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Die Mutter meiner Freundin hat ein Problem mit mir!

22. August 2011 um 17:38

Hallo zusammen,
ich bin seit fast eineinhalb Jahren mit einem wunderbaren Menschen glücklich zusammen.
Am Anfang der Beziehung war alles super und harmonisch - nicht nur zwischen uns beiden, sondern auch drum herum - sprich auch zu den jeweiligen Eltern- und Familienmitgliedern.
Ich muss dazu sagen: Am Anfang (die ersten Monate lang) war es auch noch so, dass beide so gespurt haben, wie die Mutter wollte...
Ich bin 22, meine Freundin knapp 18. Seit geraumer Zeit haben wir versucht - oder vielmehr, habe ich versucht, meine Freundin aus dem elterlichen "System" zu lösen. Ihr wird mit 17 Jahren beispielsweise immer noch gesagt, dass sie um 21 Uhr abends zu Hause zu sein hat (- Dies war nicht immer der Fall, aber doch öfter - Sonntagabends zum Beispiel - oder auch unter der Woche.), oder sie wird in den Ferien von ihrer Mutter geweckt - und das nicht gerade spät am Morgen, sondern halb 9. Oder sie musste jedes Mal fragen, wenn Sie zu mir wollte, bei mir schlafen wollte - oder umgekehrt, wenn ich bei ihr nächtigen wollte.
All diese Dinge habe ich versucht zu ändern - und hatte auch das Gefühl, dass es meine Freundin will, dass diese Situation sich ändert. Sie hatte es nie anders kennen gelernt - wie hätte sie jemals von alleine auf die Idee kommen sollen, sich ihrer Mutter zur Wehr zu setzen und ihr es zu verdeutlichen, dass sie kein kleines Mädchen mehr ist, dass bspw. um 21 Uhr abends ihren Freund verlassen muss, weil ihre Mutter es möchte.
Nun gut, diese Dinge sind zu großen Teilen durch Gespräche zwischen der Tochter und der Mutter in den Griff gekommen.
Allerdings habe ich selbst nun das Gefühl, dass das Ganze mir angekreidet wird.
Die Mutter - so hat es sich nun herausgestellt - ist schlecht - sehr schlecht auf mich zu sprechen und möchte auch nicht mit mir reden.
Ich habe es selbst nicht versucht - ich dachte, wenn einer an sie heran kommt, dann doch nur die eigene Tochter - oder ggf. professionelle Hilfe.
Was ich damit sagen möchte:
Die Mutter meiner Freundin hat unser Beziehungsleben bisher sehr viel mitbestimmt und auch eingeschränkt. Wir wohnen beide getrennt voneinander bei den Eltern (weil es auch aufgrund der finanziellen Situation auch nicht denkbar wäre - geschweigedenn, dass sie es mit ihren knapp 18 Jahren überhaupt selbst wollte -sie fühlt sich wohl zu Hause...).

Das Problem an der ganzen Sache ist nun, dass EGAL was ich auch tue - mir alles was ich mache und sage negativ ausgelegt wird.
Wenn ich meine Freundin abhole, die Mutter nicht sehe - und sie damit auch nicht grüße, wird es mir danach schlecht ausgelegt, das sich sie ja noch hätte suchen können.
Oder: Man frägt mich nach meiner Meinung - ich tue diese kund - und danach wird mir das schlecht hingedreht, dass ich scheinbar etwas Besseres sei und mich nicht mit "niedrigerem" Volk abgeben würde etc.
Lasse ich der Mutter einen Gruß ausrichten, oder ähnliches, kommt die gehässige Frage, ob ich schleimen möchte...
Ich selbst weiß nicht mehr weiter...und bin in der Sache - Freund - Mutter Beziehung einfach total ratlos.
Wahrscheinlich gibt es hier auch niemanden, der direkt einen Lösungsvorschlag parat hat, aber vielleicht gibt es hier Menschen, die Ähnliches erlebt haben...

