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Haben streng Gläubige nur noch einen Fimmel?

1. Oktober 2004 um 17:37 Letzte Antwort: 21. April 2005 um 16:37

...frage ich jetzt einmal ganz frech.

Entsetzt war ich, als ich heute morgen die Zeitung aufschlug. Der Bericht handelte von einem elf Monate alten Baby, das in Großbritannien mit einem Gewicht von ca. 450 Gramm zur Welt kam. Wegen der viel zu frühen Geburt und den damit verbundenen qualvollen Behandlungsmethoden hat das Kind in seinem kurzen Leben bisher nur Schmerz und Leid erfahren. Schon drei Mal wurde das Baby mit Hilfe aggressiver Medizin ins Leben zurückgeholt. Es wird nie die Chance haben, jemals ein Leben außerhalb der Krankenhausmauern führen zu können, geschweige überhaupt eine längere Zeit zu leben.

Nun bitten die Ärzte, die das Leid des Kindes nicht mehr mit ansehen können, und nicht zuletzt wegen der Aussichtslosigkeit das Gericht darum, das Kind in einem weiteren Notfall nicht mehr in sein qualvolles Leben zurückholen zu müssen.

Die Eltern des Kindes bestehen jedoch aus rein religiöser Überzeugung darauf, das Leben des Kindes mit allen Konsequenzen, die die grausamen Behandlungsmethoden mit sich bringen, in jedem Falle zu erhalten.

Aus strenger christlicher Überzeugung....

Ich kann das einfach nicht verstehen.

Wieviel Leid, verursacht durch fanatisches Christentum, soll und kann die Menschheit noch ertragen?

Gruß,
Batavia60

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2. Oktober 2004 um 10:13

Ob das...
... eine christliche Ueberzeugung ist, oder sonst irgendeine, ist doch voellig egal. Es ist die Meinung der Eltern und mit der muss man sich auseinandersetzen, wenn einen der Fall interessiert. Dass sich ihre Ansicht auf religioese Ueberzeugung gruendet, kann als Gegenargument genausowenig dienen wie als Argument.



n

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2. Oktober 2004 um 11:26

Ob das wirklich am Glauben der Eltern liegt??
Da bin ich mir nicht ganz so sicher. Wenn diese Eltern so streng gläubig wären, würden sie doch sagen "Wenn es Gottes Wille ist unser Kind sterben zu lassen, müssen wir uns dem beugen." Denke mal das es falsch verstandene Elternliebe ist "Nein das ist mein Kind und ich will es auf gar keinen Fall gehen lassen. Tun sie alles dafür das es weiterlebt". Zusammen mit einem fatalem Optimissmus, der die Möglichkeit das das Kind schmerzen haben und sich quälen könnte ausklammert.
Denke mal das einem die Eltern in irgendeiner Weise auch leid tun können. Sie haben sich warscheinlich dieses Baby gewünscht und jetzt dieser Kampf. Manchen fällt es dann halt schwer eine Niederlage einzugestehen. Wer weiß wie wir in der Situation reagieren würden. Könntest Du Dein Kind einfach so gehen lassen. Bloß weil die Ärzte sagen es gibt keine Hoffnung mehr wir müssen es sterben lassen.
Finde das man den Artikel mal von der Seite beleuchten sollte.
Übrigens wie gut und heilsam glauben an Gott sein kann haben so eindrucksvoll wie nie zuvor die Eltern von Lea und Tabea gezeigt. Ich weiß nicht vielleicht hat jemand von Euch das im Fernsehen ein bisschen mitverfolgt. Wie stark ihr Vertrauen auf Gott, die Richtigkeit seiner Entscheidung hatten und wie sie sich in ihrem Glauben trost und Hoffnung holten fand ich persönlich stark beeindruckend.

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2. Oktober 2004 um 13:11
In Antwort auf tausendschoen

Ob das wirklich am Glauben der Eltern liegt??
Da bin ich mir nicht ganz so sicher. Wenn diese Eltern so streng gläubig wären, würden sie doch sagen "Wenn es Gottes Wille ist unser Kind sterben zu lassen, müssen wir uns dem beugen." Denke mal das es falsch verstandene Elternliebe ist "Nein das ist mein Kind und ich will es auf gar keinen Fall gehen lassen. Tun sie alles dafür das es weiterlebt". Zusammen mit einem fatalem Optimissmus, der die Möglichkeit das das Kind schmerzen haben und sich quälen könnte ausklammert.
Denke mal das einem die Eltern in irgendeiner Weise auch leid tun können. Sie haben sich warscheinlich dieses Baby gewünscht und jetzt dieser Kampf. Manchen fällt es dann halt schwer eine Niederlage einzugestehen. Wer weiß wie wir in der Situation reagieren würden. Könntest Du Dein Kind einfach so gehen lassen. Bloß weil die Ärzte sagen es gibt keine Hoffnung mehr wir müssen es sterben lassen.
Finde das man den Artikel mal von der Seite beleuchten sollte.
Übrigens wie gut und heilsam glauben an Gott sein kann haben so eindrucksvoll wie nie zuvor die Eltern von Lea und Tabea gezeigt. Ich weiß nicht vielleicht hat jemand von Euch das im Fernsehen ein bisschen mitverfolgt. Wie stark ihr Vertrauen auf Gott, die Richtigkeit seiner Entscheidung hatten und wie sie sich in ihrem Glauben trost und Hoffnung holten fand ich persönlich stark beeindruckend.

Hoffnung bei 450 Gramm???
Ich habe das auch mal im Fernsehen gesehen, es war vielleicht sogar dieses Kind, denke ich jetzt. Das hat mir wirklich wehgetan und ich konnte die Sendung nicht bis zum Schluß sehen. Auch ich habe gedacht, daß es unverantwortlich ist, so ein Kind durch Schläuche etc. am Leben zu erhalten. Was für ein Start ins Leben und vor allem in was für eines. Das Kind, auch ein Frühchen von 450 Gramm, hörte ständig auf zu atmen, wurde mit Stromstößen zurückgeholt. Es litt offensichtlich sehr und von so einer Behandlung bleiben auch dauerhafte Schäden zurück.
Sicher können einem die Eltern auch leid tun und ich wäre auch zutiefst betrübt, hätte ich kein Kind. Aber auf der anderen Seite würde ich aus der Liebe zum Kind nicht alles mit ihm machen lassen. Sondern würde in so einem Fall sagen, lasst es in Frieden und in Würde zu Gott zurückgehen.
Kalani

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2. Oktober 2004 um 13:43
In Antwort auf omid_12083546

Hoffnung bei 450 Gramm???
Ich habe das auch mal im Fernsehen gesehen, es war vielleicht sogar dieses Kind, denke ich jetzt. Das hat mir wirklich wehgetan und ich konnte die Sendung nicht bis zum Schluß sehen. Auch ich habe gedacht, daß es unverantwortlich ist, so ein Kind durch Schläuche etc. am Leben zu erhalten. Was für ein Start ins Leben und vor allem in was für eines. Das Kind, auch ein Frühchen von 450 Gramm, hörte ständig auf zu atmen, wurde mit Stromstößen zurückgeholt. Es litt offensichtlich sehr und von so einer Behandlung bleiben auch dauerhafte Schäden zurück.
Sicher können einem die Eltern auch leid tun und ich wäre auch zutiefst betrübt, hätte ich kein Kind. Aber auf der anderen Seite würde ich aus der Liebe zum Kind nicht alles mit ihm machen lassen. Sondern würde in so einem Fall sagen, lasst es in Frieden und in Würde zu Gott zurückgehen.
Kalani

Sicher von außen betrachtet....
sagt jeder Hoffnungslos, Zwecklos. Aber 450 g das entspricht ca. der 23 SSW. Wer weiß wie lange die Eltern sich schon ein Baby gewünscht haben. Nun waren sie ihren Traum sooo nah.
Und ein bisschen ist die Medizin auch selber schuld. Man hört immer wieder von neuen spektakulären Fortschritten in der Neugeborenen-Intensiv. Immer kleinere zartere Frühchen werden durchgeboxt. Mit jedem neuen Rekord bekommt die Klinik ja einen guten Namen und Ruf. Warum also haben sie den Kampf um das Kind erst begonnen?? Wenn man den Eltern von Anfang an die Karten auf den Tisch gelegt hätte wäre die Situation vielleicht anders. Wie man entscheidet und sich in dem Moment fühlt weiß man warscheinlich erst genau wenn man in der Situation steckt. Das eigene Kind betrachtet man mit ganz anderen Augen wie Außenstehende.

