Home / Forum / Meine Familie / Kinder und Erziehung / Gemeinsames sorgerecht

Gemeinsames sorgerecht

23. April 2006 um 11:52 Letzte Antwort: 24. April 2006 um 21:18

hallo zusammen,

ich hab da eine dringende frage, und zwar wegen dem gemeinsamen sorgerecht unverheirateter.

meine freundin ist jetzt im 9. monat schwanger und hat mit dem kindsvater dies gemeinsame sorgerecht unterschrieben. sie ist auch noch mit ihm zusammen (wiedermal), sich aber doch endlich entschieden von ihm zu trennen, da er sich immer mehr zum schlechten verändert.
ich persönlich glaube, er hat sich nur eingeschleimt und geschmeichelt bis er das sorgerecht hat und jetzt benimmt er sich schon so, als hätte er das alleinige erziehungsrecht. will alles bestimmen und buttert sie total unter, hackt auf ihr rum und lässt ihr keine ruhe.

jetzt mach ich mir sorgen, sie ist sehr traurig und weint viel. ich hab ein paar fragen:
kann man das unterschriebene sorgerecht rückgängig machen? kann er ihr das sorgerecht streitig machen wenn sie jetzt auszieht?
hat jemand ähnliches durchgemacht, oder macht es grad durch?

ich bin über jede antwort dankbar!
viele grüße sue

Mehr lesen

23. April 2006 um 14:25

Hallo
wir haben auch ein gemeinsames sorgerecht und der mensch vom jugendamt hat zu mir gesagt wenn ich jetzt unterschreibe könnte ich nichts mehr rückgängik machen und es wird im falle von streit vor dem familiengericht verhandelt.wir sind auch nicht verheiratet doch ich ahbe immer überlegt wenn mir mal was passieren sollte und er hat dann kein sorgerecht was passiert dann mit der kleinen?
am besten sie ruft nochmal beim jugendamt an und erkundigt sich.alles gute deiner freundin

Gefällt mir
23. April 2006 um 17:02

Also bei mir ist das so
wir beide haben das sorgerecht gemacht als eltern, wir sind auch unverheiratet.
beim jugendamt muss man sie aber vorher aufgeklärt haben das es eine endgültig entscheidung ist!
rückgängig kann man das leider nicht machen, daher landet ja so vieles vor gericht.
geht es wirklich vors gericht wird meist zu gunsten des kindes entschieden und in den meisten fällen bleibt dann das kind bei der mutter und der vater hat ein besuchsrecht.
mit der unterschrift für das gemeinsame sorgerecht hat er automatisch die vaterschaft anerkannt und muss für immer für das kind zahlen, das einzige positive wäre das wenn es wirklich zu einer trennung der eltern kommen könnte. von vorteil wäre wenn man in einer intakten beziehung ist und einem eltern passiert was, hat das andere elternteil automatisch das sorgerecht für das kind.
man sollte allerdings als tipp von mir zu lebzeiten ein schriftstück aufsetzen das im falle eines todes der mutter die erziehung von der oma der mutter übernommen hat, denn wenn wirklich der mama von dem kind was passiert, wird das kind wohl eher von der familie vom vater das kindes erzogen. das schreiben muss man aber notariell beglaubigen lassen.
so nun hoffe ich nur das allerbeste für das kind und hoffe die antwort war ausreichend?

gruss happy

Gefällt mir
24. April 2006 um 14:53
In Antwort auf an0N_1251687699z

Also bei mir ist das so
wir beide haben das sorgerecht gemacht als eltern, wir sind auch unverheiratet.
beim jugendamt muss man sie aber vorher aufgeklärt haben das es eine endgültig entscheidung ist!
rückgängig kann man das leider nicht machen, daher landet ja so vieles vor gericht.
geht es wirklich vors gericht wird meist zu gunsten des kindes entschieden und in den meisten fällen bleibt dann das kind bei der mutter und der vater hat ein besuchsrecht.
mit der unterschrift für das gemeinsame sorgerecht hat er automatisch die vaterschaft anerkannt und muss für immer für das kind zahlen, das einzige positive wäre das wenn es wirklich zu einer trennung der eltern kommen könnte. von vorteil wäre wenn man in einer intakten beziehung ist und einem eltern passiert was, hat das andere elternteil automatisch das sorgerecht für das kind.
man sollte allerdings als tipp von mir zu lebzeiten ein schriftstück aufsetzen das im falle eines todes der mutter die erziehung von der oma der mutter übernommen hat, denn wenn wirklich der mama von dem kind was passiert, wird das kind wohl eher von der familie vom vater das kindes erzogen. das schreiben muss man aber notariell beglaubigen lassen.
so nun hoffe ich nur das allerbeste für das kind und hoffe die antwort war ausreichend?

