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Getrennte Elternteile - Kommunikation

14. Juni 2011 um 15:52

Wieviel Kommunikation ist bei getrennten Elternteilen (mit jeweils neuen Partnern) für euch ok? Wann ist es zu viel? Wann tut es weh? Wieviel sollte man aushalten? Ich weiß, jede Erfahrung ist anders. Interessiert mich trotzdem! Wie läuft es bei euch?

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15. Juni 2011 um 11:53

Hm
Das ist natürlich eine sehr krasse Form. Aber danke Dir trotzdem für Deine Antwort und Meinung. Haben denn die Eltern nicht das recht, sich über die Entwicklung des Kindes zu unterhalten? Wenn man ein geteiltes Sorgerecht hat, gibt es ja auch manchmal Entscheidungen zu treffen. Vielleicht braucht auch der eine Elternteil hin und wieder einen Rat oder eine Meinung des anderen Elternteils, auch wenn sie getrennt sind? Sollte man nicht dem Kind zu liebe versuchen ein gutes Verhältnis aufrecht zu erhalten? Ich denke für jedes Kind wäre es Gift zu wissen, Mama und Papa hassen sich.

Ich bin eine "Stiefmami", ich schreibe hier also nicht aus der Sicht der verlassenen Mutter.

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15. Juni 2011 um 13:01

Es ist Deine Meinung,
die ich auch so absolut respektiere! Wenn ich wählen könnte, würde ich Deine Variante auch gern vorziehen, aber es ist einfach nicht möglich. Ich bin nämlich der Meinung, dass Kinder ALLES ändern. Wenn man einen Ex ohne ein gemeinsames Kind hat, dann wozu natürlich der Kontakt??? So was würde ich auch nicht akzeptieren. Aber das Kind verändert eben alles. Ich würde einfach gern mal wissen, wie es so für die anderen Patchwork Familien ist? Wie funktioniert es bei euch? Mit der Übergabe, mit den gemeinsamen Entscheidungen, wann sagen die Stiefmütter, es ist mir zu viel? Wieviel kann man dulden? Wo ist die eigene Grenze für sich selbst? Das sind die Fragen, die mich interessieren würden!

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21. Juni 2011 um 15:48

Schwierig und oft sehr subjektiv in der wahrnehmung...
Hallo,

Also ich hab auch schon oft darüber nachgedacht und in einem Buch mal folgendes gelesen, was mir irgendwie geholfen hat:

Wenn man in Rimini zur Hauptsaison am Strand liegt, dann empfindet man es als "normal erträglich" wenn man Handtuch an Handtuch liegt.....
Wenn man aber an einem einsamen Sandstrand ist und eine zweite, fremde Person legt sich direkt neben einen, dann fühlt man sich belästigt!

Ich find das trifft's!

Das Problem ist das Gefühl, daß ein Dritter sich in dein leben drängen kann, ohne, daß man wirklich die Chance hat das zu unterbinden...

Wichtig ist, daß man mit seinem Partner ein ähnliches Empfinden entwickelt.... Sonst fühlt man sich schnell in der Außenseiterrolle und die sollte jemand anderes haben

Aber eine fixe Ansage, so und so viele Telefonate, SMS, besuche .... Puh, ich denke da lässt sich keine pauschale Aussage treffen, außer vielleicht : so viel wie nötig, aber bitte so WENIG wie möglich!!!!

Lg
Ich

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29. Juni 2011 um 13:25

Danke...
für eure zahlreichen Meinungen! Ich denke jede Patchwork Familie ist unterschiedlich.
Bei mir läuft es eigentlich generell sehr harmonisch. Ich verstehe mich mit der Ex auch gut. Für mich war es wichtig zu begreifen, dass zu einem Kind auch eine Mutter dazu gehört. Und bis zu einem gewissen Alter wird sie auch mein Leben begleiten. Das zu ignorieren ist meiner Meinung nach ein reiner Selbstbetrug. Außerdem wollte ich ihr gegenüber natürlich und selbstbewußt auftreten. Das ist ja auch für mich gut, da ich so zeigen kann, es gibt nix wovor ich Angst habe. Du hast ihm zwar ein Kind geboren, ok...aber seine Nummer eines bist Du nicht und warst es vielleicht auch nie!
Ich sag ja generell....manchmal gibt es nun mal diese Momente, in denen man sich ausgeschlossen fühlt, auch wenn es nie so gemeint ist. Ich glaube mittlerweile auch von ihrer Seite nicht. Aber natürlich hat sie mehr Bezug zum Vater des Kindes als zu mir. Und ja...manchmal gibt es diese einsame Momente, egal wie harmonisch alles ist. Mir kam meine Frage eben auf, weil ich merke, dass sie ihn in sehr vieles miteinbezieht. Vorallem aber auch, wenn es um Probleme des Kindes geht. Das ist aber natürlich auch gut und wichtig so. Schließlich ist es sein Kind und er liebt seine Tochter über alles und möchte für sie da sein. Mein Verstand funktioniert meistens sehr gut und klar, so dass ich unterscheiden kann, was ist nötig, was ist jetzt übertrieben. Trotzdem kann ich mich hin und wieder nicht gegen ein Gefühl, das aufsteigt, nicht wehren. Ich glaube es ist ganz natürlich. Selbst die beste Stiefmami der Welt kann mir nicht sagen, dass es ab und an weh tun kann. Genau wie Lilo das gesagt hat: wenn jemand plötzlich ein Handtuch neben Dich legt, während Du auf einer einsamen Insel liegst, fühlt es sich unangenehm an.
Dazu kommt noch, dass seine Kleine ja nicht bei uns wohnt, es gibt Wochen, wo wir sie nicht sehen, dann gibt es nur uns zwei. Und dann kann auf einmal alles anders werden...sie ist da und man erinnert sich daran, dass er auch noch Vater ist. Und natürlich auch dass es eine Mutter zu diesem Kind gibt.
Naja...das ist wohl das Los, wenn man sich einen Mann mit Anhang gewählt hat! Entweder man kommt auf Dauer gut damit klar, oder man ist ehrlich zu sich selbst, wenn es zu sehr weh tut und entfernt sich.

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