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Ein zweites Kind??

23. November 2005 um 12:27 Letzte Antwort: 25. November 2005 um 8:15

Hallo,
ich bin 27 Jahre, mein Sohn Tom ist 3 1/2. Im Moment bin ich arbeitslos und so wie das aussieht, bei der Momentanen Situation wird das auch erstmal so bleiben. In der Erziehungszeit hab ich ein Fernstudium zum Buchhalter gemacht, um auf dem Arbeitsmarkt wieder bessere Chancen zu haben, aber die sind gerade wohl nicht so gut.
Jetzt zum eigendlihen Thema. Ich möchte eigendlich gern ein zweites Kind haben, aber mein Mann nicht. Er hat zuviel Angst vor einem Finanziellen Chaos. Hat da einer von Euch erfahrungen? Also es ist nicht so, das wir so schlecht dran sind, Finanziell, aber wir haben auch nicht das große Ersparte auf der Seite liegen, um das mal voweg zu nehmen.
Was meint Ihr? Sollte man sich in der heutigen Zeit ein zweites Kind erlauben? Oder würde das erste dann zu sehr darunter leiden (Ausbildung u.s.w.)

Vielen Dank für Eure Hilfe!
Mandy

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23. November 2005 um 12:58

Hm
Hi Mandy,

Ich halte es für schwer, da gute Ratschläge zu geben. Letztendlich ist ja ausschlaggebend wie ausgeprägt dein Kinderwunsch ist, wie stark die Ablehnung deines Mannes und wie eure Situation ganz konkret aussieht.

Ich in deiner Situation würde mit dem zweiten Kind noch warten. Du bist erst 27 und hast noch jede Menge Zeit. Außerdem finde ich, dass der Arbeitsmarkt immer noch mehr Chancen bietet, als viele meinen. Wichtig ist halt ein gewisses Maß an Flexibilität, die du dir mit einem Kind eher leisten kannst als mit zweien. Meine Tante hat sich beispielsweise gerade als Buchhalterin selbstständig gemacht - und bis jetzt scheint es ganz gut zu laufen. Karriere ist nicht alles im Leben, aber mit 27 ist man definitiv zu jung, um die Flinte schon ins Korn zu schmeißen...

Setze dir doch ein Maximalalter für dein zweites Kind (z.B. 32) und versuche bis dahin eine Anstellung zu finden oder (für den Fall, dass deine Bemühungen umsonst sind) ein kleines finanzielles Polster zu ersparen.

Auf keinen Fall würde ich mich bei der Familienplanung auf staatliche Unterstützung verlassen!

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23. November 2005 um 19:51

Wieso warten?
Hallo liebe Mandy!

Sicher gehören immer zwei dazu um ein weiteres Kind zu bekommen, aber lass mich Dir erzählen, wie es bei uns war.

Mein Mann und ich haben uns auch überlegt, ob wir ein zweites Kind wollen wegen Finanzen etc. und dann hat uns der liebe Gott die Entscheidung abgenommen. Unsere Tochter ist jetzt 11/2, mein Sohn 3 Jahre. Und, was soll ich sagen? Es klappt von den Finanzen her recht gut. Sicher, wir müssen ganz schön knapsen, ausgehen usw. ist auch nicht mehr so oft, aber was soll's? Ich glaube, der richtige Zeitpunkt für ein Kind ist nie da! Und warten bis zu einem gewissen Alter würde ich nicht. Ich bin 29 Jahre alt und froh, dass ich meine zwei habe. Über dreißig wollte ich nie ein Kind bekommen. Ich will mein Leben und meine "Freiheit" so früh wie möglich wieder genießen.

Meine Schwägerin ist auch arbeitslos und ihr Mann hat keinen festen Job und die haben sich auch für ein zweites Kind entschieden. Geld vom Staat kann man immer noch Beantragen. Es ist noch keiner in Deutschland verhungert, oder?!?

