Home / Forum / Meine Familie / Familienfeiern mit Expartner

Familienfeiern mit Expartner

22. Februar 2011 um 14:17

Mein Mann ( wir sind seit 15 Jahren zusammen ) hat aus erster Ehe zwei erwachsenene Töchter und zwei Enkelkinder, 1J. und 3 J. , zu denen ich ein gutes Verhältnis habe.
Bisher war es so, dass er bei Familienfeiern, bei denen seine Exfrau und deren Familie anwesend sind, meist nicht dabei war. Neuerdings ist er zu den Geburtstagen der Enkelkinder eingeladen. Das sind dann Familientreffen, wo ich mich, würde ich ihn begleiten, wie das fünfte Rad am Wagen fühlen würde. Geht er ohne mich hin, was einige Male der Fall war, fühle ich mich genauso unwohl. Einerseits verstehe ich, dass er bei den Geburtstagen seiner Enkel dabei sein möchte, andererseits denke ich, wenn ich nicht dabei bin, müsste er auch verzichten. Er kann seine Töchter und Enkel jederzeit sehen, das muss nicht zusammen mit der Exfrau und deren Familie sein. Gibt es eine Lösung, die für beide (meinen Mann und mich) tragbar ist?

Mehr lesen

22. Februar 2011 um 15:37

Hallo
Ich kann dich gut verstehen und bisher war es zum Glück nur die Taufe meines Stiefsohnes, welche eine solche "Familienfeier" war. Ich verstehe mich zwar ganz gut mit der Mutter des Kleinen, aber ich fühlte mich trotzdem ziemlich unwohl. Wenn der Kleine bei uns ist, verhalte ich mich ihm gegenüber ganz anders. Mein Freund und ich erziehen den Kleinen bei uns gemeinschaftlich, er spielt sehr viel mit mir und kommt ab und an kuscheln. Aber das ganze versuche ich zu vermeiden, sobald die Mutter in der Nähe ist. Einfach um unnötigen Stress zu vermeiden, aus diesem Grund fühle ich mich auch meist unwohl, wenn wir noch kurz bei ihr Kaffeetrinken, wenn wir den Kleinen nach Hause bringen.

Dass dein Mann natürlich gerne zu den Geburtstagen der Enkel gehen will, ist total verständlich, auch dass du dich dabei unwohl fühlst. Allerdings finde ich deine Aussage "wenn ich nicht dabei bin, müsste er auch verzichten" nicht in Ordnung. Schließlich sind es seine Enkelkinder, welche sich sicher auch freuen, wenn der Opa mit ihnen Geburtstag feiert.

Wenn du nicht mit gehen willst, machst du dann was anderes oder wartest du zu Hause so lange bis er wieder kommt? Ich würde dir raten, einfach ein Mal mit zu gehen, vielleicht wird es ja gar nicht so schlimm, wie du dir das vorstellst. Und ansonsten würde ich an diesen Tagen einfach was schönes unternehmen, wozu du sonst einfach nicht kommst

Liebe Grüße

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

24. Februar 2011 um 14:30

Familienfeiern mit Expartner
Hallo Salexa,
danke für deine Antwort. Es stimmt schon, wie du sagst, dass sich die Enkel über die Anwesenheit des Opas freuen würden und auch er wäre ja gerne dabei. Ich selbst fühle mich bei dem Gedanken mitzugehen so unwohl, dass ich mir das wohl nicht antun muss. Ich müsste also entweder akzeptieren, dass mein Mann alleine geht und ich dann, wie du vorschlägst, etwas unternehmen, um nicht zu Hause zu sitzen und mir eine heile Familie vorzustellen, die in Erinnerungen schwelgt, während ich nicht existiere. Das fühlt sich auch nicht gut an.
Ist es nicht möglich, dass mein Mann bei offiziellen Anlässen, wie Taufe, Konfirmation etc., dabei ist und bei Geburtstagen usw., die ja einige Male im Jahr stattfinden, mit mir zusammen einige Tage später einen Besuch abstattet. Daran könnten sich die Enkel und die anderen doch auch gewöhnen. Oder mache ich mich damit lächerlich?
Andererseits, warum soll auf alle Rücksicht genommen werden, nur auf mich nicht?
Liebe Grüße, C.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

24. Februar 2011 um 14:33
In Antwort auf hikari_11862858

Hallo
Ich kann dich gut verstehen und bisher war es zum Glück nur die Taufe meines Stiefsohnes, welche eine solche "Familienfeier" war. Ich verstehe mich zwar ganz gut mit der Mutter des Kleinen, aber ich fühlte mich trotzdem ziemlich unwohl. Wenn der Kleine bei uns ist, verhalte ich mich ihm gegenüber ganz anders. Mein Freund und ich erziehen den Kleinen bei uns gemeinschaftlich, er spielt sehr viel mit mir und kommt ab und an kuscheln. Aber das ganze versuche ich zu vermeiden, sobald die Mutter in der Nähe ist. Einfach um unnötigen Stress zu vermeiden, aus diesem Grund fühle ich mich auch meist unwohl, wenn wir noch kurz bei ihr Kaffeetrinken, wenn wir den Kleinen nach Hause bringen.

