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Grundschulkind mit sehr schlechten Erfahrungen- Hilfe

5. März 2015 um 16:01

Hallo liebes Forum,
ich bin zwanzig Jahre alt und mache seit einer Woche ein Praktikum an einer Grundschule. Ich bin hauptsächlich in einer dritten Klasse, in der ein Junge seine Federmappe als eine Art Wand zwischen uns aufgebaut hat. Die Lehrerin erklärte mir, er komme nicht gut mit neuen Dingen zurecht und würde in einem Kinderheim leben, da sein Vater sehr gewalttätig gewesen sein soll. Einmal in der Woche verlässt er den Unterricht früher, um zur Psychotherapie zu gehen. Er ist nicht gut in der Schule und hängt nur mit einem Jungen rum, der, soweit ich das beurteilen kann, noch etwas schlechter ist. Heute hat er in der Pause einen Jungen, mit dem er sich angeblich sonst immer sehr gut verstanden hat, gegen das Klettergerüst gedrückt, der dann die ganze Pause lang am Weinen war. Die anderen Kinder waren erschüttert und haben es der Lehrerin berichtet, wobei der Junge versucht hat, seiner Tat sozusagen 'auszuweichen'. Er sagte, soo lange hat der andere Junge nicht geweint und hat versucht sich zu verteidigen, wobei er Angst im Gesicht stehen hatte. die mit dem Jungen zu dem anderen Jungen gegangen ist, damit er sich entschuldigen kann, wonach beide Jungen ein Gespräch unter zwei Augen geführt haben. Als er wieder reinkam, hat er wieder versucht, vor der Tat zu fliehen. Seine Lehrerin sagte: "Schau mal, der ... hatte sogar vorhin noch Tränen in den Augen, als er mit dir alleine reden wollte", woraufhin der Junge sagte, das würde nicht stimmen. Nach dieser Stunde hatten die Kinder Sportunterricht, wobei der Junge nicht mitgemacht hat. Ich saß am einem Ende der Bank, während er etwas mittig saß. Einmal hat er zu mir gesehen und ist dann bis zum anderen Ende der Bank gerutscht, aber nach einer Weile wieder zu mir gekommen, um ein kleines bisschen rumzuhampeln und mit mir zu lachen. Ich habe hinterher die Sportlehrerin gefragt, wieso er nicht mitmacht und sie sagte, das würde er immer nur am Anfang machen. Am Anfang toben die Kinder wie wild durch die Halle rum und da konnte auch ich sehen, dass er schnell rennen kann, doch dann setzt er sich immer auf die Bank und blockt jegliches Mitmachen ab. Angeblich soll er zu große Angst haben, bei irgendwelchen Aufgaben etwas falsch zu machen und somit in den Mittelpunkt zu geraten und sie sagte, er soll ein sehr schlimmes Selbstbild haben und sich nichts zutrauen. Seine Klassenlehrerin soll ihn angeblich schon etwas fördern, doch dann sagte sie, dass da Geld fehlen würde. Ich finde, das kann doch nicht sein. Ich habe diesen Jungen in so kurzer Zeit wirklich sehr in mein Herz geschlossen und weiß, wie sich diese Schwierigkeiten noch weiter entwickeln könnten, bei ihm... Hat jemand Rat und kann mir sagen, ob ich nicht irgendetwas tun kann, um sein Selbstbewusstsein zu fördern? Gibt es irgendwelche Methoden, oder Mittel, die ich in der Schule vorschlagen könnte, die vielleicht vom Jugendamt, oder so bezahlt werden? Oder kann ich selbst etwas tun?

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5. März 2015 um 16:05

Oh - fehler im Text
Ich wollte eigentlich schreiben, dass die Lehrerin mit dem Jungen rausgegangen ist, damit dieser sich entschuldigen kann, nachdem die Klasse so erschüttert über diesen Wutausbruch gewesen ist.

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19. März 2015 um 12:25
In Antwort auf miia_12715871

Oh - fehler im Text
Ich wollte eigentlich schreiben, dass die Lehrerin mit dem Jungen rausgegangen ist, damit dieser sich entschuldigen kann, nachdem die Klasse so erschüttert über diesen Wutausbruch gewesen ist.

