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Hat mein sohn ein ADS?

24. Juli 2005 um 23:34 Letzte Antwort: 7. Februar 2006 um 16:39

hallo...ich bin mama eines 2 1/2 jährigen jungen, und in letzter zeit erschleicht mich bei ihm der verdacht, er könne ein kleines verhaltensproblem haben. ich hab die hoffnung, dass mir jemand vielleicht einen kleinen tipp geben kann.

er war ja schon immer recht laut und auffällig, aber das nimmt in letzter zeit ausmaße an, dass es mir schon unangenehm wird, nur bei dem gedanken mit ihm auf die strasse zu müssen.

er hat als baby extrem viel geschrien, und war auch schon immer so ein bisschen hibbelig. spielt nur kurz mit seinem spielzeug, dass dann in die ecke geschmissen wird, und fängt dann an zu brüllen wie am spieß.
wenn wir unterwegs sind, läuft er einfach nicht an der hand. wenn ich ihm versuche zu erklären, dass das so nicht geht, weil die autos so schnell sind und mami aufpassen muss, dann schmeisst er sich brüllend und heulend auf den bürgersteig.
sobald ich ihn im park oder am spielplatz von der hand lasse, rennt er los wie ein wildes huhn.
selbst im bus bleibt er einfach nicht sitzen. er will immer wieder aufstehen und durch den fahrenden bus rennen. ihm jedes mal erneut zu erklären, dass das so nicht geht, und er sich wie alle anderen hinsetzen oder mich wenigstens anfassen muss, weil er sonst AUA macht, ist ein echter kraftakt, weil er nur schreit, um sich schlägt und sich auf den boden wirft.
die leute um mich rum müssen schauen mich ständig an, als hätte ich mein kind völlig verzogen. obwohl das völliger blödsinn ist, denn so ist er höflich, sagt "bitte" und "danke", "hallo" und "tschüss" .

wenn wir bei menschen sind, die er das erste mal sieht, ist er im ersten moment völlig ruhig, kurze zeit später ist dann wieder alles vorbei!

ich schaffe es einfach nicht, ihn unter kontrolle zu halten, er fühlt sich nur wohl, wenn er sich richtig in gefahr bringt.
mir ist klar, dass er seine grenzen austesten möchte, aber ich kenne den schichtwechsel in der notaufnahme schon fast zu gut, als dass ich noch öfter mit ihm da hin fahren will.

vielleicht hat jemand ähnlich erlebt und kann mir einen kleinen tipp geben, ich wäre euch sehr dankbar.

liebe grüsse

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25. Juli 2005 um 14:28

Kenne ich auch
Hallo!

Ich kenne das. Habe immer gedacht, weil ich zwei von der Sorte in diesem alter habe ist das so. Aber wie ich jetzt hier lese ist das auch bei einem Kind so. Es ist schlimm und ich kann Dich wirklich gut verstehen. Man ist mit dieser Situation total überfordert.
Bin mal gespannt auf die Antworten.
Kannst gerne auch so mal schreiben.

Liebe Grüße
Nudel

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27. Juli 2005 um 6:17

Schade das sich....
....noch keiner gemeldet hat.Damit Dein Beitrag nicht in Vergessenheit gerät.

Liebe Grüße Nudel

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27. Juli 2005 um 8:08

Guten Morgen Hubchen,
ob dein Sohn ADS hat, kann ich dir leider auch nicht sagen.

Mein Sohn war, als er in dem Alter war, ähnlich und es hat sich später herausgestellt, dass er ADS bessergesagt, ADHS hatte.

Am besten gehst du zu deinem Kinderarzt und besprichst mit ihm diesen Fall. Vielleicht leidet er auch unter Ernährungsunverträglichkeit und geht deshalb so an die Decke. Auf alle Fälle solltest du ihn auch darauf testen lassen. Viele Kinder reagieren allergisch gegen Zucker, Weizen, Milch und diversen Konservierungsstoffen. Ein Ernährungsumstellung ist somit unumgänglich, aber es führt dazu, dass sich das Verhalten der Kinder verbessert.

Auch ist es wichtig, darauf zu achten, wie sich das soziale Umfeld, sprich u.a. Familie, darstellt. Ist es laut und hektisch, sind unterschwellige Spannungen vorhanden ? Wie gestaltet sich der Alltag. Viele Kinder sind sehr sensibel und empfangen diese negativen Schwingungen, mit denen sie nicht umgehen können und die als sehr belastend empfunden werden.

