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Die Familie meines Freundes

8. Mai 2014 um 15:41

Hallo ihr Lieben,

die Familie meines Freundes (ich wohne seit 3 Jahren mit ihm zusammen) treibt mich einfach in den Wahnsinn.
Zum Einen ist da seine Mutter (seine Eltern sind getrennt). Sie wohnt 200 km entfernt von uns und liebt ihren Sohn über alles. Das Problem ist nur, dass sie nicht loslassen kann. Sie hat in dem ersten Jahr, in dem wir zusammen gewohnt haben jeden Tag angerufen und wollte wissen, was ich koche, damit ihr armer kleiner Sohn auch ja nicht verhungert. Am Anfang war ich ja auch noch nett und habe versucht Verständnis zu zeigen, aber irgendwann ging es mir einfach zu weit. Denn wenn ich mal nicht erreichbar war, hat sie gleich meinen Freund angerufen und ihn gefragt wo ich denn bitte sei. Kontrolle pur!
Mein Freund hat tausend Mal versucht mit ihr zu reden. Sie versteht unser Problem nicht. Das Resultat daraus ist, dass ich nicht mehr ans Telefon gehe, wenn sie anruft und meistens vermeide sie zu sehen. Das macht sie natürlich auch wütend, aber ich ertrage diese Frau einfach nicht! (es gibt noch tausend andere Beispiele).

Das nächste Problem ist seine Schwester. Sie ist bereits mit 18 Mutter geworden und ist total überfordert mit ihrem Leben. Aber anstatt arbeiten zu gehen jammert sie uns 4-5 Mal die Woche voll, dass ja alles so schlimm sei. Sie hat bereits 4 Ausbildungen abgebrochen, weswegen sie nun auch kein Anspruch mehr auf Geld von ihren Eltern hat. Nun will sie Geld von uns und ist sauer, dass wir sie nicht unterstützen wollen (ich bin Studentin und mein Freund geht arbeiten. Verdient aber auch noch nicht so viel, dass wir uns große Sprünge erlauben könnten.)

Wo wir dann schon beim nächsten Teil seiner Familie wären: seine Tante und Onkel in der Schweiz.
Die beiden sieht mein Freund aufgrund der Entfernung nicht so oft, doch nun feiern sie im August ihren Geburtstag und haben uns eingeladen. Wir haben dann gesagt, dass wir gerne kommen und gefragt, ob wir ihr Gästezimmer bekommen könnten. Zunächst war dies kein Problem, doch nun haben sie gesagt, dass es doch nicht ginge. Einen Grund haben sie uns nicht genannt.
Ich habe dann nach einem Hotel geschaut. Mit 400 Euro für ein Wochenende ist das leider nicht bezahlbar für uns.
Ihre Idee war nun, dass wir ja im Garten campen könnten. Dort würden auch die 16 Freunde des Sohnes campen.
Auf meine Frage wie man das dann mit dem Badezimmer machen würde, kam nur die Antwort, dass eines für 20 Leute schon reichen würde. Erm, sorry, aber nein?
Wir fahren fast 9 Stunden bis in die Schweiz, sollen dann in einem Zelt schlafen, das Bad mit 18 anderen Leuten teilen und das ganze Wochenende nicht eine Sekunde Privatsphäre haben?

Irgendwie wächst mir die Familie total über den Kopf

Meine Familie ist halt irgendwie ganz anders. Die bemühen sich immer, dass es allen gut geht und jeder glücklich ist.

Klar, die Familie meines Freundes ist auch nicht die Familie im typischen Sinne. Sie sehen sich kaum, sind teilweise total zerstritten und auch alle nicht so schön aufgewachsen, aber trotzdem ist es doch normal, dass ab irgendwo mein Verständis aufhört, oder?

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15. Mai 2014 um 9:59

Halte Dich da bloß raus!!
Glaub mir, Du kannst jahrelang ohne Kontakt zur Familie Deines Partners leben und zwar ziemlich gut!!! Lass Dir von niemanden etwas anderes einreden. Sich gegen Leute abzugrenzen, die einem auf den Wecker gehen, ist eine ureigenste Angelegenheit, diesen Schritt kann Dir niemand abnehmen oder gar verbieten, auch dann nicht, wenn besagte Personen zur Familie gehören.
Schreib doch mal Deiner Schwiegermutter einen Brief. Sei besonders höflich beim Schreiben und beachte die Umgangsformen. In diesem Brief schreibst Du sinngemäß, dass Du ein freiheitsliebender Mensch bist und Dich die vielen Anrufe sehr stören, weil sie Dich in Deiner Privatsphäre verletzen. Bedanke Dich für Ihr Interesse und Ihre Aufmerksamkeit, aber bitte darum, dass sie die Anrufen auf ein Mindestmaß reduziert, weil Du ansonsten gezwungen bist, sie auch weiterhin zu ignorieren. Bitte um Verständnis für Dein Anliegen und auch dafür, dass Du zunkünftige Besuche vermeiden möchtest. Sei ehrlich bei der Begründung, auch wenn der Grund lautet, dass Du Dich im Familienkreis Deines Partners nicht wohl fühlst. Teile Deiner Tante mit, dass Du Dich von Ihrer Einladung zum Geburtstag geehrt fühlst. Schreib, dass es Dir leid tut, im August nicht in die Schweiz reisen zu können, aber Deine finanziellen Mittel reichen für diese Reise nicht aus und Du bist nicht gewillt, Dir im Haus Deiner Tante ein Badezimmer mit 20 weiteren Personen zu teilen. Es ist wichtig, Klartext zu schreiben, aber dabei höflich und dankend zu sein und die Etikette zu waren, denn zweifellos werden die Leute diesen Brief in der Nachbarschaft herumzeigen und Bekannten, Verwandten usw. damit auf den Wecker fallen und dann ist es günstig, bei aller Abgrenzung gut auszusehen.
Wie gesagt, das Thema, was Du gerade durchmachst, machen noch Millionen anderer Frauen in Deutschland durch und meiner Meinung nach ist Abgrenzung das einzige, was hilft, um sich selbst, seine Privatsphäre und Integrität zu schützen. Alles Gute!

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