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Ferien und Urlaub

20. August 2009 um 14:56

Hallo!

Wieder ist der Urlaub und die restliche (Halb-)ferienzeit mit dem Kind meines Mannes (8) vorbei. Ich könnte auch "überstanden" sagen. Dennoch - eigentlich erstaunlich gut überstanden, wenn man es mit bisherigen Urlauben vergleicht

Vielleicht mag noch jemand seine Erlebnisse positiv wie negativ/Sorgen/Probleme in dieser Urlaubszeit mit "Stief"Kind hier reinschreiben? Finde diesen Austausch immer sehr hilfreich.

Ich sehe es so: Wenn man ein Kind nicht immer bei sich wohnen hat, kommt in so einer plötzlich intensiven Zeit doch manches geballt zum Vorschein, was man sonst vielleicht nicht so merkt oder es auch einfach nicht so ernst nimmt. Ein Wochenende ist schließlich schnell mal vorbei, mehrere Wochen sind es nicht.

Eine Sache hat mir zu denken gegeben, und ich weiß leider nicht so recht, wie ich damit umgehen kann, damit ich und die ganze Situation entspannter wird.

Es geht darum, dass das Kind natürlich auch vieles von seiner Mutter hat. Auch in der Art und im Charakter. Da mir von der Mutter von allen Seiten (Mann, Schwiegereltern, Freunde) eher mehr Schlechtes als Gutes berichtet wurde, erkenne ich natürlich jetzt manche dieser Eigenschaften beim Kind wieder. Verstärkt wird das, wenn ein genervtes "da ist sie wie ihre Mutter" von meinem Mann dazukommt... Da habe ich dann das Gefühl, nicht immer wirklich zwischen ihr und der Mutter (die ich kaum kenne) trennen zu können. Ich werde dann ebenfalls genervt, reagiere gereizt und will erstmal meine Ruhe (was natürlich nicht immer klappt).

Ich bin mir bewusst, dass es mir manchmal weh tut, dass es schon ein Kind mit einer anderen Frau gibt, aber eigentlich kann ich vom Verstand her damit mittlerweile relativ gut umgehen. Es löst aber ein komisches Gefühl in mir aus, wenn der Vergleich dann so im Raum steht, eigentlich eher irrational, denn es ist ja klar, dass es von der Mutter, bei der es die meiste Zeit lebt, viel hat.

Aber wenn wir mehrere Wochen zusammen verbringen, kann ich damit oft nicht entspannt umgehen. Es kostet mich Energie (dringend benötigt, da sehr urlaubsreif) und drückt manchmal die ganze Stimmung.

Hat jemand einen Tipp für mich? Wie geht ihr damit um?

LG,
Apfelzimt


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21. August 2009 um 12:36

Hallo Apfelzimt
Jetzt hab ich doch glatt Lust auf einen Bratapfel bekommen Schöner Nickname

Ich denke dass das ein Thema ist mit dem einfach sehr viele Frauen, die sich auf Männer mit Kindern eingelassen haben, konfrontiert werden. Das lässt die wenigsten kalt. Wer damit kein Problem hat, kann sich glücklich schätzen. Ich glaube jedoch dass die meisten damit kämpfen.

Mein Ex hatte ja auch Töchter. Und ich persönlich finde dass gerade Töchter viel mehr dazu geignet sind, in ihnen die Mutter zu sehen, als Söhne. Sie haben einfach durch ihre Weiblichkeit viel mehr Fläche, wo sich die Ähnlichkeit abzeichnen kann, sowohl im Verhalten als auch im Aussehen.
Daher war es für mich persönlich schwieriger mit einer Tochter des Mannes umzugehen, als mit einem Sohn.

Es ist ja sehr oft so, dass gerade die negativen Eigenschaften der Ex, der neuen Frau aufstoßen.
Wenn also die neue Frau vernünftig ist und vom Niveau höher angesiedelt ist, ist es sehr schwierig für sie mit den inakzeptablen Verhaltensweisen der Ex konfrontiert zu werden. In doppelter Hinsicht. Meist sowohl von der Ex direkt und dann zusätzlich noch über das Kind, weil die Ex sich im Kind und vor allem in der Tochter abzeichnet.