Mir ist bewusst: Meine Freundin steht natürlich total im Zwiespalt. Auf der einen Seite bin ich, als ihr Freund den sie liebt - auf der anderen Seite die Mutter und die Familie.
Wie das Ganze in den Griff zu bekommen ist, weiß ich nicht.
Die Tochter kommt nicht an die Mutter ran - die Mutter beharrt auf ihrer Meinung, die selbstverständlich die Einzige Richtige ist, und nimmt keine Fremdaussagen an.



Herzliche Grüße
ein armerfreund


Update zu der Ganzen Sache:

Aktueller Stand der Dinge ist, dass die Mutter mir nun verboten hat, jemals wieder das Haus zu betreten. Begründung = 0.
Habe es durch meine Freundin ausgerichtet bekommen. Wollten uns eigentlich mal wieder bei ihr zu Hause sehen, als sie dies jedoch beim Mittagessen der Mutter mitgeteilt hatte, dass ich kommen würde, ist diese vollkommen ausgerastet und es krachte.
Fazit: Wir können uns nur noch "außerhalb" oder bei mir zu Hause sehen.
--> Das ist für beide schwer - aber für meine Freundin wohl überhaupt garnicht machbar.
Reaktion daraus: Sie zog nach 17 Monaten einen Schlussstrich: "Es waren schöne 17 Monate" und beendete damit die Beziehung. Wir haben zu zweit bei mir gesessen und lange darüber gesprochen...doch gegen diese Mutter gibt es keinen Ausweg. Egal was man tut, sie war und bleibt immer die Stärkere.
Ein "NEIN" zum eigenen Freund ist einfacher gesagt, als ein "NEIN" zur Mutter.
Meine Freundin hat nicht die Kraft, die sie bräuchte, um der Mutter zur Wehr zu stehen.
Die Konsequenz aus der Aussage, 'ich darf nicht mehr kommen' kann sich die Mutter selbst denken. Somit hat sie das geschafft, was sie vielleicht bezwecken wollte.
Sie nimmt es in Kauf, dass es ihrer Tochter miserabel geht - Hauptsache ihr Wille ist durchgesetzt.
Meine Freundin fuhr mir davon - und ich wusste: "es ist nun aus".
Sie kam zu Hause ins grübeln, ob das vielleicht ein Fehler gewesen sei und ob sie es rückgängig machen solle.
Ich soll ihr nun Zeit geben - sie möchte es überdenken.
Für mich ist das nun wie ein Zustand der Schwerelosigkeit.
Ich schwebe - und weiß nicht, was geschehen wird.
Schlechter Schlaf, Bauchkrämpfe, kein Hungergefühl und ständige Gedanken an SIE und an das, was denn kommen wird, sind die Folgen.

Die Mutter IST die Machthaberin. In diesem Haushalt springen alle nach ihrer Pfeife - und das widerstandslos.
Deshalb hat es ihr ja offensichtlich auch nicht gepasst, dass da nun ein "Fremdkörper" (Ich) in ihr System eingedrungen ist, und teilweise versuchte dort irgendwie mitzumischen...
Dabei wollte ich stets nur das Beste für die Beziehung und für meine Freundin. (Dass sie beispielsweise auch mal ausschlafen darf und selbst entscheidet, wann sie mit ihren fast 18 Jahren aufsteht...)
Ich muss dazu sagen: Ich habe dies niemals zur Mutter direkt gesagt, denn diese Diskussion hätte ich haushoch verloren.
Ich habe lange an meiner Freundin "herumgedoktert" bis sie von selbst mit ihrer Mutter gesprochen hat.
Wenn sie jetzt aber das Thema "Freund" bei ihr anschneidet ist sofort fertig. Ich bin bei den Eltern (wohl auch noch bei beiden) untendurch und daran wird sich nichts ändern...
Mama = Starrkopf hoch 20
Meine Freundin hat nicht die Kraft sich gegen sie zu stellen.
Wir beide lieben uns - die Beziehung (so sieht sie es) ist momentan "getrennt" bzw. auf "Auszeit" gestellt und dennoch bekomme ich SMS und in Telefonaten zu hören: "Schatz", "Ich liebe Dich", "Ich denke an Dich"...
Ich soll ihr Zeit geben - ich gebe ihr die Zeit - aber ich kann nicht nachvollziehen, was diese bringt.
Diese ändert nichts an der Beziehung Freund-Mutter - wobei man diese Mutter ohnehin nicht mehr geändert bekommt. Es sei angemerkt - es ist eine noch junge Mutter. (38)

Ich kann in meine Freundin nicht hinein sehen - ich kannte es bisher nur, dass sie Dinge verdrängt und zur Seite schiebt, damit sie sie nicht belasten.
Sie scheint nun aber tatsächlich über das Geschehene nachzudenken.
Ich frage mich nur: Was bewirkt es?

