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Einschulung mit 5, wer hat Erfahrung?

10. Januar 2007 um 11:05

Hallo ihr Lieben,


es geht um unseren Sohn, der im Oktober 5 geworden ist. Wir spielen mit dem Gedanken, ihn vorzeitig einzuschulen (Sommer 2007). Er kann schreiben, lesen und rechnen (d.h. rechnen, kleines und grosses 1x1, umrechnen von Gewichten und Massen etc.). Er soll in eine Montessori Schule gehen, d.h. er wird ganz normal eingeschult, kann aber die Aufgaben der 2., 3. oder 4. Klasse machen, ohne dass es "auffällt.
Das ist zwar alles schön und gut, aber ich habe das Gefühl, dass er einfach noch zu "klein" ist. Nicht von der Körpergrösse, Gewicht oder Sozialverhalten, aber ... ich kanns nicht erklären. Er ist der Jüngste und irgendwie noch mein Baby. Das klingt zwar so, als könne ich nicht loslassen, aber das ist es auch nicht. Ich möchte nur die richtige Entscheidung für mein Kind treffen.

Wer kennt das? Könnt Ihr mir eure Erfahrungen mit vorzeitiger Einschulung berichten? Wer würde es wieder so machen und wer hat es bereut?

Vielen Dank schonmal!

LG Laralu2000

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10. Januar 2007 um 12:15

Ja, unbedingt
würde ich es wieder tun. - Meine Ratschläge sind wohlgemerkt nur für eine Situation wie eure bestimmt; ich kriege immer wieder mit, dass Eltern ihre Kinder aus ganz verrückten Gründen eher in die Schule schicken, zum Beispiel weil das Nachbarskind auch in die Schule kommt. Sowas steht auf einem anderen Blatt. Ich setze also mal voraus, euer Sohn ist (ganz offensichtlich) intelligent genug, sozial weit und will auch selber in die Schule gehen. Ganz besonders wenn Letzteres zutrifft denke ich nicht, dass irgendwas dagegen sprechen sollte.

Meine Älteste kam mit 5 Jahren in die Schule und wurde, während sie noch fünf war, in die zweite Klasse weitergeschickt.

Daraufhin haben wir den Mittleren mit knapp 5 1/2 einschulen lassen (war Ende März 5 geworden, August ging die Schule los).

Jetzt sind die beiden in der 5. bzw. 3. Klasse, und wir haben die frühe Einschulung in keinem Fall bereut.

Erstens ist es eindeutig die bessere Wahl im Vergleich zum Überspringen von Klassen. Warum? Es ist einfach unauffälliger! Leider macht die Umwelt (weniger die Mitschüler als manche Eltern und Lehrer) immer noch teils einen Riesenaufstand, wenn sich ein Kind die Schulzeit verkürzt. Bei meinem oben erwähnten Sohn ist es den Eltern erst so nach und nach klar geworden, dass die Mitschüler größtenteils über ein Jahr älter sind als er, während sich meine Tocher auf dem Schulhof besabbeln lassen musste, als sie die Klasse gewechselt hat (was nicht angenehm war). So, wie das in eurer Montessori-Schule zu laufen scheint, werdet ihr damit vielleicht nicht so große Probleme haben. Würde mich mal interessieren, wie dann der Übergang in die fünfte Klasse geregelt ist - angenommen, er wäre in einem Jahr durch den Grundschulstoff durch? (Klingt lustig - aber meiner Tochter hätte ich das zugetraut.)

Zweitens bedeutet es für das Kind ein Stück Normalität. Ein weiter entwickelter Geist in einem "jungen" Körper kann sehr belastend sein, wie ich tagtäglich zu Hause erlebe. Meine Tochter war regelrecht erleichtert, endlich aus dem Kindergarten weg zu dürfen; sie fühlt sich unter den Älteren deutlich wohler und auch "passender" als in ihrer Altersklasse. Möglicherweise schließt sich dein Sohn dann auch eher an die Zweit- oder Drittklässler an?

Drittens: Was soll er mit seinem Wissensstand denn ein weiteres Jahr im Kindergarten tun? Naja, könnte sein, dass es ihm nichts ausmacht - vielleicht habt ihr auch einen ganz tollen Kindergarten - meinen beiden HAT es aber etwas ausgemacht. Sie haben sich zu oft gelangweilt.

Das sind mal paar Stichpunkte, die mir gleich einfallen. Wenn du konkrete Fragen hast, gern (auch PN). Bin ja seit Jahren mit dem Thema zugange.