Auch ist es wichtig, darauf zu schauen, wie die Geburt verlaufen ist ? War sie schwierig und anstrengend. Hatte er einen kurzfristigen Sauerstoffmangel. Auch dieses sollte beachtet werden. Weil selbst der kleinste Sauerstoffmangel bei einer Geburt kann Auslöser des AD(H)S sein.

Allerdings kann es auch sein, dass er ein aufgeweckter Junge ist, der seine Grenzen sucht und diese auch braucht. Da solltest du dich mit einer Familientherapeuten/in beraten lassen.

Alles Gute !

Erdbeermarmelade

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27. Juli 2005 um 10:39
In Antwort auf an0N_1207955799z

Guten Morgen Hubchen,
ob dein Sohn ADS hat, kann ich dir leider auch nicht sagen.

Mein Sohn war, als er in dem Alter war, ähnlich und es hat sich später herausgestellt, dass er ADS bessergesagt, ADHS hatte.

Am besten gehst du zu deinem Kinderarzt und besprichst mit ihm diesen Fall. Vielleicht leidet er auch unter Ernährungsunverträglichkeit und geht deshalb so an die Decke. Auf alle Fälle solltest du ihn auch darauf testen lassen. Viele Kinder reagieren allergisch gegen Zucker, Weizen, Milch und diversen Konservierungsstoffen. Ein Ernährungsumstellung ist somit unumgänglich, aber es führt dazu, dass sich das Verhalten der Kinder verbessert.

Auch ist es wichtig, darauf zu achten, wie sich das soziale Umfeld, sprich u.a. Familie, darstellt. Ist es laut und hektisch, sind unterschwellige Spannungen vorhanden ? Wie gestaltet sich der Alltag. Viele Kinder sind sehr sensibel und empfangen diese negativen Schwingungen, mit denen sie nicht umgehen können und die als sehr belastend empfunden werden.

Auch ist es wichtig, darauf zu schauen, wie die Geburt verlaufen ist ? War sie schwierig und anstrengend. Hatte er einen kurzfristigen Sauerstoffmangel. Auch dieses sollte beachtet werden. Weil selbst der kleinste Sauerstoffmangel bei einer Geburt kann Auslöser des AD(H)S sein.

Allerdings kann es auch sein, dass er ein aufgeweckter Junge ist, der seine Grenzen sucht und diese auch braucht. Da solltest du dich mit einer Familientherapeuten/in beraten lassen.

Alles Gute !

Erdbeermarmelade

Hallo Hubchen
Der Beitrag könnte von mir sein. Soweit ich weiß kann man in dem Alter noch kein ADS "festmachen" oder Hyperaktivität...
Mein Sohn wird im September 2 Jahre alt. Ich bin alleinerziehend. Ich habe von Anfang an alles allein machen müssen... Mein Sohn war auch schon immer recht aktiv, hat als Baby auch viel Krach gemacht und geschrien, nie durchgeschlafen.
Seit er Laufen kann ist es eigentlich noch schlimmer geworden. Ich kann ebenfalls nicht mit ihm im Bus fahren ohne ihn anzuschnallen, muss ihn also im Wagen sitzenlassen da er mir sonst austickt. Geht etwas nicht nach seinem Willen fängt er tierisch an zu schreien oder wirft sich auf den Boden. Wenn ich sage "komm, neue Windel machen" legt er sich artig hin, läßt sich aber nicht wickeln, er haut und tritt dann nach mir. Außerdem hat er es sich zum Hobby gemacht andere Kinder zu hauen, grundlos. Auch manchmal mich. Er kann sich alleine nicht ein Stück beschäftigen und wenn, muss ich IMMER in der Nähe sitzen, darf nicht aus dem Raum.
Im Gegenzug dazu kuschelt er z.B. überhaupt nicht! Ich bekomme auch nur sehr selten ein Bussi. Wenn ich ihn von der Tagesmutter abhole (muss volltags arbeiten) habe ich nicht den Eindruck, dass er sich freut.
Dieses Kind ist von meist 7 Uhr mit Mittagsschlaf bis abends 20 Uhr wie ein Wirbelwind unterwegs, ich habe kaum mehr Zeit für mich. Mittlerweile bin ICH in Therapie gegangen, weil ich es nicht mehr aushalte. Mein Sohn hört nicht, wirft mit Sachen, schmeißt alles übern Zaun, haut Hund und Katz.