Wir lieben uns beide - das weiß ich. Ist die Liebe so stark, dass wir es schaffen? Bekommt sie die Kraft, um ihrer Mutter ein "NEIN" entgegen zu bringen? Wird sie sich irgendwann durchsetzen können?
Bekommt sie die Kraft, es mit sich selbst zu vereinen, dass ich nicht mehr zu ihr kommen darf, weil es ihr "Drachen von Mutter" nicht möchte?

Bereits jetzt herzlichen Dank für eure Antworten.

Ein verzweifelter Armerfreund

Liebe Grüße

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11. September 2011 um 12:22

In Gedanken an Dich..
hallo,
ich lese gerade deine Geschichte....und mache mir so meine Gedanken.....
Irgendwie dreht sich alles sehr stark um die Familie ,ihr Heil und Glück,aber solltet Ihr Euch nicht einfach nur um Euch kümmern ?

Das die Mutter deiner Freundin sich so verhält , hat sicher damit zu tun das sie Angst hat: sie könnte ihre Tochter verlieren, du nimmst Einfluß auf deine Freundin, was ja nun auch ganz normal ist, begründet von deinen Aktionen ,etwas zu verändern, was meiner Meinung nach genau richtig war.
Viele Mütter haben Probleme mit dem loslassen... rede mit Ihr darüber das du Ihr die Tochter ja nicht wegnehmen willst oder schreibe ihr einen Brief,das ist dein gutes Recht nocht mal vielleicht ein letztes Mal ein Statement von Dir zu bringen...
Versuche Sie zum Nachdenken zu bewegen, viele Menschen sind so festgefahren in Ihren Mustern und schauen weder nach rechts noch nach links, Faszit: es findet keine weitere Entwicklung mehr statt !
Nun, zu Deiner Freundin:
setze Sie niemals unter Druck sich irgendwie entscheiden zu müssen,
mein Tip,versuche einen feste Wohnbasis zu schaffen wo ihr euch unabhängig von der Familie trefft, denn das einzige was zählt ,seit Ihr Beide.
Lass deine Freundin genaugenommen nur noch dort hinkommen,so brauchst du dich mit dieser Mutter auch nicht mehr auseinander zusetzen,
(du musst ja auch nicht den sonnigen Schwiegersohn spielen)
deine Freundin kann ja frei entscheiden wo sie sich in Zukunft dann lieber aufhält. Da sie bald volljährig wird ist sie auch befähigt Ihr Leben selbst in die Hände zu nehmen.
mein Gefühl sagt mir diese Mutter muss noch viel lernen....
sie sollte Ihre Tochter versuchen mit neuen Augen zu sehen,
sie ist kein Kleinkind mehr die Sie manipulieren kann,
und du keine Bedrohung vor der Sie Angst haben muss....

in Gedanken von einer Mutter mit zwei erwachsenen Töchtern...



Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

11. September 2011 um 19:52
In Antwort auf teresa1461

In Gedanken an Dich..
hallo,
ich lese gerade deine Geschichte....und mache mir so meine Gedanken.....
Irgendwie dreht sich alles sehr stark um die Familie ,ihr Heil und Glück,aber solltet Ihr Euch nicht einfach nur um Euch kümmern ?

