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Fremdes Kind wird nicht "bespaßt"

10. Juni 2014 um 17:23

Hallo an Alle.
Bei uns gibt es ein Kind, welches jeden Tag im Sandkasten spielt. Es sitzt IMMER alleine im Sandkasten und quatscht Leute mit Kindern an, ob die Ihre Kinder nicht zum Spielen schicken können. Leute ohne Kinder werden gefragt, ob diese nicht ein Kind hätten, welches mit ihm spielen könne. Das Kind macht nicht den Eindruck, daß es vernachlässigt wird. Es sieht normal ernährt aus, kann sich ziehmlich gut ausdrücken und ist ordentlich erzogen.
Das Einzige, was sehr traurig ist, ist eben, daß es immer alleine spielt und die Mutter wahrscheinlich keine Lust hat, mit ihm zu spielen. Die Mutter hat noch einen Zwerg vom 3/4 Jahr. Aber das kann doch keine Ausrede sein.
Jetzt hat das Kind uns ausfindig gemacht, weil wir auf dem Balkon mit Wasserpistolen spielten. Und da Klingelte das Kind bei uns im Sturm und fragte ob wir nicht mit ihm im Sandkasten spielen können. Nachdem ich verneinte fragte mich das Kind noch eine Weile aus, wobei ich erwähnte, dass sich unser kleiner noch ein Buch angucken wird. Nach 3 Minuten klingelte das Kind wieder und fragte, ob es nicht auch das Buch mit ansehen kann... Abgesehen davon, daß es traurig ist, und daß das Kind mal an den falschen geraten könnte würde ich mich gar nicht trauen mit dem Kind zu spielen da mir dann eben solche Unterstellungen passieren könnten. Das Sandkastenkind ist ca. 5 oder 6. Unser ist 4. Da das Kind ja nicht wirklich vernachlässigt oder misshandelt wird: kann man als "Fremder mit eigener Familie" überhaupt etwas dagegen machen? Oder kennt ihr ähnliche Fälle? Und wenn ja, was macht man da, ohne sich in Bredullie zu bringen?

Gruß
Tom

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13. Juni 2014 um 10:19

Das Problem kenne ich,
leider. Wir wohnen in einem Mehrfamilienhaus, wo mehrere Kinder ständig auf der Straße rumlaufen. Es klingt gut, wie in "den guten alten Zeiten" und ich habe auch meine Tochter erlaubt, zeitweise auch draußen zu spielen. Aber z.B. gestern habe ich ein Nachbarskind zum Spielplatz mitgenommen (sie geht mit ihre Mutter nie hin). Und dann fängt das Kind an: Ich möchte in die Eisdiele, ich möchte auf einen anderen Spielplatz (ziemlich weit weg, kennt sie von Ausflügen mit anderen Nachbarn), wann geht ihr schwimmen? da komme ich auch mit. Gehst du einkaufen? Ich komme mit dir.

Irgendwie ist das dann lästig, oder? Dazu haben die Mädchen fast nicht gespielt und nur gezankt. Zum Schluss fangen sie an, sich zu bespucken und ich habe sie, trotz Prosteste, nach Hause gebracht. Beziehungsweise: mein Kind nach Hause und das Mädchen trieb sich weiter auf der Wiese vor dem Block, sehr zufrieden, dass meine Kleine Ärger bekommen hatte. Meine Tochter hat verstanden, dass es nicht gut ist, andere Kinder zu bespucken, aber die Kleine von den Nachbarn? Nööö, sie war bis 22:00 draußen.

Ich weiß auch nicht, was ich machen soll. Einen Garten haben wir nicht. Ich arbeite und habe nicht die Zeit, immer mir ihr zum Spielplatz zu gehen. Ich habe drei Kinder und die Hausaufgaben müssen beaufsichtigt werden, der Haushalt gemacht etc. Es wäre praktisch, wenn sie auf der Wiese zwischen Blocks mi Kindern spielt, aber es funktioniert nicht.
Ich weiß auch nicht, was man machen könnte.

