Home / Forum / Meine Familie / Gibt es denn noch einen Ausweg aus dieser Situation?!

Gibt es denn noch einen Ausweg aus dieser Situation?!

30. Mai 2009 um 8:02

Hallo!
Ich suche hier mal einfach rat unter menschen, die offensichtlich ähnliche probleme haben, wie ich.
vielleicht kann mir ja jemand weiter helfen....

Meine geschichte ist folgende:
Ich bin seit fast 6 jahren mit meinem lebensgefährten zusammen (ich bin 38 und habe zwei kinder die 15 und 14 sind) er hat eine tocher, die im sommer 15 wird.
wir hatten eigentlich immer alle 14 tage übers wochenende seine tochter bei uns - ich muss hier noch anmerken, dass mein mann zu seiner tochter einige jahre keinen kontakt hatte, da seine ex es verweigerte und erst einige montate bevor wir uns kennen lernten hat er seine tochter wieder gesehen (sie hat ihm einen brief geschrieben).
Zu beginn war sie am wochenende in seiner wohnung über nacht, später dann aber bei uns. vor 4 jahren sind wir in ein haus gezogen und da kam sie natürlich hier hin.
das mädel redete von anfang an nicht sehr viel (auch mit ihrem vater) und war recht ruhig. mir fiel einfach nur auf, dass sie mit mir kaum spricht bzw. nur dann, wenn sie etwas brauchte. aber mein mann meinte immer nur, dass sie mit ihm ja auch nicht mehr spricht, also kein grund zur sorge.
als wir umgezogen waren, begann alles schlimmer zu werden. sie beschränkte den "kontakt" zu mir auf grüßen und wenn ich sie angesprochen hab, bekam ich nur ja, nein oder weiß nicht zur antwort. auch alle bemühungen mit ihr ins gespräch zu kommen blockte sie völlig ab (wie war dein ausflug in der schule? - schön. oder: was hast du denn in den ferein gemacht - nix). mein mann bekam aber auch nur sehr kurze aussagen - von sich aus erzählte sie überhaupt nichts über sich oder was sie interessiert etc.
wenn wir einen ausflug machten war der ganz sicher "fad" oder sie war da eh schon sooo oft.
meine kinder bemühten sich anfangs auch um sie sehr offen und meine tochter war die einzige die ein wenig mit ihr ins gespräch kam. wenn wir ihr bei schulischem helfen wollten (sie ist schlecht in der schule und die mutter kann ihr nicht helfen), so wurde entweder geweint oder abgelehnt. bei besuchen bei der uroma brach sie oft in tränen aus und wollte sofort heim.
wenn sie bei uns war, läutete ununterbrochen das handy oder sie rief ihre mutter an. alles wurde berichtet. es wurde angerufen, wenn wir zum ausflug wegfuhren, wenn wir dort ankamen, wenn wir rast machten (und berichtet, was geessen wurde), wenn wir uns auf den rückweg machten,.... und das nicht nur bei ausflügen sondern auch an allen anderen tagen, die sie bei uns oder meinem mann verbrachte. jede tätigkeit wurde berichtet. vor 4 jahren durfte sie mit uns in skiurlaub (sie wollte mit!!! wie sich nachher herausstellte hasst sie skifahren?!) - auch dort: nur telefonate und sonst schweigen. nur beim spielen war sie lustig.
wir dachten dann durch unsere spielrunden an sie besser heran zu kommen und machten das zu einem fixpunkt am aben dmit den kids. doch nach 3, 4 abenden verweigerte sie plötzlich alle spiele (das ist fa, das mag ich nicht, nein, da muss man schienen bauen....) immer wurde dann aufgehört um ja etwas zu tun was ihr recht ist. bis wir irgendwann nichts mehr machten außer fernsehen und auch das war natürlich nach einiger zeit auch nicht das richtige!!
als wir umgezogen waren, begann sie auch bei meinen kindern eigenartig zu werden (ich vermute ja, dass sie eifersüchtig ist, weil die kids ja "ihre" stelle einnehmen und ihren papa immer um sich haben). meine tochter teilte immer ihr zimmer an den wochenenden an denen sie hier war mit ihr. das mädel machte absichtlich brösel im zimmer und meinte sie wars nicht und außerdem darf sie im zimmer essen (meine kinder dürfen das nicht), weil sie das zu hause auch darf, außerdem ist das ohnehin "ihr" zimmer!! nach einer klarstellung war sie beleidigt. mich hat immer geärgert, dass in dieser zeit mein mann kaum eingriff, sie immer machen lies, weil er immer meinte, wenn er schimft oder mit ihr darüber spricht, dann sieht er sie wieder lange nicht. ich war dann immer die blöde die die mund aufmachte und natürlich die "Böse".
tja, mit der zeit wurde es eben immer schlimmer.... das mädchen hatte alle im griff. es wurde immer gefragt was sie tun will - doch... mit der zeit kam dann immer nur "ich weiß nicht" oder "nix". aber alle vorschläge waren natürlich auch nicht gut genug. wenn sie bei anlässen geschenke bekam hat sie sich immer nur beim papa bedankt, obwohl sie ganz genau wusste, dass die hälfte von mir kam und sogar geschenke nur von mir. sie suchte sich auch z.B. einen bestimmten geburtstagskuchen aus (wie meine kinder auch), aber ein danke hab ich nie gehört. auch nach einladungen von mir zu meinem geburtstag gabs nie ein danke. ich hab auch versucht, mit ihr was zu tun, doch das lehnte das fräulein sowiso ab (ich brauch nix, wenn wir shoppen wollten)
sie sprach immer weniger und zog sich komplett zurück.