Das die Mutter deiner Freundin sich so verhält , hat sicher damit zu tun das sie Angst hat: sie könnte ihre Tochter verlieren, du nimmst Einfluß auf deine Freundin, was ja nun auch ganz normal ist, begründet von deinen Aktionen ,etwas zu verändern, was meiner Meinung nach genau richtig war.
Viele Mütter haben Probleme mit dem loslassen... rede mit Ihr darüber das du Ihr die Tochter ja nicht wegnehmen willst oder schreibe ihr einen Brief,das ist dein gutes Recht nocht mal vielleicht ein letztes Mal ein Statement von Dir zu bringen...
Versuche Sie zum Nachdenken zu bewegen, viele Menschen sind so festgefahren in Ihren Mustern und schauen weder nach rechts noch nach links, Faszit: es findet keine weitere Entwicklung mehr statt !
Nun, zu Deiner Freundin:
setze Sie niemals unter Druck sich irgendwie entscheiden zu müssen,
mein Tip,versuche einen feste Wohnbasis zu schaffen wo ihr euch unabhängig von der Familie trefft, denn das einzige was zählt ,seit Ihr Beide.
Lass deine Freundin genaugenommen nur noch dort hinkommen,so brauchst du dich mit dieser Mutter auch nicht mehr auseinander zusetzen,
(du musst ja auch nicht den sonnigen Schwiegersohn spielen)
deine Freundin kann ja frei entscheiden wo sie sich in Zukunft dann lieber aufhält. Da sie bald volljährig wird ist sie auch befähigt Ihr Leben selbst in die Hände zu nehmen.
mein Gefühl sagt mir diese Mutter muss noch viel lernen....
sie sollte Ihre Tochter versuchen mit neuen Augen zu sehen,
sie ist kein Kleinkind mehr die Sie manipulieren kann,
und du keine Bedrohung vor der Sie Angst haben muss....

in Gedanken von einer Mutter mit zwei erwachsenen Töchtern...



Fast 1,5 Jahre ein Paar - Update
Herzlichen Dank für die Antwort!

Das stimmt, es dreht sich sehr viel um ihre Familie...
Nun, ich bin gottfroh, dass sich hierzulande nun die Sommerferien endlich dem Ende zu neigen und ab morgen wieder der Alltag vorherrscht.
Ich hatte mir diese "Sommerpause" wirklich gänzlich anders vorgestellt. Es war mit Sicherheit keine leichte und auch keine schöne Zeit.

Vielleicht zunächst ein kleines Update zur Gesamtsituation:

Die "auf Eis gelegte" Beziehung haben wir entfrostet - eher gesagt ich.
Ich glaube an unsere Liebe - und bin davon überzeugt, dass die Zeit vieles mit sich bringt - und dass auch die Zeit das Positive bewirkt...
Ich würde nicht daran glauben, wenn ich nicht seit fast 1,5 Jahren ständig Fortschritte in dem Ganzen erkennen würde.
Klar, keine Meilensprünge - das kann ich auch nicht erwarten - aber Stück für Stück wächst diese Beziehung und die an ihr beteiligten Personen immer mehr.

Mittlerweile ist zwischen meiner Freundin und mir wieder alles in Ordnung. Zunächst tat ihr die Zeit, die sie nach dem "Schluss machen" hatte gut. Ich muss dazu sagen, sie verbannte sämtliche Dinge, die sie an mich erinnern in dieser Zeit und ich war völlig aus ihrem Umfeld getreten (außer per sms - den Kontakt hatten wir ja).

Diese "Auszeit" dauerte etwa 10 Tage - bis ich sie soweit hatte, dass von ihr selbst Sätze kamen wie: "Ich habe dir sehr weh getan und möchte/kann dir deshalb noch nicht in die Augen sehen..."
Letztendlich habe ich sie schließlich dann abgeholt zu mir - wir haben uns ausgesprochen und ich konnte ihr nach und nach die Angst vor mir, vor dem Haus in dem ich lebe und vor den dort lebenden Menschen nehmen.

Wir können uns nun also wieder ohne Probleme bei mir, oder außerhalb sehen...

Zu ihr darf ich nach wie vor nicht - da sind die Eltern stur und mauern.
Das belastet uns beide, aber irgendwie arrangieren wir uns zur Zeit damit - weil wir es nunmal ja müssen.

