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Der Freund meiner Mutter

25. November 2015 um 10:15

Hallo,

Ich 18/w lebe zur Zeit mit meiner kleinen Schwester, meiner Mutter und ihrem Freund unter einem Dach. Wie man schon aus der Überschrift entnehmen kann, geht es hier um den Freund meiner Mutter. Ich komme einfach nicht mit ihm klar!
Meine Mutter und mein Vater haben sich vor drei Jahren Scheiden lassen, da er meine Mutter betrogen hat (Die beiden waren seit der Hochschule zusammen). D.h. ich habe auch nicht eine besonders gute Vater-Tochter-Beziehung zu ihm (hatte ich noch nie). Jedenfalls war meine Mutter dann für ungefähr 8 Monate alleine und zwischen uns Kinder und ihr war alles rosig. Bis sie irgendwann einfach einen neuen Freund mit nach Hause genommen hat, sie hat uns ihn nicht vorgestellt oder etwas dergleichen. Kurz darauf (ungefähr 3 Monate später) hat er auch schon bei uns gewohnt.
Ich weiß nicht, wie es bei anderen Kindern ist, aber wir kamen bereits am Anfang nicht besonders gut miteinander aus, sodass ich mich von meiner Mutter zurückzog und weniger Zeit mit ihr verbrachte. Es hat auch ganz gut funktioniert, bis vor einem halben Jahr wurde er handgreiflich gegen meiner Mutter und sie hatte Würgemale im Gesicht.
Daraufhin haben wir versucht meine Mum davon zu überzeugen, dass er nicht gut genug für sie ist. Auch meine ältere Schwester, die schon alleine lebt, hat versucht auf meine Mutter einzureden. Am Ende hat es jedoch gar nichts gebracht und die zwei sind nach einer Woche wieder zusammen. Seitdem hasse ich ihn aus tiefstem Herzen und meine zwei Schwestern auch, aber ich glaube, dass ich von uns drei ihn am meisten hasse. Ich weiß nicht, wieso.
Ich war auch die einzige, die gegen die Hochzeit wahr und dazu etwas gesagt hat. Meine Mum hat ihn nämlich vor knapp 2 Monaten geheiratet, wovon ich 2 Wochen vorhor mitbekommen habe...
In letzter Zeit ist er der Mann im Haus und alle müssen nach seiner Pfeife tanzen, obwohl er selbst nichts macht. Er kommt nach Hause am Abend und setzt sich auf die Couch und gut Fern. Meine Mutter musst dann alles für ihn machen. Auch frühmorgens schmiert er sich das Brot und lässt den Rest stehen, sobald ich vergessen habe, Geschirr zuwaschen, tickt er aus und hält mir eine Rede. Letztens bin ich dann etwas ausgerasstet und meinte, dass es mich nicht interessiert, was er sagt.
Da kam meiner Mutter an und hat mich angebrüllt und fertig gemacht. Ich sei ein schlechtes Kind und ähnliche Sachen.
Solche Wörter treffen mich schon, aber ich will sowas nicht zugeben und wirke meistens daher etwas eiskalt.

Solche Situationen passieren fast täglich und ich komme damit nicht mehr klar. Es wird mir alles zu viel!
Ich kann auch noch nicht ausziehen, ich mache zur Zeit Abitur. Ich habe dennoch einen Job, damit ich so schnell wie möglich, danach hier raus bin. Aber ich brauche eine Lösung für die Zeit dazwischen, weil ich das nicht mehr aushalte.


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29. November 2015 um 10:36

Wohnheim und Jungendamt
Das ist deine Anlaufstelle und die Lösung...

Weißt du.. deine Mutter liebt dich. Aber Menschen werden, wenn sie verliebt sind, etwas doof. Das kennst du sicher auch

Es ist leider Tatsache, dass sie sich immer mehr an ihn klammern wird, je mehr ihr gegen ihn hetzt. Ich bezweifle nicht dass dieser Mann ein unausstehliches **** ist, solche Kerle gibt es leider zuhauf.. Aber ihr könnt Ihn nicht ändern.

Das wichtigste ist, dass du immer daran denkst- deine Mutter liebt dich eigentlich. Und du und deine schwestern.. seid für sie da wenn sie den Depp endlich loswird. Sonst gerät sie nur in eine Spirale bei der sie sich den nächsten Idioten anlacht.