wenn das mädel keine lust mehr hatte bekam sie immer kopfschmerzen oder bauchschmerzen und musste sofort nach hause gebracht werden (wenn nicht, bekam mein mann vorwürfe von seiner ex zu hören, wie er nur ein krankes kind so schlecht behandeln kann!).
vor mehr als einem jahr hatte sie wieder total arge bauchschmerzen (als sie erzählte, dass ihre mutter sie jetzt holt sprang sie herum und lachte), verabschiedete sich nicht und ging. seit dem tag war sie nicht mehr bei uns. sie meldete sich dann lange nicht und äußerte sich auch bei telefonaten nicht dazu. blieb meinem mann gegenüber mehr als kurz angebunden wenn er sich bei ihr meldete.
dann wollte sie ein gespräch mit ihm um alles zuklären (mit 14 jahren eigentlich vernünftig) und mein mann war danach total happy, weil sie nun wieder kontakt will und auch mit mir mehr kontakt will und deshalb setzten wir uns nochmal zusammen - mit mir.
und dann kam der hammer: sie schuate mich nicht mal an, sprach nur in der dritten person von mir und meinte sie kann mich nicht leiden (sie weiß aber nicht was sooo schrecklich ist an mir! und eigentlich bin ich eh nett zu ihr?!sagt sie) und deshalb wird sie weiterhin nichts mit mir sprechen oder tun. ABER an den wochenenden will sie weiterhin kommen, weiterhin soll ich für sie kochen, waschen, und ihr was schneken !!! (das hat sie gesagt!!) und natürlich will sie auch mit uns in urlaub fahren!!
da hab ich dann eine riesen wut bekommen (ich würde meinen kindern nie erlauben so mit andern um zu gehen! ) und ihr gesagt, dass sie zu weit geht. ich hab ihr folgende grenze gesetzt:
wenn sie mich nicht leiden kann - und es sooo furchtbar ist, dass sie mir nicht mal in die augen schuaen kann, dann kann ich das ja nicht ändern. sie kann ja ihren vater gerne sehen, aber ich werde sie sicher nicht in mein haus einladen, für sie kochen etc und eine urlaub werde ich sicher auch nicht bezahlen, damit sie ihn mir vermiest.
seit einem jahr hat mein mann sie nun 2 mal gesehen, telefoniert kaum mit ihr und jetzt schreibt sie nur mehr emails mit ihm (alle 2 wochen mal eines), in denen aber kaum was steht....
mein mann hat ihr zwar auch gesagt, dass er das verhalten nicht in ordnung findet, doch auf sehr sehr "sanfte" art und ich denke, er hätte schon viel früher grenzen setzen müssen und ihr klar machen müssen, dass sie zwar wichtig ist, sich aber nicht alles um sie dreht.
jetzt hat das kind erfahren, dass mein sohn ab september in ihre schule geht (wir wohnen nicht sooo weit entfernt und in der oberstufe gibts nicht so viele schulen). plötzlich hat sie sich bei meiner tochter gemeldet und nachgefragt ob das stimt. ich befürchte nun, dass sie da irgendwas ekelhaftes plant, weil sie uns ja nicht leiden kann...
außerdem heiraten wir im september und haben sie noch nicht eingeladen - schließlich laden wir nur wenig leute ein und ich bin der ansicht das sollten menschne sein, die uns mögen und hinter unserer beziehung stehen. ich träum schon davon, dass sie kommt und mein kleid zerschneidet!!
da ich ein familienensch bin wärs mir ja lieber sie wär auch dabei, aber die umstände sind einfach die falschen für eine einladung.
eine aussprache würde nicht viel bringen, da sie ja mit mir nicht spricht.....
ich glaube auch, dass ihre mutter (obwohl schon lange wieder verheiratet und 2.kind) auch viel einfluss hatte und ihren teil dazu beigetragen hat, aber zu der hat ja auch mein mann keinen kontakt und will ihn auch nicht....
für mich ist die situation schon seit langem nicht befriedigend, doch mir fehlen die mittel es zu ändern...
meine eigenen kinder haben zwar nicht viel kontakt zu ihrem vater aber einen guten und sie akzeptieren jede frau neben ihm.... aber ich denke, dass da auch die einstellung der mutter wichtig ist! schließlich ahbe ich meinen kindern immer gesagt, dass sie nun einen vorteil haben, weil sie viel mehr menschen um sich haben, die sie mögen oder lieben; zu denen sie mit problemen gehen können oder mit denen sie was schönes erleben können (wer hat das schon?!)
vielleicht war auch die offenheit meiner kinder ein problem für die kleine.... sie wurde von uns jamit offenen armen empfangen (vielleicht kennt sie sowas aus ihrer famlie nicht?). vielleicht wär sie lieber mit ihrem papa allein in urlaub gefahren - aber auch sie muss nun mal die lebensumstände ihrer eltern akzeptieren, oder? man muss immer das beste aus jeder situation machen - das hab ich meinen kindern gelernt.... sie offensichtlich nicht
ich finde es eben schade, dass ein teil unserer familie einfach fehlt und ich weiß nicht was ich weiter unternehmen soll...
manchmla denk ich mir - sie ist alt genug (fast 15) um mit ihr nochmal zu reden. andererseits ist sie mitten in der pubertät und lehnt mich ja nur ab. also doch die aufgabe meines mannes, oder? doch der spricht dieses thema von sich aus sicher nicht an. er wartet darauf, das sie vernünftig wird.... aber ich glaub, das wird nicht gut gehen..... der kontakt ist doch jetzt schon so gut wie nicht mehr da!!! und wenn sie zur hochzeit nicht eingelaen wird, fühlt sie sich sieche rnoch mehr ausgeschlossen....

