Home / Forum / Meine Familie / Kinder und Erziehung / Hab ich was falsch gemacht?

Hab ich was falsch gemacht?

22. Mai 2002 um 21:50 Letzte Antwort: 24. Mai 2002 um 16:45

Ich bin mir zwar nicht ganz sicher, ob das das richtige Forum ist, da ich hier neu bin, aber ich glaube, dass es hier noch am besten passt.
Mein Problem ist, dass meine Tochter (11 Jahre) eine Entzündung in der Scheide hat (seit ca.11/2 Wochen). Nachdem sie zu mir kam, um mir zu sagen, dass sie ein Brennen in der Scheide hat, dachte ich erst an eine Blasenentzündung und bin mit ihr zum Hausarzt. Dort musste sie dann Urin abgeben, der untersucht wurde. Der Hausarzt teilte mir dann allerdings mit, dass es keine Blasenentzündung ist und er da nichts machen könnte. Er meinte ich sollte mit ihr zum Frauenarzt gehen. Bei dem Gespräch war meine Tochter natürlich dabei (ich würde auch nie hinter ihrem Rücken mit einem Arzt über sie reden)
und es schien für sie ok zu sein. Als wir dann aber wieder zu Hause waren gab es ein großes Theater, dass sie nicht zum Frauenarzt will - sie wollte das vor unserem HA nur nicht sagen - jetzt stand ich dann erst mal da und wusste nicht, was ich machen soll - ich machte mir Sorgen, da ja gerade in der Scheide so eine Entzündung nicht ganz ungefährlich sein kann, aber andererseits wollte sie nicht zum Frauenarzt. Ich erklärte ihr alles ganz genau und ich hab ihr auch gesagt, dass sie sich nicht ganz ausziehen muss und auch ihre Brust nicht untersucht wird, aber sie wollte nicht. Um es kurz zu machen, ich hab, nachdem ich fast 2 Tage an sie hingeredet habe und ihr auch vorgeschlagen habe, dass sie nicht zu meinem Frauenarzt gehen muss (ein Mann), sondern zu einer Frau gehen kann, dass sie alleine, mit mir, mit einer Freundin gehen kann,... dann hab ich sie gezwungen - ich weiß, dass das grundsätzlich nicht gut ist, aber ich hab mir wirklich Sorgen gemacht.
Ich war dann bei der Untersuchung dabei, sie hat sich zwar dann doch "freiwillig" unten rum frei gemacht und auf den Stuhl gelegt, aber die ganze Zeit dabei geheult. Die Frauenärztin war wirklich sehr nett, aber das hat alles nichts geholfen.
Es hat sich herausgestellt, dass sich Kokken in ihrer Scheide befinden, die da nicht hingehören (bin kein Arzt und kenne mich leider nicht so gut aus) und jetzt muss sie jeden Abend Zäpfchen in die Scheide tun - das macht sie zwar, aber sie muss in 1 Woche nochmal zur Kontrolle, was sie aber auf keinen Fall will.
Was hättet ihr an meiner Stelle getan und wie soll ich sie da nochmal hinbekommen?
Ich hoffe ihr könnt mir Rat geben,
Monica

Mehr lesen

22. Mai 2002 um 22:04

Puh.....
Leider habe ich keine Erfahrungen mit so "großen" Kindern (meine Tochter ist erst 5).
Ich glaube nicht, daß Du etwas falsch gemacht hast, indem Du sie gezwungen hast, zu gehen. Es hat sich ja herausgestellt, daß die Untersuchung nötig war. Ich hätte vermutlich genauso gehandelt.

Aber wie kriegst Du sie wieder hin? Das ist ja genauso nötig. Inwieweit kann sie denn schon nachvollziehen, daß Unterleibsentzündungen auch zu Unfruchtbatkeit führen können und die Untersuchung deshalb "für später" wichtig ist?
Vielleicht kannst Du ihr auch etwas Erfreunliches für danach in Aussicht stellen. Etwas, womit Du ihre Reife hervorhebst.