Sie selbst hat die Kraft nicht, das zu klären - geschweige denn, dass überhaupt je irgendjemand die Macht hätte, diesen Eltern das "Richtige" zu sagen oder zu schreiben.
Ich versuche es schon garnicht - ich bin bei den Eltern untendurch - und zwar total.
Auf das Ende der Ferien hin ist die Familie noch ein wenig für sich mit dem Rad unterwegs gewesen. Für meine Freundin bedeutet das Familiäre auch viel, sie wollte mit...
In der vergangenen Zeit wurde bei ihr zu Hause total gegen mich gestänkert.
Besonders der Vater ließ hier viel "Druck" ab. Jedes Mal, wenn mein Name zur Sprache kam, explodierte er förmlich - und stichelte meine Freundin damit auf.
Ich weiß, wie labil sie ist, und dass sie das natürlich nicht verträgt ist mir klar.
Die Mutter ließ verlauten, dass es vielleicht besser war, als wir getrennt waren.
Diese Aussage regte meine Freundin auch wieder zum Denken an und machte sie unsicher.

Wenn wir Zeit gemeinsam haben und miteinander verbringen ist alles in bester Ordnung.
Zwischen uns beiden ist alles gut - und es ist immer schön.
Angst hat sie davor, bevor sie geht - um es ihren Eltern mitzuteilen...
Angst, vor den Sticheleien oder Reaktionen die da kommen (können).
Teilweise auch Angst vor dem nach Hause kommen - wenn sie bei mir war - wieder Angst vor Kommentaren oder ähnlichem.

Dennoch funktioniert es momentan recht gut - den Umständen entsprechend.

Sie steuert nun auf das Abitur zu - ab diesem Jahr zählts.
Nun hat sie auch noch einen Mini-Job erhalten, dem sie dann auch noch nachkommen wird.
Befürworte ich - fördert sicherlich ihr Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein, das sie dringend braucht.
Was dafür knapp wird, ist die Zeit, die wir miteinander verbringen können.

Meine Freundin versucht allem gerecht zu werden:
- Schule
- Mini-Job
- Familie
- Freundinnen
- Zeit für sich selbst
und zu guter Letzt:
Der eigene Freund.

Ich wäre hier gerne Priorität 1 - und wenn alles "normal" wäre, wäre das doch auch bei ihr der Fall, oder?
Der Familie will sie aus dem großen Grund gerecht werden, dass daheim das Friede-Freude-Eierkuchen Prinzip herrscht. Verständlich irgendwo - ich weiß, dass es sie belastet, wenn der Vater oder die Mutter die ganze Zeit gegen den eigenen Freund stänkern.
Ich weiß aber genauso, dass es für mich sehr hart ist, wenn ich meine Freundin lange Zeit nicht bei mir habe und es am Wochenende dann noch heißt: "Ich möchte nun mit der Familie etwas machen..."

Es ist alles nicht einfach...

Um auf die Nachricht zu antworten:
Mit den Eltern in Kontakt treten kann und will ich nicht - es wird zu nichts führen und überhaupt nichts bringen.
Wenn, dann sicherlich nur Negatives.
Und die Person, die dies dann abbekommt ist meine Freundin.
Mein Vater fragte auch bereits schon, ob er mal mit ihrer Mutter reden sollte - aber das wird auch nur negativ gewertet werden und die Mutter wird ihren Frust wieder an meiner Freundin auslassen.
Sobald meine Freundin aber zu Hause Druck hat und leidet, herrschen wieder die Gedanken vor, die Beziehung zu beenden.
--> es tat ihr selbst weh, dass die Beziehung "verloren gegangen war" und wir diese "Auszeit" hatten - aber für mich war deutlich zu sehen: DA IST WAS DA - DA ist Liebe da!
Hätte ihr es sonst weh getan, mich in ihrem Zimmer zu sehen? Hätte sie sonst die ganzen Bilder abgehängt? Ihr Handyhintergrundbild geändert? Meine Sachen weggeräumt?
Nein!
Es tat weh, das zu wissen.
Aber umso schöner war die Benachrichtigung, dass sie gerade ihr Zimmer wieder umgestylt hat. Zwei Wochen, nachdem sie "Schluss" gemacht hatte, dekorierte sie wieder um - und seither hänge und stehe ich auch wieder in Sichtweite in ihrem Zimmer - auch für die Mutter ersichtlich.
Wenn zu Hause bei ihr keiner stänkert, wir uns hier bei mir haben und Zeit miteinander verbringen und sie wieder ohne Problem nach Hause kann und dort alles gut ist, ist alles okay.
Manche Situationen sind nicht schön, und bringen uns beide zum Nachdenken.
Leider!
Aber die Positiven überwiegen zur Zeit.
Dass ich sie nicht mehr unter Druck setzen darf, habe ich bereits gespürt und gelernt.
Mache ich keinen Druck - und daheim schießt bei ihr keiner gegen mich - harmonisiert es bei uns und es ist in Ordnung.
Man arrangiert sich dann auch mit der Situation, dass ich nicht mehr zu ihr darf.
Gedanken an ihren 18. Geburtstag schmerzen dennoch.
Sie möchte gerne mit Freundinnen zu Hause feiern, und mit der Familie - und ich darf nicht dabei sein ?!
Eine "Feier" mit mir alleine scheidet irgendwie aus. "Was würde dann auch die Familie denken"...