Vielleicht konnte ich Dir weiterhelfen.

Viele liebe Grüße!

Claudia

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24. November 2005 um 10:02
In Antwort auf fiera_12945245

Wieso warten?
Hallo liebe Mandy!

Sicher gehören immer zwei dazu um ein weiteres Kind zu bekommen, aber lass mich Dir erzählen, wie es bei uns war.

Mein Mann und ich haben uns auch überlegt, ob wir ein zweites Kind wollen wegen Finanzen etc. und dann hat uns der liebe Gott die Entscheidung abgenommen. Unsere Tochter ist jetzt 11/2, mein Sohn 3 Jahre. Und, was soll ich sagen? Es klappt von den Finanzen her recht gut. Sicher, wir müssen ganz schön knapsen, ausgehen usw. ist auch nicht mehr so oft, aber was soll's? Ich glaube, der richtige Zeitpunkt für ein Kind ist nie da! Und warten bis zu einem gewissen Alter würde ich nicht. Ich bin 29 Jahre alt und froh, dass ich meine zwei habe. Über dreißig wollte ich nie ein Kind bekommen. Ich will mein Leben und meine "Freiheit" so früh wie möglich wieder genießen.

Meine Schwägerin ist auch arbeitslos und ihr Mann hat keinen festen Job und die haben sich auch für ein zweites Kind entschieden. Geld vom Staat kann man immer noch Beantragen. Es ist noch keiner in Deutschland verhungert, oder?!?

Vielleicht konnte ich Dir weiterhelfen.

Viele liebe Grüße!

Claudia

Ähem
"Meine Schwägerin ist auch arbeitslos und ihr Mann hat keinen festen Job und die haben sich auch für ein zweites Kind entschieden. Geld vom Staat kann man immer noch Beantragen"

Sorry Claudia, das finde ich so nicht ok. So viele Familien geraten aus heiterem Himmel in finanzielle Notlagen. Für sie ist es ein Segen, dass der Staat finanzielle Unterstützung bietet. Es ist für mich überhaupt nicht nachvollziehbar, wie man dieses Geld als selbstverständlich sehen kann und bei der Familienplanung wie ein weiteres Gehalt mit einplant. Das ist absolut unfair gegenüber Familien in aussichtslosen Situationen; gegenüber dem zweiten Kind, das gezielt in eine finanziell schwierige Lage hineingeboren wird; und nicht zuletzt auch gegenüber den Steuerzahlern. Ich ärgere mich oft darüber, dass die Hälfte meines Gehalts für Steuern draufgeht - empfinde es jedoch als große Sicherheit, dass so für mein Kind und mich gesorgt ist, falls ich meinen Job verlieren sollte. Nur weil einige Menschen ihre "Freiheit so früh wie möglich genießen wollen", müssen andere ihre Familienplanung nach hinten verschieben?

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24. November 2005 um 10:27
In Antwort auf vika_12336182

Ähem
"Meine Schwägerin ist auch arbeitslos und ihr Mann hat keinen festen Job und die haben sich auch für ein zweites Kind entschieden. Geld vom Staat kann man immer noch Beantragen"

Sorry Claudia, das finde ich so nicht ok. So viele Familien geraten aus heiterem Himmel in finanzielle Notlagen. Für sie ist es ein Segen, dass der Staat finanzielle Unterstützung bietet. Es ist für mich überhaupt nicht nachvollziehbar, wie man dieses Geld als selbstverständlich sehen kann und bei der Familienplanung wie ein weiteres Gehalt mit einplant. Das ist absolut unfair gegenüber Familien in aussichtslosen Situationen; gegenüber dem zweiten Kind, das gezielt in eine finanziell schwierige Lage hineingeboren wird; und nicht zuletzt auch gegenüber den Steuerzahlern. Ich ärgere mich oft darüber, dass die Hälfte meines Gehalts für Steuern draufgeht - empfinde es jedoch als große Sicherheit, dass so für mein Kind und mich gesorgt ist, falls ich meinen Job verlieren sollte. Nur weil einige Menschen ihre "Freiheit so früh wie möglich genießen wollen", müssen andere ihre Familienplanung nach hinten verschieben?

