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Emotionale Unterstützung von den Eltern

Letzte Nachricht: 2. Juli um 17:07
02.07.21 um 13:52

Hallo!

Ich (30, singel, Einzelkind) bin sehr unverunsichert was meine Erwartungshaltung gegenüber meinen Eltern angeht. Um ehrlich zu sein würde ich mir etwas mehr Unterstützung/Anteilnahme wünschen. Grundsätzlich sprechen wir ca. 1x wöchentlich miteinander. Wenn ich mich nicht melde, dann höre ich aber auch häufig mal 3 Wochen nichts. 

Leider war es auch neulich so als ich mich von meiner Frau getrennt habe. Ich hätte mir gewünscht, dass mein Vater sich meldet und einfach mal Fragt wie es mir geht. Habe aber erst 16 Tage nach der Trennung etwas von ihm gehört. Hätte mich wohl auch bei ihm melden können, allerdings habe ich häufiger schon das Feedback bekommen, dass er es lieber hat wenn ich mich nicht mit schwierigen Themen melde. Zumal ich ja inzwischen Erwachsen bin. Ich habe ihm dann einige Monate später in freundlicher Atmosphäre erklärt, dass es mich sehr gefreut hätte wenn er mich angerufen hätte. Ich denke nämlich, dass wenn man lange nichts von einander hört es gut wäre mal kurz anzurufen um zu sehen ob alles in ordnung ist - meistens ist ja alles gut. Er hat aber sehr große Schwierigkeiten meinen Punkt zu verstehen.

Jetzt ganz akut werde ich von meiner besten Freudinn, die wie eine Schwester für mich ist, geghostet und leide sehr darunter. Ich habe mich getraut und mich meiner Mutter anvertraut. Ich habe eine lange Nachricht geschrieben und ihr erklärt, dass ich sehr traurig bin. Sie hat mir getextet, dass ich es nicht persönlich nehmen soll. Ich antwortete ihr, dass ich es leider doch persönlich nehme. Ich hätte mir eigentlich gewünscht, dass sie vielleicht anruft. Hat sie aber nicht getant.

Habe ich zu hohe Erwartungen? Sollte ich mit 30 unabhägiger sein? Ich mache mir große Sorgen, dass ich vielleicht etwas zu fordernd bin und meine Eltern deshalb den Kontakt meiden. Auf der anderen Seite würde ich mich sofort melden wenn es meinen Eltern schlecht geht. Dann melde ich mich auch am nächsten Tag nochmal um zu sehen ob es besser oder schlimmer wird. Für mich wäre es eigentlich selbstverständlich - aber Menschen sind nunmal auch verschieden.

Schreibt mir bitte auch wenn ihr denkt, dass ich mich anders Verhalten sollte. Ich kann gut mit (harschen) Feedback arbeiten


 

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02.07.21 um 17:07
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Hallo!

Ich (30, singel, Einzelkind) bin sehr unverunsichert was meine Erwartungshaltung gegenüber meinen Eltern angeht. Um ehrlich zu sein würde ich mir etwas mehr Unterstützung/Anteilnahme wünschen. Grundsätzlich sprechen wir ca. 1x wöchentlich miteinander. Wenn ich mich nicht melde, dann höre ich aber auch häufig mal 3 Wochen nichts. 

Leider war es auch neulich so als ich mich von meiner Frau getrennt habe. Ich hätte mir gewünscht, dass mein Vater sich meldet und einfach mal Fragt wie es mir geht. Habe aber erst 16 Tage nach der Trennung etwas von ihm gehört. Hätte mich wohl auch bei ihm melden können, allerdings habe ich häufiger schon das Feedback bekommen, dass er es lieber hat wenn ich mich nicht mit schwierigen Themen melde. Zumal ich ja inzwischen Erwachsen bin. Ich habe ihm dann einige Monate später in freundlicher Atmosphäre erklärt, dass es mich sehr gefreut hätte wenn er mich angerufen hätte. Ich denke nämlich, dass wenn man lange nichts von einander hört es gut wäre mal kurz anzurufen um zu sehen ob alles in ordnung ist - meistens ist ja alles gut. Er hat aber sehr große Schwierigkeiten meinen Punkt zu verstehen.

Jetzt ganz akut werde ich von meiner besten Freudinn, die wie eine Schwester für mich ist, geghostet und leide sehr darunter. Ich habe mich getraut und mich meiner Mutter anvertraut. Ich habe eine lange Nachricht geschrieben und ihr erklärt, dass ich sehr traurig bin. Sie hat mir getextet, dass ich es nicht persönlich nehmen soll. Ich antwortete ihr, dass ich es leider doch persönlich nehme. Ich hätte mir eigentlich gewünscht, dass sie vielleicht anruft. Hat sie aber nicht getant.

Habe ich zu hohe Erwartungen? Sollte ich mit 30 unabhägiger sein? Ich mache mir große Sorgen, dass ich vielleicht etwas zu fordernd bin und meine Eltern deshalb den Kontakt meiden. Auf der anderen Seite würde ich mich sofort melden wenn es meinen Eltern schlecht geht. Dann melde ich mich auch am nächsten Tag nochmal um zu sehen ob es besser oder schlimmer wird. Für mich wäre es eigentlich selbstverständlich - aber Menschen sind nunmal auch verschieden.

Schreibt mir bitte auch wenn ihr denkt, dass ich mich anders Verhalten sollte. Ich kann gut mit (harschen) Feedback arbeiten


 

Hallo,
ich bin mit meinen Kindern gerade voll beschäftigt in der Pubertät, mache mir viele Sorgen, kümmere mich fast bis zur Selbstaufgabe. Schlafe schlecht, wenn sie Kummer haben. 
Ich hoffe sehr, dass sie mit 30 selbständig sind. Sicher werde ich mich auch dann noch interessieren, aber ich wünsche mir sehr, dass es weniger anstrengend wird. War das bei Dir früher auch so?

Abgesehen davon habe ich zwei Vermutungen:
a. Sie wollen dir nicht zu nahe kommen und glauben, dass du es auch ohne sie super schaffst.
b. Sie haben eigene Probleme, die sie dir nicht sagen, weil sie dich nicht für belastbar halten.

Die Frage für mich ist auch, ob du immer nur mit Problemen kommst. Das fände ich auch anstrengend. Und wie alt Deine Eltern sind. Ab 75 hatte meine Mutter mit sich selbst genug zu tun.

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