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Er, seine Tochter und ich - wie schaffen wir es?

14. Oktober 2010 um 11:28

Nach einigen Stunden des Lesens in diesem Forum möchte ich an dieser Stelle schon einmal sagen: Danke für die vielen Beiträge zum Thema "Kind(er) des Partners"! Ihr habt mir jedenfalls schon ganz deutlich gezeigt, dass ich mit meinen Problemen, Gedanken und Wünschen definitiv nicht alleine dastehe!

Nun möchte ich auch gerne meine "Geschichte" beitragen - vielleicht kann mir der eine oder andere von Euch Tipps geben, wie die Situation verbessert werden kann.

Mein Partner und ich sind nun seit ca. 1,5 Jahren zusammen. Er hat eine Tochter (fast 7) aus einer früheren Beziehung, die jedes zweite Wochenende (Freitag Abend bis Sonntag abend) bei uns ist.

Anfangs war es für mich auch gar nicht so schwierig, wenn die Kleine da war, doch mit der Zeit entwickelte sich immer mehr eine Abneigung gegen diese Wochenenden. Für die Entwicklung der Abneigung gibt es verschiedenste Faktoren (so sehe ich es zumindest):

Zum einen ist das Kind meiner Meinung nach extrem verwöhnt. Egal was Prinzessin möchte (und das ist nicht nur an "unseren" Wochenenden so, sondern wohl auch bei ihrer Mutter) wird ihr erfüllt. Ich habe oft den Eindruck, dam Kind wird vorgemacht, dass wir auf dem "Schokoplaneten" leben, auf dem immer heile heile Welt herrscht und vor allem dessen Sonne sich ausschließlich um das Kind dreht. Es handelt sich dabei nicht um z.B. "ich will jetzt dieses Spielzeug haben, kauf es mir" sondern um Alltägliches. Sie muss gar kein "ich will" äußern, sondern es wird ihr schon jeder Wunsch vorher von den Augen abgelesen - und falls es nichts zum ablesen gibt, wird ihr gleich mal vorgeschlagen, was denn jetzt alles Tolles für Sie bereit stünde. Selbst das Denken wird ihr also abgenommen.

Weiterhin ist die Kleine - bedingt durch die "Verwöhnung" - extrem unselbständig. Beispiele gibt es hier in Hülle und Fülle, das fängt an, dass Sie mit fast 7 Jahren nicht annährend das Prinzip von Messer-und-Gabel kennt (es wird ja immer alles schön in Häppchen geschnitten) und geht bis dahin, dass sie ein Telefon nicht bedienen kann. Bis vor kurzem war es selbstverständlich, dass Madame sich z.B. gerade die Sendung mit der Maus anguckt, quer durchs Haus ruft "Papa, ich hab Durst" uns Papa ist losgelaufen, hat sie gefragt, was sie möchte und ihr den Diener gespielt. Das hat mein Partner mittlerweile auch eingesehen und sagt ihr dann schon, dass sie sich doch selbst etwas holen soll. Aber auch dann wird ihr jeder Handgriff, bevor sie überlegen muss, mehr oder weniger abgenommen: "jetzt komm mal in die Küche, jetzt mach den Schrank auf, jetzt nimm dir das Glas, jetzt guck hier im Kühlschrank (während dieser aufgehalten wird), was du magst und nimm es dir, jetzt schenk es ein, jetzt stell die Flasche wieder in den Kühlschrank"). Aber immerhin, ich freue mich schon sehr darüber, dass er zumindest in kleinen Dingen etwas ändert.

Zum Teil sind diese Dinge einfach durch ihre Erziehung bedingt, das Kind kann nichts dafür und auch mein Partner wird daran an diesen Wochenenden nicht die Welt ändern können. Das ist mir klar, auch wenn es das nicht einfacher machen wird.
Zum anderen Teil sind diese Dinge aber auch ganz bewusst von ihr ausgenutzte "Taten". Sie stellt sich gerne einfach mal blöd an (mit dem "ich bin doch noch viel zu klein dafür, das kann ich doch noch nicht" Blick), weil sie einfach gerade keine Lust darauf hat (wenn sie z.B. mit ihrer Freundin telefonieren will, hat sie auf einmal gar keine Angst mehr vor dem Telefon; wenn sie mit ihrer Freundin ist, kann sie sich ein Eis alleine kaufen, wenn Papa dabei ist, ist sie auf einmal vieeeel zu klein und zu schüchtern).

Der Kleinen mache ich damit gar keinen Vorwurf - sie kennt es nicht anders. Dieses Wissen macht es zwar für mich nicht wirklich einfacher, zu ihr in irgend einer Form positivere Gefühle herzustellen, aber ich bin mir dessen auf jeden Fall bewusst.

Ein weiterer Faktor für die Abneigung der Wochenenden ist auch sehr oft das Verhalten meines Partners. Ich habe den Eindruck, dass er - sobald er die Kleine abgeholt hat - einen Schalter umlegt und nicht mehr er selbst ist. Mir ist es völlig klar und es ist auch in Ordnung, dass er die kurze Zeit, die er mit seinem Kind hat, auch etwas mit ihr unternehmen und für sie da sein möchte, aber wieso zum Teufel kann er das nicht als "er selbst" machen?

Nimmt man z.B. die Situation, dass sie ein Bild malt. Papa sitzt daneben und sieht jedem Pinselstrich zu. Nach jedem Strich will sie seine Besätigung "gell, das ist eine schöne Farbe" oder "gell, das ist ein schöner Strich". Warum kann man nicht - wie man es auch in jeder anderen Situation machen würde - auch mal sagen "na ist ja bisher nur ein Strich" oder "ich find die Farbe nicht so toll". Nein, man muss zu ALLEM sagen "super toll machst Du das, ja, ich finde das auch ganz ganz toll".
Vielleicht ist diese Situation jetzt nicht das optimale Beispiel, aber es ist eben eines davon.

Nimmt man z.B. die Morgen-Situation, läuft es so ab, dass die Kleine, wenn sie aufwacht, zu uns ins Schlafzimmer läuft (auch hier schon ein wirklich toller Schritt, der mich riesig freut, von meinem Partner, dass sie eben nicht mehr bei uns im Bett schläft) und er sofort mit ihr aufsteht. Für mich gibt's dann nicht mal einen Kuss (nicht, weil er das nicht will, sondern weil er daran einfach gar nicht denkt, wenn die Kleine da ist. Da wird nur zu 100% an sie gedacht). Einen schönen guten Morgen.

Im Gegenzug weiß ich so langsam überhaupt nicht mehr, wie ich mich verhalten soll.
Betrachtet man es neutral ist dieses Kind eben ein Kind, zu dem ich keinen Bezug habe (im Gegensatz zu meinem Partner habe ich keine emotionale Bindung, die sich über Jahre aufgebaut hat) und zu dem es mir auch immer schwerer fällt, einen Bezug herzustellen, weil es bedingt durch seine Erziehung einfach mal ein Mensch ist, mit dem ich persönlich nicht viel anfangen kann. Ein Mensch, zu dem ich, wenn ich die Wahl hätte, wahrscheinlich keine Freundschaft aufbauen könnte und auch gar nicht wollte.

Mir ist aber völlig klar und ich finde es auch völlig in Ordnung, dass er nunmal der Vater ist und dies auch für immer bleiben wird. Und dass er für sein Kind da ist und da sein will, rechne ich ihm ja auch hoch an und würde ihn nie vor die Wahl "Kind oder ich" stellen.

Andererseits hat er durch seine klare Ansage, dass er nunmal immer Vater sein wird, mir auch zu verstehen gegeben, dass er sich im Zweifelsfall (wenn wir keine für alle erträgliche Wochenendlösung finden können), sich für sein Kind entscheiden wird. Für mich fühlt sich das eben sehr nach "komm endlich mit ihr klar oder wir trennen uns" an. Ich weiß, dass er so ziemlich alles versuchen wird, um eine Lösung zu finden, aber dennoch ist damit in mir ein weiterer Druck-Faktor entstanden, den mir wohl auch keiner nehmen kann.

Jedenfalls stellt es sich für mich so dar, dass ich schon Tage vor den Wochenenden Bauchschmerzen bekomme und an kaum etwas anderes als das kommende Horror-Wochenende denken kann. Ich nehme mir vor, schön nett bei allem mitzumachen und einfach das "Heile-Welt" Schauspiel mit zu spielen. Aber ich kann es einfach nicht! Ich kann mich so verbiegen! Es widerstrebt mir absolut - zum einen, weil ich so einfach nicht bin und zum anderen auch, weil ich das Bedürfnis habe, dem Kind ein echtes Leben vorzuleben und nicht das "Schokoplaneten"-Dasein.

So wieder einmal ein Beispiel:
Wir sind im Garten, die Kleine hat Durst und mein Partner sagt ihr, sie soll sich ein Glas aus der Küche holen (worüber ich mich erst riesig gefreut habe, da er eben nicht mitgelaufen ist und ihr das Glas in die Hand gedrückt hat). Sie kommt zurück und sagt "ich finde kein Glas". Ich erlaube mir etwas zu sagen wie "mach die Augen doch mal auf". Ein satz, den ich definitiv genauso zu meinem Patenkind, das ca. 1 Jahr älter ist, gesagt hätte und er wäre dann halt einfach nochmal in die Küche und hätte gesucht. Ich meine schon, dass ein Kind mit 7 Jahren auch mal einen zweiten Schrank aufmachen kann, wenn das Glas nicht in Schrank 1 ist.
Am Sonntag abend, als die Kleine dann weg war, gab es deshalb Streit (solange sie da ist, darf man ja gar kein Wort sagen, wenn einem etwas nicht passt, sie könnte dann ja meinen, dass nicht IMMER alles rosarot ist), wie ich denn sowas zu dem Kind sagen könnte. Aber genau das meine ich, zu diesem Kind wird dann normalerweise gesagt "na macht doch nichts, komm, ich helfe dir, ein Glas zu suchen" - nur, weil sie zu faul ist, auch in einen zweiten Schrank zu schauen?! Sorry, das kann ich nicht!

Oder ein anderes Beispiel: Mein Partner sagt ihr, dass in ein paar Minuten die Sendung mit der Maus kommt und sie die dann angucken kann. Sie sagt "und der Bello (unser Hund) darf auch mitgucken, wenn er mag". Ich: "ich glaube nicht, dass ein Hund fernsehen will." Sie: "ich kann ihn ja mal Fragen." Ich: "da wirst du aber keine Antwort bekommen". Auch daraufhin bekomme ich schon einen schiefen Blick von meinem Partner. Anscheinend erwartet er wirkich, dass ich ein ernsthaftes "ja, wenn der Bello sagt, dass er fernsehen will, darf er das"-Spielchen mit zu machen. Auch hier: Sorry, ich kann das nicht und ich sehe auch keinen Sinn darin und ich sehe auch kein Problem darin, es dem Kind so zu sagen, wie ich es gemacht habe!

Also läuft es dann meist so, dass ich mich weitestgehend zurück ziehe um nichts Falsches zu sagen oder zu machen.
Dieses Zurückziehen erweckt dann bei mir umso mehr das Gefühl des 5. Rades am Wagen und bei ihm das Gefühl nach "ich will nichts mit seiner Tochter zu tun haben". Was dann auch wieder ein Streit oder Diskussion ausartet, für die wir beide keine Lösung finden.

So also habe ich nun vor den Wochenenden schon das Gefühl einfach nur alles falsch machen zu können: Zurückziehen läuft schief und dabei sein läuft auch schief, weil ich nicht ein Wochenende lang schauspielern kann. Kann also nur schief laufen, also kommen die Bauchschmerzen und das hoffen auf ein schnelles Überstehen des Wochenendes.

Viele von Euch werden jetzt wieder kommen mit dem Thema Eifersucht. Es mag sein, dass dies in gewissem Maße mit dazu spielt, aber dennoch nicht allzu sehr. Ich habe kein Problem damit, wenn mein Partner mit seiner Tochter kuschelt o.ä. es ist ja schließlich sein Kind!

Was mich belastet sind verschiedene Dinge (neben den oben genannten):

Es ist eher die Wut darauf, wie mein Partner in den vergangenen Jahren darauf getrimmt wurde und auch sich selbst darauf getrimmt hat, sich komplett zu verstellen, wenn seine Tochter da ist. Er sagt ja selbst, dass er es merkt, aber er kann einfach nicht aus seiner Haut. Er bemüht sich, Dinge zu ändern, bemüht sich auch, meine Ansichten zu verstehen, aber er kann einfach oft nicht anders. Und auch wenn es unfair ist: ja, das macht mich immer wieder mal wütend.

Dazu kommt dann auch die Wut auf die Mutter der Kleinen. Die zum großen Teil dafür verantwortlich ist, wie er sich verhält. Er ist nunmal mehr oder weniger auf ihr Wohlwollen angewiesen, da sie es ihm theoretisch schwer machen könnte, seine Tochter zu sehen oder seiner Tochter schlechtes über ihn erzählen könnte. Ich kann ihn verstehen, dass er Angst davor hat und das Spielchen in gewissem Maße mitspielt. Aber ich wünsch mir auch so sehr, dass er sich ein bisschen klarer darüber wird, dass die Mutter doch gar kein Interesse daran hat, ihm seine Tochter wegzunehmen oder ihr Schlechtes zu erzählen. Sie ist zum einen doch ganz froh, wenn sie freie Wochenenden hat und Schlechtes würde sie doch schon deshalb nicht erzählen, weil das nicht in die rosa-rote Welt passt.