Dass dein Mann natürlich gerne zu den Geburtstagen der Enkel gehen will, ist total verständlich, auch dass du dich dabei unwohl fühlst. Allerdings finde ich deine Aussage "wenn ich nicht dabei bin, müsste er auch verzichten" nicht in Ordnung. Schließlich sind es seine Enkelkinder, welche sich sicher auch freuen, wenn der Opa mit ihnen Geburtstag feiert.

Wenn du nicht mit gehen willst, machst du dann was anderes oder wartest du zu Hause so lange bis er wieder kommt? Ich würde dir raten, einfach ein Mal mit zu gehen, vielleicht wird es ja gar nicht so schlimm, wie du dir das vorstellst. Und ansonsten würde ich an diesen Tagen einfach was schönes unternehmen, wozu du sonst einfach nicht kommst

Liebe Grüße

Hallo Salexa,
habe meine Antwort falsch platziert. Bitte oben lesen.
Gruß, C.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

24. Februar 2011 um 18:58
In Antwort auf aminta_12110250

Familienfeiern mit Expartner
Hallo Salexa,
danke für deine Antwort. Es stimmt schon, wie du sagst, dass sich die Enkel über die Anwesenheit des Opas freuen würden und auch er wäre ja gerne dabei. Ich selbst fühle mich bei dem Gedanken mitzugehen so unwohl, dass ich mir das wohl nicht antun muss. Ich müsste also entweder akzeptieren, dass mein Mann alleine geht und ich dann, wie du vorschlägst, etwas unternehmen, um nicht zu Hause zu sitzen und mir eine heile Familie vorzustellen, die in Erinnerungen schwelgt, während ich nicht existiere. Das fühlt sich auch nicht gut an.
Ist es nicht möglich, dass mein Mann bei offiziellen Anlässen, wie Taufe, Konfirmation etc., dabei ist und bei Geburtstagen usw., die ja einige Male im Jahr stattfinden, mit mir zusammen einige Tage später einen Besuch abstattet. Daran könnten sich die Enkel und die anderen doch auch gewöhnen. Oder mache ich mich damit lächerlich?
Andererseits, warum soll auf alle Rücksicht genommen werden, nur auf mich nicht?
Liebe Grüße, C.

Hallo
Ja das mit der Rücksicht ist eine interessante Sache. Dies musste ich mir auch erst mal erarbeiten. Ich denke, es ist wichtig, dass du und dein Partner darüber redet und eine klare Absprache und Lösung findet. Natürlich ist es eben so möglich, dass dein Partner mit dir ein paar Tage später zu den Enkeln fahrt. Ihr müsst das nur miteinander absprechen. Vielleicht kann man es auch jahresabhängig machen. Also einen Kompromis eingehen, in jedem geraden Jahr geht er zu den Geburtstagen in jedem ungeraden Jahr geht ihr ein paar Tage später zusammen hin.

Allerdings stellt sich auch dann die Frage danach, ob es lächerlich ist. Ich denke, es ist nie lächerlich, wenn man versucht sich zu schützen, was du ja vor hast und wenn ihr beide damit gleich umgeht und das als normal betrachtet, wirkt es sicher auch nicht lächerlich.

Ich stelle mir auch oft vor, dass sie einen auf heile Familie machen, wenn ich nicht dabei bin, aber dem ist nicht so. Ich glaube, dass du dir darüber nach 15 Jahren keine Gedanken mehr machen musst. Sicher denkt man mal an gemeinsames zurück, aber oft betrifft das nur die Kinder. Es gab immerhin einen Grund, warum man sich getrennt hat und da gibt es dann häufig keinen Platz mehr für eine "heile Familie".

