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Gemeinsames Sorgerecht - Trennung - was nun?

15. November 2010 um 9:42

Hallo Liebe Foristi,

ich habe ein riesiges Problem. Ich musste mich von meinem Freund trennen, da eine Beziehung nicht mehr funktioniert. Es geht einfach nicht mehr! Er ist 29, macht nun schon die 3. Ausbildung und kümmert sich weiter um nichts. Ich bin diejenige, die alles Organisiert, da ich mit unserer 2,5 jährigen Tochter noch im Erziehungsurlaub bin. Ich gehe einkaufen, mit Ihr zum Arzt, mach fast den gesamten Haushalt (zu 95%), kümmere mich den ganzen Tag um die Kleine und löse seine Probleme. Er kümmert sich kaum um die Kleine. Er spielt vllt eine halbe Stunde am Tag mit ihr und hat sonst alles andere im Kopf. Bei einer Arbeitszeit von 8 Uhr bis 16:45Uhr braucht man auch mal abstand von der Kleinen am Rechner oder anderen Dingen. Die Kleine geht noch nicht in den Kindergarten da ich zuhause bin.

Nun haben wir die gemeinsame Sorgerechtserklärung unterschrieben, da eine Aufklärung vom Jugendamt NICHT erfolgte bei der Vaterschaftsanerkennung.

Im Juli hatte ich mich schonmal getrennt. Jedoch sagte er mir, dass er die Kleine mitnimmt und so habe ich mich diesem Druck ergeben, und mich nochmal gezwungenermaßen mit ihm zusammengerafft.

Nun ist es endgültig aus! Ich kann nicht mehr Schauspielern um mein Kind zu behalten.
Nun will er in seine alte Heimat zurück kehren (sind 600km von hier entfernt) und einen Studiengangswechsel machen. Und die Kleine will er mitnehmen. Er redet mir ein, dass ich mich nicht ums Kind kümmern würde. Dass ich mich nicht um den Haushalt kümmern würde und allgemein: Ich wäre eine schlechte Mutter. Ich kümmere mich aber ums Kind. Ich bin den ganzen Tag zuhause, da ich vor der Schwangerschaft meinen Job verlohr (momentan Hartz4 + Minijob). Es hat - auch zuhause - einen geregelten Tagesablauf, saubere Kleidung, wir backen und kochen zusammen, spielen und basteln, gehen spazieren und allgemein: ich erkläre Ihr die Welt. "Große Autos und kleine Autos und kleine Wauwaus machen "wauwau" und große Wauwaus machen "wuff-wuff".

Trotzdem behauptet er, dass ich eine schlechte Mutter sei und seine Eltern geben Ihm auch noch recht. Gestern hat er mir eine selbstverfasste Elternvereinbarung hingelegt, die ich doch bitte unterschreiben soll. Er will die kleine einfach mit in seine alte Heimat nehmen. Inhaltlich wurde bis ins Detail geregelt, wer die Kosten beim Besuch übernimmt, was alles berichtet werden muss usw. Ich will nicht, dass die Kleine bei Ihm wohnt! Er kommt aus einem Messihaushalt (direkt vom Elternhaus zu mir gezogen) und lebt diese Unordnung auch hier im Haushalt aus. Hier liegen Cuttermesser und Flaschen von Verdünnungsmitteln herum, würde ich sie nicht weg räumen. Es kam auch schon vor, dass die kleine mit dem Zeug in der Hand herumlief, weil ich es einmal nicht sofort entdeckt hatte und weg räumen konnte. Ich bekomme hier die Kriese mit seiner Ordnung! Ich bin nur am räumen und saubermachen! Habe ich Samstags einen Termin und komme Nachmittags heim, läuft die Kleine noch immer im Schlafanzug herum.... . Ich mache hier fast alles allein und er tut fast nichts (mal die Spühlmaschine ausräumen und die Arbeitsplatte abwischen = die 5%).