gruss happy

Danke
für deinen beitrag, hat mir geholfen

gruß sue

Gefällt mir
24. April 2006 um 19:19

Also
....die Einwilligung zum gemeinsamen Sorgerecht kann nur mit seeeeehr triftigem Grund zurückgenommen werden, d.h. zurückgenommen ist der falsche Ausdruck, das wird vor dem Familiegericht verhandelt und als triftiger Grund würde z.B gelten wenn das Kind durch Gewalt etc ernsthaft in Gefahr wäre........meine Schwester war auch so dämlich und hat das unterschrieben! Sie trifft sich jetzt mit ihrem Ex regelmäßig auf dem Familiengericht )
Wenn sie jetzt auszieht kann er ihr aber nix! Also keine Bange, die Mutter hat in der Regel das Aufenthaltsbestimmungsrecht. Bei Familiengerichtssachten streiten sich Eltern in der Regel um drei Dinge, das Sorgerecht, das Aufenthaltsbestimmungsrecht und das Besuchsrecht........alles kann und wird in der Regel unabhängig von einander verhandelt. Die Gerichte entscheiden aber bei sehr kleinen Kindern in der Regel, das Kind bei der Mutter zu lassen, es sei denn sie kann und will sich nicht vernünftig um das Kind kümmern.

In jedem Fall sollte deine Freundin einen Rechtanwalt aufsuchen, diese Beratungsgespräche zahlt bei gewissen Umständen (niedriges Einkommen, keine riesigen Sparrücklagen etc.) das Amt.........den Anwalt unbedingt vorher informieren das es ein reines Beratungsgespräch is! So kann deine Freundin sich schlau machen und gestärkt dem LAckaffen entgegentreten. ProFamilia hilft auch!

ToiToi Toi auf Euerem Weg und alles gute für die Geburt

Gefällt mir
24. April 2006 um 21:18
In Antwort auf rati_12870244

Also
....die Einwilligung zum gemeinsamen Sorgerecht kann nur mit seeeeehr triftigem Grund zurückgenommen werden, d.h. zurückgenommen ist der falsche Ausdruck, das wird vor dem Familiegericht verhandelt und als triftiger Grund würde z.B gelten wenn das Kind durch Gewalt etc ernsthaft in Gefahr wäre........meine Schwester war auch so dämlich und hat das unterschrieben! Sie trifft sich jetzt mit ihrem Ex regelmäßig auf dem Familiengericht )
Wenn sie jetzt auszieht kann er ihr aber nix! Also keine Bange, die Mutter hat in der Regel das Aufenthaltsbestimmungsrecht. Bei Familiengerichtssachten streiten sich Eltern in der Regel um drei Dinge, das Sorgerecht, das Aufenthaltsbestimmungsrecht und das Besuchsrecht........alles kann und wird in der Regel unabhängig von einander verhandelt. Die Gerichte entscheiden aber bei sehr kleinen Kindern in der Regel, das Kind bei der Mutter zu lassen, es sei denn sie kann und will sich nicht vernünftig um das Kind kümmern.

In jedem Fall sollte deine Freundin einen Rechtanwalt aufsuchen, diese Beratungsgespräche zahlt bei gewissen Umständen (niedriges Einkommen, keine riesigen Sparrücklagen etc.) das Amt.........den Anwalt unbedingt vorher informieren das es ein reines Beratungsgespräch is! So kann deine Freundin sich schlau machen und gestärkt dem LAckaffen entgegentreten. ProFamilia hilft auch!

ToiToi Toi auf Euerem Weg und alles gute für die Geburt

Danke dir
dein beitrag hat mir geholfen ich werd ihr nochmal ganz eindringlich den rat geben so schnell wie möglich auszuziehen . . . sie wohnt ja dummerweise auch noch bei ihm.

danke und gruß

Gefällt mir
Diskussionen dieses Nutzers