Mit den tatsächlich zuständigen Kräften die Lösung schaffen
Da spielt Euch das Leben, das Schicksal, das Unbewusste, der Geist, .... eine großartige Chance zu, die Ihr erkennen (lernen) solltet: Die Instanz, die im Leben des Jungen etwas vorwärts bringen muss in Richtung LÖSUNG, treibt ihn, Euch zu demonstrieren, a) wie es ihm immer mit seinem Vater ergangen ist und b) wie sein Vater schon dasselbe Problem hatte und ungelöst in sein Kind projiziert und ihm angetan hat.

PROJEKTION ist das Lernthema für Euch alle.
Es geht also nicht um die direkte Tat sondern um das, was sie bedeutet.
Darum kann sich der Junge auch nicht direkt damit identifizieren, was er getan hat, weil diese Tat auf zwei Ebenen geschah und Ihr nur eine Lösung auf der Ebene von ihm wollt, wo es für ihn NICHT weitergeht.
EXISTENTIELL geht es für ihn um das, was er durch diese Inszenierung, zu der es ihn getrieben hat und die er selber nicht BEWUSST versteht, sichtbar machen muss:
Dass da Kräfte im UNBEWUSSTEN sind, die getrieben werden, weil sie so programmiert sind, und die keiner versteht.
Es geht darum, a) das Geschehen NICHT AUF DAS BEWUSSTE ZU REDUZIEREN. Diese Tat auf dieser Ebene kann schon erlöst und wiedergutgemacht werden, aber nicht solange die alten Programme im UNBEWUSSTEN weiterlaufen.

Die Frage ist jetzt: Wie kommt man an die PROGRAMME ran, die das Kind im UNBEWUSSTEN treiben?
Dazu sollte man sich erst einmal bewusst machen, dass alle ständig an dieses UNBEWUSSTE herankommen und auf es einwirken, ohne dass es ihnen BEWUSST ist. Wir erleben ja, was geschieht und haben dabei GEDANKEN & GEFÜHLE. Eben diese STRAHLEN wir aus und machen damit die ATMOSPHÄRE und diese STRAHLEN hält nichts auf; sie dringen überall durch.
Nun mach Dir einmal bewusst, was alle Beteiligten seit dieser Untat des Jungen a) gedacht und gefühlt und b) ausgestrahlt und in ihn ständig hineingestrahlt haben!
Alle strahlen ständig genau das wieder IN IHN HINEIN, was er doch LOSWERDEN wollte, und sie STRAHLEN noch dazu Wut, Verletzung, Demütigung, Erniedrigung und jede Form von DRUCK aus und hinein. Das wirkt enorm PROBLEMVERSCHÄRFEND.

Ihr alle seid SENDER mit einem problematischen SENDEPROGRAMM - das man aber auf einfachste Weise optimieren und mit einer gezielten Entspannungs- und Heil-Wirkung versehen kann: durch bewusste AUTOSUGGESTION. Coués kleines, weltberühmtes Buch dazu beschreibt ganz einfach, wie es geht. Wenn auch nur EIN Mensch - z.B. DU - das SENDEPROGRAMM kreiert, das alles aussendet, was die zu schwachen GUTEN Kräfte in dem Jungen stärkt und zum WACHSEN bringt, ändert sich alles.
Immer nur die "bösen" Kräfte "erziehen" wollen und dabei mit DRUCK Erdrückung statt Erziehung machen, löst die Probleme nicht sondern macht sie - wie man gut beobachten kann - größer.
Wenn Du magst, kannst Du in den Ich-kann-Geschichten für Erwachsene ab 9 und Kinder bis 90 Jahre die Geschichte der 7jährigen Sabrina lesen, die täglich von ihrer Lehrerin vor der Klasse blamiert wurde. Das Mädchen löste sein Problem indem es das der Lehrerin löste: Es sandte der Frau Im Geiste einfach alles, was ihr zum GUTsein fehlte, und die Frau wandelte sich schnell um 180 Grad. Sabrina ging aus der Konfrontation heraus und GESTALTETE statt zu bekämpfen. Sie wurde die beste Freundin und Lebensretterin der guten Kräfte in ihrer Lehrerin. Solche Erlebnisse hatte ich immer wieder.
Auch Euer Problem ist gut zu lösen. Ich freue mich auf deinen Erfolg.
Franz Josef Neffe

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