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Exmann zieht Kinder mit Selbstmitleid runter

24. November 2013 um 23:12

Hallo,

Heut Abend kamen meine beiden Kinder(Junge,11 und Mädchen,9) von ihrem Papa Wochenende zurück. Seit der Trennung vor 6 Jahren sind sie regelmäßig alle zwei Wochen bei ihm.
Beim Abendessen saß ich plötzlich zwei weinenden Kindern gegenüber. Nach und nach haben sie mir erzählt, dass sie sehr traurig sind, dass ihr Papa so einsam ist. Dass er kein Weihnachten mehr feiern kann, da Weihnachten ja ein Familienfest ist. Dass er, wenn seine Eltern mal nicht mehr leben, überhaupt niemanden mehr hat, mit dem er Weihnachten feiern kann. (Er jammert ihnen auch immer wieder vor, dass er zu wenig Geld hat seitdem er getrennt ist.) Diese Dinge hat er ihnen dieses Wochenende erzählt.

Ich finde es ja gut und wichtig, dass man mit den Kindern über die Dinge spricht, aber ich überlege die ganze Zeit, ob es angehen kann, dass er bei den Kindern dermaßen auf die Tränendrüse Drücken muss! Auch so kann man Kinder indirekt beeinflussen. Muss man sie mit so etwas belasten?
Er brüstet sich immer damit,dass er einen fairen Umgang will und die Kinder nie beeinflussen will. Ich habe das heute anders wahrgenommen.
Deshalb meine Frage an Euch:
Seht ihr dies genauso oder habe ich hier eine einseitige Sicht auf das was vorgefallen ist. Freue mich auf Eure objektiven Antworten!
Grüße Poisonivy1301

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7. Dezember 2013 um 10:56

Auch Papa liebt seine Kinder
Nun ja, ob er den Kindern was vorjammert oder ob er einfach nur mit ihnen über das Thema Weihnachten gesprochen hat, weißt Du ja gar nicht. Vielleicht haben die aus einer harmlosen Unterhaltung ihre eigenen Phantasien entwickelt.

Solange Der Vater seine Kinder am Besuchswochenende nicht schlägt, solltest Du ihn einfach mal machen lassen. Er liebt Eure Kinder bestimmt genauso wie Du. Er geht anders mit ihnen um, aber jeder Mensch geht anders mit anderen Menschen um, das gehört zum Leben dazu.

Vertraue einfach mal darauf, dass Papa es gut meint und Du Deine Kinder nicht vor ihm schützen musst. Er muss seinerseits bei Dir ja auch darauf vertrauen. Und er könnte es auch als Beeinflussung sehen, worüber Du mit den Kindern sprichst.

Du kannst deine Kinder entlasten, indem Du z.B. etwas mit ihnen bastelst, was sie dem Papa schenken können, damit er Weihnachten eine Freude hat.

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27. Februar 2014 um 18:03

Naja
ich finde das Verhalten deines Exmannes fragwürdig und die Kommunikation mit den Kindern auch. Ich finde deine Sichtweise schon ganz okay. Das bespricht man nicht mit den Kindern - auf diese Weise schon gar nicht. Das ist meines Erachtens schon eine Manipulation. Meine Tochter ist erwachsen. Ich war alleinerziehend und habe ähnliche Situationen früher auch auf sich beruhen lassen. Und die Leute haben auch immer gesagt: sei doch froh, dass er sich überhaupt kümmert. Heute bereue ich es. Ganz ehrlich: Muss man wirklich über alles froh sein, was überhaupt vom Ex kommt? Jede Mutter sollte gute Erziehungsarbeit leisten. Und die Väter? Im Nachhinein habe ich erkannt, dass ich darüber hätte reden sollen und mir ggf. Hilfe holen bei entsprechenden Institutionen. Ich habe heute Probleme mit der Beziehung zu meiner Tochter und erkannt, dass der Vater einen massiven Einfluss auf sie ausgeübt hat und es heute noch tut. Daher antworte ich dir auch noch, obwohl dein Post so alt ist. Ich möchte dich nur bestärken, solche Dinge frühzeitig zu klären. Vielleicht hat sich das aber auch inzwischen gegeben. Wünsche dir alles Gute.

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