Nun schlug er mir wieder einen anderen Kompromiss vor:
Entweder ich bleibe hier und die Elternvereinbahrung greift (Kind zu Ihm), ich gehe mit in seine alte Heimat und das Kind zu Ihm oder ich komm mit in seine alte Heimat und Kind zu mir. Eine andere Lösung gibt es für Ihn nicht. Ich werde regelrecht erpresst.
Zudem muss ich mir abends 3 - 5 Stunden vorhalten lassen, wie böse und schlecht ich bin. Ich bin kurz davor zu sagen: "Nimm das Kind mit und höre auf, mich zu terrorisieren". Einfach aus ziehen kann ich hier nicht, da wir beide im Mietvertrag stehen. Nehm ich die kleine mit ist es Kindesentzug meinerseits. Lass ich die kleine da, verwahrlost sie bei Ihm, da er ja studiert.

Ich weiss nicht mehr, was ich machen soll! Er will mir das Kind "wegerpressen". Ich bin psychisch am Ende mit seinen Vorhaltungen und dem Gedanken im Nacken, ihm das Kind überlassen zu müssen.

Was soll ich jetzt tun? Ich muss hier raus ... ich drehe hier durch!

Doro

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15. November 2010 um 9:55

Edit
EDIT: Das geht nun schon seit 5 Wochen! Ich hab mich vor 5 Wochen von Ihm endgültig getrennt und seitdem artet das hier in Terror aus. Er sollte sich überlegen, wie er weiter vor geht. Aber in "Hotel" Doro hat er alles, was er braucht und er kommt immer mit der Antwort: "Ich weis nicht, was ich machen soll!". Er hat kein Interesse hier was zu ändern. Das liebste wäre Ihm, dass wieder alles wie vorher wird und ich auch noch mit ihm schlafe (er macht eindeutige Andeutungen). Er weiss angeblich auch, wann ich spaß mit mir selber hatte weil er das an meinem Eigengeruch erkennen könne. Ich bin momentan Emotional so tot .... . Er spioniert mir überall hin nach, ruft ständig an und will ins Detail wissen, was ich wann gemacht habe. Sag ich ihm das nicht, hätt ich - seiner Meinung nach - was zu verbergen, was sich zu meinem Nachtei auswirken wird (sagt er).

Seit 5 Wochen schlaf ich im Kinderzimmer! Nur dort habe ich meinen Frieden. Frieden zum heulen, heulen, schlafen und heulen. Zumindestens für max 10 Minuten, da dann spätestens die Tür wieder auf springt und er darin steht und wissen will, was los ist.

eure Doro

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15. November 2010 um 15:29

Hallo
Das ist ja eine ganz schön blöde Situation in der du da steckst. Aber gib bloß nicht auf, denn so einfach ist es für ihn auch nicht, euer Kind mit zu sich zu nehmen.

Wie habt ihr denn das mit dem Aufenthaltsbestimmungsrecht geregelt? Habt ihr das auch zusammen oder nur du alleine? Denn das ist eigentlich ausschlaggebend, wo sich das Kind aufhalten kann/muss.
Vor allem würde ich mich mal beim Jugendamt erkundigen und dort deine Geschichte vortragen. Es wird vor allem (versucht) im Wohle des Kindes gehandelt. Wenn es an dir hängt und du ihre Bezugsperson bist, wird das Jugendamt sicher nicht zustimmen, dass dein Ex das Kind mit zu sich nimmt. Wenn dir da keiner helfen kann, würde ich den Rat bei einem Anwalt suchen. Beim Jugendamt kannst du auch mal fragen, wie es ist, wenn du mit der Kleinen ausziehst. Schließlich wohnt kein getrenntes Paar ständig zusammen, weil es sonst Kindesentzug ist...

Was die Sache mit der Wohnung betrifft, würde ich mich an den Mieterschutzbund oder ähnliche Organisationen wenden, um zu klären, was du tun musst, um ordentlich aus der "Wohnungsgeschichte" rauszukommen. Aber es kann ja sicher kein Dauerzustand sein, dass du mit deinem Ex unter einem Dach wohnst, nur weil ihr zusammen im Mietvertrag steht.

