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Ernste Probleme meiner Freundin mit ihrer Mutter

9. Oktober 2007 um 17:24

Hallo miteinander, ich wende mich nun mal an euch, da ich mich hier gerne informieren würde, damit ich meine Freundin unterstützen kann.

Mal zu den Fakten:
Meine Freundin ist 19 Jahre, hat ihre Realschule abgeschlossen und nun auch ihre Ausbildung auf einer Privatschule zur Fremdsprachensekretärin abgeschlossen. Sie lebt zusammen mit ihrer Mutter in einem Haus, direkt nebenan wohnen ihre Großeltern. Ihren Vater hat sie nie gesehen, lediglich kurz telefoniert. Er hat eine eigene Familie und lebt schon in Vorruhestand. Ihre Mutter hatte früher Brustkrebs, der mittlerweile geheilt ist. Ihre Oma leidet unter beginnender Demenz, ihre Opa ist eigentlich noch recht fit.

Meine Freundin würde gerne ihr Abitur nachmachen, und danach Dolmetscherin studieren, jedoch bekommt sie weder unterstützung von ihrer Mutter, noch von ihrem Opa. Sie wird geradezu gedrängt, endlich einen Job zu suchen, und wird noch runtergemacht, wenn sie "aufgrund fehlender Berufserfahrung" eine Stelle nicht bekommen, von wegen das läge an ihren schlechten Noten (die sie nicht hat) etc. Das Abitur und sonstiges wird ihr sowieso nicht zugetraut, obwohl sie ihre private Ausbildung mit (meiner Meinung) recht guten Noten beendet hat. Selbst von ihrem Opa, der sie quasi erzogen hat und zu dem sie eine sehr starke Bindung hat, bekommt sie zu hören, dass sie gefälligst Geld verdienen soll und keine Ausbildung machen soll, die sie sowieso nich schafft.

Zu der fehlenden moralischen Unterstützung, kommt auch die Fehlende finanzielle Unterstützung. Sie finanzierte zwar die Ausbildung auf einer Privatschule, zahlt meiner Freundin aber seitdem kein Taschengeld etc, d.h. sie muss selbst ihr Essen teilweise (ihre Mutter ist Laktosekrank, und kauft sich ihr eigenes essen) bezahlen, Klamotten sowieso, teilweise sogar Stromrechnung ("sie würde zuviel heizen") und desgleichen. Dies kann sie derzeit noch aufgrund einer ausgezahlten Versicherung ihres Opas.

So kommt es, dass sie sich mit ihrer Mutter immer wieder streitet, was nun auch anscheinend heute wieder mit körperlicher Gewalt endete. Sie ist in meiner Anwesenheit relativ nett, bisher habe ich mich jedoch immer rausgehalten. Dazu kommt, dass sie ihrer Oma immer wieder im Alltag helfen muss, da sie nicht mehr in der Lage ist, für sich selbst zu sorgen. Auch muss sie oft die ganze Wohnung putzen, da laut ihrer Mutter sie ja genug Zeit hat und wenn sie schon bei ihr wohnen kann, gefälligst auch was machen soll. (Die Mutter arbeitet von morgens 6 bis nachmittags). Kochen muss sie natürlich auch noch.

Für mich stellt sich das ganze nun so dar, dass meine Freundin von ihrer Mutter ganz schön ausgenutzt wird. Auch bin ich der Meinung, das meine Freundin zumindest Recht auf das Kindergeld hätte, welches natürlich ihre Mutter die ganze Zeit behalten hatte, sie bekommt wie geschildert kein Taschengeld von ihr.

Nun würde ich natürlich gerne helfen, ich versuch meine Freundin immer wieder zu beruhigen, und rede mit ihr darüber, dass sie sich bitte mit ihrer Mutter genauso wie mit mir unterhält, in einem sachlichen Ton ohne Streit anzufangen. Dies klappte auch bis vor einer Woche, heute gabs schon wieder ne anscheinend schlimmere Auseinandersetzung.

Könnt ihr mir vielleicht irgendwelche Tips geben, vll sogar weitere Informationen wie Beratungsstellen etc? Dafür wäre ich sehr dankbar.