Ich wünsche mir auch, dass mein Partner verstehen lernt, dass es dem Kind gar nichts bringt, wenn er mit der Mutter dann auch noch auf "Heile Familie" macht. Nimmt man Weihnachten oder den Geburtstag der Kleinen: da fährt er dann hin, setzt sich zur Verwandtschaft der Mutter und macht auf netten Familiennachmittag. Ja, an dieser Stelle mag eine gewisse Eifersucht meinerseits mitspielen, aber dennoch frage ich mich "was soll das denn?". Schon alleine für das Kind wäre es doch viel klarar strukturiert, wenn sie die Feiertage dann eben einmal mit der Mutter-Familie und einmal mit der Vater-Familie erleben könnte. So ist es doch für das Kind immer wieder verwirrend, wenn dann auf einmal auf "Eine Heile Familie" gespielt wird. Wenn ich dran denke, graut mir schon jetzt wieder vor Weihnachten: ich werde wohl alleine bei meinen Eltern sein und er sitzt bei seiner Ex-Verwandtschaft und spielt Familie - Frohes Fest!

Ich könnte hier noch ewig weiterschreiben - wohl ein ganzes Buch füllen - aber ich will Euch das gar nicht zumuten. Wer bis hierhin überhaupt gelesen hat: Danke!

Es tut gut, sich einfach mal ein paar Gedanken aus dem Kopf zu schreiben. Und nach den vielen Beiträgen hier habe ich auch gute Hoffnung, dass mich hier der bzw. die eine oder andere versteht und vielleicht ein paar Dinge nachvollziehen kann.

Vielleicht hat auch sogar jemand von Euch den ein oder anderen guten Ratschalg für mich.

Lieben Dank für's "zulesen" und liebe Grüße an alle da draußen!

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14. Oktober 2010 um 12:29

Hallo
Ich kann dich sehr gut verstehen.
"Wir" haben ein kleines süßes "Monster" (2 Jahre) das regelmäßig zu uns kommt. Heute auch schon wieder und ich freu mich tierisch. Aber das war nicht immer so.

Mein Freund und ich sind während der Schwangerschaft der Ex zusammen gekommen (um mal direkt allen die Frage, die sich jetzt wahrscheinlich jeder stellt, zu beantworten: Nein, ich bin nicht der Grund für die Trennung gewesen).

Jedenfalls war es am Anfang absolut nicht einfach. Ich bin mit ihm einmal ins Krankenhaus gefahren und hab mich absolut nichrt dabei wohlgefühlt. Die ersten Treffen fanden dann danach bei der Ex in der Wohnung statt, 2 mal die Woche für 2 Stunden. Auch da war ich anfangs mit und ich fühlte mich total unwohl. Aber ich sollte mit, sie wollte es und mein Freund auch, damit es nicht zu Streit zwischen den beiden gab. Zwischenzeitlich fanden die Treffen dann sogar bei ihrer Mutter statt, weil sie auch nicht mehr "alleine" mit uns da sitzen wollte. Ich kam mir total blöd vor. Wenn mein Freund und ich irgendwas erzählt haben, dann kam direkt "weißt du noch, da und da...oder das und das?" und ich dachte nur so, toll, jetzt muss ich mir auch noch anhören, was die während ihrer Beziehung alles gemacht haben. Irgendwann war es mir dann zu viel und bin nur noch gelegentlich mit gefahren.

Als der Kleine dann ein paar Monate alt war, dürfte mein Freund ihn endlich mit nehmen. Ich dachte mir, "Endlich, jetzt wird es hoffentlich besser". Aber es war nicht so. Ich durfte nichts machen und nichts sagen. Ich hatte den Kleinen unendlich lieb, aber mein Freund versaute mir dieses Gefühl und ich war total eifersüchtig. Ich war abgeschrieben. Mein Freund wollte natürlich die Zeit so intensiv wie möglich mit dem Kleinen nutzen. Das verstand ich natürlich. Aber ich hatte ihn nie auf den Arm, geschweige denn, dass ich was sagen durfte, denn die Ex hat es ja anders gesagt und so wird es gemacht, bevor er sein Kind gar nicht mehr mit bekommt. Ich hasste die Besuche des Kleinen förmlich, dabei hatte ich ihn echt lieb. Wenn wir dann bei Freunden waren, sieh an, da konnte er den Kleinen abgeben und seine Freunde hatten ihn auf den Arm, bis wir wieder gefahren sind. Das hat mich natürlich noch eifersüchtiger gemacht und wütend auf meinen Freund. Und es gab regelmäßig Streit deswegen.

Als der Kleine dann endlich krabbeln konnte, war ich super interessant für ihn und endlich konnte ich ihn auch einmal in den Arm nehmen, obwohl ich meinem Freund da anfangs auch sagen musste, dass er den Kleine lassen soll, wenn er zu mir möchte.

Ich habe auch mit ihm über die anderen Dinge gesprochen. Zum Beipspiel wurde immer sofort gesprungen, wenn die Ex sagte, kannst du den Kleinen dann und dann nehmen, auch wenn es gar nicht so abgemacht wurde. Und das ohne es mit mir zu besprechen. Ich kam also von der Arbeit und freute mich auf einen ruhigen Feierabend und der Kleine war da. Ich hab nichts dagegen das er kommt, manchmal sag ich schon, sollen wir ihn nicht heute holen, aber ich fand es nicht in Ordnung, dass das über meinen Kopf hinweg entschieden wurde, denn es war ja auch meine Wohnung.

Wir haben dann aber alles geklärt. Auch wenn das absolut nicht einfach war. Es gab viel Streit deswegen und ich musste mir oft anhören, ob ich ein Problem damit hätte, das sein Sohn kommen würde.

Erst danach wurden die Zeiten mit dem Kleinen richtig schön für mich und ich denke auch für meinen Freund, da es sonst ja häufig Streit danach gab und man dann ja schon vorher angespannt ist, weil man ja weiß, dass es hinterher Streit geben wird.

Wenn ich mir deine Geschichte durchlesen, denke ich, du solltest mit deinem Freund darüber reden. Sag ihm, dass du es super findest, dass er langsam einige Dinge ändert. Aber sag ihm auch ganz klar, dass du das nicht kannst, da eine 7 jährige sich durchaus selber was zu trinken machen kann und man ihr auch nicht zu allem ja sagen muss.

Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass Kinder sehr wohl unterscheiden können, ob sie gerade bei Mama oder bei Papa sind. Es wird einige Zeit der Umgewöhnung brauchen, aber es ist nicht unmöglich, dass sie sich bei euch selber was zu trinken macht oder ein Eis kauft oder was auch immer.
Wir hatten mit dem Kleinen ein Schlafproblem. Die Mama hat ihn immer auf dem Arm einschlafen lassen. Ich fand das absolut nicht gut, aber mein Freund hat sich danach gerichtet, damit er nichts falsch macht und sie ihm nicht sagt, "so jetzt bekommst du deinen Sohn nicht mehr". Irgendwann war es dann so schlimm, dass der Kleine bei uns im Bett geschlafen hat, weil er sonst gar nicht geschlafen hat. Allerdings war er der einzige, der so gut geschlafen hat und da hat auch mein Freund endlich eingesehen, dass es so nicht geht. Wir haben unser "Monster" also abends direkt in sein Bett gelegt. Klar, er fand das erstmal nicht lustig und es gab ein wenig Protest. Auch von der Mama, denn wie können wir ihr Kind denn schreien lassen. (Aber wir haben ihn trotzdem so wie immer holen dürfen). Jetzt hat die Umgewöhnungsphase etwas länger gedauert, da wir jedes 2. Wochenende neu anfangen mussten, aber wir haben es geschafft. Er geht freiwillig ins Bett, kennt den Ablauf und wenn man "Gute Nacht" sagt, dann geht er vor seinem Papa ins Kinderzimmer und will sein Ritual durchführen

Bei der Mama ist er zu dieser Zeit noch immer auf dem Arm eingeschlafen und vor kurzem hat er ihr gezeigt, dass er im Bett schlafen möchte.

Ich will dir damti nur sagen, dass es durchaus möglich ist, dass sie bei euch andere Regeln hat und diese vielleicht sogar besser findet, als die bei ihrer Mama. Ich denke immer, wenn ein Kind alles darf und sie nichts tun müssen, keine Regeln kennen, dann fühlen sie sich irgendwann nicht mehr geborgen und wohl zu Hause. Wie oft hört man denn von Mädchen, die bis morgens weg dürfen, sich dann an nichts mehr halten und sagen "Der Mama ist doch eh egal was ich mache".

Weihnachten läuft bei uns so ab, dass wir den Kleinen am 1. Weihnachtstag auf jeden Fall haben (dann feiern wir mit der Familie von meinem Freund), letztes Jahr hatten wir ihn auch am 2. Weihnachtstag (dann fahren wir zu meiner Oma, weil sich meine Familie da eigentlich schon mein ganzes Leben trifft) und dieses Jahr wird es auch so sein. Ostern haben wir ihn Ostermontag (ebenfalls bei meiner Familie) und Silvester und Karneval wird jährlich getauscht.
Wir feiern diese Sachen nicht zusammen, bzw. mein Freund fährt an den Tagen nicht zu seiner Ex. Bei der Taufe war es so, dass wir alle zusammen gefeiert haben. Aber ich war auch mit und es wird dann keine "heile Welt" vorgespielt.
Ich denke, wenn man dem Kind das ganze Jahr vorlebt, dass Mama und Papa sich getrennt haben, dann ist es sicher für das Kind verwirrend, wenn es dann Weihnachten nicht mehr so ist und sich plötzlich alle wieder gut verstehen.

Hast du denn darüber mal mit deinem Freund gesprochen? Vielleicht kannst du ja auch mit ihnen zusammen Weihnachten feiern, dann sieht die Kleine auch, dass du bei solchen Feiern mit zur "Familie" gehörst. Jetzt weiß ich natürlich nicht, wie das Verhältnis zwischen dir und der Ex ist und ob dir das zuzumuten ist. Sonst würde ich deinem Freund vorschlagen, wie ihr zusammen feiern könntet ohne die Mutter-Familie. So weit ich weiß ist es auch so, dass dem Vater Ostermontag und der 1. Weihnachtstag zu steheh, dass heißt ja auch, dass es völlig legitim ist, an diesen Tagen mit dem Kind bei sich zu feiern. Sicher wird es eine Umstellung für die Kleine, aber wenn man es richtig schön gestaltet, wird es sicher gefallen.

Ich würde dir auf jeden Fall raten, mit deinem Freund noch mal in Ruhe und möglichst ohne Vorwürfe darüber zu reden. Es ist völlig in Ordnung, dass du eine andere Sicht der Dinge und auch eine andere "Erziehungsmethode" vorziehst. Ich denke, diese Probleme gibt es einer "normalen" Familie auch. Ihr müsst nur in Ruhe eine Lösung finden. Ja das ist jetzt sicher leichter gesagt als getan, aber dein Freund scheint ja ein paar Dinge schon eingesehen zu haben. Ich denke, es ist auch ganz wichtig, dass ihm klar wird, dass seine Tochter ihn nicht weniger lieb hat, wenn sie sich selber etwas zu trinken macht. Das musste meinem Freund auch erstmal bewusst werden. Am Anfang war es so, dass er dem Kleinen alles hat durchgehen lassen, da er meinte, der sieht mich ja eh schon so wenig und wenn ich ihm dann noch was verbiete, hat er mich nicht mehr so gern. Aber das ist ja nicht der Fall. Aber es muss auch deinem Freund erstmal bewusst werden.

Ich wünsche dir Viel Erfolg!!

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14. Oktober 2010 um 13:06

Langer Beitrag - lange Antwort
Ohje, da scheint sich bei Dir einiges angestaut zu haben. Du fühlst Dich sicher machtlos der Situation ausgesetzt und irgendwie seid ihr nun in der Sackgasse gelandet.

Hmmh, mir fehlen jedoch ein paar Informationen um das ganze richtig einschätzen zu können.
Ich weiß nämlich nicht genau was zwischen euch beiden so besprochen worden bzw. abgelaufen ist. Denn das ist entscheidend.

Also er verhätschelt und verwöhnt die Kleine von vorn bis hinten und das stößt Dir negativ auf.
Erstens weil es übertrieben ist,
zweitens weil er dann nicht mehr Dein Partner ist sondern nur noch Vater,
drittens weil er einfach die Erziehungs-Philosophie der Ex weiter verfolgt und
viertens weil Du das Gefühl hast dass er es fremdbestimmt mitmacht da er sich unterschwellig und unbegründet damit erpresst fühlt, dass die Ex das Kind entziehen könnte.

Es hört sich so an als hättest Du bei all diesen Punkten keinen Einfluss und daher hast Du das Gefühl der Machtlosigkeit und auch der Hilflosigkeit.

