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Entscheiden zwischen Freund und Eltern?!

22. Mai 2013 um 14:47

Hallo ihr, ich hoffe ihr könnt mir in irgendeiner Weise helfen.. ich brauche nicht unbedingt eine Lösung für mein Problem (ich würde mich über Ratschläge aber natürlich sehr freuen!!), ich bräuchte nur jemanden der unvoreingenommen und objektiv urteilt und sich kurz Zeit für mich nimmt.

Also, ich versuche die Situation so knapp wie es geht zu schildern:
Ich bin 17 und ein Einzelkind. Ich hatte immer ein sehr gutes Verhältnis zu meinen Eltern, besonders zu meinem Vater. Ich hatte wirklich eine schöne Kindheit, ich konnte mich nie groß beschweren. Klar ab 13 oder so gab es schon mal Meinungsverschiedenheiten, aber das ist ja ganz normal.
Seit 7 Monaten hab ich jetzt meinen ersten Freund und anfangs lief alles wirklich gut. Es ging bei uns alles recht schnell, aber meine Eltern haben ihn gut angenommen und er ist nach einem Monat sogar schon mit uns in den Urlaub gefahren (eigentlich wollte ich zuhause bleiben, aber meine Eltern haben gesagt sie nehmen lieber uns beide mit als dass ich zuhause bleib). Alles lief wirklich gut. Was ich noch dazu sagen muss, ist das mein Freund einen nicht ganz einfachen Charakter hat, was wohl auch darin begründet liegt dass seine Kindheit nicht ganz so rosig verlaufen ist. Seine Eltern haben sich getrennt als er 13 war und da ist seine Mutter mit ihm hierher gezogen, ca 750 km weg. Das nahm ihn natürlich alles sehr mit wegen seinen Freunden usw. Seine Mutter hat psychische Probleme und noch eine Tochter (7 Jahre), weshalb sie ihn seit dem nicht mehr wirklich erziehen konnte. Also soviel zu ihm.
Kurz nach Neujahr kam es dann zur ersten Auseinandersetzung zwischen meinem Freund und meinen Eltern, weil sie plötzlich anfingen strengere Grenzen zu setzen (das verstand ich auch nicht so ganz, aber ich akzeptierte es), und da er das von seiner Mutter nicht gewöhnt war wollte er das auch nicht akzeptieren. Nach einer gewissen Zeit ging das dann aber wieder und alles war fast wie vorher. Doch es dauerte nicht lange kam es wieder zu einer ähnlichen Auseinandersetzung, dieser lag jedoch eine andere Ursache zu Grunde, wofür mein Freund eigentlich nichts konnte, aber meine Eltern schoben es trotzdem auf ihn und sagten plötzlich dass er ihnen sowieso von anfang an nicht wirklich sympathisch war und sie von anfang an viel zu viel geduldet hätten und sich das ändern müsse. Ich war total überrumpelt und wusste auch nicht so recht was ich dazu sagen sollte. Schließlich vertrugen sie sich dann doch wieder mit ihm, aber besonders meine Mutter war trotzdem weiterhin unfreundlich zu ihm und ignorierte ihn wenn er Hallo sagte o.ä. Das machte ihn dann wiederrum auch sauer weil er nicht wusste wieso sie das machte und so kam es Ende Februar zum großen und letzten Streit. Meine Eltern waren seit ein paar Wochen auch komisch zu mir und sagten ich solle nicht so viel Zeit mit ihm verbringen, er sei nicht gut für mich usw. Bei dem Streit wurde mein Freund dann auch etwas lauter, was ich und auch er mittlerweile einsieht dass ihm das nicht zugestanden hätte.

Seit dem lassen meine Eltern ihn jetzt nicht mehr rein, sie sagen er sei für sie gestorben und somit nicht mehr existent, er sei ihnen egal und ich mit.
Was ich jedoch nicht verstehe ist, dass es meiner Mutter seit dem gesundheitlich wirklich nicht gut geht. Sie hat abgenommen und Haarausfall und das tut mir unheimlich leid, aber sie will sich von mir nicht helfen lassen. Die einzige Lösung wäre dass ich mit meinem Freund Schluss mache, aber das möchte ich nicht weil ich ihn wirklich liebe und ihm das alles auch wirklich unheimlich leid tut, er hat auch schon oft versucht mit meiner Mutter zu reden aber sie hat ihm immer die Tür vor der Nase zugeknallt.

Ich hab jetzt das Problem dass ich dazwischen stehe, ich will niemanden verlieren und eig will ich nur dass es allen gut geht. Ich denke den ganzen Tag nur darüber nach was ich machen könnte, aber mir fällt nichts mehr ein und das nimmt mich wirklich mit..

Mich würden Eure Meinungen wirklich interessieren und ich würde mich freuen, wenn sich jemand die Zeit nehmen würde mir zu antworten, wie gesagt es muss nicht unbedingt DIE Lösung sein, ich würde nur gern eine Meinung hören. Danke schon mal.

P.S: Etwas wichtiges hab ich noch, und zwar war ich mit meiner Mutter sogar bei einer Familienpsychologin und die meinte, dass meine Mutter nicht über meine Beziehung bestimmen sollte/dürfte, weil ich meine eigenen Erfahrungen sammeln musste. Die Psychologin war die Idee meiner Mutter, doch schon nach einer Woche meinte sie in einer weiteren Diskussion (welche jetzt nur noch mit mir stattfinden, da mein Freund ja nicht mehr rein darf) dass es sie nicht mehr interessierte was die Psychologin gesagt hat und sie ihre eigenen Entscheidungen trifft. Das verstehe ich auch nicht, denn ich hab wirklich den Willen alles wieder hinzubiegen, aber sie lassen mir keine Chance.

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22. Mai 2013 um 15:51

Ist natürlich schwierig...
...und ich weiß natürlich nicht, was bei euch vorgefallen ist und wie sich dein freund verhalten hat, dass deine eltern sauer auf ihn sind, ob das berechtigt war oder nicht, und was du unter einem "schwierigen" charakter verstehst. aber insgesamt muss ich (aber wirklich nur als laie) der psychologin recht geben. selbst wenn es für deine eltern gerechtfertigt erscheint, das er nicht gut für dich ist, ist es immer noch deine entscheidung, mit wem du zusammen bist. immerhin bist du ja auch schon 17 und nicht noch 14, wo deine eltern eventuell noch etwas mehr verantwortung für dich hätten. aber mit 17 bist du ja schon fast volljährig, und dann musst du sowieso selbst entscheidungen treffen (und ich sage bewusst, du "musst", denn wenn du ewig nach dem willen deiner eltern oder anderer personen handelst, kannst du nie richtig selbstständig und selbstbewusst werden). und dass deine mutter selbst zu einer psychologin mit dir wollte und, nachdem die etwas gesagt hat, das ihr nicht passte, auf stur stellte, zeigt ja, dass sie nur sehr von sich ausgeht und sich nicht wirklich in dich reinversetzen will.

