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Der Sohn meines neuen Partners ...

2. Januar 2012 um 19:04

Hallo,

ich muss mir mal die Sorgen von der Seele schreiben. Ich bin getrennt lebend und habe eine 8jährige Tochter. Mein neuer Partner, mit dem ich etwas über ein Jahr zusammen bin kommt hervorragend mit ihr zurecht. Sie liebt ihn und ist lieber mit ihm zusammen, als mit ihrem Papa. Ich finde es natürlich schön, dass die beiden sich so gut verstehen, aber mein schlechtes Gewissen frisst mich auf ....

Er hat einen 5jährigen Sohn und ich komme absolut nicht mit dem Kleinen klar. Ich habe es selten, dass ich Kinder auf Anhieb nicht mag, aber bei ihm war es so. Er ist extrem laut, zappelig und ziemlich frech. Er beschimpft seine Großeltern und auch seinen Papa und mittlerweile macht er auch vor meiner Familie keinen halt mehr.

Mein Freund greift selten mal durch. Er wohnt zurzeit noch im gleichen Haus wie seine Eltern und wenn der Kleine am Wochenende da ist, mischen seine Eltern kräftig mit in der "Erziehung". Sagt der Kleine zur Oma: "Du bist fett, hässlich und doof!", dann sagt die Oma: "Sowas sagt man aber nicht!" und fertig. Mein Freund sagt nix, weil er ihn ja bloß am WE hat und da kann er ja unmöglich noch mit dem armen Jungen schimpfen.

Ich kann so ein Verhalten nicht akzeptieren und finde das auch nicht normal. Meine Tochter ist zwar auch manchmal eine Wilde, aber sie ist lieb und vor allem weiß sie, wo Grenzen sind.

Der Junge kennt keinerlei Grenzen.

Ich habe mir Mühe gegeben, wenn ich Zeit mit ihm verbracht habe. Möchte ich ein Spiel mit ihm spielen, ist das langweilig. Er will lieber mit seinem Kriegsspielzeug spielen - bei dem mir ebenso die Haare zu berge stehen ....

Will ich ihm was vorlesen, ist das auch langweilig. Draußen spielen findet er toll, solange er dabei Ballergeräusche machen und mit Stöcken auf andere schießen kann.

Egal wie ich mich überwinden will, in mir sträubt sich alles. Ich kann mittlerweile nachts nicht mehr schlafen, vor lauter Panik, dass meine Freund mit dem Kleinen hier auftaucht.

Meine Tochter hasst den Jungen und verkrümelt sich sofort in ihr Zimmer, wenn er auftaucht.

Das schlimme ist einfach, dass es sonst perfekt ist. Ich würde an Trennung denken, wenn nicht sonst alles so schön wäre. Vor allem würde ich auch meiner Tochter mit einer Trennung ebenso weh tun, denn Sie liebt meinen neuen Partner wirklich sehr.

Er möchte gerne bei uns einziehen. Ich möchte das auch gerne, aber bei dem Gedanken an die Wochenenden steigt Panik in mir auf. Er hat den kleinen jedes Wochenende. Ich habe einen extrem stressigen und verantwortungsvollen Job, ich leite ein kleines Unternehmen und brauche meine Ruhephasen am WE. Dafür sehe ich schwarz, ich habe Angst gar nicht mehr zur Ruhe zu kommen. Der Kleine verbreitet solch eine Unruhe mit seiner lauten und zappeligen Art, dass mit schon so einige Male nach nur einer halben Stunde die Tränen in den Augen standen, vor lauter Ohnmacht.Und ich bin wirklich keine Heulsuse, sondern immer "Herr der Lage" .... bei dem Kleinen bin ich nur noch ne kleine Maus, die sich verkriechen möchte.

Mein Freund macht immer sofort dicht, wenn ich mal was sage. Und ich mache das äußerst vorsichtig und nur in Situationen, wo ich es nicht mehr tragbar finde. Wenn er z B. Schimpfworte zu irgendwem sagt, oder wie letzten Freitag grundlos meinen Neffen tritt.