Mein Rat wäre ein "Mutter-tochter-tag". Schnapp dir deine Mutter, geht irgendwas schönes machen und sprich mit ihr.
Aber kritisiere sie nicht. Sag ihr dass du Probleme hast mit ihrem Kerl auszukommen, und dass dir das wehtut wenn sie deshalb unglücklich ist. Und dass du eine Lösung suchst bei der alle wenigstens miteinander auskommen.

Sag ihr dass du ihr ihr glück gönnst, und dich freust dass sie glücklich ist. Aber dass du verletzt bist dass ihr, deine schwestern und du, ihn einfach serviert bekommen habt, ihn nicht kennenlernen konntet..

Und auch dass es dich freut dass sie glücklich ist, dir die Zeitspanne zwischen Trennung und neuem Mann aber zu kurz war. Du brauchst Zeit dich daran zu gewöhnen..


Kritisiere deine mutter dabei nicht. Sag wie DU dich fühlst, nicht was sie falsch gemacht hat. also z.b "ich finde es traurig dass dein neuer Partner und ich nicht miteinander auskommen" und nicht "du hast dir nen Idioten angelacht, ich hasse ihn"

Und vergiss dabei nicht.. irgendwann wird ihr ein Licht aufgehen.. es wird ihr leidtun. aber kein Mensch kann die Zeit zurückdrehen. Nachtragend sein bringt nur noch mehr kummer.

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3. Dezember 2015 um 11:53

...
Hallo, dass hört sich nicht gut an. Als erste Anlaufstelle kommt das Jugendamt oder wenn du da nicht hin willst eine Familienberatung. Ich persönlich habe bei Caritas sehr gute Erfahrungen gemacht. Du kannst einfach zu einer unverbindlichen Beratung gehen. Sie können dir zeigen was du für Möglichkeiten hast. Nehme auf jeden Fall eine Beratung war, sie kostet nichts und ist total unverbindlich. Außerdem stehen die Leute erstmal unter Schweigepflicht. Wenn du deine Möglichkeiten kennst dann entscheidest du selbst. Ich würde mich freuen zu hören wie es bei dir weiter geht, Gruß Anja

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4. Dezember 2015 um 0:04
In Antwort auf sive_12093631

...
Hallo, dass hört sich nicht gut an. Als erste Anlaufstelle kommt das Jugendamt oder wenn du da nicht hin willst eine Familienberatung. Ich persönlich habe bei Caritas sehr gute Erfahrungen gemacht. Du kannst einfach zu einer unverbindlichen Beratung gehen. Sie können dir zeigen was du für Möglichkeiten hast. Nehme auf jeden Fall eine Beratung war, sie kostet nichts und ist total unverbindlich. Außerdem stehen die Leute erstmal unter Schweigepflicht. Wenn du deine Möglichkeiten kennst dann entscheidest du selbst. Ich würde mich freuen zu hören wie es bei dir weiter geht, Gruß Anja

Danke
Danke !
Ich ziehe es auf jeden Fall in Erwägung, dort um Hilfe zu bitten.
Ich habe mich erst vor ein paar Tagen, mich wieder mit ihm gestritten und meine Mutter hat nichts gesagt. Tat dann in den nächsten Tagen so, als wäre nichts passiert und ich weiß nicht, wie ich das deuten soll.
Weihnachten steht vor der Tür und es macht mich unglaublich traurig, da es ein Familienfest ist, aber wir keine Familie mehr sind.
Dieses Jahr wird es anders, meine Schwestern verbringen ihn nicht zu Hause und meine Mutter und ihr Freund auch nicht. Also bleibe ich am Ende übrig, habt ihr vielleicht eine Idee, was man da machen kann. Ich will meinen Freunden an Weihnachten auch nicht auf den Keks gehen, schließlich ist es ein Familienfest...


Ich habe mir zudem vorgenommen mal alleine mit meiner Mutter wirklich darüber zu reden. Ich weiß bloß noch nicht, wie ich so ein ernstes Gespräch anfange und da wir beide sehr temperamentvoll sind, hoffe ich auch zudem, dass es nicht nach hinten losgeht.

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