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"Familie" noch einen Sinn??

16. September 2007 um 16:34

Hallo alle zusammen!

Mein Problem ist relativ schwierig zu erlären, da viele verschiede Dinge zusammenkommen..
Ich versuchs einfach mal:

Ich bin 19 Jahre alt, lebe mit meiner Schwester (17 J.) und meiner Mutter zusammen. Zu unserem Vater haben wir guten Kontakt, er besucht uns fast täglich und hilft auch im Haushalt etc. - nur ab und zu entsteht Streit zwischen ihm und meiner Mutter und damit wären wir auch schon beim eigentlichen Thema.
Dass Problen ist nicht, DASS sie sich streiten, sondern wieso - der Grund/das Thema ist immer dasselbe "Verpflichtungen wahrnehmen"...
Tja..nur leider stehe ich da meist ziemlich alleine: meine Mutter sitzt den ganzen Tag am PC und geht ihrer "Berufung" nach: bei Knuddels.de (=Jugendchat) Kinderschänder überführen, was sie "ehrenamtlich macht". Hab nichts dagegen, ist nachvollziehbar, wieso sie das macht, zudem wurde sie als Kind vergewaltigt..
Aber wo bleiben ihre eigenen Kinder?? Ja, sie kümmert sich, macht essen usw. aber meint, sie hätte ihr ganzes Leben lang gearbeitet und verdiene eine "Pause" (am PC) - für mich macht sie Pause VOM PC um mal essen zu machen, den Haushalt zu machen etc.)
Naja. Das Größte Problem stellt für mich allerdings meine Schwester dar, wenn sie ihre noch relativ pubertäre (und aggressive) Seite raushängen lässt: Nachts um 2 will sie noch "auf Party", sie ist ja schon sooo erwachsen.. aber im Haushalt helfen?? NO WAY.
Meine Mutter gibt dann auch nach, - zwar ungerne aber sie lässt sie gehen (oder meine Schwester droht auszuziehen, wobei wir dann die Wohnung verlieren würden).
Und wenn meine Schwester auch um 5 Uhr nachts noch nicht wieder aufgetaucht ist, bekomme ich den Frust meiner Mutter zu hören. Nachgeben tut sie aber immer wieder: "nene, ich vertraue ihr, sie kommt diesmal pünktlich.."

Situationen wie diese gibt es viele.
Z.B. hat meine Schwester 3 (!) Katzen, um die sie sich auch nach mehrmaligem Bitten nicht kümmert (obwohl versprochen), während der Rest der Familie nicht unbedingt für Haustiere ist (Flöhe, Kosten, Arbeit, Zeit = VERANTWORTUNG!).
Und da haben wirs wieder: Meine Schwester will etwas (Katzen) und meine Mutter springt/gibt nach - beschwert sich danach aber, wieso sie eigentlich immer noch so nett ist.
Sag ich mal was dazu ("mische mich ein"), kommt von Nele nur "Halt die Fr#.., Du bist nicht meine Mutter!" - ja, und die "Mutter", die anscheinend die einzige ist, die ihr was sagen kann, kann sich nicht durchsetzen. Sobald mein Vater sich einmischt (meistens unterstütze ich seine Meinung), ist er hier garnicht mehr gerne gesehen, meine Mutter "braucht keinen Bevormunder"..

Inzwischen kann ich das nicht mehr ab. Haben auch als Familie schon viel Probiert: Gespräche a la "alle helfen mit", meine Schwester war 2 Monate auf stationärer Therapie (Borderline-Persönlichkeit), meine Mutter bräuchte auch Hilfe bei Haushalt/Erziehung - diese kann man ihr aber nicht aufzwingen..

Ich versuche währenddessen mein Abitur zu machen, was mir sehr schwer fällt ohne Rückhalt der "Familie", plus der Katzengestank, die Flöhe, das Rumgemecker..
Denke nicht, dass es MEINE Aufgabe ist, da was zu verbessern, mithelfen habe ich aufgegeben, wenn ich merke, dass ich es alleine mache.
ich versuche mich zwar so gut es geht auf mein Leben zu konzentrieren, ausziehen möchte ich aber auch nicht unbedingt- wo ist das denn Familie? (obwohl hier soweiso schon jeder sein eigenes leben lebt..:S)
Wie gesagt, ich weiss nicht weiter!

Bitte gebt Anregungen, auch gerne eure Erfahrungen von Müttern mit (pubertären) Kindern! Und was ist eure Meinung zum Thema "Verantwortungsbewusstsein in der Familie"??

Danke fürs lesen, Anna

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16. September 2007 um 21:56

Hallo Anna,
warst du mit diesem Beitrag nicht schon ein-
mal im Forum?
Gruß Melike

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16. September 2007 um 22:19

Hallo Anna,
du bist mit diesem "Programm" das du hier geboten bekommst überfordert. Ohne über die Menschen in deinem Umfeld zu urteilen, aber du kannst ihnen nicht helfen. Du mußt dich um dich kümmern,
vielleicht sehen sich die anderen dann
auch mal veranlaßt Hilfe zu holen. Gehe
doch mal zu einer Beratungsstelle und laß dir/euch helfen. Es gibt auch Menschen mit dem Helfersyndrom, die nicht merken, dass sie den anderen ihre "Aufgabe" abnehmen.Bei euch sind die
Rollen falsch verteilt.Du bist die Mutter deiner Mutter und Schwester. Du
suchst Erfahrungen von Müttern mit
pupertierenden Kindern. Du bist nicht!!
die Mutter. Laß es dir von Fachleuten
erklären und steig aus.
Gruß Melike

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