Forum / Meine Familie

Drogenkrank, süchtig und schizophren.... aber es stimmt alles nicht, was soll ich tun?

6. Februar um 20:35 Letzte Antwort: 14. Februar um 22:29

Hallo ihr Lieben,
zugegeben der Aufmacher ist extrem reisserisch, aber es ist auch auf den Pukt gebracht genauso verrückt. 

Meine Familie denkt das alles von mir und ich kann überhaupt nichts dagegen machen. 

Ich bin weder süchtig, noch nehme ich irgendwas und mein psychisches Problem, rührt schlicht vom Verhalten meiner Familie her. 

Seit vielen Jahren geht das schon so und ich kann überhaupt nichts dagegen machen. Mittlerweile sind wir alle derart zerstritten, dass wir alle nicht mehr miteinander reden. Das geht bis auf die Geschwister meines Vaters, meine Schwestern usw. usf. Bis hin zu Drohungen mit der Polizei, Anzeigen, notarielle Verfügungen gegeneinander, völlig krank. Was das angeht muss ich fast immer schallend lachen, weil es einfach so krass ist, bis zum letzten Exzess wird sich da fertig gemacht. Ich will da immer raus, kann aber nichts gegen diese Familiendynamik machen. Ganz im Gegenteil wird mir dann immer vorgeworfen ich wäre so und ganz schlimm. Dabei will ich mich nur abgrenzen und kann das einfach nicht, sobald ich Kontakt mit meiner Familie habe, ich werde auf allen Ebenen mit reingezogen. Sowohl ich mit meinen ganzen Vergehen, die begangen und nicht begangen habe, als auch in die Konflikte mit den anderen. Annäherung zwecklos.

Paradox ist das meine Schwestern es selber aufgearbeitet haben und ganz folgerichtig Distanz dazu eingenommen haben. Meine Wenigkeit konnte das nicht machen, ich hab mich mit meinem Vater derart zerstört, anders kann man es gar nicht nennen. Alle geben mir dafür die Schuld, nur kann ich leider überhaupt nichts dagegen machen, weil ich die Probleme nicht habe, die ich haben soll. 


Gespräche führten regelmäßig zu nichts, Analyse wie was zustandekam bringt nichts mehr. Teilweise ging das soweit, dass mir unterstellt wurde ich würde Frauen mit K.O. Tropfen betäuben und vergewaltigen. Mein Leumund ist derartig mies und keiner, wirklich keiner hat die Bereitschaft das mal zu überdenken oder aufzuräumen.


Ich bin komplett allein und weiss nicht was ich damit machen soll. Genaugenommen werde ich seit Jahren isoliert um Erkenntnisse zu haben, die ich gar nicht bekommen kann (toller Rat von Caritas und Psychologen) und meine dauernden Vorschläge zum Familientherapeuten zu gehen werden nicht angenommen. 

Hatten wir dann mal Kontakt fing der ganze Horror immer wieder von vorne an. Es hat mein Leben wirklich erschwert und das in einer Form, die mir jetzt erst richtig klar wird, nach fast 40 Jahren.

Ich weisss eigentlich gar nicht was ich fragen will, was soll man davon halten? Ja klar gibt es dazu Vorgeschichten und Dynamiken, es ändert aber nichts an dem Umstand, dass ich nie an der Stelle gewesen bin, wo ich angeblich gewesen sein soll oder bin. Was soll ich denn machen?

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9. Februar um 7:56

und warum willst Du den Kontakt nicht abbrechen?

Warum klammerst Du Dich so an den Gedanken, dass irgendwann noch das Wunder kommt und alles gut wird? Wunder kommen in der Realität leider nicht und wenn Du ehrlich darüber nachdenkst: auch ein Wunder könnte die Wunden, die schon bestehen, nicht heilen. Mal ganz abgesehen davon, dass es die Art Wunder echt nur in schlechten Filmen gibt.

Die Realität ist: es gibt für Dich keine heile-Familien-Welt mit Deiner Familie. Das kannst Du nur akzeptieren und es ggf. bei Deinen Kindern besser machen.

"Freunde sind Gottes Entschuldigung für Verwandte" (ein Sprichwort - irisch glaub ich) - halte Dich an diese Leitline, bau Dir ein Umfeld auf, was von Deiner Familie unabhängig ist. Deine Familie kann Dich gar nicht mehr isolieren, aber ein anderes Leben musst DU Dir aufbauen.

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14. Februar um 22:29

Hallo,

Ich habe ein ähnliches Problem aber es ist nicht so krass wie bei dir. Es geht um die Vergangenheit, vieles was fasch gemacht wurde, Vertrauensmissbrauch, Mistrauen der sich entwickel hat, vieles was man nicht vergeben oder vergessen kann, Schuldgefühle und mehr.

Wir sind alle Menschen. Ich behaupte das wir alle an einen Punk in unseren Leben egoistisch waren, das wir alle Menschen die uns nahestehen verletzt und enttäuscht haben, das wir nicht für Menschen die wir lieben da waren, usw. 

Aber Familie ist Familie und man versucht vieles zu vergessen und möchte den Familienfrieden wieder herstellen. Wir alle brauchen den Frieden in der Familie damit es uns gut geht.

Am liebsten würde ich aber manchmal weit weg ziehen um meine Familie nicht so oft sehen zu müssen. Weil da so viele Verletzungen da sind von beide Seiten und ich möchte nicht ständig dieses Misstrauen spüren müssen, das tut mir nicht gut. Auch möchte ich nicht die Verantwortung dafür übernehmen das ich mit meinen Entscheidungen Menschen enttäusche oder verletze. Man ist eigendlich Erwachsen und frei, aber mit einer Familie die sich ständig das Maul über einen zerreist und einen Vorwürfe macht ist man das nicht

Ich würde dir raten Stück für Stück auf Distanz zu gehen so gut es geht und Stück für Stück unabhängiger von deiner Familie zu werden. Entweder tuen dir die Menschen mit denen du dich umgibst gut oder nicht, das musst du erkennen und dann zu deinem Schutz und aus Selbstliebe eine Entscheidung für dich treffen.

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