aber da ihr das anscheinend sehr nahe geht und sie dadurch richtig krank wird, kann man sie wohl nicht einfach ignorieren , bis sie sich dran gewöhnt hat, das verstehe ich. was sagt eigentlich dein vater dazu? und was hat dein freund eigentlich konkret falsch gemacht, hat er sich zu viel herausgenommen? oder war es vielleicht so, dass deine eltern ihm zuerst das gefühl gegeben haben, dass er sich viel herausnehmen könne und ihre meinung erst später geändert haben, sodass sich dein freund irgendwie "betrogen" vorkam, da das vertrauen ihm gegenüber geradezu ohne grund eingeschränkt worden ist? da könnte ich deinen freund nämlich verstehen, dass er irritiert ist, denn wenn gewisse regeln schon von anfang an da sind, kann man sich damit arrangieren und sich dran halten, wenn sie aber scheinbar ohne grund mittendrin kommen, fühlt man sich so, als ob einem plötzlich ein privileg genommen wurde. so hört sich das bei dir nämlich irgendwie an...da wäre es echt besser, sich wirklich alle mal an einen tisch zu setzen, selbst fehler einzugestehen (und zwar alle!, bitte nicht stur sein, ich weiß, ist manchmal schwierig), genau zu erklären, was einen an einer gewissen situation gestört hat (und da sollten auch deine eltern genau begründen, warum sie gewisse regeln gestzt haben, und nicht einfach sagen, sie hätten das recht dazu, einfach, weil sie deine eltern seien - selbst wenn das so wäre, brächte uns das hier nicht weiter), aufeinander einzugehen, verständnis zeigen, sich auszusprechen, und wenn möglich, nochmal von vorne beginnen, schon von anfang an regeln zu setzen etc..

Wenn sich deine mutter auf stur stellt und nicht bereit dazu ist, solltest du ihr wohl klar machen, dass das die einzige möglichkeit ist, sich zu vertragen, da du dich nicht wegen ihnen trennen wirst. wenn ich du wäre, würde ich mich nicht vor eine solche entscheidung ziehen lassen. Aber es wäre doch auch schade, ich meine, dass dein freund schon versucht hat, mit ihr zu reden, zeigt doch, dass er einen guten willen hat und ihm das doch wichtig ist.

Na gut, jetzt hab ich viel geschrieben, und ich hoffe, dass es auch ein bisschen geholfen hat. würd mich freuen, wenn du es mich wissen lassen würdes!

LG

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23. Mai 2013 um 15:10

Naja...
(ersteinmal vielen Dank für deine ausführliche Antwort, es freut mich wirklich dass du dir so viel Zeit genommen hast!)

... mein Freund ist ein sehr direkter Mensch und sagt eigentlich immer was er denkt und achtet nicht wirklich drauf wer nun vor ihm steht, das liegt wohl vorallem daran dass seine Mutter eben nie groß etwas dazu gesagt hat, da sie genug eigene Probleme hat. Und du könntest recht haben, wenn du sagst dass er sich wohl fühlte als wurde ihm ein Privileg genommen, denn wie gesagt vorher gab es nicht wirklich Grenzen von meinen Eltern und mich hat das dann ja genauso überrumpelt wie ihn, nur dass ers eben nicht einfach so hinnehmen wollte sondern nachgefragt hat wieso. Und meine Eltern kamen dann eben mit dem Spruch welchen du auch schon erwähnt hast, dass sie nunmal meine Eltern sind und sich nicht für ihre Regeln rechtfertigen müssen, wir müssen sie akzeptieren egal ob es uns passt oder nicht. Aber mein Freund wollte das eben nicht einfach so, ohne plausiblen Grund. Und nun ist es so dass auch meine Mutter einen recht explosiven Charakter an den Tag legen kann wenn ihr was nicht passt, also kannst du dir vorstellen was dann los ging. Mein Freund verhielt sich dann auch relativ 'respektlos' (dieses Wort verwenden meine Eltern) meiner Mutter gegenüber und deshalb hat ihn mein Vater dann rausgeschmissen, aber eigentlich noch in einem relativ ruhigen Ton, mein Vater ist nicht ein Typ der aufbrausend ist oder so. Ansonsten hält er jetzt natürlich zu meiner Mutter, aber im Gegensatz zu ihr redet er noch mit mir, wenn auch etwas zurückhaltend. Er sagt immer zu mir ich soll auf sie zugehen und ich soll mich doch auch mal in ihre Lage versetzten usw. Aber das hab ich ja alles schon versucht, nur es kommt von ihr nichts.

Und das mit dem an einen Tisch setzen haben wir bei den ersten zwei kleineren Streitereien gemacht, aber jetzt sträubt sich meine Mutter meinen Freund nur zu sehen, geschweige dem mit ihm zu reden. Mein Vater wäre zwar bereit zu einem Gespräch, aber er sagt dass er keine Möglichkeit sieht dass er hier irgendwann wieder rein darf.
Das habe ich meinem Freund dann auch gesagt, weil er mich täglich gefragt hat wies zuhause aussieht und ob jemand zu einem Gespräch bereit wäre, und nachdem ich ihm das dann gesagt hatte wurde er natürlich sauer, das kann ich auch gut nachvollziehen, denn irgendwo nehmen sie uns damit ja schon einen Großteil davon, was eigentlich dazugehört. Geburtstagsfeiern finden dann entweder 2 mal statt, einmal bei mir und einmal bei ihm, oder wir können eben nicht zusammen feiern usw, nur als ein Beispiel.

Wie gesagt ich hab schon vieles versucht und diese ganze Situation belastet nicht nur mich, sondern jeden der irgendwo involviert ist, gerade auch unsere Beziehung. Denn da er nicht mehr zu mir darf, bin ich dann die meiste Zeit bei ihm und das passt meinen Eltern dann auch wieder nicht, sie sagen dann ich soll mehr daheim sein. Aber ich weiß einfach nicht wie ich das noch arrangieren soll, ich kann nunmal nicht an 2 Orten gleichzeitig sein aber ich will auch niemanden verletzen..

So, jetzt hab ich mindestens mal wieder genauso viel geschrieben, aber die Situation lässt sich auch nicht so knapp zusammenfassen..
Also, nocheinmal danke dass du dir die Zeit genommen hast/nimmst! Es tut wirklich gut mal mit jemandem zu reden der keinerlei Vorurteile hat.

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23. Mai 2013 um 20:12
In Antwort auf jules2311

Naja...
(ersteinmal vielen Dank für deine ausführliche Antwort, es freut mich wirklich dass du dir so viel Zeit genommen hast!)