Wenn er das Kind derart unselbständig behandelt stellt sich mir die Frage warum er das tut. Zum einen kann es natürlich sei dass er sie verwöhnen will weil er sie so selten sieht, aber andererseits ist es auch so dass ein 7jähriges Kind sich in einem Haushalt in dem es nicht so oft wie zuhause ist, sich fremd fühlen kann.
Erst recht wenn auch eine andere Person, also die Partnerin darin wohnt.
Wenn sie eher schüchtern ist, dann ist dieser Effekt umso stärker.
Ich bin sogar als Erwachsene auch eher so dass ich in fremden Haushalten zaghafter bin und es mir schwer fällt in Schränken anderer rum zu suchen. Andere sind da forscher.

Nun könntest Du einwänden dass der Haushalt ja nicht fremd ist. Aber für eine 7jährige die nur alle zwei Wochenenden dort ist und jedes mal fast 2 Wochen Zuhause dazwischen stehen, ist es fremd.
Gleichzeitig kommt aber wohl noch die unselbständige Erziehung der Ex hinzu.

Hier könnte Dein Partner gegen steuern indem er etwas verändert. Hierzu ist es jedoch nötig dass er Initiative ergreift und das Kind sozusagen in diese Richtung erzieht.
Das was Du oben beschrieben hast, dass er mit dem Kind in die Küche geht und den Schrank gemeinsam öffnet und zeigt wo das Glas ist, also Schritt für Schritt, ist diese Initiative. Das muss man immer wieder wiederholen.
Entweder hat er selbst keine Lust dazu, weil es auch anstrengend ist oder er will das Kind in der kurzen Zeit nicht mit Erziehung belasten.

Hier könntest Du ins Spiel kommen und das ganze übernehmen. Ich frage mich jedoch wieso das bisher nicht geschehen ist.
Ich weiß eben nicht was bisher zwischen euch so besprochen wurde in der Richtung.
Aber wenn er es nicht tun mag, kannst Du es tun.

Ich finde jedoch die Aussage "mach die Augen auf" zu barsch. Auch dem Patenkind gegenüber. Es wäre besser ruhig zu bleiben und zu sagen, dass sie auf die Suche gehen kann und einfach die anderen Schränke auch noch öffnen kann und mal gucken kann wo die Gläser denn nun stehen.

Gleichzeitig kannst Du auch mit ihr in die Küche gehen und ihr alle Schränke öffnen und zeigen wo alles steht. Und das ein paar mal. Vielleicht braucht sie das weil sie Anlaufschwierigkeiten hat.

Ich weiß nicht wie Dein Partner darauf reagieren würde, wenn Du mehr in die Hand nimmst. Nicht auf die barsche Art, sondern indem Du auf die Natur des Kindes eingehst und ihr die Dinge verständlich, langsam und mit Geduld erklärst.
Dass sie nicht mit dem Telefon umgeht ist doch ok. Sie soll ja auch nicht selbständig ans Telefon gehen und einfach Leute anrufen in dem Alter. Und es ist euer Telefon, wenn es klingelt solltet ihr rangehen und nicht ein Kind. Weswegen sollte ihre Distanz zum Telefon dann problematisch sein.

Thema Eifersucht. Ich denke auch nicht dass es Eifersucht ist. Ich denke einfach dass bei euch eine Struktur vorhanden ist, die dazu führt dass ihr beim thema Kind nicht miteinander entscheiden könnt. Aus welchem Grund auch immer. Und dieser Grund ist der Knackpunkt. Aus der Ferne kann man den Grund jedoch nicht erkennen.
Es muss etwas sein, in der Art, dass Du genervt bist, nichts sagen kannst, weil er sich angegriffen fühlt und Du Dich aufgrund der Sprachlosigkeit hinein steigerst und daher wütend auf die situation reagierst.
Eifersucht ist denke ich mehr gegenüber der Ex vorhanden, weil sie durch das Kind über so viel Macht über Deinen Partner und euer Leben verfügt.

Also wie gesagt, Tenor meiner Ausführungen ist zum einen dass ihr ein Kommunikationsproblem habt und zum anderen viel mehr Initiative auch von Dir kommen könnte, aber auf eine äußerst geduldige und freundliche Art und Weise.
Er hat da vielleicht aufgrund der Situation einfach eine Blockade und so könntest Du ihm auch helfen und hättest auch die Macht zu handeln und die Dinge zu verändern.
Es wäre schön wenn ihr das kommunizieren könntet und umsetzen könntet.

Ich denke da regst Du Dich vielleicht auch auf, weil Du denkst dass das im Grunde seine Aufgabe ist oder aufgrund des Alters des Kindes nicht nötig ist etc.
Aber die Situation ist eine besondere. Sie ist ein Scheidungskind, es existieren zwei Haushalte, der Vater leidet an dem Verlust und ist vielleicht auch überhaupt nicht der große Erzieher und braucht jemanden der das übernimmt.

Ich fände es auch besser wenn er nicht bei der Ex-Verwandtschaft sitzen würde, sondern ihr eure eigenen Feste veranstalten würdet mit dem Kind. Ich frage mich auch ob er sich nicht doof dabei vorkommt dort zu sitzen. Schon komisch. Und er lässt dich ja auch alleine dabei. Vor allem an Weihnachten.
Es wäre einfach doof wenn Du auch noch dort hocken würdest. Das geht ja gar nicht.
Also das sollte man klären, das ist übertrieben.

Lieben Gruß

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14. Oktober 2010 um 13:53
In Antwort auf kleinermaulwurff

Langer Beitrag - lange Antwort
Ohje, da scheint sich bei Dir einiges angestaut zu haben. Du fühlst Dich sicher machtlos der Situation ausgesetzt und irgendwie seid ihr nun in der Sackgasse gelandet.

Hmmh, mir fehlen jedoch ein paar Informationen um das ganze richtig einschätzen zu können.
Ich weiß nämlich nicht genau was zwischen euch beiden so besprochen worden bzw. abgelaufen ist. Denn das ist entscheidend.

Also er verhätschelt und verwöhnt die Kleine von vorn bis hinten und das stößt Dir negativ auf.
Erstens weil es übertrieben ist,
zweitens weil er dann nicht mehr Dein Partner ist sondern nur noch Vater,
drittens weil er einfach die Erziehungs-Philosophie der Ex weiter verfolgt und
viertens weil Du das Gefühl hast dass er es fremdbestimmt mitmacht da er sich unterschwellig und unbegründet damit erpresst fühlt, dass die Ex das Kind entziehen könnte.

Es hört sich so an als hättest Du bei all diesen Punkten keinen Einfluss und daher hast Du das Gefühl der Machtlosigkeit und auch der Hilflosigkeit.

Wenn er das Kind derart unselbständig behandelt stellt sich mir die Frage warum er das tut. Zum einen kann es natürlich sei dass er sie verwöhnen will weil er sie so selten sieht, aber andererseits ist es auch so dass ein 7jähriges Kind sich in einem Haushalt in dem es nicht so oft wie zuhause ist, sich fremd fühlen kann.
Erst recht wenn auch eine andere Person, also die Partnerin darin wohnt.
Wenn sie eher schüchtern ist, dann ist dieser Effekt umso stärker.
Ich bin sogar als Erwachsene auch eher so dass ich in fremden Haushalten zaghafter bin und es mir schwer fällt in Schränken anderer rum zu suchen. Andere sind da forscher.

Nun könntest Du einwänden dass der Haushalt ja nicht fremd ist. Aber für eine 7jährige die nur alle zwei Wochenenden dort ist und jedes mal fast 2 Wochen Zuhause dazwischen stehen, ist es fremd.
Gleichzeitig kommt aber wohl noch die unselbständige Erziehung der Ex hinzu.

Hier könnte Dein Partner gegen steuern indem er etwas verändert. Hierzu ist es jedoch nötig dass er Initiative ergreift und das Kind sozusagen in diese Richtung erzieht.
Das was Du oben beschrieben hast, dass er mit dem Kind in die Küche geht und den Schrank gemeinsam öffnet und zeigt wo das Glas ist, also Schritt für Schritt, ist diese Initiative. Das muss man immer wieder wiederholen.
Entweder hat er selbst keine Lust dazu, weil es auch anstrengend ist oder er will das Kind in der kurzen Zeit nicht mit Erziehung belasten.

Hier könntest Du ins Spiel kommen und das ganze übernehmen. Ich frage mich jedoch wieso das bisher nicht geschehen ist.
Ich weiß eben nicht was bisher zwischen euch so besprochen wurde in der Richtung.
Aber wenn er es nicht tun mag, kannst Du es tun.

Ich finde jedoch die Aussage "mach die Augen auf" zu barsch. Auch dem Patenkind gegenüber. Es wäre besser ruhig zu bleiben und zu sagen, dass sie auf die Suche gehen kann und einfach die anderen Schränke auch noch öffnen kann und mal gucken kann wo die Gläser denn nun stehen.

Gleichzeitig kannst Du auch mit ihr in die Küche gehen und ihr alle Schränke öffnen und zeigen wo alles steht. Und das ein paar mal. Vielleicht braucht sie das weil sie Anlaufschwierigkeiten hat.

Ich weiß nicht wie Dein Partner darauf reagieren würde, wenn Du mehr in die Hand nimmst. Nicht auf die barsche Art, sondern indem Du auf die Natur des Kindes eingehst und ihr die Dinge verständlich, langsam und mit Geduld erklärst.
Dass sie nicht mit dem Telefon umgeht ist doch ok. Sie soll ja auch nicht selbständig ans Telefon gehen und einfach Leute anrufen in dem Alter. Und es ist euer Telefon, wenn es klingelt solltet ihr rangehen und nicht ein Kind. Weswegen sollte ihre Distanz zum Telefon dann problematisch sein.

Thema Eifersucht. Ich denke auch nicht dass es Eifersucht ist. Ich denke einfach dass bei euch eine Struktur vorhanden ist, die dazu führt dass ihr beim thema Kind nicht miteinander entscheiden könnt. Aus welchem Grund auch immer. Und dieser Grund ist der Knackpunkt. Aus der Ferne kann man den Grund jedoch nicht erkennen.
Es muss etwas sein, in der Art, dass Du genervt bist, nichts sagen kannst, weil er sich angegriffen fühlt und Du Dich aufgrund der Sprachlosigkeit hinein steigerst und daher wütend auf die situation reagierst.
Eifersucht ist denke ich mehr gegenüber der Ex vorhanden, weil sie durch das Kind über so viel Macht über Deinen Partner und euer Leben verfügt.

Also wie gesagt, Tenor meiner Ausführungen ist zum einen dass ihr ein Kommunikationsproblem habt und zum anderen viel mehr Initiative auch von Dir kommen könnte, aber auf eine äußerst geduldige und freundliche Art und Weise.
Er hat da vielleicht aufgrund der Situation einfach eine Blockade und so könntest Du ihm auch helfen und hättest auch die Macht zu handeln und die Dinge zu verändern.
Es wäre schön wenn ihr das kommunizieren könntet und umsetzen könntet.

Ich denke da regst Du Dich vielleicht auch auf, weil Du denkst dass das im Grunde seine Aufgabe ist oder aufgrund des Alters des Kindes nicht nötig ist etc.
Aber die Situation ist eine besondere. Sie ist ein Scheidungskind, es existieren zwei Haushalte, der Vater leidet an dem Verlust und ist vielleicht auch überhaupt nicht der große Erzieher und braucht jemanden der das übernimmt.

Ich fände es auch besser wenn er nicht bei der Ex-Verwandtschaft sitzen würde, sondern ihr eure eigenen Feste veranstalten würdet mit dem Kind. Ich frage mich auch ob er sich nicht doof dabei vorkommt dort zu sitzen. Schon komisch. Und er lässt dich ja auch alleine dabei. Vor allem an Weihnachten.
Es wäre einfach doof wenn Du auch noch dort hocken würdest. Das geht ja gar nicht.
Also das sollte man klären, das ist übertrieben.

Lieben Gruß

@kleinermaulwurff:
zunächst einmal vielen Dank für Deinen umfangreichen Beitrag und die vielen Hinweise.

Zu ein paar Dingen muss ich dennoch noch etwas loswerden bzw. ergänzen, da ich diese anders sehe oder in meinem ersten Beitrag nicht richtig erläutert habe:

Die Sache ist nicht unbedingt die, dass mein Partner das Kind verhätschelt, weil er es so will, sondern im Grunde deshalb, weil seine Ex es nunmal so macht und er über Jahre in diese Richtung

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14. Oktober 2010 um 14:09
In Antwort auf kleinermaulwurff

Langer Beitrag - lange Antwort
Ohje, da scheint sich bei Dir einiges angestaut zu haben. Du fühlst Dich sicher machtlos der Situation ausgesetzt und irgendwie seid ihr nun in der Sackgasse gelandet.

Hmmh, mir fehlen jedoch ein paar Informationen um das ganze richtig einschätzen zu können.
Ich weiß nämlich nicht genau was zwischen euch beiden so besprochen worden bzw. abgelaufen ist. Denn das ist entscheidend.

