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Die boese Stiefmutter - Irgenwas mach ich falsch!

10. Februar 2013 um 19:58

Liebe Leute!

Ich glaube ja, dass ich das im Großen und Ganzen richtig mache, bin aber
durchaus an Kritik/Rückmeldung/Anregungen/Austausch aller Art brennenst interessiert.

Seit 6 Jahren bin ich mit meinem über alles geliebten Freund zusammen. Wir sind immer
noch in einander verliebt und unsere Beziehung ist wunderbar. Wir reden viel miteinder, knuddeln uns (Sexleben nicht sonderlich ausgeprägt).
Seit 1.5 Jahren lebt seine Tochter (jetzt 13) bei uns und ich muss gestehen, dass es mir bisher nicht gelungen ist, das Eis zu brechen. Das ist eine ganze Weile, da müsst ihr mir doch zustimmen, oder?

Etwa einen Abend in der Woche nimmt sie mich wahr und ist sogar nett. Ansonsten bin ich Luft. Ich erkundige mich freundlich nach Ihrem Wohlergehen, frag was es in der Schule Neues gibt, zeige Interesse (ich heuchle nicht mal, es interessiert mich wirklich, wie es ihr so geht), lobe für gute Noten etc. Aber da kommt etweder überhaupt keine Reaktion oder nur Schnippisches zurück. Das tut ein bisschen weh.
(Ich frag dann immer hinterher meinen Freund wie es ihr geht.)
Meine Strategie: Ich bin einfach weiter nett, oder sag sowas wie "Also echt, in Eurer Familie sind ja wirklich alle taub...".
Ist das richtig? Würded ihr das auch so machen?

Ein bisschen Hintergrund:

Vor etwa 2 Jahren eröffnete mir mein Freund, dass seine Tochter zu uns kommen wollte. Ich
als kinderunerfahrene Person (nicht ganz unerfahren, ich bin unglaublich beliebte 5-fache
Tante, ich LIEBE die kleinen heiß und innig und es rührt und freut mich ungemein, dass
dies auf Gegenseitigkeit beruht) hoffte zugegebenermaßen zunächst, dass sie ihren Plan schnellstmöglich aufgeben würde. Ich hatte einfach Angst vor der Verantwortung und dass es "schief gehen" könnte. Ich hatte auch Angst, dass wir beide eifersüchtig aufeinander werden könnten.
Ja, auch ich könnte eifersüchtig werden, es ist nicht mehr allzuviel von meinem Freund übrig für mich. Aber das, was übrig ist, ist nach wie vor ganz wunderbar. Wir sitzen Abends immer im Wohnzimmer zusammen, und darauf werde ich nicht verzichten. Es fällt auf, dass die Kleine kommt, wenn ich gehe, ansonsten ist sie in ihrem Zimmer, redet mit Freunden, etc. Ich glaube nicht, dass das für dreizehnjährige ungewöhnlich ist. Gelegentlich, aber recht selten, sitzen wir auch alle drei gemütlich im Wohnzimmer.

Sie kam, und ich freue mich für sie und ihren Vater. Sie lieben einander heiß und innig,
Ich gehör nicht dazu. Und das tut ein bisschen weh.
Als ich das gemerkt hatte, war ich schon getroffen. Mehrere Wochen heulte ich in jeder freien Minute, sprich wenn die beiden nicht da waren. Aber dann kam in mir die überzeugug, dass das eigentlich auch was Gutes hat.
Da hab ich nicht soviel Verantwortung und kann/muss meine eigenen Wege gehen. Ich mach Abendkurse, treff mich allein mit Freunden, bleib auch mal übers Wochende weg, damit die beiden ihre Ruhe vor mir haben.

Ich finde, dass ich da sehr großzügig bin und auch vernünftig. Seine Tochter geht vor, davon bin ich davon überzeugt. Seht ihr das auch so?

Im ersten Jahr war ich noch ein bisschen die Hausherrin, ich hatte darauf bestanden, dass Müll in die Mülltonne kommt
und nicht einfach irgendwo abgestellt wird, im Wohnzimmer, zb. in ihrem Zimmer über Wochen gesammelt wird (da war dieser entsetzliche Gestank). Nach diversen Szenen habe ich mir das abgewöhnt.

Hilfe beim Wäschewaschen etc. kann ich nicht erwarten, zB. Kleider aufhängen, was ja nun wirklich nicht schwierig ist.

Ich bin zu Folgendem da: Miete und Haushaltsrechnungen zahlen (mein Freund ist seit einem halben Jahr arbeitslos), Kleider waschen (aber das mach ich falsch, da hagelt es Kritik, weil die Kleider nicht innerhalb einer Stunde trocknen). Zum Kochen bin ich nicht da.
Sie ißt ausschließlich fast food, ihr Kommentar zu meinem Essen : lieber würde sie verhungern! Ich sag dazu: Ihr Pech, ich werde nämlich ständig von allen Seiten für mein Essen gelobt, und mir selbst schmeckt es auch.