... mein Freund ist ein sehr direkter Mensch und sagt eigentlich immer was er denkt und achtet nicht wirklich drauf wer nun vor ihm steht, das liegt wohl vorallem daran dass seine Mutter eben nie groß etwas dazu gesagt hat, da sie genug eigene Probleme hat. Und du könntest recht haben, wenn du sagst dass er sich wohl fühlte als wurde ihm ein Privileg genommen, denn wie gesagt vorher gab es nicht wirklich Grenzen von meinen Eltern und mich hat das dann ja genauso überrumpelt wie ihn, nur dass ers eben nicht einfach so hinnehmen wollte sondern nachgefragt hat wieso. Und meine Eltern kamen dann eben mit dem Spruch welchen du auch schon erwähnt hast, dass sie nunmal meine Eltern sind und sich nicht für ihre Regeln rechtfertigen müssen, wir müssen sie akzeptieren egal ob es uns passt oder nicht. Aber mein Freund wollte das eben nicht einfach so, ohne plausiblen Grund. Und nun ist es so dass auch meine Mutter einen recht explosiven Charakter an den Tag legen kann wenn ihr was nicht passt, also kannst du dir vorstellen was dann los ging. Mein Freund verhielt sich dann auch relativ 'respektlos' (dieses Wort verwenden meine Eltern) meiner Mutter gegenüber und deshalb hat ihn mein Vater dann rausgeschmissen, aber eigentlich noch in einem relativ ruhigen Ton, mein Vater ist nicht ein Typ der aufbrausend ist oder so. Ansonsten hält er jetzt natürlich zu meiner Mutter, aber im Gegensatz zu ihr redet er noch mit mir, wenn auch etwas zurückhaltend. Er sagt immer zu mir ich soll auf sie zugehen und ich soll mich doch auch mal in ihre Lage versetzten usw. Aber das hab ich ja alles schon versucht, nur es kommt von ihr nichts.

Und das mit dem an einen Tisch setzen haben wir bei den ersten zwei kleineren Streitereien gemacht, aber jetzt sträubt sich meine Mutter meinen Freund nur zu sehen, geschweige dem mit ihm zu reden. Mein Vater wäre zwar bereit zu einem Gespräch, aber er sagt dass er keine Möglichkeit sieht dass er hier irgendwann wieder rein darf.
Das habe ich meinem Freund dann auch gesagt, weil er mich täglich gefragt hat wies zuhause aussieht und ob jemand zu einem Gespräch bereit wäre, und nachdem ich ihm das dann gesagt hatte wurde er natürlich sauer, das kann ich auch gut nachvollziehen, denn irgendwo nehmen sie uns damit ja schon einen Großteil davon, was eigentlich dazugehört. Geburtstagsfeiern finden dann entweder 2 mal statt, einmal bei mir und einmal bei ihm, oder wir können eben nicht zusammen feiern usw, nur als ein Beispiel.

Wie gesagt ich hab schon vieles versucht und diese ganze Situation belastet nicht nur mich, sondern jeden der irgendwo involviert ist, gerade auch unsere Beziehung. Denn da er nicht mehr zu mir darf, bin ich dann die meiste Zeit bei ihm und das passt meinen Eltern dann auch wieder nicht, sie sagen dann ich soll mehr daheim sein. Aber ich weiß einfach nicht wie ich das noch arrangieren soll, ich kann nunmal nicht an 2 Orten gleichzeitig sein aber ich will auch niemanden verletzen..

So, jetzt hab ich mindestens mal wieder genauso viel geschrieben, aber die Situation lässt sich auch nicht so knapp zusammenfassen..
Also, nocheinmal danke dass du dir die Zeit genommen hast/nimmst! Es tut wirklich gut mal mit jemandem zu reden der keinerlei Vorurteile hat.

Hmm...
...dass dein freund plausible gründe möchte, kann ich irgendwie verstehen...(um mal kurz von mir zu erzählen: ich war eher ein kind, dem von klein auf alles erklärt worden ist - grenzen oder regeln, die nicht konkret begründet wurden, gab es eigentlich nie. meine mutter fragte sich vor kurzem, ob das vielleicht ein fehler war. kann ich nicht beurteilen - mag sein, dass ich schon in gewissen situationen etwas aufmüpfig war und immer noch bin, aber eigentlich kommen wir so ganz gut zurecht, weil wir, auch wenn wir heftig gestritten haben, irgendwann danach über das alles reden können, ohne diese "das ist so weil ich es so sage"-Floskeln. aber das nur am rande, zurück zu dir): also, wie es bei deiner erziehung gelaufen ist, darf ich mich natürlich nicht einmischen (auch wenn ich es wie gesagt anders kenne), das ist natürlich ganz deinen eltern überlassen. aber mal abgesehen davon, wie du es als kind gelernt hast, ich finde auch, dass man mit 17 schon nach gründen fragen darf. du bist immerhin alt genug, das uneingeschränkt verstehen zu können, was deine eltern sagen. vielleicht wäre es besser gewesen, wenn du nach den gründen gefragt hättest, quasi im namen deines freundes. dir hätten seine eltern wohl mehrverständnis für deine bitte entgegengebracht, und vielleicht wäre die ganze situation dann auch nicht so eskaliert, weil dein freund dann gar nicht hätte respektlos sein können. ist natürlich jetzt alles hypothetisch, ich will dich auch wirklich nicht kritisieren oder so, bitte fass das nicht falsch auf! die zeit kann man eh nicht mehr zurückdrehen. aber kannst du nicht erst mal alleine mit deiner mutter reden (oder mit deinem vater, dass der dann mit deiner mutter redet)? Klar muss man verständnis für sie aufbringen, es wird ja auch irgendwelche gründe gegeben haben, dass deine eltern plötzlich grenzen gesetzt haben, auch wenn sie euch nicht genau erklärt haben warum. versuch doch mal, ganz genau nach dem grund zu fragen, weil es dir wichtig ist, deine mutter zu verstehen. verständnis zeigen kann man nun mal nur, wenn man versteht, und dazu gehört, dass man alles genau erklärt bekommt. vielleicht bin ich da ein bisschen zu optimistisch oder unrealistisch, aber vielleicht funktioniert's ja, wenn du das deiner mutter wiederum genau erklärst..habt ihr denn niemanden in eurer bekannt-/verwandtschaft, der der ganzen sache einigermaßen neutral gegenübersteht, der da vielleicht als "mediator" dienen könnte? Und noch eine Frage: wie du schreibst, ist es deinem freund anscheinend ziemlich wichtig, in die familie integriert zu sein. ist das nur so, weil er halt wegen dir gerne die uneingeschränkte möglichkeit hätte, so oft wie möglich bei dir zu sein, oder ist ihm wirklich auch die familie an sich wichtih? wenn das nämlcih so wäre, wäre es doppelt schade, dass das bei euch nicht funktioniert. zeigt ja, dass dein freund im grunde ein guter kerl ist, der hin und wieder nun mal mit seinem taktgefühl und seinem umgangston ein paar probleme hat. da könntest du ihn auch ein bisschen erziehen .

