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Eltern haben den Kontakt abgebrochen

14. November 2006 um 20:34

Hallo liebes Forum,

vor gut 4 Jahren haben meine Eltern den Kontakt zu mir und meiner Familie abgebrochen, weil ich ihnen meine Grenzen aufgezeigt habe.

Mit Unterstützung proessioneller Hilfe habe ich den Schmerz darüber soweit in den Griff bekommen, dass ich zumindest meine Depressionen in den Griff bekommen habe und mein Blick klar ist, dass ich mir keine Schuld zu der bestehenden Situation mehr gebe, ich die Erniedrigungen anders einordnen kann und ich es akzeptiere, wenn auch nicht verstehe, dass sie den Kontakt nicht mehr wünschen.

Gestern erhielt ich einen Anruf eines Freundes meiner Eltern. Ungeachtet dessen, dass er die Situation anders wiedergibt, als sie sich zugetragen hat, ist der Appell eindeutig gewesen:

Meinem Vater, der damals schon schwer krank war, geht es schlecht. Er spricht von Todessehnsucht und er würde darunter leiden, dass ich den Kontakt unterbunden habe.

Ich stecke in einer Zwickmühle. Meine Eltern schaffen es einfach nicht, sich zu entschuldigen und verdrehen die Tatsachen so lange, bis daraus ihre Wahrheit geworden ist. Sie verwechseln Stärke mit Größe. Ich habe noch nie erlebt, dass sie sich für irgend etwas entschuldigt haben. Meine Mutter vertritt sogar die Meinung, was sie einmal gesagt hat, hat sie gesagt. Selbst wenn sie im Unrecht ist, würde sie es niemals zugeben. Und das ziehen sie durch, bis zum bitteren Ende, befürchte ich.

Ich bedauere es sehr, dass sich meine beiden Geschwister ihrer sozialen Verantwortung nicht bewusst sind und die ganze Sache "aus Angst" vor ihnen sicher unbewusst unterstützen. Auch zu ihnen und ihren Kindern haben wir keinen Kontakt mehr.

Selbst wenn ich wöllte, ich kann nicht. Ich ertrage diese Erniedrigungen nicht mehr, diese Demütigungen und Verletzungen, diese Respektlosigkeit und Kälte. Ich habe viele Jahre gebraucht, um den nötigen Abstand zu gewinnen und zu mir selber zu finden.

Ich stecke in einer Zwickmühle. Ich befürchte, der falsche Stolz meines Vaters, die Härte meiner Mutter wird stärker sein ...

Acusta

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14. November 2006 um 22:57

Ganz richtig
mache dasselbe durch,auch aus ähnlichen gründen.stecke mitten im neuanfang,threpie usw.
ich habe bis heut genug geweint und gelitten.aber ich baue mir stück für stück ein neues nest auf,mit meinem freund und meinem sohn.

ich merke bei mir schon fortschritte.auch meine eltern sind für mich gestorben,die gründe sind extrem einschneident,die erlebnisse gleichen eine seelenfollter.

nein ich will auch nicht im ansatz nochmal das ganze erleben,weder im ansatz immer wieder von vorne anfang.

die kleinsten kontakte reichen schon,um einen wieder zurück zu schmeißen.genau das kann und werd ich nicht gebrauchen.
ich will gesund werden,und gesund bleiben.

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14. November 2006 um 23:25
In Antwort auf uschi_12824751

Ganz richtig
mache dasselbe durch,auch aus ähnlichen gründen.stecke mitten im neuanfang,threpie usw.
ich habe bis heut genug geweint und gelitten.aber ich baue mir stück für stück ein neues nest auf,mit meinem freund und meinem sohn.

ich merke bei mir schon fortschritte.auch meine eltern sind für mich gestorben,die gründe sind extrem einschneident,die erlebnisse gleichen eine seelenfollter.

nein ich will auch nicht im ansatz nochmal das ganze erleben,weder im ansatz immer wieder von vorne anfang.

die kleinsten kontakte reichen schon,um einen wieder zurück zu schmeißen.genau das kann und werd ich nicht gebrauchen.
ich will gesund werden,und gesund bleiben.