Es ist nicht so, dass er nicht hören will, es geht scon. Bei der Tagesmutter z.B. erste Sahne - auch bei uns ist es jetzt besser geworden. Aber ich mache mir schon sehr große Sorgen, ob mit ihm alles ok ist oder ob er nur einfach ein aufgewecktes Kind ist. Freunde meinen immer, er wäre schon recht lebhaft aber gedeiht in ihren Augen gut und wäre ein ganz Süßer (was er natürlich auch ist - manchmal *g*)

Einkaufen z.B. völlig unmöglich. In den Flieger steigen... wo mir andere dann sagen "beschäftige ihn mit einem Buch" usw. das hilft alles nicht. Mein letzter Flug ist ein halbes Jahr her, ich bin seitdem mit meinem Sohn nie wieder in ein Flugzeug gestiegen, denn es war die HÖLLE!!!!

Und es belastet mich wahnsinnig!

Im übrigen kann ich Dir nur den Rat geben das zu machen, was ich jetzt mache: DRANBLEIBEN. Grenzen setzen, aber nicht ständig zu ALLEM "nein" sagen, dann lieber Ablenken. Ein Kind braucht ca. 4 - 6 Wochen um ein Schema zu erkennen und neue Regeln zu akzeptieren! Das geht nicht von heut auf morgen. Das habe ich auch gemerkt.

LG und alles Gute, Bootcut

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27. Juli 2005 um 20:19
In Antwort auf reenie_12535323

Kenne ich auch
Hallo!

Ich kenne das. Habe immer gedacht, weil ich zwei von der Sorte in diesem alter habe ist das so. Aber wie ich jetzt hier lese ist das auch bei einem Kind so. Es ist schlimm und ich kann Dich wirklich gut verstehen. Man ist mit dieser Situation total überfordert.
Bin mal gespannt auf die Antworten.
Kannst gerne auch so mal schreiben.

Liebe Grüße
Nudel

Eventuell hab ichs jetzt
@nudel16: danke, du bist so gut zu mir ;o) ! ich hab meinen eigenen beitrag schon total vergessen *lach*.
aber ich habs mir mal durch den kopf gehen lassen, die sache mit der ernährung und so.
ich bin mal ganz ehrlich: ich hatte von anfang an was dagegen, dass der dicke haribos und schokolade futtert. aber: er wird ja von allen seiten regelrecht vollgestopft mit dem zeug. und ich sag allen drum herum immmer wieder, sie sollen aufhören ihm diesen schmus zu geben. ich habs schon mit bio-reiswaffeln mit joghurt-überzug probiert - nee, da wird die glasur abgeschleckt und der cracker weggeschmissen.
fazit: es könnte tatsächlich durchaus am zucker liegen, dass er ständig einen affentanz aufführt.

noch eine sache zu bootcut: meine güte, ich wünsch dir so sehr, dass dich das ganze nicht so kaputt macht! du tust mir richtig, richtig leid! mit dem was du durchmachst möchte ich wirklich nicht tauschen.
ich habs hier in letzter zeit schon öfter gesagt, und ich sags auch nochmal: mutter zu sein ist ein JOB! von uns könnte sich so mancher kerl mal gehörig ne scheibe abschneiden!!!

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28. Juli 2005 um 20:50
In Antwort auf orna_12248643

Eventuell hab ichs jetzt
@nudel16: danke, du bist so gut zu mir ;o) ! ich hab meinen eigenen beitrag schon total vergessen *lach*.
aber ich habs mir mal durch den kopf gehen lassen, die sache mit der ernährung und so.
ich bin mal ganz ehrlich: ich hatte von anfang an was dagegen, dass der dicke haribos und schokolade futtert. aber: er wird ja von allen seiten regelrecht vollgestopft mit dem zeug. und ich sag allen drum herum immmer wieder, sie sollen aufhören ihm diesen schmus zu geben. ich habs schon mit bio-reiswaffeln mit joghurt-überzug probiert - nee, da wird die glasur abgeschleckt und der cracker weggeschmissen.
fazit: es könnte tatsächlich durchaus am zucker liegen, dass er ständig einen affentanz aufführt.

noch eine sache zu bootcut: meine güte, ich wünsch dir so sehr, dass dich das ganze nicht so kaputt macht! du tust mir richtig, richtig leid! mit dem was du durchmachst möchte ich wirklich nicht tauschen.
ich habs hier in letzter zeit schon öfter gesagt, und ich sags auch nochmal: mutter zu sein ist ein JOB! von uns könnte sich so mancher kerl mal gehörig ne scheibe abschneiden!!!