Viel Glück, Amasue

Gefällt mir
23. Mai 2002 um 9:09

Hallo Monica
also das hört sich ja schrecklich an.

Meine Tochter ist auch erst 3, aber ich kann mich noch gut an meine erste FA Untersuchung erinnern, und da wurde ich überrumpelt, als ich schmerzen hatte. Zu erst dachte ich es wäre der Blindarm, stellte sich dann aber raus, das es die Eierstöcke waren. Da war ich 14, und zum ersten Mal bei FA.

Nun, wie gut kannst Du mit Deiner Tochter reden? Schaffst Du es, dich mit ihr hinzusetzten und sie gezielt nach ihrer Angst zu fragen? Sie muß eine riesen große Angst haben, vielleicht auch, das etwas entdeckt wird, das sie bisher für sich behalten hat ( den ersten GV ?)

Mach ihr klar, das sie sich für nichts zu schämen braucht, das sie auch gerne ohne Dich zum FA gehen kann. Oder Du zumindest nicht bei der Untersuchung mit im Zimmer bist.

Auf jeden Fall mach ihr keine weiteren Vorwürfe und erkläre ihr, wie reif sie ist, das ihr Körper nun so wichtig ist, das sie mit einer Fachärtzin über alle Probleme reden kann, ohne das die Eltern davon erfahren müssen. Das sie nun auf dem Weg ist, eine ganz selbstständige junge Frau zu werden.

Wenn das alles nicht hilft, dann sprich mal mit Der Ärztin, ohne ds Deine Tochter es mitbekommt. Vielleicht kann die Dir einen Rat geben. Sie hat sicher mehr Erfahrung mit Teenies, die sich gegen einen Besuch beim FA sträuben. Und es ist sicher möglich, ein Gespräch in dem B üro zu führen, ohne gleich auf den Stuhl zu müssen. Die Ärztin kann bestimmt auch erklären, wie etwas gemacht wird, ohne es direkt gleich bei Deiner Tochter zu tun. ( ups - das klingt jetzt echt schwierig, )

Auf jeden Fall mußt Du sie und ihre Angst ernst nehmen, aber ihr auch klar machen, das es eben unangenehme Dinge im Leben gibt, die nötig sind. Wer geht denn schon gerne zum Zahnarzt? Eben, und zum FA gehe ich auch nicht gerne, aber es ist eben nötig !!!

LG und drücke Dir fest die Daumen !
Romara

Gefällt mir
23. Mai 2002 um 11:04
In Antwort auf alexus_12900916

Hallo Monica
also das hört sich ja schrecklich an.

Meine Tochter ist auch erst 3, aber ich kann mich noch gut an meine erste FA Untersuchung erinnern, und da wurde ich überrumpelt, als ich schmerzen hatte. Zu erst dachte ich es wäre der Blindarm, stellte sich dann aber raus, das es die Eierstöcke waren. Da war ich 14, und zum ersten Mal bei FA.

Nun, wie gut kannst Du mit Deiner Tochter reden? Schaffst Du es, dich mit ihr hinzusetzten und sie gezielt nach ihrer Angst zu fragen? Sie muß eine riesen große Angst haben, vielleicht auch, das etwas entdeckt wird, das sie bisher für sich behalten hat ( den ersten GV ?)

Mach ihr klar, das sie sich für nichts zu schämen braucht, das sie auch gerne ohne Dich zum FA gehen kann. Oder Du zumindest nicht bei der Untersuchung mit im Zimmer bist.

Auf jeden Fall mach ihr keine weiteren Vorwürfe und erkläre ihr, wie reif sie ist, das ihr Körper nun so wichtig ist, das sie mit einer Fachärtzin über alle Probleme reden kann, ohne das die Eltern davon erfahren müssen. Das sie nun auf dem Weg ist, eine ganz selbstständige junge Frau zu werden.