Er findet das alles nicht so schlimm, liebt ihn total, ist ja auch klar ...

Er erwartet von mir, dass ich den Kleinen auch endlich mal in den Arm nehme, mit ihm kuschel und mich liebevoll mit ihm beschäftige.

Aber ich kann das nicht. Weil ich ihn einfach so gar nicht mag. Und sagen kann ich es meinem Freund auch nicht, weil ich ihn nicht verletzen möchte. Sowas ist ja wie ein Schlag mitten ins Gesicht.

ich weiß nicht, ob es überhaupt ne Lösung gibt, außer Trennung oder halt Zähne zusammen beiden. Ich bin einfach nur fertig!

Kennt jemand solche Situationen? Hat jemand einen Rat für mich?

tinkerbell

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12. Januar 2012 um 13:50

Hasse den sohn meines partners!!!!!!
Oh mann! Ich kenne dieses gefühl voller hass dem kind meines partners gegenüber! Ich liebe kinder normalerweise aber dieses monster hasse ich wie die pest! Am liebsten würde ich ihn wegwünschen! Ich kenne den bengel nun 3 jahre jetzt ist er 8 j und wird immer frecher u ungenießbarer! Er ist verwöhnt u dazu verwahrlost! Dh er wiegt 55kg u ist mega ungepflegt, geht nicht zum friseur die fingernägel drehen sich schon u überhaubt ein komischer kauz!
Ich habe eine tochter sie ist nun 3 er terroriesiert sie u schubst sie mitzlerweile schon das sie fliegt.jetzt bin ich schwanger u habe angst um mein ungeborenes... Damals wollte er meine tochter als sie ein baby war vom
Schoß werfen weil sie gepubst hat. Habe sie im letzten moment gerettet.

Ich ertrage die sonntage an denen er bei uns ist kaum. Jedesmal hasse ich ihn mehr! Mein partner sieht ihm durch einer rosabrille... Mestet ihn mit essen so das er bald platzt u der junge frisst u frisst. Er hat einfach nen sonderstatus! Ich verbiete meiner tochter übermäßig viel süßes aber sonntags ist es aufgehoben da kommt ja der bengel.

Er versteckt spielsachen meiner tochter oben auf dem kleiderschrank damit sie nicht drankommt - einfach ein saublag!

Würde mir das alles anders wünschen! Ich habe es immer im guten mit ihm versucht- ich kanns nicht mehr! Jetzt soll er immer bei uns schlafen! Dann dreh ich durch!!!! Ich liebe meinen partner sehr. Er hasst mich dafür das ich sein kind hasse! Ich kann nichts dazu er hat selbst dafür gesorgt!

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16. Januar 2012 um 20:50

Dieselbe Situation
Ich kenne die Situation leider auch. Es ist nicht zum aushalten. Nur ist es bei mir etwas schlimmer weil wir geheiratet haben. Das war der grosste Fehler meines Lebens den nun habe ich keinen Platz mehr zum Flüchten. Immer wenn er mit seinem Sohn ankommt möchte ich weg. Ich habe kein Bock mehr auf irgend etwas. Und rede das ganze Wochenende kaum ein Wort. Hoffe das Du nicht an eine Heirat denkst. Denn dann ist der Junge immer bei Dir. Tut mir leid dass ich dir nichts positives mitteilen konnte