Ich weiß auch nicht, ob das alles so hilfreich ist, was ich ich dir so rate, ich schreib halt immer nach bestem gefühl und verstand so hin. Aber ich versetz' mich gern in euer aller lage, würde mich auch noch weiterhin interessieren, wie sich die ganze sache noch entwickelt. aber trennen nur um des lieben frieden willen - mach das bitte nicht. wenn du ihn liebst, dann steh zu ihm. alles andere muss sich ergeben, du bist hier nicht diejenige, die stur ist, führ dir das immer vor augen

lg

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24. Mai 2013 um 17:02
In Antwort auf elaine_12874070

Hmm...
...dass dein freund plausible gründe möchte, kann ich irgendwie verstehen...(um mal kurz von mir zu erzählen: ich war eher ein kind, dem von klein auf alles erklärt worden ist - grenzen oder regeln, die nicht konkret begründet wurden, gab es eigentlich nie. meine mutter fragte sich vor kurzem, ob das vielleicht ein fehler war. kann ich nicht beurteilen - mag sein, dass ich schon in gewissen situationen etwas aufmüpfig war und immer noch bin, aber eigentlich kommen wir so ganz gut zurecht, weil wir, auch wenn wir heftig gestritten haben, irgendwann danach über das alles reden können, ohne diese "das ist so weil ich es so sage"-Floskeln. aber das nur am rande, zurück zu dir): also, wie es bei deiner erziehung gelaufen ist, darf ich mich natürlich nicht einmischen (auch wenn ich es wie gesagt anders kenne), das ist natürlich ganz deinen eltern überlassen. aber mal abgesehen davon, wie du es als kind gelernt hast, ich finde auch, dass man mit 17 schon nach gründen fragen darf. du bist immerhin alt genug, das uneingeschränkt verstehen zu können, was deine eltern sagen. vielleicht wäre es besser gewesen, wenn du nach den gründen gefragt hättest, quasi im namen deines freundes. dir hätten seine eltern wohl mehrverständnis für deine bitte entgegengebracht, und vielleicht wäre die ganze situation dann auch nicht so eskaliert, weil dein freund dann gar nicht hätte respektlos sein können. ist natürlich jetzt alles hypothetisch, ich will dich auch wirklich nicht kritisieren oder so, bitte fass das nicht falsch auf! die zeit kann man eh nicht mehr zurückdrehen. aber kannst du nicht erst mal alleine mit deiner mutter reden (oder mit deinem vater, dass der dann mit deiner mutter redet)? Klar muss man verständnis für sie aufbringen, es wird ja auch irgendwelche gründe gegeben haben, dass deine eltern plötzlich grenzen gesetzt haben, auch wenn sie euch nicht genau erklärt haben warum. versuch doch mal, ganz genau nach dem grund zu fragen, weil es dir wichtig ist, deine mutter zu verstehen. verständnis zeigen kann man nun mal nur, wenn man versteht, und dazu gehört, dass man alles genau erklärt bekommt. vielleicht bin ich da ein bisschen zu optimistisch oder unrealistisch, aber vielleicht funktioniert's ja, wenn du das deiner mutter wiederum genau erklärst..habt ihr denn niemanden in eurer bekannt-/verwandtschaft, der der ganzen sache einigermaßen neutral gegenübersteht, der da vielleicht als "mediator" dienen könnte? Und noch eine Frage: wie du schreibst, ist es deinem freund anscheinend ziemlich wichtig, in die familie integriert zu sein. ist das nur so, weil er halt wegen dir gerne die uneingeschränkte möglichkeit hätte, so oft wie möglich bei dir zu sein, oder ist ihm wirklich auch die familie an sich wichtih? wenn das nämlcih so wäre, wäre es doppelt schade, dass das bei euch nicht funktioniert. zeigt ja, dass dein freund im grunde ein guter kerl ist, der hin und wieder nun mal mit seinem taktgefühl und seinem umgangston ein paar probleme hat. da könntest du ihn auch ein bisschen erziehen .

Ich weiß auch nicht, ob das alles so hilfreich ist, was ich ich dir so rate, ich schreib halt immer nach bestem gefühl und verstand so hin. Aber ich versetz' mich gern in euer aller lage, würde mich auch noch weiterhin interessieren, wie sich die ganze sache noch entwickelt. aber trennen nur um des lieben frieden willen - mach das bitte nicht. wenn du ihn liebst, dann steh zu ihm. alles andere muss sich ergeben, du bist hier nicht diejenige, die stur ist, führ dir das immer vor augen

lg

Neutral gegenüberstehen...
... tut der Sache aus unserer Bekannt -& Verwandtschaft niemand mehr. Leider. Alle sehen meine Mutter als Opfer (das soll nicht böse klingen, sie tut mir ja auch wirklich leid wie das alles gelaufen ist!) und mich als die Böse, die ihr das alles angetan hat, und das wirft sie mir ja auch vor, wenn sie denn gerade mal mit mir redet. Ich meine, ich verstehe dass ihre Nerven irgendwo blank liegen, da sie besonders die Sache mit dem Haarausfall sehr mitnimmt, aber immer wieder diese Vorwürfe bringen uns ja auch nicht weiter. Ich würde ihr wirklich gerne helfen oder mit ihr reden, aber sie blockt einfach immer ab. Wenn ich nach Hause komme und Hallo sage bekomme ich nur irgendwelches unverständliches Gemurmel, und irgendwie weiß ich auch nicht mehr recht wie ich darauf noch reagieren soll. Wenn es mal wieder zu einem Gespräch kommt, reden wir zwar ein Stück, das artet dann aber meist sofort wieder in Diskussionen aus (aber eigentlich nicht von meiner Seite aus, nur wenn sie meinen Freund dann wieder bis aufs letzte runtermacht kann auch ich nicht ganz ruhig bleiben, egal in wie weit ich sie verstehen kann oder nicht). Wir drehen uns mit unseren Gesprächen immer im Kreis, sie sagt immer ich sei ihr egal und mein Freund erst recht.. aber das kann ich nicht glauben, denn sonst würde sie das nicht immernoch so krank machen.

Und ich nehme deine Worte nicht als Kritik auf, du hast da schon recht. Ich kenne ja meinen Freund und hätte das irgendwie ahnen müssen.. nur das Problem ist, dass er auch nicht will dass etwas über seinen Kopf hinweg entschieden wird, weil das meine Eltern dann auch angefangen haben. Sie haben immer nur mit mir über solche neuen 'Grenzen' geredet, obwohl mein Freund sogar manchmal mit im Haus war. Deswegen war er da auch ein wenig misstrauisch.

Und auf deine Frage hin, ich denke ihm ist wirklich beides wichtig, mich uneingeschränkt zu sehen UND auch meine Familie, besonders mein Vater. Die beiden hatten sich eigentlich auf Anhieb recht gut verstanden und haben auch immer zusammen Dart gespielt usw.. von daher denke ich mein Freund findet das auch sehr schade, vorallem weil er ja selber nie so richtig eine Vaterfigur in seinem Leben hatte.

Und natürlich sind deine Worte hilfreich! Wirklich, du kannst dir nicht vorstellen wie das ist, immer zwischen zwei Stühlen und mit keinem kannst du so richtig objektiv reden, das macht einen fertig. Irgendwann weiß man garnicht mehr was man denken soll.
Also, von daher möchte ich nochmal danke sagen, du hilfst mir wirklich sehr

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25. Mai 2013 um 14:50

Weisst du
wenn ich jemanden in unser Haus lasse, dann erwarte ich, dass sie dieser auch in die Regeln die in unserm Haus gelten, hält.