Wenn das alles nicht hilft, dann sprich mal mit Der Ärztin, ohne ds Deine Tochter es mitbekommt. Vielleicht kann die Dir einen Rat geben. Sie hat sicher mehr Erfahrung mit Teenies, die sich gegen einen Besuch beim FA sträuben. Und es ist sicher möglich, ein Gespräch in dem B üro zu führen, ohne gleich auf den Stuhl zu müssen. Die Ärztin kann bestimmt auch erklären, wie etwas gemacht wird, ohne es direkt gleich bei Deiner Tochter zu tun. ( ups - das klingt jetzt echt schwierig, )

Auf jeden Fall mußt Du sie und ihre Angst ernst nehmen, aber ihr auch klar machen, das es eben unangenehme Dinge im Leben gibt, die nötig sind. Wer geht denn schon gerne zum Zahnarzt? Eben, und zum FA gehe ich auch nicht gerne, aber es ist eben nötig !!!

LG und drücke Dir fest die Daumen !
Romara

Danke euch beiden für die Antwort!
Ich haätte noch eine Frage an dich, romara.
Erstmal wollte ich aber sagen, dass ich mir sicher bin, dass meine Tochter noch keinen GV hatte, sie ist 11 und hat mit Jungs noch nix am Hut; außerdem weiß sie, dass es kein Problem wäre ihren Freund mit nach Hause zu bringen, wenn sie einen hat. Die Frauenärztin hat wegen des Jungfernhäutchens auch extra kleine Instrumente verwendet.
Aber was ich fragen wollte ist, wovor du damals am meisten Angst hattest, vielleicht kann ich mich dann besser in sie rein versetzen - ich hab ihr doch schon alles erklärt und die FÄ hat sich auch wirklich sehr viel Zeit genommen.
Was hat dir damals geholfen - bist du freiwillig gegangen oder musste deine Mutter auch etwas nachhelfen?
Vielen lieben Dank schon mal für die Antwort, Monica

Gefällt mir
23. Mai 2002 um 16:18
In Antwort auf vidar_11851097

Danke euch beiden für die Antwort!
Ich haätte noch eine Frage an dich, romara.
Erstmal wollte ich aber sagen, dass ich mir sicher bin, dass meine Tochter noch keinen GV hatte, sie ist 11 und hat mit Jungs noch nix am Hut; außerdem weiß sie, dass es kein Problem wäre ihren Freund mit nach Hause zu bringen, wenn sie einen hat. Die Frauenärztin hat wegen des Jungfernhäutchens auch extra kleine Instrumente verwendet.
Aber was ich fragen wollte ist, wovor du damals am meisten Angst hattest, vielleicht kann ich mich dann besser in sie rein versetzen - ich hab ihr doch schon alles erklärt und die FÄ hat sich auch wirklich sehr viel Zeit genommen.
Was hat dir damals geholfen - bist du freiwillig gegangen oder musste deine Mutter auch etwas nachhelfen?
Vielen lieben Dank schon mal für die Antwort, Monica

Hallo Monica
gerne versuche ich, Deine Frage zu beantworten.

Also wie gesagt, ich hatte heftige Schmerzen in der rechten Bauchseite. Es war an einem Wochenende, und meine Mutter fuhr mit mir zum Notdienst-Arzt. Ich muß dazu sagen, das ich ein tiefes Urvertrauen zu meiner Mutter habe. Ich habe immer und tue es noch heute, den Rat bei ihr gessucht.

nun, ich hatte zu dem Zeitpunkt auch noch meine Regel. Der Arzt fragte mich ob ich etwas gegen eine Untersuchung auf dem STuhl hätte. Ich bekam schreckliche Angst und suchte Hilfe bei meiner Mutter. Mit Blicken.
Ich war einverstanden, denn ich wußte, das meine Mutter neben mir war und mir die Hand hielt.

Den nächsten Besuch bei einem FA hatte ich dann erst mit 17. Da wollte meine Mutter, das ich noch mal zu einer untersuchung mußte, weil ich starken Ausfluß hatte.

Die Tatsache, das ich eine ernsthafte Krankheit haben könnte, machte mir Angst, und die war größer, als die vor dem FA.

Meine Angst hatte ich einfach daher, das dieser Bereich " daunten" niemanden etwas anging, schon gar nicht einen fremden Menschen. Da ich ja wußte, wofür dieses "Ding" da war.