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17. Januar 2012 um 14:39

Ich verstehe das total
Also erst mal möchte ich Dir sagen, dass Du Dich für diese negativen Gefühle nicht zu schämen brauchst. Man braucht erst mal eine ganze Weile, um sich diese selbst einzugestehen (weil man ja kein Unmensch und selbst Mutter ist). Wenn Du auf Dauer nicht krank werden willst, musst Du wohl oder übel mit dem Partner darüber sprechen. Ich kenne diese Situation nur allzu gut: man liebt den anderen über alles, aber die schlechten Gefühle sind so stark, dass man bald verrückt wird und gibt dem anderen die Schuld, dass er dieses Verhalten nicht abstellt. Du solltest das klären, bevor Ihr zusammen zieht, auch um Deine Tochter zu schützen. Auch Dein Partner ist in der Verantwortung, den Kleinen zu erziehen - auch wenn er ihn nur am Wochenende sieht, muss er erzieherisch auf ihn wirken. Vielleicht glaubt der Junge, er kann sich dort alles erlauben, und sein Vater schreitet nicht ein, weil er Angst hat, die Liebe dieses Kindes zu verlieren. Aber Kinder brauchen und provozieren auch in dem Alter bewusst Grenzen, um Autoritäten zu akzeptieren. Bitte sprich mit Deinem Partner oder schreibe Deine Gefühle auf. Formuliere erst mal für ihn, wie Du dich überhaupt fühlst und was das auf Dauer mit Dir macht. Schlage auch eine Lösung in Deinem Sinne vor. Vielleicht macht er "dicht", weil er nicht anders kann, weil er es auch fühlt und es nicht formulieren kann, oder er fühlt sich angegriffen. Mache aber deutlich, dass du ihn liebst und die Beziehung gern fortsetzen möchtest. Du musst den Kleinen nicht lieben, es wäre nur schön und wünschenswert, wenn alle sich beeinander wohlfühlen. Du kannst jedenfalls nicht warten, bis sich etwas von allein ändert. Das macht einen krank.

Ich spreche aus Erfahrung. Ganz liebe Grüße und alles Gute!
Petra

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21. Januar 2012 um 19:45

Kenn ich gut
Was du da beschreibst kenn ich sehr gut. Der Sohn meines Mannes aus erster Ehe ist inzwischen schon 15 und wir kennen uns 9 Jahre aber irgendwie ist da immer eine Distanz zwischen uns. Bei seinem Papa und seiner Oma kann er alles und darf alles, so war das schon immer. Egal was auch immer los war oder was auch immer er angestellt hat, es wurde immer noch das Krümmelchen Gutes daran gefunden und Kritik oder gar Ärger hat er noch nie bekommen. Wenn etwas nicht gut gelaufen ist oder läuft ist automatisch seine Mutter schuld. Diese hat er inzwischen schon so weit, dass er machen kann was er will, sein papa und seine oma nennen das selbständigkeit und einen guten Willen. Sie selbst gehen jeder erzieherischen Auseinandersetzung gleich aus dem Weg so machen sie sich nicht unbeliebt und bleiben die tollen Erwachsenen.
Wie geht dein Mann mit deiner Tochter um, gibt er ihr auch alle Freiheiten?

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23. Januar 2012 um 22:30
In Antwort auf lene_11889498

Kenn ich gut
Was du da beschreibst kenn ich sehr gut. Der Sohn meines Mannes aus erster Ehe ist inzwischen schon 15 und wir kennen uns 9 Jahre aber irgendwie ist da immer eine Distanz zwischen uns. Bei seinem Papa und seiner Oma kann er alles und darf alles, so war das schon immer. Egal was auch immer los war oder was auch immer er angestellt hat, es wurde immer noch das Krümmelchen Gutes daran gefunden und Kritik oder gar Ärger hat er noch nie bekommen. Wenn etwas nicht gut gelaufen ist oder läuft ist automatisch seine Mutter schuld. Diese hat er inzwischen schon so weit, dass er machen kann was er will, sein papa und seine oma nennen das selbständigkeit und einen guten Willen. Sie selbst gehen jeder erzieherischen Auseinandersetzung gleich aus dem Weg so machen sie sich nicht unbeliebt und bleiben die tollen Erwachsenen.
Wie geht dein Mann mit deiner Tochter um, gibt er ihr auch alle Freiheiten?

