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Fix und alle, Mami's wie halte ich durch?

30. Juni 2015 um 20:46

Hallo,
ich bin Mama von 2 Töchtern.
Meine Große wird Freitag 4 Jahre und meine Kleine ist 8 Monate alt.
Seit das Baby da ist, herrscht absoluter Stress.
Nix ist mehr entspannt.
Die Große kommt viel zu kurz. Das zeigt sie auch. Sie macht Blödsinn, ist frech und bockig.
Bei jeder Kleinigkeit geht sie in die Luft. Und ich bin nur noch am schimpfen.
Das Baby ist total auf mich fixiert, will immer zu mir, meine Nähe, mit mir spielen.
Ich weiß einfach nicht mehr weiter.
Ich hab keine Ahnung wie ich das alles unter einen Hut kriege.
Mein Mann ist meistens 12 Std am Tag weg. Macht eigentlich jeden Tag Überstunden.
Es ist selten das er das Baby abends noch sieht.
Meine Große ist ein absolutes Papakind und vermisst ihn auch immer. Wenn er dann mal da ist, will sie natürlich nix mit mir machen. Dann sagt sie auch so Sachen wie "Du bist doof" "Du schimpfst immer nur" "Ich will dich gar nicht in meinem Zimmer", also das sagt sie auch wenn Papa nicht da ist, aber nicht so häufig.
Mir fehlt einfach die Kraft dagegen anzugehen.
Ich weiß nicht was ich machen soll wenn sie wieder so frech ist. Ständig gibt's wegen jedem Pups Theater und gebocke und gezicke.
Ich würde gern wissen,
Liebe Mami's mit mehr als einem Kind,
wie organisiert ihr euch?
Wie kriegt ihr es hin das kein Kind zu kurz kommt und seit am Ende des Tages bei guter Laune und habt nicht das Gefühl die schlechteste Mutter der Welt zu sein.
Ich muss alles allein machen, da mein Mann ja immer arbeitet.
Am Wochenende muss immer irgendwas am Haus gemacht werden oder es fallen andere Dinge an.
ZB am Wochenende steht die Party für die Große an. Ein Tag Familie und nächsten Tag Kindergeburtstag. Kuchen backen, Salate bereiten, alles einpacken, einkaufen, basteln...
Ich krieg die Krise!!!
Dazu kommt, dass ich ein sehr ordnungsliebender Mensch bin und es bei mir nie Chaos gibt.
Jeden Tag gibt's frisch gekochtes Essen.
Ist das mal nicht der Fall, ist gleich wieder gezeter angesagt. Von meinem Mann und der Großen.
Ich stehe Nachts oft auf um das Baby zu füttern, sie schläft nicht immer durch.
Und morgens ist es keine Seltenheit wenn sie um 4.30-5.00 Uhr wach wird.
Ich hab das Gefühl, ich bin am Ende.
Am liebsten würde ich abhauen, aber sowas kann ich nicht. Nicht ohne meine nervtötenden, geliebten, kleinen Mädchen.
Seit April möchte ich meine Freundin in Hamburg besuchen.
Dazu komme ich aber nicht, weil mein Baby sich nicht von meinem Mann ins Bett bringen lässt ohne Std lang zu schreien. Sie beruhigt sich einfach bicht bei ihm, weil er wohl zu selten da ist...keine Ahnung.
Er wird auch Nachts nicht wach wenn sie schreit.
Einmal hat er ihr die Flasche Nachts gegeben, davei ist er eingepennt!!!
Zum Glück ist ihm nur die Flasche aus der Hand gefallen, seit dem füttere nur noch ich sie.
Meine Mutter geht mit der Großen einmal die Woche zum turnen, ansonsten hab ich niemanden der mir mal ein Kind abnimmt.
Ist das bei euch auch so?
Bin ich nur so unorganisiert oder komme einfach nicht klar, weil ich zu blöd bin?
Ich bin 29 und auf der Arbeit war ich immer super, hier zu Hause fühle ich mich wie...Elend.
Ich wünsche mir Tipps von euch
Und sagt mir doch mal wie ihr das alles auf Reihe bekommt, dann kann ich mir mal ne Scheibe abschneiden.
Danke!
LG

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30. Juni 2015 um 21:48

Du bist nicht allein !!!
Hallo, ich habe eben gelesen was du geschrieben hast, da bekommt man das Gefühl, dich einfach mal in den Arm zu nehmen.
Ich bin auch 29, mein Sohn 8 und meine Tochter 12 Wochen. Mein Mann 36 ist ebenfalls von 6-20 Uhr in seiner Firma, würde aber nie von mir verlangen das ich jeden Abend koche! Hast du mit deinem Mann mal ganz offen gesprochen? Meinst du er würde dir die Nacht-Flasche vom Baby abnehmen? Oder einfach mal einen Tag in der Woche schon um 5 zuhause sein? Ich bin froh das mein großer schon Verständnis hat, dass Baby braucht nun mal mehr Zeit... Aber ich habe der kleinen von Anfang gezeigt das sie auch mal nur neben uns liegt. Wenn Tom Hausaufgaben macht, steht Tom an 1. Stelle und nicht Elli. Mache dir doch feste Zeiten, wo das Baby zwar (logisch) mit im Raum ist, aber nur versorgt wird! Ich meine das eben eine Std die Fürsorge bei der großen Maus ist.
Du solltest wirklich mit deinem Mann reden, denn... Du solltest auch glücklich sein!
Kann deine Mama mit dem Baby 2 mal die Woche spazieren gehen? Oder schläft die kleine eher als die große?
Wo siehst du dein Zeitproblem?
GLG

