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Er mag meinen Sohn nicht, ich weiß nicht mehr weiter

6. Mai 2009 um 10:37

Hallo zusammen

Ich bin sehr verzweifelt und weiß nicht mehr ein noch aus.
Ich bin Mutter zweier Kinder, eine Tochter 10 und einen Sohn 12. Seit 5 Jahren habe ich eine Beziehung zu einem Mann, der mich zwar sehr liebt, aber Probleme mit der Akzeptanz meiner Kinder hat. Da wir bislang eher autark gelebt haben (getrennte Wohnungen, eigene Freundeskreise etc.) konnten wir uns einigermaßen arrangieren. Mein Freund kam von Anfang an nicht mit meinen Kindern Zurecht, aber wir haben uns eher still darauf geeinigt viel Zeit miteinander zu verbringen wenn die Kinder bei ihrem Vater waren. So kam es zu wenigen Überschneidungen mit ihm und den Kindern. Im Laufe der Zeit haben wir aber immer wieder versucht auch zu viert zu funktionieren. Das klappte mal besser und mal schlechter. Mein Freund wollte immer mehr von mir und wollte mehr Zeit mit mir/uns verbringen. Er gab sich zwischenzeitlich sehr viel Mühe mit den Kindern.
Vor einem halben Jahr habe ich mich von ihm dazu überreden lassen zusammen zu ziehen. Seitdem klappt es gar nicht mehr. Mit meiner Tochter kommt er zwar mittlerweile ganz gut zurecht, mit meinem Sohn aber gar nicht. Ja mein Sohn ist nicht ganz unkompliziert und kann einem manchmal tatsächlich ganz schön auf die Nerven gehen, auch mir. Ich habe also durchaus Verständnis dafür, wenn mein Freund sich über das Benehmen meines Sohnes beklagt. Allerdings ist die Art und Weise für mich nicht zu verstehen und verletzt mich zutiefst. Er setzt sich nicht mit dem Problem Auseinader, er kommt zu mir und petzt und erwartet dass ich nun für ihn Partei ergreife und meinen Sohn maßregele. Ich habe meinen Freund gebeten sich damit Auseinader zu setzen, Beispielsweise meinen Sohn einfach in dem Moment in seine Schranken zu weisen, wenn er sich daneben benimmt. Aber dazu hat mein Freund keine Lust, er sagt, er wäre dann einfach froh sein dummes Gesicht nicht sehen zu müssen. Mein Freund betitelt die Kinder gern als Gören oder nennt meinen Sohn Der da oder Rotzlöffel. In den seltensten Fällen nennt er ihn beim Namen. Er schikaniert ihn ständig, indem er ihm immer wieder neue Aufgaben im Haushalt zuweist und ihn kaum zur Ruhe kommen lässt. Er verdreht die Augen wenn mein Sohn etwas erzählt und macht ihn gern mal lächerlich. Die bloße Anwesenheit meines Sohnes scheint ihn zu nerven. Mein Sohn selber spürt die Abneigung und zieht sich immer mehr zurück. Er sucht die Schuld bei sich, er ist im Gegensatz zu meiner Tochter ohnehin nicht gerade mit einem hohen Selbstbewusstsein gesegnet.
Ich habe versucht mit meinem Freund darüber zu sprechen. Auch gemeinsam mit meinem Sohn der ihm erklärte dass er sich ausgegrenzt und nicht willkommen fühlt. Für den Augenblick ist mein Freund scheinbar einsichtig und entschuldigt sich für sein Benehmen und verspricht Besserung. Diese tritt allerdings nicht ein. Ich selber habe schon 1000fach mit ihm gestritten und ihm versucht klar zu machen wie verletzend das für uns ist. Aber es scheint alles nur sehr kurzfristig etwas zu ändern.
Und seit zwei Tagen ist die Situation eskaliert. Mein Freund hat sich wieder einmal bei mir über das Benehmen meines Sohnes beklagt und behauptet mein Sohn hätte dies und jenes gemacht und ihm letzten Endes einen Stinkefinger gezeigt. Als ich mit meinem Sohn darüber reden wollte schaute er mich vollkommen irritiert an und hat nicht einmal verstanden wovon ich gesprochen habe. Es kam nie zu einem Zwischenfall und einen Stinkefinger hätte er ihm schon gar nicht gezeigt. Ich weiß das mein Sohn die Wahrheit sagt, zumal es sowieso nicht seine Art ist sich so einem Erwachsenen gegenüber zu präsentieren.
Ich verstehe sehr wohl dass es schwer ist für einen fremden Mann die Kinder der Partnerin zu akzeptieren und ich verstehe auch dass mein Sohn sich oft benimmt dass man aus der Fassung geraten kann, aber eben nicht anders als viele andere Kinder es auch tun ( verliert Sachen, macht manchmal seine Hausaufgaben nicht, ist manchmal faul, und fragt häufig scheinbar überflüssige Fragen, was machst du da? wenn man beispielsweise gerade ein Buch liest). Aber das sind doch alles keine Gründe so herablassend mit ihm umzugehen und ihn so sehr abzulehnen. Ich habe das Gefühl einen Spagat zwischen meinem Sohn und meinem Freund machen zu müssen. Ich will meinen Freund verstehen und ihn nicht für alles verantwortlich machen, aber ich kann nicht länger mit ansehen wie er meinen Sohn behandelt. Ich denke dass mein Sohn mittlerweile schon sehr unter dieser Ausgrenzung leidet und viele seiner nervenden Angewohnheiten auch im Zusammenhang mit der Ablehnung stehen.
Mir gegenüber ist mein Freund ein sehr aufmerksamer und liebevoller Mann, und mit meiner Tochter geht er geduldig und liebevoll um. Er scheint auch immer wieder betroffen zu sein und verspricht etwas zu ändern. Aber das hält nie lange an. Was ist da los? Was kann ich tun? Wie kann man diese Situation entschärfen? Wer kennt ähnliche Probleme und kann mir einen Rat geben? Ist es Eifersucht?

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6. Mai 2009 um 11:53

Also....
das geht gar nicht wie dein freund sich benimmt. es scheint als sieht er deinen sohn als konkurrenten und versucht auf sehr kindische weise die rangordnung zu bestimmen. die art und weise wie er deinen sohn behandelt würde ich niemals tolerieren. keine sekunde lang! es muss für dich sehr schwierig sein, diese situation. klar leidet dein sohn unter ihm, ich denke sehr sogar. diese erfahrungen können schlimme psychische folgen haben. stell dir vor du wirst auf der arbeit gemobbt, das würde dich doch auf dauer auch krank machen. im eigenen zu hause muss das ja noch viel schlimmer sein. er ist ja auch nicht sein leiblicher vater.

bitte, entschuldige das verhalten deines freundes nicht dadurch das du es zu verstehen versuchst. der fehler liegt NUR bei ihm, er ist der erwachsene, sollte man jedenfalls meinen. also ich habe auch kinder und würde nie im leben mit jemandem zusammen wohnen der eines meiner kids so fertig macht. weisst du, das wird sich mal rächen. sag ihm wenn das nicht sofort aufhört muss er sich eine eigene wohnung suchen.dein sohn hat nur eine kindheit und solche erniedrigungen bleiben an der seele haften. kinder sind wichtiger als jeder mann es jeh sein kann, ziehe konsequenzen, du schaffst das!

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6. Mai 2009 um 12:06

Er hat den Sohn nicht akzeptiert - Du musst Dich entscheiden - es ist gescheitert
Ganz ehrlich - es war nicht ok mit einem Mann zusammen zu ziehen der Deine Kinder nicht akzeptiert. Denn das tut er nicht so wie er sich verhält.
Damit tust Du ihnen, vor allem dem Sohn, ganz schön was an und mutest ihnen viel zu. Dein Glück hat einen hohen Preis für sie, da so ein Verhalten ziemliche Störungen in der Persönlichkeitsentwicklung von Kindern verursachen kann.

Der neue Partner hat auch eher ein Problem mit einem Kind gleichen Geschlechts, da dadurch eine Art Konkurrenz-Verhältnis entsteht. Daher ist es nicht verwunderlich wenn der Sohn Hauptobjekt seines Unmutes ist.

Ganz ehrlich. Ich könnte es nicht ertragen wenn irgend jemand so mit meinen Kindern umgehen würde und würde Konsequenzen draus ziehen und meine Kinder dem Zustand nicht mehr zumuten. Denn man ist ja verantwortlich dafür welchen Partner man seinen Kindern präsentiert und ihnen zumutet. Auch schon bei leiblichen Vater ist das doch so. Und bei einem neuen Partner erst recht.

Allerdings weiß ich auch dass es schwer ist, nach einer Trennung einen neuen Partner zu finden in den man sich verliebt, mit dem es erst mal mit einem selbst gut klappt und der einen auch mit Kindern akzeptiert. Das ist hier jedoch der casus knacktus. Denn er hat die Kinder nicht WIRKLICH akzeptiert.
Ich denke mit der Zeit wird es nicht besser. Denn je mehr er in die Pubertät kommt unso problematischer wird es. Das ist eher ein Beispiel für eine nicht gelungene und gescheiterte Patchwork-Familie. So leid es mir tut.

Du solltest abwägen ob Du Dein Glück über Deine Kinder stellen willst und eine Entscheidung treffen. Ich fürchte sonst dass Du mit den Jahren Deinen Sohn raus drängst und er sich sein Heil draußen bei den falschen Leuten suchen könnte oder in Abhängigkeit zu Drogen etc. Ich hätte Angst davor und würde mich sehr schuldig fühlen.