Tja, ...
es ist in D nun eben so, dass ein Kind für -sehr wenig bis gar nicht verdienende- ein "lohnendes Geschäft" ist, wogegen es für einen Haushalt mit zwei "normal Verdienern" ein großer Einschnitt ist, den man sich genau überlegen muss. Aber dafür kann man nicht die leute zur Verantwortung ziehen, die es nutzen, sondern die, die solche gesetze oder Modalitäten sich ausdenken.

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24. November 2005 um 10:35
In Antwort auf flyingkat

Tja, ...
es ist in D nun eben so, dass ein Kind für -sehr wenig bis gar nicht verdienende- ein "lohnendes Geschäft" ist, wogegen es für einen Haushalt mit zwei "normal Verdienern" ein großer Einschnitt ist, den man sich genau überlegen muss. Aber dafür kann man nicht die leute zur Verantwortung ziehen, die es nutzen, sondern die, die solche gesetze oder Modalitäten sich ausdenken.

Absolut richtig!
Um so erfreulicher finde ich es, dass endlich das Eltergeld diskutiert wird.

Kürzlich habe ich einen Beitrag über das Thema Schuldenberatung gesehen und dort wurde gesagt, dass es durchaus viele Familien gibt, die sich - wie du es schon beschrieben hast - Mehreinnahmen durch ein zweites Kind erhoffen. Dass aber dieses zweite Kind ebenfalls Kosten verursacht ging für viele anscheinend zu weit. Wirklch schon beängstigend!

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24. November 2005 um 10:50
In Antwort auf runa_12850644

Absolut richtig!
Um so erfreulicher finde ich es, dass endlich das Eltergeld diskutiert wird.

Kürzlich habe ich einen Beitrag über das Thema Schuldenberatung gesehen und dort wurde gesagt, dass es durchaus viele Familien gibt, die sich - wie du es schon beschrieben hast - Mehreinnahmen durch ein zweites Kind erhoffen. Dass aber dieses zweite Kind ebenfalls Kosten verursacht ging für viele anscheinend zu weit. Wirklch schon beängstigend!

Und...
wie man in den Medien immer öfter shen/hören kann werden Kinder dann auch teilweise vernachlässigt oder die Eltern gucken dumm aus der Wäsche, wenn das Erziehungsgeld wegfällt, was ein Kind doch kostet - ich fände das Elterngeld auch nicht schlecht, zweifle aber noch an der Umsetzung. Ich habe ehrlich gesagt noch nie erlebt das der Durchschnittsmensch mal positiv bedacht wurde, meist ist es eher so, dass an solchen Leuten immer gespart wurde - nicht an den Großen Fischen, sondern am Durchschnitt.

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25. November 2005 um 8:15

WUA! DICKES SORRY! MISSVERSTÄNDNIS!
Hallo eigentlich an Alle!

Wow! Da bin ich ja ganz schön auf Kritik gestoßen. Ich wollte mit meiner Nachricht niemanden zu Nahe treten oder verärgern!

Ich bin ja auch nicht dafür, dass man dem Staat Geld abknüpft. Ich fand es auch nicht ganz so doll, dass sich meine Schwägerin für ein weiteres Kind entschieden hat, trotz der Lage.
ES WAR JA NUR EIN BEISPIEL! Wollte damit nur ausdrücken, DASS ES IMMER IRGENDWIE WEITER GEHT!! Außerdem hat ja Dein Mann, liebe Mandy, eine Arbeit... Oje, oje...

Übrigens, Mandy, in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift "Eltern" wird über dieses Thema sehr schön berichtet. Ließ die doch mal!

Viele liebe Grüße!

Claudia

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