Aufrecht gehn
Mir hat neben den Therapien das Schreiben sehr viel geholfen und das Lesen ensprechender Literatur um des Verstehens wegen.

Ich bin schon sehr stabil geworden und ich behalte den Boden unter den Füssen, wenn es um meine Eltern geht. Trotzdem merke ich, dass es dennoch schmerzt und mich ihre Gnadenlosigkeit immer wieder erschüttert, heute aber nicht mehr umhaut ...

Ich wünsche Dir weiterhin viel Kraft und hoffe, dass auch ich mein Gleichgewicht behalten kann.

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15. November 2006 um 21:16

Hallo..
...interessant, wieviele Leute es gibt, die keinen Kontakt mehr zu ihren Eltern oder zu einem Elternteil haben. Ich möchte mich da nicht ausschliessen.

Auch bei uns ist so einiges schiefgelaufen. Ich bin jetzt 36 und habe meinen Vater zuletzt im Jahre 1990 gesehen, ja ja, das sind 16 Jahre.
Kurz zur Vorgeschichte: Damals habe ich die Hölle zuhause erlebt. Meine Mutter hat sehr jung geheiratet (17), mein Vater war 10 Jahre älter. Nach 2 Jahren kam meine Schwester und meine Mutter war da total überfordert. Keine Jugend, wenig Geld, ein recht dominanter Mann - also einfach nicht das Gelbe vom Ei bzw. das, was eine sehr junge Frau braucht. Und dann waren die Beiden auch noch mit uns 2 Zwergen 250 Kilometer von der Heimat entfernt, also Verwandtschaft auch Fehlanzeige.
Meine Mutter hat dann mit knapp 35 Jahren einen anderen Mann kennengelernt. Nach einem halben Jahr ist sie zu ihm gezogen und hat die Scheidung eingereicht; meine Schwester und ich blieben vorerst bei meinem Vater.
Mein Vater hat mich wirklich fertiggemacht. Der ist selber damit nicht klargekommen, dass ihn die Frau verlässt und hat einen Prellbock gebraucht. Dieser Prellbock war ich. Demütigungen ohne Ende folgten. Ich steckte mitten in der Ausbildung und hätte eigentlich Unterstützung gebraucht. Grosser Gott, das war vielleicht was. Mit 20 bin ich dann ins Ausland weit weg und habe den Kontakt total abgebrochen.
Aber jetzt kommts.
Zurück in Deutschland wohnte ich kurz bei meiner Mutter, und zog dann in eine eigene Wohnung. Langsam aber sicher baute ich mir ein "Leben" auf, Freunde, Interessen. Meine Mutter war total durch den Wind. Die war damals so alt wie ich jetzt, ist rumgeflippt, hat alles mitgenommen, was sie in 20 Jahren Ehe versäumt hat. Mit dem Typen, für den sie meinen Vater verlassen hatte, ist sie durch die Weltgeschichte getingelt. Ist ja nix verkehrtes, nur, ihre beiden Kinder waren von da ab vergessen. Sie hat uns dann irgendwann mal einen Brief geschrieben, dass sie jetzt "das wahre Leben" kennengelernt hätte und von uns allen nichts mehr wissen wolle. Sie hat auch den Kontakt zu ihren Eltern abgebrochen, weil, das neue Leben wartete ja schon ganz sehnsüchtig...
Das Ende vom Lied?
Die Beziehung zu dem Typen endete irgendwann 1998, es folgten kleinere Affären, aber frau wird ja auch nicht jünger, und die Herren in dem Alter suchen eh nur was zum poppen. Ich glaube 1999 haben wir uns dann wieder gesehen, anlässlich des Todes meines Opas, also ihres Vaters.
Mittlerweile stehen wir im Kontakt, sie wohnt nur ein paar Kilometer von mir entfernt. Sie ist Oma eines 5-jährigen Enkels, der sie nicht die Bohne interessiert, da sie seit einem knappen halben Jahr wieder einen Macker hat, mit dem sie erneut die Welt "erobert". Wichtig war für meine Mutter niemals die Familie, sondern immer nur ein Mann. Meine Mutter ist ein 54-jähriger Backfisch, und wird es immer bleiben.