Alles im Allen muss ich sagen, dass ich ein bisschen verletzt bin, ein bisschen. Ich bin nicht selbstmordgefährdet und habe auch nicht vor, meinem
Freund ein Ultimatum zu stellen, a la: Entweder sie redet mit mir, oder ich zieh aus, oder sowas. Nein, ganz und gar nicht.
Aber es ist nicht das Tollste. Sie pubärtiert, ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, als ich soweit war.
Habt ihr ähnliche Erfarhungen? Findet ihr, es ist richtig, was ich mache?
Ich kann sie ja nicht zwingen, mich zu lieben. Ich will nicht ihre Mutter
ersetzen oder ihr den Vater wegnehmen. Ich hätte nichts dagegen, ein bisschen mehr dazu zu gehören. So wie die Lage ist, bin ich die Buhfrau, die böse Stiefmutter (wobei mir ganz und gar nicht klar ist, was ich Böses tue).
Sind vielleicht von Euch auch ein paar Buhfrauen? Wie geht Ihr damit um?
Sollte ich mich mehr ins Zeug legen? Soll ich mich mit meiner Rolle als Buhfrau abfinden und einfach weiter machen wir bisher? Soll ich mir dieses Dazugehörenwollen ein für alle mal abschminken?

Ich wäre für Rückmeldung sehr dankbar!

Alles Gute,
m






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26. Februar 2013 um 0:44

An die Buhfrau
Hi,
ja. Wenn du so weiter machen willst, kannst du es dir tatsächlich gleich abschminken. Sie ist gerade erst 13. Eindeutig: sie weiss das du ihr ausweichst. Und: sie wird noch älter. Sieht sie dich als Feindin- Störst du sie- Will sie dich los werden: sie wird im zunehmenden Alter ganz dolle Geschütze auf fahren. Ich habe einen 14 jährigen Stiefsohn. Fürchte dich vor dem was da noch kommt! Vor allem wenn ihre Mutter noch lebt. Ja das hört sich übel an! Ist genauso aber gemeint. Die leibliche Mutter ist nicht aus der Welt, und solange ist das Kind nicht offen für eine Stiefmutter. Sicher trifft das nicht auf alle Kinder zu. Aber an ihrem Verhalten kann man dies erkennen. Sprich mit deinem Partner darüber. Vielleicht kann er ein wenig einwirken. Bei mir hat es geholfen. Allerdings kommt dieses Verhalten immer wieder durch.

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9. März 2013 um 12:34

An die Buhfrau
Hallo
Also bei meiner Cusine ist das auch so . Als ich dann bei dennen war sagte ich meiner Cusine einfach das das was sie macht nicht richtig ist . Sagte wie weh das meiner Tante tut .
Sie erzählte dann das sie dies gar nicht merkte . Sie dachte nämlich meine Tante interssiert es gar nicht wirklich sondann mache das nur ihrem Vater zu Liebe . Also ich würde ihr das einfach mal so sagen . Es kann natürlich auch sein das sie das abtsichtlich macht . Lebt die mutter denn noch machmal ist nämlich die leibliche Mutter schuld . Redet dem Kind sachen ein .
LG und viel glück
christinchen13

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9. März 2013 um 14:13
In Antwort auf babylisa3

An die Buhfrau
Hi,
ja. Wenn du so weiter machen willst, kannst du es dir tatsächlich gleich abschminken. Sie ist gerade erst 13. Eindeutig: sie weiss das du ihr ausweichst. Und: sie wird noch älter. Sieht sie dich als Feindin- Störst du sie- Will sie dich los werden: sie wird im zunehmenden Alter ganz dolle Geschütze auf fahren. Ich habe einen 14 jährigen Stiefsohn. Fürchte dich vor dem was da noch kommt! Vor allem wenn ihre Mutter noch lebt. Ja das hört sich übel an! Ist genauso aber gemeint. Die leibliche Mutter ist nicht aus der Welt, und solange ist das Kind nicht offen für eine Stiefmutter. Sicher trifft das nicht auf alle Kinder zu. Aber an ihrem Verhalten kann man dies erkennen. Sprich mit deinem Partner darüber. Vielleicht kann er ein wenig einwirken. Bei mir hat es geholfen. Allerdings kommt dieses Verhalten immer wieder durch.

Danke!
go femine

Hallo Ihr beiden,

vielen Dank für eure Antworten. Freut mich sehr, wie gesagt, ich suche Inspiration.

Seit ich diese Frage geposted habe, ist einiges passiert.

Erstmal hat mein Freund einen Job gekriegt! Endlich! Das ändert einiges.