Das er schwierig ist, ist ja nicht verwunderlich. Er ist ein Scheidungskind und musste schon mal eine Trennung der Eltern verkraften. Und jetzt auch noch einen ablehnenden Partner der Mutter. Das wird auch nicht besser werden. Daher würde ich ihn nicht so verurteilen und würde Verständnis für ihn aufbringen. Er wird seine Gründe haben warum er so ist wie er ist. Und so wie Du ihn beschreibst scheint er ja nicht mal so ungewöhnlich zu sein.
Wenn Dein Partner aber mit dem normalen Gequengel eines Jungen nicht klar kommt und das als Anlass missbraucht um seine Ablehnung und Inakzeptanz Luft zu machen, dann hat er sie nicht akzeptiert und lehnt sie auch ab. Das würde ich ernst nehmen und könnte nicht drüber weg sehen, den Kindern zuliebe.

Ein Freund von mir sagte einmal dass es hart für ihn war als sohn einer allein erziehenden Mutter aufzuwachsen und später noch mit einem neuen Partner mit dem es Probleme gab.

Das alles wundert mich jedoch nicht, da er ja schon vor dem zusammenziehen Probleme mit den Kindern hatte. Warum sollte es jetzt besser sein.
Sorry, aber ich kann nicht aufmunterndes dazu schreiben, sondern nur dass Du Dich entscheiden solltest. Für Deinen Sohn oder für Deinen Partner. Dazwischen gibt es nicht. Einer bleibt auf der Strecke, so oder so.
Vorher könntest Du es noch mit einer Familien-Therapie versuchen.

LG

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6. Mai 2009 um 12:55
In Antwort auf kleinermaulwurff

Er hat den Sohn nicht akzeptiert - Du musst Dich entscheiden - es ist gescheitert
Ganz ehrlich - es war nicht ok mit einem Mann zusammen zu ziehen der Deine Kinder nicht akzeptiert. Denn das tut er nicht so wie er sich verhält.
Damit tust Du ihnen, vor allem dem Sohn, ganz schön was an und mutest ihnen viel zu. Dein Glück hat einen hohen Preis für sie, da so ein Verhalten ziemliche Störungen in der Persönlichkeitsentwicklung von Kindern verursachen kann.

Der neue Partner hat auch eher ein Problem mit einem Kind gleichen Geschlechts, da dadurch eine Art Konkurrenz-Verhältnis entsteht. Daher ist es nicht verwunderlich wenn der Sohn Hauptobjekt seines Unmutes ist.

Ganz ehrlich. Ich könnte es nicht ertragen wenn irgend jemand so mit meinen Kindern umgehen würde und würde Konsequenzen draus ziehen und meine Kinder dem Zustand nicht mehr zumuten. Denn man ist ja verantwortlich dafür welchen Partner man seinen Kindern präsentiert und ihnen zumutet. Auch schon bei leiblichen Vater ist das doch so. Und bei einem neuen Partner erst recht.

Allerdings weiß ich auch dass es schwer ist, nach einer Trennung einen neuen Partner zu finden in den man sich verliebt, mit dem es erst mal mit einem selbst gut klappt und der einen auch mit Kindern akzeptiert. Das ist hier jedoch der casus knacktus. Denn er hat die Kinder nicht WIRKLICH akzeptiert.
Ich denke mit der Zeit wird es nicht besser. Denn je mehr er in die Pubertät kommt unso problematischer wird es. Das ist eher ein Beispiel für eine nicht gelungene und gescheiterte Patchwork-Familie. So leid es mir tut.

Du solltest abwägen ob Du Dein Glück über Deine Kinder stellen willst und eine Entscheidung treffen. Ich fürchte sonst dass Du mit den Jahren Deinen Sohn raus drängst und er sich sein Heil draußen bei den falschen Leuten suchen könnte oder in Abhängigkeit zu Drogen etc. Ich hätte Angst davor und würde mich sehr schuldig fühlen.

Das er schwierig ist, ist ja nicht verwunderlich. Er ist ein Scheidungskind und musste schon mal eine Trennung der Eltern verkraften. Und jetzt auch noch einen ablehnenden Partner der Mutter. Das wird auch nicht besser werden. Daher würde ich ihn nicht so verurteilen und würde Verständnis für ihn aufbringen. Er wird seine Gründe haben warum er so ist wie er ist. Und so wie Du ihn beschreibst scheint er ja nicht mal so ungewöhnlich zu sein.
Wenn Dein Partner aber mit dem normalen Gequengel eines Jungen nicht klar kommt und das als Anlass missbraucht um seine Ablehnung und Inakzeptanz Luft zu machen, dann hat er sie nicht akzeptiert und lehnt sie auch ab. Das würde ich ernst nehmen und könnte nicht drüber weg sehen, den Kindern zuliebe.

Ein Freund von mir sagte einmal dass es hart für ihn war als sohn einer allein erziehenden Mutter aufzuwachsen und später noch mit einem neuen Partner mit dem es Probleme gab.

Das alles wundert mich jedoch nicht, da er ja schon vor dem zusammenziehen Probleme mit den Kindern hatte. Warum sollte es jetzt besser sein.
Sorry, aber ich kann nicht aufmunterndes dazu schreiben, sondern nur dass Du Dich entscheiden solltest. Für Deinen Sohn oder für Deinen Partner. Dazwischen gibt es nicht. Einer bleibt auf der Strecke, so oder so.
Vorher könntest Du es noch mit einer Familien-Therapie versuchen.

LG

Ich habe es versucht
Hallo kleinermaulwurff,
ersteinmal vielen Dank für die schnelle Antwort. Ich habe schon vermutet dass ich wenig aufmunterndes hören würde und das ist auch vollkommen ok. Ich weiß dass diese Situation nicht in Ordnung ist. Ich bin allerdings keine naive Person, die sich auf blauen Dunst mit einem Mann eingelassen hat der die Kinder nicht akzeptiert und zu Hause fertig macht. Vielmehr war es so, dass er mich abgöttisch liebt und sich wirklich bemüht hat. Vielleicht hat er mir auch etwas vorgemacht und fühlt sich nun sicher in der gemeinsamen Wohnung um seine Ablejhnung offen auszuleben. Ich stehe immer zu meinen Kindern und das habe ich ihm auch gesagt, ich werde mich immer zum Wohl meiner Kinder entscheiden. Und die Frage der Trennung steht in diesem Zusammenhang nicht zum ersten mal zu Diskussion. Doch aus lauter Angst mich zu verlieren ist er dann wie ausgewechselt und will für den Moment aufrichtig versuchen etwas zu verändern.

Dennoch, versuche ich zu verstehen was ihn dazu antreibt so einen Groll gegen meinen Sohn zu hegen. In diesem Forum habe ich auch viele erschütternde Beiträge von Frauen gelesen, die offenbar in SEINER Situation feststecken und dabei auch sehr verzweifelt sind.
Wie kommt es zu Rivalitätskämpfen, habe ich damit zu tun oder wie kann ich ihm das Gefühl nehmen überhaupt in Konkurrenz mit meinem Sohn zu stehen???

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6. Mai 2009 um 13:06
In Antwort auf rina355

Also....
das geht gar nicht wie dein freund sich benimmt. es scheint als sieht er deinen sohn als konkurrenten und versucht auf sehr kindische weise die rangordnung zu bestimmen. die art und weise wie er deinen sohn behandelt würde ich niemals tolerieren. keine sekunde lang! es muss für dich sehr schwierig sein, diese situation. klar leidet dein sohn unter ihm, ich denke sehr sogar. diese erfahrungen können schlimme psychische folgen haben. stell dir vor du wirst auf der arbeit gemobbt, das würde dich doch auf dauer auch krank machen. im eigenen zu hause muss das ja noch viel schlimmer sein. er ist ja auch nicht sein leiblicher vater.

bitte, entschuldige das verhalten deines freundes nicht dadurch das du es zu verstehen versuchst. der fehler liegt NUR bei ihm, er ist der erwachsene, sollte man jedenfalls meinen. also ich habe auch kinder und würde nie im leben mit jemandem zusammen wohnen der eines meiner kids so fertig macht. weisst du, das wird sich mal rächen. sag ihm wenn das nicht sofort aufhört muss er sich eine eigene wohnung suchen.dein sohn hat nur eine kindheit und solche erniedrigungen bleiben an der seele haften. kinder sind wichtiger als jeder mann es jeh sein kann, ziehe konsequenzen, du schaffst das!

Danke
für deinen Beitrag. Und danke für deinen aufrichtigen Worte.
Ich bin mir auch sicher dass mein Sohn sehr unter dem Verhalten leidet und das toleriere ich keine Sekunde lang, das ist sicher. Mein Kinder wissen beide dass ich immer zu ihnen halte. Und dennoch will ich verstehen was diesen Mann dazu treibt.
Ich habe keine Angst Konsequenzen zu ziehen. Ich bin unabhängig, und ohnehin die Alleinverdienerin in unserem Alltag. Unattraktiv bin ich auch nicht und kann mich nicht über mangelnde Angebote beklagen. Das ist es alles nicht.
Ich würde es gern verstehen un d dann versuchen eine Lösung zu finden, die für alle Beteiligten einen guten Kompromiss darstellt.Meine Tochter hingegen kommt sehr gut mit ihm aus und hängt an ihm, sie würde ihn sehr vermissen wenn er nicht mehr bei uns wäre. Meine Tochter genießt es wieder eine "4er Familie" zu sein. Und das muss ich in der Entscheidung ebenso berücksichtigen. Für sie wäre es auch die zweite Trennung von einer Bezugsperson.
Es ist also für mich nicht ganz einfach alles über Bord zu werfen.
Ich würde wirklich gern verstehen was ihn dazu treibt so gegen meinen Sohn zu wettern...