Wie geht es mir? Och, eigentlich ganz gut. Sicherlich vermisse ich manchmal "Familie". Aber es ist nun mal so, dass man sich diese nicht aussuchen kann und wer sagt, dass man sich mit Mutter und Vater gut verstehen MUSS? Auf Deibel komm raus? Nein!

Manchmal träume ich noch von meinem Vater. Und gute Freundinnen raten mir, professionelle Hilfe zu suchen. Aber eigentlich müsste ich nur mal die Gelegenheit bekommen, meinem Vater (und auch meiner Mutter) so richtig die Meinung zu geigen. Kurioserweise wohnt er jetzt gleich bei mir um die Ecke. Ich traf ihn neulich bei Tengelmann. Und soll ich Dir was sagen? Er sah scheisse aus.

Alles Liebe Dir
Kiki

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15. November 2006 um 21:21

Nochwas!
Im Juli wurde meine Oma 80, also die Mutter meiner Mutter. Diese wohnt, wie gesagt, 250 km weit weg. Meine Mutter kam auch zur Feier.
Uns allen blieb die Spucke weg. Meine Mutter, ungefähr 90 kg schwer, im hellblauen Blümchen-Minirock, knappem Bustier (auch hellblau), überall Glitzer, Blümchen und Glitzerspängelchen im Haar, Kajal bis hinter die Ohren gezogen. Sie sah entsetzlich aus.
Ihr einziger Kommentar, als sie mich sah: "Hey, Du bist ja so braun, willst wohl in Konkurrenz zu mir treten?".
Soll ich jetzt noch was sagen?

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29. April 2015 um 22:59

Eltern haben den Kontakt abgebrochen !

Hallo Acusta,

es ist manchmal was es ist, einfach vorbei! Ich glaube, dass du mit einer Entschuldigung nur dann etwas anfangen kannst, wenn deine Eltern sagen würden: "Hallo Tochter, wir haben einen Fehler gemacht!"
Aber um das sagen zu können, müssten Sie vielleicht ihr ganzes Leben hinterfragen!? Ich denke, dass es in unserer Gesellschaft immer noch ein Tabu ist, dass Kinder/Eltern den Kontakt abbrechen, weil sich alle zu oft hinter ihren Schuldgefühlen verstecken.

Und vielleicht hilft es dir, wenn ich dir sage, dass ich zu meiner Tochter auch den Kontakt abgebrochen habe, allerdings ist Sie so wie du deine Eltern beschreibst.
Das gibt es also auch in der anderen Variante.
Trotzdem glaube ich daran, dass Eltern immer lieben -Vielleicht ist die Todessehnsucht von deinem Vater nur
sein Hilferuf, weil er seinen Stolz nicht überwinden kann.

Lass mal alle Konflikte los -und überlege, was du sagen würdest, wenn ihr euch begegnen würdet?

Viel Glück
Sylvia

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11. Dezember 2015 um 20:31
In Antwort auf branka_12485685

Aufrecht gehn
Mir hat neben den Therapien das Schreiben sehr viel geholfen und das Lesen ensprechender Literatur um des Verstehens wegen.

Ich bin schon sehr stabil geworden und ich behalte den Boden unter den Füssen, wenn es um meine Eltern geht. Trotzdem merke ich, dass es dennoch schmerzt und mich ihre Gnadenlosigkeit immer wieder erschüttert, heute aber nicht mehr umhaut ...

Ich wünsche Dir weiterhin viel Kraft und hoffe, dass auch ich mein Gleichgewicht behalten kann.

