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Dürfen Erzieher das?!

24. April 2008 um 20:40 Letzte Antwort: 25. April 2008 um 11:49

Hallo,

es geht um meinen kleinen Neffen (3Jahre)

Der Vater meiner Schwägerin ist vor kurzem gestorben (also der Opa vom kleinen) und der kleine war die Tage jetzt oft über Mittag im Kindergarten weil mein Bruder und meine Schwägerin alles für die Beerdigung fertig machen müssen.

Nun... der kleine fragt natürlich wo Opa ist, ob er ihn bald wieder besuchen kann und und..

Mein Bruder und meine Schwägerin waren dagegen ihm zu sagen das er gestorben ist, weil er viel zu jung dafür ist, sie wollten sich Zeit lassen es ihm irgendwann zu erklären.. und erstmal Ratschläge holen von Außerhalb.

Jetzt ist aber folgendes passiert... und zwar hat ein Kind über ihren Opa gesprochen und meinte "Mein Opa kann voll super Kochen!" und da meinte mein Neffe "Meinen Opa auch bald gibt es bei ihm wieder Spaghetti" (gabs bei seinem Opa jeden Sonntag für die Kinder)

Da kam die Erzieherin und meinte "Dein Opa ist doch tod!"

Der kleine wusste natürlich nichts damit anzufangen und Zuhause ging er dann zu meinem Bruder und fragte "Warum ist Opa tod?" und meine Schwägerin und mein Bruder waren ausser sich.. und wussten nicht weiter.

Und nun?

soll man einem 3 Jährigen wirklich sagen was der Tod ist und wo der Opa jetzt ist?

Was macht man mit der Erzieherin? Hat sie ein Recht sowas so direkt zu einem Kind zu sagen?

lg
Pink

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24. April 2008 um 21:59

Frage:
Wussten die Erzieher, dass die Eltern dem kleinen nichts vom Tod des Opas gesagt hat? Kann es sein, dass die Erzieherin nur ganz normal reagiert hat, da sie davon ausging, das Kind wüsste es?

Und warum in aller Welt verheimlichen die Eltern dem Kind das?????? Wie soll er normale Trauer empfinden und auch von den anderen Menschen kennen lernen wie man damit umgeht, wenn er gar nicht weiß was passiert ist???????? DAS geht gar nicht!! Ein so kleines Kind sollte wohl nicht auf eine Beerdigung mitgenommen werden, aber man darf so eine Nachtricht nicht verschweigen. Jetzt wird er sich hintergangen fühlen (zu recht) und fragen, warum er die Wahrheit nicht erfahren durfte?

Denn: wenn dein Neffe erst dann vom Tod des Opas erfährt, nachdem bei den Eltern die größte Trauer schon vorbei ist, hat er keine Möglichkeit mehr sich an ihnen zu orientieren, wie er mit diesem Gefühl umgehen soll! Also wird er wahrscheinlich "unangemessen" reagieren (zumindest wirds den Eltern so vorkommen) und er wird lernen (getreu dem Motto "Versuch und Irrtum"), dass es nicht gut ist Gefühle zu zeigen....

Den Fehler haben wohl die Eltern gemacht und NICHT die Erzieherin!!!!!!!!!

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25. April 2008 um 8:15
In Antwort auf kara_12839281

Frage:
Wussten die Erzieher, dass die Eltern dem kleinen nichts vom Tod des Opas gesagt hat? Kann es sein, dass die Erzieherin nur ganz normal reagiert hat, da sie davon ausging, das Kind wüsste es?

Und warum in aller Welt verheimlichen die Eltern dem Kind das?????? Wie soll er normale Trauer empfinden und auch von den anderen Menschen kennen lernen wie man damit umgeht, wenn er gar nicht weiß was passiert ist???????? DAS geht gar nicht!! Ein so kleines Kind sollte wohl nicht auf eine Beerdigung mitgenommen werden, aber man darf so eine Nachtricht nicht verschweigen. Jetzt wird er sich hintergangen fühlen (zu recht) und fragen, warum er die Wahrheit nicht erfahren durfte?