Wenn dieser meinte unsere Regeln zu hinter fragen zu müssen, dass ist dieser nicht mehr in unserem Haus willkommen.

Er war Gast in diesem Haus und hat sich selbstverständlich auch so zu benehmen. Als Gast.. egal ob er eine schwierige Kindheit hatte oder nicht. Das spielt alles keine Rolle. Niemand hat sich im Ton zu vergreifen.

Als Mutter würde ich denken, wenn er sich so schon schlecht mir gegenüber benimmt, stellt sich doch die Frage, wie er sich irgenwann meiner Tochter gegenüber benimmt. Das zeugt von einem schlechten Charakter und ich würde dich als Mutter auch davor schützen wollen.

Fakt ist. Dein Freund hat es mal wieder, es war ja nicht das erstemal, gründlich versaut. Zwei Mal ist ihm schon vergeben worden. Ein drittes Mal, würde auch ich ihm nicht vergeben.

In der kurzen Zeit, in dem du ihn kennst, weisst du nicht alles über ihn. Deine Eltern haben eine bessere Menschenkenntnis als du. Sie leben ja auch schon länger... Vielleicht sehen sie etwas in deinem Freund, was du bisher noch nicht erkennst.

Oftmals haben Eltern gerade Mütter mit ihren Vorahnungen Recht...

Er wird nicht dein erster und letzter Freund sein, auch wenn du das jetzt nicht hören möchtest, zieh die rosa-rote Brille ab und schau ihn dir genau an. Schreib dir mal seine Charaterschwächen auf.... und überlege dir genau, ob du nicht auch Angst um dein Kind hättest..

Saraa

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25. Mai 2013 um 19:06
In Antwort auf naomh_12744558

Weisst du
wenn ich jemanden in unser Haus lasse, dann erwarte ich, dass sie dieser auch in die Regeln die in unserm Haus gelten, hält.

Wenn dieser meinte unsere Regeln zu hinter fragen zu müssen, dass ist dieser nicht mehr in unserem Haus willkommen.

Er war Gast in diesem Haus und hat sich selbstverständlich auch so zu benehmen. Als Gast.. egal ob er eine schwierige Kindheit hatte oder nicht. Das spielt alles keine Rolle. Niemand hat sich im Ton zu vergreifen.

Als Mutter würde ich denken, wenn er sich so schon schlecht mir gegenüber benimmt, stellt sich doch die Frage, wie er sich irgenwann meiner Tochter gegenüber benimmt. Das zeugt von einem schlechten Charakter und ich würde dich als Mutter auch davor schützen wollen.

Fakt ist. Dein Freund hat es mal wieder, es war ja nicht das erstemal, gründlich versaut. Zwei Mal ist ihm schon vergeben worden. Ein drittes Mal, würde auch ich ihm nicht vergeben.

In der kurzen Zeit, in dem du ihn kennst, weisst du nicht alles über ihn. Deine Eltern haben eine bessere Menschenkenntnis als du. Sie leben ja auch schon länger... Vielleicht sehen sie etwas in deinem Freund, was du bisher noch nicht erkennst.

Oftmals haben Eltern gerade Mütter mit ihren Vorahnungen Recht...

Er wird nicht dein erster und letzter Freund sein, auch wenn du das jetzt nicht hören möchtest, zieh die rosa-rote Brille ab und schau ihn dir genau an. Schreib dir mal seine Charaterschwächen auf.... und überlege dir genau, ob du nicht auch Angst um dein Kind hättest..

Saraa

Klar, man muss sich benehmen können. ABER:
mensch, man muss doch über alles reden können. genauso, wie man erwarten kann, das sich jemand in deinem haus benehmen und sich an regeln & grenzen halten kann, kann derjenige auch erwarten, dass er plausible gründe für diese regeln erklärt bekommt, vor allem, wenn sie, wie in jules' fall plötzlich und scheinbar ohne zusammenhang getroffen werden.

Du (ich darf doch "Du" sagen, oder?) benutzt das wort "hinterfragen" so, als ob es ein großes verbrechen wäre, "um gottes willen, wie kann er es wagen, nochmal nachzufragen", so, als ob er eine böse absicht dabei hätte. dabei will man doch, wenn man hinterfragt, nur verstehen. daran ist doch nichts auszusetzen, oder? wie es scheint, hat sich jules' freund wohl zudem auch etwas im ton vergriffen, was er natürlich nicht hätte tun dürfen, aber anstatt ihm das für alle ewigkeit vorzuwerfen, sollte man versuchen, sich gegenseitig so zu verstehen, dass sowas nicht wieder vorkommt.

und damit meine ich nicht, dass man dem bösen jungen verzeiht, dass er sich dreisterweise erlaubt hat, nach dem grund zu fragen, sondern dass man sich gegenseitig versucht zu verstehen. das mag für "mein haus - mein kind - meine regeln"-Eltern vielleicht überwindung kosten, aber seien wir mal ehrlich: nicht nur die kinder wollen was von ihren eltern, sondern auch umgekehrt. man sieht ja, wie die mutter drunter leidet. Wir wollen doch keine gerichtsverhandlung, wo einer für schuldig erklärt wird. fehler bekennen, natürlich, aber bitte auf beiden seiten. ansonsten wird die gleiche sache immer wieder zu konfliktpotenzial führen, was da anscheinend ja auch passiert ist.

und mag sich jules' freund manchmal temperamentvoll, vielleicht auch etwas cholerisch benehmen - das ist noch lange kein grund zu denken, dass er seine freundin auch schlecht behandeln wird. nicht zu allem ja und amen zu sagen, kann auch ein vorteil in vielerlei beziehung sein (und auch IN der beziehung ). Ich kenne ihn natürlich genau so wenig wie du, wenn sich wirklich mal zeigen sollte, dass er sie schlecht behandelt, sollte sie so schnell wie möglich die konsequenzen daraus ziehen. aber jules kommt mir nicht vor wie ein gedankenloser teenie, der vor lauter rosaroten wolken nichts sieht und sich in den erstbesten verliebt. Zumal sie ja sehr reflektiert über alles schreiben kann.

Menschenkenntnis haben eltern wohl gezwungenermaßen mehr als ihre kinder, aber wohl auch genauso viel hang, ihre kinder in allen fällen beschützen zu müssen, ob gerechtfertigt oder nicht. und ich wage mal zu behaupten, dass die freundin ihren freund besser kennt, als ihre eltern ihren freund, lebenserfahrung und menschenkenntnis hin oder her. schließlich ist sie ja viel öfter mit ihm zusammen, redet mit ihm viel mehr und tiefgehender etc..