Also er verhätschelt und verwöhnt die Kleine von vorn bis hinten und das stößt Dir negativ auf.
Erstens weil es übertrieben ist,
zweitens weil er dann nicht mehr Dein Partner ist sondern nur noch Vater,
drittens weil er einfach die Erziehungs-Philosophie der Ex weiter verfolgt und
viertens weil Du das Gefühl hast dass er es fremdbestimmt mitmacht da er sich unterschwellig und unbegründet damit erpresst fühlt, dass die Ex das Kind entziehen könnte.

Es hört sich so an als hättest Du bei all diesen Punkten keinen Einfluss und daher hast Du das Gefühl der Machtlosigkeit und auch der Hilflosigkeit.

Wenn er das Kind derart unselbständig behandelt stellt sich mir die Frage warum er das tut. Zum einen kann es natürlich sei dass er sie verwöhnen will weil er sie so selten sieht, aber andererseits ist es auch so dass ein 7jähriges Kind sich in einem Haushalt in dem es nicht so oft wie zuhause ist, sich fremd fühlen kann.
Erst recht wenn auch eine andere Person, also die Partnerin darin wohnt.
Wenn sie eher schüchtern ist, dann ist dieser Effekt umso stärker.
Ich bin sogar als Erwachsene auch eher so dass ich in fremden Haushalten zaghafter bin und es mir schwer fällt in Schränken anderer rum zu suchen. Andere sind da forscher.

Nun könntest Du einwänden dass der Haushalt ja nicht fremd ist. Aber für eine 7jährige die nur alle zwei Wochenenden dort ist und jedes mal fast 2 Wochen Zuhause dazwischen stehen, ist es fremd.
Gleichzeitig kommt aber wohl noch die unselbständige Erziehung der Ex hinzu.

Hier könnte Dein Partner gegen steuern indem er etwas verändert. Hierzu ist es jedoch nötig dass er Initiative ergreift und das Kind sozusagen in diese Richtung erzieht.
Das was Du oben beschrieben hast, dass er mit dem Kind in die Küche geht und den Schrank gemeinsam öffnet und zeigt wo das Glas ist, also Schritt für Schritt, ist diese Initiative. Das muss man immer wieder wiederholen.
Entweder hat er selbst keine Lust dazu, weil es auch anstrengend ist oder er will das Kind in der kurzen Zeit nicht mit Erziehung belasten.

Hier könntest Du ins Spiel kommen und das ganze übernehmen. Ich frage mich jedoch wieso das bisher nicht geschehen ist.
Ich weiß eben nicht was bisher zwischen euch so besprochen wurde in der Richtung.
Aber wenn er es nicht tun mag, kannst Du es tun.

Ich finde jedoch die Aussage "mach die Augen auf" zu barsch. Auch dem Patenkind gegenüber. Es wäre besser ruhig zu bleiben und zu sagen, dass sie auf die Suche gehen kann und einfach die anderen Schränke auch noch öffnen kann und mal gucken kann wo die Gläser denn nun stehen.

Gleichzeitig kannst Du auch mit ihr in die Küche gehen und ihr alle Schränke öffnen und zeigen wo alles steht. Und das ein paar mal. Vielleicht braucht sie das weil sie Anlaufschwierigkeiten hat.

Ich weiß nicht wie Dein Partner darauf reagieren würde, wenn Du mehr in die Hand nimmst. Nicht auf die barsche Art, sondern indem Du auf die Natur des Kindes eingehst und ihr die Dinge verständlich, langsam und mit Geduld erklärst.
Dass sie nicht mit dem Telefon umgeht ist doch ok. Sie soll ja auch nicht selbständig ans Telefon gehen und einfach Leute anrufen in dem Alter. Und es ist euer Telefon, wenn es klingelt solltet ihr rangehen und nicht ein Kind. Weswegen sollte ihre Distanz zum Telefon dann problematisch sein.

Thema Eifersucht. Ich denke auch nicht dass es Eifersucht ist. Ich denke einfach dass bei euch eine Struktur vorhanden ist, die dazu führt dass ihr beim thema Kind nicht miteinander entscheiden könnt. Aus welchem Grund auch immer. Und dieser Grund ist der Knackpunkt. Aus der Ferne kann man den Grund jedoch nicht erkennen.
Es muss etwas sein, in der Art, dass Du genervt bist, nichts sagen kannst, weil er sich angegriffen fühlt und Du Dich aufgrund der Sprachlosigkeit hinein steigerst und daher wütend auf die situation reagierst.
Eifersucht ist denke ich mehr gegenüber der Ex vorhanden, weil sie durch das Kind über so viel Macht über Deinen Partner und euer Leben verfügt.

Also wie gesagt, Tenor meiner Ausführungen ist zum einen dass ihr ein Kommunikationsproblem habt und zum anderen viel mehr Initiative auch von Dir kommen könnte, aber auf eine äußerst geduldige und freundliche Art und Weise.
Er hat da vielleicht aufgrund der Situation einfach eine Blockade und so könntest Du ihm auch helfen und hättest auch die Macht zu handeln und die Dinge zu verändern.
Es wäre schön wenn ihr das kommunizieren könntet und umsetzen könntet.

Ich denke da regst Du Dich vielleicht auch auf, weil Du denkst dass das im Grunde seine Aufgabe ist oder aufgrund des Alters des Kindes nicht nötig ist etc.
Aber die Situation ist eine besondere. Sie ist ein Scheidungskind, es existieren zwei Haushalte, der Vater leidet an dem Verlust und ist vielleicht auch überhaupt nicht der große Erzieher und braucht jemanden der das übernimmt.

Ich fände es auch besser wenn er nicht bei der Ex-Verwandtschaft sitzen würde, sondern ihr eure eigenen Feste veranstalten würdet mit dem Kind. Ich frage mich auch ob er sich nicht doof dabei vorkommt dort zu sitzen. Schon komisch. Und er lässt dich ja auch alleine dabei. Vor allem an Weihnachten.
Es wäre einfach doof wenn Du auch noch dort hocken würdest. Das geht ja gar nicht.
Also das sollte man klären, das ist übertrieben.

Lieben Gruß

@kleinermaulwurff:
Sorry, da wurde vorhin die Hälfte meines Beitrages einfach abgeschnitten, hier noch einmal komplett:

zunächst einmal vielen Dank für Deinen umfangreichen Beitrag und die vielen Hinweise.

Zu ein paar Dingen muss ich dennoch noch etwas loswerden bzw. ergänzen, da ich diese anders sehe oder in meinem ersten Beitrag nicht richtig erläutert habe:

Die Sache ist nicht unbedingt die, dass mein Partner das Kind verhätschelt, weil er es so will, sondern im Grunde deshalb, weil seine Ex es nunmal so macht und er über Jahre in diese Richtung "erzogen" wurde. Er sagt auch - was ich völlig verstehen kann - dass er die zwei kurzen Tage, die er hat, nicht als "Erziehungslager" umfunktionieren kann. Er sieht selbst an seiner Tochter einige Verhaltensweisen, die ihm völlig gegen den Strich gehen, aber gegen die er wohl nicht viel ausrichten kann, weil sie es an den aneren 12 Tagen anders vorgelebt bekommt. Da bin ich auch seiner Meinung.

Mit dem "fremd fühlen" hast Du schon recht - zumindest zum Teil. Allerdings bin ich schon der Ansicht, dass ein Kind, das völlig Hemmungslos Kommandos verteilt (in der ihm fremden Umgebung), wie z.B. "Papa ich hab jetzt schon zweimal gesagt, dass Du herkommen sollst" o.ä. auch genügend Selbstvertrauen besitzt, einen Schrank zu öffnen.

Dass sie mit dem Telefon nicht umgeht, ist so nicht ganz richtig. Sie geht dran und elefoniert freudig - wenn sie Lust dazu hat. Wenn sie keine Lust hat, dann spielt sie die Kleine, Unbeholfene und Schüchterne. Das Schlimme ist einfach, dass es ihr dann wirklich abgenommen wird.

Dass wir beim Thema Kind nicht gemeinsam entscheiden können, trifft es ganz gut. Problem ist ja aber, dass ich seine Sichtweise verstehen kann, aber eben nicht auch so "schauspielernd" handeln kann. Und er kann nicht aus seiner anerzogenen "Schauspieler-Haut". Wir haben beide das Gefühl in einer Sackgasse zu stecken und finden keinen Weg.

Initiative von meiner Seite könnte mehr kommen, da hast Du völlig recht. Nur muss ich zugeben, dass es mit mittlerweile zum einen völlig widerstrebt, mit dem Kind auch noch geduldig etwas zu machen und zum anderen ich sowieso nur das Gefühl habe, etwas falsch oder falsch machen zu können (meine Ansichten umsetzen -> falsch, mich zurückziehen -> falsch). Auch bin ich zudem der Meinung, dass es nicht richtig wäre, wenn ich anfang an dem Kind herum zu erziehen. Zum einen kann das recht schnell zum "die blöde Freundin von Papa, bei der ich nicht alles machen darf wie ich will" führen und zum anderen bin ich der Ansicht, dass nicht zu viele Personen an einem Kind herumerziehen sollten.

Im Moment ist es jedenfalls so, dass für uns beide die Wochenenden mit Kind zum Horror werden. Ich weiß gar nicht, wie ich mich verhalten soll und würd mich am liebsten komplett ausklinken, da ich auch einfach mal ein Wochenende brauche. Er will selbst aus der "alten" Rolle heraus und ein paar Dinge ändern (was er in kleinen Schritten ja wirklich schon gemacht hat) und trotzdem irgendwie ein für sein Kind schönes Wochenende machen -
und ist dabei auch nur noch unsicher, wie er es am geschicktestens anstellen soll.

..alles doof also

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14. Oktober 2010 um 14:18
In Antwort auf hikari_11862858

Hallo
Ich kann dich sehr gut verstehen.
"Wir" haben ein kleines süßes "Monster" (2 Jahre) das regelmäßig zu uns kommt. Heute auch schon wieder und ich freu mich tierisch. Aber das war nicht immer so.

Mein Freund und ich sind während der Schwangerschaft der Ex zusammen gekommen (um mal direkt allen die Frage, die sich jetzt wahrscheinlich jeder stellt, zu beantworten: Nein, ich bin nicht der Grund für die Trennung gewesen).

Jedenfalls war es am Anfang absolut nicht einfach. Ich bin mit ihm einmal ins Krankenhaus gefahren und hab mich absolut nichrt dabei wohlgefühlt. Die ersten Treffen fanden dann danach bei der Ex in der Wohnung statt, 2 mal die Woche für 2 Stunden. Auch da war ich anfangs mit und ich fühlte mich total unwohl. Aber ich sollte mit, sie wollte es und mein Freund auch, damit es nicht zu Streit zwischen den beiden gab. Zwischenzeitlich fanden die Treffen dann sogar bei ihrer Mutter statt, weil sie auch nicht mehr "alleine" mit uns da sitzen wollte. Ich kam mir total blöd vor. Wenn mein Freund und ich irgendwas erzählt haben, dann kam direkt "weißt du noch, da und da...oder das und das?" und ich dachte nur so, toll, jetzt muss ich mir auch noch anhören, was die während ihrer Beziehung alles gemacht haben. Irgendwann war es mir dann zu viel und bin nur noch gelegentlich mit gefahren.

Als der Kleine dann ein paar Monate alt war, dürfte mein Freund ihn endlich mit nehmen. Ich dachte mir, "Endlich, jetzt wird es hoffentlich besser". Aber es war nicht so. Ich durfte nichts machen und nichts sagen. Ich hatte den Kleinen unendlich lieb, aber mein Freund versaute mir dieses Gefühl und ich war total eifersüchtig. Ich war abgeschrieben. Mein Freund wollte natürlich die Zeit so intensiv wie möglich mit dem Kleinen nutzen. Das verstand ich natürlich. Aber ich hatte ihn nie auf den Arm, geschweige denn, dass ich was sagen durfte, denn die Ex hat es ja anders gesagt und so wird es gemacht, bevor er sein Kind gar nicht mehr mit bekommt. Ich hasste die Besuche des Kleinen förmlich, dabei hatte ich ihn echt lieb. Wenn wir dann bei Freunden waren, sieh an, da konnte er den Kleinen abgeben und seine Freunde hatten ihn auf den Arm, bis wir wieder gefahren sind. Das hat mich natürlich noch eifersüchtiger gemacht und wütend auf meinen Freund. Und es gab regelmäßig Streit deswegen.

Als der Kleine dann endlich krabbeln konnte, war ich super interessant für ihn und endlich konnte ich ihn auch einmal in den Arm nehmen, obwohl ich meinem Freund da anfangs auch sagen musste, dass er den Kleine lassen soll, wenn er zu mir möchte.

Ich habe auch mit ihm über die anderen Dinge gesprochen. Zum Beipspiel wurde immer sofort gesprungen, wenn die Ex sagte, kannst du den Kleinen dann und dann nehmen, auch wenn es gar nicht so abgemacht wurde. Und das ohne es mit mir zu besprechen. Ich kam also von der Arbeit und freute mich auf einen ruhigen Feierabend und der Kleine war da. Ich hab nichts dagegen das er kommt, manchmal sag ich schon, sollen wir ihn nicht heute holen, aber ich fand es nicht in Ordnung, dass das über meinen Kopf hinweg entschieden wurde, denn es war ja auch meine Wohnung.