Denn: wenn dein Neffe erst dann vom Tod des Opas erfährt, nachdem bei den Eltern die größte Trauer schon vorbei ist, hat er keine Möglichkeit mehr sich an ihnen zu orientieren, wie er mit diesem Gefühl umgehen soll! Also wird er wahrscheinlich "unangemessen" reagieren (zumindest wirds den Eltern so vorkommen) und er wird lernen (getreu dem Motto "Versuch und Irrtum"), dass es nicht gut ist Gefühle zu zeigen....

Den Fehler haben wohl die Eltern gemacht und NICHT die Erzieherin!!!!!!!!!

Ja aber ist es nicht generell zu früh
einem Kind mit 3 schon zu erzählen das Menschen die sie lieben sterben und nicht mehr zurück kommen?

Wie macht man sowas denn einem Kind begreiflich ohne das es traurig wird?

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25. April 2008 um 8:26

Hm
wird mal sagen es ist vielleicht zu direkt gewesen,dein Opa ist doch Tot. Ich weiß net wie es sich für ein kleines kind anhören muss wenn es denn Sinn noch nicht versteht .Ihr hättet aber vielleicht schon reagieren müssen als der kleine mann gesagt hat wo sein opi ist ,bei unserer Bella haben wir ihr die geschichte vom Himmel erzählt,das hat sie erstmal so aufgenommen und wenn sie 6 jahre ist und es versteht was Tot ist werden wir sie über den verbleib aufklären.

LG

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25. April 2008 um 9:11

Klar dürfen das erzieher!
ihr habt ja nicht in einem gespräch den erziehern gesagt das sie das thema nciht anschneidne sollen ?????
und der tod gehört zum lebne dazu , deswegen sollt es den kindern gesagt werden. aber nicht so umschreiben , wie der opa ist für immer eingeschlafne etc. dadurch können kinder ganz schnell schlafstörungen entwickeln denn sie denken dann wenn sie abneds schlafen wachen sie evt auch nciht mehr auf oder der papa etc...........
genaus finde ich sollte man ein kind auch mit auf beerdigungen nehmen....

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25. April 2008 um 9:56

Es war besonders für meine
Schwägerin ein Schock weil sie sich doch erst Ratschläge holen wollte, weil der kleine auch das 1. Kind von meinem Bruder und ihr ist und sie nichts falsch machen wollen.

Also mein Bruder hat ihm jetzt auch erzählt das der Opa im Himmel ist, das es ihm gut geht.
Der kleine weiß aber auch schon wie er knifflige Fragen stellt.. so fragte er meinen Bruder ob er denn auch im Himmel besucht werden kann, wer denn jetzt die Spaghettis jeden Sonntag macht und wie er mit Opa reden kann wo er doch so weit weg ist (man muss sich ehrlich vorstellen auf was für Fragen Kinder in dem Alter kommen)

Irgendwie ist es auch heikel.. weil alle in Trauer sind und ihm in der Situation erklären müssen das es ihm gut geht..

Aber der kleine scheint es verstanden zu haben, und auch das wir erst zum Himmel fliegen können wenn wir ganz viele Geburtstage hatten und das die Oma jetzt den Auftrag hat Spaghettis zu kochen.

Mein Vater (also sein anderer Opa) hatte ihn heute auf dem Schoß und der kleine fragte "gehst du auch in den Himmel?"

Wann hören diese Fragen auf? WO findet man Antworten oder Ratschläge wie man reagiert?

lg
Pink

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25. April 2008 um 10:06
In Antwort auf emely_11956943

Es war besonders für meine
Schwägerin ein Schock weil sie sich doch erst Ratschläge holen wollte, weil der kleine auch das 1. Kind von meinem Bruder und ihr ist und sie nichts falsch machen wollen.

Also mein Bruder hat ihm jetzt auch erzählt das der Opa im Himmel ist, das es ihm gut geht.
Der kleine weiß aber auch schon wie er knifflige Fragen stellt.. so fragte er meinen Bruder ob er denn auch im Himmel besucht werden kann, wer denn jetzt die Spaghettis jeden Sonntag macht und wie er mit Opa reden kann wo er doch so weit weg ist (man muss sich ehrlich vorstellen auf was für Fragen Kinder in dem Alter kommen)

Irgendwie ist es auch heikel.. weil alle in Trauer sind und ihm in der Situation erklären müssen das es ihm gut geht..

