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Die Freundin meiner Mutter hat ein Problem mit mir!

17. August 2011 um 21:49

Hallo zusammen,
ich bin seit fast eineinhalb Jahren mit einem wunderbaren Menschen glücklich zusammen.
Am Anfang der Beziehung war alles super und harmonisch - nicht nur zwischen uns beiden, sondern auch drum herum - sprich auch zu den jeweiligen Eltern- und Familienmitgliedern.
Ich muss dazu sagen: Am Anfang (die ersten Monate lang) war es auch noch so, dass beide so gespurt haben, wie die Mutter wollte...
Ich bin 22, meine Freundin knapp 18. Seit geraumer Zeit haben wir versucht - oder vielmehr, habe ich versucht, meine Freundin aus dem elterlichen "System" zu lösen. Ihr wird mit 17 Jahren beispielsweise immer noch gesagt, dass sie um 21 Uhr abends zu Hause zu sein hat (- Dies war nicht immer der Fall, aber doch öfter - Sonntagabends zum Beispiel - oder auch unter der Woche.), oder sie wird in den Ferien von ihrer Mutter geweckt - und das nicht gerade spät am Morgen, sondern halb 9. Oder sie musste jedes Mal fragen, wenn Sie zu mir wollte, bei mir schlafen wollte - oder umgekehrt, wenn ich bei ihr nächtigen wollte.
All diese Dinge habe ich versucht zu ändern - und hatte auch das Gefühl, dass es meine Freundin will, dass diese Situation sich ändert. Sie hatte es nie anders kennen gelernt - wie hätte sie jemals von alleine auf die Idee kommen sollen, sich ihrer Mutter zur Wehr zu setzen und ihr es zu verdeutlichen, dass sie kein kleines Mädchen mehr ist, dass bspw. um 21 Uhr abends ihren Freund verlassen muss, weil ihre Mutter es möchte.
Nun gut, diese Dinge sind zu großen Teilen durch Gespräche zwischen der Tochter und der Mutter in den Griff gekommen.
Allerdings habe ich selbst nun das Gefühl, dass das Ganze mir angekreidet wird.
Die Mutter - so hat es sich nun herausgestellt - ist schlecht - sehr schlecht auf mich zu sprechen und möchte auch nicht mit mir reden.
Ich habe es selbst nicht versucht - ich dachte, wenn einer an sie heran kommt, dann doch nur die eigene Tochter - oder ggf. professionelle Hilfe.
Was ich damit sagen möchte:
Die Mutter meiner Freundin hat unser Beziehungsleben bisher sehr viel mitbestimmt und auch eingeschränkt. Wir wohnen beide getrennt voneinander bei den Eltern (weil es auch aufgrund der finanziellen Situation auch nicht denkbar wäre - geschweigedenn, dass sie es mit ihren knapp 18 Jahren überhaupt selbst wollte -sie fühlt sich wohl zu Hause...).

Das Problem an der ganzen Sache ist nun, dass EGAL was ich auch tue - mir alles was ich mache und sage negativ ausgelegt wird.
Wenn ich meine Freundin abhole, die Mutter nicht sehe - und sie damit auch nicht grüße, wird es mir danach schlecht ausgelegt, das sich sie ja noch hätte suchen können.
Oder: Man frägt mich nach meiner Meinung - ich tue diese kund - und danach wird mir das schlecht hingedreht, dass ich scheinbar etwas Besseres sei und mich nicht mit "niedrigerem" Volk abgeben würde etc.
Lasse ich der Mutter einen Gruß ausrichten, oder ähnliches, kommt die gehässige Frage, ob ich schleimen möchte...
Ich selbst weiß nicht mehr weiter...und bin in der Sache - Freund - Mutter Beziehung einfach total ratlos.
Wahrscheinlich gibt es hier auch niemanden, der direkt einen Lösungsvorschlag parat hat, aber vielleicht gibt es hier Menschen, die Ähnliches erlebt haben...