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6. Mai 2009 um 13:44
In Antwort auf glueckskind12

Ich habe es versucht
Hallo kleinermaulwurff,
ersteinmal vielen Dank für die schnelle Antwort. Ich habe schon vermutet dass ich wenig aufmunterndes hören würde und das ist auch vollkommen ok. Ich weiß dass diese Situation nicht in Ordnung ist. Ich bin allerdings keine naive Person, die sich auf blauen Dunst mit einem Mann eingelassen hat der die Kinder nicht akzeptiert und zu Hause fertig macht. Vielmehr war es so, dass er mich abgöttisch liebt und sich wirklich bemüht hat. Vielleicht hat er mir auch etwas vorgemacht und fühlt sich nun sicher in der gemeinsamen Wohnung um seine Ablejhnung offen auszuleben. Ich stehe immer zu meinen Kindern und das habe ich ihm auch gesagt, ich werde mich immer zum Wohl meiner Kinder entscheiden. Und die Frage der Trennung steht in diesem Zusammenhang nicht zum ersten mal zu Diskussion. Doch aus lauter Angst mich zu verlieren ist er dann wie ausgewechselt und will für den Moment aufrichtig versuchen etwas zu verändern.

Dennoch, versuche ich zu verstehen was ihn dazu antreibt so einen Groll gegen meinen Sohn zu hegen. In diesem Forum habe ich auch viele erschütternde Beiträge von Frauen gelesen, die offenbar in SEINER Situation feststecken und dabei auch sehr verzweifelt sind.
Wie kommt es zu Rivalitätskämpfen, habe ich damit zu tun oder wie kann ich ihm das Gefühl nehmen überhaupt in Konkurrenz mit meinem Sohn zu stehen???

Erklärungsversuch
Ich denke schon dass Du Dir Deine Entscheidung mit ihm zusammen zu ziehen nicht einfach gemacht hast. Aber so wie er sich davor schon verhalten hat, nämlich indem er sich mit Dir nur getroffen hat als Deine Kinder nicht da waren und er ohnehin Probleme damit hatte dass sie existieren, wäre ich schon davon ausgegangen dass er noch mehr Probleme bekommt wenn ihr noch zusammen zieht. Sorry, aber ich bin da wohl etwas kritischer.

Was ihn dazu bewegt so einen Groll gegen Deinen Sohn zu haben kann leider nur er richtig beantworten. Grundsätzlich kann jedoch gesagt werden, dass es für einen Mann halt auch nicht einfach ist wenn die Frau Kinder mit bringt.
Für eine Frau ist es oft schon schwer genug, wenn der Mann Kinder hat. Aber die Kinder leben dann immerhin bei der Frau so dass sie nicht so präsent sind wie beim Mann. Bei einer Frau kommt es eher zu Problemen, wenn sie selbst dann noch Kinder will etc.
Bei einem Mann der mit einer Frau mit Kindern zusammen kommt hingegen, besteht meist die Besonderheit, dass die Kinder rund um die Uhr anwesend sind. Er kann die Frau nie ganz für sich haben und die Kinder sind ein wichtiger und raumeinnehmender Bestandteil des Alltags des Paares. Das ist schon eine sehr große Einschränkung die viel Geduld und Toleranz verlangt.

Hat er selbst noch Kinder? In solchen Fällen ist es besonders Kritisch. Siehe den Fall Effenberg. Denn dann hat der Mann seine eigenen Kinder nicht um sich, aber dafür die Kinder eines anderen Mannes umso mehr. Also totale Schräglage, die sich meist auch in der Beziehung und den Problemen die auftauchen abzeichnet.

Es ist auch schwieriger für einen Mann sich in die Beziehung der Kinder einzubringen. Wenn etwa ein Mann seine Kinder in eine Beziehung mit einer neuen Frau mit einbringt, dann kann sie mütterlich auftreten und den Kindern Liebe und Zuwendung geben, was eben auch meist mütterlich ist.
Wenn jedoch eine Frau ihre Kinder in die Beziehung mit bringt, dann kann es zu Problemen mit dem Sohn kommen, wenn er versucht sich in die Beziehung der Kinder einzubringen. Denn Vater sein heißt halt oft auch streng und autoritär zu sein. Das ist eine undankbare Rolle - nämlich der böse. Er ist jedoch der außenstehende und somit hat er vielleicht keine Lust diese Rolle einzunehmen und der mit dem warnenden Finger zu sein. Erst recht ist es mit einem Jungen schwierig, weil da einfach Berührungsängste bestehen, inwieweit er denn die Autorität und Berechtigung dafür hat, als Nicht-Vater streng gegenüber dem Jungen zu sein. Dann schließt er sich eben aus und so kommt es zur Distanz. Außerdem jedoch auch zum großen Unmut aufgrund der Situation die sehr gespannt ist, weil etwas nicht getan wird was eigentlich zu tun wäre in einer intakten Familie.

Außerdem können auch noch Eifersuchts-Probleme gegenüber dem Ex-Mann vorhanden sein, so dass der Junge ihn an den Ex erinnert.

Das sind so meine Erklärungsversuche.

LG

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6. Mai 2009 um 13:49
In Antwort auf kleinermaulwurff

Erklärungsversuch
Ich denke schon dass Du Dir Deine Entscheidung mit ihm zusammen zu ziehen nicht einfach gemacht hast. Aber so wie er sich davor schon verhalten hat, nämlich indem er sich mit Dir nur getroffen hat als Deine Kinder nicht da waren und er ohnehin Probleme damit hatte dass sie existieren, wäre ich schon davon ausgegangen dass er noch mehr Probleme bekommt wenn ihr noch zusammen zieht. Sorry, aber ich bin da wohl etwas kritischer.

Was ihn dazu bewegt so einen Groll gegen Deinen Sohn zu haben kann leider nur er richtig beantworten. Grundsätzlich kann jedoch gesagt werden, dass es für einen Mann halt auch nicht einfach ist wenn die Frau Kinder mit bringt.
Für eine Frau ist es oft schon schwer genug, wenn der Mann Kinder hat. Aber die Kinder leben dann immerhin bei der Frau so dass sie nicht so präsent sind wie beim Mann. Bei einer Frau kommt es eher zu Problemen, wenn sie selbst dann noch Kinder will etc.
Bei einem Mann der mit einer Frau mit Kindern zusammen kommt hingegen, besteht meist die Besonderheit, dass die Kinder rund um die Uhr anwesend sind. Er kann die Frau nie ganz für sich haben und die Kinder sind ein wichtiger und raumeinnehmender Bestandteil des Alltags des Paares. Das ist schon eine sehr große Einschränkung die viel Geduld und Toleranz verlangt.

Hat er selbst noch Kinder? In solchen Fällen ist es besonders Kritisch. Siehe den Fall Effenberg. Denn dann hat der Mann seine eigenen Kinder nicht um sich, aber dafür die Kinder eines anderen Mannes umso mehr. Also totale Schräglage, die sich meist auch in der Beziehung und den Problemen die auftauchen abzeichnet.

Es ist auch schwieriger für einen Mann sich in die Beziehung der Kinder einzubringen. Wenn etwa ein Mann seine Kinder in eine Beziehung mit einer neuen Frau mit einbringt, dann kann sie mütterlich auftreten und den Kindern Liebe und Zuwendung geben, was eben auch meist mütterlich ist.
Wenn jedoch eine Frau ihre Kinder in die Beziehung mit bringt, dann kann es zu Problemen mit dem Sohn kommen, wenn er versucht sich in die Beziehung der Kinder einzubringen. Denn Vater sein heißt halt oft auch streng und autoritär zu sein. Das ist eine undankbare Rolle - nämlich der böse. Er ist jedoch der außenstehende und somit hat er vielleicht keine Lust diese Rolle einzunehmen und der mit dem warnenden Finger zu sein. Erst recht ist es mit einem Jungen schwierig, weil da einfach Berührungsängste bestehen, inwieweit er denn die Autorität und Berechtigung dafür hat, als Nicht-Vater streng gegenüber dem Jungen zu sein. Dann schließt er sich eben aus und so kommt es zur Distanz. Außerdem jedoch auch zum großen Unmut aufgrund der Situation die sehr gespannt ist, weil etwas nicht getan wird was eigentlich zu tun wäre in einer intakten Familie.

Außerdem können auch noch Eifersuchts-Probleme gegenüber dem Ex-Mann vorhanden sein, so dass der Junge ihn an den Ex erinnert.

Das sind so meine Erklärungsversuche.

LG

Ach ja
Hinzu kommt natürlich zusätzlich noch die Problematik, dass er Eifersüchtig sein kann darauf dass Du den Sohn auch so liebst und so sehr hinter ihm stehst.
In meinem Thread hatte ich auch schon darüber geschrieben, dass es etwa für Frauen leichter ist einen Jungen zu akzeptieren und für Männer leichter ein Mädchen zu akzeptieren.
Denn man konkurriert auf demselben Gebiet und wird durch das Geschlecht auch an die Attribute des Ex erinnert die sich im Kind körperlich oder im Verhalten abzeichnen.

Außerdem ist die eifersucht größer, weil das Elternteil dann dem Kind genau die Liebe gibt die man doch selbst haben möchte. Das wird ihm durch das zusammenziehen jetzt richtig vor augen geführt und er kann davor nicht mehr flüchten wie er es bisher gewohnt war. Die Kinder sind nicht mehr einfach abzuschalten, indem man sich nicht mehr nur noch treffen kann wenn sie weg sind. Sie sind DA und bleiben. Insoweit entsteht auch eine Art Zwangs-Situation für alle Beteiligten die destruktiv ist und auch wieder negative Gefühle erzeugt.

