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Erziehungsproblem wird zum Trennungsfaktor

30. Januar 2008 um 8:37

Wo fange ich nur an, diese unglaubliche Geschichte zu erzählen?

Also mal kurz die Rahmenbedingungen dieses Dramas: mein Mann (33) und ich (29) sind seit vier Jahren verheiratet, wir kennen uns noch weitaus länger. Unsere Beziehung würde ich als glücklich bezeichnen. Wir sind beide studiert, berufstätig und haben keine Kinder, wir wünschen uns auch keine. Ich stamme aus einer Scheidungsfamilie und habe aufgrund schwerwiegender Differenzen zwischen meinen Eltern, die immer wieder zu verletzenden Szenen führen, seit längerer Zeit keinen Kontakt mehr zu diesen. Die Eltern meines Mannes, meine Schwiegereltern also, sind schon verstorben. Von den restlichen Mitgliedern seiner Familie, die grossenteils in einem anderen Bundesland (städt. Ballungsgebiet) leben, sind wir eher distanziert. Nur sein Bruder und dessen vierköpfige Familie nebst der Schwester seiner verstorbenen Mutter leben in der Nähe.

Alles in allem würde ich die "Familienbande" meines Mannes als entspannt bezeichnen. Es gibt keine offen zutage tretenden Differenzen und ich bemühe mich auch, tolerant zu sein, wenn Werte nicht übereinstimmen. Ich bin ja auch der Meinung, dass man als zivilisierter Mensch so ziemlich mit jedem gut auskommen kann, zumal es ja nicht für die Ewigkeit sein soll .

Jedoch die Familienfeiern sind eine Tortur! Der Grund ist immer derselbe: der Neffe meines Mannes (3) führt sich auf wie ein Affe. Ich habe noch nie ein so derart ungezogenes Kind erlebt. Er schreit permanent in den höchsten Tönen, rennt um die Tische herum, isst mit offenem Mund, bekleckert sich vorsätzlich über das ganze Gesicht, boxt andere Kinder, geht an alle Schränke und Türen,...und die lieben Eltern sind natürlich entzückt von ihrem Superkind. Wobei ich den Eltern ja noch eine gewisse paternelle BLindheit zugestehen würde, denn bekanntlich sind Eltern ja oft übertolerant, was ich aber für völlig unangemessen halte in diesem Fall. Es kommt jedoch noch schlimmer: je übler sich der kleine Bursche aufführt, umso mehr Aufmerksamkeit ernet er nicht nur von den Eltern, sondern von der GANZEN Familie meines Mannes.

Ich krieg da den Föhn, wenn ich erlebe, wie zwanzig Erwachsene fast andachtsvoll um ein verhaltensauffälliges Kind herumstehen, das gerade mit offenem Mund, Schokolade aus demselben tropfen lassend, mit der Gabel in den Tisch hackt und dem rechts von ihm stehenden Onkel höhnisch lachend ein Weinglas ans Sakko kippt. Zu meiner Kindheitszeit wäre ein solches Benehmen völlig (!) undenkbar gewesen. Ich kannte auch nie ein Kind, das sich so aufführt, und noch weniger Erwachsene, die solches Benehmen geradezu sozial verstätrken durch ihre positive Aufmerksamkeit. Keiner bestraft ihn, keiner unterbindet sein Verhalten, nein, alle sind geradezu begeistert und betüddeln ihn bis zum Äussersten. Wenn ich dann als einzige äussere, dass es mit drei Jahren sicher nicht spät ist, um manierlich essen zu lernen, und dass mal Grenzen gesetzt werden müssen, werde ich angegiftet, als sei ich die Hexe beim Inquisitionstribunal.

