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Erziehung in der Pupertät

18. Oktober 2007 um 22:48 Letzte Antwort: 19. Oktober 2007 um 9:23

Hallo,leider kenne ich mich noch nicht so gut mit solchen seiten aus.brauche aber mal ein paar tips,um vielleicht meine erziehung zu ändern oder besser zu machen.mein sohn ist 14 und sehr anstrengend.er macht demonstrativ genau das nicht,was man eigentlich gerne hätte.ich weiß,das macht jede mutter mit,aber im moment bin ich an meiner grenze.beispiel ist.er darf länger auf bleiben,soll dann aber bitte auch um 23.00 uhr ins bett gehen.natürlich wird geschimpft,geschrien,warum er jetzt schon ins bett muß.trotz ruhiges erklären,wird er dann noch lauter.so daß schlafende nachbarn geweckt werden.er hört einfach nicht und es geht hier nur mit geschrei ab.
wenn er das zimmer aufräumen soll.oh gott,was ein kampf.aber es liegen schulbrote,cola und obstreste rum,so daß er schon alles voller fliegen hatte.
er gibt total freche antworten,hat überhaupt keinen respekt vor uns.wir sind echt coole eltern,schlagen nicht und unternehmen sehr viel.seine jüngere schwester wird schon genauso,das ist echt schlecht.
es ist nur ein beispiel was ich hier beschrieben habe,aber den ganzen tag gibt es hier echt nur streß,aber das alles zu erzählen,würde den rahmen sprengen.
das einzige was ich gerne noch los werden würde,ist,daß man meine kinder einfach nicht alleine lassen kann und das mit 14 und 11 jahren!!!!Sie streiten sich den ganzen tag,schlagen mit gegenständen aufeinander ein und wenn ich dann ,al auf die arbeit muß und beide ca.2 stunden alleine sind,ist garantiert abends etwas kaputt.
hoffe es hat jemand ein paar tips für mich.
vielen dank

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19. Oktober 2007 um 9:23

Etwas spät...
..um jetzt noch großartig etwas zu verändern.

Was ich dir mit auf den Weg geben kann: Die Kinder wollen ja sicherlich etwas (Fernsehen, Computer, Weggehen, Taschengeld, was auch immer...). Das gibt es nicht "umsonst", es ist beschränkt und wer mehr will, der hat sein Verhalten so zu gestalten, dass er mehr bekommt.
Meine Große ist jetzt fast 13 und ich habe schon seit Jahren genau so gahandelt, dass es jetzt auch klappt. Zum Beispiel ist freitags bei ihr Zimmer aufräumen angesagt .... macht sie es nicht, wird am Wochenende eben nichts anderes gestattet, ganz einfach, da braucht sie dann nicht Computer spielen oder mit Freunden in die Stadt oder ins Kino. Fertig. Und es klappt gut.
Versuche einfach mal bestimmte Dinge festzulegen: Wann wird was gemacht, was muss gemacht sein, damit man bestimmte Dinge darf. Und wenn er bockt, dann lass ihn, er ist nicht das arme Kind.

Ich sage oft: "Du Arme, ich glaube du musst dich über deine Eltern beim Jugendamt beschweren. Ruf gleich mal an und sage, dass sie von dir so schlimme dinge wie Zimmer aufräumen und für die Schule lernen verlangen.. Ich glaube die schicken dann gleich jemanden, der dich von hier rettet."

Blöeit in dem ganzen Prozess ruhig, nicht emotional reagieren, sondern ganz ruhig... du hast das und das noch zu tun, ich diskuttiere da nicht, du weißt Bescheid, also mache es. Was, du willst jetzt..., aber dann musst du noch...- Das alles gaaaanz ruhig! Wenn er ausflippt, dann bleibe ruhig, stelle dich nciht auf die gleiche Stufe wie er.

Und zum Thema ..."wir sind echt coole eltern,schlagen nicht und unternehmen sehr viel" das Schlagen nehme ich mal aus.

Coole Eltern setzten Grenzen, sind konsequent gerade weil sie ihre Kinder lieben. Es geht nur mit Geschrei ab? Schreit ihr auch? Das solltet ihr ganz schnell abschaffen. Das ist einfach ein Grundsatz. Ich schreie etwa einmal im Monat mal (wenn sie meint sie könnte sich über alles hinwegsetzen), aber das wirkt dann, wenn ich es aber täglich machen würde wäre die Wirkung verloren.
Und wenn er schreit, dann sage ihm einfach dass du nicht schwerhörig bist. 23 Uhr für 14 Jahre ist zu spät! Vor Schultagen wäre etwa 21.30 angemessen und wenn keine Schule ist 22.30, aber das ist schon sehr großzügig! Hat er einen Fernseher im Zimmer? RAUS DAMIT! Solange bis es klappt.

Streit unter Geschwistern ist eine nomral sAche, aber wenn Dinge dabei kaputt gehen, dann werden diese vom Taschengeld ersetzt. Wenn ihr das konsequent macht, und die beiden das mal richitg spütren, dann werden sie sich eher überlegen ob sie wieder was kaputt amchen. Sollte mal nicht klar sein, wer es war, dann zahlen beide. Fertig!

Ich arbeite übrigens im Kinderheim mit masssiv Verhaltensauffälligen Kindern und Jugendlichen und wenn ich eines weiß, dann dass diese Kinder viiiiiel mehr Grenzen gebraucht hätten, dann wären so einige nicht bei uns.

Grüße

Isa - Pädagogin mit jahrelanger Erfahrung in der Kinder- und Jugendhilfe und gerade im Aufbaustudium



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