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

24. Februar 2011 um 20:55

Hallo
Ihr seid ja jetzt schon sehr lange zusammen. Wieso hast du eigentlich so ein schlechtes Gefühl deinen Mann gerade dahin zu begleiten? Und wie steht denn dein Mann dazu? Wäre es ihm lieber wenn du dabei bist? Ich denke schon das es für ihn schön wäre komplett als Familie dabei zu sein und das du dich an seinem Glück mitfreust.
LG

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

25. Februar 2011 um 18:52
In Antwort auf shelby_12311526

Hallo
Ihr seid ja jetzt schon sehr lange zusammen. Wieso hast du eigentlich so ein schlechtes Gefühl deinen Mann gerade dahin zu begleiten? Und wie steht denn dein Mann dazu? Wäre es ihm lieber wenn du dabei bist? Ich denke schon das es für ihn schön wäre komplett als Familie dabei zu sein und das du dich an seinem Glück mitfreust.
LG

Hallo,
Danke an Salexa und Seepferdchen für die hilfreichen Gedanken.
Ja, es ist gar nicht so leicht zu erklären, warum ich mich so unwohl fühle, dabei zu sein. Zum einen ist es das Gefühl, nicht dazuzugehören. Ich kenne die Exfrau und deren Familie nicht. Und wie Salexa auch schreibt, man verhält sich den Kindern gegenüber nicht mehr so locker, wenn die leibliche Mutter/Oma anwesend ist, die eine sehr enge Beziehung zu Tochter und Enkel hat. Der langjährige Partner der Exfrau meines Mannes ist bei solchen Anlässen auch nicht dabei. Mein Mann ist auch sonst öfter alleine bei seiner Tochter und den Enkeln und ich habe nicht das Gefühl, dass er bei offiziellen Anlässen auf meine Anwesenheit großen Wert legt. Vielleicht fühlt er sich sogar freier, wenn ich nicht dabei bin. Ich habe schon überlegt, ob es eine Möglichkeit wäre, dass er an den Geburtstagen dort zum Kaffee vorbeischaut, aber nicht bis in den Abend hinein bleibt, (was bei mir dieses heile Familie und ich ausgeschlossen" - Gefühl aufkommen lässt). Das wäre für mich ein erträglicher Kompromiss und die anderen hätten das eben zu akzeptieren. Oder abwechselnd wie Salexa vorschlägt, die sich dieses belastende Gefühl anscheinend vorstellen kann.
Natürlich steckt da bei mir auch eine große Portion Empfindlichkeit dahinter, die ich aber nicht ohne weiteres ablegen kann.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

26. Februar 2011 um 18:06
In Antwort auf aminta_12110250

Hallo,
Danke an Salexa und Seepferdchen für die hilfreichen Gedanken.
Ja, es ist gar nicht so leicht zu erklären, warum ich mich so unwohl fühle, dabei zu sein. Zum einen ist es das Gefühl, nicht dazuzugehören. Ich kenne die Exfrau und deren Familie nicht. Und wie Salexa auch schreibt, man verhält sich den Kindern gegenüber nicht mehr so locker, wenn die leibliche Mutter/Oma anwesend ist, die eine sehr enge Beziehung zu Tochter und Enkel hat. Der langjährige Partner der Exfrau meines Mannes ist bei solchen Anlässen auch nicht dabei. Mein Mann ist auch sonst öfter alleine bei seiner Tochter und den Enkeln und ich habe nicht das Gefühl, dass er bei offiziellen Anlässen auf meine Anwesenheit großen Wert legt. Vielleicht fühlt er sich sogar freier, wenn ich nicht dabei bin. Ich habe schon überlegt, ob es eine Möglichkeit wäre, dass er an den Geburtstagen dort zum Kaffee vorbeischaut, aber nicht bis in den Abend hinein bleibt, (was bei mir dieses heile Familie und ich ausgeschlossen" - Gefühl aufkommen lässt). Das wäre für mich ein erträglicher Kompromiss und die anderen hätten das eben zu akzeptieren. Oder abwechselnd wie Salexa vorschlägt, die sich dieses belastende Gefühl anscheinend vorstellen kann.
Natürlich steckt da bei mir auch eine große Portion Empfindlichkeit dahinter, die ich aber nicht ohne weiteres ablegen kann.

Hallo
Also mein Mann und ich sind seit 8 jahren verheiratet und er hat einen Sohn, der bei seiner Mama lebt. Ich muss sagen die Exfrau meines Mannes gehört auch nicht gerade zu den Menschen, die ich privat so nah an mich ranlassen würde. Aber mein Mann hat auch nur ein sehr gespaltenes Verhältnis zu ihr und macht oft nur wegen des gemeinsamen Kindes Gute Miene zu bösen Spiel. Um so lieber ist es ihm mich dabei zu haben.
Ist schon eine schwere Situation. Trotzdem bin ich der Meinung das für alle einfacher wäre wenn für alle offensichtlich wäre wer zu wem gehört. Aber wenn du dich absolut nicht überwinden kannst dann kannst du dich natürlich nicht zwingen. Aber ich glaube du machst es deinem Mann damit auch nicht leichter, weil er sich immer zwischen zwei Stühlen fühlt.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

Frühere Diskussionen
Wir machen deinen Tag bunter!
instagram