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Ex hat ein Kind gewollt, egal von wem!

23. März 2015 um 14:12

Hallo!

Vor ab, es ist keine RTL II Geschichte! Kein Familien im Brennpunkt - Drehbuch! Ich schäme mich teilweise!!

Und ich hoffe wirklich, jemand kann helfen, wenn auch nur in seiner Sichtweise.

Vor etwa zwei einhalb Jahren hab ich während meiner schulischen Ausbildung (ich war 27), ein Mädel kennengelernt. Kennengelernt dadurch, dass sie mir Blicke zuwarf und den Kontakt herstellte. Nach dem ersten Treffen sagt sie mir, sie sei vergeben!

Was nach meinen bisherigen Erfahrungen ein absolutes Tabu war, war hier aber etwas anderes. Es hat mich irgendwie gereizt mich als den "Besseren" darstellen zu können und durch ihre Art wurde dies auch noch verstärkt gefördert.

In relativ kurzer Zeit zog sie bei ihm aus, hat ihm die kalte Schulter gezeigt und wollte mit mir zusammen sein. Knapp drei Monate waren wir das auch, mit mehr Streit als Harmonie, ich hatte immer das Gefühl, sie hätte sich von dem Ex nicht wirklich losgesagt. Was sie bei vorsichtiger Nachfrage aber immer venreint hat, sie wäre "frei" im Kopf.

In diesen drei Monaten erzälte sie mir das sie verlobt gewesen sei, die Hochszeit abgesagt hätte und mit ihm sogar ein Kind in der Schwangerschaft verloren hätte.

Die Alarmglocken haben bei mir dennoch nicht geleutet.

Und plötzlich war sie schwanger! Von mir! Nicht beabsichtigt, offiziell.

Und nun der absolute Wende- bzw. Höhepunkt: Nach einem Streit (mal wieder) konnte ich sie nicht erreichen, fuhr umher und fand ihr Auto bei dem Ex! Am nächsten Tag eröffnete sie mir, dass sie mich in der gesamten Zeit mehrmals mit ihm betrogen hätte! Natürlich war ich baff, enttäuscht und wütend, habe den Kontakt abgebrochen und versucht mich wieder zu fangen.

Nach ein paar Wochen war sie es, die den Kontakt zu mir suchte, auf mich stundenlang einredete von Reue und der Tatsache ja auch von mir schwanger zu sein. Ich hab ihr verziehen, zumindest nach dem Gespräch und wollte auch keine schwangere Frau sitzen lassen, nein, ich wollte dazu stehen!
In den nächsten Tagen hab ich aber gemerkt bzw. realisiert, was sie da eigentlich alles gemacht und ich auch irgendwo mitgemacht hatte.
Ich habe angefangen ihr Vorwürfe zu machen und statt einfühlsam diese nach und nach ihrerseits zu entkräften, wurde sie immer nur wütend. Und!!!! Ging wieder zu dem Ex zurück!!!

Für mich war es hier beendet.

Sie hat mich beide male in denen sie wieder bei ihm war, aufs schärfste beleidigt, mir die übelsten Nachrichten geschrieben, die unter die Gürtellinie gingen. Sie hat alle Schuld bei mir gesucht und war der Meinung, nun mit dem Anderen das Kind großziehen zu wollen und ich dürfte es wohl niemals sehen.

Nach einiger Zeit erfuhr ich dann, er hatte ihr den Laufpass gegeben, kam wohl mit dem Gedanken nicht zurecht es sei nicht sein Kind und natürlich hat sie mit ihm in dieser Zeit auch nur gespielt.

Nach einigen Monaten hatte sich alles in so weit beruhigt, dass nun die Frage der Schwangerschaft vor Gericht beantwortet werden würde, ich hatte verständlicherweise diverse Zweifel angemeldet.

Nun, es war/es wurde mein Kind!

In der Zwischenzeit hatte sie auch schon wieder jemand anderen gefunden, der ihr zur Seite stand.

Eine Entscheidung meinerseits musste her.

Ich habe ziemlich spät eine Ausbildung beendet gehabt, vorher als Leiharbeiter gearbeitet und trotz der schulischen Ausbildung danach, ein Jahr vergebens nach einem Job gesucht. Ich habe anschließend verkürzt die Fachoberschule besuchen können und auch erfolgreich absolviert und befinde mich mitlererweile im Studium und verwirkliche meinen Standpunkt, noch für mein Leben das Bestmöglichste herausholen zu können.
(Ginge es nach dem Jugendamt, hätte ich das Studium schmeißen und weiter als Leihkraft abreiten sollen um Mindest-Unterhalt zahlen zu können. Erst auf meine Aussage, erst nach meinem Studium etwas mehr zahlen zu können als knapp über dem Mindesbehalt bei Leihabreit, war dann etwas Verständlichkeit dafür vorhanden).