Ich fühlte mich nackt, bloßgestellt und verletzbar. Außerdem hatte ich Angst vor Schmerzen und vor dem Gefühl, hilflos dazuliegen, auf dem Rücken und mit gespreitzten Beinen. Da kann man ja auch gar nicht so schnell weg, wie bei einer anderen Untersuchung.

An Deiner Stelle würde ich Deiner Tochter zu einem Gespräch mit der FA raten. Vielleicht geht es ja auch ohne untersuchung. Immerhin ist sie ja erst 11, also vielleicht noch gar nicht bereit für den Gedanken, eine junge Frau zu werden. Vielleicht ist es ja möglich, das sie den Abstrich oder was dafür nötig ist, zu Hause selbst machen kann.

Wenn sie nicht reden will, dann bitte sie, Dir einen Brief zu schreiben. Vielleicht hilft es Deiner Tochter, offener und ohne Angst über ihre Gedanken zu reden. Oder sie könnte mit einer anderen Erwachsenen reden, eine Tante oder Oma, der sie vertraut, denn vielleicht ist ja auch das Problem. Sie kann mit Dir nicht mehr reden, weil Du sie gezwungen hast, hinzugehen. Vielleicht hat sie ein wenig ihr Vertrauen in Dich verloren, weil Du ihr in ihrer Angst in den Rücken gefallen bist. Da könnte es helfen, wenn eine andere Vertrauensperson für Deine Tochter da ist.

Ich hoffe, ich habe Dir jetzt keine Angst gemacht. Oder den falschen Stein ins Rollen gebracht.

Frag einfach noch mal, wenn Dir etwas auf der Seele brennt.

Liebe Grüsse von Romara

Gefällt mir
23. Mai 2002 um 19:26
In Antwort auf alexus_12900916

Hallo Monica
gerne versuche ich, Deine Frage zu beantworten.

Also wie gesagt, ich hatte heftige Schmerzen in der rechten Bauchseite. Es war an einem Wochenende, und meine Mutter fuhr mit mir zum Notdienst-Arzt. Ich muß dazu sagen, das ich ein tiefes Urvertrauen zu meiner Mutter habe. Ich habe immer und tue es noch heute, den Rat bei ihr gessucht.

nun, ich hatte zu dem Zeitpunkt auch noch meine Regel. Der Arzt fragte mich ob ich etwas gegen eine Untersuchung auf dem STuhl hätte. Ich bekam schreckliche Angst und suchte Hilfe bei meiner Mutter. Mit Blicken.
Ich war einverstanden, denn ich wußte, das meine Mutter neben mir war und mir die Hand hielt.

Den nächsten Besuch bei einem FA hatte ich dann erst mit 17. Da wollte meine Mutter, das ich noch mal zu einer untersuchung mußte, weil ich starken Ausfluß hatte.

Die Tatsache, das ich eine ernsthafte Krankheit haben könnte, machte mir Angst, und die war größer, als die vor dem FA.

Meine Angst hatte ich einfach daher, das dieser Bereich " daunten" niemanden etwas anging, schon gar nicht einen fremden Menschen. Da ich ja wußte, wofür dieses "Ding" da war.

Ich fühlte mich nackt, bloßgestellt und verletzbar. Außerdem hatte ich Angst vor Schmerzen und vor dem Gefühl, hilflos dazuliegen, auf dem Rücken und mit gespreitzten Beinen. Da kann man ja auch gar nicht so schnell weg, wie bei einer anderen Untersuchung.

An Deiner Stelle würde ich Deiner Tochter zu einem Gespräch mit der FA raten. Vielleicht geht es ja auch ohne untersuchung. Immerhin ist sie ja erst 11, also vielleicht noch gar nicht bereit für den Gedanken, eine junge Frau zu werden. Vielleicht ist es ja möglich, das sie den Abstrich oder was dafür nötig ist, zu Hause selbst machen kann.

