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Fauler Mann meiner Tochter

22. April 2006 um 13:55 Letzte Antwort: 23. April 2006 um 16:07

Ich hoffe, ich bin in diesem Forum richtig, auch wenn hier oftmals nur um jüngere Kinder geht (habe es bereits bei Psychologie versucht).

Der Mann meiner Tochter (38) ist nun seit über 1 Jahr arbeitslos und sitzt zuhause, während meine Tochter arbeiten geht, sich abends um Kind und ggf. Essen kümmert. Zu meiner Zeit war es normal, dass der Mann der Versorger der Familie war, spätestens wenn ein Kind da war. Ich denke, er nutzt meine Tochter aus, innerhalb von einem Jahr wird es doch wohl möglich sein, wieder einen Job zu finden?!

Meine Tochter möchte nichts zu diesem Thema hören von mir, sie wechselt das Thema oder wir streiten (leider). Ich möchte doch nur, dass es meiner Tochter gut geht und ich denke, dass sie im letzten Jahr recht dünn geworden ist und das die Verantwortung nur bei ihr liegt. So starkt ist sie auch nicht. Was ratet ihr mir, wie kann ich mit meiner Tochter reden? Was kann ich ihr noch raten (am liebsten wäre mir, sie würde sich mal trennen von diesem Mann, ich würde sie gerne unterstüten!)

Ein verzweifelter Berlinerbaer

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22. April 2006 um 14:37

Schwierig
Hallo,

also: Es ist zur Zeit wirklich schwierig Arbeit zu finden. Jeder kennt jetzt jemanden, der ernsthaft sucht, auch intelligent und vernünftig ist, aber einfach keinen Job findet.

Es kann also sein, dass Sie Ihrem Schwiegersohn bitter untrecht tun. Das sollte man bei Arbeislosigkeit immer im Hinterkopf behalten.

Zum zweiten: Ihre Tochter liebt den Mann, vielleicht hat sie sogar geschworen in guten wie im bösen Tagen zu ihm zu stehen. Wie auch immer, vielleicht will sie ihn einfach nicht jetzt verlassen, wo es ihm schlecht geht.

Es ist sehr nett von Eltern, wenn Sie ihren erwachsenen Kindern zeigen: Es ist deine Entscheidung, wir unterstützen dich in jedem Fall.

- Wenn du selbst den Wunsch hast zu gehen, werde ich dich gern unterstützen.

- Wenn du bei deinem Mann bleiben willst, werde ich dich auch unterstützen. Gerade wenn das Geld knapp wird (und die Großeltern es sich leisten können (!)), ist es furchtbar lieb wenn es zu Weihnachten und Geburtstag eben zusätzlich Kinderkleidung, Schultaschen etc. gibt.

Je mehr Sie jetzt über den Schwiegersohn schimpfen, desto schwieriger wird es für Ihre Tochter später zu ihnen zu kommen. Denn so einfach: "Er arbeitet nicht, deshalb ist er ein schlechter Mensch", ist es sicher nicht. Ihre Tochter weiß, dass er auch ein toller Mann ist, er hat sicher viele Seiten, die sie ansprechen und bei denen sie sich zu Hause fühlt, sonst hätte sie ihn ja nicht geheiratet. Gerade wenn sie eine Seite an ihm auch nicht so toll findet, wird sie wohl ungern mit Ihnen darüber reden wollen. Sie hat einfach Angst, dass die ganze Beziehung, mit allen Facetten, nur noch auf das Thema Arbeitslosigkeit reduziert wird.

Und: Wenn jemand in der Familie arbeitslos wird, ist dass immer ein Schlag für die ganze Famile. Natürlich geht es ihr damit nicht gut.
Ob es ihr allerdings besser gehen würde, wenn sie ihren Mann verläßt??? Das kann wirklich nur sie selbst wisssen.

Viele Grüße
Paula





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22. April 2006 um 20:41

Hallo Berlinerbaer,
ich finde es sehr schlimm, wenn Eltern ihre Schwiegerkinder nicht akzeptieren können und ihren Kindern dann reinreden.
Du wirst deine Tochter mit dieser Meinung über ihren Mann verletzt haben. Ist echt eine tolle Unterstützung von dir...
Und würde sie es einfacher haben, alleinerziehend zu sein? Ich denke nicht, denn auch deine dann zugesicherte Unterstützung wird nicht ausreichen.
Wieso ist deine Tochter nicht so stark? Wenn du den Eindruck hast, dann solltest du nicht mit dem Vorschlag kommen, sich von ihrem Mann zu trennen. Dann braucht sie eher deine Hilfe hinsichtlich der jetztigen Alltagsbewältigung.
Wie auch Paula schon schrieb, ist es heutzutage nicht einfach, einen Job zu finden (leider weiß ich, wovon ich rede). Das heißt auf jeden Fall nicht, dass dein Schwiegersohn auf der faulen Haut liegt.
Und nur, weil du den Eindruck hast, deine Tochter würde die ganze Verantwortung und den Haushalt tragen, muß das noch lange nicht der Wahrheit entsprechen.
Wenn du deiner Tochter helfen willst, solltest du nicht raten (stell dir vor, deine Eltern raten/haben geraten; wie hast du dich dabei gefühlt? Hast du das alles angenommen und war es für dich eine Hilfe?) sondern sie TATkräftig unterstützen. Oder sie mal fragen, ob sie glücklich ist (und ihr falls nicht, zu diesem Glück verhelfen).