Selbst wenn es so bleibt, dass er nicht mehr zu ihr darf und sein verhältnis zu ihren eltern ein für alle mal kaputt ist, ist das noch lange kein grund, jemanden so unter emotionalen druck zu setzen. selbst wenn ihr freund ein a**** sein sollte, müsste sie das wohl selbst herausfinden und sich nicht nur wegen der eltern und der mutter, die nicht mehr mit ihr spricht, trennen. Und wenn du schon den ultimativen Charaktereigenschaftstest empfiehlst, würde ich gerne noch ergänzen: schreib dir (jetzt meine ich jules) nicht nur seine charakterschwächen auf, sondern auch die stärken, + alles, was du an ihm liebst. dann kannst du wenigstens abwägen.

Und wenn man denken würde, dass der jetzige freund es für alle zeiten sein wird, würde jeder schon nach 2 wochen heiraten. dieses argument kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. man lebt doch jede beziehung so, als wäre es die letzte, oder war es bei dir (jetzt meine ich wieder saraa) anders?

Schwarzpappel

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26. Mai 2013 um 14:48
In Antwort auf elaine_12874070

Klar, man muss sich benehmen können. ABER:
mensch, man muss doch über alles reden können. genauso, wie man erwarten kann, das sich jemand in deinem haus benehmen und sich an regeln & grenzen halten kann, kann derjenige auch erwarten, dass er plausible gründe für diese regeln erklärt bekommt, vor allem, wenn sie, wie in jules' fall plötzlich und scheinbar ohne zusammenhang getroffen werden.

Du (ich darf doch "Du" sagen, oder?) benutzt das wort "hinterfragen" so, als ob es ein großes verbrechen wäre, "um gottes willen, wie kann er es wagen, nochmal nachzufragen", so, als ob er eine böse absicht dabei hätte. dabei will man doch, wenn man hinterfragt, nur verstehen. daran ist doch nichts auszusetzen, oder? wie es scheint, hat sich jules' freund wohl zudem auch etwas im ton vergriffen, was er natürlich nicht hätte tun dürfen, aber anstatt ihm das für alle ewigkeit vorzuwerfen, sollte man versuchen, sich gegenseitig so zu verstehen, dass sowas nicht wieder vorkommt.

und damit meine ich nicht, dass man dem bösen jungen verzeiht, dass er sich dreisterweise erlaubt hat, nach dem grund zu fragen, sondern dass man sich gegenseitig versucht zu verstehen. das mag für "mein haus - mein kind - meine regeln"-Eltern vielleicht überwindung kosten, aber seien wir mal ehrlich: nicht nur die kinder wollen was von ihren eltern, sondern auch umgekehrt. man sieht ja, wie die mutter drunter leidet. Wir wollen doch keine gerichtsverhandlung, wo einer für schuldig erklärt wird. fehler bekennen, natürlich, aber bitte auf beiden seiten. ansonsten wird die gleiche sache immer wieder zu konfliktpotenzial führen, was da anscheinend ja auch passiert ist.

und mag sich jules' freund manchmal temperamentvoll, vielleicht auch etwas cholerisch benehmen - das ist noch lange kein grund zu denken, dass er seine freundin auch schlecht behandeln wird. nicht zu allem ja und amen zu sagen, kann auch ein vorteil in vielerlei beziehung sein (und auch IN der beziehung ). Ich kenne ihn natürlich genau so wenig wie du, wenn sich wirklich mal zeigen sollte, dass er sie schlecht behandelt, sollte sie so schnell wie möglich die konsequenzen daraus ziehen. aber jules kommt mir nicht vor wie ein gedankenloser teenie, der vor lauter rosaroten wolken nichts sieht und sich in den erstbesten verliebt. Zumal sie ja sehr reflektiert über alles schreiben kann.

Menschenkenntnis haben eltern wohl gezwungenermaßen mehr als ihre kinder, aber wohl auch genauso viel hang, ihre kinder in allen fällen beschützen zu müssen, ob gerechtfertigt oder nicht. und ich wage mal zu behaupten, dass die freundin ihren freund besser kennt, als ihre eltern ihren freund, lebenserfahrung und menschenkenntnis hin oder her. schließlich ist sie ja viel öfter mit ihm zusammen, redet mit ihm viel mehr und tiefgehender etc..

Selbst wenn es so bleibt, dass er nicht mehr zu ihr darf und sein verhältnis zu ihren eltern ein für alle mal kaputt ist, ist das noch lange kein grund, jemanden so unter emotionalen druck zu setzen. selbst wenn ihr freund ein a**** sein sollte, müsste sie das wohl selbst herausfinden und sich nicht nur wegen der eltern und der mutter, die nicht mehr mit ihr spricht, trennen. Und wenn du schon den ultimativen Charaktereigenschaftstest empfiehlst, würde ich gerne noch ergänzen: schreib dir (jetzt meine ich jules) nicht nur seine charakterschwächen auf, sondern auch die stärken, + alles, was du an ihm liebst. dann kannst du wenigstens abwägen.

Und wenn man denken würde, dass der jetzige freund es für alle zeiten sein wird, würde jeder schon nach 2 wochen heiraten. dieses argument kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. man lebt doch jede beziehung so, als wäre es die letzte, oder war es bei dir (jetzt meine ich wieder saraa) anders?

Schwarzpappel

Jeder hat eine andere Meinung...
...und daran ist ja auch um Himmels Willen nichts auszusetzen. Saraa, du denkst in diesem Fall eben ähnlich wie meine Eltern, und ich kann auch das irgendwo nachvollziehen. Er hat sich in diesem Momant nun mal zu viel rausgenommen, zum wiederholten Mal und dir würde es, genau wie meinen Eltern, jetzt reichen. Ist wirklich verständlich für mich, nur bringt mich das leider in meiner Situation nicht weiter. Weder er noch ich noch irgendjemand anders kann das jetzt noch rückgängig machen. Aber das dieser Vorfall war schon im Februar, und irgendwie hatte ich gehofft dass sich die Situation über die Zeit wenigstens wieder ein bisschen entspannen würde und meine Mutter wenigstens wieder an einem normalen Verhältnis zu mir interessiert wäre. Und es ist wirklich nicht so, dass ich jetzt unfreundlich zu ihr wäre, im Gegenteil. Ich helfe ihr im Haushalt jetzt mehr als je zuvor, gerade auch weil sie eben mit ihrer Gesundheit so zu kämpfen hat. Aber ich kann einfach nicht nachvollziehen, wieso sie lieber diesen ganzen Stress in Kauf nimmt, diese angespannte Situation, durch die es ihr eher schlechter geht als besser, anstatt irgendwie Interesse an einer Versöhnung (wenigstens mit mir) zu zeigen. Langsam macht meinen Freund das auch wieder wütend, weil er merkt dass es mir dadurch wirklich nicht gut geht und er es auch nicht wirklich nachvollziehen kann. Wie gesagt,er weiß dass er an dem Tag zum wiederholten Mal großen Mist gebaut hat und er berreut es wirklich, aber ich kann auch verstehen dass es für meine Eltern langsam unglaubwürdig wird, nach dem dritten mal. Nur das Problem ist, wenn sie ihm jetzt zuhören würden, würden sie wahrscheinlich merken wie ihn das mitnimmt, aber sie wollen eben einfach nicht.