Weißt Du, die meisten Menschen wissen zwar dass es beim Partner mal einen anderen Partner gegeben hat. Aber die meisten wollen davon nix wissen. Sie wollen nicht dass die oder der Ex in der Partnerschaft Thema wird oder sie auf irgendeine Art und Weise mit der oder dem Ex konfrontiert werden. Das ist ganz normal, verständlich und auch ein kluger Umgang.
Deshalb wissen viele auch für sich, dass sie nie einen Partner mit Kind akzeptieren können, weil nämlich ein Kind ein Einfallstor für die Konfrontation mit dem Expartnerist. Man ist fast quasi schutzlos dem gesamten Einfluss des Expartners ausgeliefert.
Wenn also andere sich so sehr davor schützen werden sie ihren Grund haben. Denn sie wollen sich vor Verletzung schützen, davor Eifersüchtig zu werden oder einfach negative Gefühle zu bekommen. Tja, all dem geben wir uns schutzlos hin. Die Männer müssen es dann wohl echt wert sein, wenn man sich das gibt.

Für mich war es auch schwierig damit umzugehen. Mein Ex hatte ja 2 Töchter von 2 Frauen. Die große damals 10jährige Tochter war echt ok und sah auch noch total meinem Ex ähnlich. Die kleine 3 jährige war schon schlimm und sah auch noch der Mutter ähnlich. Mit der großen hatte ich gar kein Problem, aber die kleine trieb echt ätzende Gefühle in mir hoch, auch der Wut und immer wieder wurde ich einfach an die Ex erinnert. Je negativer der Einfluss, umso stärker die Erinnerung an die Ex finde ich. Ich hatte ja den direkten Vergleich mit zwei unterschiedlichen Müttern. Und damit dass ich mit der einen kein Problem hatte und auch mit der Mutter nicht, weil die echt ok war. Sie war mir sogar sympathisch von ihrer Art her und somit das Kind auch. Aber die kleine war ein Wildfang, so wie ihre Mutter. Eine Stewardess, die samt Kind durch die ganze Welt jettete und total trampelig und laut war. Es war auch schwer für mich zu akzeptieren, dass er mal mit so einer Frau zusammen war. Immer wenn das Kind ebenfalls so laut und auffällig war, hab ich mich schon erinnert gefühlt. Ich hab es dann einfach irgendwann weggeblendet.
Anders kann man ja damit nicht umgehen.
Wenn Ihr jedoch im Urlaub so lange mit dem Kind konfrontiert seid, dann denke ich dass es da mehrere Möglichkeiten gibt. Also entweder er fährt allein mit ihr in Urlaub, damit Du Dich einfach davor schützt, weil Urlaub ja auch für Dich Spaß machen soll und Du vielleicht mit einer Freundin zu einem anderen Zeitpunkt fahren könntest. Man muss sich nicht immer alles geben und kann es sich auch mal leicht machen, wenn man gemerkt hat, dass es einem nicht so gut tut.
Immerhin haben wir uns dafür entschieden, so viel zu akzeptieren, dann können wir auch mal Grenzen ziehen, die verständlich sind.
Die andere Alternative ist alles zu akzeptieren und eine coolere Sichtweise an den Tag zu legen, was sicher nicht einfach ist.

Ich denke jedoch, dass wenn Ihr erst mal ein gemeinsames Kind habt, es bei Dir auch besser wird mit diesen Gefühlen. Ich weiß ja dass da was für die Zukunft in Planung ist.
Dann steht nicht alles was mit dem Thema Kind zu tun hat, gleichzeitig mit der Ex im Zusammenhang und auch Du wirst Einfluss auf Bereiche haben, die von Kindern geprägt sind. Bisher hat da die Ex eben ein Monopol draufund alles kindliche ist von ihr geprägt.
Daher ist das auch nur eine Frage der Zeit.

Und wenn Du soviel Zeit im Urlaub hast mit der Kleinen, kannst Du die Lage auch dafür nutzen um Bereiche die Dir negativ aufstoßen, mit Deinem Fingerabdruck zu versehen. Das ist ja auch eine Gelegenheit für Dich Deinen Einfluss geltend zu machen bzw. Einfluss auch sie auszuüben und Deine eigene Handschrit zu hinterlassen. Ich denke dass Dein Mann das sicher auch gut finden würde.

LG

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21. August 2009 um 15:54
In Antwort auf kleinermaulwurff

Hallo Apfelzimt
Jetzt hab ich doch glatt Lust auf einen Bratapfel bekommen Schöner Nickname

Ich denke dass das ein Thema ist mit dem einfach sehr viele Frauen, die sich auf Männer mit Kindern eingelassen haben, konfrontiert werden. Das lässt die wenigsten kalt. Wer damit kein Problem hat, kann sich glücklich schätzen. Ich glaube jedoch dass die meisten damit kämpfen.

