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Die Situation macht mich völlig fertig...

28. Januar 2017 um 19:09

Hallo meine Lieben, ich schreibe nun hier kurz auf, wies mir im Moment geht, weil ich das Gefühl habe ich ersticke sonst. Eventuell hat der ein oder andere ebenfalls so etwas durchlebt und kann mir davon berichten. Nun zur folgenden Sotuation.

Meinem Vater ging es die letzten Tage nicht so gut (knappe 70 Jahre jung), hatte des öfteren Bauchkrämpfe, Schnerzen in der Brustgegend und auch so war ihm etwas schwindelig. Allerdings dachte niemand an dass was jedoch eingetroffen ist, wir dachten alle er hötte sich eventuell überarbeitet oder so. Am Freitag dann wurde sein Zustand nicht besser, so rief mich meine Mutter in der Arbeit an (wohne nicht mehr zu Hause) und teilte mir mit, dass mein Vater mit dem Krankenwagen ins Spital gefahren ist. Ich verstand im ersten Moment nichts, war wie gelehmt und unter Schock. Ich sagte immer wieder nur warum was er denn hätte wies ihm ginge usw. Sie erzählte mir mit so einer zittrigen Stimme und weinte dabei (wenn ich jetzt noch daran denke bekomme ich Gänsehaut) dass er einen Herzinfakt erlitten hätte! Ich aber nicht ins Spital kommen müsste, da die Ärzte meinten, er bräuchte nun Ruhe (es war so gegen 12 uhr Mittags am FR) und wir sollen am SA (also heute) kommen. Ich war die ganze Nacht wach, ich weinte un unterbrochen konnte mich gar nicht mehr beruhigen. Wollte endlich zu ihm und wissen wie es ihm ginge. Wir wussten nur von den Ärzten, dass er auf der Intensivstation liegt. Heute angekommen, mit zittrigen Knien und einen gefühlten Pulsschlag von 300 suchten wir die Station auf die er untergebracht worden ist und hatten anschliessend ein Gespräch mit dem Oberarzt der ihn unter anderem auch behandelt hat. Der Arzt meinte, wäre mein Papa erst stunden später gekommen, wüsste er nicht ob er dies überlebt hätte. Sein Zustand ist stabil, er war die ganze Zeit bei Bewusststein, wurde weder (zum Glück) reanimiert noch sonstiges. Er müsste jetzt mal bis Montag/Dienstag zur Überwachung auf der Intensiv bleiben und sollte alles passen darf er dann auf die "normale" Bettenstation. Während mir die Ärzte dies alles erzählten, stabd ich nur da und bekam fast keine Luft mehr. Mir wurde schwarz vor Augen, konnte mich kaum beruhige hab gezittert wie verrückt und nur geheult. Ich bekam nur noch mit, dass die rechte Arterie verstopft war und dies zu einem sogenannten "Hinterwandinfakt" führte. Dann war es soweit, ich durfte in sein Zimmer um ihn endlich zu sehen! Ich sagte davor immer wieder zu mir selbst, ich müsste für ihn jetzt stark bleiben, ihn gut zureden und bloss nicht heulen, was allerdings leichter gesagt als getan war. Die Krankenschwester machte also die Tür auf und ich erstarr zur Stein! Da liegt er nun, mit vielen Kabeln und Schläuchen an X Geräten. Ich konnte weder Hallo noch sonstw as sagen, so sehr stand ich wegen dem Anblick unter Schock. Kurz gefangen setzte ich mich zu ihm und wir plauderten etwas. Nach ca 30 Minuten musste ich allerdings das Zimmer wieder verlassen, da er Ruhe benötigt. Alle 2 Stunden wird Blut abgenommen und dies ausgewertet, essen und trinken darf er ebenfalls schon. Nur er hat strengste Bettruhe. Er sah so schwach aus (was natürlich klar ist nach so etwas) und wenn ich könnte, würde ich alles dafür geben, dass es ihm besser geht.. Seit dem sitz ich daheim und heul mir die Augen aus, auch wenn die Ärzten meinten, sein Zustand wäre stabil und momentan passen auch die Blutwerte; schaffe ich es nicht mich zu beruhigen. Meiner Mutter geht es natürlich ähnlich. Ich habe so fürchterliche Angst dass ich ihn für immer verliere oder dass sich sein Zustand verschlechtert.

danke fürs ausheulen... Jetzt geht es mir wenigstens etwas besser, auch wenn schon wieder die Tränen kullern

Lg

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