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Deutschaufsatz 4.Klasse

17. Dezember 2007 um 17:59 Letzte Antwort: 30. Dezember 2007 um 10:56

Hallo,

heute hat mein Sohn eine Bildergeschichte vorgelegt, in der er eine 4- hat.
Ich bin mit der Bewertung nicht zufrieden.
Ich finde, dass die Bildergeschichte gut wiedergegeben ist. Nicht perfekt, aber m.E. nach ist es keine 4-.
Was kann ich tun? Man kann ja die Probe nicht lange behalten, muss sie wieder unterschrieben zurückgeben, ...und welch ein Lehrer- gerade in Deutsch- macht gern Zugeständnisse wegen fälschlicher Bewertung?
So gesehen weiß ich nicht, an wen ich mich wenden kann. Gibt es keine Stelle, an die man sich wenden kann, um den Aufsatz nochmal durchchecken zu lassen?

Oder was würdet Ihr empfehlen. Die vierte Klasse ist einfach zu wichtig.

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17. Dezember 2007 um 18:15

Deutsch-Aufsatz

Hallo,

ich habe selbst mal an einer Schule gearbeitet.
Kein Lehrer wird einem Kollegen ein Bein stellen.

shawn

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17. Dezember 2007 um 19:19

...
Ich würde auf jeden Fall auch erst einmal mit dem Deutschlehrer sprechen! Normalerweise muss er so etwas wie ein Bewertungsraster haben, d.h. er muss bestimmte Kriterien, die er von den Schülern erwartet (z.B. Einleitung- Hauptteil- Höhepunkt- Schluss) aufgelistet haben und sich (VOR DER KORREKTUR) Gedanken darüber machen, wieviele Punkte es für die Erfüllung der Kriterien geben soll. Auch wenn es oft so aussieht, die Bewertung einer Deutscharbeit ist kein Glücksspiel, zumindest dann nicht, wenn der Lehrer seinen Job vernünftig macht.
Ich kann das zwar jetzt auf die Ferne nicht beurteilen, aber vielleicht hat dein Sohn einfach viele Kriterien nicht erfüllt? Vielleicht nicht auf Dinge geachtet, die vorher im Unterricht besprochen wurden?
Eine offizielle Stelle, an der man eine Deutscharbeit durchchecken lassen könnte, gibt es nicht.
Ich würde dir empfehlen, auf jeden Fall noch einmal das Gespräch mit dem Deutschlehrer zu suchen, dir erklären lassen, wo die (angeblichen?) Schwierigkeiten deines Sohnes liegen.
LG

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17. Dezember 2007 um 23:03

Deutsch-Aufsatz

6 Bilder sind zu sehn
1.Bild: 2 Kinder im Schnee
2.Bild: Kinder rollen 2 große Bälle
3.Bild: ein Kind steht an einem gebauten Schneemann, das andere bringt einen Hut
4.Bild: Kinder schauen den fertigen Schneemann an/ Sonne scheint
5.Bild: Schneemann ist kleiner (schmilzt)
6.Bild: Mutter vor dem geöffneten Kühlschrank in dem der Schneeman ist

Aufsatz:

Der wandelnde Schneemann

Arnold und Felix spielten im Schnee. Es schneite. Felix sagte: Bauen wir doch einen Schneemann!" Arnold stimmte ihm zu. Felix sagte: " Irgendetwas fehlt. Ah, ich weiß. Nach einer Zeit kam Felix mit einem Hut zurück. Jetzt war er fertig. Doch dann schien plötzlich die Sonne. Der Schneemann schmolz und schmolz. Jetzt war er nicht mal mehr so groß wie Felix und Arnold. Arnold hatte eine Idee: "Wir tragen den Schneemann in den Kühlschrank." Mit aller Kraft nahmen die Jungs den Schneemann und stellten ihn in den Kühlschrank. Einige Zeit später machte Mutter den Kühlschrank auf und erschrak.