Mein Ex hatte ja auch Töchter. Und ich persönlich finde dass gerade Töchter viel mehr dazu geignet sind, in ihnen die Mutter zu sehen, als Söhne. Sie haben einfach durch ihre Weiblichkeit viel mehr Fläche, wo sich die Ähnlichkeit abzeichnen kann, sowohl im Verhalten als auch im Aussehen.
Daher war es für mich persönlich schwieriger mit einer Tochter des Mannes umzugehen, als mit einem Sohn.

Es ist ja sehr oft so, dass gerade die negativen Eigenschaften der Ex, der neuen Frau aufstoßen.
Wenn also die neue Frau vernünftig ist und vom Niveau höher angesiedelt ist, ist es sehr schwierig für sie mit den inakzeptablen Verhaltensweisen der Ex konfrontiert zu werden. In doppelter Hinsicht. Meist sowohl von der Ex direkt und dann zusätzlich noch über das Kind, weil die Ex sich im Kind und vor allem in der Tochter abzeichnet.

Weißt Du, die meisten Menschen wissen zwar dass es beim Partner mal einen anderen Partner gegeben hat. Aber die meisten wollen davon nix wissen. Sie wollen nicht dass die oder der Ex in der Partnerschaft Thema wird oder sie auf irgendeine Art und Weise mit der oder dem Ex konfrontiert werden. Das ist ganz normal, verständlich und auch ein kluger Umgang.
Deshalb wissen viele auch für sich, dass sie nie einen Partner mit Kind akzeptieren können, weil nämlich ein Kind ein Einfallstor für die Konfrontation mit dem Expartnerist. Man ist fast quasi schutzlos dem gesamten Einfluss des Expartners ausgeliefert.
Wenn also andere sich so sehr davor schützen werden sie ihren Grund haben. Denn sie wollen sich vor Verletzung schützen, davor Eifersüchtig zu werden oder einfach negative Gefühle zu bekommen. Tja, all dem geben wir uns schutzlos hin. Die Männer müssen es dann wohl echt wert sein, wenn man sich das gibt.

Für mich war es auch schwierig damit umzugehen. Mein Ex hatte ja 2 Töchter von 2 Frauen. Die große damals 10jährige Tochter war echt ok und sah auch noch total meinem Ex ähnlich. Die kleine 3 jährige war schon schlimm und sah auch noch der Mutter ähnlich. Mit der großen hatte ich gar kein Problem, aber die kleine trieb echt ätzende Gefühle in mir hoch, auch der Wut und immer wieder wurde ich einfach an die Ex erinnert. Je negativer der Einfluss, umso stärker die Erinnerung an die Ex finde ich. Ich hatte ja den direkten Vergleich mit zwei unterschiedlichen Müttern. Und damit dass ich mit der einen kein Problem hatte und auch mit der Mutter nicht, weil die echt ok war. Sie war mir sogar sympathisch von ihrer Art her und somit das Kind auch. Aber die kleine war ein Wildfang, so wie ihre Mutter. Eine Stewardess, die samt Kind durch die ganze Welt jettete und total trampelig und laut war. Es war auch schwer für mich zu akzeptieren, dass er mal mit so einer Frau zusammen war. Immer wenn das Kind ebenfalls so laut und auffällig war, hab ich mich schon erinnert gefühlt. Ich hab es dann einfach irgendwann weggeblendet.
Anders kann man ja damit nicht umgehen.
Wenn Ihr jedoch im Urlaub so lange mit dem Kind konfrontiert seid, dann denke ich dass es da mehrere Möglichkeiten gibt. Also entweder er fährt allein mit ihr in Urlaub, damit Du Dich einfach davor schützt, weil Urlaub ja auch für Dich Spaß machen soll und Du vielleicht mit einer Freundin zu einem anderen Zeitpunkt fahren könntest. Man muss sich nicht immer alles geben und kann es sich auch mal leicht machen, wenn man gemerkt hat, dass es einem nicht so gut tut.
Immerhin haben wir uns dafür entschieden, so viel zu akzeptieren, dann können wir auch mal Grenzen ziehen, die verständlich sind.
Die andere Alternative ist alles zu akzeptieren und eine coolere Sichtweise an den Tag zu legen, was sicher nicht einfach ist.