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2. Oktober 2004 um 14:54

Tse
...jedem tier, daß erlösung braucht, gehts hier besser......
gruß von nemesis/dunkle-mondin.de

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2. Oktober 2004 um 21:54

...
Hallo Batavia,

ich weiß nicht, wie weit man eigentlich solchen Zeitungsberichten glauben kann. Bestimmt stecken auch andere Gründe dahinter.
Als Eltern, das Kind um jeden Preis retten zu wollen, ist eigentlich mehr als verständlich. Bestimmt haben sie lange geübt, bis es soweit war...dann der Frühgeburt...
Hoffen wir das Beste, für alle Beteiligten..

Liebe Grüße

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3. Oktober 2004 um 8:19
In Antwort auf tausendschoen

Sicher von außen betrachtet....
sagt jeder Hoffnungslos, Zwecklos. Aber 450 g das entspricht ca. der 23 SSW. Wer weiß wie lange die Eltern sich schon ein Baby gewünscht haben. Nun waren sie ihren Traum sooo nah.
Und ein bisschen ist die Medizin auch selber schuld. Man hört immer wieder von neuen spektakulären Fortschritten in der Neugeborenen-Intensiv. Immer kleinere zartere Frühchen werden durchgeboxt. Mit jedem neuen Rekord bekommt die Klinik ja einen guten Namen und Ruf. Warum also haben sie den Kampf um das Kind erst begonnen?? Wenn man den Eltern von Anfang an die Karten auf den Tisch gelegt hätte wäre die Situation vielleicht anders. Wie man entscheidet und sich in dem Moment fühlt weiß man warscheinlich erst genau wenn man in der Situation steckt. Das eigene Kind betrachtet man mit ganz anderen Augen wie Außenstehende.

23 SSV ist doch gar nichts
Menschen sind sowieso eine Art frühgeburt auch mit 9 Monaten. Und erst mit 23 Wochen...
Klar betrachtet man eigene Kind anders als Außenstehende, jedoch sollte man aus Liebe zum Kind die richtige Entscheidung treffen. Was die Eltern ihren Kindern so zumuten, unfaßlich. Auch diese Lea und Tabea Eltern finde ich auf gewisse Art sehr grausam. Das überlebende Mädchen wird sicherlich auch bleibende ernsthafte Schäden zurückbehalten. Und das andere mußte qualvolle Operationen über sich ergehen lassen, bis es endlich gehen durfte.
Und was soll das mit dem Kinderwunsch auf Biegen und Brechen. Wenn man keine Kinder bekommen kann, kann man doch welche adoptieren. Wie wäre es mit all den kleinen Kriegswaisen im Iran?? Auf diese armen Kinder könnte man dann die freigewordene Liebe verteilen. Das wäre doch viel sinnvoller, als diejenigen, die nicht leben können, so einer Qual auszusetzen.

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3. Oktober 2004 um 8:23
In Antwort auf omid_12083546

23 SSV ist doch gar nichts
Menschen sind sowieso eine Art frühgeburt auch mit 9 Monaten. Und erst mit 23 Wochen...
Klar betrachtet man eigene Kind anders als Außenstehende, jedoch sollte man aus Liebe zum Kind die richtige Entscheidung treffen. Was die Eltern ihren Kindern so zumuten, unfaßlich. Auch diese Lea und Tabea Eltern finde ich auf gewisse Art sehr grausam. Das überlebende Mädchen wird sicherlich auch bleibende ernsthafte Schäden zurückbehalten. Und das andere mußte qualvolle Operationen über sich ergehen lassen, bis es endlich gehen durfte.
Und was soll das mit dem Kinderwunsch auf Biegen und Brechen. Wenn man keine Kinder bekommen kann, kann man doch welche adoptieren. Wie wäre es mit all den kleinen Kriegswaisen im Iran?? Auf diese armen Kinder könnte man dann die freigewordene Liebe verteilen. Das wäre doch viel sinnvoller, als diejenigen, die nicht leben können, so einer Qual auszusetzen.

Meinte natürlich Irak...
oder welche Länder man auch immer nennen möchte.

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3. Oktober 2004 um 9:49
In Antwort auf omid_12083546

Meinte natürlich Irak...
oder welche Länder man auch immer nennen möchte.

Einfach mal ein Kind adoptieren ..
ist ja wohl leichter gesagt als getan. Punkt 1: erstmal muss die Seele mitspielen. Denn es ist ja nicht so das man nur ein Kind haben möchte damit das Zimmer gefüllt ist.
Punkt 2: Schon mal versucht ein Kind zu adoptieren?? Da gibt es ein sehr strenges Auswahlverfahren. Es ist nicht so das Du ins Heim kommst und sagt: Hallo hier bin ich ich will ein armes Kriegsweisenkind ein zuhause geben. Ihr habt ja genug, gib mal eins her.
Für dich mag die 23 SSW nicht viel sein. Ein Kind in der 23 SSW :
Nach Maß. Ihr Baby sieht bereits wie ein winziger, dünner Säugling aus. Es wiegt jetzt beinahe 450 Gramm und misst 23 bis 25 cm.
Für Dich sind 23 Wochen vielleicht nicht lange, aber für die Eltern waren es warscheinlich die schönsten und spannensten 23 Wochen ihres Lebens. Und wie gesagt irgendjemand muß hat ja angefangen das Kind künstlich am Leben zu erhalten. In der Regel wird das Kind geboren und von vorneherein weiß jeder: viel zu früh, leider nichts zu machen.
Zu Lea und Tabea kann ich nur sagen. Ohne diese OP wären beide Kinder heute tot. Diese OP hat vielleicht einem der Mädchen das Leben gerettet. Wo ist die Grenze und wer setzt die Grenze wann eine OP gerechtfertigt und gut und wann nicht. Denn jede OP birgt ein Risiko. Diese Kinder konnten es leider nicht selber entscheiden. Die Entscheidung über Leben, Tod oder eine kleine Chance mit Risiko liegt bei den Eltern. Und es gibt wahrlich leichtere Entscheidungen. Nur getroffen werden müssen sie.

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3. Oktober 2004 um 10:12
In Antwort auf tausendschoen

Einfach mal ein Kind adoptieren ..
ist ja wohl leichter gesagt als getan. Punkt 1: erstmal muss die Seele mitspielen. Denn es ist ja nicht so das man nur ein Kind haben möchte damit das Zimmer gefüllt ist.
Punkt 2: Schon mal versucht ein Kind zu adoptieren?? Da gibt es ein sehr strenges Auswahlverfahren. Es ist nicht so das Du ins Heim kommst und sagt: Hallo hier bin ich ich will ein armes Kriegsweisenkind ein zuhause geben. Ihr habt ja genug, gib mal eins her.
Für dich mag die 23 SSW nicht viel sein. Ein Kind in der 23 SSW :
Nach Maß. Ihr Baby sieht bereits wie ein winziger, dünner Säugling aus. Es wiegt jetzt beinahe 450 Gramm und misst 23 bis 25 cm.
Für Dich sind 23 Wochen vielleicht nicht lange, aber für die Eltern waren es warscheinlich die schönsten und spannensten 23 Wochen ihres Lebens. Und wie gesagt irgendjemand muß hat ja angefangen das Kind künstlich am Leben zu erhalten. In der Regel wird das Kind geboren und von vorneherein weiß jeder: viel zu früh, leider nichts zu machen.
Zu Lea und Tabea kann ich nur sagen. Ohne diese OP wären beide Kinder heute tot. Diese OP hat vielleicht einem der Mädchen das Leben gerettet. Wo ist die Grenze und wer setzt die Grenze wann eine OP gerechtfertigt und gut und wann nicht. Denn jede OP birgt ein Risiko. Diese Kinder konnten es leider nicht selber entscheiden. Die Entscheidung über Leben, Tod oder eine kleine Chance mit Risiko liegt bei den Eltern. Und es gibt wahrlich leichtere Entscheidungen. Nur getroffen werden müssen sie.