vielleicht hat ja jemand rat?!
bin für alles dankbar!
Marie

Mehr lesen

30. Mai 2009 um 10:54

Akzeptieren
Hallo Marie,

ich verstehe Deine Gefühle. Auf der anderen Seite ist es ist auch nicht einfach für das Mädchen. Die eigene Mutter hat auch schon ein Kind mit einem anderen Mann und der Vater lebt mit zwei anderen Töchtern zusammen.
Sie steht irgendwie dazwischen und gehört nirgendwo richtig rein.
Sie hat ja sozusagen bei beiden Elternteilen die ähnliche Lage, dass da andere Kinder sind die in der Familienkonstellation den Eltern näher stehen.
Das ist schon harter Tobak, wenn dann auch noch die eigene Mutter in vielem bei Ihr noch versagt hat.
Sie kann einem schon leid tun. Das ist so das erste was mir auffällt.

Du fragst ob es einen Ausweg gibt. Ich denke dass der Ausweg "Akzeptanz" ist. Und zwar die Akzeptanz dessen, dass es so ist wie es ist und nicht anders werden oder laufen kann. Das ganze ist dazu verurteilt für alle unbefriedigend abzulaufen. Man kann aus dieser Lage nicht viel gutes rausholen. Weder der Vater, noch Du, noch das Kind. Denn dazu ist die Konstellation viel zu unbefriedigend.

