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Depressive dementiell veränderte Schwiegermutter will immer das Sagen haben

6. August 2014 um 15:29

Hallo zusammen,
ich bräuchte einen Rat, da ich nicht mehr weiter weiß. Meine Schwiegermutter leidet seit der Pupertät an Depressionen und beginnt jetzt mit Demenz. Anfang des Jahres erlitt sie eine Sepsis unklarer Genese mit leichtem Apoplex und es wurden im MRT SAR festgestellt, was ihren Allgemeinzustand noch verschlimmert. Wie das mit der Depression so ist, ist sie jetzt stark antriebsgemindert und lässt ihrer Enkeltochter (4) alles durch gehen, damit sie nicht schreit. wir leben in einem Haus, so dass ich es gar nicht verhindern kann, dass die Kleine die Oma besucht und auch mal alleine mit ihr ist( ich bin immer in hörweite). Meine große Tochter (12) habe ich mit in die Ehe gebracht. Wenn die Kleine was anstellt ist seit Neuestem lt. Oma immer die Große schuld und bekommt dies auch zu hören. Meine Kleine hat das natürlich sofort raus und mutiert zu einem kleinen Thyrannen. Wenn ich meine Große in Schutz vor solchen Vorwürfen nehme geht Oma auf mich los und nennt mich ein faules Stück. Auch wenn ich mich bei der Kleinen dann durchsetzen will und schimpfe, widerspricht mir Oma vor den Kindern und sagt zu der Kleinen genau das Gegenteil. Z. B. letztens hat die Kleine der Großen den Setzkasten zerlegt und die Bausteine im Zimmer verteilt. Ich wollte, dass die Kleine der Großen zumindest beim aufräumen und zusammenbauen hilft. Riesen Geschrei...ich blieb standhaft, dann kam Oma um die Ecke und bezichtigte zuerst die Große, dass sie das allein gewesen wäre. Dann wollte sie die Kleine mitnehmen. Das hab ich dann nicht zugelassen und Oma aus dem Kinderzimmer geschickt. Vor der offenen Tür ging dann Oma auf mich los - ich solle doch zuerst meinen Saustall zusammenräumen, bevor ich es den Kindern anschaffe. Ja Klar! Ich bin berufstätig (Altenpflegerin), hab 2 Kinder, 2 Bauernhöfe, meine Schwiegermutter und einen hilfebedürftigen Onkel um den ich mich kümmern muss.Klar kommt der Haushalt manchmal zu kurz, aber was soll ich denn noch alles machen? Wir sind aber kein MESSIHAUSHALT, um das nur mal klar zu stellen. Im Moment bin auch am Rücken operiert worden, da fällt mir logischerweise auch die Bewegung etwas schwerer. Ich finds nur komisch, der Kleinen lässt sie alles durchgehen á la Depression und bei mir wird sie zur Furie. Mein Mann steht immer zwischen den Stühlen und ist froh, wenn er sich zwischen seine "Weiber" nicht einmischen muss. Jedoch sieht er schon auch, dass es schwierig ist die Balance zu halten. Manchmal wirds mir auch einfach zuviel und dann gibts nen deftigen Ehestreit. Was meiner Schwiegermutter auch zu gefallen schein. Zu meiner Kleinen sagt sie auch Christian (so heißt ihr 2. Sohn) und zu meinem Mann meint sie immer er sähe aus wie ihr verstorbener Mann. Auch hatte sie Zeiten, da erkannte sie mich nicht. Was mach ich nur, damit sich meine Große nicht verstoßen vorkommt, meine Kleine kein Thyrann wird und ich in Ruhe leben kann? Weiß jemand einen Rat oder macht das Selbe zuhause mit? Wäre um Austausch dankbar!

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13. August 2014 um 18:55

Hi!!!
Die Alte ist schädlich für das komplette Beziehungsgeflecht, also raus mit der in ein Altenheim oder betreutes Wohnen.
Da nützt auch nicht die Erkenntnis, dass die offenbar einen Dachschaden hat (krank ist) und deshalb geschont werden sollte. Die schädlichen Auswirkungen, die das Ganze auf die Erziehung Deiner Töchter hat, sind nicht zu unterschätzen und evtl. irreversibel. Sie projiziert offenbar den Christian in Deine Kleine und verhält sich ihr gegenüber nachsichtich, weil sie es ihrem Sohn gegenüber auch tat, dabei mißachtet sie in krasser und aggressiver Form Deine Autoriät. Die Kleine, die diesen Meschanismus längst für sich entdeckt hat, nutzt dies zum Nachteil der Großen gnadenlos aus. Auch der Kleinen wird damit schaden zugefügt, weil sie lernt, dass Mamas Grenzen keinerlei Bedeutung haben. Also, raus mit dem Störfaktor, denn Du kannst sie ja nicht ans Bett ketten und knebeln...

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14. August 2014 um 11:49

Vielen Dank!
ich möchte mich bei Euch für die Antworten bedanken!! Sie geben mir Kraft meinen Weg durchzuziehen. "Keine Arme - keine Schokolade" find ich super!!! bin ja nicht der Depp vom Dienst!! Sicher fällt es mir schwer hier Grenzen zu ziehen und vor allem auch auf längere Zeit aufrecht zu erhalten, aber ich muss es tun allein schon den Kindern wegen und um nicht selbst vor die Hunde zu gehen. Ich merke nämlich bereits, wie sehr mir meine Kraft genommen wurde.

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