Adoption
ich kenne ein Pärchen, das sich einen süßen Jungen aus Jordanien "mitgebracht" hat. Das war nicht so schwer und sie lieben ihn über alles. Er ist ihr ganzes Glück, so wie ein eigenes Kind. Ich glaube, wenn man die Adoption über fremdländische Behörden abwickelt, ist es nicht so schwer ein Kind zu adoptieren. Und davon gibt es doch wirklich genug, in Indien überall sind die Waisenhäuser voll. Oder die ganzen Kriegswaisen, die auch so schreckliches mitgemacht haben. Sie haben doch wirklich ein liebendes und beschützendes Elternhaus verdient. Es ist der pure Egoismus auf einem "eigenen" Kind zu beharren, wenn das nun einmal nicht geht, wenn das Schicksal so offensichtlich sagt, "nein". Wieso wendet man sich dann nicht den Kindern zu, die schon leben und die auch eine Chance verdienen???
Mit 450 Gramm ist kein Kind lebensfähig, das ist einfach zu wenig. Und wie gesagt, ich verstehe nicht, warum man krampfhaft versucht etwas am Leben zu erhalten, was nicht leben kann. Es gibt so viele gesunde kleine Kinder, die nach Eltern hungern. Und ich glaube, wenn diese Eltern das sehen und erkennen würden, wäre manches leichter.
Was mit dem überlebenden Zwilling passiert, kann wohl noch keiner sagen. ich bin da eher pessimistisch, denn nach so vielen OPS ( am Schädelknochen!!!), wie hoch denkst du, sind die Chancen, dass sie jemals ein normales Leben führen wird. Und ist es wirklich in Ordnung, jemandem in vollem Wissen so ein Leben zuzumuten??

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3. Oktober 2004 um 13:04
In Antwort auf omid_12083546

Adoption
ich kenne ein Pärchen, das sich einen süßen Jungen aus Jordanien "mitgebracht" hat. Das war nicht so schwer und sie lieben ihn über alles. Er ist ihr ganzes Glück, so wie ein eigenes Kind. Ich glaube, wenn man die Adoption über fremdländische Behörden abwickelt, ist es nicht so schwer ein Kind zu adoptieren. Und davon gibt es doch wirklich genug, in Indien überall sind die Waisenhäuser voll. Oder die ganzen Kriegswaisen, die auch so schreckliches mitgemacht haben. Sie haben doch wirklich ein liebendes und beschützendes Elternhaus verdient. Es ist der pure Egoismus auf einem "eigenen" Kind zu beharren, wenn das nun einmal nicht geht, wenn das Schicksal so offensichtlich sagt, "nein". Wieso wendet man sich dann nicht den Kindern zu, die schon leben und die auch eine Chance verdienen???
Mit 450 Gramm ist kein Kind lebensfähig, das ist einfach zu wenig. Und wie gesagt, ich verstehe nicht, warum man krampfhaft versucht etwas am Leben zu erhalten, was nicht leben kann. Es gibt so viele gesunde kleine Kinder, die nach Eltern hungern. Und ich glaube, wenn diese Eltern das sehen und erkennen würden, wäre manches leichter.
Was mit dem überlebenden Zwilling passiert, kann wohl noch keiner sagen. ich bin da eher pessimistisch, denn nach so vielen OPS ( am Schädelknochen!!!), wie hoch denkst du, sind die Chancen, dass sie jemals ein normales Leben führen wird. Und ist es wirklich in Ordnung, jemandem in vollem Wissen so ein Leben zuzumuten??

>>Und ist es wirklich in Ordnung,...
...jemandem in vollem Wissen so ein Leben zuzumuten??<<

Was fuer ein Leben? Ein Leben blind, taub, stumm, gelaehmt, mit grossen Schmerzen? Eins mit entstelltem Gesicht? Eins im Rollstuhl? Eins mit O-Beinen?

Du musst schon eine Grenze ziehn, wenn du gewisse Leute einfach ohne Hilfeleistung sterben lassen willst, und das ist nicht ganz so einfach, wie du's hier darstellst.

Immerhin ist es in jedem Fall Sache der Eltern, stell dir mal vor, man wuerde gesetzlich *vorschreiben*, dass Kinder mit den und den Schaeden nicht gerettet werden, versetz dich mal in die Lage der Mutter dann, die nichts dagegen machen koennte!

Versteh ja deine Meinung, aber so einfach ist's halt nicht.



n

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3. Oktober 2004 um 17:36
In Antwort auf oliver_12558894

>>Und ist es wirklich in Ordnung,...
...jemandem in vollem Wissen so ein Leben zuzumuten??<<

Was fuer ein Leben? Ein Leben blind, taub, stumm, gelaehmt, mit grossen Schmerzen? Eins mit entstelltem Gesicht? Eins im Rollstuhl? Eins mit O-Beinen?

Du musst schon eine Grenze ziehn, wenn du gewisse Leute einfach ohne Hilfeleistung sterben lassen willst, und das ist nicht ganz so einfach, wie du's hier darstellst.

Immerhin ist es in jedem Fall Sache der Eltern, stell dir mal vor, man wuerde gesetzlich *vorschreiben*, dass Kinder mit den und den Schaeden nicht gerettet werden, versetz dich mal in die Lage der Mutter dann, die nichts dagegen machen koennte!

Versteh ja deine Meinung, aber so einfach ist's halt nicht.



n

Das mußte ja kommen
ich vertrete doch kein Euthanasie-Programm. Sondern ICH persönlich würde bei 450 Gramm auf jeden Fall die Notbremse ziehen. (allerdings weiß ich gar nicht ob man das darf??)
Bei Lea und Tabea- hätte ich davon in der Schwangerschaft erfahren, hätte ich nicht bis zur Geburt gewartet...
Ich kann mich selbst gut in Eltern versetzen, schließlich habe ich selbst ein Kind. Aber ich bin auch ein mitfühlender Mensch und deshalb finde ich bei diesen doch extrem drastischen Fällen die Sachlage ziemlich eindeutig. (und sicherlich nicht, weil die Folgeschäden O-Beine oder ein Brillengestell wären---)

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3. Oktober 2004 um 17:43

Das Christentum...
versucht doch immer noch den Menschen, in jeder Beziehung Diktate aufzuerlegen, ihnen ihre Moral aufzudrücken.

Derjenige, der, wie berichtet, aus religiöser Überzeugung meint, jedes menschliche Leben müsste erhalten werden, egal wie qualvoll es ist, lebt doch glatt an der Realität vorbei. Wahrscheinlich würden solche Moralisten, würden sie selbst einmal große Qualen erleiden müssen, als erste abdanken wollen.

Ich knüpfe hiermit noch an ein anderes Thema an: Laut christlichem Selbstverständnis gilt schon ein menschlicher Zellklumpen, was anderes ist ein Fötus nach der Befruchtung ja nicht, als schützenswert. Er hat noch keine Organe, keinerlei Empfinden, weiß selber nichts von seiner Existenz. Warum lehnt die katholische Kirche die Forschung mit diesen Zellklumpen, wie sie bei künstlichen Befruchungen in Massen anfallen, vehement ab? Weggeworfen, entsorgt werden dürfen diese (überzähligen) Zellklumpen, doch nach den Moralvorstellungen der Dogmatiker dürfen sie nicht für die Wissenschaft verwendet werden. Ohne Rücksicht auf das Leiden vieler Menschen, die qualvoll von schrecklichen Krankheiten hingerafft werden, deren Ursache und Bekämpfung die Wissenschaftler gerade mit den Embryonalzellen, weil sie wandelbar sind, auf die Schliche kommen könnten.

Noch ein weiterer Aspekt: In der Historie sind unzählige Menschen von Katholiken getötet worden, weil sie einen anderen Glauben hatten. Frauen, die ein zu großes Wissen hatten, wurden als Hexen auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Weil sie der Kirche wegen ihrer Aufgeklärtheit und Intelligenz zu gefährlich wurden.

Das ganze wirkt auf mich rein "unglaubwürdig" und widersprüchlich.

Wie war das noch? "Der Glaube ist der größte Gegner der Wissenschaft"?

Gruß,
Batavia60

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3. Oktober 2004 um 18:04
In Antwort auf an0N_1197280699z

...
Hallo Batavia,

ich weiß nicht, wie weit man eigentlich solchen Zeitungsberichten glauben kann. Bestimmt stecken auch andere Gründe dahinter.
Als Eltern, das Kind um jeden Preis retten zu wollen, ist eigentlich mehr als verständlich. Bestimmt haben sie lange geübt, bis es soweit war...dann der Frühgeburt...
Hoffen wir das Beste, für alle Beteiligten..

Liebe Grüße

Gründe...
1. Die Zeitung, in der dieser Bericht stand, ist alles andere als ein Boulevardblättchen. Ich bin selber Mitarbeiterin dieser Zeitung und weiß daher, dass sämtliche Recherchen mit größter Sorgfalt durchgeführt werden und die Berichterstattung den Tatsachen entspricht.