Die Frage ist auch immer in solchen Fällen damit verbunden wer der Mann im Haus ist und inwieweit ein Kind die Autorität des Mannes akzeptiert und inwieweit der Mann sich überhaupt einbindet.

LG

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6. Mai 2009 um 14:11
In Antwort auf kleinermaulwurff

Ach ja
Hinzu kommt natürlich zusätzlich noch die Problematik, dass er Eifersüchtig sein kann darauf dass Du den Sohn auch so liebst und so sehr hinter ihm stehst.
In meinem Thread hatte ich auch schon darüber geschrieben, dass es etwa für Frauen leichter ist einen Jungen zu akzeptieren und für Männer leichter ein Mädchen zu akzeptieren.
Denn man konkurriert auf demselben Gebiet und wird durch das Geschlecht auch an die Attribute des Ex erinnert die sich im Kind körperlich oder im Verhalten abzeichnen.

Außerdem ist die eifersucht größer, weil das Elternteil dann dem Kind genau die Liebe gibt die man doch selbst haben möchte. Das wird ihm durch das zusammenziehen jetzt richtig vor augen geführt und er kann davor nicht mehr flüchten wie er es bisher gewohnt war. Die Kinder sind nicht mehr einfach abzuschalten, indem man sich nicht mehr nur noch treffen kann wenn sie weg sind. Sie sind DA und bleiben. Insoweit entsteht auch eine Art Zwangs-Situation für alle Beteiligten die destruktiv ist und auch wieder negative Gefühle erzeugt.

Die Frage ist auch immer in solchen Fällen damit verbunden wer der Mann im Haus ist und inwieweit ein Kind die Autorität des Mannes akzeptiert und inwieweit der Mann sich überhaupt einbindet.

LG

Vielen Dank
ich glaube dass du damit schon den Nagel auf den Kopf getroffen hast. Ich erinnere mich dass mein Freund in den Anfängen unserer Beziehung häufiger davon gesprochen hat dass mein Sohn ihn an meinen Ex erinnern würde. Und eine Distanz hat er ganz sicher aufgebaut. er wollte sich nicht einbringen in die Erziehung und sah es nicht als seine Aufgabe, da meine Kinder auch noch einen sehr guten Kontakt zu ihrem Vater haben und dieser seine Vaterrolle auch gut erfüllt. Trotzdem hat er öfter mal verlauten lassen dass er sich ausgeschlossen fühlen würde und nicht dazu gehörig. Ich habe immer gewusst dass es für ihn nicht einfach sein würde, vielleicht gerade weil der Kontakt zum leiblichen Vater noch so präsent ist. Auf der anderen Seite tut er einiges für meinen Sohn wenn es über mich läuft. Beispielsweise ergab sich die Frage beim Zusammen ziehen welches Bett mein Sohn bekommen sollte. Da sein Zimmer sehr klein ist kam nur ein Maßgebautes Hochbett in Frage. Dieses wiederum hat mein Freund ihm gebaut. Aber ich glaube er hat es nur meinetwegen getan und nicht um meinem Sohn einen Gefallen zu tun. Jedenfalls ist das die andere Seite, die ich auch immer wieder sehe. Für mich ist er bereit vieles zu versuchen und "über seinen Schatten" zu springen. Darum könnte ich mir vorstellen eine gemeinsame Lösung zu finden wie er besser mit der Situation klar kommen könnte und meinen Sohn irgendwann nicht mehr als Rivalen zu sehen. Vielleicht ist es aber auch absoluter Blödsinn und es wird sich nie etwas ändern denn dazu gehören ja auch alle Beteiligten die diesen Wunsch ernshaft haben sollten.

Jedenfalls ein ganz großes Dankeschön für die tollen Gedankenanstöße und Erklärungsversuche

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6. Mai 2009 um 14:50
In Antwort auf glueckskind12

Vielen Dank
ich glaube dass du damit schon den Nagel auf den Kopf getroffen hast. Ich erinnere mich dass mein Freund in den Anfängen unserer Beziehung häufiger davon gesprochen hat dass mein Sohn ihn an meinen Ex erinnern würde. Und eine Distanz hat er ganz sicher aufgebaut. er wollte sich nicht einbringen in die Erziehung und sah es nicht als seine Aufgabe, da meine Kinder auch noch einen sehr guten Kontakt zu ihrem Vater haben und dieser seine Vaterrolle auch gut erfüllt. Trotzdem hat er öfter mal verlauten lassen dass er sich ausgeschlossen fühlen würde und nicht dazu gehörig. Ich habe immer gewusst dass es für ihn nicht einfach sein würde, vielleicht gerade weil der Kontakt zum leiblichen Vater noch so präsent ist. Auf der anderen Seite tut er einiges für meinen Sohn wenn es über mich läuft. Beispielsweise ergab sich die Frage beim Zusammen ziehen welches Bett mein Sohn bekommen sollte. Da sein Zimmer sehr klein ist kam nur ein Maßgebautes Hochbett in Frage. Dieses wiederum hat mein Freund ihm gebaut. Aber ich glaube er hat es nur meinetwegen getan und nicht um meinem Sohn einen Gefallen zu tun. Jedenfalls ist das die andere Seite, die ich auch immer wieder sehe. Für mich ist er bereit vieles zu versuchen und "über seinen Schatten" zu springen. Darum könnte ich mir vorstellen eine gemeinsame Lösung zu finden wie er besser mit der Situation klar kommen könnte und meinen Sohn irgendwann nicht mehr als Rivalen zu sehen. Vielleicht ist es aber auch absoluter Blödsinn und es wird sich nie etwas ändern denn dazu gehören ja auch alle Beteiligten die diesen Wunsch ernshaft haben sollten.

Jedenfalls ein ganz großes Dankeschön für die tollen Gedankenanstöße und Erklärungsversuche

Gerngeschehen
Allerdings ist mir noch ein Punkt aufgefallen. Du schreibst dass Du eine Art Alleinverdiener bist. Ich denke dass es ein wichtiger Punkt ist, wenn er beruflich erfolglos ist und nicht viel zum Familieneinkommen beitragen kann. Ist das so?
Denn wenn es so ist, dann fühlt er sich eventuell nicht als Mann im Haus und empfindet Deinen Sohn daher umso mehr als Konkurrenten. Außerdem ist dann auch die Eifersucht auf den Vater des Kindes größer, wenn der wiederum für Unterhalt der Kinder etc. sorgen kann.

Entscheidend ist auch wer zu wem gezogen ist oder ob ihr in eine neue gemeinsame Wohnung gezogen seid und wer diese finanziert. Probleme kann es dahingehend nämlich sehr große geben. Denn da geht es um das Revier des Mannes und inwieweit er sich darin wohl fühlt oder als Außenseiter, Versager etc.

Es würde sich lohnen das alles in einer Familientherapie zu ergründen.

Grundsätzlich ist es so dass in solchen Konstellationen eben von dem neuen Partner sehr viel Stärke abverlangt wird. Aber wer ist denn schon so stark. Der Mensch an sich ist ein schwaches Wesen. Und hierbei kommen dann alle Schwächen zum Vorschein. Aus der Vergangenheit und Gegenwart und Zukunft. Und die Schwäche den rechten Umgang mit seinen Schwächen zu finden kommt auch noch hinzu. In meinem Thread hatte ich auch schon erwähnt, dass z.B. auch solch tiefgründige Dinge zum Tragen kommen können, wie etwa dass er eine Mutter hatte die nicht so liebevoll zu ihm war und nicht hinter ihm stand. Dann kann es zu Eifersucht kommen, wenn er jetzt eine Frau vor sich hat, die das alles ihrem Sohn gibt. Er hat dann kein Verständnis dafür und Ärger und Wut darauf dass ihm das nicht vergönnt war kommt hoch. Das ist nur ein Beispiel dafür wie sehr Schwächen aus allen Bereichen zum Vorschein kommen können und wieviel Stärke es dann erfordert wiederum mit diesem Schwächen umzugehen.

LG

LG

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6. Mai 2009 um 15:24
In Antwort auf kleinermaulwurff

Gerngeschehen
Allerdings ist mir noch ein Punkt aufgefallen. Du schreibst dass Du eine Art Alleinverdiener bist. Ich denke dass es ein wichtiger Punkt ist, wenn er beruflich erfolglos ist und nicht viel zum Familieneinkommen beitragen kann. Ist das so?
Denn wenn es so ist, dann fühlt er sich eventuell nicht als Mann im Haus und empfindet Deinen Sohn daher umso mehr als Konkurrenten. Außerdem ist dann auch die Eifersucht auf den Vater des Kindes größer, wenn der wiederum für Unterhalt der Kinder etc. sorgen kann.

Entscheidend ist auch wer zu wem gezogen ist oder ob ihr in eine neue gemeinsame Wohnung gezogen seid und wer diese finanziert. Probleme kann es dahingehend nämlich sehr große geben. Denn da geht es um das Revier des Mannes und inwieweit er sich darin wohl fühlt oder als Außenseiter, Versager etc.

Es würde sich lohnen das alles in einer Familientherapie zu ergründen.