Danke!
Es tut wirklich gut zu lesen, dass es nicht nur mir so geht. Mittlerweile habe ich mit meinem Freund gesprochen. Ich konnte es nicht mehr aushalten.

Er hat das Thema selbst angesprochen, weil er sich furchtbar über seinen Sohn aufgeregt hat. Wir waren auf einem Familienfest (meine Familie) und der Kleine hat sich schrecklich daneben benommen. Er ist dann früher mit ihm gefahren, weil es ihm mehr als peinlich war. Danach sagte er mir dann, dass er mit seinem Sohn nicht mehr klar kommen würde, etc.. Ich solle ihm doch bitte helfen.

Ich war wirklich froh, dass das Thema angesprochen war und wir haben dann am Telefon abgemacht, am nächsten Tag in Ruhe darüber zu sprechen. Allerdings ist es dann erstmal dabei geblieben. Er hat es dann wieder totgeschwiegen. Ein paar Tage später sitzen wir abends zusammen und er sagt plötzlich, er würde jetzt für den Kleinen ein Schlafsofa kaufen, dass dann ins Zimmer neben meinem/unserem Schlafzimmer kommt. Ich war so überrumpelt, dass ich erstmal ne Runde geheult habe. Da ist er dann wütend geworden.

Am nächsten Tag habe ich all meinen Mut genommen und gesagt wie es ist. Dass mir meine Gefühle leid tun, aber dass ich keinerlei Symphatie für seinen Sohn habe. Dass ich gerne daran arbeiten will und mich schlecht fühle wegen meinen Gefühlen und und und ....

Aber dass es halt Zeit braucht und ich panische Angst habe, die Wochenenden mit seinem Sohn verbringen zu müssen. Weil er mich ohne Ende stresst und ich wegen meinem Job und der laufenden Scheidung von meinem Ex kaum noch Kraft habe.

Da hat er dann plötzlich angefangen auf meiner Tochter rumzuhacken. Mit der er sich bis zu diesem Tage blendend verstanden hat. Er hat nach Kleinigkeiten gesucht, z. B. dass sie im Essen rumpickt und Playmobil im Büro spielt. Einfach nur um mir auch weh zu tun. Bisher hat ihn das alles nicht gestört. Fakt ist, dass er beschlossen hat, ab sofort nichts mehr für die Kleine zu tun und das ist nun auch seit gut 2 Wochen so. Er lässt es sie ein wenig spüren. Zwar nicht ganz offensichtlich, aber sie merkt es. Heute hat er sie z. B. das erste mal nicht ins Bett gebracht. Das macht er seit Monaten immer wenn er hier ist und für sie ist es zu einem Ritual geworden, dass sie total schön findet. Sie war traurig, als ich sie dann alleine ins Bett gebracht habe.

Ich habe ihn darauf aufmerksam gemacht, dass es absolut lächerlich ist, mein Kind für meine Fehler zu bestrafen, aber das scheint er anders zu sehen.

Ich bin ratlos. Völlig!

Meine Kleine liebt ihn total. Wenn ich mich von ihm trenne, wird sie ihn mehr vermissen als ihren Papa. Ich ärgere mich, dass ich es soweit habe kommen lassen.

Jetzt stehe ich dumm da. Ich liebe ihn, aber wie soll das so funktionieren.

Wenn es das einzige Problem wäre, ginge es ja noch .... aber dazu kommt auch noch seine unglaubliche Eifersucht, auf alles und jeden was mir zu nahe kommt.

Ich glaube fast, außer Trennung bleibt keine Lösung .....

