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Es ist alles verkorkst

16. November 2009 um 9:30

Hallo erst einmal,

ich möchte kurz schildern, einfach nur loswerden... evtl. jemanden finden der ein wenig zuhört, mehr nicht..

ich habe mich im letzten Jahr nach 10 Jahren Ehe von meinem Mann getrennt. Die beiden Kinder leben bei mir. Ich habe viele starke Momente, im Grunde bin ich stark aber habe ab und an auch Tiefpunkte, so wie nun. Dann wird mir einiges bewußt wie z.B. die Situation in der ich (wir) nun leben.
Ich habe im September die Scheidung eingereicht. Nun wurde die Zugewinnberechnung aufgestellt und man kann nun schon im groben sagen das ich nichts erhalten werden.
Ich habe in der Ehe gearbeitet aber größtenteils die Kinder erzogen und war somit zu Hause. Er hat immer gutes Geld verdient. Vor der Ehe hat er sich ein Wohnhaus zugelegt. Das habe ich damals mit abbezahlt. Zwei Jahre später kam unser Sohn und wir heirateten. In der Ehe haben wir das Haus verkauft und neugebaut. Dieses Haus ist hoch belastet und bei der Zugewinnberechnung werden die Darlehen abgerechnet. Somit bleibt nichts an Plus über.
Somit stehe ich nun mit um die 40 und zwei Kindern hier und lebe von Hartz 4. Eine Tätigkeit möchte ich noch bis zum Ende des Jahres erhalten, ich will aus dieser Situation raus. Drückt mir die Daumen, ich gebe mein Bestes um meiner Familie ein angenehmes Leben zu ermöglichen.
Ich habe leider nur die Möglichkeit auf einen Halbtagsjob, die Kinder sind noch zu klein.
Meinen Beruf habe ich in der Ehe zugunsten der Familie stillgelegt. Nun fehlen mir die Jahre.
Ich bin frustriert. Die beiden Kinder und ich leben nun seit 1 1/2 Jahren auf 60qm. Es ist eng und klein aber es geht. Aber ich sehe, zumindest momentan, keine Möglichkeit durchzustarten. Die Arbeit fehlt einfach dazu.
Mein Mann geht weiterhin seinen gut bezahlten Job nach. Hat eine neue Partnerin, ohne Kinder und lebt im Neubau. Er wird es weiterhin finanzieren können, er verdient gut. Auf dem Lande, in kuscheliger Umgebung. Vermutlich wird er mir nichts auszahlen "müssen". Kein Zugewinn - keine Auszahlung.
Tja. Da hab ich wohl die A.karte gezogen.
Ich kann nicht auf langjährige Berufserfahrung zugreifen. Kann keinen Vollzeitjob annehmen, habe keine Betreuung für die Kinder. Habe keinen Partner. Habe kein Geld.

*snief*
zum Glück sind diese Momente des Selbstmitleids von kurzer Dauer. Ich bin eine Kämpferin, aber auch die kommen ab und an an ihre Grenzen...

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19. November 2009 um 11:50

Ja ja,
das war mal ein Seelenschreiben! Und wie alle Frauen, die diesen Teil hinter sich haben, kann ich nur sagen: Es kann nur besser werden, denn schlechter geht nimmer. Aber - Kopf hoch! Wenn du es gar nicht mehr erwartest, dann läuft auf einmal alles besser! Beware dir nur einen Grundsatz: Selbst ist die Frau, vertraue auf deine Hände Arbeit und leg los, lass dich nicht schleifen. Du kannst alles, wenn du es nur genug willst. Ich mag Kämpfernaturen! Liebe Grüße!

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