Grundsätzlich ist es so dass in solchen Konstellationen eben von dem neuen Partner sehr viel Stärke abverlangt wird. Aber wer ist denn schon so stark. Der Mensch an sich ist ein schwaches Wesen. Und hierbei kommen dann alle Schwächen zum Vorschein. Aus der Vergangenheit und Gegenwart und Zukunft. Und die Schwäche den rechten Umgang mit seinen Schwächen zu finden kommt auch noch hinzu. In meinem Thread hatte ich auch schon erwähnt, dass z.B. auch solch tiefgründige Dinge zum Tragen kommen können, wie etwa dass er eine Mutter hatte die nicht so liebevoll zu ihm war und nicht hinter ihm stand. Dann kann es zu Eifersucht kommen, wenn er jetzt eine Frau vor sich hat, die das alles ihrem Sohn gibt. Er hat dann kein Verständnis dafür und Ärger und Wut darauf dass ihm das nicht vergönnt war kommt hoch. Das ist nur ein Beispiel dafür wie sehr Schwächen aus allen Bereichen zum Vorschein kommen können und wieviel Stärke es dann erfordert wiederum mit diesem Schwächen umzugehen.

LG

LG

Du bist wirklich faszinierend
das sind alles Komponenten die ich immer Berücksichtigt habe und warum ich nicht einfach alles abgebrochen und gesagt habe dass ich es mir nicht gefallen lasse, denn:
in der Tat ist es so, dass ich zum einen Älter bin als er, zum zweiten erfolgreich in meinem Beruf bin und sehr gut verdiene, ich bin unabhängig und eigentlich sehr glücklich mit meinem Leben. Er selber studiert noch und kann daher nicht allzu viel zum Lebensunterhalt beitragen. Ich habe immer gedacht dass es für einen Mann wahrscheinlich schwer sein muss, nicht der Ernährer etc zu sein, aber gesprochen ahben wir eigentlich nie darüber. Wir haben uns dazu entschieden gemeinsam eine neue Wohnung zu suchen um einen gemeinsamen Neuangang zu finden. Ich zahle den größeren Anteil der Miete er einen vollkommen angemessenen Anteil. Im Mietvertrag stehen wir beide. Mein Ex-Mann zahlt Unterhalt für die Kinder dahingehend gibt es auch keine Probleme. Zu seinen Eltern hat er zwar ein gutes Verhältnis, allerdings ist seine Mutter eine sehr distanzierte Person. Sie mag keine körperliche Nähe zu ihren Kindern. Er war schon sehr früh auf sich allein gestellt und kennt ein Familienleben in der Form eigentlich gar nicht. Gemeinsame Malzeiten etc. gab es bei ihm eher nicht.Er ist zwar kein Einzelkind aber seine Schwester ist 8 Jahre älter und stammt aus erster Ehe seiner Mutter. Seine Schwester wurde bis zum heutigen Tage nie wirklich von ihrem Stiefvater akzeptiert, das zumindest beklagt sie selber. Und genau aus all diesen Gründen kann ich, so schlimm es auch klingen mag, verstehen dass es für ihn sehr schwierig ist mit der neuen Situation zurecht zu kommen. Ich weiß dass er es auf jeden Fall genießt Teil einer Familie zu sein er ist gern zu Hause und mag die Harmonie einer intakten Familie, er selber ist aber nahezu unfähig zu dieser Harmonie beizutragen. Nun eine Familientherapie wäre sicherlich eine Idee, aber ich bin mir nicht sicher ob er wirklich dazu bereit wäre. Du hast mit deinen Gedankenanstößen so viel dazu beigetragen dass ich einen Zusammenhang in allem sehen kann, dass finde ich wirklich faszinierend. Nur bin ich während des schreibens auch immer mehr der Meinung dass eigentlich so vieles im Argen ist dass ich vielleicht selber Therapeutin sein müsste um aus dieser Beziehung noch eine gutgehende Patchworkfamilie machen zu können. Das ist eigentlich schade, aber irgdnwie ist alles sehr kompiziert. was könnte ich schon tun? Meinen Job an den Nagel hängen und meinen É-Mann bitetn wenihger Unterhalt zu zahlen, damit sich mein neuer Lebensgefährte mehr als Mann fühlt?

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6. Mai 2009 um 15:46
In Antwort auf glueckskind12

Danke
für deinen Beitrag. Und danke für deinen aufrichtigen Worte.
Ich bin mir auch sicher dass mein Sohn sehr unter dem Verhalten leidet und das toleriere ich keine Sekunde lang, das ist sicher. Mein Kinder wissen beide dass ich immer zu ihnen halte. Und dennoch will ich verstehen was diesen Mann dazu treibt.
Ich habe keine Angst Konsequenzen zu ziehen. Ich bin unabhängig, und ohnehin die Alleinverdienerin in unserem Alltag. Unattraktiv bin ich auch nicht und kann mich nicht über mangelnde Angebote beklagen. Das ist es alles nicht.
Ich würde es gern verstehen un d dann versuchen eine Lösung zu finden, die für alle Beteiligten einen guten Kompromiss darstellt.Meine Tochter hingegen kommt sehr gut mit ihm aus und hängt an ihm, sie würde ihn sehr vermissen wenn er nicht mehr bei uns wäre. Meine Tochter genießt es wieder eine "4er Familie" zu sein. Und das muss ich in der Entscheidung ebenso berücksichtigen. Für sie wäre es auch die zweite Trennung von einer Bezugsperson.
Es ist also für mich nicht ganz einfach alles über Bord zu werfen.
Ich würde wirklich gern verstehen was ihn dazu treibt so gegen meinen Sohn zu wettern...

Hallo nochmal
er ist wohl sogar eifersüchtig auf deinen sohn und hätte am liebsten keine männliche "konkurrenz". deine tochter ist keine rivalin für ihn. ich denke wirklich das es so ist auch wenns unverständlich ist. er will das alphatier sein in der gruppe. männer sind da echt manchmal schlimm. vielleicht wurde er früher auch so runtergeputzt von einem männlichen vorbild. na ja, die gründe sind eigentlich egal denn sein verhalten ist falsch, punkt. er ist erwachsen und muss sich mit seinen problemen selbst auseinander setzen, du bist nicht sein psychiater sondern musst deine kinder vor solchen erniedrigungen schützen. denke daran, dein sohn hat vielleicht auch mal kinder. stell dir vor er wird dann deine enkel auch so behandeln wie er es jetzt beigebracht kriegt.
nochmals, bitte warte nicht mehr lange, er wird sich nicht ändern. es ist nicht sein sohn, und das sprichwort, blut ist dicker als wasser, trifft manchmal wirklich zu. er liebt deinen sohn nicht wie wir eltern das tun, bedingungslos. dein kind, das offensichtlich unter dieser situation leidet, mehr als deine tochter würde bei einer trennung, hat jetzt oberste priorität. langzeitfolgen sind sonst so gut wie vorprogrammiert. und die teenager jahre sind schon schwierig genug, da braucht er einen positiven mann in seinem leben, oder lieber gar keinen. das ist meine meinung, viel kraft.

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6. Mai 2009 um 15:53
In Antwort auf glueckskind12

Du bist wirklich faszinierend
das sind alles Komponenten die ich immer Berücksichtigt habe und warum ich nicht einfach alles abgebrochen und gesagt habe dass ich es mir nicht gefallen lasse, denn:
in der Tat ist es so, dass ich zum einen Älter bin als er, zum zweiten erfolgreich in meinem Beruf bin und sehr gut verdiene, ich bin unabhängig und eigentlich sehr glücklich mit meinem Leben. Er selber studiert noch und kann daher nicht allzu viel zum Lebensunterhalt beitragen. Ich habe immer gedacht dass es für einen Mann wahrscheinlich schwer sein muss, nicht der Ernährer etc zu sein, aber gesprochen ahben wir eigentlich nie darüber. Wir haben uns dazu entschieden gemeinsam eine neue Wohnung zu suchen um einen gemeinsamen Neuangang zu finden. Ich zahle den größeren Anteil der Miete er einen vollkommen angemessenen Anteil. Im Mietvertrag stehen wir beide. Mein Ex-Mann zahlt Unterhalt für die Kinder dahingehend gibt es auch keine Probleme. Zu seinen Eltern hat er zwar ein gutes Verhältnis, allerdings ist seine Mutter eine sehr distanzierte Person. Sie mag keine körperliche Nähe zu ihren Kindern. Er war schon sehr früh auf sich allein gestellt und kennt ein Familienleben in der Form eigentlich gar nicht. Gemeinsame Malzeiten etc. gab es bei ihm eher nicht.Er ist zwar kein Einzelkind aber seine Schwester ist 8 Jahre älter und stammt aus erster Ehe seiner Mutter. Seine Schwester wurde bis zum heutigen Tage nie wirklich von ihrem Stiefvater akzeptiert, das zumindest beklagt sie selber. Und genau aus all diesen Gründen kann ich, so schlimm es auch klingen mag, verstehen dass es für ihn sehr schwierig ist mit der neuen Situation zurecht zu kommen. Ich weiß dass er es auf jeden Fall genießt Teil einer Familie zu sein er ist gern zu Hause und mag die Harmonie einer intakten Familie, er selber ist aber nahezu unfähig zu dieser Harmonie beizutragen. Nun eine Familientherapie wäre sicherlich eine Idee, aber ich bin mir nicht sicher ob er wirklich dazu bereit wäre. Du hast mit deinen Gedankenanstößen so viel dazu beigetragen dass ich einen Zusammenhang in allem sehen kann, dass finde ich wirklich faszinierend. Nur bin ich während des schreibens auch immer mehr der Meinung dass eigentlich so vieles im Argen ist dass ich vielleicht selber Therapeutin sein müsste um aus dieser Beziehung noch eine gutgehende Patchworkfamilie machen zu können. Das ist eigentlich schade, aber irgdnwie ist alles sehr kompiziert. was könnte ich schon tun? Meinen Job an den Nagel hängen und meinen É-Mann bitetn wenihger Unterhalt zu zahlen, damit sich mein neuer Lebensgefährte mehr als Mann fühlt?