Es ist für sie sicherlich hart gewesen dass Du auch noch gleich zwei Töchter fast im selben Alter mitbringst. Das ist ja eine direkte Konkurrenz. Statt mit seiner Tochter, verbringt ihr Vater die meiste Zeit mit anderen Töchtern die nicht seine sind. Oftmals ist so etwas auch für Väter sehr schwierig und sie können das auf Dauer nicht akzeptieren, aufs eigene Kind zu verzichten und dafür andere, auch mit allem Problemen so oft um sich zu haben. Damit scheint er jedoch augenscheinlich kein Problem zu haben. Vielleicht aber doch.
Und vielleicht zeigt sich das darin, dass er so sehr den Wunsch verspürt den Kontakt zur Tochter aufrecht halten zu wollen. Durch Deine Mädchen wird er ja tagtäglich an seine Tochter erinnert denke ich und auch an den Verlust. Das ist auch hart für ihn.
Ein schlechtes Gewissen haben die meisten Männer ja schon meist so. Er hat sicher hier noch ein doppeltes schlechtes Gewissen, wenn er so viel Zeit mit Deinen Töchtern verbringt, statt mit seinem Kind.

Es ist daher kein Wunder wenn Vater und Tochter sich so verhalten. Es wäre gut zu akzeptieren dass von ihr nicht mehr kommen kann und auch nicht wird.
Von Dir sollte dann jedoch auch nicht mehr kommen. Du musst weder backen, noch Geschenke kaufen etc. Das ist doch klar!
Du schreibst: "aber auch sie muss nun mal die lebensumstände ihrer eltern akzeptieren, oder? man muss immer das beste aus jeder situation machen" Ja, das stimmt. Aber dasselbe gilt auch für Dich. Auch Du musst akzeptieren dass es so und nicht anders laufen kann. Sie ist sie und Du bist Du.
Es kann auch nicht sein dass sie durch ihren Unmut alles bestimmt. Das geht auch nicht.
Aber den Unmut muss man wiederum akzeptieren und auch ihr stilles Verhalten. Ich denke dass sie wohl zuhause auch nicht viel anders ist, da sie es dort ja wohl auch nicht einfach hat. Sie ist einfach so konditioniert, die aussenstehende zu sein - IMMER!
Daran kannst Du nichts ändern. Und was man nicht ändern kann sollte man akzeptieren. Man kann nichts erzwingen und sie sollte auch ihre negativen Gefühle nicht unterdrücken. Das tut sie sicherlich schon in einem gewissen Maße, was man an ihrem stillen verhalten ablesen kann. Im Grunde würde sie ihren Unmut am liebsten sicher rausschreien. Es stinkt ihr alles gewaltig. Sie lässt es dann durch ihre stinkige Art raus. Im Grunde sucht auch sie nur LIEBE. So wie wir alles das tun. Und wir alle wollen doch irgenwo auch Wichtig sein bei dem Menschen den wir lieben und es auch spüren. Nichts anderes sucht sie und findest es nur so selten.
Die Bilderbuch-Situation, in der Deine Avancen beantwortet werden und ihr eine schöne Familie abgebt gibt es nicht und wird es nie geben.
Das liegt auch nicht an Deiner Person. Du darfst das ganze nicht personifizieren. Es geht nicht um DICH. Sie lehnt die FRAU an seiner Seite ab. Und die bist in diesem Fall nun einmal DU. Also sei nicht beleidigt oder enttäuscht. Es geht hier nicht um Dich und Du solltest Dich in diesem Zusammenhang auch nicht im Vordergrund stehend sehen. Vieles hängt ja auch damit zusammen wie die Trennung ablief und wie sie es erlebt hat - auch wenn es Jahre her ist.