Mir ist bewusst: Meine Freundin steht natürlich total im Zwiespalt. Auf der einen Seite bin ich, als ihr Freund den sie liebt - auf der anderen Seite die Mutter und die Familie.
Wie das Ganze in den Griff zu bekommen ist, weiß ich nicht.
Die Tochter kommt nicht an die Mutter ran - die Mutter beharrt auf ihrer Meinung, die selbstverständlich die Einzige Richtige ist, und nimmt keine Fremdaussagen an.



Herzliche Grüße
ein armerfreund

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19. August 2011 um 16:06

Die Mutter scheint die Machthaberin zu sein,
die heranwachsende Tochter wird als Konkurrenz gesehen und auch so behandelt. Deine Freundin wird nach und nach hoffentlich feststellen welches linke Spiel die Mutter da betreibt. Wahrscheinlich kann kommen wer will, ich kenne solche Mütter, da wird nie einer der Richtige sein. Ich hatte solch eine Mutter. Nur wenn du dich ganz auf Seite der Mutter stellst und ihre "Verbündete " wirst, dann kann es gehen, evtl. Bring einfach deine Freundin nicht in den großen Zwiespalt, hab ein wenig Geduld. Und je mehr du gegen die Mutter sagst, umso mehr wird sie sie auch verteidigen.
Ihr könnt mal zu einer Beratungsstelle gehen und euch dort an neutralem Platz beraten lassen, deine Freundin und du. Vielleicht kann ein Außenstehender deiner Freundin unparteiisch besser erklären, was da abläuft. Wenn ihr zwei euch liebt und zusammen haltet, dann müßte das eigentlich zu überstehen sein, das wünsche ich euch.
Gruß Melike

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21. August 2011 um 10:17
In Antwort auf melike13

Die Mutter scheint die Machthaberin zu sein,
die heranwachsende Tochter wird als Konkurrenz gesehen und auch so behandelt. Deine Freundin wird nach und nach hoffentlich feststellen welches linke Spiel die Mutter da betreibt. Wahrscheinlich kann kommen wer will, ich kenne solche Mütter, da wird nie einer der Richtige sein. Ich hatte solch eine Mutter. Nur wenn du dich ganz auf Seite der Mutter stellst und ihre "Verbündete " wirst, dann kann es gehen, evtl. Bring einfach deine Freundin nicht in den großen Zwiespalt, hab ein wenig Geduld. Und je mehr du gegen die Mutter sagst, umso mehr wird sie sie auch verteidigen.
Ihr könnt mal zu einer Beratungsstelle gehen und euch dort an neutralem Platz beraten lassen, deine Freundin und du. Vielleicht kann ein Außenstehender deiner Freundin unparteiisch besser erklären, was da abläuft. Wenn ihr zwei euch liebt und zusammen haltet, dann müßte das eigentlich zu überstehen sein, das wünsche ich euch.
Gruß Melike