Wenn sie nicht reden will, dann bitte sie, Dir einen Brief zu schreiben. Vielleicht hilft es Deiner Tochter, offener und ohne Angst über ihre Gedanken zu reden. Oder sie könnte mit einer anderen Erwachsenen reden, eine Tante oder Oma, der sie vertraut, denn vielleicht ist ja auch das Problem. Sie kann mit Dir nicht mehr reden, weil Du sie gezwungen hast, hinzugehen. Vielleicht hat sie ein wenig ihr Vertrauen in Dich verloren, weil Du ihr in ihrer Angst in den Rücken gefallen bist. Da könnte es helfen, wenn eine andere Vertrauensperson für Deine Tochter da ist.

Ich hoffe, ich habe Dir jetzt keine Angst gemacht. Oder den falschen Stein ins Rollen gebracht.

Frag einfach noch mal, wenn Dir etwas auf der Seele brennt.

Liebe Grüsse von Romara

Liebe romara!
Ich möchte dir nochmal ganz herzlich danken. Du hast mir wirklich sehr geholfen. Ich selbst kann mich zwar auch noch an meinen ersten Besuch erinnern und natürlich hatte auch ich ein bisschen Angst, aber mein erster Besuch war erst mit 17 und das weil ich die Pille wollte - also eine andere Motivation
Dass meine Tochter auch alleine zum FA gehen kann oder mit einer anderen Person habe ich ihr schon vorgeschlagen, aber sie wollte nicht. Auch als ich mit ihr bei der FÄ war, hat die Ärztin gefragt, ob es ihr lieber ist, wenn ich rausgehe
(die Ärztin war wirklich sehr einfühlsam) und auch ich habe das meiner Tochter noch einmal angeboten, dass ich draußen warten kann, aber sie wollte mich an ihrer Seite haben - wir haben ein gutes Verhältnis zueinander und sie erzählt mir auch sehr viel, aber sie wollte eben nicht auf den Stuhl. Deinen Vorschlag zu Hause einen Abstrich zu machen find ich sehr gut, das Problem ist nur, dass die Ärztin auch mit dem Mikroskop in die Scheide geguckt hat und das kann man zu Hause ja schlecht selber machen.
Du hast geschrieben, dass du damals bei einem Mann warst, ich gehe zwar auch zu einem, wie du ja schon weißt, aber wäre es für dich nicht angenehmer gewesen, wenn es eine Frau gewesen wäre?
Ich dachte es wäre für meine Tochter leichter zu einer Frau zu gehen - sie selbst schaltet bei dem Thema FA ohnehin nur noch auf stur. Hätte ich sie lieber zu meinem FA schicken sollen, was meinst du?
Liebe Grüße, von einer zur Zeit verzweifelten Mami

Gefällt mir
23. Mai 2002 um 20:21
In Antwort auf vidar_11851097

Liebe romara!
Ich möchte dir nochmal ganz herzlich danken. Du hast mir wirklich sehr geholfen. Ich selbst kann mich zwar auch noch an meinen ersten Besuch erinnern und natürlich hatte auch ich ein bisschen Angst, aber mein erster Besuch war erst mit 17 und das weil ich die Pille wollte - also eine andere Motivation
Dass meine Tochter auch alleine zum FA gehen kann oder mit einer anderen Person habe ich ihr schon vorgeschlagen, aber sie wollte nicht. Auch als ich mit ihr bei der FÄ war, hat die Ärztin gefragt, ob es ihr lieber ist, wenn ich rausgehe
(die Ärztin war wirklich sehr einfühlsam) und auch ich habe das meiner Tochter noch einmal angeboten, dass ich draußen warten kann, aber sie wollte mich an ihrer Seite haben - wir haben ein gutes Verhältnis zueinander und sie erzählt mir auch sehr viel, aber sie wollte eben nicht auf den Stuhl. Deinen Vorschlag zu Hause einen Abstrich zu machen find ich sehr gut, das Problem ist nur, dass die Ärztin auch mit dem Mikroskop in die Scheide geguckt hat und das kann man zu Hause ja schlecht selber machen.
Du hast geschrieben, dass du damals bei einem Mann warst, ich gehe zwar auch zu einem, wie du ja schon weißt, aber wäre es für dich nicht angenehmer gewesen, wenn es eine Frau gewesen wäre?
Ich dachte es wäre für meine Tochter leichter zu einer Frau zu gehen - sie selbst schaltet bei dem Thema FA ohnehin nur noch auf stur. Hätte ich sie lieber zu meinem FA schicken sollen, was meinst du?
Liebe Grüße, von einer zur Zeit verzweifelten Mami