Ich denke jedoch, dass wenn Ihr erst mal ein gemeinsames Kind habt, es bei Dir auch besser wird mit diesen Gefühlen. Ich weiß ja dass da was für die Zukunft in Planung ist.
Dann steht nicht alles was mit dem Thema Kind zu tun hat, gleichzeitig mit der Ex im Zusammenhang und auch Du wirst Einfluss auf Bereiche haben, die von Kindern geprägt sind. Bisher hat da die Ex eben ein Monopol draufund alles kindliche ist von ihr geprägt.
Daher ist das auch nur eine Frage der Zeit.

Und wenn Du soviel Zeit im Urlaub hast mit der Kleinen, kannst Du die Lage auch dafür nutzen um Bereiche die Dir negativ aufstoßen, mit Deinem Fingerabdruck zu versehen. Das ist ja auch eine Gelegenheit für Dich Deinen Einfluss geltend zu machen bzw. Einfluss auch sie auszuüben und Deine eigene Handschrit zu hinterlassen. Ich denke dass Dein Mann das sicher auch gut finden würde.

LG

Dito
Hallo Apfelzimt,
willkommen im Boot. Genau so geht es mir auch nach den Ferien, dass die Differenzierung zwischen Kindesmutter und Kind schwierig wird und man häufiger den Expartner sieht, statt das einzelne Individuum Kind! Ich habe auch gerade eine solche Woche hinter mir! Ich empfinde es aber auch häufig unterschiedlich, ich denke, je nach meiner eigenen Verfassung! Mal gehen solche Wochen an mir vorbei und ich kann sie total genießen, mal könnte ich schreien! Diese Woche war eher zum Schreien! Da sich "unser" Sohn auch in letzter Zeit nicht so benimmt und entwickelt, wie ich es meinen eigenen Kinder vorleben würde und oder erwarten würde!
Ganz besonders schwierig wird es dann, finde ich, wenn die Kinder vom anderen Elternteil in den höchsten Tönen reden, obwohl man selber ganz anderer Meinung ist!
Ich weiß, dass ich für mich einfach lernen muss (und ich glaube, dass es ein harter, langer Prozess ist) immer daran zu denken, dass die Kinder einfach nichts dafür können, dass es sie gibt und die meisten aus dem Wunsch des Partners heraus auch entstanden sind! Und die Kinder eigentlich genug bestraft sind durch die Trennung der Eltern! Ich selber bin auch noch nicht soweit, aber Übung macht den Meister!
Die Idee mit dem getrennten Urlaub ist bestimmt eine Maßnahme, nur meist ist der Urlaub doch die Zeit im Jahr, die man mit seinem Partner verbringen möchte!
LG.

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21. August 2009 um 18:20
In Antwort auf emilyeis

Dito
Hallo Apfelzimt,
willkommen im Boot. Genau so geht es mir auch nach den Ferien, dass die Differenzierung zwischen Kindesmutter und Kind schwierig wird und man häufiger den Expartner sieht, statt das einzelne Individuum Kind! Ich habe auch gerade eine solche Woche hinter mir! Ich empfinde es aber auch häufig unterschiedlich, ich denke, je nach meiner eigenen Verfassung! Mal gehen solche Wochen an mir vorbei und ich kann sie total genießen, mal könnte ich schreien! Diese Woche war eher zum Schreien! Da sich "unser" Sohn auch in letzter Zeit nicht so benimmt und entwickelt, wie ich es meinen eigenen Kinder vorleben würde und oder erwarten würde!
Ganz besonders schwierig wird es dann, finde ich, wenn die Kinder vom anderen Elternteil in den höchsten Tönen reden, obwohl man selber ganz anderer Meinung ist!
Ich weiß, dass ich für mich einfach lernen muss (und ich glaube, dass es ein harter, langer Prozess ist) immer daran zu denken, dass die Kinder einfach nichts dafür können, dass es sie gibt und die meisten aus dem Wunsch des Partners heraus auch entstanden sind! Und die Kinder eigentlich genug bestraft sind durch die Trennung der Eltern! Ich selber bin auch noch nicht soweit, aber Übung macht den Meister!
Die Idee mit dem getrennten Urlaub ist bestimmt eine Maßnahme, nur meist ist der Urlaub doch die Zeit im Jahr, die man mit seinem Partner verbringen möchte!
LG.

Danke
für eure Antworten!