Hallo an alle Mitleider!!
das hört sich nicht grade einfach an das thema und ich kann da leider mitsprechen. mein sohn ist jetzt 6 Jahre alt und hat ads! In dem alter in dem eure kinder wahren war er auch so ein wirbelwind und nicht zu halten, auch jetzt habe ich ständig beschwerden aus demn kindergarten, freund usw. ...hab gelernt damit zu leben und mittlerweile ist er auch schon besser drauf. ich mußte nur jahre lang hammerhart sein in der erziehung, grenzen setzen und konsequents, das braucht mein sohn. wenn ich ihm den weg zeige mit der nötigen portion Liebe, denn das brauchen Kinder dieser sorte besonders viel, klappt es ganz gut. ich habe wirklich verständniss für deine situation .
was für mich immer am schlimmsten ist, dass ich andauernt mit ihm schimpfen muß, weil er sich in Gefahr begibt oder so und ich mich echt als hundselende Mutter gefühlt habe!!! unsere beziehung zueinander war auch schon echt gestört und anders als zu meiner 3 jahre jüngeren tochter. er bekommt jetzt ritalin in minimal dosis, weil er im sommer zur schule kommt und wir nicht wollen, dass er dort solche schwierigkeiten hat wie im kindergarten.
übrigens stimmt es, dass die umstände der geburt einfluß haben auf ads, meiner hatte zuwenig sauerstoff. meine therapie habe ich schon hinter mir und um mit ihm und der situation besser umgehen zu können habe ich mich zu einem Sozialpädagogik studium entschieden, so am ende war ich mit meinem latein, deshalb...kluge tips kann ich dir nicht geben, außer: Liebevolle konsequents!
vielleicht schreibt ihr ja noch zurück,, würde mich freuen mich mit jemanden über die erfahrungen austauschen zu können!
bis dann.

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28. Juli 2005 um 21:33
In Antwort auf shanna_12503208

Hallo an alle Mitleider!!
das hört sich nicht grade einfach an das thema und ich kann da leider mitsprechen. mein sohn ist jetzt 6 Jahre alt und hat ads! In dem alter in dem eure kinder wahren war er auch so ein wirbelwind und nicht zu halten, auch jetzt habe ich ständig beschwerden aus demn kindergarten, freund usw. ...hab gelernt damit zu leben und mittlerweile ist er auch schon besser drauf. ich mußte nur jahre lang hammerhart sein in der erziehung, grenzen setzen und konsequents, das braucht mein sohn. wenn ich ihm den weg zeige mit der nötigen portion Liebe, denn das brauchen Kinder dieser sorte besonders viel, klappt es ganz gut. ich habe wirklich verständniss für deine situation .
was für mich immer am schlimmsten ist, dass ich andauernt mit ihm schimpfen muß, weil er sich in Gefahr begibt oder so und ich mich echt als hundselende Mutter gefühlt habe!!! unsere beziehung zueinander war auch schon echt gestört und anders als zu meiner 3 jahre jüngeren tochter. er bekommt jetzt ritalin in minimal dosis, weil er im sommer zur schule kommt und wir nicht wollen, dass er dort solche schwierigkeiten hat wie im kindergarten.
übrigens stimmt es, dass die umstände der geburt einfluß haben auf ads, meiner hatte zuwenig sauerstoff. meine therapie habe ich schon hinter mir und um mit ihm und der situation besser umgehen zu können habe ich mich zu einem Sozialpädagogik studium entschieden, so am ende war ich mit meinem latein, deshalb...kluge tips kann ich dir nicht geben, außer: Liebevolle konsequents!
vielleicht schreibt ihr ja noch zurück,, würde mich freuen mich mit jemanden über die erfahrungen austauschen zu können!
bis dann.