Eine gemeinsame Wohnbasis?
Keine Chance!
Meine Freundin wird noch 2 Jahre zur Schule gehen - jobbt nun zwar dann - aber wird nicht den Willen und den Mut dazu haben, auszuziehen.
Wenn sie die Angst überwindet, es zu Hause zu sagen, dass sie nun zu mir geht, dann sehen wir uns bei mir, oder eben außerhalb irgendwo.

Die Eltern wird man nicht ändern - die Ansicht derer auch nicht. Das ist eingefahren und versteift. Da kann ich nichts machen.
Ich kann nur an meine Freundin appellieren und auf die Zeit bauen - dass der Job sie reifer macht, dass sie erwachsener, reifer und selbstbewusster wird und ihre Angst gegenüber ihren Eltern besiegt und zur Beziehung und zu ihrem Freund steht.
Dass sie das nicht so einfach macht ist klar - wenn sie sich gegen die Eltern stellt, ist wieder Stunk zu Hause - und das möchte sie klarerweise nicht.
Sie lebt dort, sie wohnt dort und sie möchte sich dort ja auch wohl fühlen.

Alles in allem kann man sagen: es ist okay momentan.
Wir haben die schönen Momente zu zweit - und es geht uns gut zusammen.

Wenn die Stänkereien nicht kommen - und ich mich hier für mich zusammenreiße und nichts gegen die Eltern sage, kann sie sich bei mir genauso wohl fühlen, wie sie es zu Hause tut.

Ich bin nun gespannt, wie die kommende Zeit wird.

Viel Schule, viel lernen.
Bald ist sie 18 und darf mit dem Auto alleine fahren - es kommt mehr Flexibilität in die Beziehung hinein.
Vielleicht wird es auch bei ihr zu Hause nicht mehr so streng mit ihr zu gehen, dass sie sich nicht dafür rechtfertigen muss, wenn sie wohin geht - wie beispielsweise zu mir - so würde auch ihre Angst weg fallen, da sie ja den Grund "MICH" nicht erwähnen müsste...
Ich hoffe sehr auf die Zeit und auf die Zukunft.
Und ich hoffe darauf, dass meine Freundin mich an erste Stelle setzt.
Sie selbst hat Angst davor, dass ich meine, wir müssten jegliche Zeit, die sie frei zu Verfügung hat, miteinander verbringen.
Nun, ein Stück weit ist das doch auch normal, oder etwa nicht?
Ist es nicht normal, dass man als verliebtes Paar so viel Zeit wie möglich miteinander verbringen möchte?

Nun - für mich bleibt es abzuwarten.
Manchmal habe ich das Gefühl, ihr reicht das, wenn sich mich ab und an mal sieht....... ??

Entschuldigt, dass ich wieder so viel geschrieben habe - und es teils wirr klingt - aber ich bin sehr dankbar über eure Postings.
Es sprudelte gerade alles so wieder heraus.

Danke euch,

ein ArmerFreund

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