Andererseits gibts auch einfach noch das Problem, dass meine Mutter mit sehr vielen Leuten darüber redet (natürlich aus ihrer Sicht) und dadurch weiterhin die Bestätigungen bekommt, dass sie allein im Recht ist. Außer von der Psychologin, aber das ist ja plötzlich nicht mehr relevant, obwohl sie da unbedingt mit mir hin wollte und das wirklich die einzige unpateiische Person war, die beide Seiten gehört hat.

Natürlich hat auch mein Freund Fehler, daran besteht kein Zweifel, aber die habe ich auch und die haben auch meine Eltern. Keiner hatte wirklich die Absicht dass es zu sowas kommt und ich glaube es gibt auch niemanden Beteiligten der damit zufrieden ist. Aber irgendwie sind meine Eltern dann jetzt auch zu starrköpfig (das ist jetzt hart, aber mir ist kein besseres Wort eingefallen..) irgendwas zu ändern.

Und das mit dem Stärken und Schwächen aufschreiben.. ich weiß nicht. Ich kenne ihn doch, und wenn ich mir mit ihm so unsicher wäre, würde ich das alles bestimmt nicht so mit machen.
Ich finde auch einfach, dass eine Entscheidung zwischen ihm und meinen Eltern garnicht möglich ist, ich meine das kann man doch garnicht vergleichen. Was man für die Eltern fühlt und was für einen Partner ist doch was völlig verschiedenes, deswegen weiß ich wirklich nicht so richtig wie ich damit noch umgehen soll :/

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27. Mai 2013 um 15:16
In Antwort auf elaine_12874070

Klar, man muss sich benehmen können. ABER:
mensch, man muss doch über alles reden können. genauso, wie man erwarten kann, das sich jemand in deinem haus benehmen und sich an regeln & grenzen halten kann, kann derjenige auch erwarten, dass er plausible gründe für diese regeln erklärt bekommt, vor allem, wenn sie, wie in jules' fall plötzlich und scheinbar ohne zusammenhang getroffen werden.

Du (ich darf doch "Du" sagen, oder?) benutzt das wort "hinterfragen" so, als ob es ein großes verbrechen wäre, "um gottes willen, wie kann er es wagen, nochmal nachzufragen", so, als ob er eine böse absicht dabei hätte. dabei will man doch, wenn man hinterfragt, nur verstehen. daran ist doch nichts auszusetzen, oder? wie es scheint, hat sich jules' freund wohl zudem auch etwas im ton vergriffen, was er natürlich nicht hätte tun dürfen, aber anstatt ihm das für alle ewigkeit vorzuwerfen, sollte man versuchen, sich gegenseitig so zu verstehen, dass sowas nicht wieder vorkommt.

und damit meine ich nicht, dass man dem bösen jungen verzeiht, dass er sich dreisterweise erlaubt hat, nach dem grund zu fragen, sondern dass man sich gegenseitig versucht zu verstehen. das mag für "mein haus - mein kind - meine regeln"-Eltern vielleicht überwindung kosten, aber seien wir mal ehrlich: nicht nur die kinder wollen was von ihren eltern, sondern auch umgekehrt. man sieht ja, wie die mutter drunter leidet. Wir wollen doch keine gerichtsverhandlung, wo einer für schuldig erklärt wird. fehler bekennen, natürlich, aber bitte auf beiden seiten. ansonsten wird die gleiche sache immer wieder zu konfliktpotenzial führen, was da anscheinend ja auch passiert ist.

und mag sich jules' freund manchmal temperamentvoll, vielleicht auch etwas cholerisch benehmen - das ist noch lange kein grund zu denken, dass er seine freundin auch schlecht behandeln wird. nicht zu allem ja und amen zu sagen, kann auch ein vorteil in vielerlei beziehung sein (und auch IN der beziehung ). Ich kenne ihn natürlich genau so wenig wie du, wenn sich wirklich mal zeigen sollte, dass er sie schlecht behandelt, sollte sie so schnell wie möglich die konsequenzen daraus ziehen. aber jules kommt mir nicht vor wie ein gedankenloser teenie, der vor lauter rosaroten wolken nichts sieht und sich in den erstbesten verliebt. Zumal sie ja sehr reflektiert über alles schreiben kann.

Menschenkenntnis haben eltern wohl gezwungenermaßen mehr als ihre kinder, aber wohl auch genauso viel hang, ihre kinder in allen fällen beschützen zu müssen, ob gerechtfertigt oder nicht. und ich wage mal zu behaupten, dass die freundin ihren freund besser kennt, als ihre eltern ihren freund, lebenserfahrung und menschenkenntnis hin oder her. schließlich ist sie ja viel öfter mit ihm zusammen, redet mit ihm viel mehr und tiefgehender etc..

Selbst wenn es so bleibt, dass er nicht mehr zu ihr darf und sein verhältnis zu ihren eltern ein für alle mal kaputt ist, ist das noch lange kein grund, jemanden so unter emotionalen druck zu setzen. selbst wenn ihr freund ein a**** sein sollte, müsste sie das wohl selbst herausfinden und sich nicht nur wegen der eltern und der mutter, die nicht mehr mit ihr spricht, trennen. Und wenn du schon den ultimativen Charaktereigenschaftstest empfiehlst, würde ich gerne noch ergänzen: schreib dir (jetzt meine ich jules) nicht nur seine charakterschwächen auf, sondern auch die stärken, + alles, was du an ihm liebst. dann kannst du wenigstens abwägen.

Und wenn man denken würde, dass der jetzige freund es für alle zeiten sein wird, würde jeder schon nach 2 wochen heiraten. dieses argument kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. man lebt doch jede beziehung so, als wäre es die letzte, oder war es bei dir (jetzt meine ich wieder saraa) anders?

Schwarzpappel

Nichts aber
ein Gast in meinem Hause, hat nicht mit mir über meine Regeln in meinem Haus zu diskutieren.

Stell dir mal vor, es kommt ein Gast und der raucht bei dir in der Wohnung und du willst das nicht und er diskutiert mit dir, raucht weiter und ist dann noch unverschämt zu dir und das nicht das erste mal.... Hallooooo??

Fakt ist. Die TE ist 17 Jahre alt, sie kann selbstverständlich selbst entscheiden, aber genauso gut können ihre Eltern selbst entscheiden, wer in ihr Haus kommt und wer nicht.

Es gibt nichts zu diskutieren.