Altlasten des Freundes - denn er hat wohl auch welche
Na dann bringt er ja auch schon ganz schöne Altlasten anderer Art mit in die Beziehung die natürlich auch zum Problem auswachsen können.

Irgend jemand hatte hier mal geschrieben dass sie es irgendwann aufgegeben hat aus einer Patschwork-Familie eine richtige familie machen zu wollen, so dass am Ende so eine Art Halbfrieden als normal akzeptiert wurde. Vielleicht ist das der beste Weg. Nämlich es so zu nehmen wie es ist, jedoch auch die Beteiligten in die Schranken zu weisen wenn es zu bunt wird.
Richtig gut und zu aller Zufriedenheit wird es wohl einfach nie werden und dass sollte man vielleicht so lernen hinzunehmen. Das ist vielleicht Deine Aufgabe hierin.

Wenn er jünger ist als Du kann ja noch hinzu kommen dass er umso mehr die fehlende Mütterlichkeit in einer älteren Frau und Mutter sucht. Da kommt Dein sohn ihm natürlich mehr als nur in die quere. Sehr schwierige Lage und es wäre schön wenn er in Anbetracht dieser Vergangenheit und Eurer schwierigen Lage zu einer Therapie bereit wäre. Zum Problem kommt es ja meist wenn man ohnhin schon eine problematische Vergangenheit hatte und dann auch noch in der Gegenwart auf sowas stößt. Und das ist bei ihm ja durchaus der Fall.

Wenn er so wenig zum Unterhalt beitragen kann, ist es nicht verwunderlich wenn er bei Deinem sohn nicht mit der notwendigen Autorität auftreten kann und deshalb vielem hilflos ausgesetzt ist und sich auch so fühlt. Ich denke er fühlt sich hilflos und machtlos, weil er nicht sein Revier verteidigen kann, da es nicht wirklich sein Revier ist und ihm einfach das notwendige Stimmrecht fehlt und ein gleichberechtigter Partner zu sein und somit auch ein Elternteil als Gegenstück zu Dir. Diese Hilf- und machtlosigkeit schafft negative Gefühle. Er hat ein Problem mit seiner Rolle als Mann und somit auch als Vater bzw. er kann Deinem Sohn kein Vater sein, zumal er als Sohn um Dich mit konkurriert.

Freut mich wenn ich helfen konnte.

LG

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26. Mai 2009 um 10:16

Guten Morgen Hamburg
Du hast es ja auch nicht einfach. Ich weiß wie schwer schon sicher die erste Ehe auf Dir lastet und dann auch noch das mit der neuen Beziehung. Das Leben ist oft nicht einfach.

Ich habe jedoch das Gefühl dass Du mit den Dingen sehr gut umgegangen bist. Du hast Dir eine schöne Wohnung genommen (die Du im übrigen sehr schön beschrieben hast), so wie man es in dieser Verfassung gerade braucht, hast dem Sohn in der schweren Zeit durch die spätere Einschulung alles ein wenig leichter gemacht und hast Dich auch nicht Hals über Kopf in eine neue Beziehung gestürzt, sondern erst mal die Trennung verarbeitet.

Weißt Du, da hat Dein Sohn schon die Probleme wegen der Scheidung und dann noch ein neuer Mann und obendrauf noch dieser Sohn. Wie viel kann ein Kind denn noch ertragen. Es war richtig damals die Notbremse zu ziehen. Denn er hat eine Mutter auf die er sich verlassen kann. Oftmals haben Frauen die so was durchgemacht haben, auch ganz tolle Söhne. Ich hatte mal eine Freundin mit so einem Sohn und konnte das auch sonst so beobachten.

Worüber ich mich wundere ist, warum sein Sohn erst zu Euch kam, als ihr in das Reihenhaus gezogen seid und was das für eine Mutter sein muss wo das Kind so schlecht gerät?!
Es ist richtig den Jungen von Euch und Eurem Sohn fernzuhalten. Aus meiner Erfahrung als Juristin im Jugendstrafsachen weiß ich dass sich da sonst Abgründe auftun können. Genau in solchen Konstellationen wird dann auch die ganze Familie mit in den Abgrund gerissen und damit auch Kinder die eigentlich sonst problemlos aufgewachsen wären. Man muss da klare Grenzen ziehen, am besten noch bevor es der Staat tut. Denn dann ist alles schon zu spät.
Leider ist es bei solchen Kindern oft so, dass sie als Kleinkind einfach nur unerzogen sind und als Teenager sich das ganze in Schulversagen und Kriminalität abzeichnet. Und das ist dann nicht mehr so süß oder schön zu reden. Genau das meine ich damit, wenn ich sage dass die Männer die der Wahrheit nicht ins Gesicht sehen und diese Kinder schön reden, dem Kind damit keinen Gefallen tun. Denn später werden sie noch kriminell und führen kein gelungenes Leben. Sie vernachlässigen es dadurch auch noch einmal selbst, also zusätzlich zur Mutter.
Wenn Dein Freund die Wahrheit eingestanden hätte, dann hätte es nicht zu soviel Unmut bei Euch geführt und es hätte weiterhin einen Kontakt geben können. Wenn er in diesem Kontakt dann dem Kind auch mal Erziehung gegeben hätte, statt ihm seinen Lauf zu lassen, dann hätte vielleicht auch einiges verhindert werden können. Schade.

Darauf, was Du mit Deinem Sohn über Dich ergehen ließest, hatten wohl auch die Schulen keine Lust. Da kommt dann das wahre Ausmaß des Betragens des Kindes nämlich schwarz auf weiß zum Vorschein und der Mann kann es da nicht mehr verleugnen, dass da was nicht stimmt. Und den musste Dein Sohn so lange über sich ergehen lassen. Das tut mir sehr leid und gut dass es ein Ende hatte. Schlimm, dass es jedoch immer noch Auswirkungen auf Eure Beziehung hat, denn die Geister der Vergangenheit wird man nur schwer los.

Das ist wieder mal einer der typischen Trennungskind Fälle, wo einfach mal so Kinder in die Welt gesetzt werden ob nun um den Mann zu halten oder aus einer Gleichgültigkeit heraus und diese Kinder dann von der Mutter total vernachlässigt werden und vom Vater in den Himmel gelobt, verwöhnt und auf einen Podest gestellt werden, wo der Mann das Ausmaß nicht wahrhaben will, wie schlecht es um das eigene Kind eigentlich steht. Da werden gleich zwei Augen zugedrückt und der Mann ist blind für jede Kritik. Unerträglich für ein gesundes Familienleben. Vor allem verstärkt es die Störung die er hat noch weiter, statt sie zu mildern.

Echt traurig, dass Dein Freund noch nach Jahren wieder in das selbe Muster zurück verfiel, sobald sein Sohn wieder in Eurer Haus kam. Da kann man schon sagen dass Dein Freund einiges bei Euch kaputt gemacht hat dadurch. Und jetzt redest Du nicht mal mehr mit ihm. Das ist alles sehr sehr schwer.
Klar ist es auch für ihn hart, einen Sohn zu haben, der nicht gesellschaftsfähig und sozial anpassungsfähig ist. Das ist wirklich ein großes Problem für ihn. Denn die Männer stellen ja oft ihre durch die falsche Erziehung der Mütter missratenen Kinder als so toll hin, weil sie selbst hilflos sind. Sie wollen den Kontakt. Aber die Kinder sind in vielen Fällen sehr schwierig. Sie können daran jedoch nichts ändern und verfallen in ihrer Hilflosigkeit in das Verhalten alles schön zu reden und so hinzustellen wie sie es gerne sehen würden. Männer sind ja große Verdränger und können sich eine Realität zurecht malen die überhaupt nicht existiert.
Er ist ja hilf- und machtlos demgegenüber wie sein Sohn erzogen wird. Er kann in der kurzen Zeit daran nichts entscheidendes ändern und leidet selbst darunter bzw. würde mehr leiden wenn er sich die Katastrophe eingestehen würde. Es wurde ihm dann halt durch Schulen und durch die Psychiatrie klar gemacht und er musste es dann halt wohl oder übel akzeptieren die unbequeme Wahrheit!
Die gesunde Vorgehensweise wäre gewesen, dass er sich vorher schon den Zustand des Kindes eingestanden hätte und sich Dir anvertraut hätte. Denn ihr seid ja eine Familie. Aber dann hätte er sich ja Versagen eingestanden. Und ich denke dass er aus einer konservativen Familie kommt, wo es so was nicht geben darf. Man hat leistungsstark und Top zu sein. Über Probleme redet man nicht groß bzw. geht nicht in die Tiefe.Dabei erkennt er nicht, dass allein der Umstand, dass er einen Sohn hat der nicht bei ihm lebt, ja auch schon ein Versagen ist. Dass er es schön redet macht das ja nicht besser.

