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Erwachsene Tochte und Partner

25. März 2012 um 8:13

Guten morgen!

Ich brauche dringend einen Rat.
Erstmal zu den aktuellen Umständen, meine Tochter (22), braucht wegen Studienwechsel für 6 Monate eine Unterkunft. Sie hat bislang in einer anderen Stadt studiert, Für die 6 Monate bekommt sie kein Bafög und wird einen Job machen. Zum neuen Studium wird sie wieder in einer anderen Stadt sein. Mein Freund und ich sind fast 3 Jahre zusammen, und anfang diesen Jahres zusammen gezogen.
Nun ist der Wunsch meiner Tochter der das sie in der Zeit bei mir sein möchte, und nicht bei ihrem Vater. Für einige Tage war sie auch schon hier, bis mein Partner vor kurzem gesagt hat das sie raus muss. Er fühlt sich in seiner eigenen Wohnung nicht mehr zu Hause. Ich musste ihr das also sagen und sie erst mal zu ihrem Vater schicken. Sie ist total verzweifelt, und will nichts mehr mit mir zu tun haben.

Kurz zur Vorgeschichte, bzw. dern aktuellen Ereignissen. Mein Freund mochte sie, und sie ihn. Er hatte ihr auch geholfen bei Ihrem Start ins Studium. Das war alles zu einer Zeit als ich noch meine Wohnung hatte, und sie bei mir lebte. Irgendwann ging er ihr dann aber immer mehr aus dem Weg. Das lag daran das sie sich häufig sehr zickig verhalten hat und mich auch oft verletzt hat mit ihrem Verhalten. Ich kann das schwer beschreiben, es war aber oft sehr schlimm. Ich denke das sie durch die Trennung ihrer Eltern mitten in ihrer Pubertät im Sozialverhalten noch ein Manko hat.

Nun steh ich "zwischen Baum und Borke". Ich habe ihr erklärt das ich hier nicht mehr alleine Entscheiden kann. Sie ist aber der Meinung das ich mich gegen meinen Partner stellen muss das sie ja mein Kind ist. Er lehnt jedoch absolut ab das sie hier wohnen kann. Er kann sich dann, so wie er sagt, in seiner eigenen Wohnung nicht mehr frei bewegen. Geraucht werden darf dann nur noch in der Küche usw.
Ich habe ihr gesagt das sie auch mit ihm reden muss, ihr Anliegen schildern, nicht immer über mich, da ich vermutete das er sich außen vor vorkommt wenn sie ihn nicht anspricht. Ihm habe ich gesagt das er ihr doch sagen solle wenn ihm was nicht passt. Nix dergleichen passiert. Sie redet nicht mit ihm darüber, und er nicht mit ihr. Smalltalk und so, das fand schon statt zwischen den beiden. Bei relevanten Dingen bin ich aber immer Sprachrohr.

Nun musste ich sie hinauskomplimentieren, und alles eskaliert. Sie hasst mich dafür, setzt mich immer mehr unter Druck und Zugzwang. Kann ich ja irgendwie verstehen, sie ist verzweifelt, und bei Ihrem Vater fühlt sie sich nicht so wohl, Wohnung nicht so sauber, kein Internet, keine Sonne auf dem Balkon usw. Auch braucht sie emotionale Unterstützung, und deshalb braucht sie ihre Mutter.

Also, sie verstösst mich wenn ich nicht dafür sorge das sie wieder bei uns wohnen kann, und er kann meinen Zustand, meine Verzweiflung, bald nicht mehr ertragen. Es schadet unserer Beziehung, sodas ich befürchte auch ihn zu verlieren.

Ich hoffe ich habe halbwegs verständlich geschrieben, ich bin total durch den Wind.

Danke

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25. März 2012 um 9:50


soeben hat meine Tochter mich angerufen und geweint das sie kein zu Hause mehr hätte. Sie will nicht mit ihm reden, ihr Anliegen schildern. Er fühlt sich übergangen. Er will auch nicht mit ihr reden, ihr sagen was ihn stört, damit es vielleicht einen Weg gibt. Sie ist der Meinung das er der Erwachsene sei, und deshalb auf sie zukommen müsse. Auch meint sie das er dann eben gehen müsse wenn sie wegen ihm nicht zu mir ziehen kann. Ich weis das sie als Kind in der Trennungsphase ihrer Eltern eine schwere Zeit hatte, aber...
Wieder hat sie gesagt das bei ihrem Vater kein Internet und kein Telefon sei usw.
Als ich mich damals von meinem Mann trennte, zog ich zu einem Partner, sie kam dann auch zu mir. Irgendwann war es unerträglich weil der sich nicht gegen ihr Verhalten wehren konnte, und dann ist er ausgezogen. Passiert hier gerade wieder das gleiche?
Auch sagt sie wieder so Sachen wie "Ich kann nichts dafür das ich auf der Welt bin, ihr wolltet mich haben" "ich bin das Kind und ihr lasst mich alleine"

Ich verzweifle bald.

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30. März 2012 um 12:06

Erwachsenen Tochter und Partner
Ich denke, eine 22-jährige muss akzeptiern, dass sie kein Kind mehr ist und auch nicht verlangen kann, wie ein solches behandelt zu werden. Sicherlich bleibt man immer das Kind seiner Mutter, jedoch kann man nicht fordern, dass ein Elternteil das eigene Leben/Glück bedingungslos aufgibt.
Ich war/bin in einer ähnlichen Situation - es handelt sich um die Tochter (18) meines Partners, die nun ausgezogen ist und bei ihrer Mutter wohnt. Auch ich fühlte mich durch sie fremd im eigenen Haus und in meiner Freiheit eingeschränkt. Sie wurde allerdings immer so verhätschelt, dass sie das Wesen einer 14-jährigen hat. Das mochte ich nicht länger mitmachen. Es gab also nur die Alternative SIE oder ICH. Also ist SIE gegangen. Wenn ICH gegangen wäre, hätte das für meinen Parnter bedeutet, dass er in einem Jahr alleine dasteht: Tochter weg zum Studieren und Partnerin auch weg (nur um der Tochter einen Gefallen zu tun?).
Ist es das wert, wegen 6 Monaten Übergangzeit bis zum nächsten Studium, eine Partnerschaft aufs Spiel zu setzen?
Wieso einigt ihr euch nicht darauf, dass die Tochter vielleicht tageweise bei euch als Gast schläft? Das funktiniert hier auch.
Alles Gute.

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