Das Haus gehört wieder mir, sprich: Er bringt sie zur Schule, geht dann zur Arbeit, nach der Schule geht sie zur Oma, und abends, so gegen 8, kommen die beiden nach Hause.
Sie haben also nur noch sehr beschränkt die Möglichkeit Unordnung zu stiften. Wenn das Haus erst Mal schön sauber gehalten wird, haben die beiden auch Hemmungen es wieder schmutzig zu machen. Ihr wisst, was ich meine. Ich glaube, sie wissen die Sauberkeit zu schätzen.

Dann habe ich auch mit ihm geredet.
Ok, ich hatte einen üblen Wutanfall , mit Schreien und Heulen, im Beisein meines Freundes, ohne dass die Kleine was mitgekriegt hat. (Gott sei Dank!).
Er ist wirklich ein ganz Lieber, das muss ich immer wieder betonen, und deshalb nimmt er mir solche Wutanfälle, die ich ungefähr dreimal im Jahr habe, auch nicht krumm.
Er sagt, ich hab völlig recht, und es tut ihm Leid, dass er mich so vernachlässigt hat. Er hat mich sexuell vernachlässigt, ganz entschieden, da läuft nämlich schon seit geraumer Zeit überhaupt nichts mehr.

Darum ging es in diesem Streit zunächst (ich hatte Streit,
er hat nur immer wieder gesagt, wie recht ich hab und wie leid es ihm tut, und dass er sich gewundert hat, dass ich nicht schon viel ehr einen Wutanfall hatte).
Es ging dann auch darum, dass es mich TOTAL ankotzt, die Miete zu zahlen und dergleichen und im eigenen Haus wie eine Fremde behandelt zu werden.

Vielleicht hat er mit der Kleinen geredet. Sie scheint netter zu mir zu sein. Hat mir sogar ein bisschen beim Saubermachen geholfen!!!!!

Während meinen Streit hat er mir auch erzählt, dass die kleine eifersüchtig auf mich ist. Sie hat Angst ihren Vater an mich zu verlieren. Von meiner Warte aus braucht sie das nicht.
Ich will was ganz Anderes von meinem Freund. Vater hab ich ja schon...komisch, dass die das nicht so kapiert. Aber wie gesagt, sie scheint doch ein bisschen darüber nachgedacht zu haben.
Ist sehr viel netter gewesen in letzter Zeit.

Die Mutter: Eigentlich ist sie ganz nett, muss ich schon sagen. ABER sie hat auch ihre Schwächen. Mein Freund und sie waren eigentlich nie wirklich zusammen, die haben mal miteinander geschlafen und aus Spass wurde Ernst und Ernst ist jetzt 13 Jahre alt...wie das so geht.
Mein Freund wollte nicht mit der Mutter zusammensein, auch und vor allem nicht, nachdem sie schwanger geworden war. Er war einfachnicht in die Mutter verliebt.

Er hat sich immer zu der Kleinen bekannt, hat immer ordentlich bezahlt, ist alle paar Monate zu den beiden gefahren (wir wohnen in Irland, die Mutter in Lettland). Er liebt seine Tochter, und hat auch mit der Mutter keinen Streit oder so.

ABER, die Mutter hegt einen Groll gegen ihn, was ich natürlich auch verstehen kann, in gewisser Weise. Das letzte was ich will ist allein erziehende Mutter sein, geb ich zu.
Sie ist ziemlich bossy ihm gegenüber, fordert viel, und behandelt ihn schon recht herablassend. Sie wollte immer dass er zu ihr nach Lettland kommt, dauerhaft. Aber warum sollte er das tun, beide wollen kein Paar sein und in Lettland sind meines Wissens auch die Verdienstmöglichkeiten nicht besonders. Mutter und Tochter haben richtig gutes Geld von ihm gekriegt.

Im Herbst war die Mutter bei uns gewesen für eine Woche und ich bin wirklich gut mit ihr zurecht gekommen. Aber es könnte sehr gut sein, dass sie ein bisschen hinterhältig ist und hinter meinem Rücken bei der kleinen gegen mich stänkert.
Ansonsten hab ich keinen Kontakt zur Mutter. Ich will die Sache nicht noch mehr verkomplizieren.
Wenn sie hierher kommt, ist sie ein gern gesehener Gast, aber Busenfreundinnen sind wir nicht.

Was diesen Groll und das Fordern gegenüber meinem Freund angeht hat die Kleine sich das von ihrer Mutter abgeschaut.
Auf jeden Fall.

Ich schreib immer viel zu viel. Tschuldigung! WEnn ihr wollt, könnt ihr mir gern von euren eigenen Erfahrungen berichten, jederzeit willkommen. Ich bin auch echt dankbar, dass ihr meinen Kram gelesen habt!!!

Danke, danke, danke!
Alles Liebe
m

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