Ich kenne das
eure Beiträge habe ich mit großem Interesse gelesen und würde nun auch gerne noch meinen Senf dazu geben, obwohl schon fast alles gesagt wurde. Mein sieben Jahre jüngerer Bruder hatte ADHS, wobei man sich mit dieser Krankheit damals allerdings noch nicht so gut auskannte. Für meine Eltern und für mich war es die Hölle. Als ich dann selber Mutter wurde, verhielt sich mein Sohn so, wie ihr es auch schon beschrieben habt. Ich war ziemlich verzweifelt. Ausserdem bin ich auch noch Lehrerin und so war ich unter zusätzlichem Druck. Mein Beruf ist es mit Kindern umzugehen und mein eigenes benimmt sich so daneben ... Es war sehr schwer. Ihr kennt bestimmt die Blicke, die Kommentare und die (vielleicht oft auch liebgemeinsten) Ratschläge... und dann immer noch die ANspielung auf meinen Beruf... es war die Hölle. Ich fasse die Sache nun mal zusammen. Mein Sohn (heute 12) hat kein ADHS, er ist halt lebhaft, aufgeweckt und wild. Geholfen hat es mir ihm ganz feste Regeln vorzugeben und konsequent zu sein, denn gerade er braucht Grenzen an denen er sich reiben kann. Aber der aUsschlaggebende Punkt war folgender: Ich habe mir vorgenommen, dass ich meinen Sohn nach bestem Wissen und Gewissen erziehe, offen bleibe für wertvolle Ratschläge, aber im Großen und Ganzen die Ruhe bewahre und mir selber mehr zutraue in meiner ROlle als Mutter. Das war gold richtig. Meine Magenschmerzen hörten auf, der Umgang mit meinem Sohn fiehl mir leichter und er entwickelte sich. JEdes Jahr wird er ruhiger und ich liebe ihn wahnsinnig. Wenn man in einer solchen "Krise" steckt, dann hat man auch irgendwie keine Kraft mehr die positiven Seiten des Kindes zu beachten und das tat ich nach meinem Entschluß ganz bewußt.
Übrigens, als mein zweiter Sohn geboren wurde, war er ein stilles, ruhiges Baby. Ich habe wirklich gedacht er wäre geistig behindert, weil ich das so gar nicht kannt.
Und noch eins. Es war genau richtig, dass mich als Lehrerin dieser SOhn "erwischt" hat, den mit kleinen wilden Jungs kann ich super umgehen. Immer wenn am ersten Elternabend verzweifelte Eltern im Klassenzimmer stehen und mir vorsichtig beibringen wollen, dass ihr Kind ziemlich wild usw. ist, dann sehe ich die Angst in ihren AUgen und freue mich, dass ich Ihnen hefen kann, denn ernsthaft, als Lehrerin habe ich nun wirklich ein HÄndchen für solche Schlingel.
Für KASJOPAYa: Ich habe schon mehrere Ritalin Kinder gehabt und bitte dich nur dringend deinen Sohn häufig zu Kontrolluntersuchungen zu schicken. Könntest deinen Sohn natürlich auch ohne Ritalin in meine Klasse schicken
Drücke euch allen die Daumen, ihr schafft das schon und wirkliche ADHS Kinder (kann man erst mit 5 Jahren testen) werden in der Pubertät ruhiger. Mein Bruder ist heute eine Schlaftablette und ab der PUbertät (wenn die anderen Eltern mit ihren Kindern Streß haben) hatten meine Eltern schon ruhe.
Liebe Grüße

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29. Juli 2005 um 6:38

Hm, ich glaube...
Ich glaube man kann das ich diesem Alter noch nicht festmachen ob es eine allgemeine Trotz- und Erprobungsphase ist oder ADHS. das erlaube ich mir als Mutter eines 6 jährigen, mittlerweilen diagnostizierten und medikamentös behandeltem ADHS-ler zu sagen.

Ich muss zugeben, Dein Bericht erscheint mir wie ein Abriss unseres Lebens in der Altersstufe.
Was ich jetzt dringend versuchen würde, könnte ich heute nochmal in der Zeit zurück reisen, ist:

Erstens um Himmels Willen nicht isolieren, nur weil man böse Blicke erntet, weil das Kind so gar ohne Maß und ziel wirkt.
Weiterhin unermüdlich versuchen, ihm die Regeln des sozialen Umgangs miteinenader vorzumachen und erwarten, dass er die annimmt.
Zweitens Regeln setzen. 3-5 Regeln, die absolut unumgänglich sind und egal, was komme, niemals ausgehebelt werden dürfen. Z.B. an der Hand gehen im Strassenverkehr, Verhalten im Bus und was eben in eurem Leben so wichtig ist. Diese Regeln müssen dann von allen Personen, die mit dem Kind Umgang haben absolut eingehalten werden und die "Bestrafung" für das Nicht-Einhalten sollte so gewählt werden, dass sie sofort erfolgen kann (gut nachdenken, eine Strafe 10 Minuten später verbindet das Kind in dem Alter überhaupt nicht mehr mit dem Verhalten) und ihn wirklich ärgern.