Hoffe ich konnte dir zumindest schonmal ein wenig helfen!

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15. November 2010 um 16:11
In Antwort auf hikari_11862858

Hallo
Das ist ja eine ganz schön blöde Situation in der du da steckst. Aber gib bloß nicht auf, denn so einfach ist es für ihn auch nicht, euer Kind mit zu sich zu nehmen.

Wie habt ihr denn das mit dem Aufenthaltsbestimmungsrecht geregelt? Habt ihr das auch zusammen oder nur du alleine? Denn das ist eigentlich ausschlaggebend, wo sich das Kind aufhalten kann/muss.
Vor allem würde ich mich mal beim Jugendamt erkundigen und dort deine Geschichte vortragen. Es wird vor allem (versucht) im Wohle des Kindes gehandelt. Wenn es an dir hängt und du ihre Bezugsperson bist, wird das Jugendamt sicher nicht zustimmen, dass dein Ex das Kind mit zu sich nimmt. Wenn dir da keiner helfen kann, würde ich den Rat bei einem Anwalt suchen. Beim Jugendamt kannst du auch mal fragen, wie es ist, wenn du mit der Kleinen ausziehst. Schließlich wohnt kein getrenntes Paar ständig zusammen, weil es sonst Kindesentzug ist...

Was die Sache mit der Wohnung betrifft, würde ich mich an den Mieterschutzbund oder ähnliche Organisationen wenden, um zu klären, was du tun musst, um ordentlich aus der "Wohnungsgeschichte" rauszukommen. Aber es kann ja sicher kein Dauerzustand sein, dass du mit deinem Ex unter einem Dach wohnst, nur weil ihr zusammen im Mietvertrag steht.

Hoffe ich konnte dir zumindest schonmal ein wenig helfen!

Alles nicht so einfach
Wegen dem Aufenthaltsbestimmungsrecht ist für Ihn alles geklärt. Momentan haben wir es ja beide. Wenn ich den Vertrag unterschreibe, dann liegt es bei Ihm. Da ist genau geregelt, wann wie und was genau wann und wie zu geschehen hat. Nur SEINEN Vertrag unterschreibe ich auf keinen Fall. Ich bin nicht blöd.

Aus der Wohnung isses nicht so einfach aus zu ziehen, da ich weitere 3 Monate die hälfte der Miete zu zahlen hätte und das ist nebst der neuen Wohnung dann ein Problem. Alleine kann er die Wohnung mit seinem Bafög nicht halten. Alles nicht so einfach. Die Kündigungsfrist beträgt leider 3 ordentliche Monate.

Das Jugendamt ... mit denen hatt ich noch nichts zu tun ausser eben die Vaterschaftsanerkennung, gemeinschaftliches Sorgerecht und beantragung des Kindergartenplatzes. Ansonsten hatt ich mit denen noch nichts zu tun und kenne mich da auch nicht aus.

LG die Doreen

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15. November 2010 um 18:05

FAKE!?!?
Also sorry, meine es wirklich nicht böse, aber entweder es ist ein Fake, aber und jetzt sei bitte nicht böse...DU BIST EINFACH ZU DOOF!!! Wie kann es sein, dass Du überlegst Deinem Freund Dein Kind zu geben?? Und was ist das für ne Aussae...ich kenn mich nicht mit dem Jugendamt aus??? Dann ist es höchste Zeit den Hintern hochzubekommen und Dich damit zu befassen würde ich sagen. DEINE RECHTE, Seine Rechte und vor allem WAS IST GUT FÜR EUER KIND!!!! Das mit der Wohnung wird sich dann mit deren Hilfe oder Hilfe der Arge, oder, oder ...sicherlich regeln...da wirst Du bestimmt auch finanzielle Unterstützung bekommen...die geben auch Kredite etc...wenn es nur wegen des Geldes ist bzw. der Künigungsfrist...!! Das sind meiner Meinung nach alles nur faule Ausreden Deinerseits. Also ich würde ALLE Ämter ablaufen und zwar persönlich....und wenn ich alles geregelt hätte, würde ich mein KIND mit zu mir nehmen, wohin sonst...DU BIST DIE MAMA..es sei denn, Du bist überfordert bzw. könntest damit leben, wenn es beim Papa gross wird. Aber erpressen kann er Dich gar nicht. Für sowas gibt es Ämter und Gesetze...!! Man darf als Frau bloss nicht auf hilflos machen und sich ins Bett legen und weinen. Wenn Du da weg willst, dann LOS! Wenn Du Dein Kind bei Dir behalten willst dann HOCH MIT DEM HINTERN, Termine machen etc....DU BIST ERWACHSEN, kämpfe um Deine MAUS!!