2. Wohinein wollen die Eltern ihr Kind retten? In ein Leben, dessen Rechnung ganz alleine das Kind mit Qualen begleichen muss? Das Frühchen wurde mit einer Größe von nur 13 Zentimetern geboren und hat Herz- und Lungenprobleme. Musste daher schon drei Mal wiederbelebt werden, da seine Atmung aussetzte.

"Die streng christlichen Eltern der kleinen Charlotte fordern auch weitere Wiederbelebungsmaßnahmen und dass die medizinische Versorgung fortgesetzt wird".

Und wenn sie noch so lange "geübt" haben (was doch bestimmt nicht unangenehm war, oder): Sollen sie einmal ihre Köpfe für längere Zeit in Plastiktüten stecken, dann wissen sie, wie sich Atemprobleme anfühlen.

Gruß,
Batavia60

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3. Oktober 2004 um 19:49
In Antwort auf omid_12083546

Das mußte ja kommen
ich vertrete doch kein Euthanasie-Programm. Sondern ICH persönlich würde bei 450 Gramm auf jeden Fall die Notbremse ziehen. (allerdings weiß ich gar nicht ob man das darf??)
Bei Lea und Tabea- hätte ich davon in der Schwangerschaft erfahren, hätte ich nicht bis zur Geburt gewartet...
Ich kann mich selbst gut in Eltern versetzen, schließlich habe ich selbst ein Kind. Aber ich bin auch ein mitfühlender Mensch und deshalb finde ich bei diesen doch extrem drastischen Fällen die Sachlage ziemlich eindeutig. (und sicherlich nicht, weil die Folgeschäden O-Beine oder ein Brillengestell wären---)

Was ist es denn sonst??
Die Entscheidung für die Kinder war sehr Mutig von den Eltern. Solche Schäden werden i.d.R. erst im 5/6 SSM festgestellt. Ist ein Mensch dann schon ein Mensch?? Und bei welchen Schäden sollte man es gar nicht erst bis zum Geburtstermin kommen lassen?? Ist es vertretbar Siamesische Zwillinge zu bekommen, ein Kind mit Down-Syndrom, mit offenem Rücken oder schweren geistigen Schäden ?? Haben solche Kinder das Recht auf eine Chance im Leben? Auch wenn sie einen schweren Operativen-Eingriff überstehen müssen? Sicher es geht weder das eine noch das andere Extrem. Aber einen Mittelweg wird es in der Medizin nie geben. Jeden Tag erweitertern sich die Möglichkeiten und Grenzen. Ob das immer zum Vorteil der Menschheit ist sei dahingestellt. Das dieses Baby gehengelassen werden muss ist einerseits schon klar. Da es aber im Moment noch lebt, müssen die Eltern eine Einwilligung unterschreiben. Sogesehen das Todesurteil für das Kind und das stell ich mir nicht leicht vor.

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4. Oktober 2004 um 7:47
In Antwort auf tausendschoen

Ob das wirklich am Glauben der Eltern liegt??
Da bin ich mir nicht ganz so sicher. Wenn diese Eltern so streng gläubig wären, würden sie doch sagen "Wenn es Gottes Wille ist unser Kind sterben zu lassen, müssen wir uns dem beugen." Denke mal das es falsch verstandene Elternliebe ist "Nein das ist mein Kind und ich will es auf gar keinen Fall gehen lassen. Tun sie alles dafür das es weiterlebt". Zusammen mit einem fatalem Optimissmus, der die Möglichkeit das das Kind schmerzen haben und sich quälen könnte ausklammert.
Denke mal das einem die Eltern in irgendeiner Weise auch leid tun können. Sie haben sich warscheinlich dieses Baby gewünscht und jetzt dieser Kampf. Manchen fällt es dann halt schwer eine Niederlage einzugestehen. Wer weiß wie wir in der Situation reagieren würden. Könntest Du Dein Kind einfach so gehen lassen. Bloß weil die Ärzte sagen es gibt keine Hoffnung mehr wir müssen es sterben lassen.
Finde das man den Artikel mal von der Seite beleuchten sollte.
Übrigens wie gut und heilsam glauben an Gott sein kann haben so eindrucksvoll wie nie zuvor die Eltern von Lea und Tabea gezeigt. Ich weiß nicht vielleicht hat jemand von Euch das im Fernsehen ein bisschen mitverfolgt. Wie stark ihr Vertrauen auf Gott, die Richtigkeit seiner Entscheidung hatten und wie sie sich in ihrem Glauben trost und Hoffnung holten fand ich persönlich stark beeindruckend.

Weiß auch nicht...
manchmal habe ich das Gefühl, daß sich einige (nicht viele schon gar nicht alle) in einen Glauben flüchten oder besser gesagt ein Alibi für ihre "Taten" suchen oder etwas zu rechtfertigen. Ich habe diese Dokumentation gesehen und mich hat ihr Glaube kein bischen beeindruckt. Gut, ihr Glaube verbietet es ihnen die Kinder abzutreiben, weil GOTT es eben so wollte. Aber plötzlich hat ihr Glaube nichts dagegen doch in Gottes Werk zu pfuschen.... *grübel* und wieso hat Gott gerade Ihnen so ein Leid aufgebürdet? Achja, es ist ja kein Leid, es ist vielmehr eine schwere Aufgabe für die besten der besten... *nochmehrgrübel* -- verstehst Du was ich meine? Man kann es drehen und wenden, den Glauben kann man interpretieren, so daß aus jeder noch so vertrackten Situation etwas gutes wird.
Nochetwas: ich kenne viele Gläubige (evangelisch, nicht katholisch). Von denen hat jeder mindestens schon einmal gegen eines der 10 gebote verstoßen... Aber wahrscheinlich sind die auch interpretierbar, so wie man es braucht.

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4. Oktober 2004 um 7:58
In Antwort auf tausendschoen

Was ist es denn sonst??
Die Entscheidung für die Kinder war sehr Mutig von den Eltern. Solche Schäden werden i.d.R. erst im 5/6 SSM festgestellt. Ist ein Mensch dann schon ein Mensch?? Und bei welchen Schäden sollte man es gar nicht erst bis zum Geburtstermin kommen lassen?? Ist es vertretbar Siamesische Zwillinge zu bekommen, ein Kind mit Down-Syndrom, mit offenem Rücken oder schweren geistigen Schäden ?? Haben solche Kinder das Recht auf eine Chance im Leben? Auch wenn sie einen schweren Operativen-Eingriff überstehen müssen? Sicher es geht weder das eine noch das andere Extrem. Aber einen Mittelweg wird es in der Medizin nie geben. Jeden Tag erweitertern sich die Möglichkeiten und Grenzen. Ob das immer zum Vorteil der Menschheit ist sei dahingestellt. Das dieses Baby gehengelassen werden muss ist einerseits schon klar. Da es aber im Moment noch lebt, müssen die Eltern eine Einwilligung unterschreiben. Sogesehen das Todesurteil für das Kind und das stell ich mir nicht leicht vor.

12. ssW
Nein, man hat es in der 12. SSWoche festgestellt. Das wäre ja ein noch fast legaler Abbruch gewesen, selbst ohne triftigen Grund. Ich habe jedenfalls in meinen beiden Schwangerschaften alle gängigen Untersuchungen machen lassen und bei einer schwerwiegenden Krankheit / Enstellung / Gendefekt auf alle Fälle auf eine Unterbrechung bestanden.
jetzt kommen bestimmt wieder die Einwände von wegen:
"das kann man ja immer behaupten, wenn man nicht davon betroffen ist..." Antwort: Ich hätte mir die Untersuchungen sonst gespart, habe es also vorher schon beschlossen.
"man kann doch nicht entscheiden, welche Leben als lebenswert eingestuft wird..." doch, ein Leben, welches ich selbst nicht leben möchte, möchte ich auch keinem anderen zumuten...
"du wolltest es dir nur einfach machen..." typische Floskel, ohne zu begreifen...

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4. Oktober 2004 um 10:02
In Antwort auf flyingkat

12. ssW
Nein, man hat es in der 12. SSWoche festgestellt. Das wäre ja ein noch fast legaler Abbruch gewesen, selbst ohne triftigen Grund. Ich habe jedenfalls in meinen beiden Schwangerschaften alle gängigen Untersuchungen machen lassen und bei einer schwerwiegenden Krankheit / Enstellung / Gendefekt auf alle Fälle auf eine Unterbrechung bestanden.
jetzt kommen bestimmt wieder die Einwände von wegen:
"das kann man ja immer behaupten, wenn man nicht davon betroffen ist..." Antwort: Ich hätte mir die Untersuchungen sonst gespart, habe es also vorher schon beschlossen.
"man kann doch nicht entscheiden, welche Leben als lebenswert eingestuft wird..." doch, ein Leben, welches ich selbst nicht leben möchte, möchte ich auch keinem anderen zumuten...
"du wolltest es dir nur einfach machen..." typische Floskel, ohne zu begreifen...