Saraa

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27. Mai 2013 um 15:17
In Antwort auf jules2311

Jeder hat eine andere Meinung...
...und daran ist ja auch um Himmels Willen nichts auszusetzen. Saraa, du denkst in diesem Fall eben ähnlich wie meine Eltern, und ich kann auch das irgendwo nachvollziehen. Er hat sich in diesem Momant nun mal zu viel rausgenommen, zum wiederholten Mal und dir würde es, genau wie meinen Eltern, jetzt reichen. Ist wirklich verständlich für mich, nur bringt mich das leider in meiner Situation nicht weiter. Weder er noch ich noch irgendjemand anders kann das jetzt noch rückgängig machen. Aber das dieser Vorfall war schon im Februar, und irgendwie hatte ich gehofft dass sich die Situation über die Zeit wenigstens wieder ein bisschen entspannen würde und meine Mutter wenigstens wieder an einem normalen Verhältnis zu mir interessiert wäre. Und es ist wirklich nicht so, dass ich jetzt unfreundlich zu ihr wäre, im Gegenteil. Ich helfe ihr im Haushalt jetzt mehr als je zuvor, gerade auch weil sie eben mit ihrer Gesundheit so zu kämpfen hat. Aber ich kann einfach nicht nachvollziehen, wieso sie lieber diesen ganzen Stress in Kauf nimmt, diese angespannte Situation, durch die es ihr eher schlechter geht als besser, anstatt irgendwie Interesse an einer Versöhnung (wenigstens mit mir) zu zeigen. Langsam macht meinen Freund das auch wieder wütend, weil er merkt dass es mir dadurch wirklich nicht gut geht und er es auch nicht wirklich nachvollziehen kann. Wie gesagt,er weiß dass er an dem Tag zum wiederholten Mal großen Mist gebaut hat und er berreut es wirklich, aber ich kann auch verstehen dass es für meine Eltern langsam unglaubwürdig wird, nach dem dritten mal. Nur das Problem ist, wenn sie ihm jetzt zuhören würden, würden sie wahrscheinlich merken wie ihn das mitnimmt, aber sie wollen eben einfach nicht.

Andererseits gibts auch einfach noch das Problem, dass meine Mutter mit sehr vielen Leuten darüber redet (natürlich aus ihrer Sicht) und dadurch weiterhin die Bestätigungen bekommt, dass sie allein im Recht ist. Außer von der Psychologin, aber das ist ja plötzlich nicht mehr relevant, obwohl sie da unbedingt mit mir hin wollte und das wirklich die einzige unpateiische Person war, die beide Seiten gehört hat.

Natürlich hat auch mein Freund Fehler, daran besteht kein Zweifel, aber die habe ich auch und die haben auch meine Eltern. Keiner hatte wirklich die Absicht dass es zu sowas kommt und ich glaube es gibt auch niemanden Beteiligten der damit zufrieden ist. Aber irgendwie sind meine Eltern dann jetzt auch zu starrköpfig (das ist jetzt hart, aber mir ist kein besseres Wort eingefallen..) irgendwas zu ändern.

Und das mit dem Stärken und Schwächen aufschreiben.. ich weiß nicht. Ich kenne ihn doch, und wenn ich mir mit ihm so unsicher wäre, würde ich das alles bestimmt nicht so mit machen.
Ich finde auch einfach, dass eine Entscheidung zwischen ihm und meinen Eltern garnicht möglich ist, ich meine das kann man doch garnicht vergleichen. Was man für die Eltern fühlt und was für einen Partner ist doch was völlig verschiedenes, deswegen weiß ich wirklich nicht so richtig wie ich damit noch umgehen soll :/

Hast du dir schon überlegt
auszuziehen?

Vielleicht tut es dir und deinen Eltern ganz gut, wenn Abstand herrscht.

Saraa

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27. Mai 2013 um 16:07
In Antwort auf naomh_12744558

Nichts aber
ein Gast in meinem Hause, hat nicht mit mir über meine Regeln in meinem Haus zu diskutieren.

Stell dir mal vor, es kommt ein Gast und der raucht bei dir in der Wohnung und du willst das nicht und er diskutiert mit dir, raucht weiter und ist dann noch unverschämt zu dir und das nicht das erste mal.... Hallooooo??

Fakt ist. Die TE ist 17 Jahre alt, sie kann selbstverständlich selbst entscheiden, aber genauso gut können ihre Eltern selbst entscheiden, wer in ihr Haus kommt und wer nicht.

Es gibt nichts zu diskutieren.

Saraa

Es ist aber ein unterschied
ob es sich um etwas prinzipielles wie rauchen, oder um etwas persönliches handelt. Und wenn die "regeln" mittendrin verschärft werden, dann kann man annehmen, dass es sich um etwas persönliches handelt. Erwartest du selbst nicht, dass dir jemand sagt, warum er ein problem mit dir hat?

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4. Januar 2014 um 0:25

Fazit nach weiteren 8 Monaten..
Also, eigentlich ärgere ich mich ein wenig, dass ich diese Diskussion so hab einschlafen lassen, denn dieses Thema nimmt immernoch den größten Teil meines Lebens ein. Um es vielleicht jetzt so kurz wie nur irgendwie möglich zu fassen:

Am Anfang der Sommerferien ist die Situation dann aufs Extremste eskaliert, meine Eltern wollten mich erpressen Schluss zu machen und das hätten sie auch fast geschafft. Nicht, weil sie es geschafft hätten mir meine Gefühle auszureden sondern weil ich einfach dem Druck nicht mehr Stand halten konnte. Ich war einfach zu sehr am Boden als dass ich noch hätte weiterkämpfen können, aber mein Freund wusste dass ich diesen Schritt nicht auf mangelnden Gefühlen sondern aus Verzweiflung tun wollte, letztendlich jedoch niemals hätte durchziehen können. Er blieb weiter an meiner Seite und tat sein bestes. Die Situation mit meinen Eltern wurde jedoch nicht besser, nein im Gegenteil.. Ende derdritten Ferienwoche schmissen sie mich dann raus (bzw haben sie mich gebeten zu gehen und eigentlich war ich auch froh über den Abstand). Die restlichen Wochen verliefen bei ihm reibungslos, natürlich dachte ich immer wieder an daheim und hatte ein schlechtes Gewissen und machte mir Vorwürfe, aber mein Freund half mir mich so gut wie möglich zu entspannen. Kurz vor Schulbeginn zog ich schließlich auf eigenen Wunsch wieder ein und ich hatte den Eindruck dass auch meine Eltern ganz froh waren.

Mein Verhältnis zu ihnen hat sich seit dem im Vergleich zu vorher verbessert, sie zwingen mich nicht mehr direkt mich zu entscheiden bzw Schluss zu machen o.ä. Nur ist es jetzt das Problem dass sie mich wieder oft daheim haben wollen. Es ist nicht so dass ich sehr selten daheim bin, nur ich versuche eben die Zeit mit meinem Freund und die Zeit mit meinen Eltern auszubalancieren, aber das funktioniert einfach nicht. Irgendjemand ist IMMER mit meiner Entscheidung unzufrieden. Und auch ansonsten kommt in der weiteren Verwandtschaft noch vieles dazu mit den Omas und Tanten usw..

Im Großen und Ganzen bin ich also schon ein bisschen weiter gekommen, die Situation ist jedoch trotzdem noch sehr verfahren. Vielleicht gibt es ja mittlerweile noch andere Meinungen oder Ratschläge, also wie gesagt, Abstand hatte ich für kurze Zeit und das hat auch geholfen, aber eben nicht für sehr lang..

Nun ist es ja doch recht lang geworden, aber so ein Thema kann man einfach nicht kurz fassen.. :/

Liebe Grüße und schon mal Danke für's Lesen,
Jules2311

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