Liebe Monice
ja, ich war damals bei einem Mann, aber mehr aus dem Grund, das meine Mutter mir immer gesagt hatte, das Männer doch einfühlsamer seien, als Frauen. Die hätten laut ihrer Erfahrung immer sehr herabgelassend gewirkt, so von wegen, man bräuche ihr nichts vorjammern, sie wäre ja selbst eine Frau und wüßte was da los sei.

Ich kann mich allerdings nicht wirklich an eine Überrumpelung meiner Mutter erinnern, im Gegenteil. Meine Mutter hatte mich mal gefragt, ob ich mitkommen wollte, wenn sie selbst mal eine Untersuchung hat. Da konnte ich schon selbst mal sehen, wie es so in einer FA-Praxis abläuft.
Das war wohl mein Glück

Jetzt habe ich übrigens eine Ärztin, und die ist total lieb, zu ihr gehe ich schon über 10 Jahre.

Das Du ihr Deinen FA nicht empfohlen hast, kannst Du nun leider nicht mehr ändern.

Ich würde Dir jetzt raten, erst mal Deine Tochter durchatmen zu lassen. Falls der nächste Termin nicht in den nächsten Tagen ist, laß sie erst mal mit diesem Thema in Ruhe.

Ich habe den Eindruck, das sie blind vor Angst ist und sich völlig unverstanden fühlt. Vielleicht solltest Du mit dem Briefeschreiben anfangen. Schreibe ihr, das Du ihre Angst verstehst, aber das sie Dir auch das Recht zugestehen soll, das Du Dir sorgen machst. Versprich ihr jedoch, von dem Thema in den nächsten Tagen erst mal Abstand zu nehmen, das sie Dich aber jederzeit von sich aus ansprechen kann. Wenn Du ihr die Notwendigkeit des Frauenarztes erklären kannst, auch für später wegen pille oder im Falle einer Schwangerschaft, wird sie früher oder später einsehen, wie wichtig es ist, einen Arzt zu vertrauen.

Ganz liebe Grüße und verzweifel nicht. Versuche selbst zu entspannen, trinke einen schönen Tee und schlafe eine NAcht drüber. Vor allem, wenn Du vorhast, Deiner Tochter einen Brief zu schreiben. Den solltest Du nämlich auch mit ruhigem Gefühl im Bauch machen. Vielleicht hilft es auch, wenn Du Dir mit ihr ihre Babybilder ansiehst, ihr von dem Wunder der Schwangerschaft erzählst und wie sehr Dir Dein Arzt beigestanden hast.

Sorry, ich schweife wohl wieder sehr weit vom eigentlichen Thema ab

Ich freue mich von Dir zu hören. Besonders, wenn Du mit Deiner Tochter wieder im Einklang bist.

Liebe Grüße von Romara

Gefällt mir
24. Mai 2002 um 14:57
In Antwort auf alexus_12900916

Liebe Monice
ja, ich war damals bei einem Mann, aber mehr aus dem Grund, das meine Mutter mir immer gesagt hatte, das Männer doch einfühlsamer seien, als Frauen. Die hätten laut ihrer Erfahrung immer sehr herabgelassend gewirkt, so von wegen, man bräuche ihr nichts vorjammern, sie wäre ja selbst eine Frau und wüßte was da los sei.

Ich kann mich allerdings nicht wirklich an eine Überrumpelung meiner Mutter erinnern, im Gegenteil. Meine Mutter hatte mich mal gefragt, ob ich mitkommen wollte, wenn sie selbst mal eine Untersuchung hat. Da konnte ich schon selbst mal sehen, wie es so in einer FA-Praxis abläuft.
Das war wohl mein Glück

Jetzt habe ich übrigens eine Ärztin, und die ist total lieb, zu ihr gehe ich schon über 10 Jahre.