Das absurde Theater (oder auch: Tanz ums goldene Kalb) nimmt inzwischen sogar Hetzjagdformen an. Nachdem ich einmal bei einem Besuch bei der Schwägerin beiläufig äusserte, dass eine Tante beim letzten Familienfest Ohrensausen bekam vom dauerhaften Geschrei ihres Kindes - was der Wahrheit entspricht - und dass ihr Kind auch nicht alles aufreissen und kaputtmachen darf, wenn es bei uns ist (was es bereits tat), klingelte die Mutter die Drähte heiss. Bei allen Verwandten und Bekannten hat dann meine Schwägerin, die ja ansonsten immer soviel zu tun hat, stundenlang herum erzählt, was für eine schlechte intolerante Person ich doch sei und dass ich es wage, ihren Goldschatz zu kritisieren. Von Selbstreflexion fehlt natürlich jede Spur. Nun fixiert mich die weibliche, grossenteils ungewollt kinder- und enkellose Verwandtschaft der Familie mit Verachtung, da ich offenbar ein ungeschriebenes Gesetz übertreten und auf soziale Regeln hingewiesen habe, welche normale Kinder in dem Alter lernen.

Allmählich hat das Theater um ein ungezogenes Kind und vor allem die Hysterie, in die offenbar alle Familienmitglieder verfallen, seinen Gipfel erreicht. Ich fange an, diese Familie, die ich anfangs recht positiv sah, als eine Sammlung verblendeter Narren anzusehen. Wenn Feste feiern in diesen Kreisen bedeutet, dass zwanzig Erwachsene nonstop nichts anderes tun als gütig zu beobachten, wie Junior die Tischdecke zerschneidet und seine Gläser ausleert unter lauten Geschrei, dann will ich definitiv an solchen Feiern nicht mehr teilnehmen. Ich bin nämlich nicht die Super-Nanny, und dieses Getue gibt mir nichts. Und wenn ein intelligenter Erwachsener von der "Junta" gehetzt wird, weil er das Recht auf ein störungsfreies Dasein äussert, will ich ebenfalls meine Bande zu dieser Junta lockern. Ich empfinde das alles nicht als normal. Vielleicht fehlt mir der Kontakt mit Kindern, aber ich kann schon eine Verhaltensstörung von einem normalen Benehmen unterscheiden und ein normales Erziehungsverhalten von einem blinden laissez faire. Mein Mann ist indifferent: aber ich empfinde die Situation als unhaltbar.

Quoi faire?



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30. Januar 2008 um 11:41

Wo liegt das Problem,
du bist glücklich verheiratet mit deinem Mann wie du schreibst. Das was du hier schilderst klingt nach einem auffälligen verhaltensgestörten Kind, das mir übrigens sehr leid tut,denn die Erwachsenen wären für die Erziehung zuständig,was sie leider nicht tun und wohl auch nicht so sehen. Ich würde die Kontakte so gut es geht meiden, jegliche Kommentare unterlassen. Vielleicht noch mal ein Buch schenken "Kinder brauchen Grenzen." oder ähnliches, da gibt es sehr gute. Du kannst dich
zurücklehnen und abwarten, denn dieses Kind wird in die Schule kommen und dann werden die
Eltern gefordert werden das verspreche ich dir.
Ich kenne solche Fälle. Warte ab.
Gruß Melike

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30. Januar 2008 um 15:31
In Antwort auf melike13

Wo liegt das Problem,
du bist glücklich verheiratet mit deinem Mann wie du schreibst. Das was du hier schilderst klingt nach einem auffälligen verhaltensgestörten Kind, das mir übrigens sehr leid tut,denn die Erwachsenen wären für die Erziehung zuständig,was sie leider nicht tun und wohl auch nicht so sehen. Ich würde die Kontakte so gut es geht meiden, jegliche Kommentare unterlassen. Vielleicht noch mal ein Buch schenken "Kinder brauchen Grenzen." oder ähnliches, da gibt es sehr gute. Du kannst dich
zurücklehnen und abwarten, denn dieses Kind wird in die Schule kommen und dann werden die
Eltern gefordert werden das verspreche ich dir.
Ich kenne solche Fälle. Warte ab.
Gruß Melike

Danke
Danke für Deine Meinung, Melike. Ich lese Dich schon öfter und finde, dass Du immer sehr viel "common sense" Klugheit sprechen lässt.