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24. Januar 2012 um 19:57

Kenn ich
Oh je Tinkerbell du Arme. Aber so sind Männer, besser gesagt Väter oft. Am Anfang war mein Mann auch so. Meine tochter kennt ihren leiblichen Vater nicht weil er vor ihrer Geburt gestorben ist und sie liebt meinen Mann von der ersten Minute an, ohne das ich daran was machen musste. Als mein Mann dann merkte, dass sein Sohn eifersüchtig war, liess er meine Tochter links liegen und tat ihr damit sehr weh. Doch ich konnte ihn damals in vielen Gesprächen dazu bringen sein Verhalten zu ändern. Dauerhaft wäre das für mich keine Basis für eine Liebe sein können. Ich mische mich inzwischen nicht mehr ein, auch wenn es manchmal schwer fällt, aber es hat doch keinen Sinn und sein Sohn kommt ja auch nur in den Ferien und ist auch schon in einem Alter wo er sicher bald seine eigenen Wege geht.
Jetzt noch was ganz Allgemeines, hat jetzt nichts mit deinem Freund oder meinem Mann zu tun, aber ich finde komisch, dass viele Väter erst dann wirklich gute Väter werden, wenn sie getrennt sind. Solange sie in einer Beziehung oder Ehe sind, gehen viele viel arbeiten und haben kaum Zeit für die Kinder. Nach einer Trennung möchten sie ihre Kinder am liebsten jeden Tag sehen. Kann ich nicht wirklich nachvollziehen.
Alles Gute für Dich.

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27. Februar 2012 um 22:53

Das habe ich mittlerweile getan ....
... ich habe ihm gesagt, dass es vorerst keine gemeinsame Wohnung geben wird. Weil ich meinem Kind und mir selbst nicht zumuten will, ab sofort keine ruhige Minute mehr am Wochenende zu haben. Außerdem ist mir klar geworden, dass meine Kleine dann viel zu kurz kommen würde, wenn wir nicht mal mehr am Wochenende Zeit zu zweit haben. Ich arbeite in der Woche sehr viel und jede Stunde ist durchgeplant. Das kann ich uns nicht antun. Ich kann nicht am Wochenende meine Zeit damit verbringen, seinen Sohn zu erziehen.

Seitdem ich gesagt habe, wie es ist, haben wir mehr oder weniger Funkstille. Wir sehen uns höchstens noch einmal in der Woche und meistens gibt es dann Streit. Er sagt ich sei egoistisch und hätte alles kaputt gemacht.

Ich fühle mich zwar irgendwie schlecht, wenn er mir das gegen den Kopf knallt, aber ich weiß, dass es so für mich und mein Kind das Beste ist. Auch wenn es egoistisch ist, es ist in erster Linie für mein Kind die richtige Entscheidung. Meine Tochter ist mir ohnehin wichtiger als jeder Mann. Das wird mit Sicherheit auch immer so bleiben. Er kann einziehen, wenn sie, in 12 Jahren oder so, auszieht ...