Alles Gute für Euch! Tiny

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10. Januar 2007 um 12:32
In Antwort auf birgit_11892245

Ja, unbedingt
würde ich es wieder tun. - Meine Ratschläge sind wohlgemerkt nur für eine Situation wie eure bestimmt; ich kriege immer wieder mit, dass Eltern ihre Kinder aus ganz verrückten Gründen eher in die Schule schicken, zum Beispiel weil das Nachbarskind auch in die Schule kommt. Sowas steht auf einem anderen Blatt. Ich setze also mal voraus, euer Sohn ist (ganz offensichtlich) intelligent genug, sozial weit und will auch selber in die Schule gehen. Ganz besonders wenn Letzteres zutrifft denke ich nicht, dass irgendwas dagegen sprechen sollte.

Meine Älteste kam mit 5 Jahren in die Schule und wurde, während sie noch fünf war, in die zweite Klasse weitergeschickt.

Daraufhin haben wir den Mittleren mit knapp 5 1/2 einschulen lassen (war Ende März 5 geworden, August ging die Schule los).

Jetzt sind die beiden in der 5. bzw. 3. Klasse, und wir haben die frühe Einschulung in keinem Fall bereut.

Erstens ist es eindeutig die bessere Wahl im Vergleich zum Überspringen von Klassen. Warum? Es ist einfach unauffälliger! Leider macht die Umwelt (weniger die Mitschüler als manche Eltern und Lehrer) immer noch teils einen Riesenaufstand, wenn sich ein Kind die Schulzeit verkürzt. Bei meinem oben erwähnten Sohn ist es den Eltern erst so nach und nach klar geworden, dass die Mitschüler größtenteils über ein Jahr älter sind als er, während sich meine Tocher auf dem Schulhof besabbeln lassen musste, als sie die Klasse gewechselt hat (was nicht angenehm war). So, wie das in eurer Montessori-Schule zu laufen scheint, werdet ihr damit vielleicht nicht so große Probleme haben. Würde mich mal interessieren, wie dann der Übergang in die fünfte Klasse geregelt ist - angenommen, er wäre in einem Jahr durch den Grundschulstoff durch? (Klingt lustig - aber meiner Tochter hätte ich das zugetraut.)

Zweitens bedeutet es für das Kind ein Stück Normalität. Ein weiter entwickelter Geist in einem "jungen" Körper kann sehr belastend sein, wie ich tagtäglich zu Hause erlebe. Meine Tochter war regelrecht erleichtert, endlich aus dem Kindergarten weg zu dürfen; sie fühlt sich unter den Älteren deutlich wohler und auch "passender" als in ihrer Altersklasse. Möglicherweise schließt sich dein Sohn dann auch eher an die Zweit- oder Drittklässler an?

Drittens: Was soll er mit seinem Wissensstand denn ein weiteres Jahr im Kindergarten tun? Naja, könnte sein, dass es ihm nichts ausmacht - vielleicht habt ihr auch einen ganz tollen Kindergarten - meinen beiden HAT es aber etwas ausgemacht. Sie haben sich zu oft gelangweilt.

Das sind mal paar Stichpunkte, die mir gleich einfallen. Wenn du konkrete Fragen hast, gern (auch PN). Bin ja seit Jahren mit dem Thema zugange.

Alles Gute für Euch! Tiny

Vielen Dank für deine Antwort!
Hallo Tiny,

ja, er möchte auch zur Schule. Er geht in einen Waldorfkiga, im Moment noch mit Leidenschaft. Er "gibt" und gab sich schon immer mit älteren Kindern ab und ist auch recht groß, sodass ein Altersunterschied von 1-2 Jahren nicht auffällt.

Wie es nach der 4. Klasse geregelt ist, ist ein interessanter Punkt, den ich noch nicht beachtet habe. Ich werde mich mal schlau machen und berichten.

Ich sehe auch ein Problem mit einem weiterem Kiga-Jahr, denn er wäre dann der Älteste. Ausserdem ist es mit der Förderung im Waldorfkiga so eine Sache...

Wie war denn bei euch der Übergang in die 5. Klasse. Gab es Probleme wg. Unterforderung? Wie gehen die Mitschüler mit den "Kleinen" um (gerade wenn sie "mehr" können?