Hi Flyingcat
ich sehe das ganz genauso. Auch mit dem streng gläubig sein. Was soll das, ich bin selbst katholisch, habe eigentlich nur schlechte Erfahrungen mit der Kirche gemacht. Alles doppelbödig und ein Morast an Eitelkeiten und zudem, worauf ich, seit ich selbst einen Sohn habe, besonders hellhörig geworden bin, ein päderastischer Sündenpfuhl (- siehe Skandal um Bischof Krenn).
Anyway- mit dem Glauben kann man solche Entscheidungen bestimmt nicht rechtfertigen- geradeauch, wie du richtig gesagt hast- die OPS alles andere sind, als "Gottes Wille" walten zu lassen.
viele Grüße

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4. Oktober 2004 um 10:42

Es ist sowieso schrecklich,dass
die medizin so früh wie möglich das leben rettet und so lang wie möglich erhält...also sprich gerade bei den frühgeborenen und den alten menschen....denn irgendwo sollte man der natur noch seinen lauf lassen....es ist nicht sinn,finde ich,dass man menschen zwar am leben erhält,sich nur fragt wie sie dann leben!!!ich weiss,wenn man in der situation steckt,z.b selber ein frühgeborenes baby hat,dann will man nicht das es stirbt und das alles mögliche getan wird...denk mir würde es nicht anders ergehen...aber im moment spreche ich als aussenstehende und denke es ist nicht gut das man so früh wie möglich das leben erhält und so lange hinauszögert....denn wie schon gesagt,dass ist alles nur mit leiden verbunden...man siehts am besten an den älteren menschen...sie sind bereit zusterben und wollen wirklich auch nicht mehr,denn sie sind bettlägrig und haben zig schmerzen und trotzdem erhalten sie lebenserhaltente medikamente...wenn sie dann sterben bzw,ein herzstillstand haben werden sie reanimiert,hauptsache sie hängen dann wieder weiter an der herz und lungenmaschiene....und für was??????????????das sie noch zwei weitere wochen weiter leben und dann sterben ...irgendwo sollten doch grenzen da sein...
ein bsp.aus meinem einen lehrjahr in der ausbildung zur krankenschwester....

eine frau hatte krebs.sie wusste das sie sterben wird.(das erzählte mir eine schülerin aus meinem kurs)sie redete immer mit der anderen schülerin in der letzten zeit.die frau sagte immer(da war sie noch in einer sehr guten verfassung)wenn die zeit dann gekommen ist,möchte sie,das sie an keine herz-lungenmaschiene angeschlossen wird,sondern sie möchten dann sterben,da sie ja sowieso sterben wird.gut..die zeit kam dann,die frau war immer im schlechteren zustand und bekam natürlich weiter die medikamente und sagte immer wieder "gell ihr lasst mich dann sterben"und ab da wurde sie dann als unzurechnungsfähig eingestuft...sie hatte einen herzstillstand wurde wiederbelebt und sagte danach immer wieder,lasst mich doch einfach sterben ich will die medikamente nicht mehr" sie lebte genau zwei wochen länger und musste diese zwei wochen mehr leiden....(wie es jetzt im einzelnen genau war,weiss ich nicht mehr genau,ist nun vier jahre her)aber das prinzip meine ich...ich finde sowas schrecklich....und bei den frühgeborenen ist es meist genauso..

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4. Oktober 2004 um 11:30

@Imandra
Was die Angehörigen der "schreibenden Zunft" betrifft:

Zum Glück erheben wir keinen Anspruch darauf, allwissend zu sein. Wär trotzdem für mich mal eine interessante Sache, in Kirchenchroniken zu wälzen.

Was das Christentum und die Kirche betrifft: Die Kirche kann ohne das Christentum nicht funktionieren. Und nun bröckelt immer mehr das Fundament dieser Instanz. Warum nur???

Man kann einfach nicht davon ausgehen, dass Christen nur nach den zehn Geboten leben, die ja die eigentliche Basis der christlichen Botschaft sind. Die Christen selbst waren es, die die kirchlichen "Würdenträger" auf ihre hohen Sockel gehoben haben, und es immer noch tun. Weil sie scheinbar unfähig sind, individuell ihren Glauben zu leben. Und die meisten davon wehren sich, die kirchliche Vergangenheit und Gegenwart kritisch zu betrachten.

Gruß,
Batavia60


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4. Oktober 2004 um 17:21
In Antwort auf shaina_12262456

@Imandra
Was die Angehörigen der "schreibenden Zunft" betrifft:

Zum Glück erheben wir keinen Anspruch darauf, allwissend zu sein. Wär trotzdem für mich mal eine interessante Sache, in Kirchenchroniken zu wälzen.

Was das Christentum und die Kirche betrifft: Die Kirche kann ohne das Christentum nicht funktionieren. Und nun bröckelt immer mehr das Fundament dieser Instanz. Warum nur???

Man kann einfach nicht davon ausgehen, dass Christen nur nach den zehn Geboten leben, die ja die eigentliche Basis der christlichen Botschaft sind. Die Christen selbst waren es, die die kirchlichen "Würdenträger" auf ihre hohen Sockel gehoben haben, und es immer noch tun. Weil sie scheinbar unfähig sind, individuell ihren Glauben zu leben. Und die meisten davon wehren sich, die kirchliche Vergangenheit und Gegenwart kritisch zu betrachten.

Gruß,
Batavia60


Die...
...10 Gebote, pf, was haben die denn mit dem Christentum zu tun? Die stehn im Alten Testament, remember? Nur ein einziger Satz von Jesus hat die Kirche berechtigt, den ganzen alttestamentarischen Krempel mit hinueberzuretten, naemlich, als er meinte, er wuerde nichts *aendern* wollen am alten Gesetz, sondern nur die Prophezeiungen *erfuellen*.

Blablabla, was kuemmert mich das. Das alte Testament ist fuer mich null und nichtig, fuer mich gehoert das nicht zum Christentum, basta. Paulus hat das auch ziemlich geschickt begruendet. Wenn du aus purer Unkenntnis der Materie staendig AT, Kirche und Christentum zu einem Brei verruehrst, ist es kein Wunder, dass du so seltsame Ansichten hast.



n

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4. Oktober 2004 um 17:25
In Antwort auf juhee_12095514

Es ist sowieso schrecklich,dass
die medizin so früh wie möglich das leben rettet und so lang wie möglich erhält...also sprich gerade bei den frühgeborenen und den alten menschen....denn irgendwo sollte man der natur noch seinen lauf lassen....es ist nicht sinn,finde ich,dass man menschen zwar am leben erhält,sich nur fragt wie sie dann leben!!!ich weiss,wenn man in der situation steckt,z.b selber ein frühgeborenes baby hat,dann will man nicht das es stirbt und das alles mögliche getan wird...denk mir würde es nicht anders ergehen...aber im moment spreche ich als aussenstehende und denke es ist nicht gut das man so früh wie möglich das leben erhält und so lange hinauszögert....denn wie schon gesagt,dass ist alles nur mit leiden verbunden...man siehts am besten an den älteren menschen...sie sind bereit zusterben und wollen wirklich auch nicht mehr,denn sie sind bettlägrig und haben zig schmerzen und trotzdem erhalten sie lebenserhaltente medikamente...wenn sie dann sterben bzw,ein herzstillstand haben werden sie reanimiert,hauptsache sie hängen dann wieder weiter an der herz und lungenmaschiene....und für was??????????????das sie noch zwei weitere wochen weiter leben und dann sterben ...irgendwo sollten doch grenzen da sein...
ein bsp.aus meinem einen lehrjahr in der ausbildung zur krankenschwester....

eine frau hatte krebs.sie wusste das sie sterben wird.(das erzählte mir eine schülerin aus meinem kurs)sie redete immer mit der anderen schülerin in der letzten zeit.die frau sagte immer(da war sie noch in einer sehr guten verfassung)wenn die zeit dann gekommen ist,möchte sie,das sie an keine herz-lungenmaschiene angeschlossen wird,sondern sie möchten dann sterben,da sie ja sowieso sterben wird.gut..die zeit kam dann,die frau war immer im schlechteren zustand und bekam natürlich weiter die medikamente und sagte immer wieder "gell ihr lasst mich dann sterben"und ab da wurde sie dann als unzurechnungsfähig eingestuft...sie hatte einen herzstillstand wurde wiederbelebt und sagte danach immer wieder,lasst mich doch einfach sterben ich will die medikamente nicht mehr" sie lebte genau zwei wochen länger und musste diese zwei wochen mehr leiden....(wie es jetzt im einzelnen genau war,weiss ich nicht mehr genau,ist nun vier jahre her)aber das prinzip meine ich...ich finde sowas schrecklich....und bei den frühgeborenen ist es meist genauso..