Wir haben dann aber alles geklärt. Auch wenn das absolut nicht einfach war. Es gab viel Streit deswegen und ich musste mir oft anhören, ob ich ein Problem damit hätte, das sein Sohn kommen würde.

Erst danach wurden die Zeiten mit dem Kleinen richtig schön für mich und ich denke auch für meinen Freund, da es sonst ja häufig Streit danach gab und man dann ja schon vorher angespannt ist, weil man ja weiß, dass es hinterher Streit geben wird.

Wenn ich mir deine Geschichte durchlesen, denke ich, du solltest mit deinem Freund darüber reden. Sag ihm, dass du es super findest, dass er langsam einige Dinge ändert. Aber sag ihm auch ganz klar, dass du das nicht kannst, da eine 7 jährige sich durchaus selber was zu trinken machen kann und man ihr auch nicht zu allem ja sagen muss.

Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass Kinder sehr wohl unterscheiden können, ob sie gerade bei Mama oder bei Papa sind. Es wird einige Zeit der Umgewöhnung brauchen, aber es ist nicht unmöglich, dass sie sich bei euch selber was zu trinken macht oder ein Eis kauft oder was auch immer.
Wir hatten mit dem Kleinen ein Schlafproblem. Die Mama hat ihn immer auf dem Arm einschlafen lassen. Ich fand das absolut nicht gut, aber mein Freund hat sich danach gerichtet, damit er nichts falsch macht und sie ihm nicht sagt, "so jetzt bekommst du deinen Sohn nicht mehr". Irgendwann war es dann so schlimm, dass der Kleine bei uns im Bett geschlafen hat, weil er sonst gar nicht geschlafen hat. Allerdings war er der einzige, der so gut geschlafen hat und da hat auch mein Freund endlich eingesehen, dass es so nicht geht. Wir haben unser "Monster" also abends direkt in sein Bett gelegt. Klar, er fand das erstmal nicht lustig und es gab ein wenig Protest. Auch von der Mama, denn wie können wir ihr Kind denn schreien lassen. (Aber wir haben ihn trotzdem so wie immer holen dürfen). Jetzt hat die Umgewöhnungsphase etwas länger gedauert, da wir jedes 2. Wochenende neu anfangen mussten, aber wir haben es geschafft. Er geht freiwillig ins Bett, kennt den Ablauf und wenn man "Gute Nacht" sagt, dann geht er vor seinem Papa ins Kinderzimmer und will sein Ritual durchführen

Bei der Mama ist er zu dieser Zeit noch immer auf dem Arm eingeschlafen und vor kurzem hat er ihr gezeigt, dass er im Bett schlafen möchte.

Ich will dir damti nur sagen, dass es durchaus möglich ist, dass sie bei euch andere Regeln hat und diese vielleicht sogar besser findet, als die bei ihrer Mama. Ich denke immer, wenn ein Kind alles darf und sie nichts tun müssen, keine Regeln kennen, dann fühlen sie sich irgendwann nicht mehr geborgen und wohl zu Hause. Wie oft hört man denn von Mädchen, die bis morgens weg dürfen, sich dann an nichts mehr halten und sagen "Der Mama ist doch eh egal was ich mache".

Weihnachten läuft bei uns so ab, dass wir den Kleinen am 1. Weihnachtstag auf jeden Fall haben (dann feiern wir mit der Familie von meinem Freund), letztes Jahr hatten wir ihn auch am 2. Weihnachtstag (dann fahren wir zu meiner Oma, weil sich meine Familie da eigentlich schon mein ganzes Leben trifft) und dieses Jahr wird es auch so sein. Ostern haben wir ihn Ostermontag (ebenfalls bei meiner Familie) und Silvester und Karneval wird jährlich getauscht.
Wir feiern diese Sachen nicht zusammen, bzw. mein Freund fährt an den Tagen nicht zu seiner Ex. Bei der Taufe war es so, dass wir alle zusammen gefeiert haben. Aber ich war auch mit und es wird dann keine "heile Welt" vorgespielt.
Ich denke, wenn man dem Kind das ganze Jahr vorlebt, dass Mama und Papa sich getrennt haben, dann ist es sicher für das Kind verwirrend, wenn es dann Weihnachten nicht mehr so ist und sich plötzlich alle wieder gut verstehen.

Hast du denn darüber mal mit deinem Freund gesprochen? Vielleicht kannst du ja auch mit ihnen zusammen Weihnachten feiern, dann sieht die Kleine auch, dass du bei solchen Feiern mit zur "Familie" gehörst. Jetzt weiß ich natürlich nicht, wie das Verhältnis zwischen dir und der Ex ist und ob dir das zuzumuten ist. Sonst würde ich deinem Freund vorschlagen, wie ihr zusammen feiern könntet ohne die Mutter-Familie. So weit ich weiß ist es auch so, dass dem Vater Ostermontag und der 1. Weihnachtstag zu steheh, dass heißt ja auch, dass es völlig legitim ist, an diesen Tagen mit dem Kind bei sich zu feiern. Sicher wird es eine Umstellung für die Kleine, aber wenn man es richtig schön gestaltet, wird es sicher gefallen.

Ich würde dir auf jeden Fall raten, mit deinem Freund noch mal in Ruhe und möglichst ohne Vorwürfe darüber zu reden. Es ist völlig in Ordnung, dass du eine andere Sicht der Dinge und auch eine andere "Erziehungsmethode" vorziehst. Ich denke, diese Probleme gibt es einer "normalen" Familie auch. Ihr müsst nur in Ruhe eine Lösung finden. Ja das ist jetzt sicher leichter gesagt als getan, aber dein Freund scheint ja ein paar Dinge schon eingesehen zu haben. Ich denke, es ist auch ganz wichtig, dass ihm klar wird, dass seine Tochter ihn nicht weniger lieb hat, wenn sie sich selber etwas zu trinken macht. Das musste meinem Freund auch erstmal bewusst werden. Am Anfang war es so, dass er dem Kleinen alles hat durchgehen lassen, da er meinte, der sieht mich ja eh schon so wenig und wenn ich ihm dann noch was verbiete, hat er mich nicht mehr so gern. Aber das ist ja nicht der Fall. Aber es muss auch deinem Freund erstmal bewusst werden.

Ich wünsche dir Viel Erfolg!!

@salexa
Auch Dir vielen lieben Dank für Deinen Beitrag.

Deine ersten Zeilen "und ich freu mich tierisch. Aber das war nicht immer so." machen ja schon einmal Mut und die Hoffnung, dass es sich vielleich eines Tages ändern wird.

Ich jedenfalls freue mich für Dich / Euch, dass das alles jetzt so gut klappt. Und es ist beruhigend zu lesen, dass auch ihr viel gestritten habt - und das, wo doch jeder nur ein schönes Wochenede haben möchte.

Wir reden sehr häufig über die Dinge, die Du auch angesprochen hast. Oft enden sie aber eben im Streit - aber ich denke dennoch, das ich noch besser, als gar nicht darüber zu sprechen.

Dass die Kids sehrwohl unterschieden können, welche Regeln bei Mama und welche bei Papa herrschen, ist mir völlig bewusst - so sehe ich es auch bei Bekannten. Nur ich denke, bei meinem Freund ist das einfach noch nicht ganz angekommen. Er hat einfach noch Angst davor, dass die Kleine vielleicht mal sagt, die hat keine Lust zu kommen (vielleicht, weil er am Wochenende zuvor irgendetwas nicht so gemacht hat, wie sie das will) oder sogar die Angst, dass sie gar nicht mehr kommen will. Wie und ob ich ihm diese Angst aber nehmen kann oder ihm dabei helfen kann, ist mir noch ein völliges Rätsel.
Aktuell legt er halt seinen Schalter an den Wochenende um, ist nur noch Papa und versucht dabei aber verzweifelt, ein paar Dinge so zu ändern, dass ich besser damit klar komme und macht sich damit auch nur das Wochenende noch komplizierter und unerträglicher.

Dennoch: Deine Geschichte macht auf jeden Fall etwas Mut, dass es irgendwann besser wird. Danke!

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14. Oktober 2010 um 14:35
In Antwort auf aletha_12537752

@kleinermaulwurff:
Sorry, da wurde vorhin die Hälfte meines Beitrages einfach abgeschnitten, hier noch einmal komplett:

zunächst einmal vielen Dank für Deinen umfangreichen Beitrag und die vielen Hinweise.

Zu ein paar Dingen muss ich dennoch noch etwas loswerden bzw. ergänzen, da ich diese anders sehe oder in meinem ersten Beitrag nicht richtig erläutert habe:

Die Sache ist nicht unbedingt die, dass mein Partner das Kind verhätschelt, weil er es so will, sondern im Grunde deshalb, weil seine Ex es nunmal so macht und er über Jahre in diese Richtung "erzogen" wurde. Er sagt auch - was ich völlig verstehen kann - dass er die zwei kurzen Tage, die er hat, nicht als "Erziehungslager" umfunktionieren kann. Er sieht selbst an seiner Tochter einige Verhaltensweisen, die ihm völlig gegen den Strich gehen, aber gegen die er wohl nicht viel ausrichten kann, weil sie es an den aneren 12 Tagen anders vorgelebt bekommt. Da bin ich auch seiner Meinung.

Mit dem "fremd fühlen" hast Du schon recht - zumindest zum Teil. Allerdings bin ich schon der Ansicht, dass ein Kind, das völlig Hemmungslos Kommandos verteilt (in der ihm fremden Umgebung), wie z.B. "Papa ich hab jetzt schon zweimal gesagt, dass Du herkommen sollst" o.ä. auch genügend Selbstvertrauen besitzt, einen Schrank zu öffnen.

Dass sie mit dem Telefon nicht umgeht, ist so nicht ganz richtig. Sie geht dran und elefoniert freudig - wenn sie Lust dazu hat. Wenn sie keine Lust hat, dann spielt sie die Kleine, Unbeholfene und Schüchterne. Das Schlimme ist einfach, dass es ihr dann wirklich abgenommen wird.

Dass wir beim Thema Kind nicht gemeinsam entscheiden können, trifft es ganz gut. Problem ist ja aber, dass ich seine Sichtweise verstehen kann, aber eben nicht auch so "schauspielernd" handeln kann. Und er kann nicht aus seiner anerzogenen "Schauspieler-Haut". Wir haben beide das Gefühl in einer Sackgasse zu stecken und finden keinen Weg.

Initiative von meiner Seite könnte mehr kommen, da hast Du völlig recht. Nur muss ich zugeben, dass es mit mittlerweile zum einen völlig widerstrebt, mit dem Kind auch noch geduldig etwas zu machen und zum anderen ich sowieso nur das Gefühl habe, etwas falsch oder falsch machen zu können (meine Ansichten umsetzen -> falsch, mich zurückziehen -> falsch). Auch bin ich zudem der Meinung, dass es nicht richtig wäre, wenn ich anfang an dem Kind herum zu erziehen. Zum einen kann das recht schnell zum "die blöde Freundin von Papa, bei der ich nicht alles machen darf wie ich will" führen und zum anderen bin ich der Ansicht, dass nicht zu viele Personen an einem Kind herumerziehen sollten.

Im Moment ist es jedenfalls so, dass für uns beide die Wochenenden mit Kind zum Horror werden. Ich weiß gar nicht, wie ich mich verhalten soll und würd mich am liebsten komplett ausklinken, da ich auch einfach mal ein Wochenende brauche. Er will selbst aus der "alten" Rolle heraus und ein paar Dinge ändern (was er in kleinen Schritten ja wirklich schon gemacht hat) und trotzdem irgendwie ein für sein Kind schönes Wochenende machen -
und ist dabei auch nur noch unsicher, wie er es am geschicktestens anstellen soll.

..alles doof also

Ja, so gesehen
ist alles schon nachvollziehbarer

Aufgrund der Tatsache dass es sich bei euch mittlerweile hochgeschaukelt hat, hast Du Dich wohl auch zurück gezogen.
Es wäre jedoch gut wenn Du wieder aktiv wärst.

Ich finde Du hast auch ein Recht das Kind mit zu erziehen. Ein Kind sollte nicht nur von den eigenen Eltern, sondern von allen Menschen die mit ihm zu tun haben mit erzogen werden.
Mein kleiner Sohn (7 Monate) wird sogar von seinem Bruder (2 Jahre) mit erzogen Indem er ihm sagt was er darf und was nicht oder was schmutzig ist u.ä.
Und als Erwachsene die quasi die Stiefmutter ist hast Du eigentlich noch mehr das Recht bzw. die Pflicht das zu tun finde ich.
Vor allem wenn die Eltern Unfähigkeit an den Tag legen und das Kind gleichzeitig jedoch in Deine Sphäre eingreift und dort zeitweise gar lebt.

