden.Kanns das sein? Diese Kinder fordern doch mehr und warum sollen sie dann nicht in höhere Klassen ihren Wissensdurst stillen sollen.Daß er in die 3. Klasse demnächst zum Rechnen soll, merkt aus seiner Klasse keiner.Das haben wir wegen den Hänseleien die evtl. auf ihn zukommen bewußt so gelegt.Wenn er erst um 8.45 Uhr Schule hat, geht er schon um 8.00 Uhr in die höhere Klasse, und keiner merkt etwas.Und er hat einen heidenspaß dabei, warum soll man ihn denn stoppen?
lg
Schnuckymaus

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26. Mai 2005 um 15:19

Warum hochbegabt???
Hallo,

mein Sohn ist 8 Jahre, besucht die 2. Klasse, hängt auch sehr an seiner Lehrerin, kannte kein anderes Kind als er in die Schule kam, ist ein Einzelkind, lernt gut, hält seine Sachen beisammen.... und TROTZDEM: bekommt einen Tobsuchtsanfall wenn wir mit ihm rechnen wollen nachdem er 2x eine 3 bei Tests geschrieben hat, wo wir dachten: das kann nicht sein. Unser Fehler: wir haben die Geduuld verloren! Da sind dann auch Gegenstände durch die Luft geflogen. Ich kenne ihn auch als schüchtern, aber er hat auch eine andere Seite. Tobt sehr wohl mit anderen, probiert sich aus. Es ist auch gut, dass man immer nciht alles mitbekommt.
Leider wird heute ein "anderes Verhalten" oft mit "hochbegabt" gleichgesetzt. Er hat Frust in der Schule, oh, er müsste gefördert werden, eigentlich kann er ja alles, aber er macht es nciht richtig, oh, er ist bestimmt hochbegabt. Es fehlt ihm an der sozialen Kompetenz, oh, er ist bestimmt hochbegabt. Habe mehrere Fälle im Bekanntenkreis wo diese Sätze gefallen sind. Fatalerweise auch noch von Lehrern, die sich nicht trauen, den Eltern zu sagen: er benimmt sich manchmal daneben, bitte sprechen sie mit ihm!!! Diese Kinder wurden dann in die "Mühle" der Untersuchungen gesteckt und die Enttäuschun war groß, dass kein "hochbegabtes" Kind herauskam. ich weiß wirklich aus eigener Erfahrung, dass Erziehung immer eine Gratwanderung ist, dass man schreit, dass man mit dem Radiergummi wirft, dass man die Kontrolle verliert....
Vielleicht würde es ihm gut tun eine Klasse zu überspringen, ihm zeigen "DU kannst etwas", "WIR trauen DIR das zu. Und er wird auch auf die anderen zugehen... Unser Sohn hat auch bis heute seine Schwireigkeiten auf andere zuzugehen, sie interessant zu finden, mit ihnen zu spielen. Die einen sind so, die anderen SO. Nicht an die "Norm" oder den "Wunsch" "ach, wäre meine Kind doch...."
Wahrscheinlich hält er sich auch an die Lehrerin, da er IHRE Anerkennung sucht, da er ja schon mehr kann. Also Mut: und probieren lassen. Er wird das aushalten und darn wachsen.

Grüße

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26. Mai 2005 um 16:08
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Warum hochbegabt???
Hallo,

mein Sohn ist 8 Jahre, besucht die 2. Klasse, hängt auch sehr an seiner Lehrerin, kannte kein anderes Kind als er in die Schule kam, ist ein Einzelkind, lernt gut, hält seine Sachen beisammen.... und TROTZDEM: bekommt einen Tobsuchtsanfall wenn wir mit ihm rechnen wollen nachdem er 2x eine 3 bei Tests geschrieben hat, wo wir dachten: das kann nicht sein. Unser Fehler: wir haben die Geduuld verloren! Da sind dann auch Gegenstände durch die Luft geflogen. Ich kenne ihn auch als schüchtern, aber er hat auch eine andere Seite. Tobt sehr wohl mit anderen, probiert sich aus. Es ist auch gut, dass man immer nciht alles mitbekommt.
Leider wird heute ein "anderes Verhalten" oft mit "hochbegabt" gleichgesetzt. Er hat Frust in der Schule, oh, er müsste gefördert werden, eigentlich kann er ja alles, aber er macht es nciht richtig, oh, er ist bestimmt hochbegabt. Es fehlt ihm an der sozialen Kompetenz, oh, er ist bestimmt hochbegabt. Habe mehrere Fälle im Bekanntenkreis wo diese Sätze gefallen sind. Fatalerweise auch noch von Lehrern, die sich nicht trauen, den Eltern zu sagen: er benimmt sich manchmal daneben, bitte sprechen sie mit ihm!!! Diese Kinder wurden dann in die "Mühle" der Untersuchungen gesteckt und die Enttäuschun war groß, dass kein "hochbegabtes" Kind herauskam. ich weiß wirklich aus eigener Erfahrung, dass Erziehung immer eine Gratwanderung ist, dass man schreit, dass man mit dem Radiergummi wirft, dass man die Kontrolle verliert....
Vielleicht würde es ihm gut tun eine Klasse zu überspringen, ihm zeigen "DU kannst etwas", "WIR trauen DIR das zu. Und er wird auch auf die anderen zugehen... Unser Sohn hat auch bis heute seine Schwireigkeiten auf andere zuzugehen, sie interessant zu finden, mit ihnen zu spielen. Die einen sind so, die anderen SO. Nicht an die "Norm" oder den "Wunsch" "ach, wäre meine Kind doch...."
Wahrscheinlich hält er sich auch an die Lehrerin, da er IHRE Anerkennung sucht, da er ja schon mehr kann. Also Mut: und probieren lassen. Er wird das aushalten und darn wachsen.

