Forum / Meine Familie / Familie - Beziehungen zu Schwiegereltern und Schwiegerfamilie

Frauenfeindlicher Schwiegervater

27. Dezember 2008 um 12:38 Letzte Antwort: 5. Januar 2009 um 23:29

Hallo,

bin neu hier und muss dringend etwas loswerden.

Meine Schwiegereltern haben mich von Anfang an nicht akzeptiert. Bin wohl nicht die Frau, die Sie sich für Ihren Sohn gewünscht haben. Das bekam ich dann auch immer zu spüren.

Ich bin Ihnen zu dick, zu hässlich, nicht Hausfrau genug, ne schlechte Mutter usw.

Meine Schwiegermutter, die seit 3 Jahren tot ist, hat vor Ihrem Ableben auf einmal den Kontakt mit mir gesucht. Wir haben uns versöhnt und es hat mir sehr leid getan, als sie verstarb.

Mein Schwiegervater dagegen ist immer noch gegen mich. Er lästert, auch im Beisein von anderen, auch wenn mein Mann dabei ist.

Sätze wie: "Du brauchst nicht aufzustehen, um mich zu begrüssen. Du nimmst sonst auf einmal noch 1 kg ab". So geschehen gestern, beim Weihnachtsessen im Lokal.

Als nächstes zog er dann mal wieder über alle Frauen her. Keine Ahnung, was die ihm getan haben. Die machen halt nix richtig. Sollen sich doch um Haushalt und Kinder kümmern, früher war alles viel besser.

Zum Dartspiel sind sie auch zu blöd (andere Schwiegertochter). Ist halt nix für Frauen.
Andere Argumente lässt er nicht zu.

Den Rest gab mir dann das Kuvert mit seinem "Weihnachtsgeld für die Schwiegertochter".

Mein Mann bekam wie immer das meiste Geld, ist ja klar (200 Euro). Dann kam der Betrag für unseren Sohn, sein leiblicher Enkel, er bekam 100 Euro. Ich bekam 50 Euro. Wohl eher, weil er sich keine Blöße geben wollte.

Ihr könnt mir glauben, mir geht es nicht ums Geld. Mir zeigt das nur ganz klar, welchen Stellenwert ich bei ihm habe. Nämlich keinen.

Also habe ich das gleich mal korrigiert. Mit einem Kommentar auf der Weihnachtskarte habe ich das Kuvert samt Geld wieder in seinen Briefkasten geworfen.

Auch mein Mann ist ziemlich sauer. Er will unbedingt mit seinem Vater darüber reden. Kann er ja, nur bringen wird es nichts, so gut kenne ich "Mr. X".

Er benimmt sich nicht nur mir gegenüber merkwürdig, sondern behandelt auch meinen Mann manchmal wie Dreck, wenn etwas mal nicht so läuft, wie er das für richtig findet.

Mich macht das echt fertig, obwohl ich das nicht will. Soll er mich halt nicht mögen.

Am meisten ärgere ich mich darüber, dass ich es war, die die Idee hatte, ihn doch zu diesem Weihnachtsessen einzuladen. Eigentlich war dass das Essen meiner Eltern und Geschwister, mein Vater hatte aber nichts dagegen, dass auch "Mr. X" kommt (bezahlt haben wir sein Essen - das auch noch). Ich dachte, mein Mann freut sich, wenn sein Vater dabei ist, da meine Schwiegermutter nicht mehr lebt und der andere Sohn mittlerweile getrennt lebt.

Ich versuche jetzt, das Ganze zu verarbeiten und will meinem Schwiegervater einen Brief schreibe. Dort soll alles das stehen, was mir seit Jahren auf dem Herzen liegt.
Keine bösen Worte, nur meine Gefühl in all den Jahren, sollen dort stehen.

Ist mir nicht so wichtig, ob er das liest oder wegwirft. Ich muss das nur irgendwie loswerden, für mich selbst. Hilft mir beim Loslassen.

Eure Meinung ist mir wichtig. Schreibt mir.

Danke.





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27. Dezember 2008 um 14:22

Das Allerwichtigste ist,
du hast deinen Mann!!!!! an deiner Seite. Das ist mehr Wert als
6 Richtige im Lotto. Deinen Schwiegervater wirst du nicht ändern.
Dass dein Mann mal mit ihm redet finde ich gut. Dass du dir die
Sachen von der Seele schreibst ist auch ok. Du kannst nur nicht erwarten, dass dieser Mann sich ändert. Er will euch kaufen, das sieht man ja an den Geldgeschenken, mehr kann er vermutlich nicht geben. Solche Menschen müssen sich dann auch künftig nicht wundern, wenn sie Weihnachten alleine feiern und das solltet ihr künftig dann auch tun. Denn solche Bemerkungen mußt du dir einfach nicht anhören.
Lieben Gruß
Melike

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27. Dezember 2008 um 15:20
In Antwort auf melike13

Das Allerwichtigste ist,
du hast deinen Mann!!!!! an deiner Seite. Das ist mehr Wert als
6 Richtige im Lotto. Deinen Schwiegervater wirst du nicht ändern.
Dass dein Mann mal mit ihm redet finde ich gut. Dass du dir die
Sachen von der Seele schreibst ist auch ok. Du kannst nur nicht erwarten, dass dieser Mann sich ändert. Er will euch kaufen, das sieht man ja an den Geldgeschenken, mehr kann er vermutlich nicht geben. Solche Menschen müssen sich dann auch künftig nicht wundern, wenn sie Weihnachten alleine feiern und das solltet ihr künftig dann auch tun. Denn solche Bemerkungen mußt du dir einfach nicht anhören.
Lieben Gruß
Melike

Du hast Recht
Du hast recht mit allem, was Du sagst.

Ich erwarte nicht, dass er sich ändert. Ich ziehe jetzt einfach die Konsequenzen.

lg
Andrea

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5. Januar 2009 um 23:29

Hallo gothvera
Ich bin mir ziemlich sicher, dass er den Brief nicht gegen mich benutzen wird. Wenn er es auch nicht zugibt, ich glaube, irgendwo schämt er sich.

Und wenn ich mich doch irren sollte....weisst Du, es ist mir egal....ich musste das tun...... für mich........

Mein Mann war ein paar Tage später bei ihm und wurde auf den Brief angesprochen. Wie nicht anders erwartet, hat er alles geleugnet, was dort stand. Mein Mann hat ihm daraufhin die Meinung gesagt - ohne Erfolg, was zu erwarten war. Im Gegenteil, sein Vater hat ihm dann, wohl als Wink mit dem Zaunpfahl in meine Richtung, ein Buch gezeigt, worüber etwas über "Kritikfähigkeit" stand. Und so etwas von jemand, der Kritik an seinem eigenen Verhalten nicht zulässt.

Ausserdem verstehe ich Demütigungen und Beleidigungen nicht als Kritik.

Ich werde nun ab sofort nach diesem Motto leben:
"Ich bin nicht auf dieser Welt, um so zu sein, wie andere mich haben wollen." Und kann das noch weiter führen: "Und verlange das auch nicht von anderen".

lg
Andrea

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