Allerdings sehe ich hier einen Punkt den ich problematisch finde. Und zwar der häufige Kontakt, dem auch sie scheinbar für die Zukunft nicht abgeneigt ist. Hier sehe ich eher den Knackpunkt. Ich bin nicht der Befürworter eines häufigen Kontakts auf Teufel komm raus. In Eurem Fall ist die Situation augenscheinlich für die Tochter unbefriedigend und für Dich sowieso. Daher wäre es besser wenn man sich einfach weniger sehen würde. Es wäre positiver wenn es einen Kontakt gäbe, bei dem z.B. der Vater die Tochter alle 1-2 Monate alleine sieht und dann seine Zeit NUR ihr widmet. Es ist nicht gut es zu erzwingen, dass der Kontakt in Eurer Anwesenheit abläuft. Das schafft doch nur Unmut. Er kann dann auch mal hier und da alleine mit ihr wegfahren und dort ausschließlich Zeit mir IHR verbringen. Das würde auch mal ihm und seinem Gewissen gut tun. Ständig bist Du oder ihre Stiefschwestern anwesend. Das tut keinem gut.
Ich denke dass er einen so häufigen Kontakt will, weil er Angst hat sie zu verlieren und die verlorene Zeit der Vergangenheit aufholen will. Das ist jedoch kontraproduktiv und der Schuss geht nach hinten los. Am Ende sind alle so abgenervt, dass es gar keinen Kontakt mehr gibt. So ist es nämlich bei uns passsiert, weil keiner auf mich hörte als ich den Kontakt einschränken wollte, jedoch intensiver gestalten wollte. Er bräuchte ja kein schlechtes Gewissen haben, wenn er sich dann nur IHR widmet in der Zeit und ihr dann auch viel zukommen lässt und sie anruft etc.
Schlag ihm das doch mal vor.
Du schreibst: "meine eigenen kinder haben zwar nicht viel kontakt zu ihrem vater aber einen guten." Ja, genau so meine ich das nämlich. sie ist ja auch in einem Alter mit 15, wo man nicht alle zwei Wochen bei Papa rumhängen muss. Biete doch beiden mal diese Alternative an.

Zur Hochzeit würde ich sie einladen. Dann kann sie immerhin selbst entscheiden ob sie kommen will oder nicht. Ich finde dass sie sich sonst eher ausgeschlossen fühlt wenn sie nicht eingeladen ist.

Vielleicht ist sie ja nicht nur auf ihren Vater eifersüchtig, sondern auch auf Dich bzw. auf Deine Töchter. Da sie auch sieht wie Du mit ihnen umgehst und ihre Mutter nicht so mit ihr umgeht. Das schafft auch Unmut, das ständig mitansehen zu müssen.

Du schreibst: "doch der spricht dieses thema von sich aus sicher nicht an. er wartet darauf, das sie vernünftig wird.... aber ich glaub, das wird nicht gut gehen..... der kontakt ist doch jetzt schon so gut wie nicht mehr da!!!"
Es ist ja kein Zufall, wenn der Kontakt so gut wie nicht mehr da ist. Es leif ja auch nicht gut. Und wieso soll man etwas erzwingen wenn die Lage für alle unbefriedigend ist. Du solltest das Thema ansprechen, wenn Du Dich jetzt unwohl fühlst. Und wenn der Kontakt wegfiele, weil sie es nicht will, dann wäre es einfach nur konsequent, da es ja nix bringt wenn sie sich dabei so unwohl fühlt.

Bei uns war es auch so, dass mein Mann aus schlechtem Gewissen jeden Samstag den Kleinen abholte (4 Jahre), obwohl er völlig überfordert war und der Kontakt in Anbetracht der Lage der Eltern (völlig zerstritten) beiden nicht gut tat bzw. die Abholerei ständig Unmut auslöste. Ich war dafür es auf alle zwei Wochen zu beschränken. Aber dann stehe ich ja als die böse Stiefmutter da. Dabei wäre das gesünder gewesen. Tja, am Ende war es halt für alle zuviel und das ganze ist eskaliert und jetzt gibt es gar keinen Kontakt mehr. So kann es auch ablaufen.

Lieben Gruß

Kleinermaulwurf

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

1. Juni 2009 um 7:32
In Antwort auf kleinermaulwurff

Akzeptieren
Hallo Marie,

ich verstehe Deine Gefühle. Auf der anderen Seite ist es ist auch nicht einfach für das Mädchen. Die eigene Mutter hat auch schon ein Kind mit einem anderen Mann und der Vater lebt mit zwei anderen Töchtern zusammen.
Sie steht irgendwie dazwischen und gehört nirgendwo richtig rein.
Sie hat ja sozusagen bei beiden Elternteilen die ähnliche Lage, dass da andere Kinder sind die in der Familienkonstellation den Eltern näher stehen.
Das ist schon harter Tobak, wenn dann auch noch die eigene Mutter in vielem bei Ihr noch versagt hat.
Sie kann einem schon leid tun. Das ist so das erste was mir auffällt.

Du fragst ob es einen Ausweg gibt. Ich denke dass der Ausweg "Akzeptanz" ist. Und zwar die Akzeptanz dessen, dass es so ist wie es ist und nicht anders werden oder laufen kann. Das ganze ist dazu verurteilt für alle unbefriedigend abzulaufen. Man kann aus dieser Lage nicht viel gutes rausholen. Weder der Vater, noch Du, noch das Kind. Denn dazu ist die Konstellation viel zu unbefriedigend.

