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Erziehe ich falsch?

7. Juli 2006 um 16:10

Hallo zusammen,

habe mich grad mit meiner Mama über die erziehung meiner Tochter gestritten.

Es war ausgemacht das sie uns heute abholt und das sie dann mit Michelle (3 einhalb jahre)auf den Spielplatz gehen kann wärend ich dann mich dann einfach bei ihr ausruhen kann.

Michelle hatte sich erst drauf gefreut jetzt aber kurz vorher doch keine lust mehr gehabt. Also sind wir nicht mit.

Meine Mutter regt sich nun auf und meint das ich die kleine viel zuviel Frage. Sowas gab es bei ihr früher nicht. Da wurde doch nicht gefragt ob die Kinder zu Oma wollen, da wurde einfach gegangen.

Nun weiß ich nicht ob ich Michelle wirklich zuviel entscheiden lasse bzw. ich frag sie halt ob sie dies mag oder jenes. Ich beziehe sie halt mit ein.
Meine Mutter meinte ich solle nicht soviel mit Michelle rumdiskutieren schließlich wäre sie noch klein.

Wenn sie groß ist tanzt sie mir dann auf der Nase rum sagt meine Mutter.
Eigentlich dachte ich immer das ich die Erziehung einigermassen gut hinbekomme aber das macht mich nun stuzig. Mache ich es denn total verkehrt, sollte ich vieleicht manchmal einfach machen ohne Michelle zufragen ob sie möchte oder nicht?

Wie macht ihr das denn? Reg mich grad immer noch auf über das rumgezicker meiner Mutter.

Sorry das es solange geworden ist.

Bin mal gespannt auf eure Ansichten und Meinungen.

Liebe Grüße Melanie

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7. Juli 2006 um 16:29

Ich bin zwar noch keine Mutter
aber meine hat mich früher auch so viel entscheiden lassen und hat mich damit auch total überfordert gehabt. Und zu ihr meinte dann auf jedenfall mal ein Kinderpsychologe oder sowas (kann auch sein, dass es nur ein Arzt war, wir waren früher bei sovielen, weil ich auch ADHS habe), dass man Kinder grundsätzlich, wenn sie kleiner sind, nicht so viel entscheiden lassen soll. Und obs zur Oma geht oder nicht, würde ich mein Kind auch nicht fragen, sondern festlegen... Also ein bisschen Entscheidung ist ja okay, willst du ne Banane oder einen Apfel, aber wenn du dich doch auch ausruhen wolltest, würde ich da nicht lange rum diskutieren, was man mit kleinen Kindern sowieso nicht sollte!

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7. Juli 2006 um 17:52

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@ mamamal2

Ja, das kann auch sein. Denke auch das sie ein bissi enttäuscht war, denn sie hatte heute frei und hätte somit mal wieder so richtig zeit gehabt für die kleine.
Sie meint eh immer meine Schwiegermutter würde Michelle mehr sehen wie sie (was gar nicht stimmt)und dann will Michelle einmal nicht und schwups ist sie traurig und zeigt es aber nicht sonder macht dann halt so blöd.

Bin froh das ich nicht die einzige bin die das so Handhabt, dachte wirklich schon ich übertreibe.

Mal sehen vieleicht kommen ja noch mehr Erfahrungen und Meinungen hier zusammen.

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7. Juli 2006 um 18:22

Kommt drauf an.
also ich leg auch sachen fest und die werden dann gemacht,machmal frag ich und manchmal wird es einfach gemacht.ich hab nie gefragt,ob es ihr was ausmacht im kindergarten zu essen,meine freundin fragt ihr kind und wenn er nicht will muß eine andre lösung her auch wenn es voll kompliziert ist.oder wenn es ans abholen geht sie fragt immer soll er oder der dich abholen dann sagt er ne und sie macht es dann anderst.das mach ich nicht ich sag das und fertig und diskutier nicht.
ich wäre trotzdem zu einer mutter gefahren denn es war so ausgemacht.das stimmt schon wenn man die kinder zuviel fragt ist es echt so das sich dann alles nach denen richtet.