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13. Juni 2014 um 14:57

Hmmm
Ich finde, das kommt doch aufs Umfeld an. Bei uns sind die Kinder meist alleine im Hof und spielen miteinander, darunter sind ein 4 jähriger , ein 6 jähriger zwei 7 jährige und ein 8 jähriger.
Wir Eltern sind manchmal auch in der Nähe, aber nicht unbedingt. Ich gebe ehrlich zu , dass ich keine Lust habe verstecken zu spielen oder Schlamm zu Kuchen zu verarbeiten. Ich spiele nur, was mir selbst auch Freude macht ( Federball, Frisbee oder Wikingerschach z.b und ich lese auch gerne vor). In meinen Augen ist das keine Vernachlässigung, wenn die Mutter nicht mit am Sandkasten sitzt. Solange sie darauf achtet, dass das Kind Essen und Trinken bekommt, wettergerecht gekleidet ist und jederzeit die Eltern erreichen kann ( Sicht bzw Rufweite)
Ich war als Kind mit meinen Freunden auch den ganzen Nachmittag draußen. ..

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14. Juni 2014 um 20:43

Ja, das nennt man Helikoptereltern...
...die immer um die kleinen herumschwirren und die Kinder beschäftigen, sodass die Kinder sich nicht mal 10 min selbst beschäftigen können. Bei unserem achten wir auf spielen mit Eltern und selbstständiges spielen, was ganz gut klappt.

ABER:
Das andere Kind ist von 8-18 Uhr ständig draußen und belästigt regelrecht die anderen Leute.
Was mir aber eher ein Dorn im Auge ist: das Kind hat keine Berührungsängste oder nicht einmal den kleinsten Funken Angst vor Fremden. Das machen Kinder nur aus Verzweiflung, wenn sie zu Hause nicht die Aufmerksamkeit bekommen. Dabei ist das Kind nicht immer in Sichtweite, weil es natürlich den Leuten hinterher rennt.

Wenn das Kind "nur" im Hof spielt oder im Garten hinterm Haus finde ich das auch toll, weil ich selbst die Zeit als Kind so verbracht habe.
Aber so ganz ohne Berührungsängste?

Übrigens wurde die Mutter von einer Erzieherin angesprochen, da das Kind sogar am KITA-Zaun steht und mit den Kindern versucht zu spielen und irgendwann sogar auf die Idee kam in die KITA zu gehen, um dann mit den Kindern zu spielen...
Bei dem Gespräch ist die Mutter wohl geplatzt, wie man ihr unterstellen könnte, sie passe nicht auf ihr Kind auf...

Naja, wenn das Kind viele Tage jedes mal bis zum KITA-Feierabend in der KITA herumhängt ohne das die Mutter das weiß...würde ich das auch so sehen, das die Aufsichtspflicht verletzt wurde. Denn die Mutter hat sogar bestritten, dass das Kind in der KITA gewesen wäre.

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14. Juni 2014 um 21:05
In Antwort auf rabbie_12252912

Ja, das nennt man Helikoptereltern...
...die immer um die kleinen herumschwirren und die Kinder beschäftigen, sodass die Kinder sich nicht mal 10 min selbst beschäftigen können. Bei unserem achten wir auf spielen mit Eltern und selbstständiges spielen, was ganz gut klappt.

ABER:
Das andere Kind ist von 8-18 Uhr ständig draußen und belästigt regelrecht die anderen Leute.
Was mir aber eher ein Dorn im Auge ist: das Kind hat keine Berührungsängste oder nicht einmal den kleinsten Funken Angst vor Fremden. Das machen Kinder nur aus Verzweiflung, wenn sie zu Hause nicht die Aufmerksamkeit bekommen. Dabei ist das Kind nicht immer in Sichtweite, weil es natürlich den Leuten hinterher rennt.

Wenn das Kind "nur" im Hof spielt oder im Garten hinterm Haus finde ich das auch toll, weil ich selbst die Zeit als Kind so verbracht habe.
Aber so ganz ohne Berührungsängste?

Übrigens wurde die Mutter von einer Erzieherin angesprochen, da das Kind sogar am KITA-Zaun steht und mit den Kindern versucht zu spielen und irgendwann sogar auf die Idee kam in die KITA zu gehen, um dann mit den Kindern zu spielen...
Bei dem Gespräch ist die Mutter wohl geplatzt, wie man ihr unterstellen könnte, sie passe nicht auf ihr Kind auf...

Naja, wenn das Kind viele Tage jedes mal bis zum KITA-Feierabend in der KITA herumhängt ohne das die Mutter das weiß...würde ich das auch so sehen, das die Aufsichtspflicht verletzt wurde. Denn die Mutter hat sogar bestritten, dass das Kind in der KITA gewesen wäre.

Das klingt traurig
Das Kind tut mir echt leid

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