Grüße

Wohl etwas falsch verstanden
Hallo,

da liegt wohl ein Mißverständnis vor.Nicht die Hochbegabung ist das Problem.Leider ist er wirklich hochbegabt.Ich sage bewußt leider, denn ich wäre froh wenn er es nicht wäre.Mag sein, daß es Eltern gibt die das unbedingt in ihrem Kind sehen wollen oder es ihm andichten wollen.Wenn man aber wirklich ein hochbegabtes Kind hat, ist es ganz bestimmt nicht einfach.Habe in der Schule von seiner bestätigten HB( in der Klinik getestet, mit Einzeldurchschnitten von IQ 185) extra nichts gesagt.Wurde mir vom Arzt auch so empfohlen, nicht daß es heißt, oh man wieder eine Mutter die ihr Kind hoch hinausstellt.Dachte, wenn er wirklich hochbeg. ist, wird es die Lehrerin schon von alleine merken.Ich persönlich wehre mich immer noch dagegen, weil ich gar kein hb- Kind möchte.Das kann nämlich ganz schön anstrengend sein.Die Lehrerin bekam es aber ganz schnell von alleine heraus.Bei uns ist es etwas anders herum, alle sagen du mußt das und dies, siehst du nicht wie hb er in dem oder dem ist.Und ich will den Ball bewußt flach halten.Wäre froh, wenn er wirklich in dem und dem normal wäre.Wahrscheinlich kennst Du wirklich die falschen Leute, die ihr Kind in den Himmel heben wollen.Ich will mein Kind dagegen auf die Erde zurückholen,denn dort spielt sich das Leben nämlich ab.Wenn Du Leute kennen würdest, die wirklich hochbeg. Kinder haben, würdest Du sie vielleicht verstehen.Glaube nicht, daß sie das immer Klasse finden.HB kann nämlich alles andere als toll und schön sein, das ist anstrengend pur, diesen Wissensdurst ins imense zu stillen.Sprech mal mit "echten" Müttern mit HB Kindern, das hat nichts mit HB-möchte-gern zu tun.
IN diesem Sinne

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9. August 2006 um 23:06

Kenne das Problem
Hallo!

Ich kenne dieses Problem, aber nicht aus Sicht der Mutter sondern aus Sicht des Kindes.

Bin Mutter eines fast 5jährigen, bei dem vor kurzem Dyspraxie festgestellt wurde. Im selben Zuge kam man darauf, daß auch ich daran "leide". Darum versuche ich mich gerade darüber zu informieren.

Schon als Kind hatte ich immer nur Zahlen im Kopf. Ich zählte alles was ich in die Finger bekam. Wenn ich nichts in die Finger bekam zählte ich die Buchstaben von Wörter oder bildete die Quersumme von Autokennzeichen. Ich hatte dazu noch das Problem die einzige nicht sportliche in einer sehr wportlichen Familie zu sein. Mit meinen nun 30 Jahren gab es in meiner Zeit noch keine Diagnose und so war ich einfach tollpatschig und ungewöhnlich. Wurde natürlich in der Schule schnell zum Außenseiter.

Ich fühlte mich nie meinen Altersgenossen zugehörig. Irgendwie war ich altklug.