Meine Einstellung ist gemischt. Einerseits geht mir das Verhalten schlicht auf die Nerven. Zum anderen finde ich es moralisch und pädagogisch einfach falsch, wegzusehen. Ich merke ja deutlich, dass insbesondere die Mutter einfach "blind" ist und auch die absehbaren Folgen nicht realisiert. Vor einem Jahr z.B. ist mir das stereotype, sehr sehr reduzierte Verhalten des Kindes und seine Unfähigkeit in sozialen Kontakten schon deutlich aufgefallen und ich habe eine sehr schlechte Entwicklung geahnt, die jetzt auch so eingetreten ist. Insofern komme ich mir fast ein bisschen mitschuldig vor, wenn ich etwas sehe, es nicht sage und dann passiv zuwarte, bis sich in ein paar Jahren vielleicht bei den Eltern mal die Augen öffnen.

Dass die Lehrer entzückt sein werden, davon gehe ich aus

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30. Januar 2008 um 15:35

...
Findest Du das nicht unverhältnismässig, wenn ein einziges Kind eine ganze Familie "spalten" soll?

Natürlich bin ich nicht erziehungsberechtigt, aber ich erwarte trotzdem, dass ein Kind sich normaler benehmen kann, wenn es bei uns zu Besuch oder auf einer Feier ist. Geht es gar nicht, sollten die lieben Eltern eben einen Babysitter bemühen....

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31. Januar 2008 um 1:59
In Antwort auf sonnenblume293

Danke
Danke für Deine Meinung, Melike. Ich lese Dich schon öfter und finde, dass Du immer sehr viel "common sense" Klugheit sprechen lässt.

Meine Einstellung ist gemischt. Einerseits geht mir das Verhalten schlicht auf die Nerven. Zum anderen finde ich es moralisch und pädagogisch einfach falsch, wegzusehen. Ich merke ja deutlich, dass insbesondere die Mutter einfach "blind" ist und auch die absehbaren Folgen nicht realisiert. Vor einem Jahr z.B. ist mir das stereotype, sehr sehr reduzierte Verhalten des Kindes und seine Unfähigkeit in sozialen Kontakten schon deutlich aufgefallen und ich habe eine sehr schlechte Entwicklung geahnt, die jetzt auch so eingetreten ist. Insofern komme ich mir fast ein bisschen mitschuldig vor, wenn ich etwas sehe, es nicht sage und dann passiv zuwarte, bis sich in ein paar Jahren vielleicht bei den Eltern mal die Augen öffnen.

Dass die Lehrer entzückt sein werden, davon gehe ich aus

Wie gesagt, es ist ganz schwierig,
diese Eltern wissen offenbar nicht, was sie diesem Kind antun. Erziehung erfordert Arbeit, Konsequenz und Durchhaltevermögen. Leider fehlt das an vielen Orten und dir als "Nichtmutter" wird man unterstellen, dass du das mit dem Kind nicht richtig siehst und nicht verstehst. Evtl. wirst du sogar als kinderfeindlich eingestuft.
Wie auch hier schon gesagt wurde, in deinem Haushalt gelten deine Gesetze und da kannst du sagen, dieses und jenes möchte ich nicht. Ich habe auch mal sehr böse Blicke und wenig Verständnis erfahren, als ich zu einem Kind von Freunden sagte, es möge mich bitte fragen, bevor es etwas aus dem Regal nimmt. Ich habe dem Kind ganz ruhig erklärt, dass es mir gehört und ich bitte gefragt werden möchte. Die Eltern haben es nicht verstanden. Die Eltern vergessen
oft, dass die süssen Kleinen, einmal groß werden und oft recht unangenehm. WEnn du nicht
gefragt wirst, halte dich zurück. Allenfalls
noch einmal würde ich den Eltern sehr ruhig er-
klären, was dir auffällt und auch deine Sorge
zum Ausdruck bringen und dann wäre ich ruhig.
Ich habe in der eigenen Familie genau dieses Thema, ich habe darauf hingewiesen. Heute sind bei dem Kind Therapeuten am Werk, es ist sehr auffällig in der Schule. Ich halte Abstand, weil ich mit dem Kind in tiefster Seele mitfühle. Die Bedenken, die ich geäußert habe,
sind leider eingetroffen.
Lieben Gruß
Melike

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3. Februar 2008 um 11:00

Hallo Sonnenblume
Ich kann mich erinnern, einen Thread, der zu 90% ähnlich klang, vor einigen Monaten gelesen zu haben. Möchtest Du jetzt nochmal Tipps, bist Du ein Fake oder willst Du beifallheischende Antworten von ebenso kinderlosen Damen, die sich niemals einen Schrazen "anschaffen" würden?