LG laralu2000

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10. Januar 2007 um 14:03
In Antwort auf honor_12254145

Vielen Dank für deine Antwort!
Hallo Tiny,

ja, er möchte auch zur Schule. Er geht in einen Waldorfkiga, im Moment noch mit Leidenschaft. Er "gibt" und gab sich schon immer mit älteren Kindern ab und ist auch recht groß, sodass ein Altersunterschied von 1-2 Jahren nicht auffällt.

Wie es nach der 4. Klasse geregelt ist, ist ein interessanter Punkt, den ich noch nicht beachtet habe. Ich werde mich mal schlau machen und berichten.

Ich sehe auch ein Problem mit einem weiterem Kiga-Jahr, denn er wäre dann der Älteste. Ausserdem ist es mit der Förderung im Waldorfkiga so eine Sache...

Wie war denn bei euch der Übergang in die 5. Klasse. Gab es Probleme wg. Unterforderung? Wie gehen die Mitschüler mit den "Kleinen" um (gerade wenn sie "mehr" können?

LG laralu2000

Ach, das ist ein weites Feld...
...und hängt ganz sicher vom Einzelfall ab.

Mein Sohn fällt mit immer noch 7 Jahren in seiner dritten Klasse überhaupt nicht weiter auf - er gehört leistungsmäßig zum oberen Fünftel, aber er ist nicht so ein Überflieger. Er freut sich, dass er nicht viel tun muss für die Schule, und arbeitet immer gerade so viel mit, dass es eben reicht Er ist verträglich und außerdem ist er auch recht groß. Ich denke, er wird keine besonderen Probleme beim Schulwechsel nach der 4. haben. Bisher hat ihn auch noch niemand als "Baby" ausgelacht, allerdings erzählt er seit neuestem, dass sich einige über seine Hobbys lustig machen (er spielt Klavier und singt im Knabenchor...), wobei das keine Frage der Intelligenz ist - und irgendwas brauchen die Leute halt zum Lachen.

Problematischer ist es mit meiner Tochter. Die Schule wurde ihr eigentlich noch nie gerecht, und auch jetzt auf dem Gymnasium (einem guten!) trotz Latein und allem ist es eigentlich viel zu wenig. Sie kommt auch schlecht mit sich selbst klar - eigentlich ist sie sozusagen nie ein Kind gewesen, eher eine Erwachsene im zu klein geratenen Körper und mit zu wenig Erfahrung (weiß nicht, ob ein Außenstehender das nachvollziehen kann). Das Lerntempo an der Schule und auch die Denkmuster ihrer Mitmenschen entsprechen ihr überhaupt nicht - deshalb ist es auch keine Lösung, nochmal zu springen. Im Grunde ist es eine Tragödie. - Übrigens besteht sie sehr auf ihre Selbstständigkeit - mittlerweile haben wir uns dazu durchgerungen, sie ziemlich frei entscheiden zu lassen (zum Beispiel über ihre Schlafenszeiten - sie schläft nachts nur ca. 6 Stunden...) und ihr auch Bewegungsfreiheit zu geben (sie fährt hier in der Großstadt mit U-Bahn, Bus und Stadtplan überall allein hin - und sie ist viel unterwegs...). Das ist schon so ein bisschen was wie Loslassen. Nicht einfach.

Um auf deine Frage zurückzukommen: Ja, sie ist nach wie vor unterfordert (und wird es wohl noch ne Weile bleiben). Ja, sie hat Probleme mit den Mitschülern, denn die Themen, die die meisten Mädchen in ihrem Alter interessieren (Pferde, Klamotten, Popstars, Models), lassen sie kalt. Diese Probleme hätte sie aber auch in ihrer eigenen Altersklasse. Und ja, sie zieht schon den Neid mancher anderen (vor allem Eltern, leider) auf sich, viele in ihrer Klasse sind zwei Jahre älter als sie...

Hmm, du siehst, klingt alles sehr durchwachsen. Wenn in Dtl. Hausunterricht erlaubt wäre, hätte ich meinen Kindern in jedem Fall die Schule erspart. Einen ganz Kleinen haben wir noch, jetzt anderthalb, mal sehen, wie der so klarkommt - auch im Hinblick darauf würden mich eure Erfahrungen mit dem klassenübergreifenden Unterricht sehr interessieren. Vielleicht können wir so lange in Kontakt bleiben?

Schöne Grüße (und frag ruhig weiter),

Tiny

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10. Januar 2007 um 14:45
In Antwort auf birgit_11892245

Ach, das ist ein weites Feld...
...und hängt ganz sicher vom Einzelfall ab.