Liebe Grüße





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9. Oktober 2007 um 17:56

Wie wäre es,
wenn deine Freundin zunächst mal sich Arbeit
suchen würde und vielleicht in einer Wg
wohnen, dass sie, dort wo sie ist, rauskommt. Weil dieses ständige Niedermachen kann nicht gut sein. Fragt euch doch einfach mal durch, Caritas, Diakonie, Pro-Familie. Macht euch
auf den Weg und sucht nach Möglichkeiten.
Vielleicht möchte sie ja auch Kontakt mit dem Vater aufnehmen. Nicht nur wegen der
Finanzen sondern überhaupt. Kennt sie ihn?

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9. Oktober 2007 um 18:26
In Antwort auf melike13

Wie wäre es,
wenn deine Freundin zunächst mal sich Arbeit
suchen würde und vielleicht in einer Wg
wohnen, dass sie, dort wo sie ist, rauskommt. Weil dieses ständige Niedermachen kann nicht gut sein. Fragt euch doch einfach mal durch, Caritas, Diakonie, Pro-Familie. Macht euch
auf den Weg und sucht nach Möglichkeiten.
Vielleicht möchte sie ja auch Kontakt mit dem Vater aufnehmen. Nicht nur wegen der
Finanzen sondern überhaupt. Kennt sie ihn?

.
sie hat sich bei mehreren Stellen bisher als Sekretärin beworben, jedoch bisher wegen fehlender Erfahrung nicht genommen worden.

Ich hatte ihr mal die Emailadresse ihres Vaters besorgt, auf deren Email hin er sich auch mal bei ihr gemeldet hatte, mit dem Versprechen sich nach seinem Urlaub (das war vor ca 2 monaten...) nochmal bei ihr meldet. Er hat seine eigene Familie, und scheint an Kontakt nicht interessiert zu sein. Unterhalt bezahlte er bis zu ihrem 18. Lebensjahr. Bis auf dieses Gespräch scheint sie ihn nicht zu kennen, obwohl von ihrer Seite natürlich Interesse vorhanden ist.

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9. Oktober 2007 um 22:55
In Antwort auf savaron1

.
sie hat sich bei mehreren Stellen bisher als Sekretärin beworben, jedoch bisher wegen fehlender Erfahrung nicht genommen worden.

Ich hatte ihr mal die Emailadresse ihres Vaters besorgt, auf deren Email hin er sich auch mal bei ihr gemeldet hatte, mit dem Versprechen sich nach seinem Urlaub (das war vor ca 2 monaten...) nochmal bei ihr meldet. Er hat seine eigene Familie, und scheint an Kontakt nicht interessiert zu sein. Unterhalt bezahlte er bis zu ihrem 18. Lebensjahr. Bis auf dieses Gespräch scheint sie ihn nicht zu kennen, obwohl von ihrer Seite natürlich Interesse vorhanden ist.

Sie sollte
sich vielleicht nicht nur als Sekretärin be-
werben sondern einfach schauen, dass sie aus
der jetzigen Situation rauskommt. Vielleicht
kann sie dem Vater ja nochmal schreiben oder
mit ihm Kontakt aufnehmen und ihn dabei wissen lassen, dass ihr das einfach wichtig
ist. Es sollte nicht vordergründig um Geld
gehen.
Gruß Melike

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9. Oktober 2007 um 23:21
In Antwort auf melike13

Sie sollte
sich vielleicht nicht nur als Sekretärin be-
werben sondern einfach schauen, dass sie aus
der jetzigen Situation rauskommt. Vielleicht
kann sie dem Vater ja nochmal schreiben oder
mit ihm Kontakt aufnehmen und ihn dabei wissen lassen, dass ihr das einfach wichtig
ist. Es sollte nicht vordergründig um Geld
gehen.
Gruß Melike

Das Problem ist ja
, dass sie nicht die Notwendigkeit sieht, sondern immer nur meint, des geht schon ewig so, da kann man jetz auch nix mehr dran machen. Auf die Hilfe, noch nicht einmal auf Zuwendung, würde ich bei ihrem Vater nicht hoffen, er hat nun klar gemacht, dass er keinen Kontakt mit ihr will..

Sektretärin ist nun mal eben dass, was sie gelernt hat. Ich bin mir ja sicher, dass sie noch ne gute Stelle bekommen, aber sie lässt sich immer wieder runtermachen..

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