Bewertung

Überschrift: nicht passend/ nicht spannend 0Pkt
Einleitung 2Pkt
Hauptteil von 16 nur 6 Pkt
Du hast wichtige Einzelheiten vergessen.
Du hast einzelne Bilder nicht miteinander verbunden.
Die gefühle der Personen kommen zu wenig zum Ausdruck.
Die Geschichte ist zu wenig ausführlich und unklar.
Schluss fehlt ganz. 0Pkt
Spannungsbogen von 2 nur 1 Pkt
wörtl. Rede von 6 nur 4 Pkt
Gefühle beschrieben von 2 nur 1 Pkt
Wiewörter/ Zeitwörter von 2 nur 1 Pkt
sprachliche Fehler:
Bandwurmsätze
und Wiederholungen
Rechtschreibung nicht gewertet weg. Legasthenie

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17. Dezember 2007 um 23:26

Ich habe NOCH keinen Schimmer von Deutschaufsätzen
da meine Grosse gerade erst buchstabieren lernt, aber mit ner 4 für den Text wäre ich auch nicht einverstanden, find die Geschichte gut ,
simpel und klar, spricht für dein Kind, sag ihm nen schönen Gruss, mir gefällt sie gut

und wiso machst du dich so heiss wegen der Note, ich glaube er soll unbedingt auf das Gym-stimmts??

also wenn das den Lehrern nicht reicht, aber wenn er das Zeug dazu hat bekommt er ja auch noch andere Noten und kann es beweisen und wenn nicht, dann sieh es doch lockerer, er soll glücklich werden und wir brauchen auch noch nen Fleischer der weiss wo man beim Schwein nen schönen Schinken findet und nen Bäcker der weiss wie man Stollen macht und dein Sohn ha toffensichtlich genügend Fantasie und Ausdruckskraft um das zu erreichen

Wäre mit Lehrern immer vorsichtig, ne zu penetrante Mami kann auch nerven und die Leistung des Kindes schmälern und villeicht dann die Haltung hervorrufen:" jetzt werden wir der mal beweisen dass es bei dem Kind nicht reicht", sei da sehr auf der Hut!und formuliere deine Kritik vorsichtig!!!!!!!!!!!!!!!

Miffijo

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18. Dezember 2007 um 21:35

Deutsch-Aufsatz

- keine Wiederholungsfehler
- Darstellung von Gefühlen durch Anwendung von Adjektiven

Sicher- seh ich auch so. Dann wirds ne gute Note...vielleicht ne zwei.
Die Bewertung im Gymnasium muss natürlich anders sein, sonst könnte natürlich jeder Hauptschüler aufs Gymnasium.

M.E. nach jedoch ist eine Minusnote eigentlich wirklich die schlechtere Note, sozusagen hat die Lehrerin wohl ein Auge zugedrückt- so wird es jedenfalls meist behauptet.

Vier minus ist für mich gerecht, wenn zb.

- die Geschichte nicht nachvollziehbar wiedergegeben wird
- man der Landessprache nicht mächtig ist
- man das Thema verfehlt hat


natürlich ist es kein perfekter Aufsatz. Das hab ich oben auch schon geschrieben.


Was mich ärgert ist einfach, dass man anhand der Bewertungsliste sehen kann, was man hätte besser machen können.
Hätte ich so eine Liste vorher mal zum Üben bekommen,
dann hätte ich mit meinem Sohn auch richtig üben können.
Jetzt weiß ich, dass ich ihm rate, Gefühle im Aufsatz zu beschreiben, Adjektive zu verwenden, usw.

Aber nun gibt es ja keine Bildergeschichte mehr. Das Thema ist vorbei.
Jetzt kommt was neues, und er kann es wieder nicht richtig lernen, weil m.E. nach man heutzutage garnicht richtig lernt, einen Aufsatz zu schreiben. Da heißts einfach, so Kinder schreibt mal.

Das war bei mir schon so und es hat sich offensichtlich in keinem Punkt geändert.

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19. Dezember 2007 um 7:39
In Antwort auf sandra_12713706

Deutsch-Aufsatz

- keine Wiederholungsfehler
- Darstellung von Gefühlen durch Anwendung von Adjektiven

Sicher- seh ich auch so. Dann wirds ne gute Note...vielleicht ne zwei.
Die Bewertung im Gymnasium muss natürlich anders sein, sonst könnte natürlich jeder Hauptschüler aufs Gymnasium.

M.E. nach jedoch ist eine Minusnote eigentlich wirklich die schlechtere Note, sozusagen hat die Lehrerin wohl ein Auge zugedrückt- so wird es jedenfalls meist behauptet.