Mein Sohn fällt mit immer noch 7 Jahren in seiner dritten Klasse überhaupt nicht weiter auf - er gehört leistungsmäßig zum oberen Fünftel, aber er ist nicht so ein Überflieger. Er freut sich, dass er nicht viel tun muss für die Schule, und arbeitet immer gerade so viel mit, dass es eben reicht Er ist verträglich und außerdem ist er auch recht groß. Ich denke, er wird keine besonderen Probleme beim Schulwechsel nach der 4. haben. Bisher hat ihn auch noch niemand als "Baby" ausgelacht, allerdings erzählt er seit neuestem, dass sich einige über seine Hobbys lustig machen (er spielt Klavier und singt im Knabenchor...), wobei das keine Frage der Intelligenz ist - und irgendwas brauchen die Leute halt zum Lachen.

Problematischer ist es mit meiner Tochter. Die Schule wurde ihr eigentlich noch nie gerecht, und auch jetzt auf dem Gymnasium (einem guten!) trotz Latein und allem ist es eigentlich viel zu wenig. Sie kommt auch schlecht mit sich selbst klar - eigentlich ist sie sozusagen nie ein Kind gewesen, eher eine Erwachsene im zu klein geratenen Körper und mit zu wenig Erfahrung (weiß nicht, ob ein Außenstehender das nachvollziehen kann). Das Lerntempo an der Schule und auch die Denkmuster ihrer Mitmenschen entsprechen ihr überhaupt nicht - deshalb ist es auch keine Lösung, nochmal zu springen. Im Grunde ist es eine Tragödie. - Übrigens besteht sie sehr auf ihre Selbstständigkeit - mittlerweile haben wir uns dazu durchgerungen, sie ziemlich frei entscheiden zu lassen (zum Beispiel über ihre Schlafenszeiten - sie schläft nachts nur ca. 6 Stunden...) und ihr auch Bewegungsfreiheit zu geben (sie fährt hier in der Großstadt mit U-Bahn, Bus und Stadtplan überall allein hin - und sie ist viel unterwegs...). Das ist schon so ein bisschen was wie Loslassen. Nicht einfach.

Um auf deine Frage zurückzukommen: Ja, sie ist nach wie vor unterfordert (und wird es wohl noch ne Weile bleiben). Ja, sie hat Probleme mit den Mitschülern, denn die Themen, die die meisten Mädchen in ihrem Alter interessieren (Pferde, Klamotten, Popstars, Models), lassen sie kalt. Diese Probleme hätte sie aber auch in ihrer eigenen Altersklasse. Und ja, sie zieht schon den Neid mancher anderen (vor allem Eltern, leider) auf sich, viele in ihrer Klasse sind zwei Jahre älter als sie...

Hmm, du siehst, klingt alles sehr durchwachsen. Wenn in Dtl. Hausunterricht erlaubt wäre, hätte ich meinen Kindern in jedem Fall die Schule erspart. Einen ganz Kleinen haben wir noch, jetzt anderthalb, mal sehen, wie der so klarkommt - auch im Hinblick darauf würden mich eure Erfahrungen mit dem klassenübergreifenden Unterricht sehr interessieren. Vielleicht können wir so lange in Kontakt bleiben?

Schöne Grüße (und frag ruhig weiter),

Tiny

Eingangsstufen etc.
Hallo Tiny,


wir haben auch noch eine Tochter, die in die erste Klasse geht. Es gibt an dieser Grundschule die sogenannte Eingangsstufe, d.h. erste und zweite Klasse werden gemeinsam unterrichtet. Das hat für begabte Kinder und auch für Spätzünder Vorteile. Allerdings kommt das für unseren Sohn nicht in Frage, da er besonders in Mathe schon über die zweite Klasse ( nach umfangreichen Tests der Schule) hinaus ist.
Um das zu vermeiden, haben wir die Montessori Schule gewählt. Dort gibt es 4 Regelklassen (also Kl. 1-4) und 4 Montessoriklassen (je 5 Schüler aus Kl. 1-4). In den Montessoriklassen ist der Unterricht aufgeteilt, in sogenannter "Freiarbeit" (die Kinder suchen sich ihre Aufgaben selbst und kontrollieren diese auch, natürlich unter Aufsicht des Lehrers) und normalem Unterricht. Das funktioniert gut wie ich bei meiner Tochter schon feststellen konnte.