Aber der kleine scheint es verstanden zu haben, und auch das wir erst zum Himmel fliegen können wenn wir ganz viele Geburtstage hatten und das die Oma jetzt den Auftrag hat Spaghettis zu kochen.

Mein Vater (also sein anderer Opa) hatte ihn heute auf dem Schoß und der kleine fragte "gehst du auch in den Himmel?"

Wann hören diese Fragen auf? WO findet man Antworten oder Ratschläge wie man reagiert?

lg
Pink

Es ist schwer
und wird auch erst für euch leichter wenn ihr die Trauer einigermaßen überwunden habt. Bis dahin wird sich der kleine Mann noch einiges Einfallen lassen ,weil er merkt dass es euch nicht gut geht, kinder haben ein ganz besonderes Gespür dafür und machen meist sachen die im instinkt sogar richtig sind. Mit unter hilft es sogar die Trauer schneller zubewältigen.

Ihr werdet dass schon meistern da bin ich mir sicher beantwortet einfach seinen Wissenshunger auf normalen Weg,vielleicht hört es dann mit der Fragerei auf und er hat den Hunger gestillt!

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25. April 2008 um 11:49
In Antwort auf emely_11956943

Es war besonders für meine
Schwägerin ein Schock weil sie sich doch erst Ratschläge holen wollte, weil der kleine auch das 1. Kind von meinem Bruder und ihr ist und sie nichts falsch machen wollen.

Also mein Bruder hat ihm jetzt auch erzählt das der Opa im Himmel ist, das es ihm gut geht.
Der kleine weiß aber auch schon wie er knifflige Fragen stellt.. so fragte er meinen Bruder ob er denn auch im Himmel besucht werden kann, wer denn jetzt die Spaghettis jeden Sonntag macht und wie er mit Opa reden kann wo er doch so weit weg ist (man muss sich ehrlich vorstellen auf was für Fragen Kinder in dem Alter kommen)

Irgendwie ist es auch heikel.. weil alle in Trauer sind und ihm in der Situation erklären müssen das es ihm gut geht..

Aber der kleine scheint es verstanden zu haben, und auch das wir erst zum Himmel fliegen können wenn wir ganz viele Geburtstage hatten und das die Oma jetzt den Auftrag hat Spaghettis zu kochen.

Mein Vater (also sein anderer Opa) hatte ihn heute auf dem Schoß und der kleine fragte "gehst du auch in den Himmel?"

Wann hören diese Fragen auf? WO findet man Antworten oder Ratschläge wie man reagiert?

lg
Pink

Nie...
DIESE fragen hören erst auf, wenn Kinder realisiert haben, was es bedeutet. Wir haben unsere kleinen von Anfang an mit auf den Friedhof genommen, wenn wir das Grab von den Urgroßeltern versorgt haben. Irgendwann kam dann auch mal die Frage, was das denn sein. Also haben wir geantwortet, dass dort die Oma und der Opa der Mama begraben sind. Na da fingen ja die Fragen an.... wieso weshalb warum. Warum sind die denn begraben. Wer hat das denn gemacht, grab die wieder aus. etc.
Dann haben wir eben erzählt, dass es mit den Menschen wie mit einer Blume ist. Im Frühjahr beginnt sie zu sprießen (kindheit) imd Sommer blüht sie (erwachsen) und im Herbst beginnt sie zu welken (alter) und irgendwann stirbt sie - sterben als Mensch. Das passiert mit JEDEM. Naja, eine Zeitlang war echt das geheule (ich will nicht, dass du stirbst ....) dann haben wir eben erklärt, dass das noch gaaaaanz lange dauern wird. Als nächste kam die Oma dran: Oma, du bist doch schon alt - ja, dann stirbst du doch bestimmt bald? Äh grübel, naja so bald hoffentlich auch nicht. Naja, wenn du stirbst, dann pflanz ich dich auch auf den Friedhof, gieße dich schön, dann bist du bald wieder lebendig. etc. das ging in etwa ein dreiviertel Jahr mit soclhen obskuren Fragen und Feststellungen (da muss mal eben durch). Jetzt nachdem noch die letzte Uroma gestorben ist, ab und an mal ein haustier den Löffel abgibt, scheint es zum Leben dazuzugehören (hoffe ich)

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