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Gemeinesames Hause *schrei* - wie Freund klar machen, dass das nix wird

4. Dezember 2011 um 9:22

Guten Morgen zusammen,

ohne lang um den heißen Brei zu reden, mein Freund will mit seiner Mutter und uns in ein gemeinesames Hause (zwei getrennte Wohneinheiten) ziehen.

Die Idee dazu stammt von mir. Damals habe ich mich mit Schwiegermonster noch gut verstanden.

Warum das nicht mehr so ist: als ich noch schwanger war, hat sie mir ständig ihre Unterstützung und Hilfe zugesagt, als es drum ging, ob ich ein weiterführendes Studium in der Elternzeit mache oder nicht. Ich hab mich dann, doof wie ich war, dafür entschieden, da ich mit Unterstützung rechnete.

Seit sie mir "helfen" wollte und die komplette Verwandtschaft über meine angebliche Depression unterrichtet hat, bin ich stinksauer auf sie. Richtige Hilfe ist nicht zu erwarten, sie mischt sie bloß überall ein, dramatisiert alles.

Mit dramatisieren meine ich, dass sie z. B. R., die einmal gehustet hat, gleich ne Lungenentzündung diagnostiziert hat und hier nen riesen Aufstand machte, weil ich nicht zum Arzt mit ihr wollte. Genauso meine angebliche Depression oder diverse andere Krankheiten, die R. und ich angeblich haben.

Dann hat sie so ne Art an sich, ihre komplette Umgebung auszunutzen, sie bittet jeden ständig um kleine Gefallen, aber wenn man sie bittet, sagt sie sofort nein. Mit ihrem Bruder und Nachbarn hat sie deshalb schon Streit.
Ich bin da mittlerweile auch schon angepisst, weil ich, wenige Tage nach der Geburt, ihr Telefon und Computer neu einrichten musste (was stundenlang dauerte), sie mir aber, als ich erkältet war, nicht mal ne Dosensuppe vom Einkaufen mitbringen konnte. So ist sie immer und zu jedem.

Mein Freund will, unter dem Gedanken, dass seine Mutter irgendwann alt und nicht mehr fit ist, ein gemeinsames Haus und versteht überhaupt nicht, wieso ich das nicht will.

Ich glaube, das würde überhaupt nicht funktionieren, weil mir die Frau mit ihrem Gejammer, ihrem Dramatisieren von nichtigen Ereignissen total auf den Nerv geht. Er denkt, dass sie sich dann weniger einmischt.

Ich denke eher, dass sie, wenn sie mehr mitbekommt, sich auch mehr einmischt. Denn perfekt bin ich nicht, obwohl ich das wohl zu sein habe.

Wie kann man das lösen? Ich möchte sie nicht so nah bei mir haben, kann aber auch meinen Freund verstehen, dass er für sie da sein will, weil sie bestimmt nicht fitter wird. Außerdem sagt er, sie war früher ganz anders als heute und hat ihm viel ermöglicht, weil sie ihn immer unterstützt hat.

Meine Angst ist, da er so viel arbeitet, dass dann alles an mir hängen bleibt und ganz ehrlich, auch wenn es sich gemein anhört, ich will das nicht. Ich habe die Frau nur als nörgelnde Frau kennengelernt, die, ihre komplette Umgebung ausnutzt und ich habe einfach überhaupt keine Lust, die länger als nötig zu ertragen und mich um sie zu kümmern.

Außerdem hab ich die Angst, dass sie, wie sie es jetzt schon macht, mich ständig um "kleine" Gefallen bittet, wo ich dann selbst stundenlang beschäftigt bin, dafür hab ich mit Kind, Arbeit und Studium einfach keine Zeit (und keine Lust).

Wie kann ich meinem Freund klar machen, dass das so nicht geht? Aber ich will sie auch nicht ausschließen, weil ich verstehe, dass mein Freund sich um sie kümmern will. Es gibt keine Lösung. Von mir aus könnte sie ja in einem gemeinsamen Haus sein, wenn sie in ihrer Wohnung bleibt und mich mit ihrem Zeug in Ruhe lässt (außer, es ist mal wirklich was wichtiges und nicht täglich).