Wer...
... nicht den Mut zum Selbstmord hat, dem sollte auch aktive Sterbehilfe verwehrt bleiben, die Gefahr des Missbrauchs durch ruecksichtslose Erben ist einfach zu hoch. Was Kinder angeht, muessen immer die Eltern entscheiden, die Gesellschaft hat da die Klappe zu halten - was sie darf, ist nur, einen ethischen Diskurs fuehren, der eventuell und langsam Leute ueberzeugt. Mehr nicht.

Soweit meine Meinung...



n

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4. Oktober 2004 um 17:28
In Antwort auf omid_12083546

Das mußte ja kommen
ich vertrete doch kein Euthanasie-Programm. Sondern ICH persönlich würde bei 450 Gramm auf jeden Fall die Notbremse ziehen. (allerdings weiß ich gar nicht ob man das darf??)
Bei Lea und Tabea- hätte ich davon in der Schwangerschaft erfahren, hätte ich nicht bis zur Geburt gewartet...
Ich kann mich selbst gut in Eltern versetzen, schließlich habe ich selbst ein Kind. Aber ich bin auch ein mitfühlender Mensch und deshalb finde ich bei diesen doch extrem drastischen Fällen die Sachlage ziemlich eindeutig. (und sicherlich nicht, weil die Folgeschäden O-Beine oder ein Brillengestell wären---)

Dann drueck...
... dich halt so aus, dass man merkt was du meinst. Es besteht ja offenbar ein Unterschied zwischen dem, was *du* machen wuerdest - das ist sowieso dir ueberlassen, und dem von dem du gerne haettest dass es die Eltern tun wuerden - das geht dich naemlich meiner Ansicht nach gar nichts an.



n

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4. Oktober 2004 um 17:30
In Antwort auf flyingkat

12. ssW
Nein, man hat es in der 12. SSWoche festgestellt. Das wäre ja ein noch fast legaler Abbruch gewesen, selbst ohne triftigen Grund. Ich habe jedenfalls in meinen beiden Schwangerschaften alle gängigen Untersuchungen machen lassen und bei einer schwerwiegenden Krankheit / Enstellung / Gendefekt auf alle Fälle auf eine Unterbrechung bestanden.
jetzt kommen bestimmt wieder die Einwände von wegen:
"das kann man ja immer behaupten, wenn man nicht davon betroffen ist..." Antwort: Ich hätte mir die Untersuchungen sonst gespart, habe es also vorher schon beschlossen.
"man kann doch nicht entscheiden, welche Leben als lebenswert eingestuft wird..." doch, ein Leben, welches ich selbst nicht leben möchte, möchte ich auch keinem anderen zumuten...
"du wolltest es dir nur einfach machen..." typische Floskel, ohne zu begreifen...

Nein...
... es kommt der Einwand: Was du tust, geht nur dich was an und was diese Eltern tun, geht nur diese Eltern was an.



n

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5. Oktober 2004 um 8:27

Ehrlich gesagt ... JA
ich würde lieber von einem "ich-möchte-nicht-blind-sein" - Menschen sterben, obwohl ich "nur" blind wäre, als von einem Krankenhausarzt über Tage, Monate, Jahre künstlich am leben gehalten werden, um als Aushängschild der Klinik oder des Arztes zu fungieren und danach doch noch zu sterben oder schwerstbehindert zu sein.
Es ist natürlich leicht, immer sofort auf die DEUTSCHE VERGANGENHEIT anzuspielen und alle, die nicht so denken, wie Du, als Nazis hinzustellen. Machst Du es Dir nicht ein bischen einfach? Wie sieht es denn mit den Leiden aus, die ein Mensch ertragen muß? Aber wenn Du dieses Leiden nicht hast, dann ist es DIR ja egal, Du hast jedenfalls etwas GAAAAAAAAANZ tolles vollbracht. Ich finde es jedenfalls unmenschlich, jemanden, der gerne sterben will, es aber nicht allein kann, dahinsiechen zu lassen, weil ein gesetz es verbietet. So etwas ist unmenschlich und genauso vergleichbar mit den Taten, die ehemals in Deutschland passierten.

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5. Oktober 2004 um 8:30
In Antwort auf oliver_12558894

Nein...
... es kommt der Einwand: Was du tust, geht nur dich was an und was diese Eltern tun, geht nur diese Eltern was an.



n

1.) ich habe diese...
Diskussion nicht angfangen...
2.) ich habe meine Kinder (oder auch meine Lebensgeschichte) nicht im fernsehen breitgetreten. Wer soetwas macht, muß damit rechnen, nicht von allen Zustimmung oder gar Bemittleidung zu erhaschen.

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5. Oktober 2004 um 8:38

Stimmt deswegen...
sollte man auch die meinung anderer respektieren, die keinem ein Leben in Qualen zumuten und diese nicht gleich in eine Ecke stellen, wo sie nicht hingehören.
Zum Thema Patientenverfügung... da kenne ich auch jemanden, der soetwas aufgesetzt hat... Wurde drei Jahre bettlägerisch zu 100Prozent gepflegt, hatte eine künstliche Ernährung, künstlichen Darm, konnte nicht sprechen (wegen Sonden...) wae geistig noch voll auf der höhe, aber konnte NICHTS mehr. Er wollte Sterben, durfte aber nicht.... es ist in Deutschland völlig egal, ob du unzurechnungsfähig bist, oder nicht. Wenn Du Dir das Leben nicht selbst nehmen kannst, hast DU PECH. Auf legale weise bringt dich keiner ans Ziel deiner Wünsche.

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5. Oktober 2004 um 8:43
In Antwort auf oliver_12558894

Wer...
... nicht den Mut zum Selbstmord hat, dem sollte auch aktive Sterbehilfe verwehrt bleiben, die Gefahr des Missbrauchs durch ruecksichtslose Erben ist einfach zu hoch. Was Kinder angeht, muessen immer die Eltern entscheiden, die Gesellschaft hat da die Klappe zu halten - was sie darf, ist nur, einen ethischen Diskurs fuehren, der eventuell und langsam Leute ueberzeugt. Mehr nicht.

Soweit meine Meinung...



n

Bin voll Deiner Meinung...
zumindest was die Entscheidung der Eltern über ihre Kinder angeht. Aber genau deswegen sollten auch Leute nicht angepöpelt werden, die ihre ungeborenen Kinder abtreiben, um ihnen ein Leben in Qualen zu ersparen.

Stimmt, wer selbst nicht den Mut hat sich umzubringen, muß nicht unbedingt sterben. Aber was ist mit Leuten, die gern möchten, aber nicht können? Man könnte ja auch dafür Regelungen treffen...

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5. Oktober 2004 um 9:06
In Antwort auf flyingkat

Stimmt deswegen...
sollte man auch die meinung anderer respektieren, die keinem ein Leben in Qualen zumuten und diese nicht gleich in eine Ecke stellen, wo sie nicht hingehören.
Zum Thema Patientenverfügung... da kenne ich auch jemanden, der soetwas aufgesetzt hat... Wurde drei Jahre bettlägerisch zu 100Prozent gepflegt, hatte eine künstliche Ernährung, künstlichen Darm, konnte nicht sprechen (wegen Sonden...) wae geistig noch voll auf der höhe, aber konnte NICHTS mehr. Er wollte Sterben, durfte aber nicht.... es ist in Deutschland völlig egal, ob du unzurechnungsfähig bist, oder nicht. Wenn Du Dir das Leben nicht selbst nehmen kannst, hast DU PECH. Auf legale weise bringt dich keiner ans Ziel deiner Wünsche.

Genau das meinte ich eigentlich
dass so ein schriftstück nix bringt...aber es ist auch so,die ärzte dürfen ja auch gar nicht anders handeln...denn das ist ja dass thema aktive und passive sterbehilfe!!!und jemand sterben zu lassen ist die passive...und die ist bisweilen ja noch verboten...

ja die babys sind noch hilfloser....das ist wahr.soweit ich aber weiss entscheiden doch die ärzte obs sinnvoll ist das frühgeborene weiter am leben zu erhalten oder nicht?habe ich das falsch verstanden?