Es ist für sie sicherlich hart gewesen dass Du auch noch gleich zwei Töchter fast im selben Alter mitbringst. Das ist ja eine direkte Konkurrenz. Statt mit seiner Tochter, verbringt ihr Vater die meiste Zeit mit anderen Töchtern die nicht seine sind. Oftmals ist so etwas auch für Väter sehr schwierig und sie können das auf Dauer nicht akzeptieren, aufs eigene Kind zu verzichten und dafür andere, auch mit allem Problemen so oft um sich zu haben. Damit scheint er jedoch augenscheinlich kein Problem zu haben. Vielleicht aber doch.
Und vielleicht zeigt sich das darin, dass er so sehr den Wunsch verspürt den Kontakt zur Tochter aufrecht halten zu wollen. Durch Deine Mädchen wird er ja tagtäglich an seine Tochter erinnert denke ich und auch an den Verlust. Das ist auch hart für ihn.
Ein schlechtes Gewissen haben die meisten Männer ja schon meist so. Er hat sicher hier noch ein doppeltes schlechtes Gewissen, wenn er so viel Zeit mit Deinen Töchtern verbringt, statt mit seinem Kind.

Es ist daher kein Wunder wenn Vater und Tochter sich so verhalten. Es wäre gut zu akzeptieren dass von ihr nicht mehr kommen kann und auch nicht wird.
Von Dir sollte dann jedoch auch nicht mehr kommen. Du musst weder backen, noch Geschenke kaufen etc. Das ist doch klar!
Du schreibst: "aber auch sie muss nun mal die lebensumstände ihrer eltern akzeptieren, oder? man muss immer das beste aus jeder situation machen" Ja, das stimmt. Aber dasselbe gilt auch für Dich. Auch Du musst akzeptieren dass es so und nicht anders laufen kann. Sie ist sie und Du bist Du.
Es kann auch nicht sein dass sie durch ihren Unmut alles bestimmt. Das geht auch nicht.
Aber den Unmut muss man wiederum akzeptieren und auch ihr stilles Verhalten. Ich denke dass sie wohl zuhause auch nicht viel anders ist, da sie es dort ja wohl auch nicht einfach hat. Sie ist einfach so konditioniert, die aussenstehende zu sein - IMMER!
Daran kannst Du nichts ändern. Und was man nicht ändern kann sollte man akzeptieren. Man kann nichts erzwingen und sie sollte auch ihre negativen Gefühle nicht unterdrücken. Das tut sie sicherlich schon in einem gewissen Maße, was man an ihrem stillen verhalten ablesen kann. Im Grunde würde sie ihren Unmut am liebsten sicher rausschreien. Es stinkt ihr alles gewaltig. Sie lässt es dann durch ihre stinkige Art raus. Im Grunde sucht auch sie nur LIEBE. So wie wir alles das tun. Und wir alle wollen doch irgenwo auch Wichtig sein bei dem Menschen den wir lieben und es auch spüren. Nichts anderes sucht sie und findest es nur so selten.
Die Bilderbuch-Situation, in der Deine Avancen beantwortet werden und ihr eine schöne Familie abgebt gibt es nicht und wird es nie geben.
Das liegt auch nicht an Deiner Person. Du darfst das ganze nicht personifizieren. Es geht nicht um DICH. Sie lehnt die FRAU an seiner Seite ab. Und die bist in diesem Fall nun einmal DU. Also sei nicht beleidigt oder enttäuscht. Es geht hier nicht um Dich und Du solltest Dich in diesem Zusammenhang auch nicht im Vordergrund stehend sehen. Vieles hängt ja auch damit zusammen wie die Trennung ablief und wie sie es erlebt hat - auch wenn es Jahre her ist.