Bin inzwischen "groß" geworden und habe manchmal noch immer Probleme auf Menschen zuzugehen. Habe aber einen hochbezahlten Job und mache den ganzen Tag das was ich am besten kann. RECHEN. Bei mir am Schreibtisch sieht es bis heute noch immer chaotisch aus. Aber arbeitstechnisch kann mir keiner was vormachen und ich bin in meiner Abteilung zumindestens was das Rechnen angeht die Beste.

Meine Eltern wußten nicht wie sie mit einem Dysprakten umgehen sollten. Sie wußten gar nicht das es das gibt, geschweige denn was das ist. Obwohl sie sicher nicht dumm sind.

Was mir gefehlt hat in der Kindheit war Verständnis, wenn ich nicht mit anderen Kindern spielen wollte, sondern mich mit rechnen oder anderen nicht altersgemäßen Sachen beschäftigt.


Da mein Sohn das selbe "Problem" hat, versuche ich mich einfach mit liebe und Verständnis in ihn hineinzufühlen. Bei mir war das dann manchmal dann auch so, daß ich da mein Kopf mit Zahlen so voll war ich manchmal einfache Anweisungen nicht verstand. Ich machs jetzt einfach so, ich gebe ihm ne pause, um zur Ruhe zu kommen und probiers ein bißchen später nóchmal und dann nicht so theoretisch, sondern anhand von Beispielen, Eselsbrücken und mit viel Humor und Liebe. Aber auch ich kenne die Situation alles hinhauen zu wollen. Einfach 5 Minuten abschalten an was anderes denken, dann kann sich auch da kind besinnen.

hoffe etwas geholfen zu haben

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9. August 2006 um 23:41

Hausaufgaben etc.
Hallo, ich habe absolutes Mitleid mit Dir!!!Aber ich denke auch, daß es irgentwie falsch läuft. Hausaufgaben in der Grundschule dürften doch max. 30 Minuten dauern.Du solltest unbedingt mit der Lehrerin sprechen, vielleicht sagst Du ihr, was dich an den Aufgaben stört und läßt sie ihn alleine machen.Wenn die Lehrerin dann etwas zu ihm sagt, wirkt es bestimmt besser.Gibt es keine Hausaufgabenbetreuung bei Euch? Meine Tochter ging in der Grundschule (meist) gerne dorthin und ich habe mir diesen Streit erspart.Jetzt ist sie suf einer Gabztagsschule und macht dort die Hausaufgaben.Ansonsten habe ich mich heute an eine Beratungstelle gewand ( Probleme mit meiner Großen) und dort Hilfestellungen bekommen.Fühlte mich sehr verstanden und habe gute Tips erhalten.Das ist auch kostenlos,
Also, gute Nerven!!!!

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18. August 2006 um 12:00

Hausaufgaben=steife Nackenhaare
Mein Sohn ist auch sieben Jahre alt und ist jetzt in die 2. Klasse gekommen.Als er eingeschult wurde hatten wir schon Bedenken. Also, er hat sich keine Sekunde auf die Schule gefreut und sieht bis heute auch eigentlich keinen Sinn darin, morgens aufzustehen und sort hin zugehen.Selbst in den Kindergarten ist er nicht einmal lächelnd gegangen. Ich weiß nicht warum, er kann dafür keine Gründe nennen. Ich denke in der Schule ist was seine Fähigkeiten betreffen ganz normal, er kommt mit und versteht auch alles und kann das geforderte auch. Aber er hat keine Lust. Wenn er mittags aus der ÜMB kommt wird gegessen und dann gehts an die Hausaufgaben. Er ist manchmal bis zu 2 Stunde noch in der ÜMB, er brauch da keine Hausaufgaben zu machen, weil ich das lieber im Auge habe, wegen der Ordnung Sauberkeit und Fehler.Er kann dort also sehr gut abschalten und auch spielen. Wenn er nach Hause kommt hat er fast immer schlechte Laune.Die Hausaufgaben werden nur mit Jammern und Stöhnen erledigt. Wehe ich sage ihm da ist eine Fehler, egal ob rechnen oder schreiben.Sofort wird gejammert, oder ihm ist schlecht, Kopfschmerzen oder Bauchweh.Es ist grauenvoll. Ich bleibe eigentlich sehr ruhig und rede in Ruhe mit ihm darüber, aber gestern war ich so stinkig.Er fing an zu weinen als ich sagte wir müßten da noch was verbessern.Da hatte ich einfach keine Lust mehr und sagte ihm er solle alles einpacken und morgen dann ohne Hausaufgaben in die Schule gehen. Der Lehrerin habe ich einen Brief mitgegegn. Es ist zum verzweifeln. Mein Sohn ist so oft so negativ, so eine Unlust Dinge zu erledigen die sein müssen.Ich bin total abgebaut. Dazu kommen auch noch seine Lügen. Mein Sohn ist mit seinen sieben Jahren unwahrscheinlich berechnend. Sicherlich sind einige Dinge normal und müssen so sein. Aber ich habe das Gefühl das ich Fehler gemacht habe und weiß jetzt nicht mehr wie ich mit der Situation umgehen soll.Ich krieg jetzt schon wieder steife Nackenhaare wenn ich daran denke, wenn er aus der Schule kommt.