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28. Februar 2012 um 10:04

Gleichgesinnte
ich habe so oft gesucht und immer nur Beiträge gefunden, wo die Männer mit den Kindern der Frau Probleme haben. Jetzt hab ich euch gefunden.
Mein Stiefsohn ist 12 und kommt jedes 2. WE. Ich kenne ihn nun seit fast zwei Jahren und seit 1 1/2 Jahren lebe ich mit meinem neuen Partner zusammen. Selber habe ich zwei Erwachsene Kinder 23 und 19. Der "kleine" lebt bei seinem Vater in einer Einliegerwohnung und die "große" hat bereits ihre eigene Familie. Ich dachte ich bin all dem gewachsen, nachdem ich zwei Kinder "gelungen" großgezogen habe. Aber denkste. Dieses Kind "schafft" und verbittert mich bis aufs letzte. Nichts ist gut genug. Nur das Beste, nur das Teuerste, nur das Aufwendigste, nur "Marke". Bei Muttern mit neuem Partner seit (schätze 4 oder 5 Jahren) kann er das nicht haben und "Papa" (also mein Partner) macht es mittlerweile heimlich vor mir, weil er weiß wie ich das hasse. Meine Kinder wurde ohne "Marke" und Firlefanz groß gezogen und man glaubt es kaum sie leben doch tatsächlich noch. In der Zeit wo er da ist gibt es keine Minute alleine mit meinem Partner ich darf nicht neben ihm laufen nicht ohne sein Beisein mit ihm reden ansonsten "redet ihr etwa?" oder "was redet ihr?" Fernsehgucken bis weit nach Mitternacht. Beim Essen das selbe Programm wie bei vielen anderen: schlürfen, schmatzen. Ellenbogen, Füße aufm Stuhl etc. zu blöd nen Ei zu essen, zu blöd nen Brötchen aufzuschneiden, geschweige denn Suppe essen. Passt was nicht in seinen Kram drückt das "kleine" Kind auf die Tänendrüse , es wird gezappelt, gepoltert, gerannt, rumgesaut und was weiß ich nicht alles. Maaaaaannnn man man ... der will in zwei Jahren mit "Sie" angesprochen werden und benimmt sich wien 5 jähriger. Reden tut er als wenn er die Zeitlupe zum Mittag gegessen hat und nicht das Schnitzel, das mir das seit dem ersten Kennenlernen aufgefallen ist, traue ich mich nicht einmal mehr anzusprechen. Alles in unserem Haus gehört (wie soll es auch anders sein) "nur" dem Papa, dabei ist es "mein" Haus. Das "Kind" hat ein eigenes Zimmer, eine neue Anbauwand ein neues Bett einen neuen Schreibtisch einen neuen Fernseher einen neuen Teppich und und und und und und, für Geburtstag, Weihnachten, Ostern etc. wird grundsätzlich doppelt so viel ausgegeben wie für meine Kinder. Papa ist der Beste (soll er ja auch) der Größte, der einzige der alles kann, der einzige der alles macht, der einzige der alles bezahlt. Ich würde kein Ende finden wenn ich jetzt nicht aufhöre. Wenn "ich" fahre wird ihm im Auto schlecht, wenn ich koche kocht Papa besser und und und......... Es tut weh .... es tut einfach nur weh ... naht "dieses" WE hab ich meistens bereits ab Di Bauchschmerzen, Beklemmungen und Wutgefühle. Versuche ich etwas anzudeuten --- "läuft doch gut oder etwa nicht?????????" --- da bin ich dann nur noch sprachlos..................... .......................

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29. Februar 2012 um 10:06

Danke
erst mal lieben lieben Dank für deine Antwort. Das war mein "Frustbeitrag". Ich glaube ich wär geplatz hätt ich mir das nicht endlich mal von der Seele geschrieben. Ja klar, ich hab meine Kinder "anders" erzogen aber auch mit dem Hintergrund, dass sie später im Leben auch mal zu etwas nein sagen können auch wenn sie es gern hätten. Der Junge hat aber keine Hemmschwelle mehr.
Und besonders schlimm auch diese Eifersuchtsanfälle. Man muß sich vorstellen ich stehe beim Kochen und mein Partner gibt mir im vorbeigehen ein flüchtiges Küsschen, er siehts kommt angerannt (das Kind ist genauso groß aber warscheinlich schwerer als ich) schmeißt sich ihm entgegen, drückt ihn und zerrt ihn weg. Gehen wir irgendwo hin läuft er so dicht vor mir, dass ich zurückweichen muss und nicht mehr neben meinem Freund laufen kann sondern hinter den beiden, wechsel ich dann die Seite macht er das auch und dann das selbe Spiel von vorne. Einmal in Berlin habe ich 42 mal gezählt. Erst nachdem ich meinem Freund das gesagt habe ist es ihm auch aufgefallen??? Ich weiß nicht ob er das nicht sieht oder nicht sehen will. Unsere Beziehung ist mega-harmonisch (OHNE Kind) ... ist der "kleine" da benehmen wir uns wie zwei Bekannte. Sage ich mal am Essentisch was zu dem Jungen wie z. B. (dein Kopf heut wieder soooo schwer?? oder die Hand mit dem Löffel geht vom Teller zu Mund und nicht der Mund zum Teller weil die Hand ja nicht am Tisch festklebt) guckt er mich groß an dann Papa und holt sich quasi von ihm dann die Bestätigung. So nach dem Motto "darf die das? mir so was sagen?" Dann ertappe ich ihn wie er Schränke einfach aufmacht und wühlt. Da frage ich ihn "sucht du etwas?" und er "nö" und wühlt weiter. Ein anderes Mal habe ich Staub gesaugt und mein Freund hat die Pflanzen gegossen und danach die Treppe gewischt. Daraufhin haut der Bengel raus (natürlich nur zu seinem Vater)kannst du das nicht machen wenn ich nicht da bin. Zeitbedarf war vielleicht 30 Minuten. Oder es heißt einkaufen - fragt mein Freund ihn "kommst du mit?" er "ja" dann ziehe ich mich an und er "ach nö" dann sag ich zu meinem Freund "ich bin dann in der Zeit kurz da oder da" darauf hin dann der Bengel "ach na dann komm ich doch mit" ....... ach man so viele blöde Situationen jeeeeeedes Mal. Und ich gehe davon aus, dass er mich bewusst kränken will und es auch immer wieder schafft so zu drehen, dass mein Partner es kaum oder gar nicht mitbekommt.