Allerdings sehe ich hier einen Punkt den ich problematisch finde. Und zwar der häufige Kontakt, dem auch sie scheinbar für die Zukunft nicht abgeneigt ist. Hier sehe ich eher den Knackpunkt. Ich bin nicht der Befürworter eines häufigen Kontakts auf Teufel komm raus. In Eurem Fall ist die Situation augenscheinlich für die Tochter unbefriedigend und für Dich sowieso. Daher wäre es besser wenn man sich einfach weniger sehen würde. Es wäre positiver wenn es einen Kontakt gäbe, bei dem z.B. der Vater die Tochter alle 1-2 Monate alleine sieht und dann seine Zeit NUR ihr widmet. Es ist nicht gut es zu erzwingen, dass der Kontakt in Eurer Anwesenheit abläuft. Das schafft doch nur Unmut. Er kann dann auch mal hier und da alleine mit ihr wegfahren und dort ausschließlich Zeit mir IHR verbringen. Das würde auch mal ihm und seinem Gewissen gut tun. Ständig bist Du oder ihre Stiefschwestern anwesend. Das tut keinem gut.
Ich denke dass er einen so häufigen Kontakt will, weil er Angst hat sie zu verlieren und die verlorene Zeit der Vergangenheit aufholen will. Das ist jedoch kontraproduktiv und der Schuss geht nach hinten los. Am Ende sind alle so abgenervt, dass es gar keinen Kontakt mehr gibt. So ist es nämlich bei uns passsiert, weil keiner auf mich hörte als ich den Kontakt einschränken wollte, jedoch intensiver gestalten wollte. Er bräuchte ja kein schlechtes Gewissen haben, wenn er sich dann nur IHR widmet in der Zeit und ihr dann auch viel zukommen lässt und sie anruft etc.
Schlag ihm das doch mal vor.
Du schreibst: "meine eigenen kinder haben zwar nicht viel kontakt zu ihrem vater aber einen guten." Ja, genau so meine ich das nämlich. sie ist ja auch in einem Alter mit 15, wo man nicht alle zwei Wochen bei Papa rumhängen muss. Biete doch beiden mal diese Alternative an.

Zur Hochzeit würde ich sie einladen. Dann kann sie immerhin selbst entscheiden ob sie kommen will oder nicht. Ich finde dass sie sich sonst eher ausgeschlossen fühlt wenn sie nicht eingeladen ist.

Vielleicht ist sie ja nicht nur auf ihren Vater eifersüchtig, sondern auch auf Dich bzw. auf Deine Töchter. Da sie auch sieht wie Du mit ihnen umgehst und ihre Mutter nicht so mit ihr umgeht. Das schafft auch Unmut, das ständig mitansehen zu müssen.

Du schreibst: "doch der spricht dieses thema von sich aus sicher nicht an. er wartet darauf, das sie vernünftig wird.... aber ich glaub, das wird nicht gut gehen..... der kontakt ist doch jetzt schon so gut wie nicht mehr da!!!"
Es ist ja kein Zufall, wenn der Kontakt so gut wie nicht mehr da ist. Es leif ja auch nicht gut. Und wieso soll man etwas erzwingen wenn die Lage für alle unbefriedigend ist. Du solltest das Thema ansprechen, wenn Du Dich jetzt unwohl fühlst. Und wenn der Kontakt wegfiele, weil sie es nicht will, dann wäre es einfach nur konsequent, da es ja nix bringt wenn sie sich dabei so unwohl fühlt.

Bei uns war es auch so, dass mein Mann aus schlechtem Gewissen jeden Samstag den Kleinen abholte (4 Jahre), obwohl er völlig überfordert war und der Kontakt in Anbetracht der Lage der Eltern (völlig zerstritten) beiden nicht gut tat bzw. die Abholerei ständig Unmut auslöste. Ich war dafür es auf alle zwei Wochen zu beschränken. Aber dann stehe ich ja als die böse Stiefmutter da. Dabei wäre das gesünder gewesen. Tja, am Ende war es halt für alle zuviel und das ganze ist eskaliert und jetzt gibt es gar keinen Kontakt mehr. So kann es auch ablaufen.