Vier minus ist für mich gerecht, wenn zb.

- die Geschichte nicht nachvollziehbar wiedergegeben wird
- man der Landessprache nicht mächtig ist
- man das Thema verfehlt hat


natürlich ist es kein perfekter Aufsatz. Das hab ich oben auch schon geschrieben.


Was mich ärgert ist einfach, dass man anhand der Bewertungsliste sehen kann, was man hätte besser machen können.
Hätte ich so eine Liste vorher mal zum Üben bekommen,
dann hätte ich mit meinem Sohn auch richtig üben können.
Jetzt weiß ich, dass ich ihm rate, Gefühle im Aufsatz zu beschreiben, Adjektive zu verwenden, usw.

Aber nun gibt es ja keine Bildergeschichte mehr. Das Thema ist vorbei.
Jetzt kommt was neues, und er kann es wieder nicht richtig lernen, weil m.E. nach man heutzutage garnicht richtig lernt, einen Aufsatz zu schreiben. Da heißts einfach, so Kinder schreibt mal.

Das war bei mir schon so und es hat sich offensichtlich in keinem Punkt geändert.

Noten...
"Vier minus ist für mich gerecht, wenn zb.

- die Geschichte nicht nachvollziehbar wiedergegeben wird
- man der Landessprache nicht mächtig ist
- man das Thema verfehlt hat"

Nein, das wären klassische 6-en.
4 - ausreichend
5 - mangelhaft
6 - ungenügend

ich denke, die 4 ist gerechtfertigt. Eigentlich kenne ich es so, dass man vorher (wie auch immer) eine Liste erarbeitet, wie eine solche Beschreibung aussehen soll.
Wenn dieses Diktat vorher angekündigt wurde, hättest du ja auch mal Fragen können (wo du doch weisst, dass dein Kind Probleme hat), was natürlich nicht heisst, dass eine Liste nicht trotzdem vorher erstellt worden sein sollte. Dieses würde ich mal bemängeln (bei der Lehrerin).

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19. Dezember 2007 um 12:38

Deutsch-Aufsatz

Danke für die Resonanz und die Ratschläge.

Dadurch, dass in Deutsch sehr selten ein Aufsatz als HA aufgegeben wird, hab ich selten Zeit (auch noch) dafür aufgewandt. Auch hab ich mir nie mal richtig das Deutschaufsatzheft durchgesehn.
Deutsch üben? Ist doch unsere Muttersprache.
Aber mir wird nun klar, dass man wohl auf für das Thema Aufsatz wirklich lernen muss.
Das ärgert mich ein wenig. Schließlich schreibt man doch nur Gedanken nieder...

Ich will mich mit dem Thema auseinandersetzen, vielleicht schau ich mir doch mal das Sprachbuch durch und hoffe, außer Gramatikregeln, nach konkreten Aufsatz-Regeln Ausschau zu halten.

Eine wichtige Frage fällt mir dazu ein:

Dieses Bewertungsblatt für einen Aufsatz. Ist das immer gleich, oder ändert sich das, je nach Art des Aufsatzes?? Weiß das zufällig jemand? (bleiben es immer dieselben Kriterien oder wechseln sie, zb. könnte ich mir vorstellen, dass bei einer Vorgangsbeschreibung die Ausschmückung von Adjektiven nicht relevant ist)

Achja und nochwas. Was mich tierisch nervt ist, dass diese Aufsätze nie verbessert werden, sodass man evtl. nochmal nachvollziehen kann, wie ein wirklich guter Aufsatz aussieht (gibts dazu ein zu empfehlendes Lernheft?)
(nichtmal die HSU-Probe wird verbessert)

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19. Dezember 2007 um 17:21

Ich
will dir nicht zu nahe treten, aber Bildergeschichten sollen nicht einfach nur wiedergegeben werden. Sie sollten die Fantasie anregen und ausgeschmückt werden.
Sie sollen auch den schriftlichen Sprachgebrauch des Kindes fördern.

Ich habe Bildergeschichten damals geliebt. Ab der 4. Klasse war kein Aufsatz unter 3 Seiten und keine Note schlechter als 2-.
Einer meiner letzten Aufsätze aus der Grundschule wird sogar noch heute den jeweiligen neuen Erstklässlern vorgelesen.