Ich kann mir gut vorstellen, das es viele Eltern gibt, die neidisch sind. Ich habe auch so meine Erfahrungen damit sammeln können, vor allen mit den sogenannten "Übermüttern", die erhebliche Probleme damit haben, wenn ein Kind etwas besser kann, als das eigene.

Habt ihr schonmal über eine Privatschule nachgedacht? Klar, das hört sich immer ziemlich teuer an, aber mittlerweile gibt es viele, die auch erschwinglich sind, ausserdem vergeben manche Privatschulen auch Stipendien. Wo lebt ihr denn? Wir leben in Düsseldorf, da ist das Angebot recht gross.


Viele Grüsse
Laralu2000

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11. Januar 2007 um 12:51
In Antwort auf honor_12254145

Eingangsstufen etc.
Hallo Tiny,


wir haben auch noch eine Tochter, die in die erste Klasse geht. Es gibt an dieser Grundschule die sogenannte Eingangsstufe, d.h. erste und zweite Klasse werden gemeinsam unterrichtet. Das hat für begabte Kinder und auch für Spätzünder Vorteile. Allerdings kommt das für unseren Sohn nicht in Frage, da er besonders in Mathe schon über die zweite Klasse ( nach umfangreichen Tests der Schule) hinaus ist.
Um das zu vermeiden, haben wir die Montessori Schule gewählt. Dort gibt es 4 Regelklassen (also Kl. 1-4) und 4 Montessoriklassen (je 5 Schüler aus Kl. 1-4). In den Montessoriklassen ist der Unterricht aufgeteilt, in sogenannter "Freiarbeit" (die Kinder suchen sich ihre Aufgaben selbst und kontrollieren diese auch, natürlich unter Aufsicht des Lehrers) und normalem Unterricht. Das funktioniert gut wie ich bei meiner Tochter schon feststellen konnte.

Ich kann mir gut vorstellen, das es viele Eltern gibt, die neidisch sind. Ich habe auch so meine Erfahrungen damit sammeln können, vor allen mit den sogenannten "Übermüttern", die erhebliche Probleme damit haben, wenn ein Kind etwas besser kann, als das eigene.

Habt ihr schonmal über eine Privatschule nachgedacht? Klar, das hört sich immer ziemlich teuer an, aber mittlerweile gibt es viele, die auch erschwinglich sind, ausserdem vergeben manche Privatschulen auch Stipendien. Wo lebt ihr denn? Wir leben in Düsseldorf, da ist das Angebot recht gross.


Viele Grüsse
Laralu2000

Privatschule
Hi,

tja, die Kinder gehen schon auf Privatschulen - hier im Schmelztiegel Hamburg war das die einzige uns vernünftig erscheinende Alternative. Die Große geht jetzt auch auf ein privates (katholisches) Gymnasium, das kostet nix, und die Grundschule war bzw. ist auch durchaus erschwinglich. NUR: ist das nicht die Lösung für unser "besonderes" Problem. Eltern schicken ihre Sprösslinge aus allen möglichen Gründen auf private Grundschulen, auch, weil sie verhaltensauffällig, lernschwach usw. sind. Die Leistungsschere in den Klassen liegt meiner Erfahrung nach eher weiter auseinander als in den "normalen" Stadtteilschulen; und dazu kommt, dass die meisten Eltern von der Schule die ganz spezielle Förderung IHRES Kindes erwarten, weil sie ja eben Schulgeld zahlen. Natürlich kann das eine Schule gar nicht leisten (können!). Das ist ein Dilemma. Am Gymnasium wird es etwas entspannter, weil eben eine leistungsabhängige Auswahl davorliegt, das heißt, die Klassen sind vom Niveau her homogener, die Gymnasien haben auch spezielle "sortierende" Spezialisierungen (unseres z.B. altsprachlich mit Latein und Griechisch, das tut sich dann nicht jeder an).

Natürlich haben wir hier in Hamburg auch eine Privatschule mit einer Hochbegabtenklasse (Brecht-Schulen). Leider hat die erste Klasse erst in demJahr aufgemacht, als unser Mittlerer schon in die Zweite kam...

Für später kommt dann vielleicht eine Internatsschule infrage. Das Christophorus-Jugenddorfwerk hat z.B. integrative Hochbegabten-Angebote, aber erst ab Klasse 9... Durch die unteren Jahre muss man halt irgendwie durch...

Wie gesagt, würde mich interessieren, wie es bei euch weitergeht!

Grüße, Tiny

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