Kleinermaulwurff, du hast schon so viel erlebt bei dem Thema... Finde es gut, dass ihr das hier nachvollziehen könnt. Andere im Umfeld tun sich damit eher schwer. Auch mein Mann, aber er hört dennoch immer zu und versucht, zu verstehen.

Ja, das mit dem getrennten Urlaub ist mir in mancher Stunde auch schon durch den Kopf gegangen. Aber eigentlich will ich das nicht. Ich möchte nicht außen vor sein. Allerdings sind wir überein gekommen, dass wir im nächsten Jahr die gemeinsame Sommerzeit zu Dritt kürzen. So haben alle etwas davon, denn die Kleine ist gerne mit mir zusammen und hat dann aber ihren Vater auch mal für sich.

Es ist auch nicht alles schlecht gewesen, gab viele gute Momente. Das Kind und ich sind weiter zusammen gewachsen, kann ich sagen. Dafür ist so ein Urlaub schon gut. Ich denke auch, dass wir uns jetzt noch besser kennen und den anderen besser einschätzen können.

Das diffuse Gefühl ist aber dennoch sehr mächtig in manchen Momenten. Und es ist wie bei dir, emily, von meiner Verfassung und Stimmung abhängig. Wenn ich gut drauf bin, stört es mich nicht. Es kann aber leider sehr schnell umschlagen, wenn wieder eine typische Situation auftritt. Und es wird mehr, je länger wir zusammen sind, ja quasi aufeinander hocken.

Es hat sich ja schon gebessert, daher halte ich es für möglich, dass es irgendwann gar kein Problem sein wird. Und falls doch, die Kinder werden ja auch größer und gehen eigene Wege.

Ich bin auch wirklich gespannt, ob es sich mit einem eigenen Kind ändert. Was ich bisher so gelesen habe, denke ich schon.

Emily, das, was du lernen willst, ist für mich nicht dir richtige Methode. Zu denken, dass das Kind ein Wunsch des Partners war, nichts dafür kann etc. Auch die Trennung der Eltern sehe ich als Sache meines Partners, nicht aös meine und die Auswirkung auf das gemeinsame Kind ebenso. Mir nützt es mehr, mich zu fragen: "Was tut unserer Partnerschaft gut? Und folglich meinem Partner und mir?" Da gehört dann auch sein Kind dazu, denn für ihn ist es wichtig. Also bin auch ich gut zum Kind und kümmere mich. Vergesse mich dabei aber nicht aus den Augen und bin da auch konsequent. So habe ich das Gefühl, die Dinge in der Hand zu haben und nicht alles mit mir geschehen zu lassen. Und so klappt es für mich auch.

Das heißt aber nicht, dass es nicht auch mal Sorgen gibt, wie man an meinem Threat sieht.

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21. August 2009 um 20:00
In Antwort auf apfelzimt

Danke
für eure Antworten!

Kleinermaulwurff, du hast schon so viel erlebt bei dem Thema... Finde es gut, dass ihr das hier nachvollziehen könnt. Andere im Umfeld tun sich damit eher schwer. Auch mein Mann, aber er hört dennoch immer zu und versucht, zu verstehen.

Ja, das mit dem getrennten Urlaub ist mir in mancher Stunde auch schon durch den Kopf gegangen. Aber eigentlich will ich das nicht. Ich möchte nicht außen vor sein. Allerdings sind wir überein gekommen, dass wir im nächsten Jahr die gemeinsame Sommerzeit zu Dritt kürzen. So haben alle etwas davon, denn die Kleine ist gerne mit mir zusammen und hat dann aber ihren Vater auch mal für sich.

Es ist auch nicht alles schlecht gewesen, gab viele gute Momente. Das Kind und ich sind weiter zusammen gewachsen, kann ich sagen. Dafür ist so ein Urlaub schon gut. Ich denke auch, dass wir uns jetzt noch besser kennen und den anderen besser einschätzen können.

Das diffuse Gefühl ist aber dennoch sehr mächtig in manchen Momenten. Und es ist wie bei dir, emily, von meiner Verfassung und Stimmung abhängig. Wenn ich gut drauf bin, stört es mich nicht. Es kann aber leider sehr schnell umschlagen, wenn wieder eine typische Situation auftritt. Und es wird mehr, je länger wir zusammen sind, ja quasi aufeinander hocken.

Es hat sich ja schon gebessert, daher halte ich es für möglich, dass es irgendwann gar kein Problem sein wird. Und falls doch, die Kinder werden ja auch größer und gehen eigene Wege.