Solltest Du KEIN Fake sein, hier einige Denkanstösse meinerseits. Ich bin selbst Mutter eines 6-jährigen Sohnes, bin mitnichten antiautoritär und kann behaupten, in meinem Leben schon hunderte andere Kinder "erlebt" zu haben. Das was Du beschreibst, ist mir noch nie untergekommen, ich kann mir beileibe nicht vorstellen, dass ein Kind bei Tisch die Tischdenke zerschneidet, die Gläser umwirft und sämtliche Erwachsene stehen herum und klatschen Beifall. Sorry, aber entweder übertreibst Du hier maßlos oder alle Familienmitglieder Deines Mannes ist mit einem IQ deutlich unter 50 gesegnet, anders kann sich das wohl niemand erklären. Wie gesagt: Sowas habe ich noch nie mitgekriegt, und nicht mal bei offensichtlich wirklich dummen Müttern.

Gehen wir also davon aus, dass Du übertreibst oder das Ganze vielleicht aus dem Blickwinkel einer Frau siehst, die keine eigenen Kinder hat, nie haben wird und vielleicht voreingenommen ist, weil sie Kinder schlichtweg nicht mag. Dann würde ich DIr ganz einfach empfehlen, einen weiten Bogen um jegliche Familienfeiern zu machen, denn so wie sich das anhört, gibt Dir die Familie ja sowieso nichts, Du wirkst eher genervt und vielleicht bist Du ja eh nicht so der Familienmensch, was die Aussage Deines fehlenden Kontaktes zu Deinen Eltern unterstreicht.

Deshalb: Lebe friedlich alleine mit Deinem Mann, erklär ihm in einer ruhigen Minute, dass Du in Zukunft nicht mehr mitgehst und lege stattdessen einen Beauty Day ein. Abends kannst Du Dir dann erzählen lassen, wie unmöglich sich das Kind wieder benommen hat. Jedwede Tipps an die Mutter, so vonwegen "geh doch mal zum Psychologen, da stimmt doch wat nicht", erspare Dir.

Dann noch ein schönes Leben!

Gruss, Kirsten

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4. Februar 2008 um 6:49
In Antwort auf sana_12949330

Hallo Sonnenblume
Ich kann mich erinnern, einen Thread, der zu 90% ähnlich klang, vor einigen Monaten gelesen zu haben. Möchtest Du jetzt nochmal Tipps, bist Du ein Fake oder willst Du beifallheischende Antworten von ebenso kinderlosen Damen, die sich niemals einen Schrazen "anschaffen" würden?

Solltest Du KEIN Fake sein, hier einige Denkanstösse meinerseits. Ich bin selbst Mutter eines 6-jährigen Sohnes, bin mitnichten antiautoritär und kann behaupten, in meinem Leben schon hunderte andere Kinder "erlebt" zu haben. Das was Du beschreibst, ist mir noch nie untergekommen, ich kann mir beileibe nicht vorstellen, dass ein Kind bei Tisch die Tischdenke zerschneidet, die Gläser umwirft und sämtliche Erwachsene stehen herum und klatschen Beifall. Sorry, aber entweder übertreibst Du hier maßlos oder alle Familienmitglieder Deines Mannes ist mit einem IQ deutlich unter 50 gesegnet, anders kann sich das wohl niemand erklären. Wie gesagt: Sowas habe ich noch nie mitgekriegt, und nicht mal bei offensichtlich wirklich dummen Müttern.