Update zu der ganzen Sache
Vielen Dank zunächst für die Antwort.
Aktueller Stand der Dinge ist, dass die Mutter mir nun verboten hat, jemals wieder das Haus zu betreten. Begründung = 0.
Habe es durch meine Freundin ausgerichtet bekommen. Wollten uns eigentlich mal wieder bei ihr zu Hause sehen, als sie dies jedoch beim Mittagessen der Mutter mitgeteilt hatte, dass ich kommen würde, ist diese vollkommen ausgerastet und es krachte.
Fazit: Wir können uns nur noch "außerhalb" oder bei mir zu Hause sehen.
--> Das ist für beide schwer - aber für meine Freundin wohl überhaupt garnicht machbar.
Reaktion daraus: Sie zog nach 17 Monaten einen Schlussstrich: "Es waren schöne 17 Monate" und beendete damit die Beziehung. Wir haben zu zweit bei mir gesessen und lange darüber gesprochen...doch gegen diese Mutter gibt es keinen Ausweg. Egal was man tut, sie war und bleibt immer die Stärkere.
Ein "NEIN" zum eigenen Freund ist einfacher gesagt, als ein "NEIN" zur Mutter.
Meine Freundin hat nicht die Kraft, die sie bräuchte, um der Mutter zur Wehr zu stehen.
Die Konsequenz aus der Aussage, 'ich darf nicht mehr kommen' kann sich die Mutter selbst denken. Somit hat sie das geschafft, was sie vielleicht bezwecken wollte.
Sie nimmt es in Kauf, dass es ihrer Tochter miserabel geht - Hauptsache ihr Wille ist durchgesetzt.
Meine Freundin fuhr mir davon - und ich wusste: "es ist nun aus".
Sie kam zu Hause ins grübeln, ob das vielleicht ein Fehler gewesen sei und ob sie es rückgängig machen solle.
Ich soll ihr nun Zeit geben - sie möchte es überdenken.
Für mich ist das nun wie ein Zustand der Schwerelosigkeit.
Ich schwebe - und weiß nicht, was geschehen wird.
Schlechter Schlaf, Bauchkrämpfe, kein Hungergefühl und ständige Gedanken an SIE und an das, was denn kommen wird, sind die Folgen.

Zur Antwort:
Die Mutter IST die Machthaberin. In diesem Haushalt springen alle nach ihrer Pfeife - und das widerstandslos.
Deshalb hat es ihr ja offensichtlich auch nicht gepasst, dass da nun ein "Fremdkörper" (Ich) in ihr System eingedrungen ist, und teilweise versuchte dort irgendwie mitzumischen...
Dabei wollte ich stets nur das Beste für die Beziehung und für meine Freundin. (Dass sie beispielsweise auch mal ausschlafen darf und selbst entscheidet, wann sie mit ihren fast 18 Jahren aufsteht...)
Ich muss dazu sagen: Ich habe dies niemals zur Mutter direkt gesagt, denn diese Diskussion hätte ich haushoch verloren.
Ich habe lange an meiner Freundin "herumgedoktert" bis sie von selbst mit ihrer Mutter gesprochen hat.
Wenn sie jetzt aber das Thema "Freund" bei ihr anschneidet ist sofort fertig. Ich bin bei den Eltern (wohl auch noch bei beiden) untendurch und daran wird sich nichts ändern...
Mama = Starrkopf hoch 20
Meine Freundin hat nicht die Kraft sich gegen sie zu stellen.
Wir beide lieben uns - die Beziehung (so sieht sie es) ist momentan "getrennt" bzw. auf "Auszeit" gestellt und dennoch bekomme ich SMS und in Telefonaten zu hören: "Schatz", "Ich liebe Dich", "Ich denke an Dich"...
Ich soll ihr Zeit geben - ich gebe ihr die Zeit - aber ich kann nicht nachvollziehen, was diese bringt.
Diese ändert nichts an der Beziehung Freund-Mutter - wobei man diese Mutter ohnehin nicht mehr geändert bekommt. Es sei angemerkt - es ist eine noch junge Mutter. (38)

Ich kann in meine Freundin nicht hinein sehen - ich kannte es bisher nur, dass sie Dinge verdrängt und zur Seite schiebt, damit sie sie nicht belasten.
Sie scheint nun aber tatsächlich über das Geschehene nachzudenken.
Ich frage mich nur: Was bewirkt es?

Wir lieben uns beide - das weiß ich. Ist die Liebe so stark, dass wir es schaffen? Bekommt sie die Kraft, um ihrer Mutter ein "NEIN" entgegen zu bringen? Wird sie sich irgendwann durchsetzen können?
Bekommt sie die Kraft, es mit sich selbst zu vereinen, dass ich nicht mehr zu ihr kommen darf, weil es ihr "Drachen von Mutter" nicht möchte?

Bereits jetzt herzlichen Dank für eure Antworten.

Ein verzweifelter Armerfreund

Liebe Grüße

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