Ich denke jedoch dass Dein Freund selbst auf Deinen Sohn eifersüchtig ist. Und das erschwert alles noch weiter. Er ist darauf eifersüchtig dass Dein Sohn erfolgreicher ist und besser als sein Sohn geraten ist. Klar, das ist ja auch der Sohn DER Frau, die er sich zum zusammenleben ausgesucht hat. Also kein Zufall.
Er ist jedoch auch eifersüchtig auf Deinen Exmann. Denn immerhin ist das der direkte Konkurrent. Dein Exmann hat einen wohl geratenen Sohn und Dein Freund nicht. Ich denke dass er sich als Dein neuer Partner sicherlich auch immer wieder mal mit Deinem Exmann vergleicht. Und das kann dann schon weh tun. Ein Eingeständnis seines Versagens würde ein Eingeständnis dessen sein, dass seinem Konkurrent etwas hat, was ihm fehlt. Dabei will er Dir doch als Mann viel bieten und auch mehr als es Dein Exmann tat.
Das ganz birgt ziemlich viel Zündstoff in sich. Ich denke dass er sich vielleicht nicht so uneinsichtig verhalten hätte, wenn es Deinen Sohn nicht gegeben hätte.
Frauen ohne Kinder, die mit Männern zusammen kommen die schon ein Kind haben, erleben ja auch, dass das Kind dann schön geredet wird. Aber ich denke nicht dass es so problematisch ist, wie wenn dann die Frau selbst dann auch noch ein wohl geratenes Kind mitbringt. Und bei Dir eben noch der zusätzliche Umstand, dass er den Kindsvater auch noch so gut kennt. Da wird er sich natürlich total wiederstreben Versagen einzugestehen. Und das schafft viel Unmut und viele Probleme. Bei Dir kommen halt auch so viele Dinge auf einmal zusammen. Hier existiert quasi ein Doppelt- und Dreifach Problem.

Auf jeden Fall rührt sein Verhalten daraus, dass er selbst sehr viele Probleme mit der Situation hat. Vielleicht hätte es gut getan, wenn er ein gemeinsames Kind mit Dir bekommen hätte. Das hätte vielleicht den Zusammenhalt gestärkt und dann hätte er ja auch Nachwuchs auf das ER selbst Einfluss gehabt hätte und auf das er stolz gewesen wäre. Dann hätte es ihm nicht so weh getan, dass er so wenig Einfluss auf seinen Sohn hatte. Er hätte weniger Verlustgefühle gehabt. Außerdem hätte das auch vielleicht die Großeltern mit Euch versöhnt. Kinder können ja Wunder bewirken.
Erschwerend kommt ja hier hinzu dass Dein Kind auch ein Junge ist. Das verstärkt natürlich die Konkurrenz-Situation. Sowohl für ihn selbst, als auch für seinen Sohn. Das ist ja auch alles nicht so einfach für ihn. Grundsätzlich tun sich ja Männer in solchen Konstellationen mit Töchtern der Frau leichter.

Vielleicht wäre es gut, wenn auf beiden Seiten mehr Verständnis füreinander aufgebracht werden könnte. Du machst alles schon richtig. Jedoch könntest Du mit ihm noch mehr über seine (negativen) Gefühle reden. Denn die bewegen ihn ja zu seiner Haltung. Es wäre gut Verständnis dafür aufzubringen dass die Konstellation und Situation auch für ihn nicht einfach ist, sehr problematisch ist und er auch unter allem sehr leidet. Ihm geht es bei allem ja auch nicht gut. Jedoch bringt ihn die Lage dazu in Ausflüchte auszuweichen die Unrecht schaffen, statt dass er sein Leid und sein Problem ausspricht. Ihr seid bei dem Thema Kinder nicht ein Paar, sondern zwei sich bekriegende Parteien - und Krieg in der Beziehung ist Gift. Klar, denn Du hast ja gegenüber Deinem Sohn auch eine Verpflichtung, wo er es ja ohnehin nicht leicht hat. Du kämpft wie eine Löwenmutter um ihn. Weißt Du, das wichtigste für Deinen Sohn ist, dass er eine Mutter hat die für ihn da ist und die so gut alles im Griff hat Dein Sohn hat also trotz aller Verluste etc. sehr viel. Dein Mann bräuchte eigentlich auch einen Fürsprecher. Eigentlich bist Du das ja sonst. Aber hier werdet ihr zu Konkurrenten. Daher wäre es gut, wenn Du auch hier mehr Partnerin für ihn bist und ihn auch bei diesem Thema mehr in den Arm nimmst. Du musst dann eine doppelte Rolle annehmen. Also sowohl kämpfende Mutter als auch fürsprechende Partnerin für Deinen Freund. Nicht einfach, ich weiß.
Eine Familien-Therapie wäre auch von Vorteil, wenn er mitmachen würde.

Ich wünsche Euch viel Glück bei allem.

Lieben Gruß

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28. Mai 2009 um 10:38

Kann Dich voll verstehen!!!
Hallo,

ich kenne das Problem nur zu gut. Meine Söhne sind 18 und 15 Jahre alt. Der ältere wohnt bei seinem Vater und mein jüngerer Sohn bei mir. Seit 3 Jahren habe ich ( 37) einen Single als Freund ( 38). Von Anfang an gab es Schwierigkeiten mit seinen Singleallüren. Aber um meine Söhne kümmerte er sich vorbildlich, so dass mein Sohn sagte:" der kann sofort bei uns einziehen". Nach anderthalb Jahren sind wir dann zusammen in eine neue Wohnung gezogen. Die ersten drei Monate waren echt toll.
Wir unternahmen viel zusammen, lachten und freuten uns einfach zusammen sein zu können.
Doch dann schlich sich das Chaos nach und nach ein.
Mein Freund fing an alle Verhaltensweisen zu beobachten. Machte sich sein eigenes Bild und nach einer Zeit brach es dann aus Ihm raus. Es gab unerbitterliche Streitigkeiten, die mich fertig machten.
Er verstand einfach nicht, dass man Probleme anders löst. Er ist in seinen Augen immer im Recht und ich eine Mutter, die ihren Sohn nicht erziehen kann.
Dabei glaube ich, ist er nur eifersüchtig. Er hatte keine liebevolle Mutter, die sich um ihn gekümmert hat und alles was ich für meinen Sohn tue, sieht er als Unfähigkeit meines Sohnes an.
Ich muss dazu sagen, mein Sohn ist 15 und geht zur Realschule und ist ein guter Schüler. Hat nie Ärger mit Mitschülern und Lehrern. Trinkt nicht, Raucht nicht, nimmt keine Drogen und dreht keine krummen Dinger (was heute leider nicht mehr selbstverständlich ist!). Also ich bin sehr stolz auf meinen Sohn und kann mich immer auf Ihn verlassen.
Mein Freund kann leider nie etwas nettes zu ihm oder auch über ihn sagen.
Ganz im Gegenteil, vergisst mein Sohn den Haustürschlüssel und klingelt, beschwert sich mein Freund immer bei mir und flippt fast aus und ist für Stunden ungenießbar.
Jetzt soll ich meinen Sohn nicht mehr ab und zu mit dem Auto zu seinen Freunden fahren, wenn er wohin will, soll er gefälligst mit dem Rad fahren. Immer mit der Bemerkung, für Ihn hat das damals auch keiner getan.
Ich soll ihn morgens eher wecken, damit er sich schneller bewegt. Mein Sohn hat morgens 45min Zeit bis er zur Schule geht. das ist doch normal. Mien Freund meint, er soll sich schon mal ans Arbeitsleben gewöhnen, wenn er so lahm ist, behält er nicht lange seine Stelle.
Ich bin total verzweifelt, weil er mich nicht versteht und es täglich kracht. Aber nie vor meinem Sohn.
Langsam weiss ich nicht mehr weiter.
Wir waren auch schon zur Paarberatung, da hat er gesagt, er will sich nicht um die Erziehung kümmern.
Dann soll er auch aufhören zu kritisieren, wo nichts ist!!! Wie kann ich Ihm das nur begreiflich machen. Die Teraphie hat er übrigens abgebrochen und ich bin hin und her gerissen.
Was soll ich nur tun???

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28. Mai 2009 um 11:14
In Antwort auf dilwen_12637706

Kann Dich voll verstehen!!!
Hallo,

ich kenne das Problem nur zu gut. Meine Söhne sind 18 und 15 Jahre alt. Der ältere wohnt bei seinem Vater und mein jüngerer Sohn bei mir. Seit 3 Jahren habe ich ( 37) einen Single als Freund ( 38). Von Anfang an gab es Schwierigkeiten mit seinen Singleallüren. Aber um meine Söhne kümmerte er sich vorbildlich, so dass mein Sohn sagte:" der kann sofort bei uns einziehen". Nach anderthalb Jahren sind wir dann zusammen in eine neue Wohnung gezogen. Die ersten drei Monate waren echt toll.
Wir unternahmen viel zusammen, lachten und freuten uns einfach zusammen sein zu können.
Doch dann schlich sich das Chaos nach und nach ein.
Mein Freund fing an alle Verhaltensweisen zu beobachten. Machte sich sein eigenes Bild und nach einer Zeit brach es dann aus Ihm raus. Es gab unerbitterliche Streitigkeiten, die mich fertig machten.
Er verstand einfach nicht, dass man Probleme anders löst. Er ist in seinen Augen immer im Recht und ich eine Mutter, die ihren Sohn nicht erziehen kann.
Dabei glaube ich, ist er nur eifersüchtig. Er hatte keine liebevolle Mutter, die sich um ihn gekümmert hat und alles was ich für meinen Sohn tue, sieht er als Unfähigkeit meines Sohnes an.
Ich muss dazu sagen, mein Sohn ist 15 und geht zur Realschule und ist ein guter Schüler. Hat nie Ärger mit Mitschülern und Lehrern. Trinkt nicht, Raucht nicht, nimmt keine Drogen und dreht keine krummen Dinger (was heute leider nicht mehr selbstverständlich ist!). Also ich bin sehr stolz auf meinen Sohn und kann mich immer auf Ihn verlassen.
Mein Freund kann leider nie etwas nettes zu ihm oder auch über ihn sagen.
Ganz im Gegenteil, vergisst mein Sohn den Haustürschlüssel und klingelt, beschwert sich mein Freund immer bei mir und flippt fast aus und ist für Stunden ungenießbar.
Jetzt soll ich meinen Sohn nicht mehr ab und zu mit dem Auto zu seinen Freunden fahren, wenn er wohin will, soll er gefälligst mit dem Rad fahren. Immer mit der Bemerkung, für Ihn hat das damals auch keiner getan.
Ich soll ihn morgens eher wecken, damit er sich schneller bewegt. Mein Sohn hat morgens 45min Zeit bis er zur Schule geht. das ist doch normal. Mien Freund meint, er soll sich schon mal ans Arbeitsleben gewöhnen, wenn er so lahm ist, behält er nicht lange seine Stelle.
Ich bin total verzweifelt, weil er mich nicht versteht und es täglich kracht. Aber nie vor meinem Sohn.
Langsam weiss ich nicht mehr weiter.
Wir waren auch schon zur Paarberatung, da hat er gesagt, er will sich nicht um die Erziehung kümmern.
Dann soll er auch aufhören zu kritisieren, wo nichts ist!!! Wie kann ich Ihm das nur begreiflich machen. Die Teraphie hat er übrigens abgebrochen und ich bin hin und her gerissen.
Was soll ich nur tun???