Gehen wir also davon aus, dass Du übertreibst oder das Ganze vielleicht aus dem Blickwinkel einer Frau siehst, die keine eigenen Kinder hat, nie haben wird und vielleicht voreingenommen ist, weil sie Kinder schlichtweg nicht mag. Dann würde ich DIr ganz einfach empfehlen, einen weiten Bogen um jegliche Familienfeiern zu machen, denn so wie sich das anhört, gibt Dir die Familie ja sowieso nichts, Du wirkst eher genervt und vielleicht bist Du ja eh nicht so der Familienmensch, was die Aussage Deines fehlenden Kontaktes zu Deinen Eltern unterstreicht.

Deshalb: Lebe friedlich alleine mit Deinem Mann, erklär ihm in einer ruhigen Minute, dass Du in Zukunft nicht mehr mitgehst und lege stattdessen einen Beauty Day ein. Abends kannst Du Dir dann erzählen lassen, wie unmöglich sich das Kind wieder benommen hat. Jedwede Tipps an die Mutter, so vonwegen "geh doch mal zum Psychologen, da stimmt doch wat nicht", erspare Dir.

Dann noch ein schönes Leben!

Gruss, Kirsten

Was soll man nun dazu sagen...
Ich würde ja gern auf Deine Argumente eingehen, wenn ch welche fände. Ich sehe nämlich keine Sachargumente, sondern nur persönliche Unterstellungen und Angriffe auf meine, Dir unbekannte, Person. Wer spricht hier bitte von Beautytag? Warum so persönlich? Ich finde, Du reagierst hier sehr aggressiv.

Denselben thread habe ich in "Beziehung" ebenfalls gepostet und dort viele Antworten erhalten, in denen Leserinnen mir bestätigen, ganz ähnliche Verhältnisse zzu kennen. Etliche Leserinnen wussten von ganz ähnlichen "Wonneproppen" zu berichten. Also scheint das Problem gar nicht so selten zu sein, wie Du meinst. Insofern gibt es keinen Grund, hier persönlich zu werden.

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5. Februar 2008 um 11:40

Hallo,
ich will dir keinesfalls zu Nahe treten,denn ich kenne dich nicht, aber als ich deinen Beitrag las, musste ich schmunzeln und dachte: man merkt, du hast keine Kinder. Als ich auch noch kinderlos war, konnte auch das Verhalen mancher Freundes-Kinder nicht vertehen. Die Kinder fand ich rüpelhaft und bei den Eltern verstand ich nicht, warum sie nicht eingriffen....ich würde alles besser machen, dachte ich. Inzwischen, 2 Kinder später, kenne ich das Verhalten von Kindern und weiß warum sie so sind, wie sie sind und dass es nicht einfach ist als Eltern, sich einem trotzenden und wütenden Kind gegenüber richtig zu verhalten. Du lachst jetzt vielleicht und denkst, die spinnt ja.... Ich habe mal in einem sehr bekannten Buch über Erziehen was gelesen, und das stimmt 100%ig. Kinder wollen immer das Gefühl der Zugehörigkeit. Das ist ihr Ziel.Und das Verhalten, mit dem sie an ihr Ziel kommen, nämlich die AUfmrksamkeit, das Verhalten wiederholen sie....also im Klartext. Das Kind fühlt sich "vernachlässigt", und merkt, wenn es jetzt Randale macht, dann widmet man sich dem Kind, denn man schimpft ja, und das Kind hat sein Ziel erreicht. Leider ist es so, dass KInder gerade bei Familienfeiern oder großen Menschansammlungen besonders "aufdrehen"...siehe der Neffe. Nun ist sein Verhalten natürlich extrem. Ich hatte mal eine unschöne Diskussion mit meinem Schwager ( als ich noch keine Kinder hatte) über die Erziehun seiner Tochter.....irgendwann meinte er mal, dass ich realitätsfern bin und erstmal selber Kinder haben soll, bevor wir weiter reden..... Damit will ich dich jetzt auch nicht angreifen.Wenn du keine willst, dann willst du keine. ABer was du tun könntest...geh doch mal auf den Jungen zu, sprich mit ihm,spiele mit ihm, male mit ihm oder schau Buch an....du wirst dich wundern, was das dann für ein liebes Kerlchen sein kann. Leider loben wir Kinder nicht, wenn sie schön brav sind, sondern wir schimpfen, wenn sie nicht so sind wie WIR es wollen....Leider. Ich mach auch viel falsch, deswegen würde ich JETZT auch nie mehr Eltern verurteilen.
ALso wie gesagt. Ich möchte dir nicht zu Nahe treten, aber was Kinder betrifft, kannst du leider nicht mitreden. SIe es einmal locker und mit den WOrten, die ich dir hier geschrieben habe, wenn du das nächste Mal ein wütendes, tobendes Kind triffst ( vielleicht beim EInkaufen) Das hat mich früher auch genervt und ich fragte mich, ob die sich nicht benehmen können....aber die Kinder haben diese Phasen in ihrer ENtwicklung...das muss so sein!
Also, sei nicht so hart!
Liebe Grüße
k