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7. Juli 2006 um 19:05

Es geht nicht nur um die Belange des Kindes,
sondern auch um deine. Du wolltest dich ausruhen, dir einen ruhigen Nachmittag machen und hattest dich sicher auch schon darauf gefreut. Ich hätte in dieser Situation auch über den Kopf des Kindes hinweg entschieden. Es gibt halt manchmal Situationen, da sollte der Erwachsene die Entscheidung übernehmen. Z.B. gehst du ja auch einkaufen, weil es sein muss, ohne das Kind zu fragen, oder zum Arzt oder soetwas. Außerdem ist es oft so, dass die Kleinen irgendwo nicht hinwollen, wenn sie aber erst mal da sind, ist alles ok. Wenn du dich immer dem Willen deiner Tochter unterordnest, stehst du mit deinen Wünschen immer hintenan und wirst unzufrieden. DAs Kind muss auch mal verstehen das manche Dinge einfach sein müssen.

Lg awjg

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7. Juli 2006 um 21:10

Wissen wollen warum
Ich hätte interessehalber gefragt, wieso sie plötzlich nicht mehr möchte, obwohl sie sich doch vorher gefreut hat. Aber grundsätzlich, wenn meine Tochter nicht zu irgendjemanden will, dann braucht sie auch nicht.

Gruß

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7. Juli 2006 um 21:35
In Antwort auf lowri_12540256

Wissen wollen warum
Ich hätte interessehalber gefragt, wieso sie plötzlich nicht mehr möchte, obwohl sie sich doch vorher gefreut hat. Aber grundsätzlich, wenn meine Tochter nicht zu irgendjemanden will, dann braucht sie auch nicht.

Gruß

.
Ich habe Michelle gefragt wieso sie nicht mehr will und sie meinte mit der Oma auf dem spielplatz ist es langweilig. Komisch warum sagt sie sowas dann nicht gleich, wieso freut sie sich erst noch voll. Ich glaub da habe ich ein ziemlich launisches kleines Mäuschen *augenroll*.

Anderer seits denke ich wirklich das sich viel zuviel nur nach Michelle richtet. Das hat sich irendwie eingeschlichen, da ich ja 3 Jahre daheim war und sich eigentlich alles ausschließlich nur um sie gedreht hat ist das irgendwie so gekommen das ich ihr jeden Wunsch erfüllen möchte.
Also jetzt nicht materielle Dinge sondern wenn sie wohin will oder auch nicht da ich da halt immer flexibel war.

Ich glaube wirklich das ich nun was ändern muß. Sie denkt doch tatsächlich wenn sie nicht will das ich singe (mitsingen vom Radio) muß ich aufhören, was ich natürlich nicht tat. War erst heute der Fall, ich habe da ne dominante kleine.

Jetzt wo so richtig drüber nachdenke, bin ich bissi geschockt wie sie schon mit 3 einhalb Jahren abgeht.

Muß mal überlegen wie ich das künftig ändere damit sie lernt das nicht mehr nur alles nach ihrer Nase geht, bin ja selber schuld dran. Oje, oje ...

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7. Juli 2006 um 22:16

Also...
Kinder, gerade im Alter von deiner Kleinen können und sollten noch nicht so viel entscheiden. Es überfordert sie weil sie einfach keine richtige oder falsche entscheidung treffen können. Kinder brauchen Halt und wollen Kind sein, bei soviel mitentscheiden werden sie ganz schnell zu ebenwürdigen Partnern, Freunden und das kann ganz schnell nach hinten losgehen. Deine Mutter hat, wenigstens teilweise recht, aber wir Mütter von heute wollen ja eh immer alles besser machen. Aber gut, wer ne Frage stellt muß mit ner negativen Antwort rechne. Ich empfehle dir mal das Buch von Jan Uwe Rogge und zwar Kinder brauchen Grenzen und versucht mal an einen Mitschnitt von einem seiner Vorträge über dieses buch zu bekommen. Man kann mit ihm Herzhaft lachen und wenn man ihn richtig versteht auch viel für sich rausziehen. Er hat noch ne fortsetzung geschrieben, Eltern setzen Grenzen. Viel Erfolg und noch mehr Spaß mit deiner Maus.

