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Familie zerbricht- brauche Hilfe!

1. April 2016 um 9:20

Hallo zusammen,

ich trage derzeit viel psychischen Ballast mit mir herum und weiß nicht mehr weiter.. Meine Familie zerbricht gerade und ich kann eigentlich nur hilflos dabei zusehen und akzeptieren. Allerdings bin ich so gar nicht der Typ der einfach nur zusieht und daran knabbere ich eigentlich am meisten...

Nun zu meiner/ unserer Geschichte
Ich bin 29 Jahre alt bin seit 7 Jahren mit einem alleinerziehenden Vater (29) zusammen.
Seit 6 Jahren leben wir zusammen und erziehen gemeinsam sein Kind (fast 8).
Seit fast 3 Jahren haben wir auch ein gemeinsames Kind.

So.. ich würde uns als normale Familie beschreiben, wir haben auch auch immer so gelebt.

Natürlich war/ ist es keinesfalls einfach.
Gerade die Geburt unseres gemeinsamen Kindes hat vieles verändert, zuvor habe ich ja gar nicht gewusst was Mutterliebe ist .. der große musste/ muss um sine Position kämpfen und sich behaupten und der Vater muss quasi allen gerecht werden. Als der Große in die Schule kam gab es nochmal eine Veränderung, er wurde teilweise sehr aggressiv, log und klaute.. nässte tagsüber ein, wollte lieber spielen ( eine positive Situation nicht unterbrechen) als auf Klo gehen. Er schrie und weite oft wegen "Kleinigkeiten" z.B zubett gehen, vom Spielplatz nachhause gehen,.. hatte massive Probleme sich dann wieder zu beruhigen. oft gingen solche Ausbrüche über 30 min lang. Wir besuchten daraufhin einen Psychotherapeuten, Psychologen und arbeiten seither ca. 1,5 Jahre daran

So.. wir habe also so vor uns hingelebt, es gab aber dadurch oft Streit, Machtkämpfe und auch Überforderung
aber trotz allem denke ich immer noch in einem "normalen Rahmen" . Wir arbeiteten ja schließlich daran, dass es besser werden sollte.

Der Stiefsohn hatte stehts sehr wenig und unregelmäßigen Kontakt zu seiner leiblichen Mutter, hochgerechnet in den letzten 6 Jahren würde ich sagen 1-2x alle 3 Monate..
Seine Mutter hat an der Theapie übrigens nie teilgenommen, obwohl es durchaus gewünscht gewesen wäre..
Die Mutter ist seit 2 Jahren verheiratet und hat auch 2 Kinder (4,2) mit ihrem Partner. Sie hat Psychische Probleme und war vergangenes Frühjahr mehrere Wochen in einer Klinik.

Der Bruch:
Es kam Weihnachten und sie fragte ob er nicht am 1. Weihnachtsfeiertag (Donnerstag) bei ihr sein will.. er wollte zunächst überhaupt nicht.. wir sagen, dann kannst du deine Geschenke holen, nett essen und kommst danach wieder.. so wurde vereinbart: "in der früh abholen und abends wieder bringen". dann kam ein Anruf, er würde doch gerne länger bleiben.. gut, kann er ja machen.. also übers Wochenende.. am Montag geht sie mit ihm zum Jugendamt und behauptet er würde geschlagen..
das Kind wird auch befragt, laut SozPäd widersprüchliche Antworten, da sie wohl von Schlägen ins Gesicht berichtete und er davon gar nichts wusste.
Er aber von Schlägen auf den Po berichtete ua aber auch bei seinem Geschwisterchen.. und Geschichten von einsperren ins dunkle Zimmer..

So ... nun stand das JuAmt vor der Tür und mussten den Vorwürfen natürlich nachgehen. nach längerem Gesprächen dann " grünes" Licht, sie denke nicht, dass an den Geschichten soviel liege aber sie müsse dem nachgehen. Wir sollen uns keine Sorgen machen.