Das Du ihr Deinen FA nicht empfohlen hast, kannst Du nun leider nicht mehr ändern.

Ich würde Dir jetzt raten, erst mal Deine Tochter durchatmen zu lassen. Falls der nächste Termin nicht in den nächsten Tagen ist, laß sie erst mal mit diesem Thema in Ruhe.

Ich habe den Eindruck, das sie blind vor Angst ist und sich völlig unverstanden fühlt. Vielleicht solltest Du mit dem Briefeschreiben anfangen. Schreibe ihr, das Du ihre Angst verstehst, aber das sie Dir auch das Recht zugestehen soll, das Du Dir sorgen machst. Versprich ihr jedoch, von dem Thema in den nächsten Tagen erst mal Abstand zu nehmen, das sie Dich aber jederzeit von sich aus ansprechen kann. Wenn Du ihr die Notwendigkeit des Frauenarztes erklären kannst, auch für später wegen pille oder im Falle einer Schwangerschaft, wird sie früher oder später einsehen, wie wichtig es ist, einen Arzt zu vertrauen.

Ganz liebe Grüße und verzweifel nicht. Versuche selbst zu entspannen, trinke einen schönen Tee und schlafe eine NAcht drüber. Vor allem, wenn Du vorhast, Deiner Tochter einen Brief zu schreiben. Den solltest Du nämlich auch mit ruhigem Gefühl im Bauch machen. Vielleicht hilft es auch, wenn Du Dir mit ihr ihre Babybilder ansiehst, ihr von dem Wunder der Schwangerschaft erzählst und wie sehr Dir Dein Arzt beigestanden hast.

Sorry, ich schweife wohl wieder sehr weit vom eigentlichen Thema ab

Ich freue mich von Dir zu hören. Besonders, wenn Du mit Deiner Tochter wieder im Einklang bist.

Liebe Grüße von Romara

Liebe Romara!
Das mit den Babyfotos war eine super Idee!
Ich habe sie heute morgen mit meiner Tochter angeschaut und ihr hat es sichtlich Spaß gemacht.
Ich hatte auch ein Foto aus dem Kreissaal, als ich mit ihr in den Wehen lag - so konnte ich ihr gleich erklären wie wichtig es ist zum FA zu gehen. Auch habe ich ihr ein Ultraschallbild von ihr gezeigt und ihr erzählt wie sehr ich mich immer auf diese Untersuchung gefreut habe, um mein kleines Mäuslein zu sehen.
Sie hat mich dann allerdings gefragt, wannich zum 1.Mal beim FA war und da ich sie nicht anlügen wollte, hab ich ihr gesagt dass ich erst mit 17 war. Ich erklärte ihr dann natürlich auch, dass ich aber auch keine Beschwerden hatte und dass ich ihre Angst auch verstehen kann. Sie lag dann weinend in meinen Armen. Ich bin ja schon froh, dass sie mit mir darüber geredet hat und sich nicht abgewendet hat, aber ich weiß nun wirklich nicht was ich machen soll. Sie hätte den Termin leider schon nächsten Dienstag. Natürlich könnte ich auch einfach nicht mit ihr hingehen - es ist ja schließlich "nur" zur Kontrolle; also, d.h., wenn sie bis dahin keine Beschwerden mehr hat - aber woher weiß ich, ob sie mir in diesem Fall die Wahrheit sagt, da ich ja weiß, dass sie auf keinen Fall da hin will. Und ich will natürlich auch vermeiden, dass sie deshalb irgendwann keine Kinder bekommen kann.
Was würdest du tun?
Deine monice