Alles in Allem, nach diesen Erfahrungen und der Tatsache in meinem Leben noch nicht da angekommen zu sein, wo ich noch hin möchte, habe ich mich unter den Umständen, der Untreue, dem vermeintlich untergejubelten Kind (wenn man dass so sagen kann, denn sie hat es im nachhinein noch bestätigt, unbedingt ein Kind haben zu wollen, egal ob von DEM oder von mir) und das sie inzwischen auch wieder einen anderen Ziehvater an ihrer Seite hat, hab ich mich GEGEN einen Kontakt zum Kind entschieden der nur über sie führen würde!

Ich konnte in dieser Zeit keine emotionale Bindung dazu aufbauen, war lange Zeit enttäuscht, auch von mir selbst und dem Umstand, solche eine zwischenmenschliche Katastrophe mit erlebt zu haben! Familie stelle ich mir doch etwas anders vor, zwar hätte ich zu dem Kind gestanden, unter anderen Umständen, doch hat sie freiwillig mich den Kindsvater, abgestoßen, mit allen Mitteln der Schikane und der Untreue.
Ich bin auch der Meinung, dass es einem Kind nicht dadurch besser geht, wenn es durch mehrere Familien und Väter gereicht wird, nur um zu behaupten, Patch-Work wäre Maß der Dinge einer neuen Familienstrategie im 21.Jh.

Ich war und bin der Ansicht, ersteinmal nun mein Leben zu vervollständigen (Studium macht man nicht mal so nebenbei und das Ziel Geld zu verdienen, muss erstmal dadruch erreicht werden) und wenn der Junge alt genug ist, zu hinterfragen um selbst wissen zu wollen wer der richtige Vater ist, stehe ich einem Kontakt unter geordneten Verhältnissen nicht entgegen.

Ich weiss, jeder sieht es sicher anders. Aber es war meine Entscheidung, da geht es nicht darum jedem alles recht zu machen, aber man muss damit leben können.

Nun hab ich das Problem, dass meine Eltern heimlich den Kontakt zu dieser Frau gesucht haben, sie drängen sich da in die Großelternrolle und wären damit nun zu sechst, die dem Kind gegenübertreten, plus Kindsmutter und ihrem "Neuen".

Ich selbst bin von meinen Eltern sehr enttäuscht, sie kannten diese ganze Geschichte in ihrem Ablauf und respektieren meine Entscheidung damit irgnedwie nicht. Es kommt mir vor (da sie mich belogen haben), es wird eine Lüge die diese Frau damals begonnent hat, nun durch sie weitergeführt. Kann man wirklich alles wollen und solche Sachen auf dem Rücken eines Kindes austragen, für die es so gar nichts kann? Ich meine, wäre es nicht ersteinmal damit getan, die Grundbedürfnisse eines Kleinkindes im engeren Familienkreis dort zu erfüllen? Wie soll ich mit meinen Eltern umgehen? Wenn sie mich belügen, um es heimlich zu sehen (was nicht hätte sein müssen, wenn sie wenigstens mit mir mal draüber geredet hätten)?!?!

Ich weiss nicht wie ich mich fühlen soll....zumal ich denke meine Eltern sind meine Familie, die zu mir halten sollten, denn sie (die Kindsmutter) hat doch nun alles was sie wollte, ein Kind ohne wenn und aber und unter in Kaufnahme jeglicher Umstände und Aufmerksamkeit um es mit mehreren "Parteien" großziehen zu können, plus einen Partner an ihrer Seite.

Selbst wenn es nur ein One-Night-Stand unter berechenbarer Absicht einer anderen Frau gewesen wäre, ein Kind zu bekommen (egal von wem), wäre es da normal das die potentiellen Großeltern und der Erzeuger immer gleich automatisch ihre Rolle einnehmen sollen/müssen? Nur um einer Frau in solch einem Fall eine Familie zu schenken, erzwungenermaßen?

P.S Verhütung war beiderseits gegeben, zumindest hab ich das getan und auch bei ihr angenommen, aber das ist ja manipulierbar, absetzen und durchstechen... Und die Verantwortung für alles andere geht verloren....

Was meint ihr?

Mit besten Grüßen
MarcAurel





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