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Die Tochter meines Freundes.Wissen echt langsam nicht mehr weiter

28. Juni 2012 um 8:46

Hallo ich bin neu hier.
Normalerweise bin ich ein Mensch, der mit seinen Problemen und Sorgen sehr gut alleine zurecht kommt und selten Hilfe annimmt, doch auch ich brauche mal einen Rat von Menschen die unbeteiligt Situationen gegenüberstehen.

Mein Problem ist folgendes...
Ich bin seit etwa 1,5 Jahren mit meinem Freund liiert. Ich selber habe einen 5 jährigen Sohn aus einer Beziehung davor. Mit dem Vater meines Kindes war ich 6 Jahre zusammen. Da mein Ex Freund mich jedoch über Jahre nur belogen und betrogen hat sind wir dann vor zwei Jahren auseinandergegangen. Mein jetziger Freund hat eine Tochter, diese wird im September 6, also sind unsere Kinder im selben Alter. Man muss jedoch sagen, dass sie unterschiedlicher nicht sein können, mein Sohn ist ein richtiger Wirbelwind, geht gerne auf Leute zu und hat auch keine Scheu vor neuen Leuten. Von meinem Freund die Tochter ist total scheu, redet kaum und ist total in sich gekehrt, Anfangs hatte ich sogar Probleme, dass sie überhaupt mal mit mir redet, aber dann wurde es besser und durch gemeinsame Ausflüge sind sich auch die Kinder näher gekommen und waren eigentlich ein sehr gutes Team. Seit wir allerdings vor einem halben Jahr zusammengezogen sind gibt es nur noch Ärger mit der Tochter meines Freundes, sie wohnt bei ihrer Mutter (welche auch viel mit uns zusammenarbeitet...Gespräche.. .Lösungsversuche ect.) . Seit dem wir zusammen wohnen schottet sich die Kleine nur noch ab, redet mit uns Erwachsenen kaum noch.... jedes Wort muss man ihr aus der Nase ziehen,wenn man mal mit reden möchte, rennt sie weinend in ihr Zimmer (haben extra ne 4 Raumwohnung genommen, damit sie auch ein eigenes Zimmer bekommt). Sie benimmt sich eigentlich nur noch normal, wenn sie mit meinem Sohn im Zimmer spielt, da hört man sie lachen und erzählen. Normalerweise ist sie jedes zweite Wochenende bei uns und auch mal in der Woche, da die Mutter als Altenpflegerin im Schichtsystem arbeitet, doch seit 4 Wochen möchte sie auf einmal gar nicht mehr zu uns kommen, nennt als Gründe, dass mein Sohn sie schlägt und sie sich bei uns nicht mehr wohl fühlen würde. Das können wir überhaupt nicht verstehen, da das total an den Haaren herbei gezogen ist, mein Sohn ist kein Schläger und sie wäre auch die Erste gewesen (ziemliche Petze) die gleich zu uns gekommen wäre und gesagt hätte, dass mein Sohn sie geschlagen hätte, aber dass hat sie erst ihrer Mutter erzählt, nachdem sie sie darauf angesprochen hatte, warum sie nicht mehr zu uns wolle. Man kann ihr auch nicht mehr glauben, seit einem halben Jahr lügt sie ständig und man weiß eigentlich nie was man ihr wirklich glauben kann. Ist aber wohl nur bei uns so, laut Mutter bei ihr nicht. Wir wissen jetzt echt nicht mehr weiter, sie möchte gar nicht mehr zu uns und wi sind uns keiner Schuld bewusst. Ich bin in der zehnten Woche schwanger und wie soll dass denn erst werden, wenn dann noch ein Baby da ist... das Zimmer von der Tochter meines Freundes wird nämlich das Babyzimmer werden. Die Kinder wissen bisher noch nicht, dass sie ein Geschwisterchen bekommen.

Hoffe ihr könnt mir helfen.

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12. Juli 2012 um 9:33

Hi du,
das klingt wirklich schwierig... Was sagt denn die Mutter des Mädchens dazu? Wenn sie so kooperativ ist, wie du schilderst, dann müsste sie doch vielleicht einen positiven Einfluss auf ihre Tochter nehmen können?

Gibt es bei der Mutter irgendwelche Veränderungen, die sie so beeinflussen könnten? Hat diese z. B. seit kurzem einen neuen Partner und das Kind hat Angst sie zu verlieren und will deshalb lieber bei ihr bleiben? Oder geht es einem Großelternteil schlecht, was sie unterschwellig spürt? Hat sie Angst vor der Einschulung? Irgendeinen Grund muss es ja geben... Sind du oder dein Partner eher "dominant", so dass sie sich nicht zu wehren weiß? Viel anderes fällt mir jetzt spontan auch nicht ein...

