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Grenzen setzen aber wie?

28. August 2009 um 0:07

kennt ihr das ?

(bei meinem sohn vor ab verdacht auf ads weil er viel redet unkonzentrirt ist und provoziert)

Verdammt noch mal, wie oft habe ich dir jetzt schon gesagt, du sollst ins Bett gehen.

"Du bist doof! Ich will nicht ins Bett!"

Wie bitte? Wie redest du eigentlich mit mir, das ist ja wohl die Höhe!

"Ich find' dich blöd!"

Jetzt reicht's. Du hast eine Woche Fernsehverbot!

Also was haltet ihr davon kennt ihr sowas bei mir ist das ziemlich oft, er weiss ganz genau das ich standhaft bleibe, also das er wohl oder übel ins bett muss, aber trotzdem es funktioniert nicht.

Frage an euch Waruuuuummm

Was bedeutet Grenzen setzen ich dachte immer es bedeutet standhaft bleiben und keinen rückzieher machen .

Ist das falsch

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28. August 2009 um 5:09

Verhältnismäßigkeit von "Vergehen" und Strafe
Okay, ich habe selbst keine Kinder und somit wenig Ahnung, aber ...
Was hat denn schlafen gehen mit fernsehen zu tun?
Warum eine Strafe, die eine ganze Woche andauert, für so eine kleine Unannehmlichkeit?
Und überhaupt - es ist doch keine Bosheit, nicht ins Bett gehen zu wollen. Du solltest deswegen nicht gleich mit groben Worten ("verdammt noch mal") reagieren und einen Streit vom Zaun brechen, während dem dann auch von Seiten deines Sohnes - völlig nachvollziebar - Schimpfworte fallen. Sicher gibt es da diplomatischere Lösungen. Vielleicht überlegt ihr euch ein schönes Gute-Nacht-Ritual, z. B. vorlesen, singen und das unverzichtbare Kuscheln. Das ADS macht es sicher schwieriger als bei anderen Kindern, aber versuche es doch mal.

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28. August 2009 um 14:22

Grenzen setzen
Zunächstmal danke für deinen Beitrag,
viele haben das falsch Intepretiert der schluss mit fernsehverbot usw. war eigentlich eher sinnlich gemeint vieleicht liegt es daran das ich selber nicht mehr die konzentration oder die kraft habe , alles in die länge ziehend zu erklären. Es liegt sogar ganz bestimmt daran, ich will es mal versuchen . Das liegt wohl daran das ich zuhause eine Rgel oder die festen regeln die da sind immer wieder neu erklären muss , weil sie vergessen werden oder keinen spaß machen oder mein sohnemann kein bock hat sich vor dem essen die hände zu waschen .......
Und so weiter , der beispiel den ich genannt hatte resultierte nach einer zeit von 2 st. nachdem ich ihn gebadet ihm vorgelesen und einen gutenachtkuss gegeben hatte und die strafe die hab ich nicht ausgesprochen das war sinnlich gemeint ich hab einfach nur wie verblödet durch die gegend geguckt aber warum ich das so gemeint oder geschrieben habe ist das ich das gefühl habe das viele sowas erwarten und uns die schuld geben an seinem verhalten wir wären zu nachgiebig er wäre schlecht erzogen meine Güte das ist nicht war als ich das dem kinderartz erzählte das seine lehrerin meint er wäre schlecht erzogen hat er gelacht und meinte das er das nicht bestätigen könnte die lehrin meinte auch mal er solle keine Geschenke zum Geburtstag bekommen, weil er den Unterricht störe ????
Na ja aber es gibt sie die momente von verzweiflung und ärger da ich auch nur ein Mensch bin.
Natürlich läuft es auch nicht immer so ab, manchmal gibt es gute Tage
Was manchmal nicht verstehe ist das die guten tips die man bei ADS anwenden soll mal so garnichts bringen , ich bin müde und es ist wirklich schwer , ich will nur ein glückliches Kind haben, ich will das er glücklich ist , er ist im schwimmkurs hab ihn jetzt beim fußball angemeldet (weil er es wollte aber jetz will er nicht mehr muss es aber erstmal weiterversuchen)und spiele viel mit ihm erzähle geschichten lese vor alles zu seiner zeit aber manchmal nützt irgendwie alles nix.
Heute ist er z.B aus dem musik chor der Schule geflogen weil er gestört hat und die Lehrerin auf die Palme gebracht hat.
Habe ihm nur gesagt das es nicht richtig war den Unterricht so zu stören da er ja gerne singt auch zu Hause mit mir wir haben uns also darüber unterhalten er war einsichtig und das wars. ich möchte mich gar nicht mehr über alles aufregen das bringt uns beiden nichts, aber manchmal kann ich eben auch nicht mehr.