Ich habe meinen Junior schon mal 5 Kilometer fast im Alter von 5 Jahren nach Hause laufen lassen, da er sich absolut unmöglich in den öffentlichen Verkehrsmitteln benahm und ich selbst ausstieg ehe uns der Fahrer des Busses aus dem verwies! Die letzte Station ließ ich ihn wieder fahren, da er eine Blase am Zeh dabei eintwickelte (weiteres Laufen hätte ich trotz aller Konsequenz als Folter angesehen) aber das hat ihn bis heute kuriert.

Dann diente mir im dem Alter noch der Buggy gut als "Mobile Auszeitmöglichkeit" *grins* Nicht so Nanny-haft aber ...

Such Dir die Regeln aus, die Dir in eurem Alltag wichtig erscheinen und ordne denen bei Verstoß eine Konsequenz zu, die Du immer miteinplanen musst! D.h. wenn ihr zum Kaffee zu "Tante Erna" fahrt, mehr Zeit einplanen, falls der Kleine einen Fußmarsch verlangt z.B.

Du wirst sehen, bei gnadenlosem Durchhalten klappen die 3-5 Regeln in einem halben Jahr etwa und Du kannst sie verändern oder neue hinzufügen und wieder so verfahren.

Desweiteren wappne Dich mental. Es kann sein, dass er im Kindergarten ein Lämmchen wird oder eben genau das Gegenteil. Scheue Dich nicht davor, auf dem Gesundheitsamt vorzusprechen, wenn Du meinst, dass ein "normaler" Kindergarten nicht klappt. Es gibt heilpädagogische Einrichtungen, die sehr klasse arbeiten. Ich wünschte heute, ich hätte uns unsere ADHS früher selber eingestanden um meinen Sohn früher solchen Angeboten zuzuführen.
Ein ADHS-Kind kann später problemlos (wenn auch möglcherweise mit Medikation) eine Regelschule besuchen. Ein ADHS-Kind aber das von der Existenz von Regeln und sozialem Miteinander nicht zu beeindrucken ist, wird den Sprung dahin nicht schaffen oder durchhalten und da liegt der Knackpunkt, meines Erachtens.

So, das war erstmal eine Menge. Wenn Du mehr wissen möchtest, melde Dich!
Liebe Grüße
WildThang


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18. August 2005 um 22:52
In Antwort auf an0N_1190770399z