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29. Februar 2012 um 13:03
In Antwort auf rudolf_12277649

Das habe ich mittlerweile getan ....
... ich habe ihm gesagt, dass es vorerst keine gemeinsame Wohnung geben wird. Weil ich meinem Kind und mir selbst nicht zumuten will, ab sofort keine ruhige Minute mehr am Wochenende zu haben. Außerdem ist mir klar geworden, dass meine Kleine dann viel zu kurz kommen würde, wenn wir nicht mal mehr am Wochenende Zeit zu zweit haben. Ich arbeite in der Woche sehr viel und jede Stunde ist durchgeplant. Das kann ich uns nicht antun. Ich kann nicht am Wochenende meine Zeit damit verbringen, seinen Sohn zu erziehen.

Seitdem ich gesagt habe, wie es ist, haben wir mehr oder weniger Funkstille. Wir sehen uns höchstens noch einmal in der Woche und meistens gibt es dann Streit. Er sagt ich sei egoistisch und hätte alles kaputt gemacht.

Ich fühle mich zwar irgendwie schlecht, wenn er mir das gegen den Kopf knallt, aber ich weiß, dass es so für mich und mein Kind das Beste ist. Auch wenn es egoistisch ist, es ist in erster Linie für mein Kind die richtige Entscheidung. Meine Tochter ist mir ohnehin wichtiger als jeder Mann. Das wird mit Sicherheit auch immer so bleiben. Er kann einziehen, wenn sie, in 12 Jahren oder so, auszieht ...

Das hast Du richtig gemacht
Liebe Tinkerbell, ich beglückwünsche Dich zu dieser Entscheidung. Wenn die Liebe Deines Partners zu Dir so stark ist, dann wird er sich auch wieder fangen und er wird sein Verhalten wieder ändern. Und wenn nicht, weißt Du, woran Du bist und wer weiß wie die Unternehmung "Zusammenziehen" dann ausgegangen wäre. Auf jeden Fall hätte Deine Tochter "den Kürzeren" gezogen und das darfst Du nicht zulassen.

Ich bin in der Situation, dass mein Partner und ich auch wegen der jeweiligen Kinder die kommenden Jahre nicht zusammenziehen werden. Erst war es für mich schwer, dies zu akzeptieren und ich fühlte mich nicht genug gebraucht/geliebt. Aber ich habe das auch als beste Möglichkeit für unsere konkrete Situation akzeptiert und seitdem geht es mir gut.
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Alles Gute!

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