Ich möchte wissen was bedeutet für euch "Grenzen setzen"!

was versteht ihr darunter?

Ich verstehe das so wenn er ins Bett musss mus er ins Bett oder wenn sich die Hände vor dem essen waschnen muss dann führt kein weg daran vorbei .

(Bestimmte rituale zu bestimmten dingen sind vorraussetzung)

PS: reneemaeschen hut ab vor dir das du das mit deinem stiefkind durchstehst , ist echt klasse
Würde gerne wissen ob er auch medis bekommen sowas wie Ritalin ich wollte es nicht habe abgelehnt als es angeboten wurde , versuche es mit Bach Rescue und nem Therapeuten.
Was mir gefällt ist der abhakplan den werde ich auch versuchen das hatte ich noch nicht ausprobiert.

das mit dem lieb haben er ist mein sohn er ist mir das liebste und das weis er auch weil ich ihm das bei jeder gelenheit sage und wenn er was gutes und richtiges macht gibt es immer eine Umarmung und einen dicke dicken Kuss.
oder ich Backe ihm dann einen kuch ewie auch immer.
Mich hatten nur die aussagen seiner Lehrerin beunruhigt.

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28. August 2009 um 14:32

Nicht der fernseh verbot
nicht der fernsehverbot ist oft sondern der ablauf mit regeln die immer gleich sind.
Ich bin irgend wie übermüdet in letzter zeit das mit verbot war sinnlich gemeint nach dem motto ob es so die richtige haltung wäre weil in letzter zeit leute meinen ich solle stränger sein.
Normaler weise sag ich so lange schlaf jetzt bis er schläft.
Und natürlich wird vorgelese das ist ein festes ritrual .

Was ganz oft ist das er regeln wie schlafenszeit nicht einhalten möchte usw.

Ich wollte nur wissen was bedeutet für euch grenzen setzen1
für die lehrerin meines sohnes bedeutet es wohl wirklich extreme strafen und verbote wie ich das im Beispiel gemeint habe mit dem fernsehverbot oder keine Geschenke zum Geburtstag.
Würdet ihr eurem Kind zum Geburtsag keine Geschenke geben nur weil es probleme in der Schule gibt?

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28. August 2009 um 21:14

Was...
hat fernsehverbot mit ins bett gehen und "du bist doof" zu tun??
wenn man verbote setzt, dann bitte situations- und sachbezogen, d.h. verbote setzen die mit dieser situation was zu tun haben... und vorallem dem kind auch mal was anbieten wie am WE mal ne halbe std länger aufbleiben allerdings nur wenn es jetzt ins bett geht... und gibts dqnn am we theater, dann wars das mit dem länger aufbleiben... aufjedenfall immer situationsbezogen "bestrafen"!!! Und.. wem tut es nicht gut! mal wut raus zu lassen.. natürlich ist mutter/vater doof wenn das kind ins bett muss... also auch kinder dürfen schimpfen lernen.. solange es aber in >diesem< rahmen bleibt... und vorallem machts dem kind erst recht spass wenn die mutter sich über solche aussagen aufregen...

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29. August 2009 um 16:34

Was heißt Grenzen setzen?
Hallo liebe Keks,

ich denke, reenemaeuschen hat dir schon richtig viele gute Dinge gesagt, die speziell ADS angehen. Da ist es auf alle Fälle sinnvoll, sich mit Leuten in der gleichen Situation auszutauschen.