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5. Februar 2008 um 13:49

Hallo Sonnenblume
tut mir leid, aber ich nehme diese Geschichte so nicht ab. Ich habe selbst zwei Kinder gro gezogen und habe unzählige Bekannte mit Kindern. es gab einen einzigen Fall der ähnlich lag, aber hier hat keiner Applaus gegeben. Wenn ein Kind sich so verhält wie Du es beschreibst....warum hat die Tante mit Ohrsausen auch Applaudiert, verstehe ich nicht. Ich sehe in Deiner Beschreibung einen großen Einsatz zur Bestätigung ja keine Kinder zu bekommen. Nicht jeder ist mit der goldenen gabel geboren worden deshalb darf ich mein Leben auch nicht nach andern richten. Weil deine Familie es falsch machte, bedeutet es nicht dass Du es falsch machst. Du willst keine Kinder, aber Du erlaubst Dir zu Urteilen.....bekomme selbst eins und mache es besser. Dann kannst Du als Beispiel vor die Familie treten.

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6. Februar 2008 um 7:00
In Antwort auf asha_12366891

Hallo Sonnenblume
tut mir leid, aber ich nehme diese Geschichte so nicht ab. Ich habe selbst zwei Kinder gro gezogen und habe unzählige Bekannte mit Kindern. es gab einen einzigen Fall der ähnlich lag, aber hier hat keiner Applaus gegeben. Wenn ein Kind sich so verhält wie Du es beschreibst....warum hat die Tante mit Ohrsausen auch Applaudiert, verstehe ich nicht. Ich sehe in Deiner Beschreibung einen großen Einsatz zur Bestätigung ja keine Kinder zu bekommen. Nicht jeder ist mit der goldenen gabel geboren worden deshalb darf ich mein Leben auch nicht nach andern richten. Weil deine Familie es falsch machte, bedeutet es nicht dass Du es falsch machst. Du willst keine Kinder, aber Du erlaubst Dir zu Urteilen.....bekomme selbst eins und mache es besser. Dann kannst Du als Beispiel vor die Familie treten.

Kinder ja oder nein?
Du wirst hier sehr persönlich, und das trägt nichts zur Debatte bei, denn ob ich Kinder will oder nicht, ist keinesfalls ausschlaggebend. Im Gegenteil: selbst wenn ich welche wollte oder schon hätte, würde ich ein solches Benehmen niemals tolerieren. Weder bei eigenen Kindern, noch bei fremden, die ein schlechtes Beispiel abgeben.

Mir geht es nicht um die Beziehungsebene, sondern um die Sachebene. Es ist einfach sachlich falsch, derart "nicht" zu erziehen. Darunter leiden dann in der Folge auch die innerfamiliären Beziehungen. Und das sehe ich keinesfalls ein. Die Eltern torpedieren auf mittlere Frist gesehen den Familienfrieden...