Ich bin auch wirklich gespannt, ob es sich mit einem eigenen Kind ändert. Was ich bisher so gelesen habe, denke ich schon.

Emily, das, was du lernen willst, ist für mich nicht dir richtige Methode. Zu denken, dass das Kind ein Wunsch des Partners war, nichts dafür kann etc. Auch die Trennung der Eltern sehe ich als Sache meines Partners, nicht aös meine und die Auswirkung auf das gemeinsame Kind ebenso. Mir nützt es mehr, mich zu fragen: "Was tut unserer Partnerschaft gut? Und folglich meinem Partner und mir?" Da gehört dann auch sein Kind dazu, denn für ihn ist es wichtig. Also bin auch ich gut zum Kind und kümmere mich. Vergesse mich dabei aber nicht aus den Augen und bin da auch konsequent. So habe ich das Gefühl, die Dinge in der Hand zu haben und nicht alles mit mir geschehen zu lassen. Und so klappt es für mich auch.

Das heißt aber nicht, dass es nicht auch mal Sorgen gibt, wie man an meinem Threat sieht.

Hallo nochmal
Hallo Apfelzimt,

ich glaube wir haben uns falsch verstanden. Für mich steht natürlich auch meine Beziehung und die Partnerschaft im Vordergrund. Ich meinte dieses komische Gefühl dem Kind gegenüber. Den Vergleich der Kinder mit Ihren Müttern und die daraus resultierende Aggression sollte man nicht zulassen und an dem Kind auslassen, denn wie gesagt kann das Kind ja nichts dafür. Und wenn ich diese Aggressionen womöglich am Kind oder Partner auslasse hilft mir das wenig weiter. Daher versuche ich halt über die Schiene die Personen rauszuhalten, die diese Situation am wenigsten verursacht haben. Die Kinder.
Ich weiß, dass es nicht immer funktioniert, zumindest noch nicht...
Vielleicht verstehst Du mich jetzt....
LG Emily

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22. August 2009 um 21:19
In Antwort auf emilyeis

Hallo nochmal
Hallo Apfelzimt,

ich glaube wir haben uns falsch verstanden. Für mich steht natürlich auch meine Beziehung und die Partnerschaft im Vordergrund. Ich meinte dieses komische Gefühl dem Kind gegenüber. Den Vergleich der Kinder mit Ihren Müttern und die daraus resultierende Aggression sollte man nicht zulassen und an dem Kind auslassen, denn wie gesagt kann das Kind ja nichts dafür. Und wenn ich diese Aggressionen womöglich am Kind oder Partner auslasse hilft mir das wenig weiter. Daher versuche ich halt über die Schiene die Personen rauszuhalten, die diese Situation am wenigsten verursacht haben. Die Kinder.
Ich weiß, dass es nicht immer funktioniert, zumindest noch nicht...
Vielleicht verstehst Du mich jetzt....
LG Emily

Ja...
...ich verstehe dich. Du hast Recht, man muss versuchen, das nicht an Kind oder Partner auszulassen. Ich versuche halt, dem Kind zu erklären, dass ich das und das nicht mag, wenn es mich wirklich stört. Oder ich bespreche es mit meinem Mann und er macht das dann. Allerdings benimmt sie sich auch eher selten unmöglich und lässt sich was sagen. Die Mutter ist wohl auch ziemlich streng, aber ich finde, es ist auch ihre Sache, wie sie ihr Kind erzieht. Bei uns ist manches in manchen Punkten eben anders.

Wenn dieses doofe Gefühl des Vergleichs kommt, hilft es mir übrigens auch, das anzunehmen. Einfach auch mal genervt zu sein und was alleine zu machen. Allerdings - es gibt ja eine Mutter und alles ist dort soweit ok - hatte ich von Anfang an nicht den Anspruch, dass es mein Kind sein soll in dem eigentlichen Sinne. Sie sieht mich ja auch nicht als Mutter. Ich schaue, dass sie sich bei mir wohlfühlt, das ist klar.

Ich wollte bisher noch keine Kinder bekommen und wenn es dann doch in Zukunft so kommen wird, haben die dann eben viel von mir und meinem Mann. Diese Gedanken sind vielleicht etwas kindisch, aber mir helfen sie in solchen Situationen.

Ich finde es immer sehr hilfreich, zu sehen, dass andere ganz ähnliche Probleme haben und wie sie damit umgehen. Deinen Threat habe ich auch gelesen.

Lg,
Apfelzimt

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