Vielleicht ist die Mutter insgesheim doch sehr enttäuscht, dass ihr Ex mit dir zusammenlebt und die Tochter möchte für sie Partei ergreifen?

Vielleicht spürt sie auch unterbewusst schon deine Schwangerschaft? Meine Tochte ist gleichalt, aufgrund einiger FG haben wir ihr erst sehr spät von der Schwangerschaft erzählt. Aber schon bevor ich 100 %ig wusste schwanger zu sein, war sie plötzlich ein totaler Klammeraffe und anhänglich wie nie zu vor. Sie hat es wirklich vor mir gespürt...

Vielleicht kann dein Partner mal was mit ihr alleine unternehmen - ein WE wohin fahren oder so. Sich nur um sie kümmern und versuchen durch Gespräche herauszufinden, was wirklich los ist... Dabei nicht unter Druck setzen und bloß keine Vorwürfe machen, aber durchaus auch sagen, dass ihr beide (oder alle drei, mit Sohn) sehr enttäuscht seid, dass es derzeit so schlecht läuft. Sie soll ruhig mal Vorschläge machen, wie es für sie besser ablaufen könnte...

Ich weiß nicht, wie groß das Zimmer deiner Stieftochter ist, aber vielleicht lässt es sich so einrichten, dass es erstmal ihr Zimmer bleibt und sich nicht völlig in ein Babyzimmer verwandelt. Ich glaube, das würde sie komplett von euch fernhalten... Und ein Baby braucht ja auch noch kein eigenes Zimmer. Vielleicht lässt sich dort erstmal nur ein Stubenwagen mit dazustellen. Und später evtl. ein Kinderbettchen unter ein Hochbett. So werde ich es auch machen, denn wir haben gar nicht mehr Platz...

Ich wünsche dir viel Kraft, ich lebe selber in einer Patchworkkonstellation und weiß, wie schwierig das sein kann...

LG!

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12. Juli 2012 um 11:17


Ich denke die Kleine hat es wirklich nicht leicht.
Ganz klar, dass sie eifersüchtig reagiert.
Ist ja auch kein Wunder. Denn ihr geht nicht allzu sehr auf ihr Gefühle ein.

Sie musste einfach viel verkraften. Sie muss ihren Papa nun mit einem anderen Kind und einer anderen Frau teilen.
Mann muss nicht erwarten dass ein Kind damit klar kommt und alles unproblematisch hinnimmt.

Ihr habt entscheidende Fehler gemacht, indem ihr sie vielleicht nicht ausreichend auf alles vorbereitet habt.
Wenn man ihr nur mitteilt dass man zusammen zieht und ihr ein Zimmer hingibt, dass ihr später ohnehin entzogen wird, dann ist es vorprogrammiert dass es so kommt.

Mir fehlt hier das Verständnis für ihre Gefühle und das Eingehen auf diese.
Zu Anfang hätte man sie auch in die Entscheidung einbeziehen können, wenn es ums zusammen ziehen geht und wenn die Entscheidung steht, kann man sagen, dass man versteht dass sie nicht alles toll findet wie es ist, und dass sie ruhig auch traurig und wütend sein darf. Aber dass man egal was ist, sie dennoch liebt und für sie da ist.

Dasselbe ist nun mit dem Baby das kommt, dem Zimmer das weg sein wird.

Ich sehe in Deinem ganzen Text über UNVERSTÄNDNIS gegenüber ihrem Verhalten und ihren Gefühlen. Das ist das Problem und das wird sich auch nicht ändern, wenn ihr weiterhin meint dass sie doch gefälligst sich normal benehmen und funktionieren soll, alles kommentarlos schlucken soll.

Dann ist da auch noch eine Mama die als Altenpflegerin selbstverständlich ein Interesse daran hat, dass die Tochter auch Zeit beim Papa verbringt, da sie sicher auch Schicht arbeitet. Irgendwie sehen alle nur sich selbst und es wirkt als ob nur das Kind sich daneben verhält.
Im Grunde sind es die Erwachsenen die sich daneben benommen haben, weil sie trotz Kind es nicht schafften zusammen zu bleiben, sich trennten und ihr Glück woanders suchen und nicht mal verstehen was ein Kind bei sowas fühlt.

LG

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