Gefällt mir
24. Mai 2002 um 16:45
In Antwort auf vidar_11851097

Liebe Romara!
Das mit den Babyfotos war eine super Idee!
Ich habe sie heute morgen mit meiner Tochter angeschaut und ihr hat es sichtlich Spaß gemacht.
Ich hatte auch ein Foto aus dem Kreissaal, als ich mit ihr in den Wehen lag - so konnte ich ihr gleich erklären wie wichtig es ist zum FA zu gehen. Auch habe ich ihr ein Ultraschallbild von ihr gezeigt und ihr erzählt wie sehr ich mich immer auf diese Untersuchung gefreut habe, um mein kleines Mäuslein zu sehen.
Sie hat mich dann allerdings gefragt, wannich zum 1.Mal beim FA war und da ich sie nicht anlügen wollte, hab ich ihr gesagt dass ich erst mit 17 war. Ich erklärte ihr dann natürlich auch, dass ich aber auch keine Beschwerden hatte und dass ich ihre Angst auch verstehen kann. Sie lag dann weinend in meinen Armen. Ich bin ja schon froh, dass sie mit mir darüber geredet hat und sich nicht abgewendet hat, aber ich weiß nun wirklich nicht was ich machen soll. Sie hätte den Termin leider schon nächsten Dienstag. Natürlich könnte ich auch einfach nicht mit ihr hingehen - es ist ja schließlich "nur" zur Kontrolle; also, d.h., wenn sie bis dahin keine Beschwerden mehr hat - aber woher weiß ich, ob sie mir in diesem Fall die Wahrheit sagt, da ich ja weiß, dass sie auf keinen Fall da hin will. Und ich will natürlich auch vermeiden, dass sie deshalb irgendwann keine Kinder bekommen kann.
Was würdest du tun?
Deine monice

Das ist schon mal ein Anfang
Ach Monice,

es freut mich zu hören, das ihr beide einen tollen Anfang gefunden habt. Ihr weinen dannach zeigt deutlich, das sie von ihrer eigenen Entwicklung überrumpelt ist und das sie nicht weiß, wie sie damit umgehen soll.

Nun, vielleicht könnt ihr den Termin zur Kontrolle um eine Woche verschieben. besprich mit ihr, das Du ihr diese Zeit zum Nachdenken und Beruhigen geben willst, es aber eben leider unumgänglich ist, den 2ten Termin wahrzunehmen.

Es spielt keine Rolle, ob sie auf Deine Frage nach Beschwerden schwindelt oder nicht, denn die Kontrolle ist nötig.

Ich glaube, das Kinder im Alter von 11 noch sehr stark verdrängen und denken, wenn sie etwas einfach nicht tun, dann ist das Gesehene eigentlich nicht wirklich schlimm.

Nun, diese Kokken, die bei Deiner Tochter diagnostisier wurden, sind, wenn ich mich nicht irre ein Pilz. Das ist eine fiese Infektion, die wir Frauen leider immer wieder haben. Wenn das nicht behandelt wird, wird es immer schlimmer und sie sind ansteckend.
Die Behandlung läuft meistens über mehrer Wochen mit Zäpfchen oder Creme, die auch rezeptfrei in der Apotheke zu bekommen sind.

Auf jeden Fall solltest Du jatzt nicht drängeln. Gib Deiner Tochter Zeit, sich an diesen Gedanken zu gewöhnen. Wenn sie will, dann kann sie ja selbst beim Arzt anrufen und den Termin verschieben, so hat sie das Gefühl, das sie ernstgenommen wird und die Situation selbst kontrollieren kann. Das baut sie sicher auf, wenn sie denn bereit ist, dort anzurufen.

Wenn ihr weiterhin so einfühlsam miteinander reden könnt, dann seit ihr beide auf dem besten Weg. Sollte sie den 2ten Termin dann hinter sich gebracht haben, dann zeige ihr, wie stolz Du auf sie bist und biete ihr an, wie die Großen essen zu gehen oder mit ihr Klamotten zu kaufen, oder ihre Lieblings-CD als Belohnung. Meine Mutter hatte das auch mit mir gemacht und es war einfach klasse, mit meiner Mutter zusammen den restlichen Nachmittag zu verbringen und zu wissen, jetzt werde ich langsm groß, so wie sie!

Alles Liebe und viel Geduld weiterhin. Ich freue mich wieder von Dir zu hören.
Deine Romara

Gefällt mir