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5. Oktober 2004 um 9:12
In Antwort auf oliver_12558894

Wer...
... nicht den Mut zum Selbstmord hat, dem sollte auch aktive Sterbehilfe verwehrt bleiben, die Gefahr des Missbrauchs durch ruecksichtslose Erben ist einfach zu hoch. Was Kinder angeht, muessen immer die Eltern entscheiden, die Gesellschaft hat da die Klappe zu halten - was sie darf, ist nur, einen ethischen Diskurs fuehren, der eventuell und langsam Leute ueberzeugt. Mehr nicht.

Soweit meine Meinung...



n

Moment
aktive sterbehilfe----->z.b was spritzen dass man stirbt
passive sterbenshilfe---->die lebensverlängernde massnahmen weglassen z.b.reanimation,medikamente

...nur für die wo den unterschied nicht kennen

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5. Oktober 2004 um 9:18

JAJAJAJA
hauptsache andere Leute passen in dein klischee! DU gehst doch auch von DIR aus, warum darf ich das dann nicht, achja, DU bist ja der GUTE und iCH der BÖSE!!! Toll, ich möchte jedenfalls nicht, daß Du als mein Arzt mich ewig am leben erhältst, auch wenn Du das jetzt wahrscheinlich nicht glaubst. Es ist mir im Prinzip auch Piepegal, ob Du mich wegen meiner Meinung gleich an die Wand stellen würdest...
Vielleicht nochmal als gedankenstütze: mir ist es sowas von völlig egal, wer was mit wem veranstaltet. Wenn es aber im fernsehen breitgetreten wird, dann darf man dochmal nach den Hintergründen fragen und nach der Motivation so etwas zu tun? Gleichzeit ist es mir erlaubt, meine Meinung dazu mit einfließen zu lassen. Aber anstatt das jemand mir erklärt, um es evtl. zu verdeutlichen, was in so einem Mensch vorgeht, wird man gleich als Nazi hingestellt --> Ja in dieser Beziehung machst Du es Dir schon einfach: Deine ist meinung ist binden, eine andere ist aussätzig.
Deinen letzten Satz kannst Du ja echt in die Tonne treten. Ob Deine schwerstbhinderte Schwester auf diese Welt gehört oder nicht, kann und will ich nicht entscheiden, daß muß sie schon selbst, wenn sie es nicht kann, dann haben es ja deine Eltern schon für Sie getan.

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5. Oktober 2004 um 9:29
In Antwort auf juhee_12095514

Genau das meinte ich eigentlich
dass so ein schriftstück nix bringt...aber es ist auch so,die ärzte dürfen ja auch gar nicht anders handeln...denn das ist ja dass thema aktive und passive sterbehilfe!!!und jemand sterben zu lassen ist die passive...und die ist bisweilen ja noch verboten...

ja die babys sind noch hilfloser....das ist wahr.soweit ich aber weiss entscheiden doch die ärzte obs sinnvoll ist das frühgeborene weiter am leben zu erhalten oder nicht?habe ich das falsch verstanden?

Ich denke schon...
ich habe nur die Befürchtung (man beachte, ich habe geschrieben Befürchtung), daß die Ärzte auch ein bisschen mit den "rekorden" spielen. Hier ein Kind, das in der 25. SSW zur Welt kommt, dort eins in der 24. das nächste in der 23. Hier geht es wie im Sport: nur nicht höher, schneller, weiter, sondern früher, früher, früher. Wer das beste schafft, ist die nächste Zeit im Gespräch. Versteht mich nicht falsch, es ist natürlich ein riesen Fortschritt für die medizin und auch ein hohes Lernpotenzial dabei, aber um welchen Preis?

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5. Oktober 2004 um 10:45
In Antwort auf flyingkat

Bin voll Deiner Meinung...
zumindest was die Entscheidung der Eltern über ihre Kinder angeht. Aber genau deswegen sollten auch Leute nicht angepöpelt werden, die ihre ungeborenen Kinder abtreiben, um ihnen ein Leben in Qualen zu ersparen.

Stimmt, wer selbst nicht den Mut hat sich umzubringen, muß nicht unbedingt sterben. Aber was ist mit Leuten, die gern möchten, aber nicht können? Man könnte ja auch dafür Regelungen treffen...

@flyingkat
ja,man könnte schon eine regelung treffen...fände das auch passend.aber genau das ist ja die grosse diskussion mit aktiver und passiver sterbehilfe-also ob da was erlaubt werden soll.da gabs doch mords die diskussionen schon im fernsehen und es kam nie zu einer einigung...
es gib aber sogenannte hospizen (weiss net obs nun das war...)aufjedenfall sterbehäuser(ist aber nicht in deutschland) wo man hingehen kann und dort bekommt man dann ein medikament dass man "einschläft"und stirbt.also natürlich kann da nicht jeder hin wo nicht mehr leben will....sondern halt halt schwerkranke(da brauch man attest soviel ich weiss)und die können dort dann in ruhe sterben.das medikament können sie dann auf wunsch einnehmen und es ist auch freiwillig.aber wie gesagt ist nicht in deutschland.und glaub man muss schon noch fähig sein dieses medikament selbstständig einzunehmen.aber wie das genau abläuft weiss ich auch nicht genau...habe da nur mal ein film darüber gesehen.finde das ganz interessant.

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5. Oktober 2004 um 10:47
In Antwort auf flyingkat

Bin voll Deiner Meinung...
zumindest was die Entscheidung der Eltern über ihre Kinder angeht. Aber genau deswegen sollten auch Leute nicht angepöpelt werden, die ihre ungeborenen Kinder abtreiben, um ihnen ein Leben in Qualen zu ersparen.

Stimmt, wer selbst nicht den Mut hat sich umzubringen, muß nicht unbedingt sterben. Aber was ist mit Leuten, die gern möchten, aber nicht können? Man könnte ja auch dafür Regelungen treffen...

@flyingkat
ja,man könnte schon eine regelung treffen...fände das auch passend.aber genau das ist ja die grosse diskussion mit aktiver und passiver sterbehilfe-also ob da was erlaubt werden soll.da gabs doch mords die diskussionen schon im fernsehen und es kam nie zu einer einigung...
es gib aber sogenannte hospizen (weiss net obs nun das war...)aufjedenfall sterbehäuser(ist aber nicht in deutschland) wo man hingehen kann und dort bekommt man dann ein medikament dass man

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5. Oktober 2004 um 14:02
In Antwort auf juhee_12095514

@flyingkat
ja,man könnte schon eine regelung treffen...fände das auch passend.aber genau das ist ja die grosse diskussion mit aktiver und passiver sterbehilfe-also ob da was erlaubt werden soll.da gabs doch mords die diskussionen schon im fernsehen und es kam nie zu einer einigung...
es gib aber sogenannte hospizen (weiss net obs nun das war...)aufjedenfall sterbehäuser(ist aber nicht in deutschland) wo man hingehen kann und dort bekommt man dann ein medikament dass man "einschläft"und stirbt.also natürlich kann da nicht jeder hin wo nicht mehr leben will....sondern halt halt schwerkranke(da brauch man attest soviel ich weiss)und die können dort dann in ruhe sterben.das medikament können sie dann auf wunsch einnehmen und es ist auch freiwillig.aber wie gesagt ist nicht in deutschland.und glaub man muss schon noch fähig sein dieses medikament selbstständig einzunehmen.aber wie das genau abläuft weiss ich auch nicht genau...habe da nur mal ein film darüber gesehen.finde das ganz interessant.

Kenn ich auch...
ja, den habe ich auch gesehen und fand es echt schlimm, was für Rennereien der Mann da hatte. Das war glaub ich in der Schweiz oder in den Niederlanden, wo soetwas möglich ist.

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5. Oktober 2004 um 15:39
In Antwort auf shaina_12262456

Gründe...
1. Die Zeitung, in der dieser Bericht stand, ist alles andere als ein Boulevardblättchen. Ich bin selber Mitarbeiterin dieser Zeitung und weiß daher, dass sämtliche Recherchen mit größter Sorgfalt durchgeführt werden und die Berichterstattung den Tatsachen entspricht.