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15. Februar 2008 um 12:59
In Antwort auf

Hausaufgaben=steife Nackenhaare
Mein Sohn ist auch sieben Jahre alt und ist jetzt in die 2. Klasse gekommen.Als er eingeschult wurde hatten wir schon Bedenken. Also, er hat sich keine Sekunde auf die Schule gefreut und sieht bis heute auch eigentlich keinen Sinn darin, morgens aufzustehen und sort hin zugehen.Selbst in den Kindergarten ist er nicht einmal lächelnd gegangen. Ich weiß nicht warum, er kann dafür keine Gründe nennen. Ich denke in der Schule ist was seine Fähigkeiten betreffen ganz normal, er kommt mit und versteht auch alles und kann das geforderte auch. Aber er hat keine Lust. Wenn er mittags aus der ÜMB kommt wird gegessen und dann gehts an die Hausaufgaben. Er ist manchmal bis zu 2 Stunde noch in der ÜMB, er brauch da keine Hausaufgaben zu machen, weil ich das lieber im Auge habe, wegen der Ordnung Sauberkeit und Fehler.Er kann dort also sehr gut abschalten und auch spielen. Wenn er nach Hause kommt hat er fast immer schlechte Laune.Die Hausaufgaben werden nur mit Jammern und Stöhnen erledigt. Wehe ich sage ihm da ist eine Fehler, egal ob rechnen oder schreiben.Sofort wird gejammert, oder ihm ist schlecht, Kopfschmerzen oder Bauchweh.Es ist grauenvoll. Ich bleibe eigentlich sehr ruhig und rede in Ruhe mit ihm darüber, aber gestern war ich so stinkig.Er fing an zu weinen als ich sagte wir müßten da noch was verbessern.Da hatte ich einfach keine Lust mehr und sagte ihm er solle alles einpacken und morgen dann ohne Hausaufgaben in die Schule gehen. Der Lehrerin habe ich einen Brief mitgegegn. Es ist zum verzweifeln. Mein Sohn ist so oft so negativ, so eine Unlust Dinge zu erledigen die sein müssen.Ich bin total abgebaut. Dazu kommen auch noch seine Lügen. Mein Sohn ist mit seinen sieben Jahren unwahrscheinlich berechnend. Sicherlich sind einige Dinge normal und müssen so sein. Aber ich habe das Gefühl das ich Fehler gemacht habe und weiß jetzt nicht mehr wie ich mit der Situation umgehen soll.Ich krieg jetzt schon wieder steife Nackenhaare wenn ich daran denke, wenn er aus der Schule kommt.

Hausaufgaben- null bock
Hallo,

habe Deine Situation gelesen, kann richtig mit fühlen. Mir geht es genauso, nur das ich nicht mehr ruhig bleiben kann. Mein Sohn ist 6 Jahre alt und geht in die 1. Klasse. Die täglichen Hausaufgaben sind meistens nicht viel, er benötigt trotz 3 - 5 Stunden. Er hat meistens bis 12 Uhr Schule, dann essen wir und dann werden gleich Hausaufgaben gemacht. Ich setze mich mit dazu um ihn zu helfen, dann schickt er mich weg, was ich dann auch mache. Aber es dauert nicht lange dann soll ich mich wieder dazu setzen. Er trödelt nur rum, ständig muß auf Toi oder warum haben wir das auf, usw. Wenn ich eine Zeit vorgebe und will ihm die Hausaufgaben weg nehem, geht das gegreische los. Habe mit der Klassenlehrerin schon gespräche geführt, leider kein erfolg. Er hat null bock auf Schule und Hausaufgaben, aber sobald er fertig ist setzt er sich stundenlang hin und malt. Mein Mann erzählt mir nur ich muß mehr gedult haben.
Wir haben noch eine 4 jährige Tochter um die ich mich auch noch gerne kümmern würde. Sehe auch nicht ein das Sie unter der Faulheit oder null Bock fase, drunter leiden muss ( Länger wie geplant der Kiga zu lassen). Würde mich über antwort. Vielen Dank im vorraus. Gruss Kaby

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