Heutzutage ist es übrigens nicht mehr so, dass der Mann der Verdiener ist und die Frau für Kind und Haushalt zuständig ist.

Häng dich nicht zu sehr in das Leben deiner Tochter rein, denn es kann sehr belastend sein (leider sprech ich da auch aus Erfahrung).

Liebe Grüße
Wonky

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23. April 2006 um 8:18

Hallo berlinerbaer
ich nehme an, dass deine tochter vollzeit arbeiten geht? wenn ihr mann in der zeit den haushalt versorgt, und das essen pünktlich zum feierabend deiner tochter auf den tisch bringt, wenn das kind versorgt wird und alles innerfamiliäre in der zeit von deinem schwiegersohn erledigt wird, dann hat deine tochter es sogar sehr gut wenn deine tochter die finanzielle versorgerin der familie ist, und dein schwiegersohn leistet seinen beitrag in naturalien (also hausarbeit und kindererziehung), dann hat deine tochter es sogar sehr sehr gut.

mitch

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23. April 2006 um 11:31

Student
Außerdem steht ja in dem ähnlichen Thread von dir, der in Psychologie veröffentlicht wurde, das dein Schwiegersohn studiert. Das hat mich im Nachenein etwas geärgert, weil du es erst so dargestellt hast, als ob er garnichts macht!?
Wenn er jetzt z.B einen Job hatte und studiert um sich weiter zuentweickeln (beruflich), sehe ich da nichts verkehrtes drin. Außerdem ist er dann ja auch nicht arbeitslos!!!

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23. April 2006 um 15:35
In Antwort auf vivien_11915847

Student
Außerdem steht ja in dem ähnlichen Thread von dir, der in Psychologie veröffentlicht wurde, das dein Schwiegersohn studiert. Das hat mich im Nachenein etwas geärgert, weil du es erst so dargestellt hast, als ob er garnichts macht!?
Wenn er jetzt z.B einen Job hatte und studiert um sich weiter zuentweickeln (beruflich), sehe ich da nichts verkehrtes drin. Außerdem ist er dann ja auch nicht arbeitslos!!!

Hallo dynasbaby,
nein, er ist kein Student - du fragtest nach seiner Ausbildung. Er hat ein Studium und hatte hinterher eine Arbeit, die er nun nicht mehr hat, und wie gesagt, Arbeitslosengeld erhält er nun nicht mehr nach über 1 Jahr. Ich wollte nur sagen, aufgrund seines Studiums (Wirtschaftsingenieur) und mit Berufserfahrung sollte er eigentlich qualifiziert sein. Mir kommt es aber so vor, dass er eigentlich ganz zufrieden ist mit seinem Leben ohne Arbeit.

Sie wohnen in einer Wohnung ohne Garten oder Balkon, das ist doch schade für das Kind. Viele Dinge kaufen sie gebraucht, spätestens wenn das Kind in die Schule kommt müssen sie ihm doch mehr bieten können. Sonst wird mein Enkelkind irgendwann zum Aussenseiter. Ich hätte mir für meine Tochter einen Mann mit - sagen wir - mehr Möglichkeiten gewünscht.

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23. April 2006 um 16:07
In Antwort auf maeve_12139486

Hallo dynasbaby,
nein, er ist kein Student - du fragtest nach seiner Ausbildung. Er hat ein Studium und hatte hinterher eine Arbeit, die er nun nicht mehr hat, und wie gesagt, Arbeitslosengeld erhält er nun nicht mehr nach über 1 Jahr. Ich wollte nur sagen, aufgrund seines Studiums (Wirtschaftsingenieur) und mit Berufserfahrung sollte er eigentlich qualifiziert sein. Mir kommt es aber so vor, dass er eigentlich ganz zufrieden ist mit seinem Leben ohne Arbeit.

Sie wohnen in einer Wohnung ohne Garten oder Balkon, das ist doch schade für das Kind. Viele Dinge kaufen sie gebraucht, spätestens wenn das Kind in die Schule kommt müssen sie ihm doch mehr bieten können. Sonst wird mein Enkelkind irgendwann zum Aussenseiter. Ich hätte mir für meine Tochter einen Mann mit - sagen wir - mehr Möglichkeiten gewünscht.

Ok...dann habe ich dich falsch verstanden...
Ich habe aber schon öfter gehört, das auch Diplom-Ing. zu Hause sitzen und nichts finden. Ist er denn nur darauf erpicht etwas in seinem Job zu bekommen, oder würde er auch etwas anderes machen? Besonders mit Studienberufen muss man ja einigermaßen flexibel sein, was den Wohnort angeht. Ich persönlich weiß z.b nicht, in welcher Stadt ich in 2 Jahren lebe..
Lg

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