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6. Dezember 2011 um 10:56

Bitte kein gemeinsames Haus,
das geht nur mit wirklich erwachsenen mündigen Menschen, die ihr eigenes selbstbestimmtes Leben führen und Grenzen akzeptieren. Das höre ich bei euch nicht heraus. Dein Freund, Vater eures Kindes, gehört zu 100 % an deine Seite, das heißt nicht, dass er mit der Mutter nichts zu tun hat oder gar bricht, aber er muß sich eindeutig positionieren. Und wenn die Mutter älter wird und tatsächlich Hilfe braucht, dann lässt sich das organisieren.
Ich würde an deiner Stelle ganz klar dabei bleiben, dass du das nicht möchtest. Notfalls würde ich das bei einer Paarberatung klären, das wäre sinnvoller als nachher eine zerbrochene Beziehung. Und der Weg dahin ist leider sehr kurz, ständige Tropfen höhlen den Stein. Ihr seid eine Familie, du dein Partner und dein Kind und das steht an erster Stelle. Du darfst deine Bedenken ganz klar äußern und auch bei deinem "Nein" bleiben.
Gruß melike

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14. Dezember 2011 um 12:32

Bleib da weg!
Ich kann mich meinen Vorrednerrinnen nur anschließen: zieh da nicht ein. Wie du das deinem Freund klar machst? "Ich zieh da nicht ein. Mein Vorschlag von damals war eine dumme Idee." Und bleib dabei! Es ist schön und gut dass er sich um sie kümmern will - das geht auch wenn ihr in der Nähe wohnt. Keinesfalls in einem Haus! Mach da keine Kompromisse mit Versprechungen, die dann eh nicht eingehalten werden.
Und lass dich nicht durch schlechtes Gewissen u.ä. dazu bringen. Du bist nicht für sie verantwortlich, sondern sie selbst.

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15. Dezember 2011 um 11:17
In Antwort auf melike13

Bitte kein gemeinsames Haus,
das geht nur mit wirklich erwachsenen mündigen Menschen, die ihr eigenes selbstbestimmtes Leben führen und Grenzen akzeptieren. Das höre ich bei euch nicht heraus. Dein Freund, Vater eures Kindes, gehört zu 100 % an deine Seite, das heißt nicht, dass er mit der Mutter nichts zu tun hat oder gar bricht, aber er muß sich eindeutig positionieren. Und wenn die Mutter älter wird und tatsächlich Hilfe braucht, dann lässt sich das organisieren.
Ich würde an deiner Stelle ganz klar dabei bleiben, dass du das nicht möchtest. Notfalls würde ich das bei einer Paarberatung klären, das wäre sinnvoller als nachher eine zerbrochene Beziehung. Und der Weg dahin ist leider sehr kurz, ständige Tropfen höhlen den Stein. Ihr seid eine Familie, du dein Partner und dein Kind und das steht an erster Stelle. Du darfst deine Bedenken ganz klar äußern und auch bei deinem "Nein" bleiben.
Gruß melike

Danke euch
Momentan hat sich mein Freund auf zwei getrennte Wohnungen im gleichen Ort geeinigt, so wie wir es jetzt auch haben. Dann kann er sich um sie kümmern, aber sie sitzt mir nicht den ganzen Tag auf der Pelle.
Ich glaube aber, er hofft, dass ich mich noch mal umentscheide, wenn es mir besser geht, heißt, der Lernstress wegfällt. Er versteht einfach nicht, wieso ich nicht mehr will, denn es war meine Idee.

Die Idee hatte ich, bevor unser Kind geboren wurde, damals war SM ganz anders als heute. Sie hat noch MIT mir geredet, nicht nur ÜBER mich. Sie hat sich auch rausgehalten, ich durfte meine Entscheidungen alleine treffen bzw. wir unsere Entscheidungen.

Naja, hoffen wir das beste, dass mein Freund es irgendwann einsieht.

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