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30. Juni 2015 um 21:55

Du bist nicht allein
Hallo liebe Lori864,

ich bin momentan in einer ähnlichen, wenn auch weniger angespannten Situation wie du. Meine große Tochter ist 4,5 Jahre alt und mein kleiner Sohn 3,5 Monate. Bevor der Kleine da war habe ich immer viel Zeit für sie gehabt, wir waren ein eingespieltes Team (bis kurz vor meiner Schwangerschaft waren ihr Papa u ich auch ein Jahr lang getrennt und sie und ich haben alleine gewohnt, was uns denke ich nochmal auf besondere Weise zusammengeschweißt hat).
Dann hat sich für sie plötzlich alles geändert. Wir sind in eine andere Wohnung und anderen Ort gezogen, sie müsste einen anderen Kindergarten besuchen und zur Krönung kam dann auch noch der Babybruder, der natürlich erstmal alle Aufmerksamkeit hatte.
Auch wenn ich mich bemüht habe, immer Zeit für sie einzuplanen (am Wochenende hat mein Freund den Kleinen zB gehütet und ich bin mit ihr zum Indoorspielplatz oder ins Kino...), hat diese ganze Veränderung ihre Spuren bei ihr hinterlassen. Sie wurde auch vermehrt bockig, frech und hat sich irgendwie...entfernt. Außerdem wollte sie plötzlich nicht mehr in den Kindergarten, es ist immer noch oft ein Kampf (mittlerweile habe ich mit den Erzieherinnen ein Konzept entwickelt um ihren morgendlichen Anfällen entgegenzuwirken).
Es war wohl einfach zu viel Veränderung für sie. Plötzlich nicht mehr ihre Freunde sehen, plötzlich nicht mehr nachts zu Mama ins Bett dürfen weil das Baby da ist, und und und...
Ich bin heilfroh dass mein Sohn ein friedliches, zufriedenes Baby ist und kein Schreikind. Denn auch ich bin sehr perfektionistisch, ordnungsliebend, man könnte sagen zwanghaft und pedantisch Und wenn etwas nicht so läuft wie ich es mir vorstellen dann mecker ich und schrei auch mal und dann tut es mir wieder so leid wenn ich sehe wie sie das einsteckt und sowas sagt wie "ja Mama, bitte nicht wieder schimpfen, ich mach ja...", oder mit panischem Blick "Entschuldigung" ruft wenn ich sie wegen irgendwas anschnauze was mir im Nachhinein dann leid tut weil es eigentlich die Sache nicht wert war und ich mal wieder nur meine Anspannung losgeworden bin - und sie die Leidtragende war.
Mein Freund arbeitet auch 12h Schichten und auch am Wochenende aber Gottseidank haben wir die Großeltern in der Nähe und demnach hab ich auch immer mal wieder Entlastung. Ich habe größte Hochachtung vor dir dass du das alles zum größten Teil alleine meisterst.
So nun konkrete Tips für dich.
Ich würde versuchen, für euch beide mindestens einmal wöchentlich sogenannte Quality Time einzurichten. Also Zeit, in der ihr etwas schönes zusammen macht, sie dich nur für sich hat. Wenn die Kleine dich nicht gern aus den Augen lässt, versucht doch die Oma mitzunehmen. So kannst du dich auf die Große konzentrieren und bist für die Kleine trotzdem in Sichtweite.
Deine Große Tochter hatte dich immerhin fast 4 Jahre nur für sich selbst und macht scheinbar seit die Schwester da ist nur die Erfahrung zurückstecken zu müssen (ohne Vorwurf! ich weiß wie schwer es ist)
Haushalt - meinst du du schaffst es ihn tagsüber größtenteils liegen zu lassen und abends eine Stunde zu reservieren wenn die Kinder im Bett sind? Für mich war es schwer, gerade weil ich so n Ordnungsfreak bin - habe mich gezwungen, das aufräumen tagsüber einzulassen. Sissifoss-Arbeit. Und auch wenn man sich das Chaos zwischendurch ansieht und denkt "oh mein Gott hier bin ich Stunden dran"...im Endeffekt geht's immer relativ schnell mit der Aufräumerei, abends und in Ruhe
Frisch kochen: find ich toll dass du das jeden Tag machst und da will ich dir eigentlich auch gar nix anderes raten, aaaaber: bei uns gibt's auch einmal in der Woche Nudeln mit Tomatensoße. Was schnelles, einfaches, nicht so gesundes. Man(n) kann es auch mal verschmerzen, ganz ehrlich, und wenn dein Mann meckert, kann er sich ja selbst noch was dazu bruzzeln.
Du musst dir alltägliche, kleine Erleichterungen schaffen und das schlechte Gewissen abstellen. Dann schaut die Große halt mal ne Stunde Kika. Wenn es dabei hilft den Hausfrieden zu erhalten und deine psychische Gesundheit zu stabilisieren ist es legitim. Denn wenn du immerdar rotierst und versuchst es allen recht zu machen, nicht an dich denkst und dann angespannt und unglücklich bist und das dann an deiner Tochter rauslässt (sie ist ja auch ein dankbares "Opfer" im Moment), hat niemand was davon.
geht deine Große denn tagsüber nicht in den Kindergarten?

So ich hoffe mein Text ist nicht zu lang und verwirrend-mein Sohn hat mich alle 5 Minuten unterbrochen, der will heut so gar nicht schlafen bei der Hitze...

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