Jetzt bin ich schlauer
Durch das Lesen eurer Beiträge, hat es bei mir das erste Mal klick gemacht warum ich so bin wie ich jetzt bin, wegen dem Bruch mit meiner Mutter. Und noch eins ist mir klar geworden: sie führte damals das gleiche Leben, dass ich jetzt führe. Nämlich mehr oder weniger allein mit allem: kind, Haushalt, wenig geld, dadurch sich nix gönnen, und den Frust am Mann und oder Kind ablässt
Ihr war damals offensichtlich nicht bewusst, was mir jetzt bewusst geworden ist: um glücklich zu sein muss du von dem losslassen, dass dich unglücklich macht. Also sie lebte so ihr Leben. Hat ihre Pflichtjahre mit mir bis ich 18 bin vollbracht und froh dass ich ausser Haus war. Sie liebte mich schon denke och, aber nur on ihren klaren Momenten, als ihr mal ein paar Tage gut ging, z.B. als sie Weihnachtsgeld bekamm.... endlich mal ein Monat ohne finanzelle Sorgen. Als es ihr aber nicht gut ging und dass macht 80 Prozent aus, da kümmerte sie sich kaum um mich. Sie machte nur das Notwendigste mit mir, was man nach aussen hin eben so macht als gute Mutter, also essen geben, ordentlich kleiden, darauf achten, dass ich Zähneputze und mich wasche und früh ins Bett gehe. Aber zwischendrin war ich mir selbst überlassen, also fernsehschauen, alle spielen usw. Ich bin Einzelkind, ich wünschte ich hätte.Geschwister gehabt, dann hätte ich mich nicht so allein gefühlt. Mein Stiefvater, war mal da mal nicht da, je nach dem ob sie mal wieder gestritten hatten. Das schlimme ist, dass ich mittlerweile genau das selbe Leben führe mit meiner Tochter, wie sie früher mit mir. Ich komme da nicht raus, ich bemittleide mich selber, fühl mich oft allein. Ich weiss ich hab einen Mann, ich habe Freunde - aber die ersetzen keine Mutter. Ich will nur Mutterliebe, richtige, echte, vom Herzen. Ich liebe mein Kind aus tiefsten Herzen, aber ich bin seit dem Bruch mit meiner Mutter gefangen in mir selber. Ich kanns meiner Tochter nicht zeigen, dass ich sie über alles liebe. Meint ihr das hat was mit meiner Mutter zu tun, dass ich gensau bin wie sie. Und wie könnt ihr mir helfen? Ich möchte mich verändern, zur Zeit streite ich mich häufiger mit meinem Mann, eigentlich sind es nur Kleinigkeiten, aber irgendwie ist er wie meine Mutter. Er behandelt mich nach ausesen hin wie ein vorbildlicher Ehemann, aber intern ist er nur lieb und aufmerksam wenn er poppen will, oder was zum Essen oder sonst mich für irgend was braucht. Ansonsten,: Sofa, Fernsehen.... er meint, er tut doch alles, wenn ich ihm erkläre wie schlecht es mir geht, er hört nur oberflächig zu, aber er versteht mich nicht, dann fühle ich mich wieder ungeliebt von ihm und dann schlägt es bei mir immer extrem um und schmolle und rede mit ihm nix mehr, es dauert Tage bis ich mich beruhigt habe, jede Minute in der ich nix machen muss, also nicht abgelenkt bin, geht's los: keiner liebt mich, keiner versteht mich, bin für jeden nur der Depo für alles. Also volles Selbstmitleid. Bitte helft mir. So will ich nicht mehr leben. Ich will eine gute Mutter für meine Kind sein, sonst geht es mir mit meiner Tochter, so wie mit mir und meiner Mutter

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27. Dezember 2015 um 13:05

Kein kontakt zu mutter
Hallo bin neu hier. weil ich denke vllt hilft es zu reden. Ich habe auch keinen Kontakt zu meiner Mutter und zu meinen geschwistern. ich habe meiner Mutter meine meinung gesagt. und dann passte ihr net. seitdem bin ich "verstoßen" von der eigenen mutter. meine 3 geschwister sehe ich auch nicht. wobei der eine wie meine Mutter tickt und mich auch mal gerne aufs übelste beleidigt. wie kann eine mutter nur so was tun??? was sagt ihr dazu??

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