Hallo
Es ist erst einmal vorbildlich von ihm dass er das ganze nicht vor dem Kind abzieht
Aber sein Verhalten ist dennoch problematisch

Es ist jedoch schwierig für mich hier klare Aussagen zu teffen, da die Grenze zwischen leiblichem Vater und Ziehvater verschwimmt. Ein leiblicher Vater verhält sich leider nämlich oftmals auch so wie Dein Freund Also kann es sein dass Dein Freund sich seinem eigenen Sohn gegenüber auch so verhalten hätte, weil er einfach so ist. Es kann aber auch viel Eifersucht im Spiel sein. Daher bin ich unschlüssig, wo hier die Grenze zur Eifersucht beginnt.

Ich hab auch einen kleinen Sohn. Bei uns kracht es auch oft wegen der Erziehung des Kindes. Wenn mein Mann nicht der leibliche Vater wäre, würde ich im Zweifel vielleicht auch annehmen er würde es aus Eifersucht machen.

Das ganze ist auch deshalb schwierig zu beantworten finde ich, weil er auch eine klare Aussage darüber getroffen hat, dass er sich aktiv in die Erziehung einbinden will - was grundsätzlich auch positiv ist. Daher muss man ihm natürlich auch einen gewissen Freiraum auch für Kritik geben. Allerdings verstehe ich Dich, wenn Du meinst dass es überhand genommen hat. Es ist auch schwieriger denke ich für eine Frau diese vehemente Kritik bzw. Fehler eines Vaters zu akzeptieren oder hinzunehmen, wenn der Mann nicht der leibliche Vater des geliebten Kindes ist.
Es ist gerade bei Söhnen wichtig dass sie auch einen männlichen Einfluss im Leben haben.

Positiv ist natürlich dass Dein Freund 2 Sohne akzeptiert hat und auch noch sich einbringen will. Dafür muss man erst einmal dankbar sein. Dennoch hat er jedoch auch Grenzen zu wahren. Schade dass die Therapie abgebrochen wurde.
Es wäre vielleicht gut dass Du ihm eine gewisse Anerkennung für seine Akzeptanz verbalisiert entgegenbringst und auch vermittelst dass Du es grundsätzlich positiv findest dass er der männliche Einfluss ist. Aus dieser Perspektive heraus kannst Du ihm vielleicht besser Grenzen setzen, wenn er zu weit geht.
Die Frage hier ist, inwieweit er Deine Söhne wirklich akzeptiert hat und inwieweit auch DU ihn als Ziehvater akzeptiert hast. Auch ein Ziehvater ist kein perfekter Vater und Streitereien über die Erziehung gehören ja auch in Nicht-Patchworkfamilien leider oft dazu. Aber sein Verhalten kann eben auch eifersuchtsbedingt sein

Lieben Gruß

Kleinermauslwurf

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31. Mai 2009 um 21:11

Sorry
...ich würd an deiner Stelle Abstand zu diesem Mann nehmen. Dein Sohn ist 12 Jahre und egal wie schwierig er auch sein kann (was in dem Alter auch normal ist), hat dieser Mann nicht das Recht ihn so zu behandeln. Ich weiß nicht was ich sagen soll, ich hätt schon längst meine Sachen gepackt.

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10. Juni 2009 um 0:26

Lieber nicht ... =(
Hallo, ich bin selbst Scheidungskind.
Meine Mutter ist mit einem Mann zusammengezogen, als ich 11 war.

Selbe Situation, er hat meinen Bruder und mich von anfang an gehasst!

Ich bin jetzt 16 und wohne seid Anfang April bei meinem Vater - ich hab es einfach nichtmehr ausgehalten! Jeden morgen dachte ich mir, wenn ich jetzt nach unten gehe werd ich gleich wieder angeschrien, dann bin ich lieber oben geblieben. Dann wurde mir vorgeworfen, ich isoliere mich!

Seid Juni 2008 hatte sich meine Mutter dann ganz für ihren Ehemann, falls man ihn so nennen kann, da er sie und uns schlecht behandelt hat (Er hat sogar an uns Hand angelegt). Seitdem hatte sie das Jugendamt eingeschaltet, und immer weiter daraufhingearbeitet, mich loszuwerden, um zu hoffen, dass sich die Beziehung zu ihm bessert.

Da mein Bruder 2 Jahre jünger ist als ich, und deswegen noch nicht so den Sinn für Gerechtigkeit hat, hält er noch still, in 2 Jahren teile ich mich wohl mit ihm ein Zimmer =D.

Ich bitte dich, tu das deinen Kindern nicht an!
Das hätte mich fast in so jungen Jahren kaputt gemacht.
Ich bin wirklich froh, dass ich zu meinem Vater ziehen konnte.
Durch den Streit konnte ich nichtmehr klar denken. Ich bin im Gymnasium, wiederhole aber, wer hätte das gedacht, das Jahr, in dem es heftig wurde.

Wenn du deinen Kindern all das ersparen willst, weißt du, was du zutun hast.

- ich habe keinen Kontakt mehr zu meiner Mutter, der Kontakt zu meinem Bruder wird mir verwährt.

Lass es nicht so weit kommen =(

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7. September 2012 um 12:57

Er mag meinen Sohn nicht, ich weiß nicht mehr weiter (stimmt nicht ganz)
Nein, das ist keine Eifersucht!
Ich kenne ein ähnliches Problem bei meiner Freundin! Sie hat eine Tochter und jetzt einen neuen Freund, und da gibt es Streß ohne Ende.
Du sagst einerseits du willst keine Partei ergreifen, tust es aber alleine schon durch deine Aussagen. Du sagst mein Sohn würde sowas nie tun (somit bist du ja von Anfang an auf der Seite deines Sohnes), und indirekt glaubst du deinem Freund nicht. Ich kann nicht sagen wer die Wahrheit sagt und wer nicht, aber ich weiß das Kinder, um den "Neuen seiner Mama" zu vergraulen, doch sehr unberechenbar und gemein sein können.
Ich sage auch nicht das deinen Freund keine Schuld trifft!!! Ich würde sagen es ist ein Teufelskreislauf, an dem die beiden, aber auch du Schuld hast. Dein Mann ist gekränkt und behandelt deinen Sohn nicht ganz korrekt, aber höchstwahrscheinlich tut er dies, weil dein Sohn ihn von Anfang an nicht akzeptiert hat! Und dann kommt noch hinzu, das du ihn für einen "Lügner" hälst (das frustriert einen). Stell dir mal vor, dass eine Person, mit der du versuchst eine Freundschaft aufzubauen (oder einfach nett sein willst), immer wieder ignoriert, oder unhöfflich ist, .....! Würdest du diese Person weiterhin freundlich behandeln und immer nett sein? Das denke ich eher nicht. Du würdest abstand von dieser Person nehmen oder sogar zurück schlagen und auch unfreundlich sein und beleidigend.
Ich finde gut, dass du deinen Freund wenigstens die Entscheidung lässt, das auch er deinem Sohn die Schranken weisen kann (viele Frauen finden das ja schrecklich, wenn ihr neuer Partner mit dem eigenen Kind etwas strenger umgeht), aber schlecht finde ich, das er es nicht will.
Dein Sohn akzeptiert deinen Freund einfach nicht als dein neuen Partner. Und da musst du auch ansetzen! Denn dein Freund hat nichts gegen deine Kinder generell (du sagst ja er kommt mit deiner Tochter gut klar), sondern nur mit deinem Sohn. Also würde ich sagen setz bei deinem Sohn an. Ihr müsst Ihm klarmachen, dass er nicht sein Vater spielen will (den hat er ja), sondern nur ein guter Freund, der immer für ihn da ist. Weiter würde ich einen Psychologen empfehlen, denn es ist für einen Leihen schwer zu verstehen, wie Kinder ticken.
Lass deinen Freund und deinen Sohn mal was zusammen machen ohne euch Frauen, z.B. Angeln, Paintball spielen oder was Jungs noch so gerne machen. Solche Erlebnisse schweißen zusammen und können auch ganz schön sein!

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11. September 2012 um 23:27

Wie geht es Dir heute?
Hallo glueckskind12,
ich habe deinen Beitrag gelesen und mich/uns vollkommen wiedererkannt! Ich habe eine Tochter (14), die von meinem Freund, mit dem wir seit 5 Jahren zusammenleben, auch ständig kritisiert wird. Auch bei uns ist es so, dass mein Erziehungsstil dauernd bemängelt wird.
Lebt Ihr denn inzwischen noch zusammen? Wie ist es Euch ergangen?

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