Ich kenne das
eure Beiträge habe ich mit großem Interesse gelesen und würde nun auch gerne noch meinen Senf dazu geben, obwohl schon fast alles gesagt wurde. Mein sieben Jahre jüngerer Bruder hatte ADHS, wobei man sich mit dieser Krankheit damals allerdings noch nicht so gut auskannte. Für meine Eltern und für mich war es die Hölle. Als ich dann selber Mutter wurde, verhielt sich mein Sohn so, wie ihr es auch schon beschrieben habt. Ich war ziemlich verzweifelt. Ausserdem bin ich auch noch Lehrerin und so war ich unter zusätzlichem Druck. Mein Beruf ist es mit Kindern umzugehen und mein eigenes benimmt sich so daneben ... Es war sehr schwer. Ihr kennt bestimmt die Blicke, die Kommentare und die (vielleicht oft auch liebgemeinsten) Ratschläge... und dann immer noch die ANspielung auf meinen Beruf... es war die Hölle. Ich fasse die Sache nun mal zusammen. Mein Sohn (heute 12) hat kein ADHS, er ist halt lebhaft, aufgeweckt und wild. Geholfen hat es mir ihm ganz feste Regeln vorzugeben und konsequent zu sein, denn gerade er braucht Grenzen an denen er sich reiben kann. Aber der aUsschlaggebende Punkt war folgender: Ich habe mir vorgenommen, dass ich meinen Sohn nach bestem Wissen und Gewissen erziehe, offen bleibe für wertvolle Ratschläge, aber im Großen und Ganzen die Ruhe bewahre und mir selber mehr zutraue in meiner ROlle als Mutter. Das war gold richtig. Meine Magenschmerzen hörten auf, der Umgang mit meinem Sohn fiehl mir leichter und er entwickelte sich. JEdes Jahr wird er ruhiger und ich liebe ihn wahnsinnig. Wenn man in einer solchen "Krise" steckt, dann hat man auch irgendwie keine Kraft mehr die positiven Seiten des Kindes zu beachten und das tat ich nach meinem Entschluß ganz bewußt.
Übrigens, als mein zweiter Sohn geboren wurde, war er ein stilles, ruhiges Baby. Ich habe wirklich gedacht er wäre geistig behindert, weil ich das so gar nicht kannt.
Und noch eins. Es war genau richtig, dass mich als Lehrerin dieser SOhn "erwischt" hat, den mit kleinen wilden Jungs kann ich super umgehen. Immer wenn am ersten Elternabend verzweifelte Eltern im Klassenzimmer stehen und mir vorsichtig beibringen wollen, dass ihr Kind ziemlich wild usw. ist, dann sehe ich die Angst in ihren AUgen und freue mich, dass ich Ihnen hefen kann, denn ernsthaft, als Lehrerin habe ich nun wirklich ein HÄndchen für solche Schlingel.
Für KASJOPAYa: Ich habe schon mehrere Ritalin Kinder gehabt und bitte dich nur dringend deinen Sohn häufig zu Kontrolluntersuchungen zu schicken. Könntest deinen Sohn natürlich auch ohne Ritalin in meine Klasse schicken
Drücke euch allen die Daumen, ihr schafft das schon und wirkliche ADHS Kinder (kann man erst mit 5 Jahren testen) werden in der Pubertät ruhiger. Mein Bruder ist heute eine Schlaftablette und ab der PUbertät (wenn die anderen Eltern mit ihren Kindern Streß haben) hatten meine Eltern schon ruhe.
Liebe Grüße

Finde mich in Deinem Beitrag wieder.
Hallo
Bin neu hier. Lese momentan alles was ich so kriegen kann über ADHS.Suche verzweifelt eine Klinik, möchte eine Mutter Kind Kur machen. Und da stosse ich auf Deinen Bericht.
Bei meinem großen Sohn (7) wurde vor den Ferien ADHS diagnostieziert. Ewig lange Test von einer Untersuchung zur nächsten.
Beim Lesen stellte ich fest mit gehts genauso wie Dir. Ich kommen auch aus einem Beruf der mit Kindererziehung zu tun hat. Ich bin Erzieherin.
Die Sprüche anderer kenn ich nur zu gut.
Selbst von Ätzten habe ich schon gesagt bekommen. Na, mit ihren Ausbildungsstand können sie ihrem Sohn doch wohl helfen.
Ja, wo sind wir denn, darf ich nicht auch mal nur Mutter sein!
Lange habe ich vermutet das mein Sohn ADS hat. Schon als er vier war und ich im Kindergarten erkannt habe, das er sich anders verhält als gleichaltrige. Dann mit fünf habe ich darauf gedrenkt bei den verschiedenen Ärzten mir doch so etwas wie Ergo zu verschreiben ,damit mal geschaut wird was los ist mit meinem Sohn. Aber ich wurde immer vertröstet. Musst wissen er war immer ein sehr lebhaftes sozial sehr verträgliches Kind. ( ist er auch heute noch)
Mir wurde immer gesagt, das wird noch werden, sein sie immer nur Konsequent dann wird das schon.
Und mit der Schule kamen dann die Probleme.
Rechnen schwach ,Schreiben und Lesen auch.
Ach und plötzlich ist ja irgend etwas nicht in Ordnung.
Dann ging es los ich ließ diesmal mich nicht vertrösten. Und siehe da. EEG nicht so gut. Auditive Wahrnehmung ist auch nicht in Ordnung. Und und und.
Boh ich sag Dir erst hatt ich so ne Wut. Aber nun habe ich für mich entschieden nur noch auf mein Bauchgefühl zu hören.
Ich rate auch jedem nur nicht irgendwelchen Diagnosen ohne richtigen Test zu glauben. Denn es ist nicht alles ADS was so rumzappelt.
Mit dem richtigem Artz und einer richtigen Testung weiß man erst gnau was ist und dann erst Handeln. Aber richtig und nicht mit dem Kind rumdocktern.
Ich hoffe ,dich nicht erschlagen zu haben, aber das mußte mal sein. Es tat richtig Gut.
Vielleicht schreibst du ja mal zurück.
Liebe Grüsse Stern2310