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6. Februar 2008 um 7:07
In Antwort auf tania_12345380

Hallo,
ich will dir keinesfalls zu Nahe treten,denn ich kenne dich nicht, aber als ich deinen Beitrag las, musste ich schmunzeln und dachte: man merkt, du hast keine Kinder. Als ich auch noch kinderlos war, konnte auch das Verhalen mancher Freundes-Kinder nicht vertehen. Die Kinder fand ich rüpelhaft und bei den Eltern verstand ich nicht, warum sie nicht eingriffen....ich würde alles besser machen, dachte ich. Inzwischen, 2 Kinder später, kenne ich das Verhalten von Kindern und weiß warum sie so sind, wie sie sind und dass es nicht einfach ist als Eltern, sich einem trotzenden und wütenden Kind gegenüber richtig zu verhalten. Du lachst jetzt vielleicht und denkst, die spinnt ja.... Ich habe mal in einem sehr bekannten Buch über Erziehen was gelesen, und das stimmt 100%ig. Kinder wollen immer das Gefühl der Zugehörigkeit. Das ist ihr Ziel.Und das Verhalten, mit dem sie an ihr Ziel kommen, nämlich die AUfmrksamkeit, das Verhalten wiederholen sie....also im Klartext. Das Kind fühlt sich "vernachlässigt", und merkt, wenn es jetzt Randale macht, dann widmet man sich dem Kind, denn man schimpft ja, und das Kind hat sein Ziel erreicht. Leider ist es so, dass KInder gerade bei Familienfeiern oder großen Menschansammlungen besonders "aufdrehen"...siehe der Neffe. Nun ist sein Verhalten natürlich extrem. Ich hatte mal eine unschöne Diskussion mit meinem Schwager ( als ich noch keine Kinder hatte) über die Erziehun seiner Tochter.....irgendwann meinte er mal, dass ich realitätsfern bin und erstmal selber Kinder haben soll, bevor wir weiter reden..... Damit will ich dich jetzt auch nicht angreifen.Wenn du keine willst, dann willst du keine. ABer was du tun könntest...geh doch mal auf den Jungen zu, sprich mit ihm,spiele mit ihm, male mit ihm oder schau Buch an....du wirst dich wundern, was das dann für ein liebes Kerlchen sein kann. Leider loben wir Kinder nicht, wenn sie schön brav sind, sondern wir schimpfen, wenn sie nicht so sind wie WIR es wollen....Leider. Ich mach auch viel falsch, deswegen würde ich JETZT auch nie mehr Eltern verurteilen.
ALso wie gesagt. Ich möchte dir nicht zu Nahe treten, aber was Kinder betrifft, kannst du leider nicht mitreden. SIe es einmal locker und mit den WOrten, die ich dir hier geschrieben habe, wenn du das nächste Mal ein wütendes, tobendes Kind triffst ( vielleicht beim EInkaufen) Das hat mich früher auch genervt und ich fragte mich, ob die sich nicht benehmen können....aber die Kinder haben diese Phasen in ihrer ENtwicklung...das muss so sein!
Also, sei nicht so hart!
Liebe Grüße
k

Verständnis?
Danke für Deinen Beitrag!

Ich VERSTEHE das Verhalten des ungezogenen kleinen Schreihalses durchaus. Da seine Eltern ihn grossenteils sich selbst überlassen und er - auch aufgrund einer deutlichen Entwicklungsverzögerung - nicht in der Lage ist, befriedigende Beziehungen zu seiner Umwelt herzustellen, und stören "muss", auf Aufmerksamkeit zu bekommen.

Ich VERSTEHE auch die Eltern, die schlicht überfordert sind. Ich VERSTEHE sogar die Tantchen und Onkelchen, die teils naiv unkritisch, teils kindernärrisch, teils kompensatorisch (Ersatz für ein Enkelchen) handeln.

Ich VERSTEHE das alles. Aber BILLIGEN kann ich es deshalb noch lange nicht!

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13. Februar 2008 um 11:54

Entwicklung zum Schlechten
Hab vielen, vielen Dank fuer Deinen Beitrag!

Ich in ueberzeugt davon, dass dieser Wonneproppen zu den Jugendlichen gehoeren wird, die ihre eigenen Eltern schlagen, und auch haeufiger mal von der Polizei abgeholt wird.

Dis dahin ueberlasse ich die lieben Eltern ihrer Passivitaet und Schuldprojektion. Sie werden sehen, wie weit sie damit kommen. Ich persoenlich denke, sie werden sukzessive sozial isoliert, weil ERwachsene mehr und mehr von ihnen Abstand suchen.

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