Ihr könntet noch einmal, wie salexa es schon erwähnte, damit ansetzen, in Ruhe und ohne Vorwürde über alles zu reden.
Wenn Du Dich da auch mehr einbringst und selbst Vorschläge machst die Du selbst umsetzen kannst, dann wäre das Gespräch auch noch produktiver.
Es wäre gut mal reinen Tisch zu machen und zu gucken wo es hakt.
Vielleicht auch unter Ziehiehung Dritter denen man die Knackpunkte vortragen kann, sowas kann auch helfen.

Mir ging noch éiniges durch den Kopf.
Das was Salexa schilderte ist zu einem bestimmten Umfang auch bei Dir der Fall. Nämlich das Ausgeschlossensein !
Das ist ein sehr negatives Gefühl, vor allem wenn der Partner sich hier mit der Ex verbündet und das Kind auch zur Gruppe gehört.
Sowohl die Eifersucht gegenüber der Ex, als auch das negative Gefühl des Ausschlusses wird dann natürlich auf das Kind projeziert, zumal es ja mit seinem Verhalten ohnehin genug Fläche dafür bietet. Es entsteht Wut und gar Aggression gegen das Kind und Bauchschmerzen beim Gedanken an das Besuchswochenende.

Ich denke dass noch mehr eine Rolle spielt.
Wenn Du selbst "normal" oder gar streng von Deinem eigenen Vater erzogen worden bist und Dich an Regeln halten musstest, Dir Dein Glas früh selbst zu holen hattest, selbständig sein musstest, etc. dann kann das auch zu negativen Gefühlen dem Kind gegenüber führen.
Wenn man es sich einfach machen will kann man diese Gefühle auch Eifersucht nennen.
Aber ich würde eher von Unverständnis reden. Du hast kein Verständnis für das Verhalten Deines Partners.
Erst Recht wenn das Verhätscheln auch noch auf Deine Kosten geht und Du einstecken musst, nicht geküsst wirst etc.
Irgendwo ist er dann zu Dir der strenge Vater, das was man schon kennt und das Kind hat eine Sonderrolle die Dir im Leben niemals zugestanden hat und nun nicht einmal bei Deinem Partner zugestanden wird, naja immerhin an den Besuchswochenenden.

Es hat einfach viel mit Liebe zu tun. Mit dem wunsch nach Liebe, mit dem Verständnis dafür dass derjenige der einen lieben sollte jemand anderem Liebe gibt etc. Dass einem selbst immer diese Form der Liebe verwehrt wird bzw. verwehrt worden ist, aber andere davon in Fülle haben.
Das ist schwer mit anzusehen, wenn man es nicht verstehen kann, anders kennt und lebt.

Es stellt sich auch die Frage, ob ihr gemeinsam Kinder haben wollt.
Wenn Du selbst Mutter bist, wirst Du sicher Deine Kinder anders erziehen wollen.
Auch aufgrund dieser Tatsache kommt einem sicher die Galle hoch wenn man dieses Schauspiel mit ansehen muss.

Ja, die Fremdbestimmung ist jedoch natürlich besonders destruktiv für die Partnerschaft.
Also wenn Dein Partner das alles nicht freiwillig, sondern aus Angst macht und im Grunde anders handeln wollen würde. Da kommt einem auch die Galle hoch.
Denn im eigenen Haus waltet dann sozusagen die Ex mit ihrem Zepter, auch wenn sie nicht anwesend ist, ist sie es doch.

Es wäre wirklich gut darüber offen zu reden. Wenn das reden ein Problem ist, könntest Du alles aufschreiben und ihm als einen Brief geben.
Also die Dinge wie Du sie siehst, ohne Vorwürfe etc. mit Lösungsvorschlägen.
Lies es noch einmal einen Tag nach dem Schreiben durch und korrigiere Stellen die zu emotional negativ sind, denn oft steigert man sich bei diesen Themen rein.
Du kannst auch gerne als Motivation einen Brief schreiben und ihn hier erst mal rein stellen oder mir als Pn zusenden.
Vielleicht hilft das auch.

Lieben Gruß

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14. Oktober 2010 um 15:36
In Antwort auf kleinermaulwurff

Ja, so gesehen
ist alles schon nachvollziehbarer

Aufgrund der Tatsache dass es sich bei euch mittlerweile hochgeschaukelt hat, hast Du Dich wohl auch zurück gezogen.
Es wäre jedoch gut wenn Du wieder aktiv wärst.

Ich finde Du hast auch ein Recht das Kind mit zu erziehen. Ein Kind sollte nicht nur von den eigenen Eltern, sondern von allen Menschen die mit ihm zu tun haben mit erzogen werden.
Mein kleiner Sohn (7 Monate) wird sogar von seinem Bruder (2 Jahre) mit erzogen Indem er ihm sagt was er darf und was nicht oder was schmutzig ist u.ä.
Und als Erwachsene die quasi die Stiefmutter ist hast Du eigentlich noch mehr das Recht bzw. die Pflicht das zu tun finde ich.
Vor allem wenn die Eltern Unfähigkeit an den Tag legen und das Kind gleichzeitig jedoch in Deine Sphäre eingreift und dort zeitweise gar lebt.

Ihr könntet noch einmal, wie salexa es schon erwähnte, damit ansetzen, in Ruhe und ohne Vorwürde über alles zu reden.
Wenn Du Dich da auch mehr einbringst und selbst Vorschläge machst die Du selbst umsetzen kannst, dann wäre das Gespräch auch noch produktiver.
Es wäre gut mal reinen Tisch zu machen und zu gucken wo es hakt.
Vielleicht auch unter Ziehiehung Dritter denen man die Knackpunkte vortragen kann, sowas kann auch helfen.

Mir ging noch éiniges durch den Kopf.
Das was Salexa schilderte ist zu einem bestimmten Umfang auch bei Dir der Fall. Nämlich das Ausgeschlossensein !
Das ist ein sehr negatives Gefühl, vor allem wenn der Partner sich hier mit der Ex verbündet und das Kind auch zur Gruppe gehört.
Sowohl die Eifersucht gegenüber der Ex, als auch das negative Gefühl des Ausschlusses wird dann natürlich auf das Kind projeziert, zumal es ja mit seinem Verhalten ohnehin genug Fläche dafür bietet. Es entsteht Wut und gar Aggression gegen das Kind und Bauchschmerzen beim Gedanken an das Besuchswochenende.

Ich denke dass noch mehr eine Rolle spielt.
Wenn Du selbst "normal" oder gar streng von Deinem eigenen Vater erzogen worden bist und Dich an Regeln halten musstest, Dir Dein Glas früh selbst zu holen hattest, selbständig sein musstest, etc. dann kann das auch zu negativen Gefühlen dem Kind gegenüber führen.
Wenn man es sich einfach machen will kann man diese Gefühle auch Eifersucht nennen.
Aber ich würde eher von Unverständnis reden. Du hast kein Verständnis für das Verhalten Deines Partners.
Erst Recht wenn das Verhätscheln auch noch auf Deine Kosten geht und Du einstecken musst, nicht geküsst wirst etc.
Irgendwo ist er dann zu Dir der strenge Vater, das was man schon kennt und das Kind hat eine Sonderrolle die Dir im Leben niemals zugestanden hat und nun nicht einmal bei Deinem Partner zugestanden wird, naja immerhin an den Besuchswochenenden.

Es hat einfach viel mit Liebe zu tun. Mit dem wunsch nach Liebe, mit dem Verständnis dafür dass derjenige der einen lieben sollte jemand anderem Liebe gibt etc. Dass einem selbst immer diese Form der Liebe verwehrt wird bzw. verwehrt worden ist, aber andere davon in Fülle haben.
Das ist schwer mit anzusehen, wenn man es nicht verstehen kann, anders kennt und lebt.

Es stellt sich auch die Frage, ob ihr gemeinsam Kinder haben wollt.
Wenn Du selbst Mutter bist, wirst Du sicher Deine Kinder anders erziehen wollen.
Auch aufgrund dieser Tatsache kommt einem sicher die Galle hoch wenn man dieses Schauspiel mit ansehen muss.

Ja, die Fremdbestimmung ist jedoch natürlich besonders destruktiv für die Partnerschaft.
Also wenn Dein Partner das alles nicht freiwillig, sondern aus Angst macht und im Grunde anders handeln wollen würde. Da kommt einem auch die Galle hoch.
Denn im eigenen Haus waltet dann sozusagen die Ex mit ihrem Zepter, auch wenn sie nicht anwesend ist, ist sie es doch.

Es wäre wirklich gut darüber offen zu reden. Wenn das reden ein Problem ist, könntest Du alles aufschreiben und ihm als einen Brief geben.
Also die Dinge wie Du sie siehst, ohne Vorwürfe etc. mit Lösungsvorschlägen.
Lies es noch einmal einen Tag nach dem Schreiben durch und korrigiere Stellen die zu emotional negativ sind, denn oft steigert man sich bei diesen Themen rein.
Du kannst auch gerne als Motivation einen Brief schreiben und ihn hier erst mal rein stellen oder mir als Pn zusenden.
Vielleicht hilft das auch.

Lieben Gruß

Mit dem zurückziehen...
...hast Du natürlich recht. Aber im Moment habe ich auch gar nicht mehr die Kraft, aktiv zu werden. Meine Abneigung gegen diese Wochenenden ist einfach momentan zu groß... aber das ist ja schonmal ein Ziel, wieder aktiver zu werden. Auch das "Miterziehen" sollte ich vielleicht doch mal in Angriff nehmen, aber eben nicht im Moment.

Wir sprechen oft und viel darüber und suchen die Knackpunke, aber wir kommen eben nicht wirklich weiter, weil zwar jeder den anderen versteht aber keinder so recht "aus seiner Haut kann". Vielleicht wäre doch mal das Gespräch mit einem dritten hilfreich.

Das mit der Rolle meines Vaters sehe ich eher nicht so. Ich habe einen tollen Vater (und auch eine tolle Mutter), der mir zwar Regeln gegeben hat, aber mich mit sehr viel Liebe großgezoegen hat. Ja, ich war relativ früh selbständig, aber es war nie ein "ich muss mein Glas selbst holen", sondern es war einfach wie es war und es war immer gut so.
Ich sehe diesbezüglich auch nicht das Problem in der "Eifersucht" nach der Prinzessinen-Rolle, sondern eher die Tatsache, dass zum einen dieses Kind in naher Zukunft "gegen eine Wand rennen wird", wenn es erkennt, dass nicht alles auf dieser Welt sich um sie dreht und zum anderen sehe ich ja, dass mein Partner damit auch nicht glücklich ist und sich selbst in diese Rolle zwängen hat lassen.

Ich denke, wir müssen einfach immer und immer wieder reden, auch wenn es mal iin Streit ausartet, aber wohl das schlimmste wäre, wenn wir einfach so weitermachen und nichts ändern.

Danke Dir!

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14. Oktober 2010 um 21:47

Also... ohne
dich jetzt als schlechten Menschen darzustellen..
Ich bin alleinerziehende Mutter...und habe einen neuen Partner.Wir sind nun 2 Jahre zusammen.
Würde er mir gegenüber erwähnen, dass er überhaupt keine Gefühle für meine Tochter hat, müsste ich mich von ihm trennen.
Deinen Freund gibt es nur im Doppelpack...und so hart es klingt..entweder du bist bereit ihn mit seiner Tochter zu teilen, und dich auf sie einzulassen- oder du musst ihn verlassen.

Ich finde es schön dass er zu ihrem Geburtstag noch was mit der Familie macht, ich finde es schön dass Weihnachten zusammen gefeiert wird. Ich verstehe nur nicht, WARUM DU da nie dabei bist. Was spricht dagegen dass du mitkommst?

Muss er bei deinen Eltern feiern??? Hätter er kein Kind wärst du ja auch mal an Weihnachten bei seinen Eltern, oder??

Der Vater meiner Tochter und ich machen oft was gemeinsam, und unsere Tochter freut sich, dass wir miteinander auskommen. Hätte er eine neue Freundin, würde ich sie kennenlernen wollen, sobald es was ernstes wird, da ich weiß dass sie auch teilweise für meine Tochter eine Rolle spielen wird.

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15. Oktober 2010 um 13:18
In Antwort auf aletha_12537752

@salexa
Auch Dir vielen lieben Dank für Deinen Beitrag.

Deine ersten Zeilen "und ich freu mich tierisch. Aber das war nicht immer so." machen ja schon einmal Mut und die Hoffnung, dass es sich vielleich eines Tages ändern wird.

Ich jedenfalls freue mich für Dich / Euch, dass das alles jetzt so gut klappt. Und es ist beruhigend zu lesen, dass auch ihr viel gestritten habt - und das, wo doch jeder nur ein schönes Wochenede haben möchte.

Wir reden sehr häufig über die Dinge, die Du auch angesprochen hast. Oft enden sie aber eben im Streit - aber ich denke dennoch, das ich noch besser, als gar nicht darüber zu sprechen.