Zu deiner Frage, was es heißt Grenzen zu setzen:
Du vermischt in deinem Beispiel: Grenzen setzen und die Konsequenzen, die gezogen werden, wenn Grenzen überschritten werden. Eine Grenze zu setzen heißt, dem Kind klarzumachen "Bis hierhin hast du Freiraum, aber weiter geht es nicht." Die Grenze ist wie eine unsichtbare Linie, die nicht überschritten werden sollte. Wichtig: Vor den Grenzen liegen Freiräume!
Grenzen werden üblicherweise mit Regeln festgelegt. Bei deinem ins Bett-Beispiel könnte die Grenze als Regel formuliert so in etwa aussehen: "Du gehst um 20 Uhr ins Bett." (Mit dem Gedanken im Hinterkopf: Es darf auch Ausnahmen geben, z.B. wenn mal abends noch länger unterwegs ist.)
Ich nehme an, dein Sohn ist im Grundschulalter. (Sein Alter hast du leider nicht genannt.) Daher solltest du ihm noch helfen, die Grenze im Blick zu behalten. Hat er eine Uhr im Zimmer? Kann er die Uhrzeit lesen? Erinnere ihn vorher dran: "In zehn Minuten geht es ins Bett. Beende dein Spiel." Vielleicht kommst du fünf Minuten vorher nochmals zum Erinnern, falls er tief ins Spiel versunken ist. Und um 20 Uhr sagst du nicht nur, dass er ins Bett soll, sondern hilfst ihm dabei. "Komm, wir räumen deine Sachen zusammen." Ggf. darf was Wichtiges (eine tolle Lego-Konstruktion, mühsam aufgebauten Eisenbahnschienen) ja auch als Anreiz für den nächsten Tag stehen bleiben.
Wiederhole nicht ständig die gleiche Forderung: "Wie oft soll ich dir noch sagen, dass...?" Das nimmt er irgendwann gar nicht mehr wahr. Wenn er auf Worte nicht reagiert, handele. Damit meine ich keine Gewalt!!! z.B. kannst du schon mal ein paar Spielsachen einräumen oder ihn aufs Ins-Bett-Gehen einstimmen: "Was soll ich dir heute vorlesen?" Begleite ihn in der "schwierigen" Phase ins Bettgehen. Dabei sieht er: Mama ist es wichtig, dass ich mich an die Regeln halte. Sie hilft mir dabei. Aber es gibt kein Geschrei und Gemeckere (im Idealfall ).
Wenn es dann doch gar nicht klappt, erst dann kommst du an den Punkt, an dem du dich fragst, welche Konsequenz das Überschreiten der Regel hat. (Und im Gegenzug finde ich gut: Hat es eine positive Konsequenz = Belohnungssystem, wenn er diesen für ihn schwierigen Schritt gut bewältigt?) Natürlich sollte die Konsequenz (Strafe???) logisch sein und damit zu tun haben. Vielleicht muss er am nächsten Tag dann um Viertel vor 8 aufhören zu spielen, damit er genug Zeit zum Aufräumen hat, bevor es ins Bett geht. Oder was ähnliches...

Zu den Kommentaren der Lehrerin deines Sohnes kann ich nur den Kopf schütteln? Wie kann eine Pädagogin nur auf die Idee kommen, dass ein Geschenkeverzicht zum Geburtstag irgendeine Auswirkung auf ihren Unterricht hat? Natürlich solltest du mit der Lehrerin versuchen zusammenzuarbeiten und zu überlegen, woran es liegt, dass dein Sohn stört und wie man es ändern kann. Dein Sohn kann dann sehen, dass ihr beide gemeinsam das Ziel verfolgt, dass er nicht stören soll. Aber während du z. B. Einflussmöglichkeiten hast, ob dein Sohn seine Hausaufgaben macht oder alle Materialien dabei hat, kannst du direkt in der Schule wenig beeinflussen. Da muss dein Sohn sich alleine benehmen - und wenn er stört, muss die Lehrerin vernünftige Konsequenzen ergreifen. Ganz banal z.B. einen anderen Sitzplatz finden, wenn er mit dem Nachbarn redet. Oder wenn er sehr stört, ihn aus dem Unterricht verweisen, sofern es dafür vernünftige Konzepte an der Schule gibt (Stichwort: Trainingsraumprinzip).

Die Musiklehrerin hat eine logische Konsequenz gewählt: Dein Sohn hat gestört und sie hat ihn (nach entsprechender Verwarnung, hoffe ich doch) aus dem Musikchor hinausgeworfen. Er hat - wenn er denn verwarnt war - durch sein Verhalten selber entschieden, dass er nicht mehr mitmachen möchte. Er hatte ja die Wahl, sich zu benehmen und dabei zu bleiben. Er hat die Grenze überschritten und muss die Konsequenzen tragen.

Ich hoffe, ich konnte dir mit meinen Äußerungen weiterhelfen.

Liebe Grüße,
Michi

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