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8. Juli 2006 um 13:36

Ich
denke das es schon gut ist die Kinder mitentscheiden zu lassen. Aber nur bis zu einem gewissen Punkt.
In deinem oben beschriebenen Fall ist es in meinen Augen nicht gut gewesen deiner kleinen nachzugeben, denn das war ja nicht nur ne SAche für sie, sondern auch für dich. Du hast dich ja auch drauf gefreut dich ein wenig auszuruhen und hast dann einfach drauf verzichtet weil deine Kleine aus ner Laune raus auf einmal nicht mehr wollte. Ich find es ganz toll wenn man seinen Kindern möglichst viele Wünsche erfüllt und sie eben auch miteinbezieht. Aber da Kinder ja nun mal auch älter werden muß man sich vielleicht auch von Anfang an die Frage stellen : Möchtest du die Funktion der Mutter in Eurer Beziehung übernehmen oder die der besten Freundin? Viele Frauen finden es toll ein freundschaftliches Verhältnis zu ihren Kindern zu haben, dann bist du auf den richtigen Weg dorthin. So eine Mutter-Kindbeziehung hat aber wahrscheinlich zur Folge das sie dich später nicht umbedingt mehr so ernst nimmt und ihre Entscheidungen irgendwann ganz ungefragt in Bezug auf dich durchsetzen wird. Wenn du allerdings eine Vorbildfunktion und eine Mutterrolle haben möchtest dann solltest du immer noch ``wichtige`` Entscheidungen treffen. Also eben auch solche bei denen du nicht immer verzicht üben mußt. Denn du lebst ja nicht nur für dein Kind, sondern du hast ja auch recht darauf dinge zu tun die für dich schön sind. Und so kleine Mäuse haben dann letzendlich auch ganz schnell raus, wo sie Mama und Papa packen können. Wenns es allerdings um dinge geht die deine Kleine betreffen z.B. welchen Pulli zieh ich morgen an, dann kann sie das doch ganz allein entscheiden, egal wie bunt sie dann rumläuft , denn das betrifft ja nur sie.
Ich hoffe du verstehst mich jetzt nicht falsch, aber es ist eben wichtig ihr auch zu zeigen wer dann doch ``am längeren Hebel`` sitzt, denn sie ist ja nun nicht dein PArtner und du nicht ihre kleine Spielgefährtin.

Bei uns dürfen unsere Kinder Vorschläge zu Freizeitgestaltung machen und wir stimmen dann ab was wir tun. Allerdings Dinge die wir dann auch nur mal für uns tun z.B. abends Waldspaziergänge werden auch gemacht wenn die Jungs mal keine Lust haben, denn sie tun uns eben auch mal gut.

Liebe Grüße die Haesin

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8. Juli 2006 um 23:11
In Antwort auf dosia_12524041

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Ich habe Michelle gefragt wieso sie nicht mehr will und sie meinte mit der Oma auf dem spielplatz ist es langweilig. Komisch warum sagt sie sowas dann nicht gleich, wieso freut sie sich erst noch voll. Ich glaub da habe ich ein ziemlich launisches kleines Mäuschen *augenroll*.

Anderer seits denke ich wirklich das sich viel zuviel nur nach Michelle richtet. Das hat sich irendwie eingeschlichen, da ich ja 3 Jahre daheim war und sich eigentlich alles ausschließlich nur um sie gedreht hat ist das irgendwie so gekommen das ich ihr jeden Wunsch erfüllen möchte.
Also jetzt nicht materielle Dinge sondern wenn sie wohin will oder auch nicht da ich da halt immer flexibel war.

Ich glaube wirklich das ich nun was ändern muß. Sie denkt doch tatsächlich wenn sie nicht will das ich singe (mitsingen vom Radio) muß ich aufhören, was ich natürlich nicht tat. War erst heute der Fall, ich habe da ne dominante kleine.

Jetzt wo so richtig drüber nachdenke, bin ich bissi geschockt wie sie schon mit 3 einhalb Jahren abgeht.

Muß mal überlegen wie ich das künftig ändere damit sie lernt das nicht mehr nur alles nach ihrer Nase geht, bin ja selber schuld dran. Oje, oje ...