Dass die Kids sehrwohl unterschieden können, welche Regeln bei Mama und welche bei Papa herrschen, ist mir völlig bewusst - so sehe ich es auch bei Bekannten. Nur ich denke, bei meinem Freund ist das einfach noch nicht ganz angekommen. Er hat einfach noch Angst davor, dass die Kleine vielleicht mal sagt, die hat keine Lust zu kommen (vielleicht, weil er am Wochenende zuvor irgendetwas nicht so gemacht hat, wie sie das will) oder sogar die Angst, dass sie gar nicht mehr kommen will. Wie und ob ich ihm diese Angst aber nehmen kann oder ihm dabei helfen kann, ist mir noch ein völliges Rätsel.
Aktuell legt er halt seinen Schalter an den Wochenende um, ist nur noch Papa und versucht dabei aber verzweifelt, ein paar Dinge so zu ändern, dass ich besser damit klar komme und macht sich damit auch nur das Wochenende noch komplizierter und unerträglicher.

Dennoch: Deine Geschichte macht auf jeden Fall etwas Mut, dass es irgendwann besser wird. Danke!

Ich glaub
am wichtigsten wäre, deinem partner klar zu sagen, daß du nähe zu seinem kind nur dann aufbauen kannst, wenn du die nähe zu ihm hast und spüren kannst - und zwar auch an den kinder-wochenenden.

ich bin in einer ähnlichen situation, freund mit tochter, 4 jahre alt....wir haben allerdings jede woche kinder-wochenende. mein partner ist ein unglaublich liebevoller papa und ich find das wirklich superschön.....ich finds toll, den beiden beim kuscheln zuzuschauen.....und ich mag die kleine unheimlich gerne. trotzdem wars auch bei uns anfangs so ähnlich wie bei dir, ich bin mir wie das 5. rad am wagen vorgekommen, weil er wenn die tochter da ist einfach zu 100% an sie gedacht hat und ihm gar nicht aufgefallen ist, daß das für mich schwierig ist so "unsichtbar" zu sein. ich hab also mit ihm geredet....und ihn gebeten, mich einfach ganz nebenbei spüren zu lassen, daß er mich wahrnimmt. mich zwischendurch kurz mal beiläufig berührt, hin und wieder ansieht.....mein partner hat das verstanden und bemüht sich jetzt sehr.....und im großen und ganzen läufts jetzt wirklich super!

ich glaub nicht, daß es der tochter schadet, wenn sie ein guten-morgen-bussi oder ein kuscheln zwischen den beiden erwachsenen mitbekommt - sie bekommt ja schließlich auch genug knuddeleinheiten und darf natürlich auch mitknuddeln. sie weiß, daß der papa sie über alles liebhat....aber sie weiß auch, daß er auch mich liebhat und ich glaub, auch mit ihren 4 jahren versteht sie das ganz gut. und mittlerweile kuschelt sie sogar mit mir alleine!

natürlich bin ich auch nicht immer mit allen erziehungstechnischen dingen einverstanden....aber im grunde geht mich ihre erziehung auch nix an! ich misch mich nur ein, wenn mich die situation persönlich betrifft...oder wenn etwas gefährlich ist. über andere dinge, die mir auffallen und wo ich anderer meinung bin, spreche ich mit meinem partner...allerdings nur in form von "mir fällt auf..." und ich hab das glück, daß mein partner viel auf meine meinung gibt und sich immer gedanken dazu macht. das heißt aber nicht, daß er dann auch immer was dran ändert/ändern kann.
ich bin nicht verantwortlich für die erziehung der kleinen....und find das auch gut so. ich will ihr auch nicht die mama ersetzen - muß ich auch nicht, sie hat ja eine. dh ich kann einfach eine gute freundin für sie werden....und das würd ich auch wirklich gerne tun!

ich wünsch dir viel glück....und....nicht aufgeben! man kann aus deinem thread rauslesen, daß du deinen freund liebst - du wirst auch seine tochter lieben lernen, sie gehört schließlich zu ihm dazu!

lg

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17. Oktober 2010 um 12:11
In Antwort auf alissa_12318541

Ich glaub
am wichtigsten wäre, deinem partner klar zu sagen, daß du nähe zu seinem kind nur dann aufbauen kannst, wenn du die nähe zu ihm hast und spüren kannst - und zwar auch an den kinder-wochenenden.

ich bin in einer ähnlichen situation, freund mit tochter, 4 jahre alt....wir haben allerdings jede woche kinder-wochenende. mein partner ist ein unglaublich liebevoller papa und ich find das wirklich superschön.....ich finds toll, den beiden beim kuscheln zuzuschauen.....und ich mag die kleine unheimlich gerne. trotzdem wars auch bei uns anfangs so ähnlich wie bei dir, ich bin mir wie das 5. rad am wagen vorgekommen, weil er wenn die tochter da ist einfach zu 100% an sie gedacht hat und ihm gar nicht aufgefallen ist, daß das für mich schwierig ist so "unsichtbar" zu sein. ich hab also mit ihm geredet....und ihn gebeten, mich einfach ganz nebenbei spüren zu lassen, daß er mich wahrnimmt. mich zwischendurch kurz mal beiläufig berührt, hin und wieder ansieht.....mein partner hat das verstanden und bemüht sich jetzt sehr.....und im großen und ganzen läufts jetzt wirklich super!

ich glaub nicht, daß es der tochter schadet, wenn sie ein guten-morgen-bussi oder ein kuscheln zwischen den beiden erwachsenen mitbekommt - sie bekommt ja schließlich auch genug knuddeleinheiten und darf natürlich auch mitknuddeln. sie weiß, daß der papa sie über alles liebhat....aber sie weiß auch, daß er auch mich liebhat und ich glaub, auch mit ihren 4 jahren versteht sie das ganz gut. und mittlerweile kuschelt sie sogar mit mir alleine!

natürlich bin ich auch nicht immer mit allen erziehungstechnischen dingen einverstanden....aber im grunde geht mich ihre erziehung auch nix an! ich misch mich nur ein, wenn mich die situation persönlich betrifft...oder wenn etwas gefährlich ist. über andere dinge, die mir auffallen und wo ich anderer meinung bin, spreche ich mit meinem partner...allerdings nur in form von "mir fällt auf..." und ich hab das glück, daß mein partner viel auf meine meinung gibt und sich immer gedanken dazu macht. das heißt aber nicht, daß er dann auch immer was dran ändert/ändern kann.
ich bin nicht verantwortlich für die erziehung der kleinen....und find das auch gut so. ich will ihr auch nicht die mama ersetzen - muß ich auch nicht, sie hat ja eine. dh ich kann einfach eine gute freundin für sie werden....und das würd ich auch wirklich gerne tun!

ich wünsch dir viel glück....und....nicht aufgeben! man kann aus deinem thread rauslesen, daß du deinen freund liebst - du wirst auch seine tochter lieben lernen, sie gehört schließlich zu ihm dazu!

lg

@littlegymnast
Hey, dein erster Satz ist ziemlich naheliegend. Ich glaube, so bin ich da selbst noch gar nicht drauf gekommen. Wenn ich aber darüber nachdenke, macht es schon Sinn, dass es mir daher auch recht schwer fällt, zu dem Kind eine Nähe aufzubauen, weil ich in der Zeit, wenn sie da ist, zu ihm keine oder kaum Nähe spüren kann. Manchmal liegen einige Dinge recht nahe und man sieht sie denn och nicht. Danke für den Hinweis!

Dass Nähe zwischen meinem Partner und mir der Kleinen nicht schadet, das ist ihm auch klar. Es ist auch nicht so, dass er es deshalb nicht macht, sondern, weil er einfach nicht daran denkt - er ist an den Wochenenden so Kind-fixiert, dass er z.B. einfach vergisst, mir einen Kuss zu geben, wenn er aufsteht - nicht aus Boshaftigkeit, o.ä.

Problem ist aber auch, dann wenn ich ihn auf so etwas anspreche, er sich Vorwürfe deshalb macht und sich dann bei fast jeder Tat oder Handgriff überlegt, ob das nun richtig oder falsch ist, oder ob er mir oder seiner Tochter damit gerade etwas "schlechtes" tut. Und so werden dann auch für ihn die Wochenenden unglaublich stressig. ist irgendwie ein kleiner Teufelskreis

Lieben Dank jedenfalls für Deine Worte und wieder einmal die Aussicht darauf, dass es sich vielleicht doch irgendwann bessern wird!

+LG

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18. Oktober 2010 um 16:49

Ich kann dich gut verstehen
Hallo,
also als erstes mal:Was Tinax92 geschrieben hat, finde ich doch etwas übertrieben.Man kann doch nicht vom Partner erwarten dass er Gefühle für ein Kind hat, das nicht seins ist.
Er sollte es respektieren,fair behandeln und auch mögen.Aber lieben muss er es doch nicht.

Ich bin in einer ähnlichen Situation wie du.Mein Partner und ich waren mal getrennt.In dieser Zeit ist seine Tochter entstanden.Sie ist jetzt 4. Dass das nicht leicht für mich ist, kann sich wohl jeder denken.

Wir wohnen momentan noch nicht zusammen, suchen aber eine gemeinsame Wohnung.
Die Kleine ist etwa alle 2 Wochen am Wochenende bei meinem Freund.Da ich 2 Kinder habe (schon Teenager) übernachte ich da nicht wenn sie da ist.Ausserdem möchte ich wenigstens am Wochenende ausschlafen und das kann ich dort nicht.
Trotzdem bin ich tagsüber dann oft dort.

Jedenfalls geht es mir gefühlsmäßig wie dir.
Ich hasse sie nicht, liebe sie aber auch nicht.Siewill mich manchmal auch eifersüchtig machen, indem sie mich gehässig anschaut, sich an meinen Freund drückt und sagt "Papi, ich hab dich sooooo doll lieb". Wenn ich aber nicht dabei bin knallt sie ihm vor den Kopf "Ich hab meine Mama viel lieber als dich und will da jetzt sofort wieder hin".
Er ist dann immer ganz traurig und ich habe dann eine furchtbare Wut auf das Kind.

Auch ich fühle mich manchmal aussen vor.Da wird gespielt und gekuschelt und ich sitze blöd da.Dabei sagt er aber extra ich soll zu ihm kommen.Und dann hock ich da dumm rum.
Ich habe keine Lust mehr auf dem Boden rumzukriechen und Lego zu spielen.Das hatte ich mit meinen Kindern und das reicht mir auch.

Ich verstehe mich im Grunde mit dem Kind,aber ich komme oft nicht mit ihrem zickigen Verhalten klar.
Ich habe 2 Jungs, und da sind mir viele Verhaltensweisen völlig fremd.

Ausserdem findet mein Freund fast alles was sie sagt süß oder witzig.Ich aber nicht. Manches finden eben nur die Eltern süß und das kann der Partner oft nicht verstehen.Auch versteht der jeweilige Partner oft nicht, dass jemand anderes sein Kind eben nicht so toll findet.

Ausserdem ist sie sehr nervig.Sie quatscht den ganzen Tag.Dabei wiederholt sie manche Sätze bis zu 30 mal !!!! Und sie singt andauernd.Natürlich auch immer dann wenn man einen Film schauen möchte.

Raten kann ich dir im Grunde nichts, da es mir ja ähnlich geht und ich mir manchmal auch nicht zu helfen weiß.
Aber ich wollte dir hier antworten damit du weißt dass du mit deinen Gefühlen nicht alleine bist. Anderen geht es genauso.
Manche trauen sich auch nur nicht ihre Gefühle gegenüber dem Kind des Partners zuzugebe, weil man immer gleich angegriffen wird.
Ich weiß aber aus meinem Freundeskreis, dass auch andere Frauen sich nicht überschwänglich freuen wenn das Kind des Partners kommt.

Was ich allerdings nicht verstehen kann ist, dass du akzeptierst dass dein Partner an Feiertagen bei der Ex ist.Sowas wäre bei uns völlig undenkbar.
Genauso würde er auch nicht akzeptieren dass mein Ex bei mir rumsitzt an Weihnachten oder dergleichen.

Ich wünsche dir auf alle Fälle alles Gute und gute Nerven

LG


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4. Januar 2011 um 19:14

Leiden...
...nach oder vor der Trennung...
An diesem Satz ist durchaus was dran. Aber ich habe ehrlich gesagt schon das Gefühl, dass auch mein Partner sehr unter der Situation leidet.

Einer Lösung sind wir leider noch immer nicht näher gekommen. Viele Diskussionen standen in den letzten Wochen wieder an, viele Strietigkeiten, aber keine Lösung.

Wir sind uns beide einig, dass wir daran arbeiten wollen. Nur ich werde noch immer das Gefühl nicht los, dass das einzige, was ihn "zufrieden stellen" würde (und das ist jetzt wirklich negativer formuliert, als gemeint) ist, wenn ich von heute auf morgen mich komplett umdrehen würde und auf einmal die Wochenenden mit Kind super toll fände. Aber das kann ich einfach nicht.

Ich hoffe noch immer, dass wir irgendwann eine Lösung finden oder zumindest einen Weg, mit dem wir beide klar kommen. Ich möchte ihn nicht verlieren - denn trotz aller Schwierigkeiten liebe ich ihn nunmal.

Ich bin auch immer noch auf der Suche nach "Gleichgesinnten", die die gleichen oder ähnlichen Probleme haben um sich mal auszutauschen. Selbsthilfegruppen gibt es leider in meiner Gegend keine
Wenn von Euch jemand Interesse daran hätte, sich mal auszutauschen: ich freue mich sehr über Nachrichten!