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15. November 2010 um 18:47


Also ich kann auch nur fragen...Fake oder völlig neben der Spur?

Ich geh mal von Zweitem aus und deshalb mein einziger Rat an dich:

Unterschreib nichts und nimm dir schleunigst einen Anwalt.

Und nächstes Mal informierst du dich, bevor du etwas unterschreibst und wartest nicht darauf, daß dich jemand informiert....soviel zum Thema Jugendamt.

LG Zimt

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18. November 2010 um 12:15

Erste Handlung
Zuallererst: Ich bin kein Fake! Ich bin lediglich verzweifelt und neben der Spur!

Ist es ein verbrechen, sich bisher nicht mit dem Jugendamt beschäftigt haben zu müssen? Anscheinend schon.

Aber zuallererst: ich war heute beim Jugendamt. Eher ging es nicht, da mein Ex-Freund Am Dienstag mal wieder seine imaginären Kopf, Rücken und Magenschmerzen hatte. Oder - um bei der Wahrheit zu bleiben - er hatte verschlafen. Gestern war bei uns Feiertag und nur die Post musste arbeiten.

Also, ich war heute beim Jugendamt. Die haben mich zur Sozialberatungsstelle weiter geleitet. weil sie auch nicht helfen konnten Also war ich auch dort. Die haben mir geraten, in ein Frauenhaus zu gehen oder mich an anderer Stelle beraten zu lassen. Diese Beratungsstelle arbeitet auch mit dem Frauenhaus zusammen. Also besteht noch immer die Möglichkeit hier ab zu hauen - vorerst.

Da hab ich heute Nachmittag evtl ein gespräch, wenn die denn von der Schulung wieder da sind. Schaun wir mal, wie es weiter geht. Es besteht akuter Handlungsbedarf laut Sozialarbeiter und ich will in der Sache hier vorwärts kommen.

Drückt mir die Daumen oder auch nicht.

eure Doro

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21. November 2010 um 12:57

Das Kind ist wichtig
Eine Trennung vom Partner ist immer mit großen Emotionen, Enttäuschungen und daraus resultierenden "Zwist" verbunden.
Bitte hierbei nicht das Kind vergessen. Egal wie klein, ein Kind besteht immer zu zwei Teilen aus Vater und Mutter. Es hat genau nur eine Mutter und genau nur einen Vater. Diese beiden gilt es in Ehren zu halten. Das gilt für Vater und auch Mutter.
Der Weg zum Anwalt führt unweigerlich zu einer gerichtlichen Auseinandersetzung, einer Auseinandersetzung, die wieder die ohnehin schon kochenden Emotionen weiter eskalieren läßt.
Der Weg ist doch schon geebnet. Eine Elternvereinbarung liegt auf dem Tisch, die von beiden Seiten zur Not mit Dritter Hilfe (Beratungsstelle etc.) angepaßt werden kann auf die jewiligen Bedürfnisse.
Zeigt Eurer Tochter wie man erwachsen mit einer solchen Situation umgeht.
Und versucht in einem respektvollen, elterlichen Gespräch zu bleiben.
Euerr Tochter wird es Euch später danken.

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