Auseinandersetzungen
Hallo Melanie,
ich finde es eigentlich ganz gut, wenn Kinder ganz deutlich ihre Meinung sagen können. Ich lasse meiner Tochter auch sehr oft gewähren, wenn ich mich dabei nicht gestört fühle. Wenn ich aber anderer Meinung bin, dann ist es für mich persönlich und auch meiner Tochter sehr wichtig, dass ich auch für mich einstehen kann und mich durchsetze.

In wirklich antiautoritären Erziehungsmethoden befindet sich das Kind meiner Meinung nach in einem elternlosen Vakuum, denn es findet kein Widerstand oder keine andere Meinung. Auseinandersetzung und Konfliktlösung ist für Kind und Eltern wichtig, damit sie den Respekt voreinander lernen und die Persönlichkeit des anderen kennenlernen können.

Manchmal "darf" ich auch nicht singen, weil meine Kleine allein weitersingen möchte, oder weil sie nur die Musik hören möchte. Aber ehrlich, manchmal möchte ich auch, dass sie kurze Zeit still ist, damit ich etwas besser verstehe oder ein Musikstück in Ruhe geniessen kann, gelle , also nicht zu krumm nehmen!

Wichtiger ist es doch, dass sie weiß und auch nicht darum kämpfen muss, dass sie sich wichtig ist. Aber da muss die Mutter ein Vorbild sein und sich selbst ernst nehmen.
Sag dir nicht, dass deine Mutter richtig lag, denn gemeint hat sie es vielleicht anders. Tu es für dich und deine Beziehung zu deiner Tochter. Du hast bis jetzt dein Bestes gegeben. Sie fühlt sich anerkannt und richtig bei dir. Nun solltest du ihr ein Vorbild sein. Zum Beispiel könntest du ihr in dieser Situation klar machen, dass du dich bereits darauf gefreut hast etwas ausruhen zu können, denn die Woche war sehr anstrengend und so weiter. Es kann sein, dass sie dich testet, um zu sehen, ob du es auch wirklich ernst meinst. Aber lass dich auf diese Auseinandersetzung ein. Mit etwas Humor, Gelassenheit und Sensibilität steht ihr es durch. Es sollten zwei Seiten sein, die durch respektvolles Verhandeln auf eine gemeinsame Lösung kommen. Die Vorraussetzungen, eine stabile Beziehung und gegenseitiges Ernstnehmen, habt ihr ja bereits.

Gruß

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17. Juli 2006 um 14:33

Hallo Melanie,
ist zwar schon ne Weile her,das Du gefragt hast,aber trotzdem möchte ich Dir auch gern meine Meinung mitteilen.

Grundsätzlich ist es richtig Kinder mit in Entscheidungsfragen einzubeziehen.Nur sollte man nicht öfter als im Höchstfall 2 mal fragen,um auf Nummer sicher zu gehen,welche Abmachung (wir fahren zur Oma oder wir fahren nicht) denn nun getroffen wurde.An diese Abmachung muß sich dann jeder halten,ob "Lust" oder nicht.Du mußt bedenken,dass ein 3 1/2 jähriges Kind sich mitten im Trotzalter befindet und das ist eine Zeit,in der Kinder gerne ausprobieren womit sie durchkommen und wie sie sich am schnellsten durchsetzen.Es ist auf keinen Fall eine Zeit,in der man mit Kindern diskutieren kann!
Bei meinen Kindern halte ich es so:
Wir beraten unsere gemeinsamen Unternehmungen gemeinsam und was einmal beschlossen ist,wird auch durchgezogen.Nur Krankheit ist dann selbstverständlich die Ausnahme;da brauch mir keiner von den dreien auf einmal anzukommen "ach ich hab mir s anders überlegt,ich hab doch keine Lust".Jede Unternehmung braucht eine gewisse Vorbereitung und in dem Moment denke ich,kann man den Kindern von Anfang an klar machen,dass auch jede Vorbereitung (Oma holt uns mit dem Auto ab) auch Geld kostet.Sonst bekommt ein Kind nie Beziehung zum Zaster und lernt noch obendrein: ich brauch nur zu pfeifen und die anderen machen dann schon.

LG Christine1166

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