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Habt ihr etwas Zeit? Bin ratlos

31. August 2005 um 12:55

Viel mehr bin ich total verzweifelt.
Vor 1 1/2 Jahren hat mich mein Bruder fast vergewaltigt.
Er kam total besoffen in mein Zimmer und ist in mein Bett gestiegen. Ich wachte auf als er mit dem Finger in mich eingedrungen ist. Ich war zu diesem Zeitpunkt noch Jungfrau. Ich habe mich gewehrt und konnte ihn schließlich aus meinem Bett schmeißen, sodass er unsanft auf seiner Bierflasche landete. Ich war so geschockt, dass ich die ganze Nacht über weinte. Am nächsten Morgen hatte ich zich
blaue Flecke an meinen Beinen. Ich hatte daraufhin einen Nervenzusammenbruch und konnte nur noch duschen. Ich erzählte es meiner Mutter und die natürlich meinem Vater. Mein Vater ist ein richtiges Großmaul... früher hat er immer gesagt ... wenn dieses oder jenes Kind meines wär das hät ich schon längst aus dem Haus geworfen. Pustekuchen.
Meine Eltern brachten mir nahe, dass ich ihn nicht anzeigen sollte und sie ihn auch nicht aus dem Haus werfen könnten. Ich würde es verstehen, wenn ich eines Tages selber Kinder hätte. Also wurde das Thema totgeschwiegen. Wenn ich meinem Bruder jetzt tagtäglich sehe habe ich immernoch einen Klos im Hals und möchte am liebsten kotzen.
Ich hör immernoch seine Worte: " Sag das es dir gefällt..."
Ich habe finanziell nicht die Möglichkeit auszuziehen aber kann es einfach nicht mehr ertragen unter dem selben Dach wie mein Bruder zu wohnen. Vier Monate später habe ich meinen jetzigen Freund kennengelernt. Ich könnte mir vorstellen mit ihm eines Tages eine Familie zu gründen aber erzählen konnte ich ihm bisher nichts davon. Er hat mir schon angeboten bei ihm einzuziehen wegen anderer Schwierigkeiten mit meinen Eltern. Aber ich habe Angst das es meiner Mutter das Herz bricht. Sie hat psychische Probleme. Ein Jahr bevor das mit meinem Bruder war wurde sie Schizofreniekrank. Sie hatte Wahnvorstellungen und Selbstmorddrohungen ausgesprochen. Sie dachte auch das wir sie töten wollen. Die Symtome verschwanden aber nach einem dreiviertel Jahr. Sie ist trotzdem sehr labil und ich lasse sie nur ungern im Stich. Zu guterletzt hat mein Vater
seit kurzem ein Alkoholproblem... was er natürlich nie zugeben würde. Aber meine Mutter musste ihn letztens mit ihrem Roller von der Arbeit abholen, da er seinen Rausch im Lager der Firma ausgeschlafen hat. Ich kann sie doch nicht im Stich lassen.
Ich komme mir dann so selbstsüchtig vor. Ich habe schon mal gesagt, dass ich nächstes Jahr mit meinem Freund zusammenziehen will. Daraufhin sah sie mich traurig an... und sagte ich könne sie doch nicht allein lassen...
Ich komme mir so hilflos vor... wie kann ich meine Mama unterstützen und sie gleichzeitig verlassen?
Sollte ich meinen Freund über alles aufklären?
Ich weiß einfach nich weiter










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1. September 2005 um 9:28

Gar nicht so leicht
Danke für deine Antwort...
Hab schon n paar mal gedacht ihm davon zu erzählen, aber ich hab Angst, das er dann nichts mehr mit meiner Familie zu tun haben will, was ich auch verstehen könnte. Als ich ihm erzählt hab das mein Vater ein Alkoholproblem hat, hat er mich zwar getröstet aber er sagte auch, er wünscht sich ich hätte ihm das nicht erzählt. Deswegen möchte ich ihm eigentlich erst was davon erzählen wenn wir wirklich mal zusammenziehen

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1. September 2005 um 11:53

Du arme.....

bist wirklich in einer schwierigen Situation.

Du solltest mal auf Dich schaun, sonst bist Du diejenige die zum Schluß am meisten fertig ist.

Versuche mit Deinem Freund zu reden, wenn das nicht geht dann schreib das ganze auf und lasse es ihn wenn Du mit ihm zusammenbist lesen - er wird es verstehen wenn Du nicht so leicht am Anfang reden kannst! Und such Dir Unterstützung von außen - dh. such Dir einen Psychologen mit dem Du Dein Erlebtes verarbeiten kannst - ich weiß der Schritt ist nicht einfach - aber es hilft wirklich! Auch ich habe große Probleme mit meiner Mutter und habe Schlußendlich den Schritt gemacht mir helfen zu lassen und es hilft - zwar langsam aber doch!

Wenn Du mit Deinen Emotionen nirgends mehr hinweißt dann versuch es für Dich aufzuschreiben - schreiben hilft mehr als was man glaubt!

LG.
Petra

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9. September 2005 um 15:02
In Antwort auf puddles1

Gar nicht so leicht
Danke für deine Antwort...
Hab schon n paar mal gedacht ihm davon zu erzählen, aber ich hab Angst, das er dann nichts mehr mit meiner Familie zu tun haben will, was ich auch verstehen könnte. Als ich ihm erzählt hab das mein Vater ein Alkoholproblem hat, hat er mich zwar getröstet aber er sagte auch, er wünscht sich ich hätte ihm das nicht erzählt. Deswegen möchte ich ihm eigentlich erst was davon erzählen wenn wir wirklich mal zusammenziehen

Hallo
ich weiss wie du dich fühlst das vorne weg. ich hab über 6 jahre das gleiche mit meinem stiefvater erlebt. und auch ich hatte keine möglichkeit jemanden etwas zu erzählen.
mit 19 bin ich dann zu hause ausgezogen weil mein damaliger freund erlebte dass mein stiefvater nackt und betrunken vor meinem bett stand......
ja erst nachdem ich ausgezogen bin habe ich gemerkt dass ich selber am wichtigsten bin.
und das solltest auch du dir bewusst machen.
in dem deine eltern nicht anders reagiert haben auf die tat deines bruders haben sie ihn gedeckt und dich verraten.
ich weiss nicht wie alt du bist ABER such das weite solange du noch kannst. schau dass du den kontakt zu deinen eltern gut und aufrecht erhältst DOCH schau dass du da weg kommst. du selbst kannst deinen eltern am besten helfen wenn es dir gut geht und du eine stütze sein kannst doch das kannst du als nervliches wrack nicht.
zieh wenn möglich zu deinem freund und das schnell...
wenn ich dir irgendwie beistehen kann dann sag es mir.

liebe grüsse
ane27

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12. September 2005 um 14:52

Schwierig...
Ich könnte dir so viel schreiben, aber das Wichtigste bist du!
Zieh von zu Hause aus!
Sonst geht alles im normalen Trott weiter und wenn du weg bist, wacht deine Mutter vielleicht auf und hilft sich selber.
Mit deinem Bruder unter einem Dach zu wohnen währe weiterhin eine Zumutung und unerträglich!

Alles gute!

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