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18. August 2005 um 23:19
In Antwort auf keeley_12940155

Finde mich in Deinem Beitrag wieder.
Hallo
Bin neu hier. Lese momentan alles was ich so kriegen kann über ADHS.Suche verzweifelt eine Klinik, möchte eine Mutter Kind Kur machen. Und da stosse ich auf Deinen Bericht.
Bei meinem großen Sohn (7) wurde vor den Ferien ADHS diagnostieziert. Ewig lange Test von einer Untersuchung zur nächsten.
Beim Lesen stellte ich fest mit gehts genauso wie Dir. Ich kommen auch aus einem Beruf der mit Kindererziehung zu tun hat. Ich bin Erzieherin.
Die Sprüche anderer kenn ich nur zu gut.
Selbst von Ätzten habe ich schon gesagt bekommen. Na, mit ihren Ausbildungsstand können sie ihrem Sohn doch wohl helfen.
Ja, wo sind wir denn, darf ich nicht auch mal nur Mutter sein!
Lange habe ich vermutet das mein Sohn ADS hat. Schon als er vier war und ich im Kindergarten erkannt habe, das er sich anders verhält als gleichaltrige. Dann mit fünf habe ich darauf gedrenkt bei den verschiedenen Ärzten mir doch so etwas wie Ergo zu verschreiben ,damit mal geschaut wird was los ist mit meinem Sohn. Aber ich wurde immer vertröstet. Musst wissen er war immer ein sehr lebhaftes sozial sehr verträgliches Kind. ( ist er auch heute noch)
Mir wurde immer gesagt, das wird noch werden, sein sie immer nur Konsequent dann wird das schon.
Und mit der Schule kamen dann die Probleme.
Rechnen schwach ,Schreiben und Lesen auch.
Ach und plötzlich ist ja irgend etwas nicht in Ordnung.
Dann ging es los ich ließ diesmal mich nicht vertrösten. Und siehe da. EEG nicht so gut. Auditive Wahrnehmung ist auch nicht in Ordnung. Und und und.
Boh ich sag Dir erst hatt ich so ne Wut. Aber nun habe ich für mich entschieden nur noch auf mein Bauchgefühl zu hören.
Ich rate auch jedem nur nicht irgendwelchen Diagnosen ohne richtigen Test zu glauben. Denn es ist nicht alles ADS was so rumzappelt.
Mit dem richtigem Artz und einer richtigen Testung weiß man erst gnau was ist und dann erst Handeln. Aber richtig und nicht mit dem Kind rumdocktern.
Ich hoffe ,dich nicht erschlagen zu haben, aber das mußte mal sein. Es tat richtig Gut.
Vielleicht schreibst du ja mal zurück.
Liebe Grüsse Stern2310

Sorry...
dass ich mich in eure Diskussion einmische.Aber eine Mutter hat hier auch Probleme mit ihrem Adhs KInd.Hab ihr ein paar Tipps dagelassen in ihrem Thread.Kann das nur empfehlen,da ich es auch während meinen Therapien mit diesen Kindern anwende(Ergotherapeutin).
Noch viel Glück.

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7. Februar 2006 um 16:39

Langsam bin ich am Ende meiner Kräfte...
...mir geht es wirklich an die Substanz.
Ich weiß nicht mehr was ich machen soll.
Ich habe einen 21/2jährigen sohn,der Möbel Spielsachen eigentlich alles was ihm gerade in den Weg kommt rumschmeißt. Ich finde keinen Weg um ihm zu stoppen. wenn er so ist,stell ich ihn ins sein Zimmer und erkläre ihm im normalen tun,das man das nicht tun darf. Diesen Vorgang mache ich mit meinem Sohn ca. 50 mal am Tag,bis ich irgendwann schnell an die Luft muß um nicht zu explodieren. Ich bin eigentlich ein sehr ruhiger Mensch.. aber mein Jüngster Sohn kostet mir meine Letzten Kräfte. Wenn er abends dann im Bett ist,bin ich selber so Kaputt,das ich mich für nichts mehr aufraffen kann,nichtmal mehr ein Telefonat mit einer Freundin. Mein Herz ist traurig,ich weiß nicht,warum er so ist.

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