Forum / Meine Familie

Die Position als Stiefmutter

23. September um 12:33 Letzte Antwort: 25. September um 20:41



Hallo zusammen, 
Ich stehe mir gerade selber im Weg.
BK ist 7 Jahre alt. Und hat teilweise eine Art an sich die mich tierisch nervt, aber auch traurig macht.
Grenzen sind für ihn größtenteils ein Fremdwort.  Er verhält sich unverschämt.
Er schreit auch seine Mutter an, wenn es nicht nach seinem Willen geht. Auch wenn es hier nicht nach seinem Willen geht, wird geblockt.
Der Vater ist mit der Mutter im Gespräch, damit auch sie konsequenter wird, z. B. dass er sie nicht anschreien muss bzw. Grenzen bekommt.
Ich habe viel für ihn hier besorgt... Spiele etc., habe sein Zimmer schön gestaltet. Aber dennoch bin ich die blöde wenn es nicht nach seinem Willen läuft
"du gehörst nicht zur familie". Aber auch das Verhalten ist ambivalent, dann kuschelt er wieder mit mir. Aber wenn es wie gesagt nicht nach seinem Willen läuft, wird er sehr aufmüpfig und akzeptiert kaum ein "Stopp".
Mit dem Vater kann ich viel reden und er versteht es auch, er sagte, dass BK halt kaum Grenzen erfahren hat. Auch das spiegelt sich in der Schule nun, indem er andere sehr ärgert und so.
Wie komme ich aus meinem Gefühl raus. Ich möchte nicht die blöde sein. Aber gerade bin ich sehr gehemmt im Kontakt, vllt auch unsicher. Er ist mit seinen Aussagen halt sehr verletzend. Kennt es jemand? Wir kann ich meinen Blick Winkel vielleicht ändern?

Soziale Kontakte fallen ihm übrings sehr schwer. Also in Gruppen. 
Kurze hintergrundinfo. 
Er ist erst mit 5 Jahren in den Kindergarten gekommen, zuvor war er nur zuhause. 
Bei seiner Mama und uns schläft er mit im Bett, haben es versucht, dass er alleine schläft, ging aber nicht die Mama hat ihn bis letztes Jahr gestillt (ich verurteile keiner dieser Sachen!!!, es dient ledeglich zur Information) 


Ich hoffe es kommt verständlich rüber.


Ganz liebe Grüße.

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25. September um 20:41

Na ein bisschen frag ich mich schon, warum die Info hier her muss, wenn du sie nicht zumindest dahingehend interpretierst, dass du diesen Umständen die Schuld gibst?

Meine Kinder haben teilweise dieselben "Umstände", aber sie verhalten sich wie ganz normale Kinder und kommen auch normal klar. Wobei ich ein schüchternes dabei habe, das sich da schwerer tut. Das ist übrigens das, das ich am kürzesten gestillt habe

Menschen sind halt unterschiedlich und eine Trennung immer belastend für so ein Kind.

Natürlich kann es sein, dass etwas am Umgang mit dem Kinder Zuhause nicht passt. Aber außer der Info "setzt für das Verständnis des Vaters keine Grenzen".

Ich denke, wenn die Mutter Zuhause nicht klar kommt, dann könnt ihr halt auch nicht viel machen. Ist sie denn unzufrieden mit der Entwicklung ihres Sohnes? Oder sieht sie da kein Problem?

Es gibt natürlich viele Ratgeber, alle mehr oder minder brauchbar. Aber es muss die Mutter ja auch ansprechen. Ich finde grundsätzlich den Ansatz von J.Juul hilfreich, aber das ist auch ne bestimmte Umgangsweise, die man so wollen muss. (hat übrigens auch ein Buch zum Thema Stiefeltern)

Haben denn die Lehrer was gesagt, dass sein Verhalten auffällig wäre? Dass es Kinder gibt die gerne einfach die anderen foppen ist ja auch normal.
Vond er kurzen Beschreibung könnt man aber interpretieren, dass das Kind ein Problem hat, die Grenzen anderer Menschen zu erkennen. Das halte ich dann aber eher für vorgelebt. Wird denn sein "nein/stop" von den Eltern (oder dir) respektiert?
Es passiert leider oft, dass Erwachsene das von Kindern fordern, das aber dann in echt nicht selbst leben. Die Kindern lernen von dem, was die Erwachsenen vormachen, nicht von dem, was sie sagen.

Ansonsten kanns halt auch einfach vom Trennungsfrust kommen, wenn die noch nicht lange her ist.
Kam er im Kindergarten besser klar?
Das Alter ist halt auch bei vielen anstrengend.

Hat er Freunde oder wird er auf Grund seiner Art gemieden?

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