2. Wohinein wollen die Eltern ihr Kind retten? In ein Leben, dessen Rechnung ganz alleine das Kind mit Qualen begleichen muss? Das Frühchen wurde mit einer Größe von nur 13 Zentimetern geboren und hat Herz- und Lungenprobleme. Musste daher schon drei Mal wiederbelebt werden, da seine Atmung aussetzte.

"Die streng christlichen Eltern der kleinen Charlotte fordern auch weitere Wiederbelebungsmaßnahmen und dass die medizinische Versorgung fortgesetzt wird".

Und wenn sie noch so lange "geübt" haben (was doch bestimmt nicht unangenehm war, oder): Sollen sie einmal ihre Köpfe für längere Zeit in Plastiktüten stecken, dann wissen sie, wie sich Atemprobleme anfühlen.

Gruß,
Batavia60

...
Hallo Batavia

13cm ist natürlich arg klein und gesundheitliche Komplikationen wird es bestimmt auch geben...dennoch glaube ich, dass es nicht allein an den Eltern liegt, das Kind um jeden Preis retten zu wollen. Oft stecken ruhmgeile Ärzte dahinter, die den Eltern bestimmt auch Hoffnungen gemacht haben. Es hat sich schon so viele Verbesserungen in der Medizin gegeben. Ich denke dieses arme Baby ist Opfer von Forschung, sozusagen ein Versuchskaninchen, um neue Kenntnisse zu schaffen!

Es reicht eben nicht, wenn die Eltern "fordern"!

Aber was würdest Du z. B. machen, wenn Du in dieser Situation steckst? Die Maschinen ausschalten? Es ist eine schwierige Situation, wünsche ich wirklich niemanden!

Gruß
Ceren

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5. Oktober 2004 um 15:49

Ämter sind gefordert
Es müsste mehr vom Jugendamt kontrolliert werden.

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6. Oktober 2004 um 7:45

Kann ich alles...
getrost an Dich zurückgeben.
Auch Du willst aufgrund Deiner Empfindungen für andere entscheiden (und findest Deine Empfindungen auch noch ganz toll und ehrenwert); auch DU hast einen aggressiven Ton, zumal Du angefangen hast, indem Du mich zwar freundlich aber dennoch in die Nazi-Ecke stecken wolltest. Immerhin wäre schon allein das ein grund gewesen, mich in keinster Weise mit Dir zu unterhalten, aber ich gebe ja wenigstens den Menschen, egal wie grundverkehrt und diskriminierend ihre Meinung über andere ist, wenigstens eine Chance. In diesem Sinne: bilde Dir ruhig weiter Deine meinung über andere Menschen, ich tu's auch!
Grüße!
PS: wie man in den Wald hineinruft, so schaltt es zurück... alter spruch, dennoch sehr wirklichkeitsnah!

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6. Oktober 2004 um 8:53
In Antwort auf kazuko_12348310

Ämter sind gefordert
Es müsste mehr vom Jugendamt kontrolliert werden.

???@karin42
wie meinst das jetzt?

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6. Oktober 2004 um 9:59

Hallo Imandra...
Ich gebe zu, dass die Überschrift eines meiner letzten Threads falsch gewählt ist: Das Christentum versucht noch immer.....Moral....

Es ist natürlich die Instanz Kirche, die ich meine. Ich persönlich, und nicht nur ich, habe zahlreiche, teilweise sehr schlechte Erfahrungen mit der Kirche gemacht. Zu meinen Erfahrungen kommt hinzu, dass ich des öfteren historische Erzählungen gelesen habe, in denen ich immer wieder auf die Grausamkeiten gestoßen bin, die vor allem im kath. Glauben begründet liegen und von dessen Anhängern -sie schimpfen sich nicht gerade Buddhisten, sondern Christen- ausgeübt wurden.

Das Christentum: Natürlich kann man nicht alle Chr. über einen Kamm scheren. Genau so wenig, wie man die Deutsche Bevölkerung generell als Nazis hinstellen darf und kann.

Dennoch, der Großteil der bekennenden Christen läßt sich in der Kirche das Wort Gottes verkünden.

-Läßt sich berieseln von Geistlichen, seien wir, was die kath. Geistlichen betrifft doch mal ehrlich, die wegen des Zölibats immer mal wieder zu Sexualtätern, vor allem gegenüber Kindern, werden.
-Zu tausenden pilgern die Katholiken (Christen)nach Rom, wo doch eigentlich die Wiege religiösen Wahnsinns zu finden ist (Zölibat und Folgen).
-Die Bibel ist das meistverkaufte Buch aller Zeiten: Genau in dieser Lektüre wird immer wieder die Frau als Böse, unrein, Sünderin dargestellt.

Jeder, auch noch so großen Firma würde die Lizenz entzogen, wenn sie so viel auf dem Kerbholz hätte, wie die kath. Kirche es hat. Wenn sie sich so unrechtmäßig mit fremdem Eigentum bereichert hätte, wie es die Kirche getan hat.

Natürlich kann das Christentum ohne Kirche existieren. Heute vielleicht wohl.

So, das war mein "Wort zum Mittwoch".

Gruß,
Batavia60


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21. April 2005 um 16:37
In Antwort auf juhee_12095514

Es ist sowieso schrecklich,dass
die medizin so früh wie möglich das leben rettet und so lang wie möglich erhält...also sprich gerade bei den frühgeborenen und den alten menschen....denn irgendwo sollte man der natur noch seinen lauf lassen....es ist nicht sinn,finde ich,dass man menschen zwar am leben erhält,sich nur fragt wie sie dann leben!!!ich weiss,wenn man in der situation steckt,z.b selber ein frühgeborenes baby hat,dann will man nicht das es stirbt und das alles mögliche getan wird...denk mir würde es nicht anders ergehen...aber im moment spreche ich als aussenstehende und denke es ist nicht gut das man so früh wie möglich das leben erhält und so lange hinauszögert....denn wie schon gesagt,dass ist alles nur mit leiden verbunden...man siehts am besten an den älteren menschen...sie sind bereit zusterben und wollen wirklich auch nicht mehr,denn sie sind bettlägrig und haben zig schmerzen und trotzdem erhalten sie lebenserhaltente medikamente...wenn sie dann sterben bzw,ein herzstillstand haben werden sie reanimiert,hauptsache sie hängen dann wieder weiter an der herz und lungenmaschiene....und für was??????????????das sie noch zwei weitere wochen weiter leben und dann sterben ...irgendwo sollten doch grenzen da sein...
ein bsp.aus meinem einen lehrjahr in der ausbildung zur krankenschwester....

eine frau hatte krebs.sie wusste das sie sterben wird.(das erzählte mir eine schülerin aus meinem kurs)sie redete immer mit der anderen schülerin in der letzten zeit.die frau sagte immer(da war sie noch in einer sehr guten verfassung)wenn die zeit dann gekommen ist,möchte sie,das sie an keine herz-lungenmaschiene angeschlossen wird,sondern sie möchten dann sterben,da sie ja sowieso sterben wird.gut..die zeit kam dann,die frau war immer im schlechteren zustand und bekam natürlich weiter die medikamente und sagte immer wieder "gell ihr lasst mich dann sterben"und ab da wurde sie dann als unzurechnungsfähig eingestuft...sie hatte einen herzstillstand wurde wiederbelebt und sagte danach immer wieder,lasst mich doch einfach sterben ich will die medikamente nicht mehr" sie lebte genau zwei wochen länger und musste diese zwei wochen mehr leiden....(wie es jetzt im einzelnen genau war,weiss ich nicht mehr genau,ist nun vier jahre her)aber das prinzip meine ich...ich finde sowas schrecklich....und bei den frühgeborenen ist es meist genauso..

Es ist sowieso schrecklich...
Sorry, ich teile Deine Meinung nicht!
Meine Frau und ich sind selbst im letzten Jahr Eltern eines Frühchens geworden. Unsere Tochter kam auch 3 Monate zu früh und war mit gerade einmal 365 gramm und 25 cm noch erheblich kleiner,als nun das Baby in England. Ohne intensivmedizinische Behandlung hätte sie keine Überlebenschance gehabt und wäre sicher gestorben. Mittlerweile ist sie 1 Jahr alt und erfreut sich bester Gesundheit. Sie lacht mit uns, wenn sie ins Bett geht und sie lacht wieder, wenn sie aufsteht. Sie beginnt zu sprechen und zu krabbeln, alles ein bischen später, als normal, aber egal, es geht ihr gut, und uns damit auch. Sie ist unser Lebensinhalt und ich weiß nicht, wie ich darauf noch verzichten könnte. Was wäre uns ohne Medizin entgangen ??

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