Der Sohn immer noch bei seiner Mutter. am Telefon sehr kühl und sagt er wolle jetzt immer bei ihr bleiben und dass er ja immer geschlagen werde bei uns.. bleibt nun die ganzen Weihnachtsferien bei ihr.

Nach den Weihnachtsferien bekommen wir einen neuen Soz.Päd.. wieder Gespräche.. Kind soll jetzt erst mal probeweise bis zu den Faschingsferien bei seiner Mutter bleiben..
noch mehr Gespräche.. alles zieht sich unendlich.. keiner kann/ will wirklich irgendetwas tun.. Therapeutin sagt, er habe ja immer schon gern "Geschichten" erzählt und sie wisse nichts von Schlägen aber könne diese auch nicht widerlegen außerdem sei sie "der Anwalt des Kindes" und befürwortet den Aufenthalt bei der Mutter,
Psychologin ist zunächst aufgebracht und möchte mit dem JuAmt reden, dann wird zurückgerudert, man könne das schon so machen... Lehrerin berichtet von Verschlechterungen allerdings anscheinend nicht beim JuAmt... alles verquer!

wieder neuer Soz.Päd...

jetzt sind die Osterferien rum und das Kind ist immer noch dort.

Mittlerweile soll bis zu den Sommerferien ein "Spezialteam" herangezogen werden, die herausfinden sollen was das Kind wirklich will, was wahr ist.. um dann möglichst dauerhaft entscheiden wo das Kind nun bleibt.

Seit mehreren Wochen sagt das Kind es wolle wieder zu uns zurück. Ich denke andersrum wird das gleiche erzählt.. Therapeutin weiß allerdings von nichts... Kann nicht wirklich über irgendwas berichten. JuAmt sagt, sie denken er käme zurück, das wäre eine Phase aber sicher ist das natürlich nicht..


Ich weiß nicht im geringsten wie ich damit umgehen soll.

Ich habe meine Position komplett verloren. Ich weiß nicht wie ich mit meinem Partner umgehen soll, noch mit dem Kind.

Mein Partner muss sich ständig anhören, warum er nicht mehr macht - aber eigentlich wissen wir beiden nicht was wir tun sollen. Außer abwarten..

Auf der anderen Seite..
sollte ich froh sein, dass er weg ist?
Dass ich mich nicht mehr ärgern und streiten muss?

Warum bin ich dann jetzt nicht oberglücklich?
warum kann ich nicht loslassen und es einfach laufen lassen? warum muss ich ständig über die Situation nachdenken?

Natürlich sind 6 Jahre eine lange zeit in der ICH seine Mama war und die sind nicht von heut auf morgen weg..

Ist das jetzt vorbei? Sollte ich jetzt nicht mehr seine Mama sein?


Unser gemeinsames Kind "leidet" natürlich auch unter dem Verlust.. es zerbricht mir das Herz.

Noch dazu haben "wir" bewusst auf neuen Nachwuchs verzichtet, wir wollten erst wieder Ruhe in die Familie bringen und dann ggf noch ein Kind haben. Ich habe mich soo nach Nachwuchs gesehnt aber wir (eigentlich meine Partner) hatten schon durchaus bererchtigte (!) Angst vor noch mehr Stress, vielleicht noch mehr Überforderung durch schlaflose Nächte ect.. außerdem hätte der Große dann noch eine größere "Aussenseiterrolle" ...

so jetzt ist "mein" Kind von heut auf morgen ein Einzelkind, plötzlich ist es der "Aussenseiter" ..


Ich hatte jetzt auch eine Gürtelrose.
Der Arzt sagt, dass da durch psychischen Stress kommen kann...

hat das schon einmal jemand erlebt?
Kann man die Geschichte überhaupt verstehen?

Ratlos...

Danke fürs durchlesen
Tut mir leid, dass es so lang geworden ist..






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