...und noch einmal: vielen lieben Dank für alle netten Antworten hier - es hilft sehr zu wissen, dass man doch von dem ein oder anderen Menschen verstanden wird!

Und Euch allen: viel Kraft für das kommende Jahr!!!

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27. März 2011 um 16:10

Beitrag schon lange her aber ich poste mal trotzdem.
Ich hatte wenig zeit mir das durch zu kesen, deshalb nur bis zu hälfte. Aber jetzt mal ganz erhlich: ich fidne du bist echt hart. Mein gott, das kind ist 7 jahre alt ! Sie sieht ihren Vater nur am Wochenende, da kann sich mal die welt um sie drehen. Klar, du solltest aber auch noch miteinbezogen werden. Aber zum beispiel mit dem Messer und gabel Prinzip- Ich bin 15 , kenne dieses Prinzip, verwende es aber zuhause oder mit freunden nie :'D Das ist mir zu umständlich. Auch das mit dem "Kann mein Hund mit Fernsehn". Ich lebe bei meinen Großeltern und mein Hund wird sooo verwöhnt von denen. Es nervt mich hin und wieder aber oft finde ich es echt witzig. Sie nennen meinen Hund " Baby oder Kindchen" und vergleichen sie auch immerweider mit Kindern udn Menschen. Ist falsch, aber ich erziehe den Hund sowieso, deshalb hab cih auch keine Angst.
zu den Farb-beispielen: Auch ich habe einen Bruder 6 Jahre alt und lobe ihn immer oder andere machen das. Weil ein Kind immer lob bruacht und auch darauf baut. Wenn sie fehler einsehen sowie machen wird, das kommt noch dazu, wird sie das das bemerken. ABer ich habe meinen Bruder lieb, deshlab lobe ich ihn auch immer. Er freut sich dann auch immer ein Keks.
Und auch die kleinen Kindern von Freunden und Verwanden lobe ich immer nett: 1. Ich will nicht unhöflich sein und kenne sie kaum aber ich finde das auch irgendwie süß, weil mit 7 noch kein richtiges Leben anfängt und man ruhig mal eina uf heile Welt machen kann. Ich persönlich finde das nicht schlimm, weil jedem Kind auf heile welt gespielt wird. Sogar mir spielen meine großeltern sowas vor. Wir haben viele Probleme aber das machen sie nur, weil sie mich lieb haben. Und ich glaube das tut dein Mann auch und will, dass es seiner Tochter gut geht. Vielleicht kennst du sowas nicht, weil du einfach fanatsielos bist und noch keine eigene kinder hatttest oder dir wurde in der vergangenheit viel schlimmes angetan und willst es auch anderen antun. Aber wenn du mal Kinder hast, wirst du das gleiche bestimmt auch für sie tun

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27. März 2011 um 21:04
In Antwort auf traci_12359467

Beitrag schon lange her aber ich poste mal trotzdem.
Ich hatte wenig zeit mir das durch zu kesen, deshalb nur bis zu hälfte. Aber jetzt mal ganz erhlich: ich fidne du bist echt hart. Mein gott, das kind ist 7 jahre alt ! Sie sieht ihren Vater nur am Wochenende, da kann sich mal die welt um sie drehen. Klar, du solltest aber auch noch miteinbezogen werden. Aber zum beispiel mit dem Messer und gabel Prinzip- Ich bin 15 , kenne dieses Prinzip, verwende es aber zuhause oder mit freunden nie :'D Das ist mir zu umständlich. Auch das mit dem "Kann mein Hund mit Fernsehn". Ich lebe bei meinen Großeltern und mein Hund wird sooo verwöhnt von denen. Es nervt mich hin und wieder aber oft finde ich es echt witzig. Sie nennen meinen Hund " Baby oder Kindchen" und vergleichen sie auch immerweider mit Kindern udn Menschen. Ist falsch, aber ich erziehe den Hund sowieso, deshalb hab cih auch keine Angst.
zu den Farb-beispielen: Auch ich habe einen Bruder 6 Jahre alt und lobe ihn immer oder andere machen das. Weil ein Kind immer lob bruacht und auch darauf baut. Wenn sie fehler einsehen sowie machen wird, das kommt noch dazu, wird sie das das bemerken. ABer ich habe meinen Bruder lieb, deshlab lobe ich ihn auch immer. Er freut sich dann auch immer ein Keks.
Und auch die kleinen Kindern von Freunden und Verwanden lobe ich immer nett: 1. Ich will nicht unhöflich sein und kenne sie kaum aber ich finde das auch irgendwie süß, weil mit 7 noch kein richtiges Leben anfängt und man ruhig mal eina uf heile Welt machen kann. Ich persönlich finde das nicht schlimm, weil jedem Kind auf heile welt gespielt wird. Sogar mir spielen meine großeltern sowas vor. Wir haben viele Probleme aber das machen sie nur, weil sie mich lieb haben. Und ich glaube das tut dein Mann auch und will, dass es seiner Tochter gut geht. Vielleicht kennst du sowas nicht, weil du einfach fanatsielos bist und noch keine eigene kinder hatttest oder dir wurde in der vergangenheit viel schlimmes angetan und willst es auch anderen antun. Aber wenn du mal Kinder hast, wirst du das gleiche bestimmt auch für sie tun

Hm, ich kann eveee verstehen ...
hallo penni,
schön, dass du bereits mit 15 jungen jahren soviel über kinderpsychologie weißt und es lebst...
ich kann jedoch auch kinderlose frauen verstehen, denen die tiefe urliebe, die mit der geburt des ersten kindes wieder auftaucht, irgendwie im chaos der pubertät und postpubertät verloren haben.
eveee scheint klare vorstellungen von familie, kindererziehung und werten zu haben, die sie bei ihrer neuen stieftochter vergeblich sucht.
und nichtmüttern fehlt in vielen fällen das tiefe warme gefühl, das dafür sorgt, seinen nachwuchs liebevoll zu umsorgen. sie misst alles an klaren maßstäben. und da muss jegliches elterliches verhalten, dass den kleinen zeigt, wie sehr sie geliebt werden, als "vorspielen von heiler welt" erscheinen.
...
bevor ich meine eigenen kinder in den armen hielt, ging es mir meinen stiefkindern gegenüber genau so. und ich war immer ausgeschlossen, weil ich eben nicht einmal nachvollziehen konnte, warum irgendjemand so viel ruß um alle lebensäußerungen des nachwuchses machen kann....
hihi. und jetzt mache ich genau das gleiche: ich lobe von früh bis spät, verwöhne in guten, ausgeglichenen momenten meine süßen und habe erkannt, dass sie keine roboter sein können und sollen.
und erziehung ist kein eintrichtern von spielregeln bzw. das abrichten von hunden, sondern ein gegenseitiger prozess, indem liebevoll, klar, konsequent aber warm und unter ständiger versicherung der tiefen liebe ein junger mensch lernt, dass regeln das soziale leben unter menschen und in der natur erst lebenswert machen.
...
und das ist dann vielleicht ein tatsächlicher grund, warum stiefeltern oftmals an ihre grenzen stoßen. denn diese tiefe liebe zu den leiblichen kindern stellt sich nicht zwangsläufig bei den stiefkindern ein. nein, eher sogar selten.
...
seitdem halte ich mich bei nichteltern zurück, wenn ich über kindererziehung spreche, weil es eben doch viel mehr ist, als es auf den ersten blick scheint.

ich wünsche eveee viel kraft.
alles gute
marqueena

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27. März 2011 um 21:20
In Antwort auf suzy_12563017

Also... ohne
dich jetzt als schlechten Menschen darzustellen..
Ich bin alleinerziehende Mutter...und habe einen neuen Partner.Wir sind nun 2 Jahre zusammen.
Würde er mir gegenüber erwähnen, dass er überhaupt keine Gefühle für meine Tochter hat, müsste ich mich von ihm trennen.
Deinen Freund gibt es nur im Doppelpack...und so hart es klingt..entweder du bist bereit ihn mit seiner Tochter zu teilen, und dich auf sie einzulassen- oder du musst ihn verlassen.

Ich finde es schön dass er zu ihrem Geburtstag noch was mit der Familie macht, ich finde es schön dass Weihnachten zusammen gefeiert wird. Ich verstehe nur nicht, WARUM DU da nie dabei bist. Was spricht dagegen dass du mitkommst?

Muss er bei deinen Eltern feiern??? Hätter er kein Kind wärst du ja auch mal an Weihnachten bei seinen Eltern, oder??

Der Vater meiner Tochter und ich machen oft was gemeinsam, und unsere Tochter freut sich, dass wir miteinander auskommen. Hätte er eine neue Freundin, würde ich sie kennenlernen wollen, sobald es was ernstes wird, da ich weiß dass sie auch teilweise für meine Tochter eine Rolle spielen wird.

Da bin schon jetzt gespannt ...
liebe tina,
oft ist es so, dass solange der ex alles so lässt wie es schon immer war, alles super scheint.

und dann kommt die "neue" und "mischt sich ein". ich wünsche dir viel kraft für diese zeit.

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15. Juli 2011 um 15:42

DANKE!!!!!!
Du sprichts mir aus der Seele! Das hätte exakt von mir sein können!! Auch das Alter des Goldkindchens etc.!! Ich wünsche Dir alles alles Gute und viel Kraft!!!

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18. Juli 2011 um 18:33

Hallo
Ich muss gestehen, ich habe Deinen Beitrag in einigen Dingen überflogen und mir die wichtigen Passagen rausgesucht.

Bei uns ist es ähnlich, aber nicht ganz so extrem. Also sein Essen und Trinken usw. muss sich der Sohn meines Freundes schon selbst holen. Aber auch er wird in 3 Lagen Watte gepackt. Sobald er entscheidet, was er will, springen Mama und Papa. Und wenn wir dann mal ein Wochenende für uns haben, kann es trotzdem passieren, dass dem Sohn irgendwas einfällt, wo Papa dann doch dabei sein soll. Ich muss dazu sagen, dass es bei ihm so ist, dass der Sohn an 7 Tagen der Woche außerschulische Aktivitäten hat. Auf meinen Hinweis hin, ob das nicht zu viel ist, wurde mir gesagt, dass das Kind das ja will. Das hat was damit zu tun, dass die Mutter sich dafür entschieden hat, nur noch für das Kind zu leben, sie hat seit 7 Jahren keinen Partner und mein Freund ein schlechtes Gewissen gegenüber seinem Kind hat, weil er die Familie verlassen hat. Und jetzt will man alles tun, damit es dem Kind gut geht. Dabei tun sie genau das Gegenteil.

Und seien wir mal ganz ehrlich, wenn ich Kind wäre, ich würde es nicht anders machen. Wenn ein Kind merkt, dass man ihm keine Grenzen setzt, na dann nutzt es das aus. Das ist Schuld der Eltern. Was ich nur so tragisch daran finde ist, dass ich mich frage, wie die Kinder im Leben klar kommen sollen, wenn sie keine Grenzen gesetzt bekommen. Als Erwachsene kriegen sie auch nicht alles in den Allerwertesten geschoben, sondern müssen kämpfen. Diese Eltern sehen einfach die Folgen nicht.

Und sei beruhigt, dass hat alles nichts mit Eifersucht von Deiner Seite aus zu tun. Wir als aussenstehende Partner sehen die Dinge einfach nur klarer als die Eltern. Leider ecken wir mit unserer Meinung oft an. Also wenn Du im Norden wohnen würdest, könnten wir uns gern mal zum Erfahrungsaustausch treffen. Ich könnte hier noch Stunden schreiben.

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18. Juli 2011 um 18:38
In Antwort auf suzy_12563017

Also... ohne
dich jetzt als schlechten Menschen darzustellen..
Ich bin alleinerziehende Mutter...und habe einen neuen Partner.Wir sind nun 2 Jahre zusammen.
Würde er mir gegenüber erwähnen, dass er überhaupt keine Gefühle für meine Tochter hat, müsste ich mich von ihm trennen.
Deinen Freund gibt es nur im Doppelpack...und so hart es klingt..entweder du bist bereit ihn mit seiner Tochter zu teilen, und dich auf sie einzulassen- oder du musst ihn verlassen.

Ich finde es schön dass er zu ihrem Geburtstag noch was mit der Familie macht, ich finde es schön dass Weihnachten zusammen gefeiert wird. Ich verstehe nur nicht, WARUM DU da nie dabei bist. Was spricht dagegen dass du mitkommst?

Muss er bei deinen Eltern feiern??? Hätter er kein Kind wärst du ja auch mal an Weihnachten bei seinen Eltern, oder??

Der Vater meiner Tochter und ich machen oft was gemeinsam, und unsere Tochter freut sich, dass wir miteinander auskommen. Hätte er eine neue Freundin, würde ich sie kennenlernen wollen, sobald es was ernstes wird, da ich weiß dass sie auch teilweise für meine Tochter eine Rolle spielen wird.

Älter
Hallo, die Beiträge sind zwar etwas älter, aber auch hier antworte ich mal drauf.

Ich bin auch nie dabei... weil die leibliche Mutter es nicht will. Was macht man denn da?

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