Lieben Gruß

Kleinermaulwurf

Danke für deine Antwort...
Hallo Kleineraulwurf!

du hast sicher recht damit, dass jeder auch ich9 die situation akzeptieren muss.
ich habe auch seit dem gespräch mit ihr das ist ein jahr her) keinen kontakt mehr zu dem mädchen und bin darin auch konsequent. ich muss sagen, dass es auch meinen kindern viel besser geht seit dem sie nicht mehr kommt (keiner muss mehr sein zimmer teilen, keiner muss rücksicht nehmen, und sie können "ihr" leben weiterleben wie jeden tag).
doch obwohl sie das immer betont hat, hat meine stieftochter auch seit einem jaht kaum mehr kontakt zu meinem mann! sie hat darauf bestanden ihn nur allein zu treffen etc. und nun hätte sie das alles gehabt (nach einem gespräch vor einem jahr) aber sie meldete sich nichtmehr bei ihm. die zwei haben sich 2 mal getroffen - nicht mal zum geburtstag!
es bleibt ohnehin nicht viel übrig - auch für meinen mann - als es eben zu akzeptieren, doch irgendwie ist es eigenartig wenn ein kind mit 14 jahren klar artikuliert, wie sie sich die treffen in zukunft vorstellt und dann aber nicht in anspruch nimmt....
weiterhin spricht sie auchmit meinem mann kaum ein wort, obwohl sie ihn doch jetzt für sich alleine hat.
mein mann war nachjedem treffen ziemlich verärgert. er meinte, er nimmt sich die zeit und dann spricht sie nicht mal mit ihm... damit hat er ja nicht so unrecht.
aber ich bin trotzdem dafür, dass er sich mit ihr trifft, weil ich denke, dass das mädchen eventuell nur in einer schwierigen phase ist. wenn der kontakt ganz abbricht, ist es schwierig ihn wieder aufzubauen. und das wird sie vermutlich irgendwann mal wollen (jeder sucht irgendwann seien wurzeln wieder...)
was ich eben eigenartig finde ist: sie "musste" uns nie besuchen, weil es ein besuchsrecht gibt. mein mann hat sie ja 4 jahre nicht gesehen und keinen kontakt. sie wollte ihn wieder sehen und kommen. sie suchte sich auch immer aus, wann sie kommen will oder zeit hat etc. niemand schrieb ihr vor, ob sie überhaut zu kommen hat. das ist ja bei jüngeren kindern viel schwieriger, da da einfach festgelegt wurde alle 14 tage und basta.
ich habe meinem mann oft gesagt, dass er mal mit ihr was alleine tun soll (als sie noch zu uns kam), doch das wollte SIE nicht! warum hat nie jemand erfahren. sie wollte ja zu uns kommen und mit uns etwas unternehmen. wenn mein mann dann doch sagte er macht mit ihr allein was, dann lehnte sie ab....

es war eben immer schon recht schwierig mit ihr .... weil sie eben nicht klar zum ausdruck bringt, was sie eigentlich wirklich will.
mein mann ist immer noch dagegen sie zur hochzeit einzuladen, weil er befürchtet, dass sie sich dort aufführt. außerdem ist da noch das problem, dass sie a ja bei uns vorher übernachten müsste .... ihre mutter bringt sie sicher nicht hin...
und es ist auch nicht so, dass ich bei uns jeder eine heile familie wünscht! wir leben schon in der realität und wissen genau, dass es mit kindern und neuen partnern nicht so einfach ist.
nur: auf ein kind einzugehen, das selbst gar nicht weiß was es genau will oder nicht will ist nun mal schwierig. ich denke dass ei dem mädchen eines fehlt: vertrauen.
ich glaube sie vertraut ihrem vater nicht und damit fängt die ganze sache an schief zu laufen. wenn ich nicht darauf vertrauen kann, dass mich jemand liebt (und wenn ich ihn so lange nicht gesehen habe - und nur infos von der mutter bezüglich ihm kamen - die warn sicher nicht positiv), wie soll ich mich dann ihm anvertrauen? klar ist auch, dass ich dann auch nicht über mich und mein leben sprechen werde, da ich ja nicht weiß, wie mein gegenüber reagiert....
ich denke dass eben dieses urvertrauen nicht mehr da ist und deshalb der kontakt so schwierig ist. aber: so ein vertrauen kann man ja nicht von einem tag auf den anderen aufbauen (überhaupt wenn es da noch eine andere familie gibt, die dagegen arbeitet).
ich hoffe dass mein mann es schafft, durch einige treffen ein wenig "gefühl" zwischen ihnen wieder wachsen lassen zu können, sonst glaube ich wird er sie bald nicht mehr sehen.

Aber dennoch bin ich ein absoluter gegner davon, den kontakt ganz abzubrechen - es sei denn, das kind ist alt genug und macht es von sich aus.

liebe grüße
Marie

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

Frühere Diskussionen
Lust auf mehr Farbe in deinem Leben?
wallpaper

Das könnte dir auch gefallen