Nachdem ich die Geschichte deines Sohnes gelesen habe muß ich leider auch sagen, daß sie zwar ok, aber leider wirklich nicht gut ist. Mir persönlich felt es an eigenen Ideen. Er hat die Bilder schön beschrieben, keine Frage, doch ein wenig mehr fantasievolle Erzählung wäre schön.

Ich denke es ist trotzdem gut ein Gespräch mit dem Lehrer zu führen. Allein um zu wissen, was für genaue Anforderungen an die Schüler gestellt werden. Je nachdem kann man dann auch das Benotungssystem nachvollziehen.

Alles Liebe

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20. Dezember 2007 um 16:31

Also
ich finde den Aufsatz echt nicht gut für die 4te Klasse.
Vielleicht wurde der Aufsatz hart bewertet aber es ist auch die vierte Klasse und da sehen die Bewertungen eben härter aus

Ich gebe mal ein paar Tipps für die Berichtigung und zum üben

Arnold und Felix spielten im Schnee. Es schneite. Felix sagte: Bauen wir doch einen Schneemann!" Arnold stimmte ihm zu. Felix sagte: " Irgendetwas fehlt. Ah, ich weiß. Nach einer Zeit kam Felix mit einem Hut zurück. Jetzt war er fertig. Doch dann schien plötzlich die Sonne. Der Schneemann schmolz und schmolz. Jetzt war er nicht mal mehr so groß wie Felix und Arnold. Arnold hatte eine Idee: "Wir tragen den Schneemann in den Kühlschrank." Mit aller Kraft nahmen die Jungs den Schneemann und stellten ihn in den Kühlschrank. Einige Zeit später machte Mutter den Kühlschrank auf und erschrak.

Anstatt ''Arnold und Felix spielten im Schnee. Es schneite.'' könnte er schreiben ''An einem Wintertag spielten Arnold und Felix im Schnee.''
Ich finde das ''es schneite'' passt da einfach nicht hin

Dann sehe ich eine Wiederholung ''Felix sagte''
Anstatt ''Felix sagteAnführungsstriche unten) Bauen wir doch einen Schneemann!"'', könnte er schreiben: Felix hatte eine Idee:,,Lass uns einen Schneemann bauen.''
Das finde ich hört sich gut an

Dann geht es einfach zu schnell:
Erst stimmt Arnold ihm zu und dann sagt er auf einmal , dass etwas fehlt...
Er könnte doch noch schreiben wie der Schneemann gebaut wird.
Zum Beispiel:
Also holten sie Schnee heran und formten ihn zu großen Kugeln.Arnold lief schnell ins Haus um eine Karotte für die Nase zu holen , während Felix einige Steine für den Mund und die Augen suchte.
(Das ist jetzt nur ein Beispiel)

In dem Satz ''doch dann schien plötzlich die Sonne'' finde ich das ''plötzlich'' sehr unpassend.
Er könnte schreiben:
''Auf einmal kam die Sonne heraus und brachte den Schneemann zum Schmilzen.''

Den Rest finde ich inhaltlich gar nicht so übel
Als einen Schlusssatz könnte er schreiben:
''Am Abend öffnete die Mutter den Kühlschrank und erschrak als ihr der Schneemann entgegen fiel.''

Würde mich über eine Rückmeldung freuen

Ich hoffe ich konnte euch helfen und beim nächsten Mal gibt dein Sohn dir mehr Mühe oder schreibt etwas ausführlicher

LG Amarena

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30. Dezember 2007 um 10:56

Aufsatz
Hallo!
Wenn dein Sohn eine Lese-Rechtschreibschwäche (Legasthenie) hat, achtet er wahrscheinlich sehr auf das Vermeiden von Rechtschreibfehlern. Dann bleibt nicht mehr viel Energie für das Formulieren übrig. Das LRS-Kind muss sich immer entscheiden, was wichtiger ist, Rechtschreibung oder Formulierung, beides geht nicht auf einmal, sondern nur in zwei Durchgängen und wenn man die Überarbeitungsmethode mit Berücksichtigung der LRS vorher geübt hat. Wenn es LRS ist, dann versucht er wahrscheinlich überschaubare Säzte zu schreiben und Worte zu benutzen, deren Rechtschreibung er kennt.
Gruß, Nicole

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